Donnerstag, 28. Februar 2019

Facebook Kommentar für Dirk Lehmann


Dirk Lehmann
Um ihrer Bitte nach Analyse nachzukommen.
Dazu zitiere ich sie und mich zur Erinnerung:

Georg Werner Sobotta
„So unangenehm lästig die Insekten auch sind, so gehören sie doch zum Ökosystem und wir werden sie noch vermissen. Weil wir Giftmischern, wie Monsanto gestatten, die Welt zu vergiften.“
Dirk Lehmann
„Ich vermisse die ganz sicher nicht“
Georg Werner Sobotta
„So vernagelt, wie du tust, muss man dir das glatt glauben.“
Dirk Lehmann
„Sehr dämliche Aussage...... aber was will man erwarten von jemandem der nur auf kurze Sicht denken kann?“

Analyse:
Dirk Lehmann
Herr Lehmann lässt offen worauf sich „Sehr dämliche Aussage“ bezieht, deshalb zwei Varianten der Analyse.

Aussage Analyse (Variante 1)
Die Annahme ist „Sehr dämliche Aussage“ bezieht sich auf meine Ursprungsantwort. Hier wäre festzustellen, der erste Teil meiner Aussage bezieht sich auf wissenschaftliche Feststellungen, die praktisch seit Darwin bekannt sind. Verschiedenste Öko-Systeme interagieren miteinander und beeinflussen sich. Das heißt der Verlust einzelner Insektenarten mag kurzfristig noch ohne sichtbare Folgen bleiben, doch langfristig sind sie alle Teile der Nahrungskette. Das wiederum heißt, wir vermissen heute die Mücken oder andere Kerbtiere noch nicht, morgen, aber sehr wohl, die eine oder andere Tierart, die sich von diesen Insekten ernährt. Und so geht die Kette weiter. Auffällig wird es nur wenn Insektenarten, wie die Bienen wegfallen, denn hier ist unsere Nahrungskette bis zu 80% direkt betroffen. Sie, Dirk Lehmann, mögen die Insekten ja nicht direkt vermissen. Was ich natürlich im echten Leben nachvollziehen kann, auch ich hege nur begrenze Toleranz für das Krabbelgetier. Aber selbst auf meine so kurze Sicht denkend, wie sie es formulierten. Ich würde 80% nicht mehr verfügbaren Lebensmitteln schon vermissen. Jedes Artensterben auf dem Planeten, zog langfristig eine Welle von noch mehr Artensterben nach sich.
Zur meiner Aussage über Giftmischer wie Monsanto & Co vergiften die Welt, kann ich auch gut stehen. Denn längst sind speziellere, nicht Chemische Mittel verfügbar, die nicht alle Insektenarten pauschal ausrotten, sondern spezielle Schädlinge eindämmen. Das würde aber deutlich Verluste in den Gewinnmargen bedeuten und mehr Forschungsaktivität, um etwa Patente zu erwerben oder Massenproduktion unschädlicher Mittel selbst umzusetzen.

Analyse:
Dirk Lehmann Aussage
(Analyse Variante 2)
„Sehr dämliche Aussage“ bezieht sich auf meine Aussage „So vernagelt, wie du tust, muss man dir das glatt glauben.“ Hier wage ich zu behaupten, dass man jemanden, der mein, in Variante 1 meiner Analyse, angeführtes Grundschulwissen zu Insekten und Ökosystemen, welches Allgemeinbildung ist, als vernagelt bezeichnen darf. Denn vernagelt bedeutet ja nicht dumm, sondern es bedeutet nur offensichtlichen Argumenten nicht zugänglich. Etwas, was Dirk Lehmann andererseits oft Menschen, die nicht seiner Meinung sind, gerne unterstellt.
Ich meine, Dirk Lehmann ist lediglich persönlich etwas angepisst und weigert sich daher, weiter zu denken. Ich unterstelle ja nicht, dass er, nicht weiter denken kann, sonst hätte ich geschrieben "vernagelt bist", ich schrieb "vernagelt tust". Ich meine Menschen, die nach dem Motto Leben >>Ich habe eine Meinung, verwirren sie mich nicht mit Argumenten.<<, haben wir doch schon genug bei Roten und Grünen. Konservative sollten hier aufgeschlossener werden.

Aber nun weiter mit Dirk Lehmanns Aussagen:
„Hier sind es die Insekten die verschwinden, dort der Eisbär und im Meer die Fische !
Jedesmal wird eine Ursache benannt!
Nur die Ursache die für alles verantwortlich ist wird nicht benannt!
Weil man dafür weiter schauen muss und die Erkenntnis dann weh tut.“

Analyse:
Natürlich werden Ursachen benannt. Denn die Lösungen von Problemen, setzt Ursachenforschung voraus. Ob man bei der Erkenntnis der Ursache richtig liegt, steht auf einem anderen Blatt. Die eine Ursache gibt es selten. Es ist wie immer, es wirken viele Dinge aufeinander ein. Denn die einfache Auflösung, Firma XY kippt Gift ins Meer und an diesem Ort sterben alle Fische, gibt es zwar, weil Ursache und Wirkung direkt nachvollziehbar sind. Doch sind es eben oft keine Einzelereignisse, sondern Wechselwirkungen. Wenn jemand wirklich die eine Ursache benennen möchte, dann muss er wohl in unserer Gesellschaft selbst die Ursache suchen. Denn Geld und egoistische Profitgier sind ein Ansatz vieler Probleme und auch dass ist noch zu kurz gedacht. Denn der Faktor Mensch ist wesentlich tiefgründiger, als das Kapitalistische Gesellschaftssystem. Das beweisen alle bis Dato existenten Gesellschaften. Dem Mensch an sich fehlt es an Weitsicht. Wahlperioden oder 5-jahres Pläne verengen den Horizont noch mehr. Der Tamtam, um den vom Menschen gemachten Klimawandel, beweist unsere kurze Sicht, gefördert von einer Gesellschaft, die schnell den Menschen als Ursache des Klimawandels ausgemacht hat. Die Ursache ist praktisch, obwohl als Tatsache nur existiert, dass es einen Klimawandel gibt. Diesen gab es natürlich, seit es Klima gibt. Aber bekämpfen kann man nur was man auch verdammen kann, hier Mensch und Fortschritt. Der praktische Nebeneffekt mit Angst und Schuldgefühlen, macht man hervorragend Geld. Nachteil, auf die echten Folgen eines Klimawandels, sind wir trotzdem nicht vorbereitet. Denn es ist lukrativer Symptome zu bekämpfen, als Vorbereitungen zu finanzieren. Nicht dass viele technische Dinge, die heute unter der Prämisse Klimawandel schlecht wären, aber eine andere Gesellschaft, würde diese Ressourcen anders und besser nutzen können, die wir heute verschwenden.
Um unsere großen Probleme zu lösen, brauchen wir weniger punktuelle Lösungen, als denn, generell weitere Visionen einer gedanklich unbegrenzteren Gesellschaft. Die selbst auferlegten Grenzen schränken uns ein. Wir sind alle etwas vernagelt, der eine mehr, der andere weniger.

Dirk Lehmanns Aussage:
"Der Menschen, sein zunehmen (Bevölkerungsdichte) und sein ständiges ausbreiten auf diesem Planeten ist das Problem.

Jeder neue Erdenbürger benötigt mehr Nahrung und mehr Energie...... die dann auf der gleichen Ackerfläche erzeugt werden muss....... der Ertrag muss erhöht werden was den Einsatz von Dünger und Giften nötig macht .

Labbert nicht rum, heult nicht über jede Fliege ..... sondern sorgt dafür das der Überbevölkerung und dem Überkonsum in den reichen Ländern Einhalt geboten wird:"

Analyse:
Im Prinzip hat Dirk Lehmann nicht unrecht. Aber nur im Prinzip. Denn er predigt letztendlich den Verzicht. Den Verzicht auf Fortpflanzung und Konsum. Das sind aber nur neue Regeln, die für die Masse der Menschen sowieso nicht funktionieren. Natürlich ist es Blödsinn das Rad ständig neu zu erfinden, nichts anderes tut aber Kapitalismus. Immer etwas neues und dann gibt es diese Errungenschaften, als Scheiße in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Wir verschwenden unsere Energien sinnlos.
Denn was vielleicht Dirk Lehmann nicht weis, es gibt kein wirkliches Überbevölkerungsproblem. Dass ist reiner Mainstream. Forschungen und Analysen beweisen, die jedem der es will zugänglich sind und selbst, wenn es über Youtube wäre, welches ich nicht unbedingt als ausschließliche Quelle für Allgemeinbildung empfehle. Dass der Planet Problemlos mit 10-12 Milliarden Menschen fertig wird. Und das nur unter Berücksichtigung heutiger, erprobter Technologien, von neuen Bahnbrechenden Entwicklungen rede ich hier nicht. Der Planet hält eine Population so stabil, wie er sie verkraftet, könnte man sagen. Wenn auch klar ist, dies ist eine verkürzende Metapher. Denn wie immer ist es komplizierter. Aber verkürzt gesagt, es ist bewiesen, dass die Geburtenraten schon jetzt, in Kulturen mit wachsendem Wohlstand rückläufig sind. Und der Wohlstand wächst global. So dass sich die Bevölkerungszahlen immer auf einem Punkt stabilisieren, den unsere globalen Systeme grade noch tolerieren. Hinzu kommt, wir lernen viel und schnell. Auch wenn diese Aussage das Prinzip Hoffnung strapaziert. Aber schon in wenigen Jahrzehnten, werden wir das Sonnensystem kolonisieren. Ich mache mir wenig Sorgen, um Überbevölkerung, aber dass ändert nichts daran, dass wir uns daran gewöhnen müssen mit Umverteilung von oben nach unten zu leben, bis wir die Waage gefunden haben, an deren Punkt alle mehr oder minder gleich reich sind. Das ist auch der Punkt, an dem sich niemand mehr die Frage stellen muss ob es ein wenig mehr sein könnte.

Ok, dass war jetzt vielleicht nicht die Analyse, die Dirk Lehmann erwartet hat, aber vielleicht versteht er jetzt, was zu kurz gedacht ist.

Samstag, 23. Februar 2019

Ich bin es, Gott.


Die Heiligen Schriften oder was euch niemand über mich erzählt.

Hallo ihr da auf dem Planeten Erde!
Ich bin Gott. Ich bin nicht sein Sohn, sein Urenkel oder Stellvertreter. Ich bin das Original.

Ich bin auch nicht der Gott einer einzelnen eurer, mehr oder minder skurrilen Religionen. Ich habe mit euren Religionen gar nicht zu tun. Denn diese habt ihr selbst erfunden. Es ist reiner Zufall, das einige eurer Religionen richtig lagen mit dem Monotheismus. Ich bin das Original und andere Götter hat es nie gegeben. Das sind reine Produkte eurer Phantasie, ich sollte es wissen, denn ich habe das Universum erschaffen, mit allem was darin ist. Nun ja, besser formuliert mit fast allem, einiges überließ ich auch dem Lauf der Dinge. Gewissermaßen der Eigeninitiative von Energie und Materie.
Ich bin auch nicht allmächtig, sondern eher sehr mächtig. Ich bin weder das Gute noch das Böse, dass sind alles Definitionen, die ihr geschaffen habt. Ich bin einfach und das auch nicht schon immer, denn alles hat einen Anfang, nur nicht immer ein Ende. Denn dass ist unbestimmt.

