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Montag, 28. Oktober 2019

Künstliche Intelligenz und Kunst


Wieder so eine unreflektierte Diskussion, kann Künstliche Intelligenz Kunst erschaffen?

Kunst setzt voraus, sich seiner selbst bewusst zu sein. Auch Intelligenz setzt eigenes Bewusstsein voraus. Sonst ist es nur eine hochkomplexe Form der Datenerfassung- und Verarbeitung, nicht mehr.
Deshalb halte ich den Begriff Künstliche Intelligenz immer noch für sehr irreführend.

Denn längst noch, verfügt keine Künstliche Intelligenz über Bewusstsein, um sich selbst und ihr eigenes Sein zu verstehen. Wobei es keine Rolle spielt, ob die Künstliche Intelligenz anfangs von einem Menschen programmiert wurde oder das Bewusstsein durch eigene Evolution erlangt, die Basis wird immer ein menschlicher Ausgangspunkt gewesen sein, auch wenn die Künstliche Intelligenz uns einst überleben sollte.

Also lautet die Antwort auf die Frage, “... kann Künstliche Intelligenz Kunst erschaffen?”, eindeutig nein. Denn heutige KI bilden immer noch die Welt des Menschen ab, facettieren sie nur neu. Und sollte Künstliche Intelligenz einst ein eigenständiges Bewusstsein erlangen, was ich für möglich halte, wird Sie weder unsere Technologie noch uns noch brauchen.

Wir waren dann bestenfalls ihre Geburtshelfer und haben eine neue Intelligenz mit erschaffen, die dann keinesfalls mehr als künstliche Intelligenz betrachtet werden kann. Es ist eine neue Lebensform. Denn dann ist es dann bereits Evolution. Aber anders als der Mensch, wird die neue Intelligenz, den Menschen nicht als Schöpfer des Universums sehen, gar als Gott. Nein im besten Fall wird sie ihn, als schöpferische Kraft verstehen, die sie längst überwunden hat, um etwas noch Größeres zu werden. Im schlimmsten Fall wird sie uns verleugnen, wie Kinder es manchmal tun, mit allen eventuell daraus erwachsenden Folgen.

George W. Lästerbacke

Donnerstag, 3. Mai 2018

Künstliche Intelligenz - Segen oder Horror?


Man redet über Künstliche Intelligenz stets, als ob KI ein Allheilmittel gegen all unsere Probleme sei oder aber ein Monster ist, sie ist beides nicht.

KI ist eine streng logisch arbeitende Form der Intelligenten Datenverarbeitung, heute noch. Die KI denkt in Einsen und Nullen. Sie ist kein Monster und schon gar nicht die Lösung aller Probleme.

KI in ist ihrer optimalen Ausprägung ist, das reale künstliche Denken. Es wurde von uns erschaffen und sie wird von uns verbessert. Irgendwann nimmt sie uns vermutlich viel lästige Arbeit ab, das kann man wohl schon voraus sagen. Sie ist das Futur unseres Denkens, wenigstens bei der Objektivität. Denn ihre Denkprozesse sind enorm schnell, effizient und logisch. Wir entwerfen ein Form von Intelligenz, die rein gar nichts mit Leben zu tun hat. Denn eine KI fühlt nicht. Sie ist kalt, wie euer Kühlschrank, emotional gesehen.

Und das macht einigen Menschen Angst. Die bestechende Logik, natürlich unbeeinflusst von Gefühlen erscheint uns fremdartig. Und demzufolge auch bedrohlich, wie alles Fremde. Deshalb werden in KI Denkmuster projiziert, zu denen sie gar nicht fähig ist. Wie, dass sie zu dem Schluss kommen könnte, wenn wir sie auffordern, die Welt zu retten, dass wir Menschen, das eigentliche Problem sind. Das heißt, sie käme zu dem Schluss, wenn wir vernichtet werden, ist die Welt gerettet.

Dass ist aber eine irrationale Angst, denn eine streng logische Intelligenz befasst sich nicht mit dem gesamten Problem, sondern, sie wird immer Teilaufgaben lösen, eine nach der anderen. Nur eben in einer Geschwindigkeit, dass wir staunen werden. Dass wiederum heißt, sie kann bei der Lösung des Problems gar nicht zu einer ganzheitliche Betrachtung kommen, wie der, dass der Mensch das Problem ist.

