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Mittwoch, 25. Juni 2014

Die Sache mit der Armut

Ich ärgere mich immer wieder, wenn ich aus allen Möglichen Kreisen der Gesellschaft höre, wie gut es uns doch in Deutschland geht und das Armut in Deutschland, doch gar nicht so schlimm sei. Das mag natürlich für den Dummen, den Bildungsfernen und den intelligenten Realitätsfernen, so stimmen. Doch wie sieht die Realität aus?

Deshalb habe ich eine möglichst einfache Definition von Armut erstellt. Die wie ich meine, auch eher linear denkenden Menschen ermöglicht, Armut zu verstehen.

“Der Mensch hat nur das nötigste zum Überleben.“

Zum Leben zu wenig zum Sterben zu viel.
Nun schauen wir uns doch mal tatsächliche Armut an, wie sie uns Medien in Deutschland und allgemein in der westlichen Hemisphäre gerne präsentieren. Nehmen wir die wirklich ärmsten in Afrika.

Dort gibt es Menschen, die für unser Verständnis von etwa 0,70 Euro leben müssen. Das reicht um ihre Grundnahrungsmittel zu bezahlen. Reis, Mais, Getreide oder andere Lebensmittel. Eine weitere Versorgung mit Medien aller Art findet in der Regel nicht statt. Auf der ganzen Welt von Brasilien bis Indien, gibt es Menschen, die so leben müssen und sich das Wenige, was sie noch an Luxus haben, durch ihrer Hände Arbeit dazuverdienen. Kleidung, ein Dach über dem Kopf und Wärme, wenn es kalt wird. Gesundheitsversorgung, sauberes Wasser, das sind Dinge, die wir auch für das Nötigste halten, doch diese Dinge bekommen diese Armen oft nicht oder nur sporadisch, durch Spenden, Familie oder auf anderen Wegen.
Von einer Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, davon will ich gar nicht reden. Und doch brauchen auch diese Menschen noch mindestens 70 Cent zum überleben, n einem jeden Tag des Monats. Ein Einkommen von zwanzig bis fünfzig Euro im Monat auf diesem Planeten ist keine Ausnahme, sondern bittere Realität, fast ein Regelfall. Und doch haben diese Menschen das Nötigste, um zu überleben. Zuviel zum Sterben, zu wenig zum Leben, hätte mein Opa das genannt.

Es wundert natürlich nicht, das unser Leben hier in Europa für diese Menschen erscheint, wie das Paradies auf Erden. Selbst unsere Armen in Europa erscheinen noch reich, aus dieser Perspektive von Slums oder Savanne.

Viele dieser ärmsten, der Armen werden nie erfahren, das der Traum vom goldenen Westen im Prinzip auch nur ein Traum ist, der mit der Realität wenig zu tun hat.

Der Sinn für die Realität ist verloren gegangen.
Doch viele von euch, haben auch jeden Sinn für die Realität verloren. Armut in Deutschland mit der Armut in der Welt zu vergleichen, ist als ob man Äpfel mit Birnen Vergleicht. Deshalb habe ich mir mal die Mühe gemacht, darzustellen, was das Leben in Deutschland kostet und wie die Realitäten und HartzIV Regelsätze auseinander klaffen.

Ich orientiere mich dabei an einer Version, die, dem realen Leben nach empfunden ist und den HartzIV Regelsatz berücksichtigt. Natürlich ist alles variabel, aber statistisch betrachtet, bin ich wohl näher dran, als ein Politiker oder andere geistig missgebildete Kreaturen.

Die erster Version allerdings könnte man als Traum des Politikers betrachten. Sie berücksichtigt nur, die wirklich nötigsten Ausgaben. Ausgenommen habe ich notwendige Versicherungen, Verkehrsmittel, Zigaretten und Alkohol, andere Genussmittel wie Süßwaren, Kuchen, Naschereien. Was eigentlich auch schon suspekt ist, denn diese Dinge gehören heute in einer urbanen Gesellschaft dazu.
Jedoch sind sie für eine gesunde Lebensführung nicht notwendig.

Hier wird also ein urbaner Mensch dargestellt, der nur zu Hause sitzt und notwendige Wege zu Fuß oder per Fahrrad erledigt, vorausgesetzt er besitzt ein Fahrrad, aus besseren Zeiten. Denn diese Anschaffung könnte er sich nicht leisten.

Diese Auflistungen entbehren zwar statistischer Erfassungen, jedoch habe ich mich ausführlich mit dutzenden Menschen unterhalten und mir meine Notizen gemacht. Somit biete ich hier eine gründliche Recherche an, die sich am normalen Leben orientiert, soweit das bei einer verallgemeinernden Darstellung möglich ist. Im Gegensatz zu vielen anderen Beiträgen, habe ich hier einen einzelnen männlichen Single als Beispiel genommen. Dass verdeutlicht die Bedingungen besser als eine Familie Max Mustermann, deren Einkommen immer im Ganzen darstellt und optisch recht hoch erscheinen lässt.