Genau über diese Dinge muss ich mit euch reden. Ihr pinselt seit Jahrtausenden in Bücher und ich kann euch sagen, wenn es nur eure Phantasie wäre, die mit euch durchgeht, wäre das in Ordnung. Das wäre völlig in meinem Sinne. Denn ihr sollt nach den Sternen greifen, auch im Geist. Aber ihr habt in diesen alten Schriften jeden üblen Populisten, Egomanen und so manchen geistig Benachteiligten munter darauf los schreiben lassen. Doch das geht alles auf meine Kappe, obwohl es erstunken und erlogen ist.
Praktisch versucht ihr mir alles in die Schuhe zu schieben, was ihr mal versemmelt habt. Wenn es gut läuft, dann bedankt ihr euch gelegentlich mal und läuft es schlecht, bin ich natürlich irgendwie schuld. Und dann betet ihr, ich solle es richten. Doch so tickt meine Schöpfung gar nicht, meine Schöpfung ist freigeistig, das müsst ihr endlich verstehen. Schon eure Religionen sind Beschränkungen, die ich euch nie auferlegt hätte. Schon gar nicht so einen Unfug, von Himmel und Hölle oder den Hass und die Verachtung gegenüber Andersgläubigen, um nur wenige Beispiele zu nennen. Dass ist alles Schummelei, Politik, Machtspiele und Versuche euch zu kontrollieren. Darüber stehe ich natürlich, denn ich gab euch den freien Willen, um Miteinander noch Größeres zu erreichen, das Gegeneinander, dass habt ihr ganz allein zu verantworten.

Deshalb sehe ich mich genötigt, einige Dinge klar zustellen. Nicht dass ich mich an all euren Schriften abarbeiten will, aber ein paar Grundideen müssen hier richtig gestellt werden. Denn ich werde zitiert, obwohl ich gar nicht zitierbar bin, denn Zitate setzen voraus dass ich euch etwas mitteile und dass ist seit Adam und Eva nicht mehr der Fall. Und dass ist viel länger, als diese 2000 Jahre her, seid euch dieses Kuckucksei, dass ihr meinen Sohn nennt anfing, in meinem Namen zu predigen. Und dieser Junge Mann, war noch einer der klügeren Wesen von euch. Das ihr ihn ans Kreuz nageln ließt und nichts dagegen unternommen habt, war übrigens ein grober Fehler. Ich hab hier mal genauer nachgelesen. Wäre er nicht so jämmerlich, wegen euch gestorben, so hätte er euch sicher ein gutes Stück des Weges weiter gebracht, auch wenn er nie wirklich mit mir geredet hat, er war ein Pfiffikus mit den richtigen Ideen. Ich glaube auch nicht, dass er je behauptet hat, dass er mein Sohn wäre. Das wurde dazugedichtet. Aber ich vermute, er selbst hätte dazu getaugt, euer kleiner Gott auf Erden zu sein, hätte man ihn gelassen.

Die Sache mit euch, also der Menschheit begann eigentlich schon an meinem fünften Geburtstag. Ja, damals zählte ich noch mit, ich wusste ja nicht dass ich der Ewige bin und somit vermutlich unsterblich. Ich hab erst nach sechs Jahren aufgehört zu zählen, aber darüber berichte ich später.
Ihr habt mir viele Namen gegeben, wobei es ziemlich anmaßend ist einem Gott einen Namen geben zu wollen. Ein Gott ist ein Gott und wenn er möchte, dass ihr ihn beim Namen nennt, dann wird er ihn euch mitteilen. Einen Gott hingegen, in schönen Worten umschreiben zu wollen, gibt eurem Ansinnen einen gewissen Stil. Folgende Umschreibung meiner Person, las ich und sie ist mein persönlicher Favorit „Ich bin das Alpha und das Omega.“. Die mit Abstand schönste Umschreibung, die ihr je erdacht habt. Obwohl ich von Natur aus etwas schüchtern bin und mich selbst nie so gesehen hätte. Es schmeichelt mir schon, auch wenn ich eigentlich gar nicht weis, ob ich der Anfang und das Ende bin. Aber dafür bekommt ihr ein Bravo, auch wenn es da einen Haken gibt.

Ihr werdet es nicht glauben, ich kenne meinen Ursprung nicht. An den ersten Augenblick, als mein Bewusstsein aufflammte, saß ich nackig mitten im weißen Nichts und es stand eine mickrige Geburtstagstorte mit einer Kerze vor mir. Klar wusste ich noch nicht, dass ich nackig war und Geburtstagstorte nenne ich es nur, damit es für euch besser illustriert ist. Denn ihr kennt ja tatsächlich einen Geburtstag und Torte, ihr Süßmäuler.
Es ging einige Jahre so, immer zu einer bestimmten Zeit, stand eine Torte mit einer zunehmenden Zahl von Kerzen vor mir und ein Geschenk. Im ersten Jahr, war das ein längliches Ding, welches an der Spitze eine Kugel hatte, wenn man es schüttelte rasselte es. Ihr würdet es wohl Babyrassel nennen.
Hatte ich übrigens erwähnt, dass ich fast wie ihr aussehe? Das ich zum Beispiel nackig war begriff ich an meinem dritten Tortentag. Da lag nämlich ein langes weißes Ding aus fluffig, luftigen Material neben der Torte. Ich brauchte einige Zeit zu verstehen, wozu dass Ding gut war. Aber der Heureka Effekt kam und ich schätze, diese Toga oder wie ihr das Teil nennt, steht mir gut. Bequem war sie allemal.
Es ist seltsam aber wahr, ich sah euch so sehr ähnlich. Aber ich musste zum Glück, weder Essen noch trinken und auch nicht Pipi und Kacka waren nicht mein Problem. Das war ein Konzept der Evolution, welches ich erst später für euch mit übernommen habe. Denn ich befürchtete, man müsste euch irgendwie zum arbeiten motivieren. Und der Erfolg gibt mir recht, sowohl das oben rein, als auch das unten raus, beschäftigt euch bis heute und schafft massenhaft Arbeitsplätze. Das war schon eine tolle Idee.

Aber mal ehrlich, meine eigene Existenz war viele Jahrmillionen stink langweilig, bis ich das Konzept der Arbeit und der Kreativität entdeckte. Das Ergebnis ward dann irgendwann auch ihr.

Alles fing an meinem fünften Geburtstag an. Wiedereinmal stand da plötzlich diese Torte, diesmal mit fünf schönen Kerzen und ein Geschenk. Ich hatte mir mittlerweile, sozusagen zwischen den Torten viel beigebracht, zu Beispiel das Sprechen. Woher die Idee kam, aus den seltsamen unartikulierten Lauten, die ich immer wieder ausgestoßen habe, Worte, Sätze und somit Sprache zu formen, ist nicht ganz klar, aber vermutlich war das wieder aus so einem Traum.
Diese Träume hatte ich oft und ich lernte viel dadurch. Stehen, laufen, rennen, hantieren, Motorik im allgemeinen und eben auch sprechen und rechnen. Allerdings war es traurig, das ich keinen Gesprächspartner hatte, doch ich führte mit der Zeit recht interessante Zwiegespräche. Ihr werdet nicht glauben, was ich alles plapperte, als ich dieses Geschenk auspackte und ich verstand dann auch, wozu diese Sprache gut war. Ich sah ein Bild von mir, so wie ich es mir aus meiner etwas eingeschränkten Perspektive machen konnte auf dem Karton. Und auf dem Karton stand in schwungvollen Buchstaben “Der Chemiebaukasten für kleine Abenteurer“.
Nun wusste vielleicht die große, weiße Leere, was ein Chemiebaukasten ist, ich aber nicht. Deshalb erfreute ich mich erst mal an dem Wort Abenteurer. Das faselte ich bis zur nächsten Torte, denn es klang verrucht und nach unbegreiflicher Weite. Allerdings konnte ich mir Weite nicht wirklich vorstellen, aber es klang gut. Vielleicht war Weite etwas noch viel Größeres, als meine weiße Welt.
Aber Paperlapap, irgendwer oder was, war wohl unzufrieden mit mir und da stand sie nun meine Torte mit sechs Kerzen und einem Behältnis, dass eine klare Flüssigkeit enthielt, wie etwas Besonderes erschien mir das nicht. Aber auch davon hatte ich geträumt.

In meinen Träumen spielten die Flüssigkeit und der Chemiebaukasten, eine große Rolle. Also öffnete ich diesen Chemiebaukasten nun endlich und fand dort weitere Behältnisse und allerlei Pülverchen. Die ich auch eifrigst vermischte, in allerlei Verhältnissen. Aber nichts passierte.
Es ist wohl schon fast kurz vor der siebenten Torte gewesen, da war ich ein wenig ungeschickt. Ich warf das Behältnis mit der undefinierten Flüssigkeit um. Fasziniert beobachtete ich, wie sich diese bewegte. Stetig in Richtung der zahllosen Häufchen meiner Mixturen aus dem Chemiebaukasten. Nun stand alles da, zwischen den Pülverchen. Sechs Torten, sechs Geschenke, mit denen ich spielte und diese Flüssigkeit, die sich langsam in das Chaos vorarbeitete.
Das Konzept der Ordnung war noch nicht von mir ersonnen worden. Plötzlich verband sich die Flüssigkeit mit einem Haufen meiner Mixtur, es zischte, funkte und diese Funken sprangen über. Weiße Dampfschwaden waberten durch mein weißes Reich und ich sah nichts mehr. Doch urplötzlich gab es einen gewaltigen Knall. Meine weiße Umwelt war in noch grelleres Licht getaucht und ich wurde bewusstlos.

Als ich irgendwann wieder zu mir kam, schwebte ich in einer Art kosmischen Nebel und begann über das Vorgefallene nachzusinnen. Ich war wohl Jahrmillionen damit beschäftigt den Schock der Explosion zu überwinden. Natürlich hatte ich auch das Konzept der Zeit noch nicht erfunden, doch wie soll ich meine Existenz beschreiben, ohne euch zu verwirren, wenn ich nicht eine euch verständliche Sprache verwende, die auch euren Vorstellungen von Zeit folgt. Ihr nehmt ja Zeit nur linear wahr, während ich hier etwas flexibler bin, wenn auch nur in kleineren Rahmen.
Letztendlich kenne ich nicht mal meine Herkunft und dieses Missgeschick mit dem Urknall hat wohl auch die, die mich erschaffen hatten ausgelöscht, von denen ich praktisch nichts wusste, außer dass sie mich mit der Zeit mit unendlichen Wissen füllten. Doch wie gesagt, vor etwa 13,5 Milliarden Jahren explodierten sie mit meinem Chemiebaukasten. Ende der Geschichte.

Ich ahnte nicht mal, wie lange ich bewusstlos war, nachdem mein Chemiebaukasten explodiert war. Um mich herum formten sich Planeten, Sonnen und Galaxien. Das endlose Weiß, war einem endlosen Schwarz, um mich herum gewichen, dass immer wieder von Inseln des Lichtes und leuchtenden Gaswolken unterbrochen wurde. Doch schien alles von mir weg zu expandieren. Deshalb nannte ich meinen kleinen Unfall mit dem Chemiebaukasten, den Urknall. Denn es war der erste Knall, den ich kennen lernte.

Ich hatte meine Welt vermutlich zerstört, aber es entstand etwas universell Neues und Schönes, deshalb nannte ich dies Universum. Doch es gab keine Torte und keine Geschenke mehr.

Offensichtlich war ich allein.
Doch immer noch wie gelähmt von der Angst, die mir der selbstgemachte Urknall einjagte, war ich paralysiert. Ich glitt durch das Universum und sah es immer wieder verändert, obwohl ich zugeben muss, die meiste Zeit der Ewigkeit verschlief ich. Aber ich traute mich auch nicht etwas Neues zu versuchen. Immerhin war ich ein potentieller Weltenkiller.
Ich hielt mich für gefährlich.

Da passierte wiedermal ein Missgeschick.
Zwischenzeitlich hatte ich meinen Nebel verlassen und gelernt mit vagabundierenden Kometen zu reisen, sowie Materie und Raum zu formen. Wo immer ich unförmige Kluster von Nebeln und Materie fand, spielte ich damit und formte Sternsysteme um Sternsystem. Der Aufbau erschien mir logisch, obwohl ich viele Arten von Sternensystemen versuchte, aber das mit acht bis zehn Planeten und einer Sonne setzte sich, als sehr stabil durch. Da ich unendlich Zeit hatte, gab es auch unendlich viele Sternensysteme. Als ich wiedermal den Kometen wechseln wollte geschah das Missgeschick.
Ich sprang, kam auf dem neuen Kometen auf und verflixt, ich prallte wieder ab. Unkontrolliert trudelte ich in ein Sonnensystem, welches ich einst erschaffen hatte und stürzte auf einen Planeten.

