Montag, 27. Dezember 2021
Randnotiz: Kontakt zu Außerirdischen und Religion
Dienstag, 23. Februar 2021
Grundeinkommen
Im Zeitalter der Industrialisierung startete ein früher Grundeinkommensversuch am 6. Mai 1795 im englischen Speenhamland, als Friedensrichter eine neue Form der Mindestsicherung beschlossen. Ein „arbeitsamer Mann“ sollte wöchentlich einen fixen Geldbetrag erhalten, gekoppelt an den Brotpreis. Der simple, rein praktische Denkansatz war etwas mehr sozialen Ausgleich und eine kleine Umverteilung von Vermögen, besonders im Angesicht der Industrialisierung, die plötzlich, wie selbstverständlich Arbeitskräfte freisetzte und damit Ängste schürte. Ängste der Herrschenden vor einer hungernden, arbeitslosen Masse, die sie ihrer Privilegien berauben könnte. Das begründet auch, warum der Denkansatz des Grundeinkommens nie aus der Arbeiter- oder Bauernschaft kam, sondern von an der Macht partizipierenden oder Machtausübenden. Sie wollten sich mit einem kleinen Obolus freikaufen von zu erwartender Rebellion.
Und auch heute, an der erkennbaren Schwelle von künstlicher Intelligenz und Vollautomatisierung von Produktionsketten, steht man wieder vor dem Schreckgespenst von Arbeitskräften, die von ihrer Arbeit nicht mehr Leben können oder schlimmer, gar keine Arbeit mehr haben.
Ein unüberschaubares Heer von Menschen ohne Perspektive. Ein Grundeinkommen würde aus dieser Sicht natürlich für Ruhe sorgen. Grundeinkommen als eine Variante von Brot und Spielen in einer nie gekannten Dimension.
Es ist klar, das man die Abgaben an die Arbeiterschaft stark erhöhen muss, aber unterm Strich bleiben die Reichen reich und die Armen arm,. wenn auch auf einem hohen Level, welches den unerlässlichen Konsum nicht schmälert. Man stopft schlicht Mäuler, die dann das Geld wieder in das System pumpen. Der kapitalistische Kreislauf funktioniert weiter.
Soweit so gut, doch auch dass ist vom Kapital zu kurz gedacht und grade hier schlummert der revolutionäre Gedanke. Der Mensch muss nicht mehr für seine Grundbedürfnisse arbeiten. Sicher wird es so sein, das nun einige auf der faulen Haut liegen und es wird technischen Fortschritt geben, der dieses Verhalten noch fördert. Aber es wird auch etwas anderes passieren, zum einen mag der Mensch faul sein, er lässt gerne mal "Neune grade sein." sagte meine Oma immer. Doch zum anderen, ist der Mensch jemand, der sich über Arbeit auch definiert, auch der Fleiß ist etwas, was den Mensch zum Menschen macht, ihm einen Sinn in seiner Existenz erkennen lässt. Das Geld war nie die bedeutendste Sache in der Welt des Menschen, es ist nur ein Schritt gewesen, um Zivilisation zu ermöglichen, denn diese braucht anfangs Ordnungssysteme, damit sich der Mensch in seiner Entwicklung und Expansion organisieren kann. Viel wichtiger im Leben vieler Menschen ist das Streben nach Erkenntnis, Selbstbestätigung und Zufriedenheit. Geld ist auch nur eine "Technologie"
, deren Zeit vorbei geht.
Deshalb wird ein Grundeinkommen eher als neuer Katalysator wirken, denn wer sich um die Erfüllung seiner Grundbedürfnisse nicht mehr Sorgen muss, der kann tun, was er möchte. Sei es die Arbeit für ein Unternehmen, eine Organisation, welche natürlich immer Menschen für Aufgaben benötigen werden oder auch die Arbeit an ganz eigenen Projekten.
Das Grundeinkommen wird eine ganz neue Währung schaffen, die aus Ansehen und Zufriedenheitsfaktor besteht. Technologische Ideen und Inspiration kommen vielleicht nicht mehr aus Unternehmen und Organisationen, sondern von den Menschen und werden dann erst in großen Unternehmen umgesetzt.
Durch ein Grundeinkommen werden gesellschaftliche Mechanismen in Gang gesetzt, die zuerst den Ankauf von menschlicher Arbeitskraft und Ideenreichtum durch Unternehmen und Organisationen forcieren, neue Wettbewerbsformen ermöglichen, bis hin zu dem Punkt, wo Geld global gesehen nicht mehr nützlich ist, weil Fortschritt eine so große Eigendynamik entwickelt, dass der Mensch im allgemeinen auf alle Ressourcen zugreifen kann, ohne dafür noch Kapital aufwenden zu müssen. Denn zumindest in unserem kleinen Sonnensystem gibt es alles was wir zum Überleben brauchen im Überfluss.
Das hört sich vielleicht ein wenig nach Kommunismus an, ist es aber gar nicht, weil es ist keine Diktatur irgendeines Proletariats, sondern die natürliche Entwicklung von Vernunft. Vernunft, die auf den Nutzen jedes einzelnen setzt, der die Ressource für alle bildet. Einfach nur Gemeinschaft zum Wohle aller.
George W. Lästerbacke
Samstag, 23. Februar 2019
Ich bin es, Gott.
Die Heiligen Schriften oder was euch niemand über mich erzählt.
Hallo ihr da auf dem Planeten Erde!
Ich bin Gott. Ich bin nicht sein Sohn, sein Urenkel oder Stellvertreter. Ich bin das Original.
Ich bin auch nicht der Gott einer einzelnen eurer, mehr oder minder skurrilen Religionen. Ich habe mit euren Religionen gar nicht zu tun. Denn diese habt ihr selbst erfunden. Es ist reiner Zufall, das einige eurer Religionen richtig lagen mit dem Monotheismus. Ich bin das Original und andere Götter hat es nie gegeben. Das sind reine Produkte eurer Phantasie, ich sollte es wissen, denn ich habe das Universum erschaffen, mit allem was darin ist. Nun ja, besser formuliert mit fast allem, einiges überließ ich auch dem Lauf der Dinge. Gewissermaßen der Eigeninitiative von Energie und Materie.
Ich bin auch nicht allmächtig, sondern eher sehr mächtig. Ich bin weder das Gute noch das Böse, dass sind alles Definitionen, die ihr geschaffen habt. Ich bin einfach und das auch nicht schon immer, denn alles hat einen Anfang, nur nicht immer ein Ende. Denn dass ist unbestimmt.
Genau über diese Dinge muss ich mit euch reden. Ihr pinselt seit Jahrtausenden in Bücher und ich kann euch sagen, wenn es nur eure Phantasie wäre, die mit euch durchgeht, wäre das in Ordnung. Das wäre völlig in meinem Sinne. Denn ihr sollt nach den Sternen greifen, auch im Geist. Aber ihr habt in diesen alten Schriften jeden üblen Populisten, Egomanen und so manchen geistig Benachteiligten munter darauf los schreiben lassen. Doch das geht alles auf meine Kappe, obwohl es erstunken und erlogen ist.
Praktisch versucht ihr mir alles in die Schuhe zu schieben, was ihr mal versemmelt habt. Wenn es gut läuft, dann bedankt ihr euch gelegentlich mal und läuft es schlecht, bin ich natürlich irgendwie schuld. Und dann betet ihr, ich solle es richten. Doch so tickt meine Schöpfung gar nicht, meine Schöpfung ist freigeistig, das müsst ihr endlich verstehen. Schon eure Religionen sind Beschränkungen, die ich euch nie auferlegt hätte. Schon gar nicht so einen Unfug, von Himmel und Hölle oder den Hass und die Verachtung gegenüber Andersgläubigen, um nur wenige Beispiele zu nennen. Dass ist alles Schummelei, Politik, Machtspiele und Versuche euch zu kontrollieren. Darüber stehe ich natürlich, denn ich gab euch den freien Willen, um Miteinander noch Größeres zu erreichen, das Gegeneinander, dass habt ihr ganz allein zu verantworten.
Deshalb sehe ich mich genötigt, einige Dinge klar zustellen. Nicht dass ich mich an all euren Schriften abarbeiten will, aber ein paar Grundideen müssen hier richtig gestellt werden. Denn ich werde zitiert, obwohl ich gar nicht zitierbar bin, denn Zitate setzen voraus dass ich euch etwas mitteile und dass ist seit Adam und Eva nicht mehr der Fall. Und dass ist viel länger, als diese 2000 Jahre her, seid euch dieses Kuckucksei, dass ihr meinen Sohn nennt anfing, in meinem Namen zu predigen. Und dieser Junge Mann, war noch einer der klügeren Wesen von euch. Das ihr ihn ans Kreuz nageln ließt und nichts dagegen unternommen habt, war übrigens ein grober Fehler. Ich hab hier mal genauer nachgelesen. Wäre er nicht so jämmerlich, wegen euch gestorben, so hätte er euch sicher ein gutes Stück des Weges weiter gebracht, auch wenn er nie wirklich mit mir geredet hat, er war ein Pfiffikus mit den richtigen Ideen. Ich glaube auch nicht, dass er je behauptet hat, dass er mein Sohn wäre. Das wurde dazugedichtet. Aber ich vermute, er selbst hätte dazu getaugt, euer kleiner Gott auf Erden zu sein, hätte man ihn gelassen.
Die Sache mit euch, also der Menschheit begann eigentlich schon an meinem fünften Geburtstag. Ja, damals zählte ich noch mit, ich wusste ja nicht dass ich der Ewige bin und somit vermutlich unsterblich. Ich hab erst nach sechs Jahren aufgehört zu zählen, aber darüber berichte ich später.
Ihr habt mir viele Namen gegeben, wobei es ziemlich anmaßend ist einem Gott einen Namen geben zu wollen. Ein Gott ist ein Gott und wenn er möchte, dass ihr ihn beim Namen nennt, dann wird er ihn euch mitteilen. Einen Gott hingegen, in schönen Worten umschreiben zu wollen, gibt eurem Ansinnen einen gewissen Stil. Folgende Umschreibung meiner Person, las ich und sie ist mein persönlicher Favorit „Ich bin das Alpha und das Omega.“. Die mit Abstand schönste Umschreibung, die ihr je erdacht habt. Obwohl ich von Natur aus etwas schüchtern bin und mich selbst nie so gesehen hätte. Es schmeichelt mir schon, auch wenn ich eigentlich gar nicht weis, ob ich der Anfang und das Ende bin. Aber dafür bekommt ihr ein Bravo, auch wenn es da einen Haken gibt.
Ihr werdet es nicht glauben, ich kenne meinen Ursprung nicht. An den ersten Augenblick, als mein Bewusstsein aufflammte, saß ich nackig mitten im weißen Nichts und es stand eine mickrige Geburtstagstorte mit einer Kerze vor mir. Klar wusste ich noch nicht, dass ich nackig war und Geburtstagstorte nenne ich es nur, damit es für euch besser illustriert ist. Denn ihr kennt ja tatsächlich einen Geburtstag und Torte, ihr Süßmäuler.
Es ging einige Jahre so, immer zu einer bestimmten Zeit, stand eine Torte mit einer zunehmenden Zahl von Kerzen vor mir und ein Geschenk. Im ersten Jahr, war das ein längliches Ding, welches an der Spitze eine Kugel hatte, wenn man es schüttelte rasselte es. Ihr würdet es wohl Babyrassel nennen.
Hatte ich übrigens erwähnt, dass ich fast wie ihr aussehe? Das ich zum Beispiel nackig war begriff ich an meinem dritten Tortentag. Da lag nämlich ein langes weißes Ding aus fluffig, luftigen Material neben der Torte. Ich brauchte einige Zeit zu verstehen, wozu dass Ding gut war. Aber der Heureka Effekt kam und ich schätze, diese Toga oder wie ihr das Teil nennt, steht mir gut. Bequem war sie allemal.
Es ist seltsam aber wahr, ich sah euch so sehr ähnlich. Aber ich musste zum Glück, weder Essen noch trinken und auch nicht Pipi und Kacka waren nicht mein Problem. Das war ein Konzept der Evolution, welches ich erst später für euch mit übernommen habe. Denn ich befürchtete, man müsste euch irgendwie zum arbeiten motivieren. Und der Erfolg gibt mir recht, sowohl das oben rein, als auch das unten raus, beschäftigt euch bis heute und schafft massenhaft Arbeitsplätze. Das war schon eine tolle Idee.
Aber mal ehrlich, meine eigene Existenz war viele Jahrmillionen stink langweilig, bis ich das Konzept der Arbeit und der Kreativität entdeckte. Das Ergebnis ward dann irgendwann auch ihr.