Fiktion
Nun hier Variante 1. unter Berücksichtigung des HartzIV Regelsatzes von
391 Euro im Monat oder 4692 Euro im Jahr.

Wie schon erwähnt, praktisch ist Variante 1. völlig unrealistisch am Leben vorbei gedacht. Nur populistische Spinner, wie ein Thilo Sarrazin können damit Leben.

Hier wird also ein urbaner Mensch dargestellt, der nur zu Hause sitzt und notwendige Wege zu Fuß oder per Fahrrad erledigt, vorausgesetzt er besitzt ein Fahrrad, aus besseren Zeiten. Denn diese Anschaffung könnte er sich nicht leisten. Er liest nicht, er bildet sich nur durch das Fernsehen, er ist Vegetation, die überlebt.

Variante 1.

Energie 45 Euro im Monat / jährlich 540 Euro
Kleidung / jährlich 250 Euro
Hygiene Artikel 10 Euro im Monat / jährlich 120 Euro
Krankenkassenzuzahlung / jährlich 50 Euro

1170 Euro jährlicher Ausgaben, die zum HartzIV Satz 4692 Euro Satz in Abzug gebracht werden können.

4692 Euro
1170 Euro
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3522 Euro
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Dem HartzIV Empfänger bleiben also nach Abzug dieser jährlichen Kosten 3522 Euro pro Jahr. Das sind 293,50 Euro pro Monat oder 9,78 Euro täglich.

Das ist doch viel Geld, sagt man sich nun. Und doch fragen sich auch Normalverdiener, wieso am Ende des Geldes soviel Monat übrig ist. Doch ich habe mit Daten des statistischen Bundesamtes, allgemeinen Preisdaten für Lebensmittel und einem Ernährungsberater einmal genauer geschaut, was den das Leben mit einer gesunden, ausgewogenen Ernährung für einen Single kostet, vorausgesetzt er bereitet seine Speisen selber zu. Das erklärt dann vielleicht Vieles.

Dabei habe ich mich als männlichen Muster Single genommen. Natürlich ist die Kalkulation als Beispiel zu verstehen, um einen realistischen Tagessatz zu ermitteln, da tägliche Kosten natürlich nach oben oder unten variieren.

Wir wissen alle, das der Handel seine eigene Preispolitik hat. Ein Beispiel soll reichen. Die selbe Gurke, die heute 40 Cent kostet, kann Morgen schon 80 Cent kosten und umgekehrt oder kostete der 2 kg Beutel Äpfel noch in 2013 etwa 1,99 Euro, sind heute 2,99 die Regel beim Discounter. Preisbeobachtungen sind wichtig, da das statistische Bundesamt bei den Lebenshaltungskosten immer nur Mittelwerte heraus gibt, die unrealistische Realitäten widerspiegeln. Wir müssen eine Deflation, bei Konsumgütern wie Elektronik oder Autos nicht für unser tägliches Lebensführung berücksichtigen. Wir müssen auf die inflationäre Entwicklung von Energie, Unterkunft und Lebensmitteln achten, die unsere wichtigsten Kosten sind.

Nun zu unserem männlichen Muster Single und seiner Ernährung.

4x 1 Brötchen 1,50 Euro
1x 1 Jogurt oder Ähnliches 0,40 Euro
2x 1 Apfel 1,00 Euro
1x 1 warmes Essen, Salat oder Gemüse 3,00 Euro
Fleisch/Wurst/Aufstriche 1,50 Euro
Getränke ca 1,50 Euro
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Gesamtsumme: 8,90 Euro
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Also 8,90 Euro pro Tag, dass sind 279 Euro im Monat oder 3204 Euro im Jahr, an Kosten, um sich gesund und abwechslungsreich zu ernähren. Wir erinnern uns, nach Abzug der Kosten von Variante 1. meiner Rechnung, bleiben dem HartzIV Empfänger noch 3522 Euro im Jahr. Er könnte also tatsächlich noch 318 Euro sparen. Immerhin, vielleicht kann er sich ja doch noch ein Fahrrad oder eine Waschmaschine leisten. Oder sogar einen Urlaub, weil da gibt es schon Angebote ab 299 Euro, er hätte sogar noch 19 Euro in der Urlaubskasse, für Mitbringsel, ein Bier oder Postkarten an die Lieben. Deutschland, das Schlaraffenland. Gesund leben und noch in Urlaub fahren. So die Theorie.

Doch nun mal zur Realität.
Der HartzIV Satz soll sichern, das Teilhabe am gesellschaftlichen Leben im bescheidenen Rahmen möglich ist, also soziale Kontakte, Veranstaltungen, Bildung und anderes. Dazu gehört Einiges mehr, mal ein Buch kaufen, vielleicht eine Tageszeitung, ein Kaffee mit Freunden in der Gastronomie. Eine Ausstellung besuchen, einen Volkshochschulkurs belegen, alles das gehört zum gesellschaftlichen Leben.

