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Donnerstag, 18. April 2019
Tanzverbot an Karfreitag
Leere Kirchen in Deutschland, die bestenfalls an ein paar wenigen kirchlichen Feiertagen mit Scheinheiligen gefüllt sind und eine am staatlicher alimentierten Tropf hängende Kirche.
Das sind die Argumente für ein Tanzverbot an Karfreitag? Was hat das mit Religionsfreiheit zu tun, ist irgendein Gläubiger eingeschränkt, wenn ich Karfreitag tanzen und feiern gehe?
Atheisten sehen sich in abendländischer Tradition und respektieren die Werte, die einst auch der Katholizismus Europa brachte, wenn sie noch Zeitgemäß sind.
Ein Verbot, das jedoch viele Menschen in ihrer Freiheit einschränkt zu tun und zu lassen, was sie an staatlich verordneten Feiertagen tun möchten und dass im Interesse einer Glaubensgemeinschaft, dass ist nicht Zeitgemäß.
Es ist nicht demokratisch zu begründen. Religion ist Privatsache, auch wenn sie über einflussreiche Lobbyisten verfügt, die ungerechtfertigter Weise von unseren Steuergeldern partizipieren und undemokratischer Weise in unseren Parlamenten Einfluss auf unsere Politik ausüben. Denn mehr Scheinheiligkeit geht nicht.
George W. Lästerbacke
Freitag, 13. November 2015
Freitag der 13. - Der schwarze Freitag
Sind alle die diffusen Ängste, die sich um diesen Tag ranken, nur abergläubischer Unfug oder böse Realität?
Du schlägst die Augen auf, ein Blick auf die Uhr sagt dir, du hast verschlafen. Schon sitzt du auf der Bettkante, auf dem Weg ins Bad ein Blick auf den Kalender, es ist Freitag der 13. Ausgerechnet heute, denkst du, ein wichtiges Meeting. Merkwürdig, obwohl wir moderne und aufgeklärte Menschen sind, werden wir an Tagen wie diesen vom Aberglauben heimgesucht. Wir rechnen mit dem Schlimmsten.
Objektiv betrachtet ist es völliger Unfug diesen Tag zu verteufel. Das besagt jedenfalls jede Statistik, die ich kenne. An einem Freitag dem 13. widerfahren uns nicht mehr oder weniger Missgeschicke, Unglücke und Katastrophen, als an jedem anderen Tag des Jahres.
Warum sollte es auch anders sein? Es gibt nicht einen vernünftigen Grund dafür dem Tag zu misstrauen. Doch gesellschaftliche Einflüsse und ein antrainierte Aberglaube funken uns hier, in unsere übliche Rationalität. Wie bei einem pawlowschen Reflex, bewerten wir die Vorfälle des Tages vorsichtiger und kritischer, als üblicher Weise. Einfach nur, weil unser Gehirn aus den scheinbaren Erfahrungen Dritter, die uns im Laufe des unseres Lebens beeinflussen und von denen wir lernen, wie die Eltern, Verwandte, Freunden und Bekannten falsche Schlussfolgerungen zieht. Es sind Informationen, deren Wahrheitsgehalt wir nie hinterfragt haben. Da dieser Personenkreis, in der Regel, für uns vertrauenswürdig erscheint. Tatsache ist jedoch, die Erzählungen von schlimmen Malheuren, die ihnen oder anderen widerfuhren machen uns ängstlich und abergläubisch. Dabei ist es irrelevant, ob wir den Berichten glauben oder nicht. Denn unser Gehirn prüft und interpretiert diese Information selbständig und erstellt eine Gefahrenanalyse. Das Ergebnis ist oft der Aberglaube. In der Psychologie gibt es sogar einen Fachbegriff für diese irrationale Furcht. Man nennt es Paraskavedekatriaphobie, was man vielleicht mit regelmäßiger wiederkehr von Ängsten vor dem Übernatürlichen übersetzen könnte. Und egal, wie rational wir die Tatsachen in anderen Gehirnarealen bewerten, der "Angstbereich", ist so dominant, dass wir ihm praktisch ausgeliefert sind. Den Angst ist ein Urinstinkt, der uns oft das Überleben in gefährlichen Situationen ermöglicht hat. Das ist eigentlich ziemlich dumm, doch es ist eben wie das ungute Gefühl in der Dunkelheit, hinter jeder Ecke könnte eine Gefahr lauern. Es ist die diffuse Angst, man könnte die Kontrolle verlieren, die unseren Aberglaube unbewusst beeinflusst.
