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Samstag, 16. Dezember 2017

Die Weihnachtfeier


Bei Firma Fummel, Murks & Mayer, geht's nur
noch um die Weihnachtfeier. Die Arbeit wartet
geduldig im Büro, denn einmal im Jahr, ist das
Personal, so richtig froh.

Frau Müller macht den Glühwein klar, die Petra
ist für Häppchen da. Der Hans, der ist ein
Weihnachtsmann, weil er es kann. Der Peter
schmückt den Weihnachtsbaum, der glänzt auch
schon wie'n Weihnachtstraum.

Nun glänzt die Firma, in Weihnachtspracht, an
alles ist dann wohl gedacht. Der Chef, der steht
vorm Weihnachtsbaum, das Haupt gekrönt von
einer Zipfelmütze, die ist so rot und wirklich
Spitze.

Er spricht von Liebe und Erfolg, was keinen
interessiert, weil der Glühwein folgt. Nun
feiern sie schon ein paar Stunden, die Petra ist mit
dem Hans verschwunden, der Chef redet
unverdrossen, hat sich mit Glühwein abgeschossen.

Frau Müller sitzt unter dem Tische und macht den
Peter richtig frische. Die Azubine, voll wie'n Eimer,
sagt zum Chef, das sieht doch keiner. Zerrt ihn hinter
das Büfett, ach Weihnachten, ist doch so nett.

George W. Lästerbacke

Mittwoch, 27. Mai 2015

Eine Niederlage für die Menschheit

Eine Niederlage für die Menschheit

So nennt der Vatikan die Homoehe. Wieso eigentlich? Die Doppelmoralisten in den christlichen Sekten sollten im 21. Jahrhundert verstanden haben dass, wer mit wem, in welchem Bett, in der heutigen Zeit, eine untergeordnete Rolle spielt. Zudem grade die Sekte der Katholiken, eine Brutstätte von oft pädophielen Homosexuellen ist.

Homosexualität ist keine Modeerscheinung. Die Gleichgeschlechtliche Liebe schein vielmehr in unseren Genen zu liegen. Ebenso wie der Drang sich fortzupflanzen. Diese Einsicht begründet doch hinlänglich, wieso es wenig vernünftige Gründe gibt, die Homoehe nicht zu tolerieren. Eine Lebensgemeinschaft kann man nicht vom Geschlecht abhängig machen.

Eine Homoehe ist nicht mehr und nicht weniger antiquiert, wie die Ehe mit Partner verschiedener Geschlechter. Die Ehe an sich ist heute ein Auslaufmodell, da ihr längst die Basis entzogen wurde. Einst als Versorgungsgemeinschaft praktikabel, hat sie heute in dieser Funktion keinen Nutzen mehr. Da in der Regel zwei Partner eigenes Geld verdienen. Somit ist die herkömmlichen Struktur der Ehe die, der Absicherung der Frau und der Kinder diente, nicht mehr notwendig.

Wer heute heiratet, tut das aus der vertrottelten Weltsicht heraus, dass die Liebe ein unendliches Freudenfeuer der Seele ist. Wenn sie auch, realistisch betrachtet, ein endliches Spektakel der Hormone darstellt.

Mit der voranschreitenden Emanzipation der Frau, in einer westlich, modern ausgerichteten Gesellschaft, wird die Ehe überflüssig. Sie kann höchstens als ein Relikt der Zeit von der Antike bis in das 20. Jahrhundert betrachtet werden. Daran ändert alles dümmliche Geschwafel von christlichen Sektenführern nichts, die selbst nur Relikte der Vergangenheit sind.

Religiöse Systeme, wie der mittelalterlich strukturierte Islam hingegen, dessen Basis auch heute noch der Unterdrückung der Frau dient, benötigen die Ehe auch heute noch als Versorgungsgemeinschaft.

Es ist relativ leicht erklärt, wenn man den intellektuell überhaupt in der Lage ist, das Thema sachlich zu verarbeiten. Ein Denkvorgang, der für Gläubige natürlich schwer nachzuvollziehen ist, da mehrfache Studien ergaben, dass in dieser Gruppe von Menschen, der durchschnittliche IQ bei 97 liegt. Sie reagieren mehr, wie der Hund in Pawlows Versuchen. Ihnen wurde eine reflexartige Reaktion auf bestimmte Werte der Gesellschaft anerzogen, einmal erlernt, können sie nicht mehr anders reagieren. Beim Thema Ehe, wie auch bei anderen gesellschaftlichen Werten, die stetigen Wandel unterliegen.