Den der HartzIV Empfänger aus Variante 1. meiner Rechnung, den gibt es nicht. Nur Menschen, die Zusehens verelenden und verkommen, weil sie teils ohne Arbeit und teils mit Arbeit in sogenannte Aufstocker Arbeitsverhältnissen existieren.

Wobei sich Arbeit in diesem Falle tatsächlich nicht mehr lohnt. Sondern nur noch Mittel zum Zweck ist. Das einem Menschen, das Gefühl vermittelt, nicht nutzlos zu sein.

In Variante 2. habe ich nun einmal etwas realistischer gerechnet. Ich habe meine Kosten genommen, sie um luxuriöse Positionen, wie häufige Besuche in der Gastronomie bereinigt, teure Bücher und Presse Artikel, Zigaretten, Alkohol, Haushaltsanschaffungen, Ausgaben für Schnick Schnack, Kraftstoff und Auto bereinigt und halbiert. So das die Kosten eines Menschen mit sehr bescheidener Lebensführung als halbwegs realistisch dargestellt sind. Mal sehen, was da raus kam.

Variante 2.

4 Bücher im Jahr a 20,00 Euro
6 Veranstaltungen a 30,00 Euro
Kraftstoff a 75,00 Euro
Autoversicherung a 40,00 Euro
Versicherungen a 25,00 Euro
Energie a 45,00 Euro
Zeitung a 15,00 Euro
Tv, Internet, Telefon a 40,00 Euro
Handy a 15,00 Euro
Hygieeartikel a 10,00 Euro
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Gesamt monatlich 315 Euro
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Gesamt jährlich 3780 Euro

jährliche Rücklagen für :

Anschaffungen:
Haushalt/Reparaturen/
Renovierungen usw. a 500 Euro

Kleidung a 250 Euro

Krankenkassenzuzahlungen a 50 Euro
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Rücklagen
Gesamtsumme: 800 Euro
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Zusammenfassung 3780 Euro
+ 800 Euro
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jährliche Gesamtausgaben 4620 Euro
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Das heißt also unter der Berücksichtigung des HartzIV Satzes von 4692 Euro verblieben mir, bei eine bescheidenen Lebensführung noch 76 Euro jährlich zum Leben. Jeder diese Auflistung liest, wird mir bestätigen, das sie durchaus realistisch ist.
Ich habe in dieser Rechnung noch nicht die Kosten einer gesunden Ernährung aufgeführt. Für diese verblieben bei 76 Euro jährlich, monatlich 6,32 Euro oder täglich 0,21 Euro.

Das heißt bei einer beschiedenen Lebensführung und nicht mehr oder weniger habe ich in der Variante 2. meiner Rechnung dargestellt würde jeder dritte Welt Bewohner, sei er noch so arm mit 0,70 Euro mehr als dreimal soviel zur täglichen Ernährung zur Verfügung haben.

Natürlich ist auch das hier eine Milchmädchen Rechnung, denn wir wissen, das ein HartzVI Empfänger überlebt. Doch wieso, der Staat hat sich völlig aus der Verantwortung gestohlen und arbeitet mit frisierten Angaben, wenn es um Lebenshaltungskosten geht. Er zahlt einen Almosen dessen, was er an Einnahmen hat, an Bedürftige, die davon allein definitiv nicht überleben können. Zahlt aber Milliarden und aber Milliarden an Banken, Industrie, Politik ohne, dass dafür eine gesellschaftliche, dem Gemeinwesen nützende Leistung erfolgt.

Des Rätsels Lösung ist einfach.
HartzIV Empfänger sparen natürlich noch an den Ausgaben, die ich oben verzeichne. In der Regel auf das Risiko, bei einem Notfall völlig in der Schuldenfalle zu versinken, Versicherungsschaden und ähnliches. Sie sparen an Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe und anderen Dingen. Zum Beispiel an der gesunden Ernährung. Die finanziellen Folgen trägt später natürlich die Solidargemeinschaft, der einzige Grund, warum der Staat, die Krankenkasse bezahlt bei HartzIV, diese Kosten soll die Solidargemeinschaft zahlen, nicht der Stadt.
Aus dem selben Grund bezahlt der Staat auch keine Rentenversicherung mehr, denn dort spart er auch. Es ist absehbar, das die Sterblichkeitsrate bei HartzIV Empfängern signifikant steigen wird. Fehlernährung führt immer zu einen verfrühten Tod, auf lange Sicht. Da rechnet sich die Ersparnis, den eine Beerdigung beim Sozialamt kostet kaum 500 Euro. Weniger als die jährliche Einzahlung für einen HartzIV Empfänger.

Ich kann nach einem Jahr Studien mit HartzIV Empfängern und anderen Personengruppen sagen, in meiner Stadt sagen, wie diese überleben.

