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Sonntag, 18. April 2021

Baerbock Visionen


 

Manchmal inseriert so gar Linkstwitter:

Heute in 5 Jahren sitzen wir beim fünften, 14-tägigen Blackout des Jahres an unserer Feuerstelle vor unserem verwahrlosten Haus und grillen die letzte eingefangene Kuh aus Massentierhaltung mit unserem voll integrierten Hausmeister, an unserem nachhaltigen Grill. Und lauschen der Stimme unserer geliebten Kanzlerin Baerbock aus dem solarbetriebenen Radio, die über die Strahlende Zukunft schwadroniert, wenn der Klimawandel und Sonnenschein es zulässt. Dabei beäugen wir misstrauisch durch unseren ökologisch produzierten Feldstecher, ob sich nicht irgendwo Nazis zusammen rotten. Ach ja fast hätte ich es vergessen, Corona ist nur noch dunkle Erinnerung, denn dank der Pharmaindustrie, die jetzt eine eigene Partei hat, sind wir alle regelmäßig geimpft und immun.
Schöne neue Welt.

George W. Lästerbacke

Dienstag, 23. Februar 2021

Grundeinkommen



Immer wieder kommen Diskussionen zum Grundeinkommen auf. Auch ich möchte dazu ein paar Gedanken äußern. Allerdings möchte ich weder auf die Modelle, noch ihre Finanzierung eingehen, denn diese wurden schon so oft besprochen und sind nachweislich machbar, dass es sinnlos erscheint hierüber noch eine weitere Abhandlung zu schreiben. Und wer zu den üblichen Schwubblern zählt, die nur palavern können, aber bereits daran scheitern, sich im Netz zu informieren, die sollten hier auch einfach außenvor bleiben. 

Im Zeitalter der Industrialisierung startete ein früher Grundeinkommensversuch am 6. Mai 1795 im englischen Speenhamland, als Friedensrichter eine neue Form der Mindestsicherung beschlossen. Ein „arbeitsamer Mann“ sollte wöchentlich einen fixen Geldbetrag erhalten, gekoppelt an den Brotpreis. Der simple, rein praktische Denkansatz war etwas mehr sozialen Ausgleich und eine kleine Umverteilung von Vermögen, besonders im Angesicht der Industrialisierung, die plötzlich, wie selbstverständlich Arbeitskräfte freisetzte und damit Ängste schürte. Ängste der Herrschenden vor einer hungernden, arbeitslosen Masse, die sie ihrer Privilegien berauben könnte. Das begründet auch, warum der Denkansatz des Grundeinkommens nie aus der Arbeiter- oder Bauernschaft kam, sondern von an der Macht partizipierenden oder Machtausübenden. Sie wollten sich mit einem kleinen Obolus freikaufen von zu erwartender Rebellion.

Und auch heute, an der erkennbaren Schwelle von künstlicher Intelligenz und Vollautomatisierung von Produktionsketten, steht man wieder vor dem Schreckgespenst von Arbeitskräften, die von ihrer Arbeit nicht mehr Leben können oder schlimmer, gar keine Arbeit mehr haben. 

Ein unüberschaubares Heer von Menschen ohne Perspektive. Ein Grundeinkommen würde aus dieser Sicht natürlich für Ruhe sorgen. Grundeinkommen als eine Variante von Brot und Spielen in einer nie gekannten Dimension.

Es ist klar, das man die Abgaben an die Arbeiterschaft stark erhöhen muss, aber unterm Strich bleiben die Reichen reich und die Armen arm,. wenn auch auf einem hohen Level, welches den unerlässlichen Konsum nicht schmälert. Man stopft schlicht Mäuler, die dann das Geld wieder in das System pumpen. Der kapitalistische Kreislauf funktioniert weiter.