Im Prinzip ergänzen wir unsere naturgegebenen Überlebensinstinkte, nur um ein paar, sinnlose Ängste. Das ist nicht schlimm, doch es bremst es aus. An einem Freitag, dem 13. stagnieren wir unbewusst. Zum Glück sind wir nicht 365 Tage im Jahr so, sonst hätten wir ein Problem, denn die übermäßig gesteigerte Vorsicht hemmt uns, und bremst die Entfaltung der eigenen Fähigkeiten aus.
Doch so ein wenig Aberglauben, als unnötiges Extra, gönnen wir uns ja alle mal. Wiederum ist es auch positiv, seine Sinne ab und zu mal zu ein wenig zu trainieren. Denn unser Alltag ist tatsächlich nicht ungefährlich. Viel großes und kleines Unglück ist auch verhindert worden, weil wir Freitag dem 13 unsere Sinne und Instinkte geschärft haben. Dieser Urinstinkt der Angst wurden uns in die Wiege gelegt, um zu überleben. Auch wenn die Angst für eine Welt mit viel mehr Gefahren gedacht war, als unser heutiges Hightech Zeitalter. Also gönnen wir uns diesen kleinen mythischen Aberglauben, an die Kräfte des Bösen ruhig. Denn jedem Jahr gibt es einen und im schlimmsten Falls drei Freitage, die auf den 13. fallen.
Interessant ist, woher kommt dieser Aberglaube eigentlich?
Fälschlicher Weise wird oft der Tag des Börsenkrachs im Oktober 1929 in den USA verantwortlich gemacht. Das stimmt so nicht, den dieses Unglück nahm schon am davor Donnerstag seinen Lauf. Das Datum ging als "Schwarzer Freitag" im Englischen "Black Thursday", also "Schwarzer Donnerstag" genannt in die Geschichte ein. Ob ein schlichter Übersetzungsfehler oder die Vermischung mit einem Börsencrash in Deutschland ist unklar. Den tatsächlich gab es am Freitag, den 13. Mai 1927, einen Kurseinbruch an der Berliner Börse. Doch der wirkliche Grund für den schlechten Ruf des wehrlosen Wochentages liegt in unserer christlich-abendländischen Tradition.
In Deutschland verbreitete der Aberglauben erst vor etwa 50 Jahren in der breiten Bevölkerung. Ein wesentlicher Grund: 1957 wurde der Stapellauf eines Öltankers verschoben, der auf einen Freitag den 13. gefallen wäre. Darüber machte sich ein Journalist in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, einer großen deutschen Tageszeitung, lustig und trug damit unbewusst, aber nicht unwesentlich zur Verbreitung des Aberglaubens bei.
Aber sowohl der Freitag als auch die Zahl 13 waren schon lange in Verruf. Mindestens seit Christi Geburt, dem Beginn unserer Zeitrechnung. Hier gibt es gleich mehrere Gründe. Der Freitag gilt bei den Christen als Trauertag, Jesus wurde am Karfreitag gekreuzigt. Ein weiterer Grund: Es ein Freitag, an dem Adam und Eva aus dem Garten Eden vertrieben wurden, denn sie aßen die verbotene Frucht vom Baum der Erkenntnis und würden sich ihrer Sexualität bewusst. Im Christentum galt dies ebenfalls als ein großes Unglück. Die Katholiken waren es, die den Freitag aufgrund der biblischen Hintergründe eher mit Unheil und Leid in Verbindung brachten. Böse Omen waren ja schon immer dominanter Teil des Katholizismus. Ein Jahr, dass an einem Freitag begann, bringt Unglück, am Freitag geborene Kinder waren "Unglückskinder".