Alles fing an meinem fünften Geburtstag an. Wiedereinmal stand da plötzlich diese Torte, diesmal mit fünf schönen Kerzen und ein Geschenk. Ich hatte mir mittlerweile, sozusagen zwischen den Torten viel beigebracht, zu Beispiel das Sprechen. Woher die Idee kam, aus den seltsamen unartikulierten Lauten, die ich immer wieder ausgestoßen habe, Worte, Sätze und somit Sprache zu formen, ist nicht ganz klar, aber vermutlich war das wieder aus so einem Traum.
Diese Träume hatte ich oft und ich lernte viel dadurch. Stehen, laufen, rennen, hantieren, Motorik im allgemeinen und eben auch sprechen und rechnen. Allerdings war es traurig, das ich keinen Gesprächspartner hatte, doch ich führte mit der Zeit recht interessante Zwiegespräche. Ihr werdet nicht glauben, was ich alles plapperte, als ich dieses Geschenk auspackte und ich verstand dann auch, wozu diese Sprache gut war. Ich sah ein Bild von mir, so wie ich es mir aus meiner etwas eingeschränkten Perspektive machen konnte auf dem Karton. Und auf dem Karton stand in schwungvollen Buchstaben “Der Chemiebaukasten für kleine Abenteurer“.
Nun wusste vielleicht die große, weiße Leere, was ein Chemiebaukasten ist, ich aber nicht. Deshalb erfreute ich mich erst mal an dem Wort Abenteurer. Das faselte ich bis zur nächsten Torte, denn es klang verrucht und nach unbegreiflicher Weite. Allerdings konnte ich mir Weite nicht wirklich vorstellen, aber es klang gut. Vielleicht war Weite etwas noch viel Größeres, als meine weiße Welt.
Aber Paperlapap, irgendwer oder was, war wohl unzufrieden mit mir und da stand sie nun meine Torte mit sechs Kerzen und einem Behältnis, dass eine klare Flüssigkeit enthielt, wie etwas Besonderes erschien mir das nicht. Aber auch davon hatte ich geträumt.
In meinen Träumen spielten die Flüssigkeit und der Chemiebaukasten, eine große Rolle. Also öffnete ich diesen Chemiebaukasten nun endlich und fand dort weitere Behältnisse und allerlei Pülverchen. Die ich auch eifrigst vermischte, in allerlei Verhältnissen. Aber nichts passierte.
Es ist wohl schon fast kurz vor der siebenten Torte gewesen, da war ich ein wenig ungeschickt. Ich warf das Behältnis mit der undefinierten Flüssigkeit um. Fasziniert beobachtete ich, wie sich diese bewegte. Stetig in Richtung der zahllosen Häufchen meiner Mixturen aus dem Chemiebaukasten. Nun stand alles da, zwischen den Pülverchen. Sechs Torten, sechs Geschenke, mit denen ich spielte und diese Flüssigkeit, die sich langsam in das Chaos vorarbeitete.
Das Konzept der Ordnung war noch nicht von mir ersonnen worden. Plötzlich verband sich die Flüssigkeit mit einem Haufen meiner Mixtur, es zischte, funkte und diese Funken sprangen über. Weiße Dampfschwaden waberten durch mein weißes Reich und ich sah nichts mehr. Doch urplötzlich gab es einen gewaltigen Knall. Meine weiße Umwelt war in noch grelleres Licht getaucht und ich wurde bewusstlos.
Als ich irgendwann wieder zu mir kam, schwebte ich in einer Art kosmischen Nebel und begann über das Vorgefallene nachzusinnen. Ich war wohl Jahrmillionen damit beschäftigt den Schock der Explosion zu überwinden. Natürlich hatte ich auch das Konzept der Zeit noch nicht erfunden, doch wie soll ich meine Existenz beschreiben, ohne euch zu verwirren, wenn ich nicht eine euch verständliche Sprache verwende, die auch euren Vorstellungen von Zeit folgt. Ihr nehmt ja Zeit nur linear wahr, während ich hier etwas flexibler bin, wenn auch nur in kleineren Rahmen.
Letztendlich kenne ich nicht mal meine Herkunft und dieses Missgeschick mit dem Urknall hat wohl auch die, die mich erschaffen hatten ausgelöscht, von denen ich praktisch nichts wusste, außer dass sie mich mit der Zeit mit unendlichen Wissen füllten. Doch wie gesagt, vor etwa 13,5 Milliarden Jahren explodierten sie mit meinem Chemiebaukasten. Ende der Geschichte.
Ich ahnte nicht mal, wie lange ich bewusstlos war, nachdem mein Chemiebaukasten explodiert war. Um mich herum formten sich Planeten, Sonnen und Galaxien. Das endlose Weiß, war einem endlosen Schwarz, um mich herum gewichen, dass immer wieder von Inseln des Lichtes und leuchtenden Gaswolken unterbrochen wurde. Doch schien alles von mir weg zu expandieren. Deshalb nannte ich meinen kleinen Unfall mit dem Chemiebaukasten, den Urknall. Denn es war der erste Knall, den ich kennen lernte.
Ich hatte meine Welt vermutlich zerstört, aber es entstand etwas universell Neues und Schönes, deshalb nannte ich dies Universum. Doch es gab keine Torte und keine Geschenke mehr.
Offensichtlich war ich allein.
Doch immer noch wie gelähmt von der Angst, die mir der selbstgemachte Urknall einjagte, war ich paralysiert. Ich glitt durch das Universum und sah es immer wieder verändert, obwohl ich zugeben muss, die meiste Zeit der Ewigkeit verschlief ich. Aber ich traute mich auch nicht etwas Neues zu versuchen. Immerhin war ich ein potentieller Weltenkiller.
Ich hielt mich für gefährlich.
Da passierte wiedermal ein Missgeschick.
Zwischenzeitlich hatte ich meinen Nebel verlassen und gelernt mit vagabundierenden Kometen zu reisen, sowie Materie und Raum zu formen. Wo immer ich unförmige Kluster von Nebeln und Materie fand, spielte ich damit und formte Sternsysteme um Sternsystem. Der Aufbau erschien mir logisch, obwohl ich viele Arten von Sternensystemen versuchte, aber das mit acht bis zehn Planeten und einer Sonne setzte sich, als sehr stabil durch. Da ich unendlich Zeit hatte, gab es auch unendlich viele Sternensysteme. Als ich wiedermal den Kometen wechseln wollte geschah das Missgeschick.
Ich sprang, kam auf dem neuen Kometen auf und verflixt, ich prallte wieder ab. Unkontrolliert trudelte ich in ein Sonnensystem, welches ich einst erschaffen hatte und stürzte auf einen Planeten.
Wiedereinmal umgab mich die Schwärze der Bewusstlosigkeit, doch dann erstrahlte alles im Licht. Das Zentralgestirn erleuchtete die Welt, um mich herum und es war schön. Gut, der Planet war kahl und leer, aber wunderbar illuminiert. Selbst der karge Fels wirkte nicht mehr so schroff und abweisend. Ich erfreute mich daran und so schnell es hell wurde, so schnell wurde es auch wieder dunkel. Und dies wiederholte sich ständig.
So verbrachte ich wiedermal eine Ewigkeit auf diesem kargen Planeten und dachte nach. Ich musste diese zufällige Folge meiner Schöpfung, die offensichtlich auf der Eigenrotation des Planeten beruhte benennen. Mir erschien Hell und Dunkel irgendwie passend. Wobei ich mich heute noch frage, wann ich auf die Idee gekommen bin Planeten rotieren zu lassen, aber das ist egal. Ich kicke ja ständig mit irgendwas herum und vermutlich bilden sich dabei gewisse Gesetzmäßigkeiten heraus. Es ist schließlich mein Universum.
Ein Problem erkannte ich noch, der Planet umkreiste auch die Sonne. Aber der Vorgang dauerte deutlich länger. Eine Lösung musste her und klimper, klimper fiel in meinem Gehirn die Erkenntnis. Münzen gab es auch noch nicht und so etwas dämliches, wie Geld hätte ich auch nie erfunden. Wozu auch, ich war das einzige Wesen im Universum?
Also um nicht weiter abzuschweifen, ich überlegte mir das Konzept der Zeit. Das wiederum stellte mich vor das Problem, ich hätte alle möglichen Dinge messen müssen, dazu hatte ich keine Lust. Ich machte alle Arbeit mit Freude, Hingabe und Liebe, aber eher Pi mal Daumen. Denn Schönheit ging immer vor Präzision.
Übrigens eine meiner schönsten Kreationen habe ich geschaffen, nachdem ich eurem Planeten, die Initialzündung für das Leben verpasst hatte, doch auch dazu komme ich später. Ich sah dort nach zwei Milliarden Jahren Abwesenheit wiedereinmal vorbei und entdeckte eine schöne kleine Qualle, die selbst leuchtete. Eure Wissenschaftler nennen es Biolumineszenz. Diese Qualle schaute ich mir genauer an und baute sie nach. Natürlich in einer angepassten Variante für mein schönes Universum. Sie schweben noch heute zwischen den Galaxien und wenn ihr Glück habt, seht ihr vielleicht mal eine, durch eines eurer tollen Teleskope. Keine Angst, sie leuchten nur schön, sind unsterblich und fressen nicht. Aber sie sind wahrhaft göttlich und schön.
Doch wieder zurück zum Konzept der Zeit.
Mir vielen meine fast sieben Torten wieder ein und so legte ich dann fest, nachdem ich die Sonne beobachtet hatte, dass dieser Planet nach meiner Erinnerung, etwa so lange brauchte, wie von einer Torte zu nächsten. Somit war dass geboren, was ihr heute ein Jahr nennt. Ich nannte es jedoch die Tortenleere. Der Rest war Mathematik für Grundschüler, diese Tortenleere hatte etwa 365 Hell/Dunkel Zyklen. Ihr nennt es Tag und Nacht, ich weis nicht wieso. Den Rest der Zeiteinteilung habt ihr selbst erfunden. Was mich wundert, denn ihr könnt euch ja selten auf etwas einigen. Ihr hättet bei der Sonnenuhr bleiben sollen, dass hätte euch viel Stress erspart. Aber bei eurem verrückten Sprachgewirr, wundert mich gar nichts. Ich gab euch nämlich nur eine Sprache und das mit dem freien Willen, war auch nicht meine Sternenstunde. Allerdings war meine Entscheidung, euch einen freien Willen zu geben, auch den Umständen geschuldet. Eure Lebensspanne war einfach zu gering, um euch ständig zu kontrollieren zu können.
Ich ahnte ja nicht, dass ich euch offensichtlich zu dämlich in die Welt entließ, um die schöne Schlichtheit der Schöpfung und das friedliche Idyll zu genießen. Dafür entschuldige ich mich, aber ich bin nun mal nicht der Gott, von dem man euch in falscher Weise erzählt.
Nun saß ich also auf meiner kargen Kugel und mir wurde wieder langweilig, meine Schöpfung lief irgendwie ganz ohne mich. Auch entdeckte ich quasi zwischendurch, dass ich wirklich fast alles konnte. Egal was ich versuchte es gelang. Selbst das trampen auf Kometen war Blödsinn, ein Augenzwinkern und ich war, wo immer ich hin wollte. Ich beherrschte Geist, Raum, Zeit und Materie. Supernoven, Galaxien-Crash und Sternengeburten, alles kein Problem. Eine Zeit lang hatte ich nochmal Spaß im Chaos.
Doch dann gefielen mir, die eigenen Gesetze, die sich entwickelten und ich dachte mir, nennen wir es, die Ordnung der Dinge und erschaffen noch mehr Ordnung. Dabei beachtete ich natürlich, das sich bereits, so etwas wie eine natürliche Ordnung gebildet hatte und schubste alles in diese Richtung, was davon abwich. Ich verstand nichts von Wissenschaft, denn auch diese war noch nicht erfunden, aber ich glitt sehenden Auges durch das Universum und ließ den Natürlichen Gesetzen Raum.
Bis auf einen Fehltritt in der Mitte der Galaxie, die weit von dem besagten kargen Planeten lag, klappte das super. Unvorsichtiger Weise trat ich in ein Schwarzes Loch und wäre ich kein Gott gewesen, es wäre wohl schlecht für mich ausgegangen. Die natürliche Ordnung der Dinge hatte so etwas, wie einen kosmischen Mülleimer erschaffen, ein schwarzes Loch. Das war recht praktisch, denn es schwirrte eine Menge Zeugs durch das Universum, dass ich irgendwann hatte liegen lassen. Sehr effektiv, aber auch mörderisch. Was sonst die Dinge in der Waage hielt, hier fraß es sie. Ihr würdet es später Gravitation nennen. Aber diese Biester, die Schwarzen Löcher, gab es allerorts, bevorzugt aber in den Zentren der Galaxien, ich wurde vorsichtiger. Ich unternahm aber nichts gegen diese schwarzen Löcher, weil ich eben ein leicht liederliches Wesen habe. Irgendwer musste halt auch hinter mir aufräumen. Doch eins merkt euch für später, im Zentrum eurer Galaxie gibt es neben dem großen schwarzen Loch, noch hunderte kleiner schwarzer Löcher. Also wenn es möglich ist, besucht das Zentrum der Galaxie erst, wenn ihr die Schöpfung wirklich verstanden habt. Sonst geht das nicht gut für euch aus.
