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Montag, 29. Februar 2016

Focus-Online & Meinungsfreiheit


Heute wollte ich mal nichts tippen. Doch als ich mir mal wieder Zeit genommen habe, um mein Freenet- Postfach zu checken, was ich zugegeben nur unregelmäßig mache. Denn dass verwende ich ausschließlich für Accounts, die ich bei diversen Medien anlege, machte ich einen Fund, den ich euch nicht vorenthalten wollte.

Nur kurz zur Erläuterung:
Mein Kommentar betraf einem Artikel über einen Ex-RAF Terroristen, der jetzt für einen Grünen Politiker im Bundestag arbeitet. Vermutlich erinnert ihr euch, ist noch nicht lange her. Der Fall wurde genau dargestellt und der Herr, um den es geht, der hat dort auch keinen Zugriff auf sensible Daten. Er pflegt nur die Internetpräsenz des Bundestagsabgeordneten. Ich hatte auch an dem eigentlichen Focus Beitrag nichts auszusetzen. Doch darunter fanden sich viele Kommentare, die relativ unreflektiert meuterten, wie denn so ein Mann im Bundestag arbeiten kann. Da ich im Artikel sozusagen seine Stellenbeschreibung herauslesen konnte, war mir klar, er ist auch nicht gefährlicher einzustufen, wie eine Putzfrau. Ich meine, er ist doch ein gutes Beispiel für Resozialisierung. Er ist Selbständig, bietet Internetdienstleistungen an und liegt somit weder Staat noch Steuerzahler auf der Tasche. Das er mal Terrorist war, dafür und für verübte Straftaten, hat er ja 15 Jahre gebüßt. Da sollte man doch anerkennen, was er nun als redlicher Bürger tut, nicht Vergangenes als Vorwand für Mobbing nehmen. Schließlich ist ein Steine werfender Grüner, Joschka Fischer auch Außenminister geworden. Ein Wirtschaftskrimineller der FDP, Herr Otto Graf von Lambsdorff, war auch nach seiner Verurteilung wegen Steuerhinterziehung politisch aktiv und sogar Ehrenvorsitzender der FDP! Und wenn ich richtig informiert bin, ist ein Herr Edathy, der wegen Besitzes von Kinderpornographie rechtskräftig verurteilt wurde auch noch nicht aus der SPD geflogen. Auch wenn es die SPD wohl versucht hat. Er wurde nur kaltgestellt. Ein Mann der wirklich überhaupt keinen Anstand hat, der sich gewissermaßen noch als Opfer darstellt.

Also wieso hier mit zweierlei Maß messen? Nicht mehr oder schrieb ich dazu in meinem Kommentar. Wenn dass heute den Focus-Online Administratoren reicht, um Kommentare zu zensieren, dann ist dieses Käseblatt keinen Cent mehr wert, denn ich habe gegen keine der Netiquette verstoßen. Ergo ist es Zensur einer Meinung. Vielleicht ist der Admin ja ein Grüner Fischer Fan. Jedenfalls, würde ich diesen Mann oder Frau feuern. Denn dieser Beitrag von mir, wird wieder hundert oder tausendfach geklickt und schadet dem Focus im allgemeinen. Die Lügenpresse Fraktion bekommt wieder Feuer, völlig zu recht. Denn Lügen und zensieren von einzelnen Meinungen, dass ist doch soweit nicht voneinander entfernt. So nun dürften ihr noch die Mail vom Focus lesen.

Hier das Original in Kopie:



Hallo Georg .....,

Ihr Beitrag: Er fischt halt in vertrautem Gewässer ...

Ich sehe da auch keine Probleme. Er hat seine Haft verbüßt, liegt niemanden auf der Tasche und Kriminelle
die in der Politik ihr Geld verdienen sind in Deutschland nichts neues. Da ist ein Ex-Terrorist nichts anderes
als ein Steinewerfer. Oder möchte jemand behaupten, das Steinewerfer und andere nicht gefährlich sind? Wer
Steine auf Menschen wirft, nimmt billigend schwere Verletzungen bis hin zum Tod der beworfenden Person in kauf und Fischer war Außenminister.

wurde von uns nach Prüfung durch einen Administrator nicht veröffentlicht.

Es gibt mehrere mögliche Gründe, die zu dieser Entscheidung geführt haben.

Nutzer-Kommentare werden abgelehnt, wenn sie …

1. … nicht der Netiquette entsprechen, die Sie hier nachlesen können:
http://www.focus.de/community/netiquette
2. … eine Antwort auf einen Kommentar darstellen, jedoch nicht über das Antwort-Feld eingegeben wurden.
3. … weit über den Artikel-Inhalt hinausgehen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Art von
Austausch nicht im Rahmen der Artikel-Kommentierung stattfinden kann.
4. … von einem User stammen, der mit einem Namen in unserer Community registriert ist, der aus unserer
Sicht keinem realen Namen entspricht. User-Kommentare auf FOCUS-Online werden nur unter Klarnamen
veröffentlicht. Das soll verdeutlichen, dass FOCUS-Online-Nutzer mit ihrem Namen zu ihrer Meinung stehen.
Bitte geben Sie deshalb nach dem Login Ihren Vor- und Nachnamen hier ein und senden Sie das Formular ab:
http://www.focus.de/community/benutzerprofil/

Sollten Sie das nicht tun, müssen wir Ihren Account leider stilllegen.