Aus unserer heutiger Sicht wirrer Unsinn, damals tief verwurzelter Glaube. Der Aberglaube dehnte sich weit in vielen Kulturen aus. Die 13 verdankt ihren Ruf mehr oder weniger der Zahl 12. Diese Zahl gilt in vielen Kulturen als "heilig". Sie ist das Symbol der Ordnung und Vollkommenheit, im Gegensatz zu der folgenden 13, die auf seltsame Weise alle Dinge in Unordnung bringt. Die 13 wirkt auf uns nicht rund und harmonisch, chaotisch und unberechenbar. Die 13 ist eine ungrade Zahl. Sie wird auch mit dem Teufel in Verbindung gebracht, als 12+1, das Teufelsdutzend. Die Zahl 12, auch als ein Dutzend bezeichnet, taucht in vielen Zusammenhängen auf. Ein Jahr hat zwölf Monate, Tag und Nacht zählen zwölf Stunden. Die Bibel spricht von den zwölf Aposteln. In vielen Märchen, Sagen und Legenden begegnet uns die Zahl 12, als Sinnbild der Harmonie und Ordnung. Doch auch hier der Gegensatz, die Zahl 13. Sie ist negativ. Ein Beispiel: Es ist im Märchen Dornröschen die dreizehnte Fee, die mit ihrem Zauberspruch das Unglück über die Königsfamilie bringt. Gehen wir wieder beim Katholizismus, haben wir das letzte Abendmahl Jesus mit seinen Aposteln. Dieser hielt das Abendmahl mit seinen zwölf Jüngern. Zählt man Jesus mit, dann waren es aber 13 Personen, die zum Mahle saßen. und Judas, der dreizehnten Gast verriet seinen Herren Jesus Christus noch am selben Abend.
Einige Forscher glauben, der schlechte Ruf der Zahl 13, hat seinen Ursprung in der Verdrängung des Mondkalenders durch unseren heutiger Kalender. Der sich an der Sonnenzeit orientiert. Ein einfacher Grund, der Mondkalender sollte in Misskredit gebracht werden, um den Sonnenkalender zu etablieren. Der Sonnenkalender umfasst zwölf Monate. Vor dessen Einführung lebten viele Menschen nach der Mondzeit. Im Mondkalender, der unter anderem bei den Kelten üblich war, hatte das Jahr einen Monat mehr, also dreizehn Monate. Hier verhieß die Zahl 13 noch Glück. Mit der Einführung des Sonnenkalenders, unter anderem durch das Christentum, änderte sich diese Ansicht. Man versuchte mit allen Mitteln, die Menschen vom Mondkalender abzubringen und dämonisierte die einstigen Glückszahl.
Man sieht also, schon die Religionspolitik vor 2000 Jahren nutze jedes Mittel, um seine Ideen umzusetzen. Ich finde diese Theorie plausibel, würde sie doch auch vorab genannte Beispiele erklären. Die Zahl 13 ist also ein Opfer eines über 2000 Jahre alten Kreislauf der manipulierten Veränderung.
Einen Vorfall, der die Historie des unglückbringenden Freitags noch unterstreicht, liegt über 700 Jahren zurück. Ein Freitag, den 13. des Jahres 1307 war für die berühmten Tempelritter der schwarzer Freitag schlechthin. Philipp IV., König von Frankreich, ließ die Ritter des Templerordens in einer bestens koordinierten Nacht und Nebel Aktion in ganz Europa verhaftet. Viele Tempelritter wurden der Ketzerei angeklagt, in Kerker gesperrt und hingerichtet. Die Ritter waren zu reich und mächtig geworden. Der französische König schlug zwei Fliegen mit einer Klappe. Er schwächte die politische Konkurrenz und schnappte sich die Reichtümer der Ritter. Denn die Templer waren Ritter und Mönche in Personalunion. Der vermutlich wohlhabendste Orden der katholischen Kirche.