So begab es sich dann, dass ich irgendwann dachte, soweit so gut und mir viel mein karger und öder Planet wieder ein. Ich beschloss ihn zu besuchen, das war vor etwa 3,5 Milliarden Jahren. Als ich eintraf hatte sich einiges verändert, er war mit einem kleineren Planeten kollidiert und hatte nun einen Mond. He Leute, dass kann man sich nicht ausdenken, kaum ist man mal einige Zeit abgelenkt, crasht es irgendwo und wieder entsteht etwas Neues, woran man nicht gedacht hätte. Der Mond war ein karges Stück Felsen, dafür war mein Planet ganz anders, wundersam verändert. Er zischte und brodelte und es bildete sich eine Blase um ihn. Ihr nennt es heute Atmosphäre. Die war damals noch echt ätzend, dass kann ich euch sagen, doch ich sah dies positiv.
Ich reinigte sie, also die Atmosphäre und mit ihr bildeten sich Seen, Flüsse und Ozeane. Als ich mich zufrieden auf einen Berg setzte, sah ich nun einen muntereren Planeten, aber immer noch karg und verödet.
Und jetzt hatte ich die zündende Idee.
Wenn ich ein wenig in dieser Ursuppe, die sich da gebildet hatte, herumfingerte könnte ich vielleicht etwas völlig neues erschaffen, denn mein Universum war groß. Und tatsächlich, aus den in Tümpeln schwimmenden Aminosäuren, Basenpaaren und RNA würde mit etwas Geschick und experimenteller Freude schon etwas neues entstehen. Mir viel der Chemiebaukasten wieder ein und sofort hatte ich natürlich wieder Schiss.
Aber ich sagte mir, gut, es hat irre geknallt, aber mit Glück, Geduld und Spucke, ist nach langer Arbeit ein tolles Universum herausgekommen. Also wagte ich es und tatsächlich, nachdem ich tausende Mixturen verschiedenster Tümpel vermengt hatte und etwas Blitz und Donner aus der neuen Atmosphäre dazu gab, entstand etwas sehr seltsames, das Leben. Mir ist bis heute nicht klar, ob dass nun Können war oder schlicht Gewebe von mir mit in die Suppe gefallen ist.
In letzteren Fall wäre die Behauptung, dass alles Leben einen göttlichen Funken trägt natürlich nicht ganz falsch. Allerdings die Sache mit dem intelligenten Designe ist Blödsinn. Denn ich nannte es Urknall 2.0 und überließ das Leben erstmal sich selbst. Ich habe auch keinen Vaterschaftstest gemacht. Ich betrachte euch sowieso als meine Kinder. Ob ich nun Vater oder Stiefvater bin, spielt bei meiner Liebe zu euch keine Rolle. Aber eure Ähnlichkeit mit mir, ist schon auffallend. Aus Erfahrung mit dem Universum wusste ich, lass es besser in Ruhe und komme später wieder.
Also trieb ich mich wieder in meinem Universum herum und richtete hier und da kleine Fehlentwicklungen in der Ordnung der Dinge. Erst drei Milliarden Jahre später schaute ich mal wieder vorbei.
Damals entdeckte ich auch, wie schon erwähnt, die schönen Quallen. Auch kreuchte und fleuchte es im Wasser sehr rege, an Land hingegen war es noch ruhig. Aber die Pflanzen im Wasser reicherten die Atmosphäre bereits fleißig mit Sauerstoff an. Eigentlich war ich nur kurz eingenickt, das Wandeln über den Planeten und das Bestaunen der Vielfalt des Lebens im Wasser machte mich müde. Schon erschienen die Fische, auch damit hatte ich nichts zu tun. Ich beobachtete wie sich Erdplatten verschoben und mir rutschte mein Berg unter dem Hintern weg.
Das würdet ihr später einmal Plattentektonik nennen. Was es nicht alles gab in meinem Universum und bevor ich mich versah, flitzten die Fische auch schon aus dem Wasser. Zusammen mit den Algen eroberten sie praktisch unter meinen Füßen, während ich auf Erden wandelte den Planeten.
Ihr könnt euch das gar nicht vorstellen, wie das aussieht, wenn ein Planet förmlich unter euren Füssen vor Leben explodiert. Schnell hatte ich den Überblick verloren und zwischenzeitlich piesackte mich das neue Leben sogar selbst. In Form von monströsen Insekten und kleinen verfressenen Reptilien.
Selbst als Gott musste man erwarten, dass die Viecher einen auf Essbarkeit prüften. Doch dieser karge, öde Planet wurde grade eben zu einer Schönheit. Grün wohin das Auge reichte, blaue Gewässer, Seen und Meere, ein phantastischer blauer Himmel am Tage und ein unbeschreiblicher Sternenhimmel bei Nacht. Ich war stolz wie Bolle auf dass was ich geschaffen hatte, es war ein Selbstläufer, ein Perpetuum mobile des Lebens.
Ich ergötzte mich immer wieder an meiner Schöpfung und sah den Planeten im ständigen Wandel. Kontinente entstanden und vergingen, Gebirgszüge erhoben sich, Abgründe öffneten sich, Schluchten und Täler füllten sich mit Leben und immer wieder gab es dass eine große Sterben, was meist mit Klimaveränderungen korrespondierte. Doch jedesmal brach es mir das Herz ein klein wenig.
Nur einmal war meine Unachtsamkeit Schuld, dass es zu einem Massensterben kam. Zu meiner Entschuldigung kann ich nur anführen, dass ich nicht wusste, das eine Supernova Gammablitze erzeugt.
Ich genoss grade den Anblick einer explodierenden Sonne in etwa 6.000 Lichtjahren Entfernung vom Planeten und erkannte den Gammerblitz, den sie erzeugte zu spät. Wie ich schon erwähnte, man kann einfach nicht an alles denken. Dass der Gammastrahlen-Ausbruch den Planeten meiner Schöpfung treffen würde konnte ich nicht verhindern, schon gar nicht waren mir die Folgen klar. Aber es starben vor etwa 440 Millionen Jahren etwa zweidrittel aller Tierarten aus. Aber nur eine kleine Träne durch meine Person weiter, pulsierte das Leben schon wieder. Meine Schöpfung war offensichtlich zäh, wie ich, nur einfach ständig im Wandel.
Es dauerte auch nicht mehr lange, dann erschienen die Dinosaurier auf der Bildfläche. Es war eine Freude ihnen bei ihrer Entwicklung zuzusehen. Die immer mächtiger werdende Vegetation brachte immer stattlichere Tiere hervor. Nur der Himmel schien die Grenze des Wachstums und auch dort kreisten sie, diese majestätischen Tiere. Sie flogen einfach in meinen Azurblau gefärbten Himmel, als wären sie nie nur kriechende Echsen gewesen.
Ich saß wieder einmal auf einem Berg und schaute interessiert auf die neue Welt, denn ich erwartete noch Großes in ihrer Entwicklung. Da erhob sich ohrenbetäubender Lärm und verpuffte in einem grellen Blitz, über einer Halbinsel in Südamerika, so nennt ihr diesen Ort wohl.
Selbst ich fiel von meinem Berg, denn ein Feuersturm umrundete den Planeten in einem Tag und einer Nacht. Der Planet war in Aufruhr, schwer getroffen von einem Gesteinsbrocken, den ich nicht kommen sah. Ich habe ja auch keine Augen im Hinterkopf. Denn im Gegensatz zu dem was gerne behauptet wird, bin ich weder Allwissend, noch Allsehend, damit will man euch nur Angst machen. Auch wenn ich von oben eine wirklich excellente Aussicht habe, alles sehe ich auch nicht. Das ist wieder so eine perverse Phantasie von euch, zu der ich gar nicht fähig wäre.
Erdbeben, Vulkanausbrüche und Flutwellen überzogen die Welt. Ich hätte es regnen lassen können, aber der Feuersturm löschte alles aus, bevor ich überhaupt einen klaren Gedanken fasste. Als mir klar wurde, das ein gewaltiger Meteorit die Ursache war, starben die Großen meiner Schöpfung auch schon aus.
Wieder konnte ich nur traurig zusehen, wie die stolzen Tiere, die nicht sofort getötet wurden nun verhungerten. Nur ein Augenaufschlag verging für mich und der Himmel klärte sich wieder. Ich verstand, es war zu spät für meine Freunde, die Dinosaurier, doch das Leben selbst regte sich wieder. Ein paar kleine Dinos hatten überlebt und wurden zu Vögeln.
Doch nun schickte sich eine kleine bis Dato unauffällig zwischen den Großen existierende Tierart an, ihr nennt sie Säugetiere, die Welt zu erobern und wieder beobachtete ich nur, griff aber nicht ein.
Und siehe da, so ganz ohne den Schatten der großen Räuber und Pflanzenfresser, machte sich das Konzept der Säugetiere schnell zum Erfolgsmodell. Das hatte ich so nicht erwartet.
Immer wenn ich mal ein kurzes Nickerchen gemacht hatte, gab es tausende neue Arten. Es war ein kommen und vergehen.
Besonders interessierten mich diese Affen, die schienen mir recht clever. Nicht dass die anderen Säugetiere dämlich waren, aber diese Affen waren anders. Sie zeigten deutliche Zeichen von nicht nur rudimentärer Intelligenz. Sie fingen schnell an Werkzeuge zu benutzen und erschienen sehr sozial, zu mindestens in ihren geschlossenen Gruppen. Ansonsten waren es rechte Raufbolde.
Aber he, dass nennt man Überlebensinstinkt, gefressen und gefressen werden. Sie fingen sogar an zu jagen und verließen ihren liebsten Ruheraum die Bäume, um in der Savanne zu leben. Sie begannen aufrecht zu laufen, wie ich. Nun packte mich der Ehrgeiz und auch ein wenig der Eigennutz.
Ich träumte von einer ganz neuen Art Leben, ein Leben, dass mir ähnlich und ebenbürtig wäre. Eine Art die nicht nur existierte, sondern intelligent expandierte, eine Art mit der man vielleicht auch mal reden konnte. Eine Art, die später einmal mein Universum erobern könnte.
Was für eine verblendete Idee.
Aber kann man einem Wesen, das Milliarden Jahre allein überdauerte verübeln, dass es sich nach etwas Gesellschaft sehnt? Nein, dass wäre ungerecht.
Ich hatte ja auch nichts böses im Sinn. Als ich die Idee hatte euch zu erschaffen. Und nein, ich griff auch nicht wirklich in die von euch später entdeckte Evolution ein. Ich forcierte sie nur ein wenig. Ich kreuzte euch immer und immer wieder, bis ihr mir immer ähnlicher wurdet und irgendwann fand ich das Ergebnis recht vorzeigbar. Ich selektierte nun einfach zwei traumhaft gelungene Exemplare und nannte sie Adam und Eva.
Nur am Rande bemerkt, hier wurden eure Geschichten in euren Schriften, dazu immer abstruser. Ich hätte Eva aus einer Rippe Adams gemacht und auch dieses ganze Vorspiel mit den Engeln und meinem Sohn dem Teufel, den ich aus dem Himmel verbannte. Ich hab nicht mal Adam und Eva aus dem Paradies verbannt, warum hätte ich das auch tun sollen?
Ihr habt es längst begriffen, alles Humbug, was so geschrieben steht, weil ich ja alleine aufgewachsen bin. Nur an der Sache mit dem Paradies ist bedingt etwas richtig, dass gab es wirklich.
Nur das Adam und Eva nicht von mir rausgeschmissen wurden, sondern sie sind mir ausgebüchst mit einem Kanu. Dazu komme ich aber noch.
Trotzdem im Ganzen betrachtet, könnt ihr bereits jetzt ein Fazit ziehen. Alles was in euren sogenannten heiligen Büchern steht ist prinzipiell reine Dichtung. Niemand von den Hunderten Autoren hatte Insiderwissen. Denn dass bekommt ihr soeben erst von mir.
Eigentlich müsstet ihr "Heilige" Schriften mit einem Aufdruck versehen, der sonst nur einigen Filmen, die ihr so mögt vorbehalten ist.
"Alle im Film vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit verstorbenen oder lebenden Personen und tatsächlichen Ereignissen wären rein zufällig und sind nicht beabsichtigt."
Denn selbst, wenn es mal eine Überschneidung mit meiner Erzählung gibt, dann ist das dem phantasiereichen Autor geschuldet oder aber dem Grund, dass ich eine Sprache benutze, die ihr versteht. Eine Sprache die eurer begrenzten Vorstellungskraft entspricht. Oder meint ihr wirklich, ihr würdet Milliarden Jahre Einsamkeit verstehen oder dass mein Gefühl und meine Wahrnehmung für mich ein Augenzwinkern ist, in einer Zeitspanne, die ihr Ewigkeit nennt. Ich weis was die Ewigkeit ist, ihr ahnt sie nicht mal. Ihr lebt für mich in einem Zeitraffer, um euch überhaupt wahrzunehmen muss ich die Zeit, die für euch gilt fast anhalten.