Soweit so gut, doch auch dass ist vom Kapital zu kurz gedacht und grade hier schlummert der revolutionäre Gedanke. Der Mensch muss nicht mehr für seine Grundbedürfnisse arbeiten. Sicher wird es so sein, das nun einige auf der faulen Haut liegen und es wird technischen Fortschritt geben, der dieses Verhalten noch fördert. Aber es wird auch etwas anderes passieren, zum einen mag der Mensch faul sein, er lässt gerne mal "Neune grade sein." sagte meine Oma immer. Doch zum anderen, ist der Mensch jemand, der sich über Arbeit auch definiert, auch der Fleiß ist etwas, was den Mensch zum Menschen macht, ihm einen Sinn in seiner Existenz erkennen lässt. Das Geld war nie die bedeutendste Sache in der Welt des Menschen, es ist nur ein Schritt gewesen, um Zivilisation zu ermöglichen, denn diese braucht anfangs Ordnungssysteme, damit sich der Mensch in seiner Entwicklung und Expansion organisieren kann. Viel wichtiger im Leben vieler Menschen ist das Streben nach Erkenntnis, Selbstbestätigung und Zufriedenheit. Geld ist auch nur eine "Technologie"
, deren Zeit vorbei geht.

Deshalb wird ein Grundeinkommen eher als neuer Katalysator wirken, denn wer sich um die Erfüllung seiner Grundbedürfnisse nicht mehr Sorgen muss, der kann tun, was er möchte. Sei es die Arbeit für ein Unternehmen, eine Organisation, welche natürlich immer Menschen für Aufgaben benötigen werden oder auch die Arbeit an ganz eigenen Projekten. 

Das Grundeinkommen wird eine ganz neue Währung schaffen, die aus Ansehen und Zufriedenheitsfaktor besteht. Technologische Ideen und Inspiration kommen vielleicht nicht mehr aus Unternehmen und Organisationen, sondern von den Menschen und werden dann erst in großen Unternehmen umgesetzt. 

Durch ein Grundeinkommen werden gesellschaftliche Mechanismen in Gang gesetzt, die zuerst den Ankauf von menschlicher Arbeitskraft und Ideenreichtum durch Unternehmen und Organisationen forcieren, neue Wettbewerbsformen ermöglichen, bis hin zu dem Punkt, wo Geld global gesehen nicht mehr nützlich ist, weil Fortschritt eine so große Eigendynamik entwickelt, dass der Mensch im allgemeinen auf alle Ressourcen zugreifen kann, ohne dafür noch Kapital aufwenden zu müssen. Denn zumindest in unserem kleinen Sonnensystem gibt es alles was wir zum Überleben brauchen im Überfluss.

Das hört sich vielleicht ein wenig nach Kommunismus an, ist es aber gar nicht, weil es ist keine Diktatur irgendeines Proletariats, sondern die natürliche Entwicklung von Vernunft. Vernunft, die auf den Nutzen jedes einzelnen setzt, der die Ressource für alle bildet. Einfach nur Gemeinschaft zum Wohle aller.


George W. Lästerbacke





Donnerstag, 23. Januar 2020

ALTE UND NEUE BINSENWEISHEITEN


Wir schreiben das Jahr 2020, das glorreiche neue Jahrtausend. Der Aufbruch in ganz neue Welten, neue Technologien und ein neues Bewusstsein sollte dieses 21. Jahrtausend werden.

Und es stimmt....

Wir könnten heute schon in einem nicht von Gott geschaffenen Paradies leben, hätte der Mensch sich nicht selbst geistig verkrüppelt. Von einer Religion zur nächsten Götzenanbetung, von der Marktanbetung, zur Ernährungs- oder Klima Religion, nichts ist dumm genug, um daraus nicht eine Religion oder eine Idioglossie, welche ich als sprachliches Endstadium einer Ideologie bezeichne, zu formen.

Wir schleppen uns von der Vielgötterei, zum Monotheismus und Ideologie. Von tausend Göttern über Heiland Jesus, dem Propheten Mohammed über Marx, Lenin, Stalin und Hitler, bis hin zur Heiligen Greta.