George W. Lästerbacke.

Donnerstag, 26. Dezember 2013

Gedanken zum Fest


Seien wir doch einmal Jahr ganz ehrlich zu uns. Noch ein paar Tage und dann ist die Adventszeit auch schon wieder vorbei. Der letzte Weihnachtsfeiertag vergangen und wer fühlte hat sich wirklich weihnachtlich gefühlt?

Ich meine so mit dem Gefühl, dass alle lieben Menschen mal die Zeit haben, für ein schönes und besinnliches Miteinander. Dass sich alle freuen können, einander zu sehen. Liebe liegt in der Luft und Freude. Wer fühlt dass noch und kann es leben, in dem ganzen weihnachtlichen Konsum geschwängerten Getue?

Bis auf die, die sich notorisch die Welt rosa fickenden, pathologisch, emotionalen Heulsusen, die auch bei der übelsten TV-Seifenoper noch flennen, sind doch die meisten Menschen von Weihnachten eher genervt.

Es ist dieser dauernde weihnachtliche Konsumzwang, dem uns die Werbeindustrie eintrichtert, der Stress etwas passendes zu finden, was man schenkt und diese furchtbare Tradition alle möglichen Köstlichkeiten zu kochen. Wobei das leckere Essen, dass man in Ruhe verzehrt, wohl noch der positivste Aspekt des Weihnachtsfestes im 21. Jahrhundert ist. Der klägliche Rest am Fest stresst. Mich persönlich und die Mehrheit aller Menschen die ich kenne. Hätte ich nicht Kinder, auch ich würde lieber dem verkorksten Fest entfliehen. Urlaub unter Palmen oder Ähnliches.

Ich würde lieber nur zwanglos mit meinen lieben ein paar schöne Stunden genießen. Ein Tannenbaum ist toll, ein paar Lebkuchen und von mir aus auch ein paar Weihnachtslieder, eine Kleinigkeit verschenken, um liebe Menschen zu erfreuen. Es ist eine schöne arbeitsfreie Zeit, die man gut ohne diesen weihnachtlichen Klimbim, der heute schon zur gesellschaftlichen Zwangsneurose mutiert ist, nutzen kann.

Der weihnachtliche Gedanke hat als geistiges Erbgut für Atheisten keine Bedeutung, ist nur der Bestandteil der abendländischen Folklore. Zweitausend Jahre alte Tradition eben. Selbst in Familien, die noch dem christlichen Glauben Rechnung tragen, haben allzu oft nur noch die Völlerei und die Befriedigung der Konsumsucht im Sinn. Christliche Werten oder abendländisch Tradition, die das Familienfest der Liebe erst rechtfertigen sind uns abhanden gekommen.

Sind wir ehrlich, würde am heiligen Abend ein zerlumpter Typ und eine hochschwangere Frau an unserer Tür kloppen, wer ließe sie herein, böte ihnen vielleicht sogar ein Mahl und eine Unterkunft an? Vermutlich sehr wenige Atheisten und nicht viele Christen.

Das Fest der Liebe und der Nächstenliebe, dass ist doch schon lange tot. Untergegangen in einer Gesellschaft, in der nur Konsum und Wachstum zählt. Schon im Oktober werden die Supermärkte mit unnötigen Kitsch und Süßwaren geflutet. Und wenn man es überspitzt formulieren möchte, kurz nach dem Weihnachtsfest, kann man schon wieder Osterhasen kauften.

Eigentlich ist Weihnachten nur noch ein Fixpunkt der Verkäufer und der Religion, um ihre weltlichen und geistigen Waren feil zu bieten. Es macht mir zwar immer noch Spaß das Weihnachtsfest, aber nur weil ich es für die Kinder machen kann. Ich bin der Überzeugung, wir sollten anfangen darüber zu reden, wie es anders geht.

George W. Lästerbacke