Gruppe I.
Diese leben tatsächlich wie Vegetation, ähnlich wie in Variante 1. meiner Rechnung aufgeführt, nur das sie in der Regel alle Probleme im Alkohol ertränken und Lichtjahre von gesunder Ernährung entfernt sind. Diese Gruppe sind tatsächlich die gesellschaftlichen Aussteiger. Sie haben den Kampf verloren und wissen das. TV und Alkohol, das Ende ihrer Geschichte. Sie werden nie wieder ein funktionierendes, nützliches Mitglied der Gesellschaft. Sie sind abgeschrieben.

Gruppe II.
Meistens Junge Leute mit Hoffnung, sie versuchen einfach noch einen Weg zu finden, besuchen sinnfreie Maßnahmen der Arge und verdienen in der Regel illegal, durch Drogenverkauf, Diebstahl und andere Straftaten dazu oder bekommen Zuwendungen von Verwandten und Freunden. Oft gehen sie einfach weg und versuchen ihr Glück, wo anders in dieser Welt. Auch sie sind für unsere Stadt, unsere Gesellschaft verloren.

Gruppe III.
Meistens auch junge Leute mit Familie, sie haben noch Kindergeld und jobben dazu, wenn möglich. Kommen aber in der Regel nicht weiter mit dem Geld, da fast alle Extra Einnahmen, wie Kindergeld und Zuverdienst angerechnet werden. Mehr als 100 Euro bleiben oft nicht übrig.
Oft sind es junge Mütter. Dabei ist anzumerken, das auffällig wurde, viele von ihnen verdienen sich durch Prostitution etwas dazu. Nicht allzu viel, denn das Angebot an Hobbyhuren in der Stadt ist schier grenzenlos.
Über diesen Wertewechsel, war sogar ich verblüfft und die Sorglosigkeit. Diese Gruppe scheint mir zwar Hoffnungslos, doch sie haben noch nicht aufgegeben. Vielleicht finden sie noch aus dem Teufelskreis.

Gruppe IV.
Sind Patchwork Gebilde. aus Menschen mit und ohne Job. Hier bildet sich die Kaste der traditionellen Familie wieder heraus. Einer verdient, einer kümmert sich um die Familie. Dieses Modell fördert der Staat noch minimal mit Wohngeld, Kindergeld. Das ist vermutlich das neue alte Zukunftsmodell. Wie lange es noch funktionieren wird ist fraglich.

Resümee
Das Fazit, die Bürger dieses Landes haben entweder noch besser oder schlechter bezahlte Jobs, ein Zustand, der vermutlich nicht mehr sehr lange anhält und der Rest geht entweder in der Resignation unter oder hat zur privaten Gegenwehr angesetzt. Schwarzarbeit, Prostitution und kriminelles Handeln sind längst Normalität in Eisenhüttenstadt. Von Seiten der Politik ist nicht zu erwarten, das Änderungen angestrebt werden. Man ist damit beschäftigt, seine eigenen Pfründe zu sichern.

© George W. Lästerbacke.

Sonntag, 22. Juni 2014

Die deutsche Misere

Das Angebot der Politik wurde vom Bundesbürger angenommen
oder
warum sich in der Bundesrepublik nichts mehr zum Guten wenden wird.


In den Anfängen der 1990er Jahre, nachdem die Bundesregierung Kohl, die erfolgreiche Übernahme der Deutschen Demokratischen Republik versehentlich meisterte, waren die Jahre, in denen die Weichen für die Zukunft Deutschlands gestellt wurden. Die Politik erkannte,auf Grund der globalen wirtschaftlichen Veränderungen, veränderte sich die Arbeit und ihr Bild zusehends. Doch das konnte und wollte man dem Bürger nicht sagen. Sie werden nicht mehr benötigt, den ihren Job macht jetzt auch ein Chinese, ein Inder oder ein Roboter für viel weniger Geld, das hörte sich nicht toll an. Klingt auch irgendwie negativ. Insbesondere, wenn man selbst so viel zu verlieren hat, in diesem wunderbaren Selbstbedienungsladen Bundesrepublik, in dem man nicht mal mehr direkt bestochen werden muss, um sich trotzdem die Taschen zu füllen. Also redeten die Politiker von Nullrunden beim Lohn, den Gürtel enger schnallen, um konkurrenzfähig zu bleiben und anderem Unfug.

Sinn war nur, das Ruhigstellen des Bürgers.Denn der Bürger und Wähler kannte nur eine soziale Marktwirtschaft, in der, derjenige der anpacken kann und gute Arbeit leistet, ein gutes Leben hat oder aber, wenn er grade mal keine Arbeit hat, die Zeit mit Hilfe seiner gebildeten Rücklagen beim Staat überbrücken kann, bis er wieder gebraucht wird. Denn auch das Arbeitslosengeld war kein Manna vom Himmel des Staates, es ist durch den Bürger angespart. Die Arbeitslosenversicherung, anteilig durch den Arbeitnehmer und den Arbeitgeber getragen, wie Krankenkasse und Rentenversicherung.