Welch skurrilen Blüten der Kult um diesen Aberglauben treibt, ist hinlänglich bekannt, trotzdem erwähne ich es gerne. Die Annahme, das die Zahl 13 Unheil über den Meschen bringt, ist in unserer allgemein fortschrittsgläubigen, wissenschaftlich orientierten Gesellschaft fest etabliert. Viele Hotels in unserer aufgeklärten Welt verzichten einfach auf den 13. Stock oder auch Zimmer mit der Nummer 13. Übrigens auch in Afrika und Asien, wo hat Zahl 13 irgendeine Zahl ist, wie jede andere, ist diese Praxis üblich. Zu groß ist die Angst, uns abendländische Gäste zu verschrecken.
George W. Lästerbacke
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Freitag, 18. April 2014
Happy Easter, fröhliche Ostern
Das Osterfest
An Gründonnerstag erinnert die Kirche an das Letzte Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern. Der Karfreitag, ist der Klage und Trauertag des Katholizismus. Mit Fasten oder zumindest dem Verzicht auf Fleisch und Alkohol gedenken die Christen, der Kreuzigung Jesus. Osternsonntag und Ostermontag ist dann das Fest der Freude. Das Fest der Christen zur Feier der Auferstehung Jesus, des Fastenbrechens und als Gruß an den Frühling. Grund genug, das Fest etwas genauer zu betrachten und auch zu hinterfragen.
Hintergründe
Das Ostern keineswegs ursprünglich ein christliches Fest ist, das ist allgemein bekannt. Dieses Fest kann als eine der besten Marketingaktionen, des Christentums und der Weltgeschichte betrachtet werden. Das Osterfest so erfolgreich von einer durch und durch heidnischen Tradition, in eines der wichtigsten Christenfeste zu verwandeln. Denn gehuldigt wurde ursprünglich von Babylon bis Europa, den verschiedensten Göttern. Ein Frühlings- und Fruchtbarkeitsfest.
Die Herkunft des Ostereis zum Beispiel beruht auf der Fruchtbarkeitsüberlieferung der Indo- europäischen Rassen. Für sie war das Ei ein Symbol des Frühlings und Fruchtbarkeit. Das Christentum hat dem Ei eine religiöse Interpretation verliehen, in dem es ein Symbol der Felsengruft wurde, aus der Christus durch seine Auferstehung in ein neues Leben hervor trat. Eine erfolgreiche Interpretation, um von dem lebensbejahenden Fest der Heiden, die Thematik in die, des verklemmten monotheistische Christentums zu integrieren. Ein Fest zur Auferstehung des Jesus daraus zu machen, ist sehr schon klug gewesen. Denn das Osterfest, ist nicht mal in der Bibel autorisiert. Dort ist das jüdische Passah Fest legitimiert, das den Auszug der Israeliten aus Ägypten würdigt. Der geschickte und geglückte Versuch, Millionen Menschen Ihre Traditionen abzuschwatzen, neu zu definieren und damit dem Christentum die weitere Expansion zu ermöglichen.
Übrigens, selbst der Osterhase ist eine Neuzeitliche Erfindung. Denn bis in frühe 20. Jahrhundert brachte der Fuchs den Kindern die Eier. Der klassische Eierdieb als Heilbringer, das passte wohl nicht jedem, deshalb musste der Hase dann ran.
Marketing
Das Christentum ist in der Sache für Marketing Lehrbücher das beste Beispiel für globales Marketing. Denn man schaue sich die Basis, des Glaubens doch einmal an.