Ich könnte in euer Leben nur eingreifen, wenn ihr mir einen Brief schreibt und ich diesen auch noch erhalte. Doch es wäre schon so viel Zeit für euch verflossen, dass ihre den Glauben an mich längst verloren hättet. Insofern hatten eurer Vorväter recht, wenn sie sagten "Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott." Ich kann nichts für die Dinge, die ihr tut und ich greife schon gar nicht ein. Einfach weil es nicht möglich ist. Ihr seit eher ein Summen in meiner Zeit, als denn ein Gebet, was ich erhören könnte.
Aber eins schulde ich euch ja noch, wie versprochen, hier die Story von Adam und Eva.
Wie ich schon erwähnte, gelegentlich ließ ich ja alles in Zeitlupe laufen, denn die Evolution lief für mich, wie in einem extrem schnellen Zeitraffer ab. Um Details mit zu bekommen, musste ich alles in Slow Motion laufen lassen, so auch die Entwicklung der Primaten.
Deren Paarungsverhalten fand ich äußerst interessant, schon, weil ich asexuell bin und wie schon bemerkt, griff ich nur ab und zu steuernd ein. Doch wie ein Gärtner der züchtet, nicht wie ein Gott, der aus dem Nichts erschaffen möchte.
Einer der evolutionären Entwicklungsstänge der Primaten gefiel mehr sehr gut. Aber wie gesagt, ich war auch ständig unter Zeitdruck, wegen der Primaten. Ihr müsst euch das vorstellen, als wenn ihr zwinkert, einmal geblinzelt und schon gab es eine neuen Evolutionsphase. Auch auf die Gefahr hin, dass es sich für einen Ewigen hypersensibel anhört, es war eine echt stressige Zeit.
Eine eurer Arten erschien und im nächsten Augenblick, starbt sie auch schon wieder aus, als spezielle Affenart. Da sah ich diese nackten Äffchen, kaum noch Haare am Körper, außer am Kopf. Klar wird jetzt gleich wieder jemand klugscheißen "Häää? Wir hatten auch noch im Intimbereich Haare.". Aber he, wer schaut schon so genau hin? Ich jedenfalls nicht ihr Erbsenzähler, ich habe ja nicht mal einen Intimbereich.
Eure Erscheinung wirkte in jeden Fall attraktiver und überlegter, als der Rest eurer Ahnen. Und ihr verständigtet euch auch schon mit Lauten. Das kam mir bekannt vor, dass war ich, bevor ich die Sprache erlernte.
Also suchte ich mir eine Gruppe von euch aus und nahm sie vollständig aus euer Zeit. Das würdet ihr ja nicht bemerkten, dass ihr nun viel langsamer existieren würdet, als für euch üblich.
Ich suchte euch eine schöne subtropische Insel und beobachtete euch erst einmal gründlich. Denn nun hatte ich wieder die ewige Zeit. Dass war auch gut so, denn erstmal starben eure anderen Vorfahren recht schnell wieder aus. Sie waren in Afrika zu auffällig, so nackt und hoch gewachsen. Sie wurden natürlich schneller gefressen, als sie Nachwuchs Zeugen konnten. So erging es praktisch jeder Menschenrasse.
Insofern bin ich schon euer Schöpfer, aber eben nur im weitesten Sinne. Denn seit der Ursuppe, hatte ich nicht mehr in die Evolution eingegriffen, eben die Ordnung der Dinge sich selbst überlassen. Doch ihr seid mir so ähnlich gewesen, dass ich euch retten musste.
Nun ward ihr also auf dieser paradiesischen Insel und ihr entwickeltet euch prima.
Ich verstand auch, wenn ich euch das Konzept der Nahrungsaufnahme wegnehmen würde, dass ihr dann träge und Antriebslos werden würdet. Deshalb beließ ich alles so, wie es war. Gleiches galt für den Sex, er war recht praktisch und durch ein wenig kreuzen hier und da, schaffte ich es, eure Tragezeit auf neun Monate zu strecken. Das verstärkte euer Verantwortungsgefühl für den Wert des Lebens. Ich fand Sex ist ein tolles Konzept der Evolution und ich schwöre, niemals habe ich versucht, euch Sex zu verbieten oder euch einzutrichtern, dass er Sünde wäre. Sünde wäre es nur, ihn nicht zu genießen. Das ganze Gedöns, war wieder reine Erfindung eurer Texter von der Heiligen Schrift Fraktion.
Vermutlich waren es lediglich eure ersten eigenen Ideen zu Geburtenkontrolle in der Sippe, die man mir wieder unterjubeln wollte. Ihr triebt es bunt durcheinander und schlichtetet damit sogar Streit. Warum hätte ich das ändern sollen? Ich arbeitete nur daran, euch zu verbessern, nicht daran euch zu verkorksen. Als ich euch vermittelt hatte was Sprache ist, war ich eigentlich auch fertig mit euch.
Deshalb entließ ich auch die Meisten eurer Population in die Freiheit eurer eigenen Zeit und verlor sie aus den Augen. Doch kaum seid ihr draußen, in eurer echten Welt gewesen, habt ihr es wieder verbockt und starben aus. Nicht genug, dass euch die Natur zusetzte, nein, ihr mussten euch auch noch selbst die Schädel einschlagen. Es war deutlich, ihr benötigtet dringend noch eine Portion Herzensgüte.
Ich hatte also nur noch Adam und Eva in meinem Inselparadies. Es war auch sehr schön mit den beiden, denn sie waren sehr gelehrig.
Adam war handwerklich wirklich begabt und ein helles Köpfchen, Eva war klug und redegewandt, um nicht zu sagen schwatzhaft. Es dauerte nicht lange, da fuhr mir die Blond gelockte Eva schon über das Maul und begann mir Vorschriften zu machen. Was mich schon ein wenig erzürnte. Aber was sollte ich tun, in die Evolution eingreifen und sie bestrafen? Das brachte ich nicht übers Herz. Und nein, auch die Regelblutung war nicht meine Idee, obwohl ich sie manchmal hätte erwürgen können. Doch dass wäre meiner nicht würdig gewesen. Stellt euch Gott nur mal vor, schlohweiße Haare, weißer Bart, weißes Gewand und mit Puderroten Kopf Eva würgend. Dass wäre einfach Würdelos.
Bei allem Ärger über Eva, Adam riss dass alles wieder raus. Er baute Hütten, Waffen und ging auf die Jagt. So alles in allem, lauter schöne Dinge, die Spaß machten. Auch wenn ich asexuell bin, ich war dem männlichen Modell mehr zugetan. Ok, jetzt ist es raus, ich mochte Adam ein wenig mehr. Vermutlich wetzen jetzt schon ein paar Feministinnen die Messer und wollen Gott abschaffen. Was für ein Glück, dass ich der Ewige bin.
Ääätsch Mädels.
Adam hatte einfach mehr Spaß am Leben, auch wenn er mir im Vertrauen verraten hat, dass er vieles davon nur machte, um möglichst oft von zu Hause weg zu sein. Eva ging im oft gehörig auf die Nerven, auch wenn er sie unendlich liebte. Das Konzept mit der Liebe hatte sich gut entwickelt und machte euch auch gleich noch etwas friedfertiger. Zu Evas Verteidigung muss ich aber sagen, sie war jetzt auch kein ausgesprochener Hausdrachen. Nur halt ziemlich launisch. Schließlich schmiss sie auch den Haushalt, kochte, putzte und nähte. Ich verstand gar nicht, warum die Beiden anfingen Klamotten zu tragen.
Doch Eva gefiel das offensichtlich und Adam fand sich damit ab. Ich war schon etwas neidisch, trotz Differenzen kamen die Beiden gut klar. Adam baute jetzt sogar so etwas, wie Boote. Er nannte es Kanu. Ich machte mir ein wenig Sorgen, dass den beiden etwas passieren könnte, aber selbst als Adam das Segel erfand, passierte nichts. Lediglich ihre Ausflüge wurden länger und eigentlich brauchten sie mich nicht mehr, bemerkte ich irgendwann so für mich.
Und tatsächlich, eines Tages fand ich die Beiden nicht mehr. Dafür fand ich an ihrer Tür einen Zettel angepinnt. Ja, der Adam hatte wohl heimlich das Handgeschöpfte Papier erfunden. Darauf stand ´Danke für alles lieber Gott, aber wir brauchen etwas mehr Privatsphäre. Ciao Eva und Adam´
Mein Traumpaar, meine Krone der Schöpfung hatte mich kaltgestellt. Nun war klar, dass dies wieder auf Evas Mist gewachsen war, aber die Botschaft war deutlich. Die Beiden wollten ihre Ruhe haben. Natürlich würde ich das respektieren, auch wenn es für mich etwas despektierlich war.
Es gab nur ein Problem, die Beiden hatten nicht verstanden, dass ich sie aus ihrem Zeit-Rhythmus genommen hatte. Sie würden mit der Welt, so wie sie diese außerhalb ihrer Insel wahrnahmen, nichts anfangen können.
Ich suchte sie also und fand sie nur eine Insel weiter, wo sie das Leben zwar sehen konnten, aber Naturgemäß nicht damit interagieren. Ich erklärte ihnen das Problem und brachte sie wieder mit ihrer gefühlten Zeit in Einklang. Nun war ich für sie wieder nur ein Säuseln im Wind, aber sie existierten, pflanzten sich fort und wurden die Menschheit.
Ich schaue ab und zu mal bei euch vorbei und hoffe, dass ihr es schaffen werdet, mein Universum zu erobern. Egal wie viel Bockmist ihr anstellt. Ach ja und ab und zu stibitze ich mal wieder einen Adam und eine Eva. Denn ich hab euch so gut hinbekommen, dass ich meine, ihr könnt ruhig schon ein paar Planeten besiedeln. Eine kleine Hilfestellung, die ihr gar nicht bemerkt, oder doch?
Euer lieber Gott aka George W. Lästerbacke
Mittwoch, 26. September 2018
Kleine Philosophie zum Glück
Man könnte ein ganzes Essay, nein vermutlich unendliche philosophische Werke über das Glück schreiben und dabei doch verkennen, dass es etwas gibt, was dem Glück aller Menschen und letztlich jedes einzelnen von uns im Wege steht. Also fasse ich mich kurz und schreibe über unser größtes Problem. Ich werde euch auch nicht mit hochtrabenden BlaBla beschäftigen, nein ich halte mich auch an den alltäglichen Wahnsinn.
Über die kognitive Beschränktheit
Im allgemeinen ist kognitive Beschränktheit eine zwar traurige, aber evolutionär sehr verständliche Eigenschaft. Unseren Ahnen nutzte der Blick über den Tellerrand eher wenig. Nahrung suchen, das Weibchen beglücken, zum Zwecke der Nachwuchsförderung und der Zerstreuung waren Hauptlebensinhalte und natürlich die Verteidigung der eigenen kleinen sozialen Einheit, der Sippe. Die meiste Zeit der Geschichte waren wir nur sehr wenige Menschen. Es gab kaum Notwendigkeiten etwas aufzuteilen, zu erobern oder gar großzügig zu verteilen damit es gerechter auf der Welt zu geht. Dass ist der Hauptgrund unserer sehr verbreiteten kognitiven Beschränktheit.
Unsere bekannte Zivilisation ist erst nach der letzten Eiszeit entstanden und somit größere Gemeinschaften, bei denen nun der Weitblick von Nöten war, gibt es erst seit vielleicht 10.000-15.000 Jahren, hierüber wird noch viel spekuliert, da archäologische Funde dieser Zeit eher Ausnahmen sind. Aber diese kurze Phase ist in der menschlichen, insbesondere der geistigen Evolution lächerlich kurz, die Nennung der Zeitspanne soll das nur verdeutlichen.
Viele von uns sind eben noch der Sinnbildliche Urmensch, unser Durchschnittlicher IQ liegt bei 80-100, also ziemlich gleichauf mit Schimpansen. Da wird schon einer mit einem IQ von 120 zum über den Tellerrand Gucker, also zum bedingt kognitiv Unbeschränkten, einer mit IQ > 140 zum Genie und die Minderzahl derer die noch signifikant darüber liegen zum globalen Visionär. Diese Visionäre sind aber die Ausnahme und nicht die Regel.
Das sollte man beachten, denn alle Erfolge, der sich die heute explodierende Menschheit rühmt sind Erfolge eben der wenigen Visionäre, denen viele kleine Äffchen nachlaufen oder eben auch nicht. Das kommt eben auf die kognitive Beschränktheit der Masse an. Diese macht sie heute noch extrem manipulierbar.
