Liebe Leser, schon wieder Montag. Es ist schon erstaunlich Montag bis Freitag sind 120 Stunden, die ziehen sich wie Kaugummi. Die 48 Stunden Wochenende, die sind so flüchtig, wie Eiswürfel. Da gibt es nur eins, was wir tun können, wir brauchen dringend eine flexible Krankheit. Die uns den Spaß gönnt, aber das Arbeiten vergällt. Ich habe da etwas für euch gefunden. Die Erotophobie, eine mentale Persönlichkeitsstörung. Eins an der Klatsche haben, das liegt im Trend, wie wir Alle wissen. Warum nicht auf der Welle mit surfen?
Schaut euch das mal an, lest es gründlich und dann ab zum Psychotherapeuten, was früher nur Beamten vorbehalten war, nun ist es massentauglich.
Die Ergophobie
Ergophobie ist die Angst vor Arbeit und stellt ein bedeutendes, wenn nicht sogar das beherrschende Hemmnis bei der Vermittlung arbeitsloser Menschen dar. Aus der Primärangst vor der Arbeit folgen sekundär weitere schwerwiegende gesundheitliche und psychische Beeinträchtigungen, die ebenfalls in Vermittlungshemmnissen münden, die es den Vermittlern auf dem Arbeitsmarkt zunehmend erschweren und manchmal sogar unmöglich machen, diese Menschen auf dem ersten Arbeitsmarkt unterzubringen. Hinter der Problematik der Angst vor Arbeit stehen häufig die angstauslösenden Faktoren in Betrieben und Unternehmen, also die Angst bei der Arbeit, da aus Angst bei der Arbeit sich zwangsläufig auch die Angst vor der Arbeit ergibt und eine Art von Angstkreislauf in Gang setzt. Schon der bloße Gedanke an eine Bewerbung oder ein Vorstellungsgespräch löst starke Panikattacken aus und blockiert somit die Handlungsebene. Ein allen Phobien gemeinsames Element ist der Kontrollverlust, denn die Handlungsebene des Betroffenen gehorcht nicht mehr dem Verstand, ebenso ist die Wahrnehmung der Realität gestört.
Die Angst vor Arbeit hat heute oft ihre Wurzeln in der Angst vor Mobbing. Mobbing bedeutet immer eine persönliche Kränkung des betroffenen Mitarbeiters und ist die systematische Ausgrenzung von Mitarbeitern durch Verachtung, Nichtbeachtung, Anschwärzung bei den Vorgesetzten, oder dadurch, dass schlecht hinter seinem Rücken über ihn geredet wird. Sie kann begründet sein durch eine von den Kollegen erkannte Inkompetenz oder besonders hohe Kompetenz, kann aber auch auf völlig subjektiven Gründen im Erscheinungsbild oder in der Persönlichkeit des Mitarbeiters beruhen. Die Angst betrifft sowohl Menschen, die schon einmal gemobbt wurden,, aber auch Menschen, die zum allerersten Mal mit Mobbing in Berührung kommen. Mobbing wird meist im Kollektiv betrieben und hat oft zur Folge, dass der Betroffene die Arbeit aus psychischen Gründen, die sich auch bald in körperlichen Symptomen äußert, aufgeben muss.
Der Auslöser können daher oft sehr weit in die Vergangenheit zurück liegen, wobei Ergophobiker oft als Drückeberger abgestempelt werden, denn die Gesellschaft unterstellt ihnen mangelnden Arbeitswillen und bezeichnet sie als Sozialschmarotzer.
Daher gibt es eine hohe Dunkelziffer dieser Erkrankung, denn die meisten Betroffenen schweigen aus Scham und aus Angst vor einer sozialen Ausgrenzung, was auch das Finden und Annehmen von Hilfsangeboten oder Therapien verhindert.
Quelle: http://www.merz-bau.de/images/angst_projektarbeit.pdf)
Natürlich ist der Text mit Quellenangabe, sonst denkt noch Jemand ich habe das selbst geschrieben. Das geht gar nicht, ich bin selbst Ergophobiker.
George W. Lästerbacke
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Sonntag, 2. März 2014
Montag, 5. August 2013
Montagsmenschen
Menschen sind montags am tollsten...., oder auch nicht.