Bis auf einige wenige “Schmarotzer“, die jede Gesellschaft hat, die sich jede Gesellschaft auch leisten kann. So ein Mallorca Arno oder ähnliche Bild Zeitungsgeister. Es wird immer ein paar Vögel geben, die tatsächlich nicht für dass, was wir für normal halten, nämlich täglich zu arbeiten, nicht können oder nicht wollen. In der Regel könnten diese Menschen allerdings auch noch ein nützliches Mitglied der Gesellschaft sein, wenn man sie nur machen lässt. Denn naturbedingt, ist mir noch nie ein Mensch begegnet, der gar nichts tun wollte. Er hatte nur seinen Weg noch nicht gefunden. Es sind eher gesellschaftliche Hemmnisse und manchmal eigene Versäumnisse, die den Weg zum produktiven oder kreativen Menschen bremsen. Doch dies Randgruppe soll nicht unser Thema sein, wir können sie getrost vergessen. Den sie sind wie der Paradiesvogel, den wir uns im Käfig halten, weil er so schöne Federn hat.

Nach dem kleinen abschweifen in die Bildzeitungsphantasien, wieder zum wesentlichen des Artikels, die Politik musste sich also etwas einfallen lassen. Es ist nicht so einfach eine Gesellschaft von einer Solidargemeinschaft in eine für den Raubtierkapitalismus geeignete Gesellschaft umzubauen. Das geht einfach nur mit Lug, Trug und Verblendung. Wer die Werte weniger sichern will, kann das mit Brutalität und Wehklagen der Opfer machen, muss sich dann aber gewahr sein, dass es zu Widerstand kommt. Doch das kann man vermeiden, in dem man einfach lügt, betrügt und blendet. Das praktiziert die Kirche seit Jahrhunderten erfolgreich, sogar noch erfolgreicher als die Politik, denn sie muss nicht einen Cent zusetzen, um Schwachköpfen das Nichts zu verkaufen. Im Gegenteil, sie schnorrt noch Gehalt und Zuschüsse insbesondere in Deutschland für eine völlig absurde Idee, Die Idee vom Schöpfer der lenkt und leitet. Unglaublich aber wahr, der Gaukler ist der erfolgreichste aller Blender, wenn er sein Handwerk versteht. Die Basis allen Erfolges beim Blender ist natürlich die Dummheit, bei vielen Menschen scheint es, gottgegeben ist.

Neue Wege ...
Doch unsere Politik ging da andere Wege. Dem durchaus als bequem und faul im Denken, aber verwöhnten Deutschen musste anders bei gekommen werden. Den Demokraten sind alles nur keine Götter, das wissen sie selbst. Bis auf wenige besonders realitätsferne Politiker, vermute ich.

Deshalb wurde die Agenda 2010 erfunden. Agenda 2010, klingt doch erst mal gut, lateinisch agendum „das zu Treibende“ „das zu Tuende“. Heute auch schlicht “Das was zu erledigen ist.“Die Politik hat viel zu erledigen, immerhin den Umbau der sozialen Marktwirtschaft hin zum Tempel des Geldes für Wenige und der Ausbeutungsmaschine für Viele. Geld dort raus pressen, wo es mit menschlicher Kraft und Geist produziert wird, um es dorthin zu lenken, wo es gebraucht wird, um die perfekte Ausbeutungsmaschine zu etablieren, um die perfekte Unterdrückung zu schaffen. Endziel, der perfekte Konsumsklave. Ohne Willen nur noch das nackte überleben sichernd. Zurück ins tiefste Mittelalter.


Das Angebot
Es heißt Agenda 2010. In Deutschland schwieriger als anderswo auf der Welt, doch machbar. Deshalb unterbreitete die Politik das Angebot, wir geben euch ein paar hundert Euro, fördern und fordern und ihr haltet die Klappe. Das arglose Volk schluckt dass, denn es gab noch zu essen und auch die Wohnung wird bezahlt. Das dieses System nicht wirklich funktioniert, in einer Welt, die inflationäres Wachstum benötigt, das wird nun langsam Vielen klar. Ob es Langzeitarbeitslose sind oder Menschen, die noch einen Job haben. Es beziehen in Deutschland etwa 6 Millionen Menschen Transferleistungen, viele dieser Menschen arbeiten. Das ist die Realität und der Bürger ist damit beschäftigt seinen Hintern zu retten. Alles was mal normal war, funktioniert für viele Menschen nicht mehr, Arbeiten, Leben oder einen Urlaub, eigentlich ist das für viele kaum noch finanzierbar, trotz Arbeit oder auch ohne Arbeit. Doch die Politik hat gehandelt, du bist zwar Pleite, doch wir beschäftigen dich so sehr mit Papierkram, Behörden und Volksbespaßung, das du keine Zeit hat, darüber nach zu denken, dass dir dein Arsch auf Grundeis geht. Schnaps bleibt billig, alle Jahre gibt es sportlich Großevents und deine Klappe kannst du nachmittags im privaten TV aufreißen, wenn du dich mit anderen Bildungsfernen Schwachköpfen darum streitest, welche Schlampe den die Größere ist oder welcher Schafskopf die dickere Hose hat. Eine Mischung aus Volksverhetzung auf Bildzeitungsniveau, politischer Lüge, staatlich sanktionierten Sozialterror und der gottgegebenen Dummheit der Bürger ermöglicht die Erfolgsgeschichte der Agenda 2010.