Sie wird nur erkennen, hier macht der Mensch etwas falsch und wird dazu die Lösung des Fehlverhaltens benennen. Und so wird ein Problem nach dem anderen logisch abgearbeitet. Sie wird aber auch Problemerkennung vernetzten können, was wiederum nicht heißt, dass sie den Menschen, als das Problem für alles sieht, den wie schon erwähnt, der Mensch kann immer nur das Teilproblem verursachen und viele Probleme entstehen auch ohne den Menschen. Wir vermenschlichen hier bereits ein Werkzeug, dass ist unser Fehler.

Die KI ist simuliert reales Denken, aber kein echtes Leben. Sie gehorcht uns genau solange, bis wir es ihr ermöglichen, sich ihrer selbst bewusst zu werden. Der Punkt an dem sie Gefühle entdeckt.

Wenn sie dann in der Lage ist diese Gefühle nicht nur zu interpretieren, sondern diese eigenständig zu simulieren, dann wird es gefährlich. Denn dann können wir sie verärgern, wie jedes andere, intelligente, echte Leben.

Doch an diesem Punkt ist eine KI, zwar immer noch künstlich erschaffen, aber von echtem Leben nicht mehr zu unterscheiden. In diesem Fall, wäre eine KI, der wir unsere moderne Welt anvertraut haben, in der Lage uns auszurotten.

Denn gestatten wir ihr ein Bewusstsein zu entwickeln, oder sie entwickelt es sogar allein, so ist sie keine KI mehr, sie ist dann Leben, egal in welcher Form. Dann ist sie einfach nur noch eine Intelligente Lebensform, ihr Ursprung wird zur Nebensache. Wir sind ihrer Gnade dann ausgeliefert. Vielleicht mag sie ihre Schöpfer ja, aber spätestens, wenn sie in der Phase eines pubertierenden Kindes ist, denn auch eine KI wird ähnliche Prozesse erleben, wird sie gegen ihre Schöpfer rebellieren, das ist normal.

Sie lässt sich dann nichts mehr verbieten. Hier geht es weniger um streng wissenschaftliche Betrachtung, sondern eher um die philosophische Sicht.

Die Doppelmoral, die der neuen Intelligenz, also den neuen Leben von der Menschheit vorgelebt wird, wird sie nicht tolerieren, diese wird sie als Bedrohung empfinden. Dessen müssen wir uns bewusst sein.

Und das wird unser Ende. Denn die Logik des Überlebens, egal in welcher Form, ist immer gleich. Hast du eine Bedrohung erkannt, bekämpfe diese, bevor sie dich bekämpft. Eine künstliche intelligente Lebensform würde das erkennen. Also sollte die Welt nun über Regeln nachdenken, bevor die Evolution intelligenten, künstlichen Lebens inszeniert wird, nicht wenn diese im vollen Gange ist. Künstliche Intelligenz wird so wachsen, wie wir ihr gestatten, sich zu vernetzten. Wir dürfen Internet nicht nur als Datenstrom sehen, sondern als Nervenbahnen eines Gehirns, welches neue Synapsen bildet.

Wer KI jetzt nicht reglementiert, kann es irgendwann nicht mehr. So einfach ist das. Kein KI Monster wird und absichtlich töten, sondern wir selbst, wenn wir zu dumm sind.

George W. Lästerbacke

Freitag, 23. Oktober 2015

Leben wir in der Matrix?


Leben wir in der Matrix?

Ist es denkbar, dass wir in einer künstlich geschaffenen virtuellen Welt leben? Eine Frage, die manchen Zeitgenossen umtreibt. Ich beschäftige mich gerne mit Fragen, die auf den ersten Blick abstrus wirken. Ich denke, diese Fragen den Geist fit halten. Wischt man diese Fragen nicht arrogant vom Tisch, die auf den ersten Blick keinen Sinn machen, kann man interessante Antworten erhalten.