Wiedereinmal umgab mich die Schwärze der Bewusstlosigkeit, doch dann erstrahlte alles im Licht. Das Zentralgestirn erleuchtete die Welt, um mich herum und es war schön. Gut, der Planet war kahl und leer, aber wunderbar illuminiert. Selbst der karge Fels wirkte nicht mehr so schroff und abweisend. Ich erfreute mich daran und so schnell es hell wurde, so schnell wurde es auch wieder dunkel. Und dies wiederholte sich ständig.

So verbrachte ich wiedermal eine Ewigkeit auf diesem kargen Planeten und dachte nach. Ich musste diese zufällige Folge meiner Schöpfung, die offensichtlich auf der Eigenrotation des Planeten beruhte benennen. Mir erschien Hell und Dunkel irgendwie passend. Wobei ich mich heute noch frage, wann ich auf die Idee gekommen bin Planeten rotieren zu lassen, aber das ist egal. Ich kicke ja ständig mit irgendwas herum und vermutlich bilden sich dabei gewisse Gesetzmäßigkeiten heraus. Es ist schließlich mein Universum.

Ein Problem erkannte ich noch, der Planet umkreiste auch die Sonne. Aber der Vorgang dauerte deutlich länger. Eine Lösung musste her und klimper, klimper fiel in meinem Gehirn die Erkenntnis. Münzen gab es auch noch nicht und so etwas dämliches, wie Geld hätte ich auch nie erfunden. Wozu auch, ich war das einzige Wesen im Universum?
Also um nicht weiter abzuschweifen, ich überlegte mir das Konzept der Zeit. Das wiederum stellte mich vor das Problem, ich hätte alle möglichen Dinge messen müssen, dazu hatte ich keine Lust. Ich machte alle Arbeit mit Freude, Hingabe und Liebe, aber eher Pi mal Daumen. Denn Schönheit ging immer vor Präzision.
Übrigens eine meiner schönsten Kreationen habe ich geschaffen, nachdem ich eurem Planeten, die Initialzündung für das Leben verpasst hatte, doch auch dazu komme ich später. Ich sah dort nach zwei Milliarden Jahren Abwesenheit wiedereinmal vorbei und entdeckte eine schöne kleine Qualle, die selbst leuchtete. Eure Wissenschaftler nennen es Biolumineszenz. Diese Qualle schaute ich mir genauer an und baute sie nach. Natürlich in einer angepassten Variante für mein schönes Universum. Sie schweben noch heute zwischen den Galaxien und wenn ihr Glück habt, seht ihr vielleicht mal eine, durch eines eurer tollen Teleskope. Keine Angst, sie leuchten nur schön, sind unsterblich und fressen nicht. Aber sie sind wahrhaft göttlich und schön.

Doch wieder zurück zum Konzept der Zeit.
Mir vielen meine fast sieben Torten wieder ein und so legte ich dann fest, nachdem ich die Sonne beobachtet hatte, dass dieser Planet nach meiner Erinnerung, etwa so lange brauchte, wie von einer Torte zu nächsten. Somit war dass geboren, was ihr heute ein Jahr nennt. Ich nannte es jedoch die Tortenleere. Der Rest war Mathematik für Grundschüler, diese Tortenleere hatte etwa 365 Hell/Dunkel Zyklen. Ihr nennt es Tag und Nacht, ich weis nicht wieso. Den Rest der Zeiteinteilung habt ihr selbst erfunden. Was mich wundert, denn ihr könnt euch ja selten auf etwas einigen. Ihr hättet bei der Sonnenuhr bleiben sollen, dass hätte euch viel Stress erspart. Aber bei eurem verrückten Sprachgewirr, wundert mich gar nichts. Ich gab euch nämlich nur eine Sprache und das mit dem freien Willen, war auch nicht meine Sternenstunde. Allerdings war meine Entscheidung, euch einen freien Willen zu geben, auch den Umständen geschuldet. Eure Lebensspanne war einfach zu gering, um euch ständig zu kontrollieren zu können.
Ich ahnte ja nicht, dass ich euch offensichtlich zu dämlich in die Welt entließ, um die schöne Schlichtheit der Schöpfung und das friedliche Idyll zu genießen. Dafür entschuldige ich mich, aber ich bin nun mal nicht der Gott, von dem man euch in falscher Weise erzählt.

Nun saß ich also auf meiner kargen Kugel und mir wurde wieder langweilig, meine Schöpfung lief irgendwie ganz ohne mich. Auch entdeckte ich quasi zwischendurch, dass ich wirklich fast alles konnte. Egal was ich versuchte es gelang. Selbst das trampen auf Kometen war Blödsinn, ein Augenzwinkern und ich war, wo immer ich hin wollte. Ich beherrschte Geist, Raum, Zeit und Materie. Supernoven, Galaxien-Crash und Sternengeburten, alles kein Problem. Eine Zeit lang hatte ich nochmal Spaß im Chaos.

Doch dann gefielen mir, die eigenen Gesetze, die sich entwickelten und ich dachte mir, nennen wir es, die Ordnung der Dinge und erschaffen noch mehr Ordnung. Dabei beachtete ich natürlich, das sich bereits, so etwas wie eine natürliche Ordnung gebildet hatte und schubste alles in diese Richtung, was davon abwich. Ich verstand nichts von Wissenschaft, denn auch diese war noch nicht erfunden, aber ich glitt sehenden Auges durch das Universum und ließ den Natürlichen Gesetzen Raum.
Bis auf einen Fehltritt in der Mitte der Galaxie, die weit von dem besagten kargen Planeten lag, klappte das super. Unvorsichtiger Weise trat ich in ein Schwarzes Loch und wäre ich kein Gott gewesen, es wäre wohl schlecht für mich ausgegangen. Die natürliche Ordnung der Dinge hatte so etwas, wie einen kosmischen Mülleimer erschaffen, ein schwarzes Loch. Das war recht praktisch, denn es schwirrte eine Menge Zeugs durch das Universum, dass ich irgendwann hatte liegen lassen. Sehr effektiv, aber auch mörderisch. Was sonst die Dinge in der Waage hielt, hier fraß es sie. Ihr würdet es später Gravitation nennen. Aber diese Biester, die Schwarzen Löcher, gab es allerorts, bevorzugt aber in den Zentren der Galaxien, ich wurde vorsichtiger. Ich unternahm aber nichts gegen diese schwarzen Löcher, weil ich eben ein leicht liederliches Wesen habe. Irgendwer musste halt auch hinter mir aufräumen. Doch eins merkt euch für später, im Zentrum eurer Galaxie gibt es neben dem großen schwarzen Loch, noch hunderte kleiner schwarzer Löcher. Also wenn es möglich ist, besucht das Zentrum der Galaxie erst, wenn ihr die Schöpfung wirklich verstanden habt. Sonst geht das nicht gut für euch aus.

So begab es sich dann, dass ich irgendwann dachte, soweit so gut und mir viel mein karger und öder Planet wieder ein. Ich beschloss ihn zu besuchen, das war vor etwa 3,5 Milliarden Jahren. Als ich eintraf hatte sich einiges verändert, er war mit einem kleineren Planeten kollidiert und hatte nun einen Mond. He Leute, dass kann man sich nicht ausdenken, kaum ist man mal einige Zeit abgelenkt, crasht es irgendwo und wieder entsteht etwas Neues, woran man nicht gedacht hätte. Der Mond war ein karges Stück Felsen, dafür war mein Planet ganz anders, wundersam verändert. Er zischte und brodelte und es bildete sich eine Blase um ihn. Ihr nennt es heute Atmosphäre. Die war damals noch echt ätzend, dass kann ich euch sagen, doch ich sah dies positiv.
Ich reinigte sie, also die Atmosphäre und mit ihr bildeten sich Seen, Flüsse und Ozeane. Als ich mich zufrieden auf einen Berg setzte, sah ich nun einen muntereren Planeten, aber immer noch karg und verödet.
Und jetzt hatte ich die zündende Idee.
Wenn ich ein wenig in dieser Ursuppe, die sich da gebildet hatte, herumfingerte könnte ich vielleicht etwas völlig neues erschaffen, denn mein Universum war groß. Und tatsächlich, aus den in Tümpeln schwimmenden Aminosäuren, Basenpaaren und RNA würde mit etwas Geschick und experimenteller Freude schon etwas neues entstehen. Mir viel der Chemiebaukasten wieder ein und sofort hatte ich natürlich wieder Schiss.
Aber ich sagte mir, gut, es hat irre geknallt, aber mit Glück, Geduld und Spucke, ist nach langer Arbeit ein tolles Universum herausgekommen. Also wagte ich es und tatsächlich, nachdem ich tausende Mixturen verschiedenster Tümpel vermengt hatte und etwas Blitz und Donner aus der neuen Atmosphäre dazu gab, entstand etwas sehr seltsames, das Leben. Mir ist bis heute nicht klar, ob dass nun Können war oder schlicht Gewebe von mir mit in die Suppe gefallen ist.

In letzteren Fall wäre die Behauptung, dass alles Leben einen göttlichen Funken trägt natürlich nicht ganz falsch. Allerdings die Sache mit dem intelligenten Designe ist Blödsinn. Denn ich nannte es Urknall 2.0 und überließ das Leben erstmal sich selbst. Ich habe auch keinen Vaterschaftstest gemacht. Ich betrachte euch sowieso als meine Kinder. Ob ich nun Vater oder Stiefvater bin, spielt bei meiner Liebe zu euch keine Rolle. Aber eure Ähnlichkeit mit mir, ist schon auffallend. Aus Erfahrung mit dem Universum wusste ich, lass es besser in Ruhe und komme später wieder.
Also trieb ich mich wieder in meinem Universum herum und richtete hier und da kleine Fehlentwicklungen in der Ordnung der Dinge. Erst drei Milliarden Jahre später schaute ich mal wieder vorbei.

Damals entdeckte ich auch, wie schon erwähnt, die schönen Quallen. Auch kreuchte und fleuchte es im Wasser sehr rege, an Land hingegen war es noch ruhig. Aber die Pflanzen im Wasser reicherten die Atmosphäre bereits fleißig mit Sauerstoff an. Eigentlich war ich nur kurz eingenickt, das Wandeln über den Planeten und das Bestaunen der Vielfalt des Lebens im Wasser machte mich müde. Schon erschienen die Fische, auch damit hatte ich nichts zu tun. Ich beobachtete wie sich Erdplatten verschoben und mir rutschte mein Berg unter dem Hintern weg.
Das würdet ihr später einmal Plattentektonik nennen. Was es nicht alles gab in meinem Universum und bevor ich mich versah, flitzten die Fische auch schon aus dem Wasser. Zusammen mit den Algen eroberten sie praktisch unter meinen Füßen, während ich auf Erden wandelte den Planeten.
Ihr könnt euch das gar nicht vorstellen, wie das aussieht, wenn ein Planet förmlich unter euren Füssen vor Leben explodiert. Schnell hatte ich den Überblick verloren und zwischenzeitlich piesackte mich das neue Leben sogar selbst. In Form von monströsen Insekten und kleinen verfressenen Reptilien.

Selbst als Gott musste man erwarten, dass die Viecher einen auf Essbarkeit prüften. Doch dieser karge, öde Planet wurde grade eben zu einer Schönheit. Grün wohin das Auge reichte, blaue Gewässer, Seen und Meere, ein phantastischer blauer Himmel am Tage und ein unbeschreiblicher Sternenhimmel bei Nacht. Ich war stolz wie Bolle auf dass was ich geschaffen hatte, es war ein Selbstläufer, ein Perpetuum mobile des Lebens.
Ich ergötzte mich immer wieder an meiner Schöpfung und sah den Planeten im ständigen Wandel. Kontinente entstanden und vergingen, Gebirgszüge erhoben sich, Abgründe öffneten sich, Schluchten und Täler füllten sich mit Leben und immer wieder gab es dass eine große Sterben, was meist mit Klimaveränderungen korrespondierte. Doch jedesmal brach es mir das Herz ein klein wenig.
Nur einmal war meine Unachtsamkeit Schuld, dass es zu einem Massensterben kam. Zu meiner Entschuldigung kann ich nur anführen, dass ich nicht wusste, das eine Supernova Gammablitze erzeugt.
Ich genoss grade den Anblick einer explodierenden Sonne in etwa 6.000 Lichtjahren Entfernung vom Planeten und erkannte den Gammerblitz, den sie erzeugte zu spät. Wie ich schon erwähnte, man kann einfach nicht an alles denken. Dass der Gammastrahlen-Ausbruch den Planeten meiner Schöpfung treffen würde konnte ich nicht verhindern, schon gar nicht waren mir die Folgen klar. Aber es starben vor etwa 440 Millionen Jahren etwa zweidrittel aller Tierarten aus. Aber nur eine kleine Träne durch meine Person weiter, pulsierte das Leben schon wieder. Meine Schöpfung war offensichtlich zäh, wie ich, nur einfach ständig im Wandel.