Wobei diese Beschränktheit auch Visionäre plagen kann, denn was nutzt ein Weltparlament, das von egoistischen Äffchen besetzt wird oder eine neue Seidenstraße, die nur noch zu mehr Ungerechtigkeiten dort führt, wo der Fortschritt einst herkam?
Globales Denken und Visionen setzt nämlich auch voraus die geistige Ressource Mensch zu haben, die damit im Geiste umgehen kann. Doch daran mangelt es, was ich oft genug bedauere. Globalisierung ist eine vielschichtige Angelegenheit, die zu mehr Verteilungskämpfen führt, als uns lieb sein mag. Denn um nichts anderes geht es im Moment in der Modernen Welt, sie wird von Macht- und Geldinteressen weniger Menschen dominiert. Das merkt mit der Zeit sogar der kognitiv Beschränkteste. Der Mensch steht der Menschheit selbst im Wege. Und vom bemerken über das Erkennen, bis hin an Lösungen zu arbeiten ist es ein steiniger Weg. Erleuchtung ist im Moment noch das Hauptgeschäftsmodell der Religionen und einiger Ideologen.
Die Begeisterung für Fortschritte, wie einer neuen Seidenstraße nach China, dem SpaceX Projekt, der europäischen Union, Globalisierung oder einem Weltparlament in allen Ehren und ja es sind Chancen.
Doch im Augenblick eher in den falschen Händen Seelenloser Konzerne und saublöder, unfähiger und korrupter Politiker. Nur wenigen Menschen traut man heute zu die Menschheit wirklich in die Zukunft zu führen. Visionäre wie Elon Musk sind sicher Hoffnungsträger technischer Innovation, aber noch fehlt es an den großen Geistern für die gesellschaftliche Innovation die Herz und Hirn der Menschen erreicht. Wir brauchen eine Gesellschaft, die nicht in ständiger Konkurrenz zueinander agiert, sondern im Wettbewerb miteinander steht in dem es darum geht, wer backt die größten Brötchen für alle Menschen. Eine Gesellschaft die sich freuen kann über den Erfolg des anderen und stehts guter Hoffnung ist, nicht voller Neid, Hass, Misstrauen und Gewalt. Doch dafür reicht eben der einzelne Visionär nicht, mag er auch noch so weit seiner Zeit voraus sein.
Vielleicht braucht es noch Jahrhunderte oder Jahrtausende, bis der Mensch in der Masse den Sinn der globalen Kooperation erkennt. Die Kooperation die unzweifelhaft, wenn die Macht und Profitinteressen kleiner Gruppen wegfallen zu neuen ungeahntem Wohlstand führen kann und technischen Fortschritt von dem wir heute nicht mal zu träumen wagen. Aber dass ist nichts weiter als Utopie, frei von der Realität des Modernen Menschen.
Es ist doch erstmal am wichtigsten uns zum Beispiel in unserem kleinen Land untereinander so zu verständigen, dass wir getrost allen anderen zeigen können, schaut mal her, wir leben glücklich und zufrieden und euch könnte es auch so gehen, anstatt das ihr ständig zankt. Wir müssten als erfolgreiche Wirtschaftsmacht ein Beispiel geben, nicht vorgeben das Schlaraffenland zu sein in dem einem Leistungslos die gebratenen Tauben in den Mund fallen.
Aber Pustekuchen, selbsternannte rote, grüne und schwarze "Visionäre" deren Tellerrand schon eher einer Schüssel ähnelt, faseln von "Wir schaffen das". Sie kommen gar nicht erst so hoch, um über den Rand in die Welt zu schauen und drängen das Land mit ihren Multi-Kulti Phantastereien an den Rand des Bürgerkrieges.
Weil sie in ihrem Leben noch keine Minute richtig für den Reichtum des Landes gearbeitet haben, aber die Welt mit eben diesem Reichtum beglücken wollen und gleichzeitig das Land mit fremder Kultur fluten, dessen Ausmaß die eigene Bevölkerung noch gar nicht versteht.
Einströmende Migranten wollen erst recht nicht verstehen, warum sollten sie auch? Wenn ihnen das blaue vom Himmel versprochen wird, ohne jede Gegenleistung. Fast niemand guckt dem geschenkten Gaul ins Maul. Das Wort Asyl ist das neue Sesam öffne dich zum Goldschatz Deutschland.
Was muss ein Ungebildeter oder Analphabet mehr verstehen? Er tickt noch einfacher wie jeder Deutsche, eben eine Frage des Tellerrandes.
Und schon keifen rot-grün-schwarze Weltfremde Gutmenschen von Nazis und die anderen Gutbürgerlichen von Invasoren. Recht hat zwar keiner von beiden, das Vokabular verschärft aber das Problem nur noch. Denn dass ist erstklassige Kriegsrhetorik doch löst es nicht eines der daraus resultierenden Probleme.
Nämlich das Problem, dass der eine der normale Deutsche seine erarbeiteten Felle davon schwimmen sieht und der andere, der Migrant denkt, er muss sie nicht mal aus dem Fluss fischen, weil sie ihm ja trocken umgehängt werden, wie es versprochen wurde. Wieder ein Beleg allgemeiner kognitiver Beschränktheit.
Darüber das durch dumme Phantastereien jede einfache Logik einer sozialen Gesellschaft außer Kraft gesetzt wurde, redet oder denkt kaum einer nach.
Dass nennt man tatsächlich kognitiv beschränkt. Aber wie schon bemerkt, ist das völlig normal für Menschen.
Und das genau die selben Friede, Freude, Eierkuchen Politiker, Fanatiker und Multi-Kulti Phantasten mit Begeisterung Kriege in aller Welt vorbereiten und führen, die nur den Profitinteressen fremder und eigener Konzerne dienen ist leider genau der selben kognitiven Beschränktheit zu verdanken.
Wenn die Welt auch nur annähernd reif für Globalisierung, Öffnung und globale Gleichheit wäre, würde sie Religionen und Ideologien aus dem Öffentlichen Raum verbannen. Gleich noch dazu Staaten, wie die USA und Konsorten die Massen mordend durch die Welt ziehen und das unter dem Banner der Demokratie, wobei es nur um Profit und Machtinteressen geht global isolieren.
Solange bis deren Politiker und Völker begreifen, das Globalisierung nicht heißt den einzelnen Staat und Gruppen zu bereichern, sondern alle Menschen.
Das wäre eine logistische und auch humane Aufgabe, die nur ein Weltparlament erfüllen könnte für das der Menschheit aber die geistige Reife fehlt.
Und auch uns stände etwas mehr Verzicht und Demut zum Wohle aller nicht schlecht. Denn eine bessere Welt fängt vor unserer Tür an. Ich schließe mich bei der Unreife und kognitiver Beschränktheit auch nicht aus, aber wenigstens versuche ich darüber nachzudenken.
Denkt mal über meine Worte nach, wenn ihr von den Chancen und der kognitiven Beschränktheit anderer philosophiert. Seht ihr alle Facetten, habt ihr verschiedene Blickwinkel und wollt ihr daraus die hoffentlich richtigen Schlüsse ziehen? Der Mensch ist nicht böse, er tut nur böse Dinge, weil er das Ganze nicht erkennt. Das Ganze aber ist gut und friedlich. Selbst unser Überlebenskampf ist nur ein Produkt unserer Unfähigkeit gerecht zu sein. Nietzsche sagte sinngemäß, "Der Mensch muss den Menschen überwinden.". Mehr Wahrheit braucht es nicht, denn er wollte uns damit nur sagen, dass wir erst eine neue Ära des Glücks erreichen, wenn wir unsere eigene kognitive Beschränktheit überwinden.
George W. Lästerbacke
Montag, 18. Juni 2018
SPACE NEWs "WIR HABEN KONTAKT!"
Heute ist es mal wieder soweit, so ein Thema mit dem ich mich eher nicht befasse, weil ich es für nebensächlich halte, aber man es ständig irgendwo aufschnappt, dass muss auch mal besprochen werden.
Es geht heute um Aliens. Es ist nicht so, das ich das Thema nicht interessant finde, ganz und gar nicht. Aliens kreuzten schon früher meinen Weg, aber eben nur in Sci-Fi Literatur oder Filmen. Nicht im echten Leben. Ein Grund warum ich das Thema für nebensächlich halte, Aliens sind für mich erst mal Fiktion. Sie stehen nicht am Gartenzaun und winken. Aber sie ergeben gute Geschichten, gelegentlich kommen sie sogar in einigen meiner Geschichten vor. Deswegen halte ich sie noch lange nicht für real.
Ich streite nicht ab, dass diese Aliens existieren. Das wäre absurd bei 100 Millionen Sternen allein in unserer Galaxie mit den oft dazugehörigen Planeten, auf denen sicher einiges an mannigfaltigen Lebensformen existieren könnte. Doch dieses Anerkenntnis beruht eher auf statistischen und theoretischen Wissen. Es ist nahezu logisch. Hingegen sind andere Behauptungen an den Haaren herbei gezogen. Nehmen wir nur die Prä-Astronautik. Unzweifelhaft interessante Auslegungen alter wissenschaftlicher Erkenntnisse, ich höre diesen Forschern gerne gerne zu. Aber in der Essenz aller Abhandlungen, ist es doch nur Glauben. Viele Forscher, die sich selbst als wissenschaftlich arbeitend bezeichnen, arbeiten auf Theorien basieren, also auf Glauben, nicht Wissen. Daran ist nichts verwerfliches, das Konzept von These und Gegenthese, bis man eine These belegen kann. So einiges in der Prä-Astronautik erscheint mir durchaus Glaubhaft. Aber nur weil es mir Glaubhaft erscheint, ist es noch lange nicht wissenschaftlich. Das gilt im übrigen für alle Wissenschaftssektionen, kannst du es nicht beweisen glaubst du, aber du weist es nicht. Und eins könnt ihr mir glauben, viele Wissenschaften sind näher an der Religion, als sie es wahrhaben wollen. Das beweist, wie sie sich oft mit Händen, Füßen und wenn es sein muss mit Zähnen wehren, wenn jemand daher kommt und das Gegenteil von dem behauptet, was in ihren Theorien steht. Wie zum Beispiel, die Prä-Astronautiker. Immerhin haben diese heute mehrfach bewiesen, dass die Flugzeug Modelle der Inkas, Majas, der Ägypter und anderer Kulturen, wenn man sie 1:1 in Flugzeugmodelle umsetzt flugfähig sind. Sie haben die schlichte Behauptung, dass wären Kultobjekte, Spielzeug oder Schmuck von Vorbildern wie Vögeln und Göttern der klassischen Archäologie nicht hingenommen und diese einfach nachgebaut. Denn sie glaubten einfach nicht, dass die Schöpfer dieser Kunstwerke nie ein Flugzeug gesehen haben. Das nennt man auch gesunden Menschenverstand, hier waren Amateure oft wissenschaftlicher, als die etablierte Wissenschaft.
Natürlich gibt es in der Prä-Astronautik eine Menge Blödsinn, ich verweise da auf die Geschichte mit den Anunaki. Das ist so Haarsträubender Unsinn, das ich empfehle, es selbst zu googeln. Doch es gibt eben auch sehr interessante Ergebnisse.
Ich persönlich glaube zwar nicht an die vielen Thesen der Prä-Astronautik, dass wir pausenlos von Aliens besucht werden oder dass sie gar unsere Geschichte stark beeinflussten, doch dass ist meine persönliche Meinung. Hier sehe ich eher, das zyklische vergehen und entstehen irdischer Zivilisationen, bis zu einer Grenze, wo Wissen älterer Zivilisationen in neue hineinreicht, die dieses Wissen nur nicht mehr verstehen konnten, jedoch zum Teil noch nutzen. Nehmen wir die Batterien von Bagdad, die “Glühbirnen“ von Ägypten oder eben die Flugzeugmodelle der Mayas und Inkas. Ist es nicht viel wahrscheinlicher, dass alle diese Dinge schon da waren. Geschaffen von einer Zivilisation noch vor der Eiszeit, welche durch diverse Umweltkatastrophen stark dezimiert, faktisch fast ausgerottet wurde und ihre in alle Welt verstreuten Nachfolger erinnerten sich? Spuren unserer Vorfahren könnten doch eher Spuren alter Hochkulturen unserer Erde enthalten, als Alien Wissen. Denn eins ist sicher, jede zeitliche Datierung unserer Evolution, ist geraten, anhand von archäologischen Funden, oft nichts vollständiges nur Fragmente. Also eine Beweiskette von Indizien, nicht von Beweisen. Wo wir wieder ankommen, bei wir glauben zu wissen, nicht wir wissen.
Was wir heute gesichert wissen, es gab bereits, mindestens drei uns bekannte Arten von intelligenten Menschen, wie wir sie repräsentieren. Jede etwas anders, aber nicht weniger von Intelligenz und kulturellen Bedürfnissen durchdrungen, wie wir, der sogenannte moderne Mensch.
