Sonntag, 30. August 2015

16. Eisenhüttenstädter Stadtfest


An dieser Stelle, wie immer, ein paar Fotos vom Stadtfest in Eisenhüttenstadt und ein paar Zeilen dazu. Ich weiß ja, so einige in der Ferne und aus der Umgebung, lesen hier mit. Das ist nun schon das 16. Stadtfest. Es war wie immer gut besucht und es findet erst heute Abend seinen Abschluss. Die Zehntausenden Besucher dürfen den heutigen Tag nochmal genießen.

Nachdem ich den organisatorischen Aspekt voriges Jahr alles andere als gut fand, war ich erfreut zu sehen, dass man sich dieses Jahr offensichtlich bemüht hat, frischen Wind und gewohntes Niveau in die Veranstaltung zubringen. Ich bemühe mich immer um Objektivität beim Schreiben, was einigen wenig kritikfähigen Wirrköpfen letztes Jahr gar nicht gefallen hat. Zum Glück ist mir der Umstand, was andere denken, wie und was ich schreiben darf völlig egal. Insbesondere, wenn kommerzielle Anbieter, sich von dem Geld der Eisenhüttenstädter die Taschen füllen, darf man erwarten, dass alles toll organisiert ist. Wenn das nicht der Fall ist, schreibe ich das auch so. Deshalb habe ich kein Problem damit, auch weiterhin meine Eindrücke zu schildern, die dieses Jahr wieder positiv waren.

Wie schon so oft habe ich mich mit Schaustellern und dieses Jahr speziell mit Besuchern, die ich persönlich kenne und schon letztes Jahr befragte, über ihren Gesamteindruck unterhalten. Zumindest bei den Besuchern wurde positiv vermerkt, dass es als Ersatz für im vorigen Jahr ausgefallene Fahrgeschäfte, neue Attraktionen gab. Wie den HyperX, dessen vermutlich sündhaft teure Technik nur einem Zweck dient, Menschen drehend nach links und rechts zu schleudern und sie fast auf den Kopf zu stellen. Ich denke mit dem Ziel, dass der Magen sich immer einen halben Meter neben dem Körper hinterherhinkt. Menschliche Vergnügungen mögen abstrus erscheinen, doch es war nicht zu übersehen, Eisenhüttenstädter die diese Attraktion nutzten, hatten sichtlich Spaß dabei. Die neue Miniatur-Achterbahn war offensichtlich ihr Geld wert, dass es in dieses Jahr scheinbar mehr Fahrgeschäfte gab, die für Kinder tauglich sind, finde ich auch super. Nur das tolle Riesenrad und die Riesenrutsche werden immer noch schmerzlich vermisst. Das Riesenrad war der beste und günstigste Aussichtspunkt auf das Stadtfest.

Doch sonst passte es schon ganz gut, die Regionalen und auch viele Angebote aus der Tschechischen Republik, Polen und die italienischen Spezialitäten fanden Anklang. Ich habe auch ein Bollywood Dinner gesichtet. Natürlich fehlten die üblichen Bratwurst, Kammscheiben und Buletten Verkäufer nicht. Wer sich kugelrund futtern oder sich auf dem Stadtfest gepflegt abfüllen wollte, dem wurde mit Sicherheit geholfen. Die Region und ausländische Gäste waren sowohl mit kulinarischen, handwerklichen Produkten und auch kulturell so massiv präsent, dass ich es für unmöglich halte, dass irgendjemand, das gesamte Programm wahrnehmen konnte. Es ist aber auch nicht wichtig, ein ganzheitliches Erlebnis zu haben, es war für jeden etwas dabei und es hat Spaß gemacht.

Besonders gut finde ich den vorderen Teil der Lindenallee gestaltet, in diesem Jahr waren viele Verkaufsstände in der Mitte der Linde platziert. So dass man auch von den anderen Geschäften der Lindenallee, insbesondere von Bäcker Dreißig und Janny's Eis, einen guten Blick auf das Geschehen hatte. Vielleicht ein Konzept, das erweiterungsfähig ist, den es kanalisiert die Besucherströme. Was insbesondere für Rollstuhlfahrer eine Erleichterung wäre, die es schon schwer genug haben, an der Veranstaltung teilzunehmen. Da auf diesem Fest wohl seitens der Veranstalter und der Stadt, niemand daran denkt, dass die vielen Gehbehinderten in der Stadt auch gerne feiern würden.
Wie üblich wurde auf drei Bühnen geboten, was regional, national und international im Rahmen der Finanzmittel möglich war. Die Mengen von Besuchern vor den Bühnen, die teilweise begeistert mitwirkten, sprechen für sich. Der Stimmungsstechnische Platzhalter der Stadt, unser Egon zeigte natürlich Multipräsenz und verbreitete gute Laune. Musikalisch doch viel geboten. Ich selbst habe mir nur Jenny Köppen angesehen, die eine gute Show geboten hat. Tolle Stimme und hübsch anzuschauen. Auch das Brandenburg Dorf war wieder eine sehenswerte Attraktion.

Heute, am Sonntag werde ich mir eine der Hauptattraktion ansehen. Die Band spielt um 11.00 und 17.00 Uhr,. Ich glaube, sie kommen aus Magdeburg und heißt “Atemlos“, kenne ich nicht. Also unbedingt ein Grund dorthin zu gehen. Ich denke nicht, dass Helene Fischer dahinter vorspringt und mich erschrecken wird. Ich bin im Prinzip ein Schlagermuffel. Abends ab 19.00 ist wohl Jeanette Biedermann und ihrer Band “Ewig“zu sehen. Vielleicht werde ich auch da mal vorbei schauen.

Man kann sagen das kulturelle Rahmenprogramm ist zu reichhaltig, als da man alles aufzählen könnte, wen es näher interessiert, unter diesem Link findet ihr das Programm: http://www.tor-eisenhuettenstadt.de/media/programm-2015.pdf

Auch wenn das Stadtfest erst heute Abend endet, kann ich ein positives Fazit ziehen. Es hat wieder Spaß gemacht. Auch wenn noch vieles ausbaufähig ist. Was ich vergaß zu erwähnen, auch für die Sportfreunde gab es auf dem Sportgelände Diehloer Berge gab es am Sonnabend und Sonntag den Mitteldeutscher 4-Cross-Cup. Dessen Ausrichter ist der Mountainbike- und Skisportverein Diehloer Berge e.V. Auch eine spannende Veranstaltung. Im Anschluss an den Beitrag habe ich Fotos angehängt. Dieses Jahr habe ich beim Aufbau zugeschaut und natürlich viele Bilder vom fröhlichen Treiben gemacht. Für das Titelbild standen ein paar Freunde absolut zufällig vor der Kamera.


George W. Lästerbacke