Mein Umfeld ist bunter Querschnitt der Gesellschaft. Von Mutter Courage über die alltäglichen sogenannten Normalen, den Fleißigen, die Hübschen, die Klugen und den Selbstverliebten. Da die Woche noch sehr jung ist, hoffe ich, dass ich die Menschen mit denen ich mehr Zeit verbringen werde, als mit meinen Lieben, mögen kann. Arbeitskollegen und Hoffnung, ich Träumer.
Heute empfinde ich sie noch als Hoffnungsträger, am Dienstag entschuldige ich sie, mittwochs werde ich realistisch, am Donnerstag nerven sie mich und am Freitag muss ich anfangen sie vor mir in Schutz zu nehmen. Sonst kann ich mich am Sonntag nicht mehr auf sie freuen.
Schon erstaunlich wie die Woche den Menschen verändert, an montags noch witzig, mittwochs schon banal und freitags potentielle Opfer eines Amoklaufes.
Warum wandelt sich der Mensch und die Welt so schnell? Es ist der Überlebenskampf. Montags noch dem schier übermächtigen Feind, den angehäuften Problemen ins Auge sehend, hat man mittwochs schon das Chaos geordnet und merkt, wie überflüssig das Umfeld für die Bewältigung der eigenen Aufgaben ist. Man erkennt wieder die eigenen Stärken und der anderen Schwäche. Es selektiert sich der Ballast, die rosa Brille fällt und man freut sich um so mehr, über die eigene kleine, klare Welt. Die nur am Wochenende wirklich wahr werden kann.
Ich weiß, Einige werden jetzt einwenden, das es den einen unausweichlichen Vollpfosten auch schon am Montag gibt. Aber ich sage euch, fangt wenigstens diesen Tag der Woche mit Gnade für eure Mitmenschen an. Auch wenn ihr längst Ungereimtheiten in eurer Existenz bemerkt habt. Wie, das ihr mit euren Mitmenschen, lebt, liebt, lacht und streitet. Ihre Frauen vögelt und Kinder zeugt und doch immer mehr spürt, das ihr einer intelligenten Lebensform angehört und sie nicht. Schiebt wenigstens am Montag die Frage beiseite "Wer zum Teufel, hat mich auf diesem verdammten Planeten ausgesetzt?
Mit diesen Gedanken im Gepäck, wünsche ich euch eine wunderbare Woche und einen herrlichen Montag.
© George W. Lästerbacke
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Samstag, 21. April 2012
Musen auf Facebook, Inspiration, Milchkaffee, Zeitmaschinen, bloggen, Ich und Sex.
Es mag an und in Facebook Vieles zu bemängeln geben. Doch Facebook hat auch unbestreitbare Vorteile. Neben den Millionen, oberlehrerhaften Besserwissern, Klugscheißern und Dummköpfen, die in der Regel ihre unausgegorenen Gedanken hinwerfen und ihre gedanklichen Ergüsse für die absolut Wahrheit halten, trifft man täglich auch auf die Klugen, oft leiseren Menschen. Personen die, die Zeit, welche man online opfert, wettmachen. Die Personen, die uns etwas lehren und geben, ohne Fanatismus und Penetranz. Personen, die von uns etwas lernen. Menschen, die uns Inspiration geben. Oft sind es Menschen gleichen Geschlechts, die uns zu interessanten Diskussionen und Gedanken anregen, resultierend aus der Erlebnis- und Gefühlswelt eines Mannes.
Oft sind es auch diese weiblichen Partner im Netz, die so wunderbar anders sind als wir Männer und uns doch so gleichen. Die Musen, die uns zum Schreiben anregen oder zum träumen. Vielleicht auch zum verträumten schreiben. Ich trage nicht gern Masken, vermeide die Charaden des Alltags, will authentisch sein. Ich verstehe mich als dass essenzielle Fleisch gewordene Gute & Böse, Jing & Yang. Jemand der, die Mitte gefunden hat, um sein Leben lebenswerter zu machen.