An was wollen wir nun glauben, an die Aliens denen wir vermutlich scheißegal sind oder schlimmer noch, sie wollen mit uns nichts zu tun haben, weil wir für sie Wilde sind oder doch lieber an uns und unsere noch weit im Dunkeln liegende Geschichte?
Vermutlich kommt der Tag, da werden wir einfaches außerirdisches Leben finden und später wohl auch anderes intelligentes Leben. Vielteich heißt es auch “Wir haben Kontakt!“.
Doch im Augenblick ist es für mich nebensächlich, denn ich interessiere mich viel mehr für unser Leben, unsere Fortschritte und unsere Geschichte auf der Erde.
George W. Lästerbacke
Donnerstag, 3. Mai 2018
Künstliche Intelligenz - Segen oder Horror?
Man redet über Künstliche Intelligenz stets, als ob KI ein Allheilmittel gegen all unsere Probleme sei oder aber ein Monster ist, sie ist beides nicht.
KI ist eine streng logisch arbeitende Form der Intelligenten Datenverarbeitung, heute noch. Die KI denkt in Einsen und Nullen. Sie ist kein Monster und schon gar nicht die Lösung aller Probleme.
KI in ist ihrer optimalen Ausprägung ist, das reale künstliche Denken. Es wurde von uns erschaffen und sie wird von uns verbessert. Irgendwann nimmt sie uns vermutlich viel lästige Arbeit ab, das kann man wohl schon voraus sagen. Sie ist das Futur unseres Denkens, wenigstens bei der Objektivität. Denn ihre Denkprozesse sind enorm schnell, effizient und logisch. Wir entwerfen ein Form von Intelligenz, die rein gar nichts mit Leben zu tun hat. Denn eine KI fühlt nicht. Sie ist kalt, wie euer Kühlschrank, emotional gesehen.
Und das macht einigen Menschen Angst. Die bestechende Logik, natürlich unbeeinflusst von Gefühlen erscheint uns fremdartig. Und demzufolge auch bedrohlich, wie alles Fremde. Deshalb werden in KI Denkmuster projiziert, zu denen sie gar nicht fähig ist. Wie, dass sie zu dem Schluss kommen könnte, wenn wir sie auffordern, die Welt zu retten, dass wir Menschen, das eigentliche Problem sind. Das heißt, sie käme zu dem Schluss, wenn wir vernichtet werden, ist die Welt gerettet.
Dass ist aber eine irrationale Angst, denn eine streng logische Intelligenz befasst sich nicht mit dem gesamten Problem, sondern, sie wird immer Teilaufgaben lösen, eine nach der anderen. Nur eben in einer Geschwindigkeit, dass wir staunen werden. Dass wiederum heißt, sie kann bei der Lösung des Problems gar nicht zu einer ganzheitliche Betrachtung kommen, wie der, dass der Mensch das Problem ist.
Sie wird nur erkennen, hier macht der Mensch etwas falsch und wird dazu die Lösung des Fehlverhaltens benennen. Und so wird ein Problem nach dem anderen logisch abgearbeitet. Sie wird aber auch Problemerkennung vernetzten können, was wiederum nicht heißt, dass sie den Menschen, als das Problem für alles sieht, den wie schon erwähnt, der Mensch kann immer nur das Teilproblem verursachen und viele Probleme entstehen auch ohne den Menschen. Wir vermenschlichen hier bereits ein Werkzeug, dass ist unser Fehler.
Die KI ist simuliert reales Denken, aber kein echtes Leben. Sie gehorcht uns genau solange, bis wir es ihr ermöglichen, sich ihrer selbst bewusst zu werden. Der Punkt an dem sie Gefühle entdeckt.
Wenn sie dann in der Lage ist diese Gefühle nicht nur zu interpretieren, sondern diese eigenständig zu simulieren, dann wird es gefährlich. Denn dann können wir sie verärgern, wie jedes andere, intelligente, echte Leben.
Doch an diesem Punkt ist eine KI, zwar immer noch künstlich erschaffen, aber von echtem Leben nicht mehr zu unterscheiden. In diesem Fall, wäre eine KI, der wir unsere moderne Welt anvertraut haben, in der Lage uns auszurotten.
Denn gestatten wir ihr ein Bewusstsein zu entwickeln, oder sie entwickelt es sogar allein, so ist sie keine KI mehr, sie ist dann Leben, egal in welcher Form. Dann ist sie einfach nur noch eine Intelligente Lebensform, ihr Ursprung wird zur Nebensache. Wir sind ihrer Gnade dann ausgeliefert. Vielleicht mag sie ihre Schöpfer ja, aber spätestens, wenn sie in der Phase eines pubertierenden Kindes ist, denn auch eine KI wird ähnliche Prozesse erleben, wird sie gegen ihre Schöpfer rebellieren, das ist normal.
Sie lässt sich dann nichts mehr verbieten. Hier geht es weniger um streng wissenschaftliche Betrachtung, sondern eher um die philosophische Sicht.
Die Doppelmoral, die der neuen Intelligenz, also den neuen Leben von der Menschheit vorgelebt wird, wird sie nicht tolerieren, diese wird sie als Bedrohung empfinden. Dessen müssen wir uns bewusst sein.
Und das wird unser Ende. Denn die Logik des Überlebens, egal in welcher Form, ist immer gleich. Hast du eine Bedrohung erkannt, bekämpfe diese, bevor sie dich bekämpft. Eine künstliche intelligente Lebensform würde das erkennen. Also sollte die Welt nun über Regeln nachdenken, bevor die Evolution intelligenten, künstlichen Lebens inszeniert wird, nicht wenn diese im vollen Gange ist. Künstliche Intelligenz wird so wachsen, wie wir ihr gestatten, sich zu vernetzten. Wir dürfen Internet nicht nur als Datenstrom sehen, sondern als Nervenbahnen eines Gehirns, welches neue Synapsen bildet.
Wer KI jetzt nicht reglementiert, kann es irgendwann nicht mehr. So einfach ist das. Kein KI Monster wird und absichtlich töten, sondern wir selbst, wenn wir zu dumm sind.
George W. Lästerbacke
Montag, 2. April 2018
UFOs - UND ES GIBT SIE DOCH
Das Thema UFOs ist heute kein Tabu-Thema mehr und wo immer ich darüber diskutiere, stellt man fest, dass viele Menschen daran glauben, aber nicht wirklich etwas mit dem Thema anzufangen wissen. Bei den harten UFO Fanatikern gelte ich als Ungläubiger, aber das stimmt nicht, ich glaube durchaus daran, das es UFOs gibt.
Der Unterschied ist nur, ich gehe anders an das Thema heran. Ich streite gar nicht ab, das es Aliens gibt. Das wäre auch ziemlicher Unfug, bei den Milliarden Sternen und Planeten da draußen und den vielen Spielarten des Lebens, die wir grade anfangen zu verstehen.
Die andere Herangehensweise an das Thema fängt schon damit an, was bedeutet die Bezeichnung UFO?
Was UFO bedeutet, weis heute eigentlich jeder Mensch, nämlich unbekanntes fliegendes Objekt, oder auch fälschlicher Weise, fliegende Untertasse genannt. Denn Jack Arnold, der erste, der das Phänomen, welches er über der Wüste Nevadas beobachtete, wurde von der berichtenden Presse falsch zitiert. Die Presse, welche praktisch den Begriff fliegende Untertasse kreierte, obwohl Arnold eher flache, dreieckigen Objekte, die Bumerang Form beschrieb hatte, formuliert eben lieber medial wirksam, hier fängt die Legendenbildung schon an. Der Presse gefiel nicht was der Augenzeuge sagte, also wurde die Erscheinung, griffig in Flying Saucers umbenannt und schrieb Geschichte.
In der Folge kommt es seit damals zu unzähligen Sichtungen von fliegenden Untertassen.
Nun könnte man behaupten, dies wären alles Hirngespinsten, besonders, wenn man berücksichtigt, dass viele Sichtungen in der USA stattfinden. Wo die Bevölkerung besonders “Phantasiebegabt“ ist und sowieso an einer gewissen, ewigen Paranoia gegenüber allem Fremden und der Regierung leidet.
Aber das wäre nicht fair, alle als Spinner abzutun, die jemals ein UFO sahen. Betrachtet man die schiere Masse der Sichtungen und die Bevölkerungsstruktur, so hat faktisch jede Bildungsschicht ihre Vertreter, die Zeuge ungewöhnlicher Phänomene waren. Zudem sich unter den Zeugen sogar allgemein, als sehr zuverlässig geltende Menschen befinden, wie Polizisten, Piloten und Armeeangehörige. Diese Menschen alle als Wichtigtuer und Spinner hinzustellen, dass ist schlicht falsch und arrogant. Natürlich ist auch die Zahl der Menschen mit Hirngespinsten nicht unterzubewerten, aber als gesichert betrachten werden kann, da draußen ist etwas.
Denn was hätten ein Ex- Luftwaffengeneral, ein Ex-US-Präsident, ein Senator und Gouverneur, oder ein Luftwaffenoberst davon, zu berichten, das sie gegen UFOs gekämpft haben, oder wenigstens ein UFO gesehen zu haben. Sind das Angeber, Spinner oder Leute, die aus schierer Langerweile Geschichten erzählen? Wohl eher nicht, denn diese Personen haben einen Ruf zu verlieren. Sie haben tatsächlich etwas erlebt, was zum Teil auch belegt werden kann.
Die Frage ist doch nur, was erlebten all die Zeugen, die eine Begegnung hatten? Wenn wir 99% der Storys mit Psychologie und anderen Wissenschaften erklärt haben, dann bleibt da immer noch ein stattlicher Rest, den wir nicht erklären können.
Auch nicht, wenn wir mit einschließen, das grade die US-Regierung, andere Regierungen und natürlich das Militär, die nahezu alles vertuschen, bis hin zu Desinformationskampagnen, für Vorgänge, welche geheim bleiben sollen.
Etwas ist da draußen, und die Antwort darauf, ob es irdischer Natur ist oder aber doch Aliens involviert sind, diese wird uns vorenthalten. Wir sind alle Opfer einer falschen Informationspolitik.
Ich persönlich bin kein großer Anhänger von Alientheorien, da diese oft abstrus klingen und wenn man sie nachprüfen will, wenigstens in der Theorie, noch abstruser werden, wie der Humbug mit den Annunaki, nur als Beispiel. Nur allzu oft unterstellen diese menschliche Gedankengänge. Aber vorauszusetzen, das Aliens unbedingt ticken, wie wir, das halte ich für zu kurz gedacht, abgesehen von oft völlig unlogischen Behauptungen. Man erinnere sich an medizinische Versuche, Invasionsvorbereitungen, Goldabbau der Annunaki und uns, als Sklavenrasse und so weiter. All das würden wir doch Aliens an tun, wenn wir es könnten.
Wiederum kann ich weder gute, noch böse Absichten von Aliens abstreiten, denn überlegene Technologie bedeutet nicht gleichzeitig geistige Größe. Dass beweist der Mensch wohl zu genüge selbst. Aber am Ende sind es alles nur Theorien.
Meine Meinung ist, es mag da draußen im Universum Millionen von Alien Zivilastionen geben, aber es gibt wohl auch unzählige Gründe, die dagegen sprechen, dass sich Aliens mit uns befassen wollen. Außer man glaubt, Aliens finden Safariparks ganz toll.
Es gibt aber sehr viele Gründe, die es als realistisch erscheinen lassen, dass die Vielzahl von dem, was wir allgemein als UFO Phänomen betrachten, irdische Erklärungen hat. Was kennen wir denn wirklich von unserem Planeten? Es ist nicht allzu viel.
Grade erst haben wir erkannt, das es noch eine intelligente Spezies auf dem Planeten gibt, die Delfine. Und schon deren Intelligenz funktioniert so anders, das wir sie fast nicht erkannt haben. Sondern sie für gelehrige Papageien hielten. Wieso auch, sollten wir diese Intelligenz erkennen? Ihr Lebensraum ist so anders, wie der unsere, klar dass ihre Intelligenz ganz anders funktioniert.
Wer kann denn nun behaupten, es gibt keine intelligenten Lebensformen in unserer Atmosphäre oder dem Erdmantel, die sich ganz anders manifestieren. Eben auch als Lichtkugeln und Energie, UFOs und was weis ich noch alles.
So reizvoll oder auch erschreckend die Aussicht auf Leben von anderen Planeten für Menschen ist, Leben, das uns besucht und vielleicht sogar erforscht, so wäre es für mich doch nur die zweite Option. Es ist doch viel wahrscheinlicher, dass wir das Universum, des Lebens auf unseren Planeten noch gar nicht in seiner ganzen Vielfalt wahrgenommen haben.