Ein Jahrtausend nach dem anderen verrinnt, ohne das wir zu Verstand kommen und das Paradies auf Erden erschaffen, zu dem wir ohne Zweifel fähig wären. Ganz ohne Hokuspokus, Götter, Götzen und Ideologien, wenn wir nur ab und zu unseren eigenen moralischen Kompass neu justieren würden und unseren neuen Erkenntnissen anpassen. Und ich meine damit nicht das erschaffen ganz neuer Pseudo-Wissenschaften, wie den Genderstudies oder ähnlichen. Ich meine Erkenntnisse, die Fakten basiert belegbar sind.

Doch vielleicht soll es so sein....

Selbst die letzten Bastionen des Verstandes, gesunder Menschenverstand und Wissenschaft werden immer wieder von Bekloppten, Medien und Profiteuren vereinnahmt und wir lassen das zu.

Warum....

Vermutlich, weil wir zu dumm sind, für das Paradies.

Amen

George W. Lästerbacke

Mittwoch, 22. Januar 2020

Kein kommunistisches Manifest


Über den Finanz-Crash und die Zukunft

Tatsächlich hört man fast täglich Diskussionen zur Lage der Finanzmärkte und dem unweigerlichen Kollaps des Geldsystems. Selbst dem eher unbedarften Zuhörer wird klar, die meisten geschaffenen Werte sind heute digitale Luftblasen, die einst aus der ehrlichen Arbeit und der Vergütung dieser Arbeit durch Zahlungsmittel resultierten. Heute aber ist das System Geld zu einem Monstrum mutiert, welches aus sich selbst heraus wuchert, eher Krebszellen mit Metastasen, als gesundem Wachstum und Produktivität ähnlich.
Partizipierte einst die Gesellschaft daran, so sind es heute nur noch einige wenige, die der Gesellschaft mehr oder weniger gezwungener Weise etwas abgeben. Aber das sind nur Brotkrumen fürs gute Gewissen und Steuerentlastungen.

Die eigentlichen Diskussionen sind, wenn sie den überhaupt ehrlich geführt werden, eher philosophischer Natur. Verantwortung will niemand übernehmen und verändern schon gar nicht, zu viele Interessen kollidieren hier, als dass das überhaupt noch möglich wäre.
Wir reden über den Crash, wie ein statistisches Ereignis, welches die Zivilisation bedroht, wie etwa ein Meteoriteneinschlag oder dem Ausbruch eines Supervulkans, Ereignisse die wir nicht abwenden können. Doch ein globaler Finanz-Crash und seine Folgen ist abwendbar, wenn den die globale Gesellschaft insgesamt umdenken würde. Ein Umstand, der jedoch durch mediale Verdummung und Egoismus statistisch noch unwahrscheinlicher wird, als das wir eine Meteoriteneinschlag oder einen Supervulkan aufhalten würden und somit unsere zivilisatorischen und kulturellen Leistungen retten könnten.

Sicher ist aber, ein Umdenken kostet uns alle weniger, als eine Katastrophe, die uns als reinigende Strafe, wie von einem fiktiven Gott gemacht trifft. Wobei man die Göttlichkeit bei einem Finanz-Crash getrost ausschließen darf, denn hier reden wir nur von sehr menschlichen Eigenschaften, wie der Dummheit und grenzenloser Gier.
Denn ein Crash der Weltfinanzmärkte bedeutet, einen Crash aller anhängenden Wirtschaftskreisläufe, Geldentwertung, bis hin zum Zusammenbruch der Gesellschaft, wie wir sie kennen. In unserer Zeit ist noch das Geld, welches aus Luftblasen erzeugt wird, der hauchdünne Ölfilm, der den Motor der Wirtschaft am laufen hält und dieser wird zusehend dünner. Also redet nicht ihr Experten und Politiker, sonder denkt darüber nach, wie wir die heiße Luft aus diesem Kreislauf entfernen können.
Besteuert Gewinne massiv, verbietet Spekulation und belohnt Arbeit wieder. Regulierung ist immer noch besser, als ein Ende mit Schrecken und sie ist der Anfang des Umdenkens. Ich möchte mir nicht anmaßen eine globale Endlösung für wirtschaftliche Probleme und ein perfektes soziales Miteinander zu kennen, aber ich fordere Neutralität bei der Suche nach Auswegen ein.
Das Geld zu verbieten liegt mir auch fern, doch ohne den Schrittweisen Umbau der gesellschaftlichen Basis, werden wir immer nur von der Hand in den Mund leben, aber nicht für eine bessere Zukunft.

