Montag, 12. März 2018

#MeToo - Sexuelle Gewalt in Deutschland


Wie eine Debatte von links-grünen Youtubern für Klicks missbraucht wird. Manipulation auf hohem Niveau.

Heute widme ich mich einmal, einem YouTube Kanal, auf den mich ein User aufmerksam machte. Eigentlich ein Kanal, der den Anschein des Privatiers Rayk Anders erweckt. Einer der nur seine Meinung sagt und doch, wer genauer hinhört und hinsieht, bekommt Zweifel. Ob es hier nur um die eigene Meinung mit viel wirrer Ideologie geht, oder doch um Klicks, bis zum abwinken. Schaut euch den ganzen Kanal ruhig mal an.

Einen Beitrag habe ich für euch mal analysiert. Hierbei geht es um eine EU-Studie. Im Bild meines Beitrages sind die Fragen des betreffenden Fragenkomplex zu Vergewaltigungen, wie von dem Kanal präsentiert zu sehen. Diese beschäftigt sich angeblich mit den Ansichten der Deutschen, wann Vergewaltigung gerechtfertigt sein könnte. Sie ist der Aufhänger für das restliche, sehr allgemein gehaltene Gebrabbel des unrasierten Rayk Andres.

Unter diesem Link, den ihr in euren Browser kopieren könnt, findet ihr den Beitrag, um euch selbst ein Bild zu machen. ( https://www.youtube.com/watch?v=F6bunFmSdvs )

Manipulative Fragestellungen führen zu manipulierten Antworten. Naturgemäß werden Antworten unüberlegter und oberflächlicher je mehr Fragen, zu gleichen Punkt gestellt werden. Hier ist eine Quote von 27% für Vergewaltigung mit “mildernden“ Umständen schon überraschend, also gut gelaufen, wenn man damit Meinung manipulieren möchte.

In unserem Kopf bleiben am Ende sowieso nur die 27% der Befragten, die den Geschlechtsverkehr ohne Einwilligung in 9 verschiedenen Situationen billigen hängen. Ein Ergebnis, was uns nicht zu unrecht, sauer aufstößt.

Denn sehr schnell haben wir vergessen, diese Zahl haben wir von einem Youtuber, der uns nur ein Deckblatt einer Studie präsentierte. Um dann völlig allgemeines Blabla zu metoo abzulassen.

Wir bekommen nichts an Daten, um differenzieren zu können, wie man es von einer seriöse Studie erwartet. Zumindest nicht auf diesem YT-Kanal.
In wie weit die Studie selbst seriös erarbeitet ist, können wir nur erahnen, den Quellenangaben, die vermisst man ohnehin. Wie viele Menschen, haben welche Frage in welchem Kontext der Fragestellung beantwortet? Welcher Religion gehören die Befragten an? Welchen kulturellen oder auch Bildungshintergrund haben die Befragten?
Alles Umstände, die Antworten beeinflussen können.
Weiter geht es in der Fragestellung auch klar um rechtliche Zusammenhänge, welch sogar oft Gerichte an ihre Grenzen bringt. Hier antworten aber vermutlich Bürger aller Gesellschaftsschichten, ohne juristische Bildung. Im besten Falle urteilen also als einfache Bürger nach dem Gefühl, hier könnte es Aspekte geben, die eine Vergewaltigung nicht richtiger machen, sondern nachvollziehbarer. Auch Gerichte räumen Tat mildernde Umstände ein, ohne die Vergewaltigung selbst als gerechtfertigt darzustellen. Auf diesem Kanal stellt sich das aber so dar, als hätten 27% der befragten Bürger Vergewaltigung generell in 9 Ausnahmefällen gebilligt.

Ebenso unterteilt sich die Gruppe von 27% noch mehrfach prozentual, nämlich Antworten auf neun Fragen, welche mit Sicherheit nicht alle gleich lautend beantwortet wurden. Daraus folgt, das 27% nur m Hinblick auf Beantwortung der Fragen dieses Fragenblock zur Vergewaltigung stimmt, nicht aber das 27% alle Antworten billigten.

Ich weiß nicht, ob man der Studie, seriöse und belastbare Daten entnehmen kann. Aber auf diesem Kanal erweckt es den Eindruck, als ginge es nur um Klicks und das schwimmen auf der bereits verebbenden metoo Welle.

Die Daumen runter Anzahl der User-Bewertungen spricht jedoch dafür, das die Mehrzahl der User, den unbeabsichtigten oder bestimmten Vorsatz der Manipulation seitens des Kanalbetreibers verstanden haben.

Auch wenn diese metoo Debatte von der Idee her richtig ist, so läuft sie heute auch nur, wie so viele dieser Art von Kampagnen ins Leere. Es bleibt nur eine Inquisition. Denn oft wird es keine Bestrafung von echten Tätern geben, da die schon vorhandenen rechtlichen Mittel nicht von Opfern ausgeschöpft werden. Es werden nur einzelne Täter an den Pranger gestellt, fast immer ohne beweisbaren Hintergrund. Ansetzen muss man nicht im nicht greifbaren, sondern bereits in der Grundbildung. Dem jungen Menschen muss beigebracht werden, sich zu wehren, den Mund aufzumachen und sich nicht Gruppenzwängen zu unterwerfen. Wer schweigt, weil er sich selbst vor den vermeintlichen Reaktionen der Gesellschaft schützen will, der macht Übergriffe jeder Art am Ende erst möglich. Aber in der Schule bereitet man junge Menschen darauf nur ungenügend vor.

Die #metoo Debatte ist als genau das, was ihr Name im Deutschen etwa bedeuten würde „Ich auch“. Es ist das was wir schon zu genüge kennen, jeder will etwas dazu sagen, ob es nun Substanz hat, oder auch nicht. Aber nicht einem Opfer sexueller Gewalt wird das helfen. Wenn sich die Kultur des Unrechtsbewusstseins und den Reaktionen nicht ändert.

George W. Lästerbacke