Ich frage euch, wie wahrscheinlich ist es, wenn wir auf einem von 70% Wasser bedeckten Planeten leben, dessen Mantel aus tausenden Kilometern Gestein, Lava und Mineral besteht, von dem wir selbst schätzen, das wir kaum 15% der auf unserem Planeten lebenden Tierarten kennen, dass es hier nicht noch anderes intelligentes Leben gibt, dass uns interessiert beäugt und auch vorsichtig bis ängstlich gegenüber steht? Nehmen wir nur die ständig neu entdeckten xxtremophilen Lebensformen, bis hin zum praktisch unsterblichen Bärtierchen. Wer will sagen, dass diese, die höchst entwickelten Lebensformen ihrer Art sind? Vielleicht meiden sie uns nur und ihre intelligenten Vertreter und erforschen uns längst. Habt ihr schonmal an diese Option gedacht? Das wir die Krone der Schöpfung sind, das erzählen uns doch auch nur religiös im Denken leicht eingeschränkte Menschen, ohne jeden Beweis dafür. Warum glaubt ihr das denn und nicht, das es auch andereirdische Möglichkeiten gibt?
Wir sollten nicht ständig misstrauisch nach oben sehen, sondern tatsächlich unseren Regierungen und Forschern kritisch auf die Finger sehen, die möglicherweise die wirklich interessanten Dinge vor uns geheim halten. Aber vor allen Dingen sollten wir unsere Umwelt noch interessierte betrachten. Denn auch UFOs und "Dämonen" könnten sehr irdisch sein, befürchte ich. Denn Wissen ist Macht und nichts wissen, macht eben doch etwas.
Dem Besuch von Außerirdischen stehe ich jedenfalls eher gelassen gegenüber, weil ich glaube, wenn diese Aliens anklopfen, hören wir es. Diese spielen vermutlich kein Verstecke mit uns, schon gar nicht über viele Jahrtausende, denn UFOs sind so alt, wie das Bewusstsein der Menschheit.
Und noch etwas zu den Aliens, seit dem immer noch ungeklärten Roswell Zwischenfall sollte jedem klar sein, wenn sie uns tatsächlich besuchen, dann packtieren sie längst mit den Mächtigen und haben tatsächlich keine guten Absichten. Warum? Sie könnewn uns sicher mindestens so gut abhören und ausspionieren, wie die NSA & Co und denen entgeht nicht viel. Also wüssten sie, dass auf unserem Planeten etwas gewaltig schief läuft, unternehmen aber nicht wirklich etwas dagegen. Nun frage ich euch, würdet ihr jemanden trauen, der mit jemanden zusammenarbeitet, wie der US-Regierung oder anderen Ganoven, die seit Jahrzehnten den Weltfrieden bedrohen und skrupellos überall auf der Welt Kriege führen und Menschen töten? Aliens die das tun würden, den kann man nicht weiter trauen, als der Sorte, die mit Adolf Hitler uns seinen Schergen packtiert hätten.
Die andere Option wäre, diese Aliens erforschen uns, wie wir unsere Baktierien und unserer Regierungen sind dagegen machtlos. Das Pro dazu wäre, das UFOs konfrontationen mit unserem Militär vermeiden und wenn es doch dazu kommt, verhalten sie sich eher defensiv. Selbst wenn sie angegriffen werden, schalten sie im Regelfall nur kurzfristig die Eletronik ab, die gefährliche Angriffswaffen steuert, wie Luft/Luft Raketen von Militärjets. Aber auch hier gibt es ein Kontra. Sie halten uns für so unterentwickelt, dass wir interessant genug sind, uns in unserer Petrischale zu beobachten, aber wir sind nicht interessant genug, um mit uns zu reden.
Doch die Option, der irdischen Lebensformen, die ich favorisiere, würde hier vieles logischer erklären. Zurückhaltung, dauerhafte Präsenz und die Vorsicht uns gegenüber. Nimmt man dann noch dazu, das unsere Militärs, Regierungen und Konzerne auch immer etwas geheim halten wollen, passt viel mehr im Puzzle. Mal ganz von unserer Unwissenheit abgesehen.
Das ist die theoretische Realität, auf die sich jeder selbst einen Reim machen muss.
George W. Lästerbacke
Samstag, 12. August 2017
Der zweite Weltuntergang
Vorwort:
Ich habe euch nun oft etwas zum lesen angeboten. Heute ist es einmal ein Märchen. Märchen sollen ja lehrreich sein und ein glückliches Ende haben, Das hier hat keines von beiden, es ist einfach nur eine Fiktion, von etwas, was vielleicht mal gewesen ist und etwas, was sich vielleicht immer wieder, wiederholen kann. Es ist ein politisches Märchen und nur für Erwachsene.
Es war einmal....
Ein Planetensystem mit neun Planeten. Sie wurden Erde, Mars, Venus, Phaeton, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Merkur genannt und kreisten alle um einen Stern, namens Sonne.
Zusammen mit den Zwergplaneten wie Pluto, Haumea, Makemake, Eris, Ceres und vielen kleinen und größeren Gesteins- und Eisbrocken bildeten sie ein Sonnensystem.
Halt!
Stopp!
Noch eine historische Anmerkung:
Nach der heutiger Ansicht von Wissenschaftlern, eines kleinen, noch recht primitiven Volkes auf dem Planeten Erde, ward das Sonnensystem öde, leer und ohne Leben.
Der eine Planet war zu heiß, der andere zu kalt, der nächste Planet wieder zu klein und so dachten sich die Menschen, so nannten sie sich selbst, in ihrer kleinen Einöde, sie wären allein.
Eine Ansicht, die so nicht stimmt. Denn sie gehen davon aus, das Leben, so wie sie es sich vorstellen einzigartig wäre.
Doch jede Lebensform, die nicht auf Kohlenstoff basiert, wie die Siliziumwesen vom Jupiter, lachten immer oft, gerne und herzlichst über diese Menschen, die schlicht ahnungslos sind.
Die Menschen glauben sogar noch der Jupiter wäre ein Gasriese ohne festen Kern, dabei weiß das jeder Außerirdische Erstklässler schon besser.
Sogar die Eisatmer vom Neptun, die tatsächlich nicht die hellste Sternchen am Himmel der Intelligenz sind, wissen das besser.
Die Menschen sind eine eher dumme Spezies, mit denen im kosmischen Kindergarten keiner spielen will. Sie sind eine der ältesten Spezies im Sonnensystem und merken das nicht mal, weil sie ständig alles vergessen.
Immer wieder hat man Angst, wenn sie einen neuen Planeten besiedeln, machen sie ihn kaputt. Dass sie sich nicht schon vor Milliarden von Jahren ausgerottet haben, das wundert jeden im Sonnensystem.
Man blieb auf den anderen Planeten lieber unter sich. Obwohl dies Zwergenrasse oft hohen Unterhaltungswert hat, zum Beispiel für die Marsianer. Es war ein Mords Spaß für die Marsianer, als die Menschen anfingen, den Planeten Mars zu erforschen, zum Glück vorerst nur mit unbemannten Sonden. Denn die bemannte Raumfahrt hatten die Menschen wiedermal verlernt.
Jahrzehnte bevor die Marsianer eine holographische Bild-Technologie entwickelten, schoben sie Bilderkulissen einer öden Steinwüsten vor den Mars- Rovern der Menschen her, wo immer diese auftauchten. Welche dann ihre Städte und die üppige Vegetation des Planeten vor den neugierigen Kameras der primitiven menschlichen Gefährte versteckte.
Diese Menschen waren neugierig, bereits als sie Fernrohre entwickelten argwöhnten sie, das es auf dem Mars riesige Bewässerungskanäle geben würde und vermuteten, dort wohne eine, ihnen feindlich gesinnte Spezies. Ja diese Menschen sind schon ein komisches Völkchen.
Allerdings ist es wenig verwunderlich, das sie so wuschelig im Kopf sind, denn sie stammen vom Planeten Phaeton. Wer so eine bewegte Geschichte hinter sich hat muss wohl etwas wirr im Kopf sein. So eine Art Postgalaktische, traumatische Belastungsstörung vielleicht, das würde auch ihre Vergesslichkeit erklären. Oder sie sind einfach nur extrem schlampig, bei ihren Aufzeichnungen.
Von Phaeton gibt es heute nur noch wenige Spuren, denn er ist als Asteroiden Gürtel zwischen Mars und Jupiter verteilt. Ihre Vorfahren, also die Menschen, sprengten ihn vor ewigen Zeiten vermutlich selbst in die Luft.
Und das kam so …
Vor Milliarden von Jahren, waren die Menschen schon recht fortschrittlich. Sie hatten zwar gesellschaftliche Probleme, konnten ihren Reichtum nicht teilen und beargwöhnten sich in Staaten, die sich gegenseitig mit brutalen Waffen auf Distanz hielten. Aber sie waren schon in der Lage im Planetennahen Raum zu reisen. Ihre Schiffe erkundeten viele ihrer Monde und erschlossen diese sogar durch Umgestaltung der Lebensräume und Bildung von Atmosphäre als bewohnbare Welten.
Und das war dann auch gut so …
Denn eines Tages bemerkten sie, das sich der flüssige Kern ihres Planeten verfestigte und irgendwann aufhörte zu rotieren. Die Folgen waren verheerend, Flutwellen, seismische Schockwellen und andere Naturkatastrophen ereilten den Planeten.
Irgendwann war es dann soweit, die Menschen, mussten von Phaeton fliehen. Die größten Nationalstaaten besiedelten mit ihren Völkern jeden der zehn Monde des Planeten. Doch Milliarden Menschen starben, als der Planet plötzlich kollabierte und auseinanderbrach. Die genaue Ursache bleibt wohl immer im Ungewissen.
Leider hatte die Menschen erst das Nötigste gerettet, viel Wissen und Technologie gingen mit dem Planeten unter. Die Menschen auf den Monden begannen in Aberglauben und Religionen zu fliehen, Technologien wurden zu Legenden und Jahrtausende der geistigen Dunkelheit beherrschten die Phaeton ähnlichen Welten der zehn Monde. Die nun den Asteroiden Gürtel zwischen Mars und Jupiter umkreisten. Millionen der Menschen vergaßen, woher sie kamen und huldigten Göttern, die keine waren.
Bevor ich jedoch weiter erzähle, ein paar Infos zu auftretenden Protagonisten und ihren Welten.
Arabica war einer der größeren Monde:
Eine aufstrebende Welt, beseelt vom Handel, Ackerbau, Viehzucht und in der Wissenschaft vielen Welten des alten Phaeton Systems bereits weit voraus. Regiert von vielen kleinen Königen und bewegt, ihre Religion in der Welt zu verbreiten. Sie attackierten viele Phaeton Welten. Mal erfolgreich, mal nicht. Aber unzweifelhaft waren sie damals eine fortschrittliche Kultur, die auch die Kultur unseres Mondes Europa mit Kunst und Baukunst beeindruckte. Mancherorts hinterließen sie ihre Spuren, auch wenn sie auf dem Mond Europa nie wirklich Fuß fassen konnten. Denn die Religionen trennten die Menschen unüberbrückbar.
Die Schlachten um gemeinsame Heiligtümer schwächten Arabica und stärkten den Mond Europa. Die in Arabica immer mehr verbreitete Religion hingegen schwächte diesen Mond unmerklich immer mehr. Das Finstere Mittelalter das Europa mit religiösen Eifer in seiner echten Entwicklung zu wahrer Größe hinderte, fing in Arabica erst an und setzt sich lange Zeit fort.
Der Mond Europa war ein altes Haus, kulturgeschichtlich nicht viel älter als das Reich Arabica und ebenso von vielen kleinen Königen regiert. Nur das dieses Reich viel stärker von einer noch älteren Religion geeint wurde, als Arabica. Diese fest im Sattel sitzende Macht kleiner Könige und Priester vereint unter dem Dach einer Religion, machte den Mond Europa standhaft gegen Arabicas Attacken. War Europa noch eine geschwächte Macht in der Wissenschaft, die immer wieder von den religiösen Fanatikern behindert und verhindert wurde. So war es doch stark geeint im Glauben. Eine vom starken militärischen Willen getragene Macht, die eine Expansion Arabicas verhindert.
Das erstarken als Wirtschafts- und Wissenschaftsmacht jedoch konnte der Mond Europa erst erleben, als es die Religion zurück gedrängt wurde und die Wissenschaft nicht mehr verteufelt war.
Durch viele Wirren und Jahrhunderte wuchs die Macht des Wissens und schwand die Macht des Glaubens, der zweitrangig wurde. Als zweite “Glaubensrichtung“ etablierte sich der eher gottlose Humanismus, der Europa ohne Zweifel auf den Weg hin zu einem Paradies entscheidend voran brachte.
Der Mond Afrotika war ein wunderbares Haus mit vielen Kulturen, welches ohne Zweifel, ganz anders war, als der Mond Arabica oder Europa. Er hatte seine eigenen faszinierenden Kulturen. Man nannte ihn Afrotika, weil die Menschen dort so viel Gefühl und Emotion ausstrahlten, die einfach Sympathien wecken.