Es dauerte auch nicht mehr lange, dann erschienen die Dinosaurier auf der Bildfläche. Es war eine Freude ihnen bei ihrer Entwicklung zuzusehen. Die immer mächtiger werdende Vegetation brachte immer stattlichere Tiere hervor. Nur der Himmel schien die Grenze des Wachstums und auch dort kreisten sie, diese majestätischen Tiere. Sie flogen einfach in meinen Azurblau gefärbten Himmel, als wären sie nie nur kriechende Echsen gewesen.
Ich saß wieder einmal auf einem Berg und schaute interessiert auf die neue Welt, denn ich erwartete noch Großes in ihrer Entwicklung. Da erhob sich ohrenbetäubender Lärm und verpuffte in einem grellen Blitz, über einer Halbinsel in Südamerika, so nennt ihr diesen Ort wohl.
Selbst ich fiel von meinem Berg, denn ein Feuersturm umrundete den Planeten in einem Tag und einer Nacht. Der Planet war in Aufruhr, schwer getroffen von einem Gesteinsbrocken, den ich nicht kommen sah. Ich habe ja auch keine Augen im Hinterkopf. Denn im Gegensatz zu dem was gerne behauptet wird, bin ich weder Allwissend, noch Allsehend, damit will man euch nur Angst machen. Auch wenn ich von oben eine wirklich excellente Aussicht habe, alles sehe ich auch nicht. Das ist wieder so eine perverse Phantasie von euch, zu der ich gar nicht fähig wäre.
Erdbeben, Vulkanausbrüche und Flutwellen überzogen die Welt. Ich hätte es regnen lassen können, aber der Feuersturm löschte alles aus, bevor ich überhaupt einen klaren Gedanken fasste. Als mir klar wurde, das ein gewaltiger Meteorit die Ursache war, starben die Großen meiner Schöpfung auch schon aus.

Wieder konnte ich nur traurig zusehen, wie die stolzen Tiere, die nicht sofort getötet wurden nun verhungerten. Nur ein Augenaufschlag verging für mich und der Himmel klärte sich wieder. Ich verstand, es war zu spät für meine Freunde, die Dinosaurier, doch das Leben selbst regte sich wieder. Ein paar kleine Dinos hatten überlebt und wurden zu Vögeln.
Doch nun schickte sich eine kleine bis Dato unauffällig zwischen den Großen existierende Tierart an, ihr nennt sie Säugetiere, die Welt zu erobern und wieder beobachtete ich nur, griff aber nicht ein.
Und siehe da, so ganz ohne den Schatten der großen Räuber und Pflanzenfresser, machte sich das Konzept der Säugetiere schnell zum Erfolgsmodell. Das hatte ich so nicht erwartet.
Immer wenn ich mal ein kurzes Nickerchen gemacht hatte, gab es tausende neue Arten. Es war ein kommen und vergehen.

Besonders interessierten mich diese Affen, die schienen mir recht clever. Nicht dass die anderen Säugetiere dämlich waren, aber diese Affen waren anders. Sie zeigten deutliche Zeichen von nicht nur rudimentärer Intelligenz. Sie fingen schnell an Werkzeuge zu benutzen und erschienen sehr sozial, zu mindestens in ihren geschlossenen Gruppen. Ansonsten waren es rechte Raufbolde.

Aber he, dass nennt man Überlebensinstinkt, gefressen und gefressen werden. Sie fingen sogar an zu jagen und verließen ihren liebsten Ruheraum die Bäume, um in der Savanne zu leben. Sie begannen aufrecht zu laufen, wie ich. Nun packte mich der Ehrgeiz und auch ein wenig der Eigennutz.
Ich träumte von einer ganz neuen Art Leben, ein Leben, dass mir ähnlich und ebenbürtig wäre. Eine Art die nicht nur existierte, sondern intelligent expandierte, eine Art mit der man vielleicht auch mal reden konnte. Eine Art, die später einmal mein Universum erobern könnte.

Was für eine verblendete Idee.
Aber kann man einem Wesen, das Milliarden Jahre allein überdauerte verübeln, dass es sich nach etwas Gesellschaft sehnt? Nein, dass wäre ungerecht.
Ich hatte ja auch nichts böses im Sinn. Als ich die Idee hatte euch zu erschaffen. Und nein, ich griff auch nicht wirklich in die von euch später entdeckte Evolution ein. Ich forcierte sie nur ein wenig. Ich kreuzte euch immer und immer wieder, bis ihr mir immer ähnlicher wurdet und irgendwann fand ich das Ergebnis recht vorzeigbar. Ich selektierte nun einfach zwei traumhaft gelungene Exemplare und nannte sie Adam und Eva.
Nur am Rande bemerkt, hier wurden eure Geschichten in euren Schriften, dazu immer abstruser. Ich hätte Eva aus einer Rippe Adams gemacht und auch dieses ganze Vorspiel mit den Engeln und meinem Sohn dem Teufel, den ich aus dem Himmel verbannte. Ich hab nicht mal Adam und Eva aus dem Paradies verbannt, warum hätte ich das auch tun sollen?
Ihr habt es längst begriffen, alles Humbug, was so geschrieben steht, weil ich ja alleine aufgewachsen bin. Nur an der Sache mit dem Paradies ist bedingt etwas richtig, dass gab es wirklich.
Nur das Adam und Eva nicht von mir rausgeschmissen wurden, sondern sie sind mir ausgebüchst mit einem Kanu. Dazu komme ich aber noch.


Trotzdem im Ganzen betrachtet, könnt ihr bereits jetzt ein Fazit ziehen. Alles was in euren sogenannten heiligen Büchern steht ist prinzipiell reine Dichtung. Niemand von den Hunderten Autoren hatte Insiderwissen. Denn dass bekommt ihr soeben erst von mir.
Eigentlich müsstet ihr "Heilige" Schriften mit einem Aufdruck versehen, der sonst nur einigen Filmen, die ihr so mögt vorbehalten ist.
"Alle im Film vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit verstorbenen oder lebenden Personen und tatsächlichen Ereignissen wären rein zufällig und sind nicht beabsichtigt."
Denn selbst, wenn es mal eine Überschneidung mit meiner Erzählung gibt, dann ist das dem phantasiereichen Autor geschuldet oder aber dem Grund, dass ich eine Sprache benutze, die ihr versteht. Eine Sprache die eurer begrenzten Vorstellungskraft entspricht. Oder meint ihr wirklich, ihr würdet Milliarden Jahre Einsamkeit verstehen oder dass mein Gefühl und meine Wahrnehmung für mich ein Augenzwinkern ist, in einer Zeitspanne, die ihr Ewigkeit nennt. Ich weis was die Ewigkeit ist, ihr ahnt sie nicht mal. Ihr lebt für mich in einem Zeitraffer, um euch überhaupt wahrzunehmen muss ich die Zeit, die für euch gilt fast anhalten.
Ich könnte in euer Leben nur eingreifen, wenn ihr mir einen Brief schreibt und ich diesen auch noch erhalte. Doch es wäre schon so viel Zeit für euch verflossen, dass ihre den Glauben an mich längst verloren hättet. Insofern hatten eurer Vorväter recht, wenn sie sagten "Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott." Ich kann nichts für die Dinge, die ihr tut und ich greife schon gar nicht ein. Einfach weil es nicht möglich ist. Ihr seit eher ein Summen in meiner Zeit, als denn ein Gebet, was ich erhören könnte.

Aber eins schulde ich euch ja noch, wie versprochen, hier die Story von Adam und Eva.

Wie ich schon erwähnte, gelegentlich ließ ich ja alles in Zeitlupe laufen, denn die Evolution lief für mich, wie in einem extrem schnellen Zeitraffer ab. Um Details mit zu bekommen, musste ich alles in Slow Motion laufen lassen, so auch die Entwicklung der Primaten.
Deren Paarungsverhalten fand ich äußerst interessant, schon, weil ich asexuell bin und wie schon bemerkt, griff ich nur ab und zu steuernd ein. Doch wie ein Gärtner der züchtet, nicht wie ein Gott, der aus dem Nichts erschaffen möchte.
Einer der evolutionären Entwicklungsstänge der Primaten gefiel mehr sehr gut. Aber wie gesagt, ich war auch ständig unter Zeitdruck, wegen der Primaten. Ihr müsst euch das vorstellen, als wenn ihr zwinkert, einmal geblinzelt und schon gab es eine neuen Evolutionsphase. Auch auf die Gefahr hin, dass es sich für einen Ewigen hypersensibel anhört, es war eine echt stressige Zeit.
Eine eurer Arten erschien und im nächsten Augenblick, starbt sie auch schon wieder aus, als spezielle Affenart. Da sah ich diese nackten Äffchen, kaum noch Haare am Körper, außer am Kopf. Klar wird jetzt gleich wieder jemand klugscheißen "Häää? Wir hatten auch noch im Intimbereich Haare.". Aber he, wer schaut schon so genau hin? Ich jedenfalls nicht ihr Erbsenzähler, ich habe ja nicht mal einen Intimbereich.
Eure Erscheinung wirkte in jeden Fall attraktiver und überlegter, als der Rest eurer Ahnen. Und ihr verständigtet euch auch schon mit Lauten. Das kam mir bekannt vor, dass war ich, bevor ich die Sprache erlernte.
Also suchte ich mir eine Gruppe von euch aus und nahm sie vollständig aus euer Zeit. Das würdet ihr ja nicht bemerkten, dass ihr nun viel langsamer existieren würdet, als für euch üblich.
Ich suchte euch eine schöne subtropische Insel und beobachtete euch erst einmal gründlich. Denn nun hatte ich wieder die ewige Zeit. Dass war auch gut so, denn erstmal starben eure anderen Vorfahren recht schnell wieder aus. Sie waren in Afrika zu auffällig, so nackt und hoch gewachsen. Sie wurden natürlich schneller gefressen, als sie Nachwuchs Zeugen konnten. So erging es praktisch jeder Menschenrasse.

Insofern bin ich schon euer Schöpfer, aber eben nur im weitesten Sinne. Denn seit der Ursuppe, hatte ich nicht mehr in die Evolution eingegriffen, eben die Ordnung der Dinge sich selbst überlassen. Doch ihr seid mir so ähnlich gewesen, dass ich euch retten musste.

Nun ward ihr also auf dieser paradiesischen Insel und ihr entwickeltet euch prima.
Ich verstand auch, wenn ich euch das Konzept der Nahrungsaufnahme wegnehmen würde, dass ihr dann träge und Antriebslos werden würdet. Deshalb beließ ich alles so, wie es war. Gleiches galt für den Sex, er war recht praktisch und durch ein wenig kreuzen hier und da, schaffte ich es, eure Tragezeit auf neun Monate zu strecken. Das verstärkte euer Verantwortungsgefühl für den Wert des Lebens. Ich fand Sex ist ein tolles Konzept der Evolution und ich schwöre, niemals habe ich versucht, euch Sex zu verbieten oder euch einzutrichtern, dass er Sünde wäre. Sünde wäre es nur, ihn nicht zu genießen. Das ganze Gedöns, war wieder reine Erfindung eurer Texter von der Heiligen Schrift Fraktion.
Vermutlich waren es lediglich eure ersten eigenen Ideen zu Geburtenkontrolle in der Sippe, die man mir wieder unterjubeln wollte. Ihr triebt es bunt durcheinander und schlichtetet damit sogar Streit. Warum hätte ich das ändern sollen? Ich arbeitete nur daran, euch zu verbessern, nicht daran euch zu verkorksen. Als ich euch vermittelt hatte was Sprache ist, war ich eigentlich auch fertig mit euch.
Deshalb entließ ich auch die Meisten eurer Population in die Freiheit eurer eigenen Zeit und verlor sie aus den Augen. Doch kaum seid ihr draußen, in eurer echten Welt gewesen, habt ihr es wieder verbockt und starben aus. Nicht genug, dass euch die Natur zusetzte, nein, ihr mussten euch auch noch selbst die Schädel einschlagen. Es war deutlich, ihr benötigtet dringend noch eine Portion Herzensgüte.