Die Chance etwas zu ändern ist verpasst
Daran wird sich auch nichts mehr Ändern, den wer Widerstand leistet und erst mal in HartzIV Bezug gerutscht ist, der ist erst in der Lage, die wirklichen Folgen eines Systems zu erkennen, das zwar fordert, doch nicht fördert. Er steht eine Maschinerie gegenüber, auf die sogar ein Eichmann unter Hitler stolz gewesen wäre. Nicht die Vernichtung des Menschen ist das Ziel, sondern das brechen seines Willens durch Schikanen, auch Sanktionen genannt. Viel subtiler als das vergasen von Menschen, den die braucht man doch noch, als willige Konsumenten uns als billige, rechtlose Arbeitsmaschinen, denn nur so funktioniert das System des Geldes für Wenige.

Der Bürger der sozialen Marktwirtschaft wird tatsächlich nicht mehr benötigt, den er muss erst das Niveau eines chinesischen Wanderarbeiters erreichen, um in dem neuen System zu funktionieren.

Leider habe die Bürger dieses nicht verstanden, deshalb wird sich in Deutschland nichts mehr zum Besseren wenden. Bis es zu spät ist, bis keine Kraft mehr da ist für Widerstand. Der Deutsch wird seinen Niedergang erst verstehen, wenn er sich das Brot nicht mehr leisten kann, sein Auto verkauft hat und die Wohnung gekündigt ist. Doch sogar dann hat er noch TV, Fußball und billigen Fussel. Er hat Glück, er darf vergessen oder daran denken, wie gut es ihm einmal ging.

© George W. Lästerbacke

Mittwoch, 23. April 2014

Der #Kapitalismus und der Ouroboros

Das Symbol, der sich selbst verzehrenden Schlange ist bereits in der bildenden Darstellung des alten Ägypten belegt. Die heute geläufige Bezeichnung Ouroboros oder Uroboros kommt aus dem Griechischen und bedeutet wörtlich „Schwanzverzehrer“, vom griechischen “Schwanz“ und “verzehrend“. Einer Schlange, die sich in den eigenen Schwanz beißt und so mit ihrem Körper einen geschlossenen Kreis bildet. Es zieht sich seither als Symbolik durch Religionen und Kulturkreise der Welt, bis in die nordische Mythologie. Stellt hier immer im weitesten Sinne den Kreislauf von entstehen, wachsen und vergehen dar.

Am zutreffendsten und als dauerhafte allgemein gültige Beschreibung, kann wohl die Charakterisierung des Ouroboros von Plato gelten. Plato beschreibt den Ouroboros in seinem Dialog mit Timaios als autarkes Wesen. Autark aus dem Grunde, weil es als in sich geschlossen, ohne Bezug zu oder Bedarf nach einem Außen oder einem Anderen vorgestellt wird. Es braucht keine Wahrnehmung, da außerhalb seiner Wesenheit nichts weltliches mehr existiert. Es Bedarf keiner Ernährung, da seine Nahrung die eigenen Ausscheidungen sind, und es bedarf keiner Fortbewegungsorgane, da außerhalb seiner Wesenheit kein Ort ist, zu dem er sich begeben könnte. Der Ouroboros kreist in und um sich selbst, bildet dabei den Kreis als Vollkommenheit aller Formen.

In der heutigen Zeit gilt das Symbol oft dem Gesellschaftsmodell des Kapitalismus als bildliche und geistige Darstellung, welches in seiner Ignoranz allem andersartigen gegenüber wohl dem platonischen Modell begrifflich zu einhundert Prozent gleicht. Der Kapitalismus frisst seine eigene Exkremente, existiert nur um seiner selber Willen und duldet nichts anderes um sich herum, ignoriert es oder bekämpft es. Betrachtet sich als die einzige wahre Existenz, der Weisheit letzter Schluss.

George W. Lästerbacke

Samstag, 3. August 2013

Nachruf auf Qualität Made in Deutschland

Nun steht auch eines der letzten Unterhaltungselektronik Unternehmen in Deutschland, als Produzent von Qualität in Germany vor dem aus. Die Tradition Firma Löwe wurde vor 90 Jahren in Berlin gegründet und TV Pionier.

Das Unternehmen hat Gläubigerschutz beantragt und muss sanieren. Ausweg ist die Auslagerung der Produktion nach Asien. Wieder bangen ca 800 deutsche Arbeiter um ihre Arbeitsplätze.