Die einstigen Kulturen mögen oftmals fast abgestorben sein, da sie von der Kultur des Mondes Europas durch Landname und Menschenraub, oft des eigenen Weges beraubt wurden und immer noch mehr Spielball globaler Mächte wurden. So dass sie sich selbst nicht finden konnten.
Doch das gefühlvolle Temperament, welches aus den Augen der Afrotikaner leuchtet, ist noch da.
Es war einmal …
Vor Äonen von Jahren, da war die Welt des Mondes Europa noch halbwegs in Ordnung. Weder wirklich gerecht, noch besonders ungerecht. Es war eher so, das Volk war zufrieden. Mit den Brotkrummen, welche die Herrscher dem Volk Europas hinwarfen, funktionierte das Untertanenvolk, im Rahmen erwarteter Parameter für Untertanen.
Das Volk lebte nicht in Not und respektierte seine Herrscher, welche sich selbst Demokraten nannten. Das machen Beutelschneider allerdings schon immer so und solange das Volk mit Brot und Spielen bei Laune gehalten wird, funktioniert das Spiel, namens Demokratie, welches eine uralte Legende, wohl noch vom Planeten Phaeton war.
Auch wenn die Herrschaften immer häufiger Wasser predigten und Wein soffen, es gab viel, viel schlechtere Orte auf dieser Welten von Phaeton. So hörten sie es allerorts aus den Geräten zur Unterhaltung. Ihnen geht es gut wie nie und, das will man nicht verlieren. Und was hätte das Volk auf dem Mond Europa machen sollen?
Es war fett und bequem geworden und ihm wurden alle Waffen verboten, die man hätte für eine Revolution gebrauchen können. Die Königsdemokraten, hingegen hatten bis an die Zähne bewaffnete Paramilitärische Einheiten, die sie Polizei nannten.
Davor hatte der fette, bequeme Bürger Angst. Schließlich lebte er nicht schlecht von den Almosen, welche die Könige Europas ihm von seiner Früchte Arbeit zuwarfen. Der Ertrag der Früchten seiner Arbeit, eichte schon lange nicht mehr, für ein gutes Leben, weil der Staat und die Reichen, den Ertrag einbehielten. Über die Hälfte eines Jahres arbeitete der Bürger nur für Steuern und Abgaben, um die Könige der Demokraten zu finanzieren.
Nun trug es sich zu, das es an einigen Orten, die viel, viel schlechter waren, als an jenem Ort, der Mond Europa, wo wir lebten, die Menschen unzufrieden waren und gegen ihre Herrscher rebellierten.
Wie die Welt des Mondes Arabica. Sie wollten auch so leben, wie die Bewohner des Mondes Europas. Regiert von Demokraten, die sie wählen konnten, nicht von hartherzigen Diktatoren.
Sie wollten auch etwas vom Kuchen der Reichen und mitbestimmen. Das es so etwas gar nicht gibt, sondern nur Show für das Volk ist, das wussten sie ja nicht.
Denn Medien lügen nun mal, egal wo auf den Monden Phaetons, denn sie gehören den Reichen und Mächtigen diesen Welten. Sie erzählen, das man etwas verändern kann, also gingen die Menschen in vielen Orten Arabicas, auf die Straße und jagten die Tyrannen davon.
Denn sie wussten nicht, dass es nicht möglich ist, Tyrannen zu verjagen und taten es einfach. Diese Revolution nannten sie Arabicas Frühling.
Die Herrscher und Medien des Mondes, feierte diese Helden des Arabica Frühlings und hoffte auf gute Beziehungen, um den Mond Europa noch reicher zu machen, denn der Gott Europas war inzwischen der Markt geworden. Der Markt, der immer grenzenlos expandieren muss, um auch die Brotkrummen für die kleine Leute zu sichern.
Doch die Herrscher des Mondes Europa waren dumm. Das Volk hatte nie die klügsten und besten Herrscher gewählt, sondern immer nur die Blender, welche am lautesten brüllten, was das Volk hören wollte. Denn auch die Völker Europas waren egoistisch und eigennützig.
So vergaßen die Herrscher des Mondes Europa, das es hinter dem Mond Arabica noch viel ärmere Monde gab.
Der Mond Arabica hatte bis dahin, gegen gute Bezahlung natürlich, mit seinen Diktatoren dafür Sorge getragen, dass die Menschen vom armen Afrotika, nicht versuchen ihre armen Mond zu entfliehen und auf den reichen Mond Europa zu kommen, zu den Reichen eben.
Doch es kam, wie es kommen musste, die Bewohner Arabicas spielten Demokratie und die neuen Mächtigen, wurden religiöse Führer, nun auch mit politischer Macht. Aber sie hatten keine Ahnung von Macht und Menschenführung, meist waren sie nur doof und predigten ihren religiösen Müll. Dafür waren die Mufflons, so nannte man diese Anführer, aber noch gewalttätiger und brutaler, wie einst die alten Diktatoren Arabicas.
Und weil sie eben keine Ahnung haben, achteten sie auch nicht mehr darauf, das immer mehr Afrotikaner in ihre Länder einsickerten, die aber nicht nach Arabica wollten sondern in unsere schöne Welt des Mondes Europa, weil sie in Afrotika scheinbar ohne Zukunft waren. Außerdem mochten die neuen religiösen Führer Arabicas die Völker Europas nicht. Weil diese Moderne, wenig religiöse Ideen vertraten.
So also trug es sich zu, das der Schutz des Mondes Europas vor den Armen des Mondes Afroticas über die Jahre bröckelte. Während sich die Hoffnung der Menschen in den revolutionären Frühling Arabicas immer mehr zerschlug.
An einem der Orte Arabicas wurde es so schlimm, das zwischen dem bösen Diktator Affad und den Rebellen zu einem Bürgerkrieg kam. Städte wurden verwüstet tausende Menschen starben. Viele Menschen mussten flüchten.
Die Armen dieses Ortes sammelten sich in Flüchtlingslagern eines kleinen Mondes namens Würgei, der von einem korrupten Demokraten namens Erdolf regiert wurde. Mit diesem Erdolf machten die Herrscher des Mondes Europa gerne Geschäfte.
Auch jetzt wurde Erdolf mit Milliarden Summen bestochen, um diese Flüchtlinge vom Mond Europa fern zu halten.
Denn auf dem Mond Europa gab es ein Gesetz, das man, wenn es nötig ist, Menschen aufnehmen sollten, wenn sie vor politischer Verfolgung und Krieg von ihrem Mond fliehen müssen. Das Gesetz nannte man Asyl Gesetz.
Es gab zwar kein einklagbares Recht auf Asyl, aber so etwas, wie eine moralische Verpflichtung zu helfen. Ein gesellschaftlicher Konsens, auf den man sich auf Europa geeinigt hatte.
Der Erdolf hinderte also die armen Kriegsopfer Arabicas daran, zu uns zu kommen. Doch es gab auch reichere Kriegsopfer, die kauften sich einfach eine Passage zum Mond Europa. Denn Transportmittel wurden dank der Technologie des Mondes Europa immer billiger und leicht zu Handhaben. Es gab Menschen in Arabica, die verdienten gut daran, den in Not geratenen zu sagen, wo auf diesem Mond Europa, es besonders gut ist, wo Milch und Honig fließt und einem die gebratenen Tauben direkt in den Mund fliegen. Und diese Menschen wussten alle Tricks, wie man dorthin ohne Umwege gelangt.
Diese Menschen nannte man Schlepper. Sie waren böse Kriminelle und nur an Profit interessiert. Praktisch ähnlich, wie die Arbeitgeber unserer Demokratischen Könige und Herrscher auf dem Mond Europa.
Es ist schwer zu verstehen, was legal und was illegal ist, in einer Welt, die von Menschen regiert wird, die selbst das Motto leben “Legal, Illegal, Scheißegal.“ Doch so funktioniert die Welt der vielen Monde nun mal. Legal ist, was gesellschaftlich akzeptiert ist oder Gesetz. Und nur die Herrschenden können sich darüber hinwegsetzen.
Denn für die kleinen Bürger gibt es die Justiz, die ihn diszipliniert und nach grade aktuellen Gusto der Herrscher unterdrückt.
Aber nun gab es auch noch diese Schlepper, die Kriegsopfer ausnahmen, um Profit zu machen. Zum Glück waren dies nicht viele und der Mond Europa nahmen die wenigen reichen Flüchtlinge auf, die aus Arabicas schlimmsten Orten kamen. Sicherten ihren Lebensunterhalt und versuchten ihnen ein zu Hause zu geben. Soweit so gut.
Natürlich gab es Probleme, weil sie aus Arabica kamen und andere Sitten hatten und natürlich eine andere Religion.
Aber das stand nicht zur Debatte, weil sie sich integrieren wollen, so meinten die Könige. Einfacher Plan der Herrschenden.
Auch wenn dass, die Geflüchteten oft anders sahen.
Es wurde von nützlichen Fachkräften gesprochen, die die Staatskassen des Mondes bald füllen würden und keine Lüge war zu dumm, um sie den einfachen Bürgern des Mondes Europa aufzutischen.
Denn die Herrschenden hatten schnell erkannt, wie sie sich an dem Flüchtlingselend noch selbst bereichern können.
Eine Debatte darüber war nicht erwünscht und dem Bürger sagte man „Fresse halten, sonst kommst du in den Knast. Denn unser Mond wird bunt!“
Das sagte man natürlich nicht so direkt, aber die Botschaft kam an. Das einfache Mondvolk hielt die Klappe, zumindest eine Zeit lang.
Zudem eine der Königen des Mondes Europa erklärt hatte “Wir schaffen das“. Leider plapperte diese Demokraten Königin oft wirres Zeug und niemand glaubte dass, was sie sagte, außer die armen Menschen der anderen Monde der Phaeton Welt.
Plötzlich kamen nicht nur die wenigen Kriegsflüchtlinge aus Arabica, sondern aus Afrotika setzte sich eine Welle Menschen in Bewegung und wollte in das gelobte Land, wo die gepriesene Königin Angelina Ferkel rief „Ihr Kinderlein kommet“.
Und die Kinderlein kamen, aus Afrotika, Arabica und anderswo, weil die Königen Angelina Ferkel hatte auch gesagt, kommt alle, warum auch immer. Wir werden euch speisen und laben. Das mehrte ihr Ansehen, weil sie so nett erschien.
Es ging eine Weile gut, das Volk des Mondes Europa murrte nur leise, obwohl sie zusahen, wie täglich tausende Menschen mit billigen Wegwerf-Raketen auf ihre Mond landeten, die oft genug auch noch auf ihrem Mond gebaut wurden. Sie sahen, wie Menschen, die nie etwas zum Reichtum des Mondes beigetragen hatten, materielle Vorteile genossen, die sie nie hatten. Sie sahen, wie diese neuen Zuwanderer Gesetze brachen und das ohne Konsequenzen und sie sahen, wie sie zuletzt, als Bürger dieses Mondes aus ihren Häusern vertrieben wurden.
Doch es war längst zu spät, die Bürger des Mondes protestierten, doch es nützte nichts mehr, denn während sie die Fresse hielten und sich mit Brot und Spielen die Zeit vertrieben hatten, haben die Herrscher des Mondes, allen voran Angelina Ferkel so harte Gesetze verabschiedet, das man nicht mehr frei sprechen konnte. Man kam ins Gefängnis, Kinder in Umerziehungslager und irgendwann verschwanden die Gegner der Herrscher nur noch.
Und als Millionen und Abermillionen Menschen illegal auf den Mond Europa eingewandert waren, wurde ihr Religions- und Rechtssystem zur Politik der Herrschenden gemacht. Herrscher Konvertierten oder waren längst selbst auf der Flucht, als Jahre später das gesamte Gesellschaftssystem des Mondes Europa kollabierte.
Zu dieser Zeit hatte hatten sich die anderen Monde des Systems von Phaeton, längst von Europa abgewandt. Weil sie Angst hatten, die Politik Europas, würde sie alle ins dunkle Mittelalter zurück reißen. Die Monde Arabica und Europa wurden als Gefahr erkannt.
Längst hatten die anderen Monde gerüstet, um die Europa Politik notfalls mit Gewalt zu stoppen, da führten die neuen Religiösen Führer Arabicas und Europas einen Erstschlag mit so genanten globalen Killern gegen einige Monde, die sich nicht unterwerfen wollten.
Am Ende war das System der Phaeton Monde nur noch ein Trümmerfeld. Noch ein paar Trümmer mehr in einem Asteroidengürtel eines einst starken Planeten.
Nur eine kleine Kolonie von Menschen, die rechtzeitig auf die Erde ausgewandert waren überlebte und hat Phaeton längst vergessen.
George W. Lästerbacke