Wir danken für Ihr Verständnis und freuen uns auf weitere Kommentare von Ihnen!

Eine Erläuterung der Ablehnung ist aus personellen und zeitlichen Gründen nicht möglich.



Ihr FOCUS-Online-Community-Team
(Dies ist eine automatisch generierte Nachricht, bitte antworten Sie nicht an diesen Absender.)


PS von mir: Liebes Focus-Team, ihr dürft meinen Account gerne jetzt schon stilllegen, denn mein Klarname, den ich für ihren Account verwende, ist zu schade um mit ihrem Presseprodukt in Verbindung gebracht zu werden. Er steht nämlich für Ehrlichkeit.

Danke fürs lesen und wer es verteilen möchte, unten gibt es genug Button.

George W. Lästerbacke

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Der falsche Focus


Das Gesellschaftsbild, dass wir wahrnehmen, sehen wir grundsätzlich aus der falschen Perspektive. Wir sehen immer nur das Große und Ganze. Wir müssen aber lernen, dort hinzusehen und hinzuhören, wo die Gesellschaft beginnt, beim Menschen. Unsere allgemeine Kommunikation mit unserer Umwelt und uns selbst ist oft schlecht.

Ich beobachte gerne Menschen, ich höre gerne zu. Die Menschen, die mich kennen lernten und denen man wenigstens mittelmäßige Beobachtungsgabe bestätigen kann, denen fällt das schnell auf, dass ich entweder am reden bin oder ich sitze dabei und höre zu. Betrachte die Menschen, ihren Habitus, ihre Wortwahl. Daraus lässt sich so endlos viel lesen. Gruppen von mehr als drei Personen, sind oft schon ein kleiner gesellschaftlicher Mikrokosmos. Entweder ist es sehr spannend, was es aufzuschnappen gibt oder aber es absolut uninteressantes Geschwätz. Dass was Menschen zu erzählen haben, sagt oft schon in kurzer Zeit viel über sie aus. Das Wichtigste dabei ist, trotz allem das Beobachten. Den entgegen dem, was eigentlich meine innerste Überzeugung ist, das man Menschen nicht in Schubladen einordnen sollte, kann man dies sehr wohl tun. Allerdings sollten es nicht viele Schubladen sein. Zwei sind ausreichend. Deutlich vorhandenes Potential, wäre eine Schublade, zur besonderen Verwendung, die andere.

Die einen Zeitgenossen schwätzen nur so daher, weil sie zu dumm sind sich wenigstens eine Allgemeinbildung aus den heute verfügbaren Quellen zu bilden. Dass ist die größte Gruppe, die andere Gruppe, weiß wovon sie redet. Das ist die kleine Gruppe, die ebenfalls nur zwei Schubladen kennt. Diese Gruppe hat gelernt, dass es recht praktisch ist, seine Umwelt zu organisieren. Zwei Schubladen, die Menschen nicht in zu enge Fächer zwängen, sondern mit viel Platz. Ein Schubladensystem ist nicht statisch, es sollte Spielraum bieten. Menschen können sich ändern, Menschen ändern sich oft auf vielerlei Art. Dass vergessen wir zu oft. Nur die wirklich dummen Mitmenschen meinen, dass sie einen Menschen einen Stempel aufdrücken können, der für die Ewigkeit hält.

Ich treffe oft Menschen, die nie die Chance hatten, ihr Potential zu erforschen und es zu nutzen. Ich habe hochintelligente Menschen getroffen, die gleichzeitig so dumm wirkten, weil sie mit ihren Fähigkeiten in einer völlig falschen Schublade der Gesellschaft gelandet sind. Wiederum traf ich wirklich dumme Menschen, die es geschafft haben, gesellschaftlich anerkannt und für klug gehalten werden. Politiker sind hier die bemerkenswerteste Gruppe, gleich gefolgt von Karrieristen in der Wirtschaft. Auch wieder nur die Folge falscher Schubladen, den ihre Handlungen sind oft schädlich und kontraproduktiv für die Gesellschaft. Bei vielen Mitgliedern dieser Gruppe, reichen einige Gespräche, um zu erkennen, das sie fehlbesetzt sind. Ich denke, wir müssen erkennen, das sich eine Gesellschaft nur vernünftig entwickeln kann, wenn wir lernen, das unser Schubladen denken subjektiv ist und wir offener für objektive Eigenschaften unserer Mitmenschen werden müssen, wenn wir sie einschätzen. Denn nur so findet jeder seinen optimalen Platz in der Gesellschaft. Sonst werden wir niemals über den Status eines Ameisenstaates hinaus wachsen können, in der jeder nur funktioniert.

Dabei ist es nicht wesentlich, was für ein Gesellschaftsmodell wir favorisieren, es ist wesentlich zu verstehen, das Freiheit bedeutet, sich selbst zu entwickeln und seine Fähigkeiten nutzen zu können. Jeder kann glücklich werden, wenn er den Platz findet, der ihm gesellschaftliche Akzeptanz bringt. Denn so individuell wir sind, wir sind soziale Wesen.

George W. Lästerbacke.