Grundsätzlich schuldig, der deutsche Konsument mit seiner "Geiz ist Geil" Mentalität und eine altmodische Unternehmenseinstellung. Arbeiter anständig zu bezahlen. Dank gilt auch den deutschen Regierungen der letzten Jahrzehnte, die mit Macht dafür sorgten, den Mittelstand, das Herz der deutschen Wirtschaft, größte Arbeitgeber und Steuerzahler in Deutschland die Luft zum Überleben zu entziehen. Die die Kaufkraft in Deutschland durch leichtfertige Politik. für Arbeitsplatz vernichtende Multinationale Konzerne, Dumpinglohn Politik und Sozialbbau, haben abstürzen lassen.

In diesem Zuge gilt ein besonderer Dank natürlich der SPD und Altkanzler Schröder, die in herausragender Weise und in Zusammenarbeit mit Wirtschaftskriminellen Deutschland dem neo liberalen Wahn nach Wachstum und Profit geöffnet haben.

© Blasphemous Jaw

Mittwoch, 20. März 2013

AGENDA 2010 Schall & Rauch


Einst beweihräucherten sich ein Wirtschaftskrimineller (Peter Hartz) und ein Bundeskanzler (Gerhart Schröder) für ein Machwerk, dass sie von ihrem Elfenbeinturm herab, fern der Realität des wirklichen Lebens, gesellschafticher und wirtschaftliche Trends geschaffen hatten. Sie bezeichneten es als Innovation und sogar als Revolution. Dabei war wohl Peter Hartz , der später als Namensgeber des Projektes im Volksmund her hielt, der einzige Akteur, der wusste worum es wirklich ging. Nämlich um die Rationalisierung des Humankapitals. Dem ging es nämlich in der sozialen Marktwirtschaft zu gut, entgegen aller Interessen der Wirtschaft.

Unter den Eindruck hemmungslos entfesselter Finanzmärkte wurde die Agenda 2010 im Bundestag durch gepeitscht, abgesegnet von nicht minder weltfremden Politik Profis. Welches Monster erschaffen wurde, war wohl nur sehr wenigen der Mitwirkenden bewusst. Denn es ging in der Sache nie um den Menschen, sondern nur darum, die Wohlfühloase für dass weltweit vagabundierende Kapital, auch in Deutschland zu erweitern. Ein kurzsichtiger Blick der Heilsbringer des Kapitals in der Politik. Denn die soziale Marktwirtschaft in Deutschland sorgte dafür, dass es dem Volk relativ gut ging, doch der Kapitalismus als eines der Trägersysteme der sozialen Marktwirtschaft kam zu kurz. Das Projekt wurde trotz aller gegenteiligen Behauptungen kein Erfolg. Denn die eigens dafür erschaffene, beziehungsweise dafür umgebaute Behörde, Sozial und Arbeitsamt, heute die ARGE, diente nur dazu, den Staat noch mehr zu schröpfen. Die Wirtschaft konnte von nun an zwar auf eine Vielzahl billiger Arbeitskräfte zurückgreifen. Doch die schon damals raren gut, qualifizierten Arbeitskräfte blieben aus. Der Grund ist einfach, besonders die Erwachsenenqualifizierung wurde vernachlässigt. Aber auch an der Berufsausbildung wurde gespart. Und auf die Trends, die heute das Bild von Arbeit verändert und somit auch der Bedarf an Arbeitskräften, wurde kaum reagiert. Die Ressource Arbeitskraft wurde lediglich verheizt, doch nicht fit für die Zukunft gemacht.

Die Ideen der Agenda 2010, war dabei gar nicht so neu. In dem sogenannten Lambsdorff Papier, wurde den Ideen der Agenda 2010 bereits vorgegriffen. Wirtschaftskraft kontra sozialer Faktoren, insbesondere die Schwächung der Vertreter der Arbeiterschaft in der sozialen Marktwirtschaft, die Gewerkschaften waren das vorrangige Ziel. 1982 waren die Ideen des Wirtschaftsministers Otto Graf von Lambsdorff (FDP) praktisch der Vorreiter der Agenda 2010. Nach diesen Papier, war deutsche Politik immer mehr beseelt von dem Wahn der Liberalisierung der Wirtschaft mit Hilfe staatlicher Steuerung des Arbeitsmarktes. Der erste Schritt in die Spaltergesellschaft war getan.

Das Lambsdorff Papier, was Helmut Schmidt noch ablehnte und mit den Worten kommentierte: „Dokument der Trennung“, welches als Wegweiser zu anderen Mehrheiten diene: „Sie will in der Tat eine Wende, und zwar eine Abwendung vom demokratischen Sozialstaat im Sinne des Art. 20 unseres Grundgesetzes und eine Hinwendung zur Ellenbogengesellschaft.“.

