Samstag, 24. Januar 2015

Über Pädophile, Kinderschänder und andere Mischpoke



Denkt nicht, eure Kinder wären sicher....

Das hier sollten viele Eltern als Warnung verstehen. Denn dass, was ich euch erzähle ist mir und meiner Tochter vor kurzem selbst passiert. Jedoch will ich nicht, dass ich Schreihälsen, der Liga “Todesstrafe für Kinderschänder!“ in Verbindung gebracht werde. Das sind in der Regel meisten Menschen, die ein Thema instrumentalisieren, von dem sie selbst nie betroffen waren. Populisten und Mitläufer, die Politik machen wollen, auf Kosten von Opfern. Solche Menschen ekeln mich an.

Ich bin der Meinung, man sollte keinen Staat der Welt gestatten, Menschen zu töten. Es sei den der Betroffene wünscht dies selbst, weil er sich für nicht therapierbar hält und ein ewiges Leben hinter Gittern nicht will. So etwas gab es in Belgien 2014 und ich finde das richtig. Bei von Missbrauch mittelbar und unmittelbar betroffenen Menschen, sehe ich dass wiederum differenzierter, dazu später.

Ich halte Kinderschänder für krank, sie sich selbst, in der Regel auch. Ich denke, dass sie nicht therapierbar sind und aus der Gesellschaft ausgestoßen werden müssen. Aber nicht, das der Staat sie töten sollte.

Ich habe keine generelle Lösung, wie man mit solchen Menschen umgehen sollte. In erster Linie sind sie geistig kranke Personen und eine Bedrohung für unsere Gesellschaft, insbesondere unserer Kinder.

Jedoch sind sie, beim weiter denken, auch Menschen mit nützlichen Fähigkeiten. Ich habe nur die Idee, das man sie vielleicht alle auf einer großen Insel aussetzen könnte, wo einfach keine Kinder sind, denn dort können sie zwar ein relativ normales Leben führen, aber eben ohne Kinder. Vielleicht könnten sie so sogar noch Nutzen für die Gesellschaft, in der sie nicht leben sollten bringen. Das wäre mein Gedankengang. Denn auch die Kosten von nutzlosen Therapien und lebenslanger Sicherheitsverwahrung halte ich für vermeidbar oder zumindest für drastisch reproduzierbar. Wie das zu realisieren wäre, könnte ich mir vorstellen, doch dass ist nicht meine Aufgabe, sondern das der Politik und auch nicht unser Thema heute.

Ich würde allerdings auch keinen Vater oder Mutter, dessen Kind ein Opfer von Pädophilen geworden ist verurteilen, weil er in einer emotionalen Notsituation, das Falsche getan hat. Kinder sind lebenslang Opfer nach Missbrauch, wieso sollten Täter dann Schonung finden? Ja, ich erkenne in radikalen Fällen an, das ein moralisches Recht auf Selbstjustiz besteht. Der feine Unterschied ist Moral, Ethik und Gesetz dabei.

Die Thematik ist viel zu menschlich und emotional, als dass man hier jede Eventualität erklären und regeln könnte. Hier wird wohl immer der Einzelfall, die Entscheidung ermöglichen, was war und ist Recht und was nicht. Solche betroffenen Menschen brauchen wohl eher psychologische Beratung, um wieder in unserer Gesellschaft leben zu können, als Strafe. Ein Richter, der solche Menschen bestraft und keinen Ausweg in den Gesetzen findet, hat seinen Beruf verfehlt. Dieser hat nur Angst vor Präzedenzfällen, er ist gefangen in den Netzen der Gesetze. Nicht besser als ein Pädophiler, der in seinen kranken Phantasien gefangen ist.

So viel dazu, wie ich darüber denke. Ich könnte noch viel mehr dazu schreiben, doch ich denke, diese kurze Sicht in die Essenz meiner Gedanken ist ausreichend.

Jetzt zum eigentlichen Vorfall. Der zum Glück nicht so böse endete, wie er für andere Opfer von Pädophilen geendet hat. Mit körperlichen Missbrauch oder dem Tod. Jedoch schlimm genug ist, was passiert ist. 

Ich möchte euch hier auch darauf hinweisen, wie wichtig es ist, auf Kinder zu achten und ein Netzwerk von Menschen zu haben, die auf auffälliges Verhalten der eigenen Kinder achten. Denn was meiner zehnjährigen Tochter passierte, kann auch jedem anderen Kind passieren. Schnell ist es zu spät, ist eine vermeidbare Situation eskaliert.

Bei uns ist es so, die Kinder, zwei Mädels werden sehr offen erzogen und haben auch viele Freiheiten. Mit zehn sind sie aufgeklärt, kennen viele Dinge, auch das Sexualleben betreffend theoretisch und wissen auch um die alltäglichen Gefahren durch Sexualtäter. In dieser gewissenlos mit Sexueller Information umgehenden Zeit des Internets, muss man früh genug mit seinen Kindern darüber sprechen. Muss ich aber auch klar sein, das sie vieles noch nicht so aufnehmen, wie ein Erwachsener. Es ist verständlich, den Theorie und Praxis klaffen weit auseinander.