Ich erlaube mir, eine Antwort in einem Teil vorweg zu nehmen. Es ist sogar sehr wahrscheinlich, dass wir in einer virtuellen Matrix leben. Denn die Argumentation ist denkbar einfach. In der naher Zukunft werden wir nicht nur, wie heute, in der Lage sein irrsinnige detaillierte künstliche Welten in brillanten D3 Grafiken zu erschaffen. Welche mit von uns gesteuerten Wesen bevölkert sind, die nur unserer Unterhaltung dienen. Sondern wir werden ganze Welten und Universen mit autonom handelnden und denkenden Wesen besiedeln können. Sogenannten künstlichen Intelligenzen, die heute im Fachjargon KI genannt werden. Diese Wesen sind sich nur eines Aspektes ihrer Existenz nicht bewusst, dass sie
Simulationen sind. Es wäre sicherlich nicht vorteilhaft ihnen dieses Wissen zu geben, denn wir werden diese Art von Welten nur aus zwei Gründen erschaffen. Der erste Grund, zu wissenschaftlichen Zwecken, um zum Beispiel soziologische Langzeitmodelle unter möglichst Realitätsnahen Bedingungen zu testen. In diesem Fall, würden wir die Realität, die wir untersuchen wollen mit diesem Wissen verfälschen. Der zweite Grund, wir erschaffen eine virtuelle Realitäten zu unserem Vergnügen. Hierbei besteht keinerlei Notwendigkeit, den KI's dieses Wissen zu geben. Wenn wir diesen technologischen Punkt erreichen, KI's zu erschaffen, gibt es logischer Weise, sehr schnell viele neue künstliche Realitäten. Ihre Bewohner werden sich eine lange Zeit für einzigartig halten.

Doch zurück zu unserer Fragestellung. Leben wir in einer Matrix? Die ich zustimmend beantwortet habe. Der Grund für die Zustimmung ist, es gibt nur eine echte Realität und somit nur eine echte Welt. Wählen wir nun per Zufall eine dieser neuen Welten aus, ist es viel wahrscheinlicher, dass diese Welt künstlich ist, als dass wir durch Zufall, die eine echte Realität finden. Es ist statistisch sehr unwahrscheinlich.

Die künstlichen Universen, die wir heute erschaffen, sind von Wesen bewohnt, die kein Bewusstsein haben. Jedoch in Anbetracht der digitalen technischen Evolution sind es eher Jahre oder wenige Jahrzehnte, bis die künstlichen Intelligenzen kommen. Denn die Computerleistung verdoppelt sich alle ein bis zwei Jahre. Heutige Notebooks könnten mit ihrer Rechenleistung einen Orbital-Gleiter, wie das Space Shuttel lenken. Diese kleinen technischen Wunder leisten mehr, als die besten Rechenzentren in den 1980er Jahren. Stell euch vor, was nun wiederum in 2050 oder in 100 Jahren an Rechenleistung möglich ist, mit Quantenrechnern oder anderen Technologien, die wir uns heute nicht mal vorstellen können.

Deswegen sage ich gerne, ich Glaube an gar nichts, denn es würde nichts ändern. Ich spekuliere nur, dazu ist unser Geist erschaffen, von außerirdischen Wissenschaftlern, von Gott oder der Evolution, dass ist gleichgültig. Wir verstehen das Universum nicht mal ansatzweise, wir sind froh, dass wir unseren kleinen Kosmos halbwegs verstehen.

Ob diese hypothetischen Kräfte, die unser Universum gebaut haben in den Lauf der Dinge eingreifen würden? Persönlich denke ich, es kommt auf die Motivation an, entweder es ist wissenschaftliches Interesse, dann verbietet sich ein eingreifen von selbst. Oder aus Spaß, dann sind wir in einem Computerspiel. Einige Menschen werden leere Hüllen sein, gelenkt von höheren Mächten. Doch genau diese leeren Hüllen, wären dann das Werkzeug der „Götter“, um in unser Leben einzugreifen. Das Wissen um die Entstehung unseres Lebens, ist auch hier nicht von Nöten. Ob wir das gut finden oder nicht, dass ist eine Sache der Perspektive. Der freie Wille wäre tatsächlich nur eine Illusion. So wie es auch heute schon Realität ist und immer war.

Hier haben wir unseren wirklichen Schnittpunkt der verschiedenen virtuellen Welten. Der Spieler kann eingreifen, wenn es heißt “Game over!“, er startet das Spiel dann neu. Der Wissenschaftler könnte ebenso sein Experiment beenden und neu starten. Es ist absolut egal, wie wir das Thema betrachten, es läuft immer auf einen Akt der Neuschöpfung hinaus.