Ich provoziere, diskutiere und lästere gern, um mich und meine Umwelt geistig wachsen zu lassen und wachsam zu bleiben. Wenn ich auf Facebook einmal wieder so eine Muse treffe, dann freue ich mich. Weil ich so weit entfernt bin, nur diese geistige Nähe ausschöpfen und genießen kann. Dass ich, nicht mit Ihr schlafen »muss«. Die Formulierung mit ihr »schlafen«, ist in diesem Fall natürlich im übertragenen Sinne zu verstehen. Es ist die Vermeidungsstrategie, körperlicher Nähe zu zulassen und geschlechtsneutral eigenen Gemeinsamkeiten zu entdecken. Einfacher ausgedrückt, der Wegfall, des Balzverhaltens. Man verheddert sich zu schnell in Balz- und Werberitualen, das geistige Befruchten ist schön und lässt Freiräume. Entfernung empfinde ich im diesem speziellen Fall als Freiheit. Wobei ich natürlich nicht in Abrede stellen möchte, dass diese geistige Harmonie des Intellekts und oder aber auch der anregende Disput, eine hochgradig sexuelle Spannung aufbaut, die sich bei gegenseitigen Gefallen und stimmiger »Chemie« schnell in körperliche Begierde wandeln kann. Die Entfernung befreit von einigen direkten Einflüssen. Das miteinander “Schlafen“, ist dann, also weniger ein Muss, als eine spätere Konsequenz der geistigen Interaktion. Was ein absolut wunderbares Ende, eines über Tage und Wochen geführten online Gespräches sein kann. Die Entfernung macht dass jedoch oft unmöglich. Was auch gut so ist.
Denn so gerne ich den Hurensohn darstelle, der ich vermutlich wohl auch bin, so sehr schätze ich Abstand. Der es mir ermöglicht vergeistigt und individuell zu sein. Ohne die Belastung des direkten zwischenmenschlichen Kontakts. Denn unsere Individualität im Denken unterscheidet uns von schlichten Herdenvieh. Der Ruf der Natur ist ein natürlicher Zwang, der uns zu oft verbindet. Dort wo Distanz angesagt wäre, um frei zu denken.
Deshalb mag ich Facebook. Es befreit uns oft von natürlichen und kulturellen Zwängen. Auch wenn diese Zwänge, die uns oft selbst auferlegten Fesseln, so schön sein können.
Ich blogge auch öfters fast zwanghaft dem Drang folgend, meine augenblicklichen Gedanken nicht zu verlieren. Ich betrachte meine Blogs als geistiges Zwischen- und Endlager. Oftmals ist die Ansicht »Was interessiert mich, mein Geschwätz von gestern.«, die beste Sicht auf die eigene Gedankenwelt. Den auch Gedanken unterliegen einem evolutionären Prozess, sonst sind sie nichts wert. Doch auf das Archiv der eigenen Gedanken und Ansichten zurück greifen zu können, ohne Bände von zu Papier gebrachten Gedanken wälzen zu müssen, das ist der Vorteil, des Menschen im 21. Jahrhundert.
Seine Gedanken in der Unendlichkeit des Internets verwahrt zu wissen ist gut. Zwischen Nullen und Einsen, sind unsere Ideen verewigt, ohne uns zu behindern. Wie können zurücksehen, ändern und löschen, doch irgendwo im Nirgendwo, da sind Sie dann doch, die Echos unseres Selbst, von gestern. Das Internet ist unsere private Zeitmaschine, die dem Geist vorbehalten ist.
Einen wunderbaren großer Milchkaffee trinken, auch einen Zwang, dem ich mich nur zu gern hingebe. In sich ruhend, in der Sonne sitzen im Straßencafé oder beim Bäcker, Kaffee trinken, vielleicht mit Bekannten oder unbekannten Menschen reden. Die Menschen im Vorbeigehen betrachten. Mitten im vorbei hastenden Leben und doch mit sich und einem Milchkaffee allein.
Die Welt betrachten vorbei gleiten lassen und später genau über diese Welt oder Andere schreiben zu können. Diese Art Zwänge bestimmen uns. Es sind diese freiwilligen Augenblicke, die fesseln und befreien.
Der Mensch scheint mir immer zwanghaft in einem Kreislauf gefangen. Doch so lange dieser Kreislauf freiwillig ist, so lange ist auch der Kreislauf Freiheit. Es ist eine andere Art von sich fallen lassen.
George W. Lästerbacke
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