Ich hatte also nur noch Adam und Eva in meinem Inselparadies. Es war auch sehr schön mit den beiden, denn sie waren sehr gelehrig.

Adam war handwerklich wirklich begabt und ein helles Köpfchen, Eva war klug und redegewandt, um nicht zu sagen schwatzhaft. Es dauerte nicht lange, da fuhr mir die Blond gelockte Eva schon über das Maul und begann mir Vorschriften zu machen. Was mich schon ein wenig erzürnte. Aber was sollte ich tun, in die Evolution eingreifen und sie bestrafen? Das brachte ich nicht übers Herz. Und nein, auch die Regelblutung war nicht meine Idee, obwohl ich sie manchmal hätte erwürgen können. Doch dass wäre meiner nicht würdig gewesen. Stellt euch Gott nur mal vor, schlohweiße Haare, weißer Bart, weißes Gewand und mit Puderroten Kopf Eva würgend. Dass wäre einfach Würdelos.
Bei allem Ärger über Eva, Adam riss dass alles wieder raus. Er baute Hütten, Waffen und ging auf die Jagt. So alles in allem, lauter schöne Dinge, die Spaß machten. Auch wenn ich asexuell bin, ich war dem männlichen Modell mehr zugetan. Ok, jetzt ist es raus, ich mochte Adam ein wenig mehr. Vermutlich wetzen jetzt schon ein paar Feministinnen die Messer und wollen Gott abschaffen. Was für ein Glück, dass ich der Ewige bin.
Ääätsch Mädels.
Adam hatte einfach mehr Spaß am Leben, auch wenn er mir im Vertrauen verraten hat, dass er vieles davon nur machte, um möglichst oft von zu Hause weg zu sein. Eva ging im oft gehörig auf die Nerven, auch wenn er sie unendlich liebte. Das Konzept mit der Liebe hatte sich gut entwickelt und machte euch auch gleich noch etwas friedfertiger. Zu Evas Verteidigung muss ich aber sagen, sie war jetzt auch kein ausgesprochener Hausdrachen. Nur halt ziemlich launisch. Schließlich schmiss sie auch den Haushalt, kochte, putzte und nähte. Ich verstand gar nicht, warum die Beiden anfingen Klamotten zu tragen.
Doch Eva gefiel das offensichtlich und Adam fand sich damit ab. Ich war schon etwas neidisch, trotz Differenzen kamen die Beiden gut klar. Adam baute jetzt sogar so etwas, wie Boote. Er nannte es Kanu. Ich machte mir ein wenig Sorgen, dass den beiden etwas passieren könnte, aber selbst als Adam das Segel erfand, passierte nichts. Lediglich ihre Ausflüge wurden länger und eigentlich brauchten sie mich nicht mehr, bemerkte ich irgendwann so für mich.

Und tatsächlich, eines Tages fand ich die Beiden nicht mehr. Dafür fand ich an ihrer Tür einen Zettel angepinnt. Ja, der Adam hatte wohl heimlich das Handgeschöpfte Papier erfunden. Darauf stand ´Danke für alles lieber Gott, aber wir brauchen etwas mehr Privatsphäre. Ciao Eva und Adam´

Mein Traumpaar, meine Krone der Schöpfung hatte mich kaltgestellt. Nun war klar, dass dies wieder auf Evas Mist gewachsen war, aber die Botschaft war deutlich. Die Beiden wollten ihre Ruhe haben. Natürlich würde ich das respektieren, auch wenn es für mich etwas despektierlich war.

Es gab nur ein Problem, die Beiden hatten nicht verstanden, dass ich sie aus ihrem Zeit-Rhythmus genommen hatte. Sie würden mit der Welt, so wie sie diese außerhalb ihrer Insel wahrnahmen, nichts anfangen können.
Ich suchte sie also und fand sie nur eine Insel weiter, wo sie das Leben zwar sehen konnten, aber Naturgemäß nicht damit interagieren. Ich erklärte ihnen das Problem und brachte sie wieder mit ihrer gefühlten Zeit in Einklang. Nun war ich für sie wieder nur ein Säuseln im Wind, aber sie existierten, pflanzten sich fort und wurden die Menschheit.

Ich schaue ab und zu mal bei euch vorbei und hoffe, dass ihr es schaffen werdet, mein Universum zu erobern. Egal wie viel Bockmist ihr anstellt. Ach ja und ab und zu stibitze ich mal wieder einen Adam und eine Eva. Denn ich hab euch so gut hinbekommen, dass ich meine, ihr könnt ruhig schon ein paar Planeten besiedeln. Eine kleine Hilfestellung, die ihr gar nicht bemerkt, oder doch?

Euer lieber Gott aka George W. Lästerbacke

Donnerstag, 21. Februar 2019

Ein offener Brief für Sawsan Chebli


Sehr geehrte Frau Sawsan Chebli

Ich schreibe ihnen heute einmal von Mensch zu Mensch und von deutschem Staatsbürger zu deutschem Staatsbürger. Seit längerem lese ich bei ihren Tweets auf Twitter mit. Durch viele Äußerungen haben sie alles getan, um Zuhörer und Mitleser zu finden. Genug Kritiker und Beifallklatscher haben sie ja gefunden. Doch ich dachte mir, ich schreibe ihnen heute einmal, um ihnen vielleicht auch ein klein wenig, bei ihrer Missionierung Anregungen zu geben. Denn sie twittern zwar offiziell, ganz privat, aber das mit missionarischen Eifer. Deshalb auch mein ganz privater, offener Brief für Sie.

Ich erwarte auch keine Antwort, weil ich den Eindruck habe, dass sie sehr mit sich selbst beschäftigt sind. Deshalb versuchen sie, was ich schreibe, als Inspiration für ihre Arbeit zu sehen.

Persönlich finde ich es toll, dass sie sich sehr für Integration einsetzen und auch ihre Meinung vertreten. Auch Standpunkte zum Antisemitismus und andere Themen kann ich durchaus teilen. Mir ist auch egal, ob sie sich überteuerte Uhren kaufen, solange sie diese bezahlen können, ist das in Ordnung. Mir geht es eher um etwas Grundsätzliches, mir scheint, dass sie selbst in Sachen zwischenmenschlicher Kommunikation schwächeln und so auch ihrem Einsatz in der Integrationsarbeit einen Bärendienst erweisen.
Damit will ich ausdrücken, dass man wirklich wahrhaftig wirken sollte und nicht wie die ewige Nörglerin.
Ich spiele hier nicht auf irgendwelche sprachlichen Ausrutscher oder ihre Qualifikationen an, zu den Themen, die sie aufgreifen. Ich rede schlicht davon, dass sie oft wirken, als würden Sie nicht verstehen, wie die Menschen ticken. Denn genauso muss man Ihre Äußerungen oft auffassen, in der Breitenwirkung.

Es ist hier nicht notwendig sie im Wortlaut zu zitieren und dann ellenlang über ihre Äußerungen zu schwadronieren. Eher möchte ich Sie auffordern, reden Sie bitte einmal mehr mit ganz normalen Menschen auf der Straße und lernen, wie diese denken und dann können Sie weiterhin über, zum Beispiel Integration sprechen. Insbesondere meine ich hier nicht, dass sie in ihrem Berliner Umfeld, wo sie jeder kennt, noch einen Kaffee Latte mehr mit Bekannten schlürfen sollen, sondern, dass sie Deutschland bereisen und mit ganz normalen Deutschen reden. Ohne Termindruck, einfach improvisiert, vielleicht mal im Urlaub von Hamburg nach Bayern und von Sachsen nach Mecklenburg Vorpommern.

Ich tue das oft, weil ich es als Teil meiner Arbeit sehe, Menschen zu verstehen. Und Sie können mir glauben, auch mir fällt es gelegentlich schwer, mich in jedermann hineinzuversetzen. Doch ich tue es, weil auch mein Leben sonst am real existierenden Menschen vorbei geht. Auch schreiben kann von der echten Welt entfremden und dann taugt alles, was ich publiziere nichts mehr.

Aber, jemand wie Sie Frau Chebli, der häufig und gerne über Integration redet, sollte auch die Mentalität der Menschen verstehen, in deren Land andere Menschen sich integrieren sollen. Das ist aktive Integrationsarbeit. Denn diese Integrationswirkungen, müssen Sie nicht in ihren Kreis von Bekannten, Freunden und Politikern erfahren, sondern in der Welt des einfachen Bürgers. Und dieser Bürger tickt noch weniger ähnlich, wie ihr Bekanntenkreis aus dem politisch korrekten Berliner Paralleluniversum.
Berlin ist eine Großstadt, ein teils recht buntes Multi-Kulti Universum und sie gehören heute sogar zu dem privilegierten Teil des Selbigen.
Das finde ich schön, denn Sie haben etwas erreicht und dass ist Beileibe schon eine reife Leistung. Und doch sind Sie sehr Weltfremd, wenn es darum geht, was Integration über Generationen leisten muss. Weil sie gewisse Verhaltensmuster als Ausgrenzung empfinden, heißt es nicht, dass es auch Ausgrenzung ist. Oft ist es einfach nur Höflichkeit oder auch Interesse. Denn der Deutsche an sich, ist freundlich und an seinem Umfeld interessiert.

Ich erwähne hier einmal, Sie erregten sich, dass sie auf einem Flug in englisch von einer deutschen Stewardess angesprochen wurden und sie ärgern sich darüber, dass Menschen sie nach ihrer Herkunft fragen und erstaunt sind, dass sie eine deutsche Akademikerin sind. Weil sie sich aus gutem Grunde als Deutsche sehen, denn so würde auch ich Sie sehen.
Doch der einzige Grund für mich, sie sofort als Deutsche zu sehen ist, ich habe schon einige Informationen über ihren Migrationshintergrund aus den Medien.

Und nun eine für sie vermutlich nicht schockierende Information. Ich bin mir sicher, sie besitzen einen Spiegel, für andere Menschen, die sie nicht kennen, sehen sie aus, als könnten sie eine Touristin/Migrantin sein.
Und hier fängt ihre kommunikative Schwäche unter anderem an, sie weigern sich diesen Aspekt zu akzeptieren. Zu recht sehen sie sich als Deutsche und doch wirken sie auf Menschen, die sie nicht kennen erst einmal fremd. Was bei ihrem Erscheinungsbild, mögen sie auch noch so sehr einen westlichen Modestil folgen, nicht überraschend ist. Es ist aber auch nichts Böses, wenn andere Menschen sie darauf hin geographisch, als nicht Deutschstämmig einschätzen. Das liegt in der Natur der Dinge, dass wir ein einzigartiger und manchmal anders wirkender Mensch sind. So hat uns die Natur erschaffen, einmalig anders.

Gesunde zwischenmenschliche Kommunikation beruht aber darauf, dass man zuerst erkennt, sie sind ein Mensch und dann darauf zu erkennen, dass es kleine Unterschiede gibt, die unser Interesse erregen. Manchmal ziehen wir auch voreilige Schlüsse. Das ist im Einzelfall möglicher Weise etwas störend, doch dass ist das Leben. Und grade Menschen die bereits aktiv integriert sind in unsere Gesellschaft, sollten hier ihre Vorbildwirkung leben. Sie sollten besonders kommunikativ sein, wenn sie im Rampenlicht stehen.