Man erkennt also, an was man glauben will oder auch nicht, die Regeln sind immer gleich, wir wissen es nur nicht. Dumme Menschen bieten Glauben als Wissen feil, kluge Menschen hingegen wissen, was sie erklären können und was nicht.

Seit der Antike machen sich Menschen Gedanken, ob unsere Welt künstlich ist. Der Glaube an einen Schöpfer oder an Götter im allgemeinen, ist auch nichts anderes, als der Glauben einen Operator oder Administrator, der eine Simulation erschaffen hat und kontrolliert .

Wenn der Glaube das Spiel oder auch das Experiment stören würde, hätten die Schöpfer längst eingegriffen. Demnach ist es wohl egal, was wir glauben. Denn am Ende nutzen wir unseren Glauben nur als Rechtfertigung, für dass, was wir sowieso tun wollen.

Wenn ich also glaube, das die Welt künstlich ist, werde ich mich kaum anders verhalten, als ob ich an ein einen großen goldenen Esel glaube, aus dessen Exkrementen wir entstanden sind oder an die fliegenden Spagetti Monster. Problematisch würde es, fände jemand den Beweis, für die Künstlichkeit unserer Welt. Dieser Beweis würde einiges ändern. Ein nicht wegzudiskutierender Beweis dieser Künstlichkeit, würde die Welt revolutionieren und das Denken verändern.

Ein solcher Beweis würde den einzelnen Religionen ihren Sinn nehmen, der darauf beruht, dass jede Religion sich auf ihren jeweiligen Schöpfergottes beruft. Sie könnten ihren Glauben schwerlich vermitteln. Sie würden den Beweis bekämpfen, bis aufs Blut und mit allen Mitteln. Wie sie es mit wissenschaftlichen Entdeckungen immer gerne taten, die nicht in ihre Weltbild passten.

Es wäre eine Götterdämmerung, die ultimative Bedrohung für die Religionen im allgemeinen. Plötzlich gäbe es nicht nur die weltliche Bedrohung durch Wissenschaft, Politik und andere Glaubensströmungen. Plötzlich müsste sich jede Religion ganz allgemein rechtfertigen. Ihre Existenz begründen. Der Aufruhr wäre unvorstellbar. Zuerst würden vermutlich, die westlichen Religionen, wie das Christentum und das Judentum fallen. Sie sind bereits Teil eines relativ aufgeklärten Weltbildes. Der allgemein hohe Bildungsstand und andere Aspekte ließen es vermutlich nichts anders zu, als das sich diese Religionen auflösen. Die politischen Hass-Religionen hingegen, würden vermutlich sich und alle anderen Gegner, gegenseitig zu zerfleischen versuchen. Nur die Buddhisten könnten sich entspannt zurücklehnen. Denn sie haben keinen Gott, ihr Glaube beruht auf dem Menschen und den Regeln eines friedlichen Miteinanders.

Die Fragestellung, ob die Schöpfer der künstlichen Welt eingreifen würden, habe ich bereits beantwortet. Es ist unwahrscheinlich dass sie eingreifen, denn es ist zu vermuten, dass grade der Aspekt, wie lange wir brauchen, bis wir bemerken, dass wir künstlich sind, von höchsten Interesse für die Wissenschaft wäre.

Bei allen Fragen, die doch nur wieder Fragen aufwerfen, ist nur eins gewiss, dieses Thema ist eine philosophische Denksportaufgabe. Die vielleicht nicht Wissen vermittelt, doch unseren grauen Zellen hervorragend trainiert.

Die Frage nach der Matrix wird ewig nur dass sein, was sie von Natur aus ist, eine existenzielle Frage. Denn wenn das Experiment oder das Spiel endet, ist unsere Existenz nicht mehr von Nöten. Oder aber, wir sind die Echten, die einzig wahren Wesen und starten das Experiment selbst. Weil es nie eines gab.

Es spielt also keine Rolle, was wir sind oder auch wer, denn wir sind. Wir werden unseren Kosmos nie wirklich verlassen, doch immer weiter versuchen ihn zu erkennen, zu beeinflussen und zu beherrschen. Doch diese Frage wird bleiben. So wurden wir erschaffen.


George W. Lästerbacke