Drei Wochen nach der Vorlage durch Wirtschaftsminister Otto Graf von Lambsdorffs und der Ablehnung des Papiers durch Bundeskanzler Schmidt, wurde Helmut Schmidt durch ein Misstrauensvotum gestürzt. Die Regierung Helmut Kohl übernahm. In Koalition von CDU/CSU und natürlich des „Kanzlermörders“ die FDP.

Nach diesen Papier, war deutsche Politik immer mehr beseelt von dem Wahn der Liberalisierung der Wirtschaft mit Hilfe politischer Steuerung. Der Neoliberalismus übernahm die Herrschaft. Es folgten 25 Jahre konsequentes zusteuern auf die Demontage des Konzeptes der sozialen Marktwirtschaft. Das die Agenda 2010 nun nicht von einer CDU/CSU/FDP Koalition initialisiert wurde, sondern von einer Rot-Grünen SPD Regierung, mag vielleicht überraschen. Doch im Kontext mit der neoliberalen Grundstimmung in der Politik eher leicht verständlich. Die Gleichschaltung der Parteien, war im vollen Gange.

Der Preis ist hoch und die Erfolge stehen nur auf dem Papier, in geschönten Statistiken und sich selbst huldigenden Reden vieler Politik Größen. Das Einzige, was man für wahr ansehen kann, ist die magische Arbeitslosenmarke von drei Millionen. Die ist relativ stabil, bis jetzt noch. Den die Statistiken sind von Menschen bereinigt, die sich in völlig Sinn freien Maßnahmen befinden und andere Kniffe der Statistikfälschung.

Dabei ist zu berücksichtigen, das geschätzte 8 Millionen Menschen in Deutschland, seit der Agenda 2010 in sogenannten prekären Beschäftigungsverhältnissen verbleiben, die nicht zum Leben reichen und somit teilweise auch ergänzend mit HartzVI aufgestockt werden. Viele dieser prekär Beschäftigten, die nicht in der Statistik als so genannte Aufstocker auftauchen, haben zum Teil bis zu drei Jobs, um über die Runden zu kommen. Ein Fakt ist ob Aufstocker oder Einzelkämpfer, die Statistik der Arbeitslosen, ist um diese Bürger bereinigt.

Somit kann man die Zahl von 3 Millionen Arbeitslosen, wohl getrost vergessen. Da es sich hier nicht um Arbeit im alt hergebrachten Sinne handelt, die der Sicherung des Lebensunterhaltes dient.
Die Situation der 1-2 Millionen Leiharbeiter in Deutschland, den beliebt gewordenen billigen Arbeitern zweiter Klasse, sind es auch nicht, die von dem einst gelobte deutsche Sozialstandards profitieren. Leiharbeiter sind rechtlich und im Bezug auf Vergütung, dem Festangestellten Betriebsangehörigen deutlich schlechter gestellt.

Die ca 5-6 Millionen Hartz IV Empfänger, die mit einen Dach über dem Kopf und Notgroschen für eher ungesunde Ernährung bei der Stange gehalten werden, sind durch drohende Sanktionierungen eingeschüchtert und handlungsunfähig gemacht worden. Diese Hartz IV Empfänger fallen natürlich auch aus der Statistik. Diese Bereinigung der Arbeitsmarktstatistik funktioniert. Der Bürger ist verunsichert und findet sich mit dem neuen Klima in der Bundesrepublik ab.

Man kann bei Betrachtung dieser Zahlen und den Fakten des Umfeldes, wohl ohne zu Übertreibung sagen. Eine ehrlich Arbeitsmarktstatistik in Deutschland, würde wohl eher 5-10 Millionen Arbeitslose ausweisen. Dass darf man der erfolgreichsten Bundesregierung aller Zeiten in Deutschland schon mal sagen. Denn seit der Agenda 2010, sind echte Arbeitsplätze abgewandert, aber kaum neue echte Arbeitsplätze entstanden. Frühere Nebenjobs, nennt man heute Minijobs. Das ist eine Neuerung. Ändert nur nichts an der Tatsache, das früher davon Niemand leben konnte und heute auch nicht.

Die Erfolgsgeschichte der Agenda 2010 ist nur für Unternehmen und Konzerne eine Erfolgsgeschichte. Das faktische Ende der Arbeitnehmerrechte, der Wohlfühlraum des Kapitals wurde tatsächlich deutlich erweitert.
Für den Bürger bedeutet diese Erfolgsgeschichte nur dies, der massive Abbau des Sozialstaates und die endgültige Verwässerung der Demokratie. Und wenn nun jemand denkt, dass der Mindestlohn etwas geändert hat, dann hat er keinen Realitätscheck vorgenommen. Denn hier sind nur kleine Unternehmen benachteiligt, die tatsächlich Arbeitnehmer in Teilzeit beschäftigen. Die sich nun nicht mehr rechnen. Die großen Konzerne schöpfen weiter aus den vollen und kassieren munter Förderungen aller Art.

© George W. Lästerbacke