Doch nach ihrem Wissen leben sie auch, so gut das eben einem zehnjährigen Kind möglich ist. Fernkontrolle via Smartphone und GPS, heutzutage für Eltern kein Problem mehr. Auf Grund uns bekannter Gefahren im Internet, ist auch der Internetverkehr der Mädchen durch uns einigermaßen reguliert. Da sich Smartphones hier schwerer steuern lassen, als der Internetanschluss zu Hause, kontrollieren wir, in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen auch die Handys. So kann man sagen, eigentlich passen wir recht gut auf die Mädels auf. Trotzdem kam es zu dem Vorfall, der nun die Polizei beschäftigt.

Vor nicht allzu langer Zeit rief eine Freundin an und sagte „Du deine Tochter hat mir ein Foto geschickt, der Typ wäre jetzt ihr Freund. Der schaut aus, wie um die dreißig. Schau mal lieber, was da läuft.“ Es war noch nicht Ende des Monats, deswegen gab es auch noch keine routinemäßige Kontrolle des Handys.

Daraufhin wollten wir das Handy kontrollieren und stellten fest, es war plötzlich mit einem Zeichencode gesperrt. In unserer Familie unüblich, da wir, wie gesagt, sehr offen mit allen Dingen umgehen, auch mit Kontakten. Wir stellten unsere Tochter zu Rede und natürlich hatte sie eine durchaus plausible Begründung für die Sperre. Wir wollte trotzdem das Handy kontrollieren und da war dann die Hölle los. Das Kind tobte.

Davon lassen sich Eltern natürlich nicht abhalten. Kleinlaut wurde dann eingestanden, das sie sich mit Hilfe ihrer Freundin, auch zehn Jahre alt auf Jappy.de angemeldet hatte. Einer Plattform, die wir ausdrücklich untersagt hatten, da diese zu den Unsichersten für Kinder gehört. Auch wenn der Betreiber anderes behauptet.

Nun kontrollierten wir alles. Auf Jappy.de konnten wir Chats mit Karo88 finden, in den es hieß, hier ist es zu unsicher. Treffen wir uns doch in WhatsApp. Das ist verständlich, da Jappy.de, wie allg. bekannt ist, den Schriftverkehr nach Schlagworten filtert. Was zwar gewisse Sicherheit verspricht, doch Fake Identitäten mit dunklen Absichten nicht davon abhält, Kinder zu suchen und zu finden. Diese Personen wissen, wie sie Kinder in unsichere
Gewässer leiten. Doch als Suchmaschine für Pädophile funktioniert Jappy.de wunderbar.
So wurde aus Kora88, angeblich zehn Jahre alt, dann auf WhatsApp schnell Karsten 26 Jahre. Der kam im Chatverlauf auch schnell zur Sache. Erstes Geplänkel, dann Entschuldigungen, das er mit dem Alter gelogen hat und dann die Aufforderung zum Fototausch. Natürlich keine normalen Fotos, sondern Nacktfotos. Dann Videos von Karsten, erst Karsten nackt, dann Karsten beim masturbieren. Das Kind forderte er auf ihm Videos zu senden. Ebenfalls erst eher harmlos. Dann die Aufforderung sich was rein zustecken, in Arsch und Muschi. Nach knapp einer Woche hatte er das Kind soweit bequatscht, das sie ein Video machte, aber nur ohne reinstecken fürs erster. Er war ja nun ihr Freund und verraten sollte sie ja nichts. Dann wollte er wissen, wo sie wohnt und versprach, sie bald zu besuchen oder besser noch, sie könnte ihn besuchen. Er würde Geld mit der Post senden. Weitere ekelhafte Einzelheiten erspare ich euch hier.

Soweit kam es nun zum Glück nicht mehr. Karstens Daten und das Handy zu Beweissicherung liegen nun beim Landeskriminalamt und Karsten bekommt keinen Besuch von meiner Tochter, sondern von der Polizei. 

Dabei hat er noch Glück, da ich selbst über einige Möglichkeiten verfüge, überlegte ich tatsächlich, ob ich mich seiner nicht selbst annehmen soll. Da er bei aller Cleverness gegenüber Kindern, doch eher dumm im allgemeinen Verhalten war. Ein Leichtes ihn in Hamburg zu lokalisieren. Doch ich denke, er sollte schon dem Gesetzt zugeführt werden, um öffentlich mit diesem Thema umgehen zu können. Wenigstens fürs erste.

Ich kann euch nur sagen, denkt viel mehr darüber nach, wie ihr auf eure Kinder achten könnt. Denn wenn ihr denkt, ihr macht es gut, dann ist es immer noch nicht gut genug. Vor allen Dingen, ihr müsst euch das Vertrauen der Kinder, jeden Tag wieder verdienen. Damit sie im Ernstfall zu euch kommen, egal was Fremde ihnen sagen. Den das Böse lauert überall. Und mit dem wachsen der technischen Möglichkeiten, müssen Eltern jeden Tag auch von ihren Kindern lernen, um sie zu schützen. Denn schnell wissen diese, das Mama und Papa im technischen Wissen hinterher hinken und Kinder nützen Nischen, die durch unsere Unaufmerksamkeit entstehen. Sie wissen noch nicht, das sie sich damit selbst schaden können.


George W. Lästerbacke