Hier ist der einzelne Wanderprediger Jesus. Der zwei Jahre durchs Land der Israeliten streift, gegen die korrupten jüdischen Priester wettert, ein paar Jünger um sich scharrt. Als unbequemer Revoluzzer eckt er natürlich an. Es endet, wie es enden muss. Er wird an die Machthaber durch Saulus verraten, getötet und aus die Maus. Das wäre das normaler Weise, das Ende einer kurzen Karriere, wie so vieler anderer Revolutionäre. Doch er ersteht auf und fährt zu seinem Vater in den Himmel. Es gibt noch nicht mal irgendwelche harte Fakten für die Geschichte. Bitte versucht Ihr doch mal mit so einer dünnen Geschichte Messias zu werden. Da braucht Ihr eine verdammt gute PR Abteilung. Doch die Christen, haben das hinbekommen. Schon beeindruckend. Selbst die abstrusen Modelle der Vermarktung wurden nicht gescheut.
Ein gutes Beispiel die Reliquien
Realität des Glaubens, doch eine makabre Tradition. Der arme Thomas von Aquin wurde ausgekocht. Die Heiligen Elisabeth von Thüringen. Ihr wurden die Gliedmaßen, noch auf dem Totenbett vom Leib gerissen. Das Kreuz von Golgatha liegt in Einzelteilen, besser gesagt kleinen Splittern, über das Abendland verstreut. Ein Lästerer sagte schon im 16 Jahrhundert „von dem Holz des Jesus Kreuzes, dass in der Welt verteilt liegt, könnte man ein Schiff bauen. Zahlreiche Kirchen und Klöster, die den Anspruch erheben, das Haupt des Täufers Johannes zu beherbergen, bieten auch nur den Glauben daran. Es existieren immerhin sieben Häupter, des Johannes. Entstand daraus vielleicht die Legende des siebenköpfigen Drachens? Das würde dann aber auch ein starkes Symbol des Christentums sein. Egal wie viele Köpfe man abtrennt, eine Kopf bleibt immer, die Anderen wachsen nach. Das unsterbliche, kampfbereite Christentum. Hier hat die christliche PR-Abteilung eine Chance verpennt.
Kritischer Abgesang
In diesem Sinne wünsche ich Allen noch ein besinnliches Osterfest. Denn so fragwürdig auch die Gründe des Osterfestes sein mögen. Es ist eine wunderschöne Tradition und jeder kann daraus machen, was er mag. Das Einzige, was ich wirklich unwirklich finde, ist die grenzenlose Dummheit, vieler Eltern. Die der Meinung sind, nach dem Weihnachtsfest, das Osterfest kommerzialisieren zu müssen. Reicht es nicht schon dass, das Weihnachtsfest völlig durch den Konsumwahn seines Sinn entfremdet wird? Es gibt es schon eine steigende Zahl von Eltern, die Ostern Fahrräder, Spielkonsolen und anderen Mist verschenken. Religion mag verblöden, Konsumwahn aber noch mehr.
© George W. Lästerbacke
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Sonntag, 8. Dezember 2013
Wenn die Sonne schon nicht lacht ….
Ein etwas trüber Tag grinst durch die Fenster und läd zum faulenzen ein. Ich werde mich nicht hinreißen lassen und trotzdem Freude haben.
Bei Frühstück machen, im Kampf mit Brötchen Grill, einer widerspenstigen Lachs Packung und Eieruhr hörte ich wie immer Paradiso. Das ist ein Radiosender mit wenig Werbung und viel Musik. Da kneife ich sogar die Augen zu, wenn ich weiß, das der Betreiber die evangelische Kirche ist. Zum Glück ist sie auch wenig präsent in Sprache und Ton. Aber heute kam ich nicht umhin, die Morgenandacht zu hören. Meine Eier kochten noch nicht.
Ich muss sagen, es war eine schöne Andacht. Wenn man ein simpler Geist ist und Zuspruch benötigt. Die nette Pfarrerin redete sehr schön und von das wir die Hoffnung nie aufgeben sollten und so etwas. Nun typisch, eher inhaltsloses Kirchen Trara. Alles wird gut, aber vielleicht erst wenn du schon bei Gott bist. Du musst eben Geduld haben. Ich habe den Text hier auf das Wesentliche gekürzt. Nelson Mandela war auch noch dabei, der gute Mann ist jetzt auch bei Gott oder wem auch immer.