Und so mag es geschehen, dass eine deutsche Flugbegleiterin in einem deutschen Flugzeug, einer deutschen Staatsbürgerin einen Kaffee in englischer Sprache anbietet. Weil sie diensteifrig, etwas voreilig auf Grund ihres Aussehens geschlossen hat, sie wären ein Gast in Deutschland und die Flugbegleiterin, Ihnen Frau Chebli höflicher Weise den Kaffee in einer Sprache anbieten wollte, die Sie verstehen.
So wird es auch immer wieder vorkommen, dass sie Frau Chebli von Fremden in einem Gespräch gefragt werden, woher sie kommen. Denn dies ist kein Beweis für Ignoranz in Sachen integrierter Migrantenkinder, sondern der Beweis, das sich der Mensch untereinander näher Kennenlernen möchte.
Es ist eine Frage der Höflichkeit, Informationen über den anderen zu bekommen, um aufeinander eingehen zu können. Ein Soziologe würde ihnen das jetzt ausführlicher erläutern, aber ich denke, sie sind klug genug, das zu verstehen, wenn sie das wollen.

Den Standarddeutschen gibt es eben nicht, es gibt nur den Deutschen und dieser hat auch immer eine Herkunft, nach der jemand fragen wird. Ich bin Deutscher und sehe wohl auch durchschnittlich deutsch aus. Trotzdem werde ich auf Reisen durch Deutschland überall gefragt, wo ich den genau her stamme.
Das liegt daran, dass auch ich sprachliche Nuancen aufweise, die mich, als nicht unbedingt, den regional ansässigen Deutschen zuordnet. Und wenn sie das verstanden haben, werden sie eben verstehen, dass niemand sie ausgrenzt, sondern viele Menschen versuchen, sie einfach in ihr Weltbild zu integrieren. Weltbilder unterliegen nun mal dem ständigen Wandel, wie der Zeitgeist.

Ich empfinde es als höflich, in Gespräche einzubinden, woher ich komme. Das interessiert die Menschen, weil es völlig normal ist. Und in langen Gesprächen flechte ich sogar ein, dass mein allererster urkundlich erwähnter Urahn, im 11. Jahrhundert in Köln lebte und Advokat war. Wenn ich dann noch bemerke, dass man auch “schwarze Schafe“ im Stammbaum erwähnen muss, lachen in der Regel alle und ich bin in einer unbekannten Ecke Deutschlands schneller integriert als gedacht. Denn ich stelle mich, wie ein Mensch dar, der wie ich und du ist, den die anderen Menschen schon ein wenig Kennenlernen konnten. Offenheit und Humor kommen immer gut an.

Und um auf die Integration, ihrem Anliegen zurückzukommen. Jeder Migrant wird noch über Generationen seine Geschichte erzählen müssen, dass heißt aber nicht, dass er nicht als Deutscher akzeptiert ist. Aber er kann noch mehr erzählen, als die meisten Deutschen ohne Migrationshintergrund.

Und wenn Sie mir jetzt noch nicht folgen können, dann erkläre ich es ihnen auf Wunsch auch gerne persönlich.

Mit freundlichen Grüßen
Georg Werner Sobotta aka George W. Lästerbacke

Dienstag, 5. Februar 2019

Integration für Anfänger?


Bevor ich meine Gedanken weiter niederschreibe, will ich allem voran ein Zitat stellen. Es ist ein Tweet von Twitter. Er stammt von einer SPD Staatssekretärin, sie ist Deutsche mit Migrationshintergrund, welche mittlerweile schon fast jedem, wenigstens auf Twitter bekannt ist. Denn sie twittert unermüdlich, früh, mittags und abends. Das tut sie natürlich privat, so steht es wenigstens in ihrem Profil. Wenn sie dies auch von der Arbeitsstelle und anderen dienstlichen Verpflichtungen aus tut. Sie hat auch zu den vielfältigsten Themen eine Meinung, die soll sie auch haben dürfen. Was sie allerdings nicht zur beliebtesten Frau auf der Plattform macht, aber sicher zu einen Quoten-Hit für Twitter.
Nein, ich meine nicht, dass sie eine Quotenfrau ist, auch wenn einem ab und zu, bei ihren Tweets schon mal der Gedanke kommen kann, dass sie nicht mit reiner Qualifikation und Raffinesse an den B11 besoldeten Job auf Staatssekretärsebene gekommen sei. Aber ich spekuliere nicht, das weis das Personalbüro des Ministeriums sicher besser.

Der originale Tweet aus dem Januar 2019:
„Dieser Gesichtsausdruck einiger Leute, wenn man nach seiner #Herkunft gefragt wird, weil "man ja so gut #Deutsch spricht", sie dann erfahren, dass man hier geboren und #Akademiker ist. Als ob sie Außerirdische gesehen hätten. "Und dann noch Journalist und Freiberufler!"

Das die Dame faktisch pausenlos mit ihrem Migrationshintergrund kokettiert und gerne betont, wie weit sie es als Kind von Migranten gebracht hat, mag irritieren, aber gut. Es ist wohl ihre Sache, wie weit man sich in seine Herkunft steigert. Ich meine ich kenne auch so einige Supergermanen. Mich persönlich interessiert das weniger. Ich weis, wo ich geboren bin, mag meine Herkunft und meine Heimat. Wer dass immer wieder gewichtet, will für mich nur Aufmerksamkeit erhaschen, denke ich. Aber auch dass ist heute nicht das Thema.

Viel mehr geht es mir um Integration und seltsame Ansichten dazu, auch die Ansichten dieser SPD-Staatssekretärin. Wir wissen alle, das Integration ein Generationenprojekt ist, würde ich meinen. Das sagt uns die persönliche Erfahrung oder auch erworbenes akademisches Wissen. Es scheint nur für die zitierte Dame und so einige aus der gleichen politischen Fraktion, schwer zu sein diesen Umstand zu verstehen.

Ich gehe davon aus, dass Deppen, die meinen dass man Menschen anhand von Rassen unterscheidet, hier sowieso nicht mitlesen. Denen klingt das vermutlich zu akademisch, was es natürlich nicht ist. Wir reden hier eher von Allgemeinwissen und Erfahrungswerten.
Die Biologie macht uns alle gleich, mögen wir uns auch in optischen Facetten unterscheiden. Lassen wir alle Äußerlichkeiten weg, sind wir alle nur Homo Sapiens. Das macht uns alle gleich. Egal, wie sehr wir uns in Charakter, Temperament, Sprache und Kultur unterscheiden, wir bleiben doch Menschen. Kommen wir auch aus den verschiedensten Ecken der Welt, es ändert sich nichts an unserer Biologie. Damit ist das Thema für mich auch durch.

Ganz anders ist das allerdings mit Integration. Hier weis der Soziologe, wenigstens der ohne linke Scheuklappen, dass die Integration in eine Gruppe nicht über Nacht funktioniert. Egal wie wild entschlossen ein Fremder ist, sich zu integrieren, es ist doch die Regel, dass er auf eine geschlossene homogene Gruppe, in die er einwandert, zumindest kulturell und oft auch optisch fremd wirkt. Dieser Umstand ist einfach nachzuvollziehen.
Ein Beispiel wären Deutsche, die in die USA einwanderten. Sie gründeten ganze Siedlungsgebiete, lebten und arbeiteten dort, wie jeder andere Amerikaner und erst in der dritten und vierten Generation, waren sie wirklich angekommen, weil sie sogar ihre ursprüngliche Sprache verlernten. Was nicht heißt, dass diese Deutschstämmigen nicht schon früher persönlich bestens integriert waren. Doch auch für den alteingesessenen Amerikaner waren sie, eben auch aus den verschiedensten Gründen, noch über Generationen die Deutschen. Integration ist abgeschlossen, wenn niemand mehr fragt, woher du kommst und dafür gibt es viele Faktoren. Wobei der Vergleich zwischen den USA und Deutschland immer etwas hinken muss, denn die USA sind durch Einwanderung entstanden. Deutschland kennt nur die sehr verzögerte Einwanderung, entweder durch die Völkerwanderungen, welche sich über Jahrhunderte streckten, in Gebiete germanischer Stämme oder aber kleiner Gruppen. Wobei es keine Rolle spielt, aus welchen Gründen diese Einwanderung stattgefunden hat.
Wir können auch noch das Beispiel Russlanddeutscher nennen. Mittlerweile sind viele von ihnen schon in der zweiten und dritten Generation in Deutschland und es gibt keinen Unterschied zwischen einem hier seit Hunderten von Jahren ansässigen Deutschen und ihnen. Und doch, ein feiner Beobachter erkennt noch den Russlanddeutschen, obwohl dieser bereits hier geboren wurde. Und dass wo diese Personen faktisch nicht mal wirklich eine andere ethnische Gruppe sind.
Sie waren lediglich einige Jahrhunderte nicht im eigenen "Stammesgebiet" und haben sich natürlich auch außerhalb ihrer Gruppe mit Angehörigen anderer Gruppen vermehrt. Was meistens kaum sichtbare äußerliche Spuren hinterlassen hat. Aber es zeigt, wie fein das innerer Radar des Menschen justiert ist, wenn es um die Wahrnehmung von Fremden geht. Ganz bewusst lasse ich das Kapitel der erzwungenen Merkel-Einwanderung aus. Denn hier geht es um Politik und Dominanz einer Politischen Kaste, welche jegliche Bodenhaftung, auch im Bezug auf Einwanderung verloren hat und schon heute weis, dass dies in dieser Form ein Fehler war, den wohl einige Generationen gemeinsam mit den Neuzugängen ausbaden müssen. In Europa ist vielleicht Deutschland die neue USA, wenn man es nur von der Seite der Einwanderung betrachtet.

Heute haben wir die bewusste Scheu vor dem Fremden längst hinter uns gelassen. Die Aufgeklärten unter uns, versuchen es heute eher mit der Neugier auf das neue unserer Mitmenschen. Einige tun dies völlig Vorbehaltlos, andere wiederum nicht. Denn fest verwurzelt im Unterbewussten ist dieser Instinkt noch vorhanden. Diese kleine Portion Skepsis, die uns früher, als wir noch in Sippen lebten, oft das Überleben sicherte. Und auch damals schon nahmen wir Fremde auf, nur eben verhaltener. Es war nicht so selbstverständlich wie heute, meistens waren es wirtschaftliche Gründe oder auch genetische Vielfalt, die wir benötigen, welche eine Öffnung ermöglichte. Auch hier könnte man viele historische Beispiele bringen.

Und wenn wir wieder auf den zitierten Tweet zurückgreifen, dann darf man ruhig fragen, wie verblendet muss ein Mensch sein, um das nicht zu begreifen oder wie fixiert auf sich selbst?

Ich verstehe zwar absolut die Kinder von Migranten, die gelegentlich genervt sind, wenn sie vermutlich zum x-ten male gefragt werden, woher sie kommen. Sie verstehen sich als Deutsche, was auch gut so ist. Doch es fragt niemand aus Boshaftigkeit, sondern er zeigt Interesse an seinen Mitmenschen und man kann ihm dann sogar noch die kurze oder lange Version seines Lebens erzählen. Wenn diese Sorte Menschen mit Migrationshintergrund verstehen, dass sie aktiv an der Integration vieler Menschen arbeiten, wenn sie ihre Geschichte erzählen, dann sind sie definitiv integriert und haben Integrationsprozesse verstanden. Sie helfen tatsächlich eine buntere Gesellschaft zu schaffen. Denn auch fremd wirken, kann normal werden, wenn man Geduld zeigt.
Manchmal hilft es eben, in den Spiegel zu sehen und festzustellen, ja es stimmt, ich sehe anders aus. Also bin ich tolerant und geduldig, ich erzähle dem anderen von mir. Der andere wird vielleicht überrascht sein, was für eine tolle Deutsche ich geworden bin und sich mit mir freuen.
Denn positiv auf Menschen zugehen und zeigen, dass wir alle gleich sind, dass müssen wir alle tun. Dass ist keine Einbahnstraße für alteingesessene Einheimische, dass ist Integrationsarbeit für alle Deutschen, auch für die mit Migrationshintergrund.