Trotzdem verstehe ich Menschen nicht, die Pfaffe, Priester, Iman und Co in den Tempeln Gehör schenken. Es gibt nun wirklich tausend Wege, sich Aufmerksamkeit und Zuwendung zu erwerben, ohne das man sich in die Hände der Kirchen und anderer Scharlatane begibt. Es ist zwar Vieles nicht falsch, was in so einer Andacht gesagt wird. Doch im Kern, gibt es in den Aussagen nichts, was göttliche Weisheit wäre. Sondern oft zu tiefst menschlicher Natur ist. Dafür brauche ich kein fiktives Wesen, dem ich auch noch Steuern zahlen soll und Opfern. Als altes Kulturgut unserer Welt, erkenne ich das Alles rund um Kirche an. So wie Latein in unsere Leben noch präsent ist, auch wenn es eine tote Sprache ist. Doch wer sein Weltbild im 21. Jahrhundert noch an Religion hängt, muss ich schon arm dran sein, um zu glauben.
Ich glaube an Freunde und Familie, die mich auffangen und vor allen Dingen an mich selbst.
In diesen Sinne, verbringt heute eine gute Zeit und geht in die Welt. Sie ist auch wenn es trüb da draußen ist wunderbar, wenn ihr euch dem Schönen öffnet.
George W. Lästerbacke
Bei Frühstück machen, im Kampf mit Brötchen Grill, einer widerspenstigen Lachs Packung und Eieruhr hörte ich wie immer Paradiso. Das ist ein Radiosender mit wenig Werbung und viel Musik. Da kneife ich sogar die Augen zu, wenn ich weiß, das der Betreiber die evangelische Kirche ist. Zum Glück ist sie auch wenig präsent in Sprache und Ton. Aber heute kam ich nicht umhin, die Morgenandacht zu hören. Meine Eier kochten noch nicht.
Ich muss sagen, es war eine schöne Andacht. Wenn man ein simpler Geist ist und Zuspruch benötigt. Die nette Pfarrerin redete sehr schön und von das wir die Hoffnung nie aufgeben sollten und so etwas. Nun typisch, eher inhaltsloses Kirchen Trara. Alles wird gut, aber vielleicht erst wenn du schon bei Gott bist. Du musst eben Geduld haben. Ich habe den Text hier auf das Wesentliche gekürzt. Nelson Mandela war auch noch dabei, der gute Mann ist jetzt auch bei Gott oder wem auch immer.
Trotzdem verstehe ich Menschen nicht, die Pfaffe, Priester, Iman und Co in den Tempeln Gehör schenken. Es gibt nun wirklich tausend Wege, sich Aufmerksamkeit und Zuwendung zu erwerben, ohne das man sich in die Hände der Kirchen und anderer Scharlatane begibt. Es ist zwar Vieles nicht falsch, was in so einer Andacht gesagt wird. Doch im Kern, gibt es in den Aussagen nichts, was göttliche Weisheit wäre. Sondern oft zu tiefst menschlicher Natur ist. Dafür brauche ich kein fiktives Wesen, dem ich auch noch Steuern zahlen soll und Opfern. Als altes Kulturgut unserer Welt, erkenne ich das Alles rund um Kirche an. So wie Latein in unsere Leben noch präsent ist, auch wenn es eine tote Sprache ist. Doch wer sein Weltbild im 21. Jahrhundert noch an Religion hängt, muss ich schon arm dran sein, um zu glauben.
Ich glaube an Freunde und Familie, die mich auffangen und vor allen Dingen an mich selbst.
In diesen Sinne, verbringt heute eine gute Zeit und geht in die Welt. Sie ist auch wenn es trüb da draußen ist wunderbar, wenn ihr euch dem Schönen öffnet.
George W. Lästerbacke
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