Irgendwann hört sicher auch die nervige Fragerei auf. Wenn man oft genug Fragen beantwortet hat, vielleicht auch bei den Kindern der Frau von der SPD, die denkt dass alle Deutschen sofort erraten, dass sie eine Deutsche ist. Obwohl auch sie sicher, außer einer Rolex, einen Spiegel besitzt.

Diese Frau, die sich darüber lustig macht, dass Menschen noch staunen und überrascht sind, hat selbst noch viel zu lernen.

George W. Lästerbacke




Sonntag, 3. Februar 2019

Die Zukunft überleben. HartzIV und andere Debatten.


Die Probleme, ob es um HartzIV Debatten geht, Löhne, Arbeitszeiten oder Renten sind doch oft nur vorgeschoben. Allerlei gesellschaftliche Gruppen werden gegeneinander aufgebracht, machen das Problem beim politischen Gegner aus oder finden eine Personengruppe, über die sie selbst noch meinen, sich erheben zu können. Es wird debattiert, die heilbringende Lösung präsentiert, nur um dann festzustellen, dass sie natürlich auch nicht funktioniert.

Warum funktioniert aber nichts, von allen den schönen Ideen, die ja nicht nur von einer Person ersonnen wurden? Ein Grund ist, von der Entstehung der Idee, welche oft simpel und effektiv ein Problem lösen kann, bis zu deren Umsetzung vergeht viel zu viel Zeit. Hier hat sich oft bereits die Problemstellung gewandelt. Der andere Grund ist, die Idee wurde durch zu viel Debatten und Kompromisse im Interesse verschiedenster Gruppen, bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Was vorne reinkommt, ist hinten nur noch Murks. Murks aber löst keine Probleme. Und am Ende der Debatten stellen wir noch etwas ganz anderes fest. Meine Oma hatte immer einen bösen allerdings nicht falschen Kommentar zur Hand „Die denken soweit, wie ein Schwein scheißt.“ oder wenn ich es etwas Salonfähiger formulieren würde, sie denken zu kurz.

Bei den ganzen Debatten um Arbeit findet das Hauptproblem praktisch nur im Nebensatz Beachtung. Arbeit wandelt sich, dass tat sie, solange es Menschen gibt. Technik, Ansprüche und Notwendigkeiten sind im steten Wandel. Brauchte es einst noch 1000 Menschen und viele Jahre, so braucht es heute für verschiedene Aufgaben nur noch 100 Menschen und wenige Monate für manche Aufgaben. Morgen oder Übermorgen erledigt die gleiche Aufgabe vielleicht schon nur noch ein Mensch in Stunden. Hierzu gibt es aber kaum Debatten. Noch verlagert sich Arbeit in andere Sektoren, wird aber oft nicht gut bezahlt oder eben irreal hoch. Preis und Leistung stimmen schon lange nicht mehr. Es bilden sich soziale Ungleichheiten heraus, die auch in gut versorgten Systemen, wie Deutschland spürbar sind. Doch dass ist nur ein Übergang. Denn es wird eine Zeit kommen, in der wir technologisch in der Lage sein werden, die Produktion von Konsumgütern, Wirtschaftsgütern und anderen Dingen des täglichen Bedarfs Maschinen zu überlassen. Die Welt wird aus wenigen Spezialisten bestehen, die unsere alltägliche Verwöhnindustrie warten und verbessern. Man nehme als Vision die Replikatoren technologie aus Star Trek. Diese zeichnet sich heute bereits in Form von 3D Druckern ab. Das bedeutet aber auch, die klassische produzierende Arbeit wird sterben. Wir können nur noch, Dienstleister, Verwalter, Forscher, Medizinmänner und Künstler sein. Das aber wird mit unseren Vorstellungen vom Geldsystem, Erwartungen und Leistung nicht mehr zusammen passen. Bald 9 Mrd. Menschen werden ohne Umdenken, nicht mehr in einer zivilisierten, fairen Welt existieren können. HartzIV Debatten sind etwas für geistige Hinterwäldler. Die Zukunft überleben ist die Debatte.

Freitag, 18. Januar 2019

Beliebtsein ... ist sooo einfach!


Ich will euch heute etwas über das Beliebtsein erzählen.
Letztens beim Einkaufen. Ja, ich mache die Einkäufe für meine Küche noch selbst, den als gelernter Koch, weiß ich natürlich am besten, was ich für eine schmackhafte Mahlzeit brauche. Außerdem habe ich einen weiteren gutem Grund. Ich hab einige male versucht, verschiedene meiner Freundinnen zum Einkauf loszuschicken, das Ergebnis war immer desaströs. Besser sie wechselt weiter die voll geknackten Kinderwindeln oder kaufen Schuhe, hier ist weibliches Gespür für das Richtige deutlich kompetenter als beim Einkauf von Lebensmitteln. Ich koche zu Hause auch lieber allein, nicht nur sie Zutaten müssen stimmen, es ist auch eine Kompetenzfrage beim Kochen. Frauen nutzen ein Kochbuch, Männer komponieren. Ein Grund warum Frauen nie verstanden haben, warum es Kochkunst heißt. Die Faustregel, gute Zutaten, gut komponiert, gleich gutes Essen, erschließt sich nur dem, der das Kochen liebt. Wer nur kochen, begreift auch nicht, worauf er beim Kaufen achten muss.

Ich sage euch, Gott sei Dank, dass es Geschirrspüler und Waschvollautomaten gibt. Denn die Hausfrau von heute verdient zwar, meistens ihr eigenes Geld. Doch die Qualitäten der Mutter oder der Oma erreicht sie nimmer mehr, in Sachen Haushaltsdienstleistung. Der Mann von heute ist bestens beraten, wenn er sagt, selbst ist der Mann. Egal ob als Singel oder als Beziehungsjunkie.

Hat man(n) Glück und ergattert eine hübsche Gefährtin mit 10. Klassenabschluss, dann verdient sie wenigstens eigenes Geld. Die andere Sorte Frau, die mit ihren gymnasialen Abschlüssen und Studiengängen hängen meistens nur in Praktika und Umschulungen fest. Realistisch betrachtet, haben diese Damen Finanztechnisch HartzIV Niveau mit Universitätsabschluss. Diese Frauen sind auch immer am diskutieren, kein Wunder, wenn sie letztendlich eine Currywurst nur aus der Dose und mit der Mikrowelle zubereiten können. Nicht so empfehlenswert. Das ist der Frauen-Typ Paarschipper, “Akademiker mit Niveau“. Der Mann bekommt jede Menge Niveau, isst jedoch besser in der Kantine und putzt auch selber. Wobei er noch froh sein kann, wenn er nicht so eine voll durch gegenderte, feministische Soziologentussi erwischt. Denn dann ist er völlig am Arsch. Aber in der Regel hat der Partnersuchende Herr heute noch Glück, denn Frauen aus dieser Alchemisten Küche lieben oft eher Frauen und sind so meistens nicht verfügbar. Aber in Zukunft ändert sich das vermutlich auch, denn Ideologien mit Religionspotential sind bei der verblödenden Menschheit auf den Vormarsch. Doch ich schweife vom Thema Beliebtheit ab lieber Leser.

Ich bin also beim Einkaufen, da kommt mir dieser Nachbarsjunge entgegen, der ist siebzehn und voll angesagt. Alle Jungs und Mädels aus dem Viertel, unter vierzehn stehen auf ihn. Er heißt Kevin, hat einen muskelbepackten Körper, kantiges, männlich markantes Gesicht. Und schaut etwa so intelligent aus der Wäsche, wie ein Karnickel. Hier ist der Name Programm? Wie viele intelligente Jungen kennt ihr, die Kevin heißen? Außer vielleicht den Kevin aus "Kevin allein zu Haus", dem Hollywood Buben. Hier spricht doch schon die Wahl des Namens für den schlechten Geschmack der Eltern. Da der Apfel nicht weit vom Stamm fällt, erwartet man auch nichts Weltbewegendes von ihrem Nachwuchs. Doch wider vernünftigen Erwarten, sobald er redet, hängen die Teenies an seinen Lippen. Für mich klingt dieses Gebrabbel, eher wie “Uhahuhhaha“, also eine Laute Artikulation, wie sie ein haariger Schimpanse vorlegt. Doch irgendeine versteckte Botschaft, die vierzigjährige Teenager verstehen, muss er haben denn, Kevin ist beliebt.

Ich empfinde ihn eher wie Zahnstein, man geht zweimal im Jahr zum Zahnarzt, um ihn zu entfernen zu lassen, doch er kommt immer wieder. Kevin und hat den Habitus von Arnold Schwarzenegger, kennt ihr den noch? Dieser österreichische Gorilla-Verschnitt, der erst in Hollywood ein Star und dann in Kalifornien Gouverneur wurde. Der ist eher der Neandertaler Typ gewesen, aber trotzdem beliebt.
Jedoch waren die Amis clever, so dümmlich sie uns auch im allgemeinen erscheinen mögen, sie haben den Österreich-Import nicht Präsident werden lassen. Wie wir depperten Deutschen, damals anno 1933. Als wir dieses Windei aus Braunau, den der Bismarck zum Kanzler machte bejubelten. Der hängt uns heute noch an, nur wegen der Blödheit unserer Ahnen. Aber auch der war beliebt, damals halt.

Alkohol kann auch beliebt machen oder schön. Bei mir klappt das auch immer, Samstagnacht in einem Club. Da schleppt mich eine blonde Schönheit ab und ich bin im siebenden Himmel, bis ich früh wieder nüchtern werde. Erinnert ihr euch noch an Harald Junke? Möge seine zerotische Leber in Frieden Ruhen. Der war total beliebt, ein charmantes, lustig Erfolgsmodell und ein Weiberheld. Es konnte ihm zwar keine Frau einen blasen, ohne hinterher ein Vollrausch zu sein, aber trotzdem, er war beliebt. Der kleine Mann, der immer Absatzerhöhungen trug. Böse Zungen behaupten zuweilen sogar, wenn Harald als gutes Beispiel voran für den Bürger zur Blutspende ging, dann wurde die Spende nicht konserviert, sondern von Mitarbeitern des Roten Kreuzes versoffen.

Bei beliebten Künstlern und Alkohol fällt mir auch Ami Winehouse ein, auch hier war der Name Programm. Eine Schnapsdrossel vor den Herrn. Und hätte sie nicht auch noch allerlei Drogen konsumiert, sie würde heute noch volltrunken träller. Doch sie musste es übertreiben und singt nun wohl nur noch im Himmel-Chor. Trotz aller Laster und Lüste, Harald Junke und Ami Winehouse waren beliebt. Für Ami Winehouse hatte das frühe Ableben sogar Vorteile, sie wurde zur Musiklegende. Wie auch viele Trällerbarden der 1968er-Generation, die sich das Hirn weg gesoffen und gekifft haben. Da könnte man doch glatt noch diesen Cat Stevens erwähnen. Der muss so zugedröhnt gewesen sein, das er zum Islam konvertierte. Angeblich, weil das so eine so friedliche Religion wäre. Ein paar Kopfabschneider Videos hätten ihm wahrscheinlich gereicht, um sich das Konvertieren noch mal zu überlegen. Aber das Kopfabschneiden kam ja erst später wieder in Mode. Vielleicht fand er auch nur die Vielweiberei Hippi mäßig gut. Aber was weis ich schon, ich vögel sowieso alles was nicht bei Drei auf dem Baum ist, ohne dass ich zu irgendeiner Sekte konvertieren will.

Doch man muss bemerken, es ist tatsächlich so, das frühes Ableben, kann für den Protagonisten von Vorteil sein. Das beweist auch James Dean. Drei eher unbedeutende Filmchen in Hollywood, mit dem Porsche gegen den Laternenmast und heute noch im Gespräch. Obwohl er, bei seinem exzessiven Lebenswandel vom Schwiegermutter Schwarm zum Hollywood “No Name“ mutiert wäre. Zu seiner Zeit nahm man Stars, ein zu auffällig und schlechtes Verhalten übel. Aber die Presse war damals noch diskreter. Er wurde zur Legende. Heute gehört Partys, Drogen und Weiber zum guten Ton.

Wir können auch Angela Merkel, eigentlich das Standardmodell eines Nerds, als Beispiel erwähnen. Physikerin mit echtem Doktortitel. Das kommt in der deutschen Politik bekanntlich nicht so oft vor. Sicher streiten wohl einige Möchtegernexperten und auch die Echten noch, ob sie nicht doch einige Passagen undelariert abgeschrieben hat, doch unter der Fülle echter Plagiatoren unter deutschen Politikern, scheint sie wohl eher ein kleiner Fisch. Und sein wir mal ehrlich, sie wie wir die Angela heute kennen, würde die nicht wegen so einem kleinen alten Fehler zurücktreten. Hochintelligent ist sie ja wirklich, in der deutschen Politik fast ein Novum. Sie ist der ruhige Typ und nicht wirklich gut aussehend, eher kein Erfolgsmodell für die Medien. Doch die Frau Bundeskanzlerin war fast so beliebt wie der SED Vorsitzende Honecker, von dem sie nicht nur Parteiinterne Wahlergebnisse kopierte, sondern auch seinen Führungsstil. So das vermutlich sogar der Honecker auf Wolke sieben sich gedacht hat, ´Dann hätte ich ja auch Demokratie spielen können.´ Wenigstens bis Mitte 2015 war Angie noch sehr beliebt. Da begann ihr Stern zu sinken, unter dem Halbmond. Heute buckelt sie vor Sultan Erdogan und trifft jeden Diktator, der ihr wieder ein paar von ihren zugelaufenen "Flüchtlingen" abnimmt. Nun, das Gutmenschentum, mit dem sie sich eingelassen hat, war ihrem Image als Mutter der Nation nicht zuträglich, der Nation übrigens auch nicht. Aber ich wette, ihre PR-Berater waren zu Anfang ihrer Kanzlerschaft mindestens ein Jahr damit beschäftigt, aus der Kartoffelsack tragenden FDJ-Funktionärin mit seltsamen Haarschnitt, eine staatstragend, wirkende Dame zu machen. Sie war laut Umfragen die deutsche Heldin und super beliebt. Eigentlich konnte niemand so genau sagen warum, argumentiert wurde bestenfalls mit Erfolgen für Deutschland. Eine nebulöse Aussage, aber sie ist eben Bundeskanzlerin. “Macht macht sexy“ ist eine alte Weisheit, vielleicht war sie deshalb beliebt. Vielleicht ist auch ein gewisser Gewöhnungseffekt für ihre Beliebtheit verantwortlich, denn es ist ja bis heute kein Politiker da, der sie ablösen könnte.

Die meisten der Herren der politischen Elite wirken von arrogant, über trottelig bis völlig inkompetent. Wenn ich diesen fetten Elf, den Steger, den Maas, den aalglatten Steinmeier oder seit neuestem den versoffenen Buchhändler aus Brüssel von der SPD sehe, dann weiß ich, warum die wenig volkstümlich wirkende Angela Merkel beliebt war. Aber die Herren sind nicht in der CDU, dort ist neben Merkel nur noch die Bierzelt-Fraktion mit geringen Unterhaltungswert übrig. Deshalb gewöhnte sich der Deutsche auch an Angela. Wir gewöhnen uns schließlich auch an Hämorriden. Wir salben sie und wenn uns jemand frag, wie es uns mit den Hämorriden so geht, dann denken wir uns, es brennt zwar gelegentlich sagen aber „ Alles halb so wild, es wird besser.“

Ihr seht also, es ist so eine Sache mit der Beliebtheit. Möchtet ihr einmal beliebt werden, heute im 21. Jahrhundert. So merkt euch:
Gut ist es, wenn ihr laut seit und irgendetwas darstellt, was andere imponiert. Obwohl ihr auch langweilig aussehen könnt. Ein übles Laster schadet auch nicht fürs Image, es macht euch nur menschlicher. Es sei den, ihr seid in der Politik, da reicht es, laut, intrigant und populistisch zu sein, alles andere nehmen euch die Leute übel. Etwas Intelligenz schadet auch nicht, denn dann kann man sich nach oben putschen, wie die Angela in der CDU.

Ich wünsche euch viel Erfolg, beim nächsten Beliebtheitswettbewerb.

George W. Lästerbacke

Montag, 31. Dezember 2018

Prost Neujahr


Auf diesem Wege möchte ich allen, die mich kennen, allen die mich lesen und allen auf dem Rest des Planeten, die mich nicht kennen ein gesundes, glückliches, spannendes und Kritik freudiges neues Jahr 2019 wünschen.

Meine kleine Dichtung möge euch eine Inspiration sein.


Irgendwie....,
noch zwischen den Jahren, können wir heute, die Ruhe bewahren.
Ausgeschlafen den Tag begrüßen, ein gutes Neujahrsessen genießen.

Einen schönen Spaziergang im Park, mit den Kindern spielen, dass
finde ich stark. 2018 ist nun vorbei, darum mache ich heute für das
neue Jahr, gleich mal die Piste frei.

Ein neues Jahr und neues Glück, das Alte kommt ja doch nicht zurück.
Deshalb wünsche ich euch Muse, Gesundheit und Glück. Wagt etwas
Neues, seid ein wenig verrückt, auch 2019 bietet Chancen und Glück.


George W. Lästerbacke

Samstag, 29. Dezember 2018

Über Demokratie, Raubritter und Kriegsgefahren


Demokratie ist ein Verkaufsschlager, weil es sich gut anhört. Die antike Herrschaftsstruktur griechischer Stadtstaaten garantierte schließlich dem Bürger Mitbestimmung.
Was gerne vergessen wird zu erwähnen, der Bürger war schon der besser gestellte, wohlhabende Mitbewohner. Künstler, Händler und Beamte. Die schwer arbeitende Klasse von Leibeigenen, Sklaven und anderen armen Untertanen waren nicht an dieser Demokratie beteiligt.

Deshalb hielt diese Demokratie auch nur etwa 70 Jahre, bevor sie wieder mehr oder weniger dem Kriegsdrang folgend, eine aus neuem Adel bestehende Diktatur wurde. Politische Ähnlichkeiten zu heute sind natürlich reiner Zufall.

Der Moderne Staat europäischer Prägung entstand doch eher auf der Basis von Adelshäusern und deren Grundlage war nicht selten die Reichtümer die das Raubrittertum, Räuber und Banditen anhäuften. Schutzgeld, rauben und plündern bildeten die Basis der Mächtigen und die harte Arbeit Leibeigener und freier Bauern. Daran hat sich auch heute noch nicht viel verändert.

Der Moderne Staat bietet Schutz vor allerlei Unbilden des Lebens, nur dass er heute auf Grund der breiteren Bürgerbeteiligung schon viel netter wirkt als die Raubritter. Denn Schutzgelder kassieren und ausplündern, dass heißt heute Steuern, Gebühren und Abgaben zahlen.
Solange der Bürger nur artig sein Einkommen mit dem Staat teilt. Der Staat, der dafür einen gewissen Anteil in Form von Wohltaten an den Bürger zurück reicht, wird aber schnell ungehalten, wenn der Bürger aufmüpfig wird und sich weigert zu zahlen.

Und die Demokratie? Nun die besteht heute schon wieder nur auf dem Papier. Heute dürfen zwar alle Bürger wählen, aber was wählt man denn? Ein paar Parteien, vorne dran eine Parade von kleinen Königen, die mehr oder weniger immer wieder beweisen, dass sie es nicht drauf haben und das Geld der Bürger verpulvern. Mal ganz davon abgesehen, das diese Parteien nicht mal fünf bis acht Prozent der gesamten Bevölkerung vertreten, wenn man die Mitgliederzahlen betrachtet. So sollte man doch nicht mehr von einer Bürger-Demokratie reden, bestenfalls von einer Parteien-Oligarchie. Und die versteht sich, wie eben die Raubritter auch besser auf das nehmen, als das geben. Weniger als Bürgervertretung, als mehr Selbstzweck. Wie die Religion verbreiten sie ihre Wahrheit und verteidigen diese als Alternativlos.

Raubrittertum ist auch nur so erfolgreich, wie der Raubritter selbst und immer öfter zieht die Demokratie nun wieder das “Schwert“, um den Bürger zu disziplinieren. Man findet wohl wieder zurück zu seinen Ursprüngen.

Gäbe es nicht schon längst durch Bürger erkämpfte Institutionen, wie Krankenversicherung und andere soziale Errungenschaften. Unsere Modernen Raubritter würden auch diese wieder einstampfen. Doch das Rad der Zeit dreht sich nun mal nur schwer zurück. Vielleicht sind unsere Raubritter-Demokraten deshalb nun wieder auf dem Kriegspfad, um die Uhr in Europa wieder auf Null zu stellen und nochmal anzufangen, ohne den demokratischen Schnick Schnack.

Denn der wählende Bürger erweist sich trotz massiver medialer Gehirnwäsche, die oft luxuriös finanziert, durch den zwangsweise erhobenen Rundfunkbeitrag betrieben wird, als renitenter Querulant. Wir brauchen nur nach Frankreich zu blicken, wo die #Gelbwesten unnötig Ärger machen, während sich der Präsident mehr um seine Maniküre und Make-up sorgt, als um das Volk. Dass sind schon Allüren eines Königshauses würdig. Von versoffenen EU Kommissaren wollen wir mal hier erst gar nicht reden.

George W. Lästerbacke

Dienstag, 18. Dezember 2018

Hilfe, die Einhörner kommen … :D


Genderstudies erinnert mich immer an mittelalterliche Alchemie. Im Trüben fischen, hoffen dass es den Stein der Weisen gibt und inzwischen der Welt Wortreich Kompetenz vorzugaukeln. Schon im Mittelalter wurde viel versprochen, wenig gehalten, politisch oft unterstützt von gierigen oder dummen Hohlkörpern. 

Damals wie heute, versuchen Gaukler und Blender Menschen ein X für ein U vorzumachen und sich mit Pseudo-Fakten Reputation und Geld zu erschleichen. Hierbei wurden die wenigen Denker, die wirklich etwas Interessantes fanden in der Regel übersehen, weil sie nicht das Seelenheil versprachen, sondern Fortschritt. Durchgesetzt haben sich meist Verkäufer, nicht Forscher. 
Es scheint eben so, dass genug Menschen dumm genug sind jeden Mist zu glauben, den man ihnen auftischt, wenn es nur mit Dr. Titel und "seriösen" Studien belegt wird.

Im Fall von Genderstudies wird persönliche Subjektivität zur neuen allgemeinen neuen Objektivität erhoben und entstellt ganze gesellschaftliche Weltbilder bis zur Unkenntlichkeit. 
Dabei bedarf es eigentlich nur der Akzeptanz von anderen Weltsichten, mögen sie euch auch abstrus vorkommen. Mögen diese wenigen Leute doch glauben, dass sie anders sind, solange sie andere nicht stören, ist dass doch egal. Uns erspart das eine weitere schwachsinnige Ideologie und die sind glücklich. Was ist an dieser Art von Toleranz falsch, jemanden sein zu lassen, was und wie er will? Ihr müsst ja nicht glauben.

Leute, wenn einer meint, er ist ein Einhorn, bitte, dann lasst ihn dass doch glauben. Ihr müsst für ihn nicht gleich einen Einhorn-Stall bauen, dass kann er auch selbst ohne Steuermittel tun, wenn er das will. Aber ihr sorgt durch eure mangelnder Toleranz gegenüber dem Anderssein dafür, dass sogar Einhörner sich zu Wissenschaftsexperten machen müssen, nur um irgendetwas zu beweisen, was eigentlich für die restliche Welt reichlich uninteressant ist. Denn im Gegensatz zur Alchemie, kann aus Genderstudies nicht mal so etwas nützliches, wie Chemie entstehen, die uns heute bekanntlich sehr viele Vorteile bringt. Denn Alchemie lebte zwar von viel heißer Luft, aber eben nicht ausschließlich.

George W. Lästerbacke