Übrigens, nun da wir mitten in der Corona Krise stecken, lernen wir, wie dünn dieser von mir vorab erwähnte hauchdünne Ölfilm, der die Wirtschaft an laufen hält ist. Dieser kleine Virus wirft bereits alles aus der Bahn, obwohl er noch beherrschbar ist, richtet er doch unsagbaren Schaden an, zerstört Liefer- und Produktionsketten und er tötet wahllos. Sicher wird man die Pandemie überstehen, aber sie zeigt nur, wie krank unser System ist. Es braucht keinen Sturm, denn ein Windhauch und ein rascheln der Blätter reicht schon.

Es mag sein, das es Menschen gibt, die sind produktiver als andere, doch hier liegt auch das Problem. Es geht gar nicht mehr um Produktivität, sondern um zweifelhafte Geldvermehrung, von der wenige partizipieren, die kaum produzieren, aber die Vielzahl derer, die produzieren nicht mehr menschenwürdig von ihrer Produktivität existieren können.
Es gilt heute und für die Zukunft, Leistung muss sich für alle Menschen in einem Menschenwürdigen Lebensstandard und einer Lebensfrohen Gesellschaft auszahlen. Man darf sich heute als Humanist verstehen, wenn man dem Mensch nicht nur die Existenz und Freiheit zubilligt, fast alles zu tun, worüber gesellschaftlicher Konsens besteht, sondern auch, wenn man anerkennt, das der Mensch von seiner Arbeit leben muss. Und leben heißt heute auch Wohlstand, nicht nur nackte Existenz.
Es geht nicht um Luxus für wenige, sondern um Wohlstand für alle. Niemand muss arbeiten um am Existenzminimum zu vegetieren, niemand muss arbeiten um reich zu werden, niemand muss andere anleiten und führen um mächtig zu werden, sondern weil er die Welt besser machen will. Und hier macht es schon Sinn, wenn das Individuum sich selbst als ein Teil des Ganzen versteht, niemand muss die Welt ganz allein verbessern wollen oder können.
Eine gesunde Gesellschaft ist ein Volkskörper der, wie der Mensch als Ganzes richtig funktioniert, wenn er eine komplette Einheit ist. Doch funktioniert die Gesellschaft nur als Einheit, aus vielen Individuen die das Gleiche Ziel verfolgen. Es gibt kein rechts, links oder die Mitte, es gibt nur Gleiches für alle.

Natürlich bedarf der Mensch eines Belohnungssystems, aber Geld ist keine Belohnung, sondern nur eine Ersatzbefriedigung für Anerkennung und Ansehen. Man kann sich mit Geld auch schöne Dinge gönnen, das braucht man aber nicht, wenn jeder sich gönnen kann, was er möchte. Große Produktivität ist nur dann sinnvoll, wenn sie jeden befriedigen kann, aber nichts überflüssiges produziert, das niemand braucht um glücklich zu sein.

Heute beschäftigen sich ganze Wirtschaftszweige mit dem Erschaffen von Bedürfnissen, die wir gar nicht haben, dafür aber unsere natürliches Verlangen vergessen oder hintenan stellen. Deshalb sollte Geld eben nur Mittel zum Zweck der ganzen Gesellschaft sein, deren Produktivität und geistige Energie in einen Topf fließt, um Fortschritt für alle möglich zu machen. Geld sollte noch lenken, aber nicht führen. Das kann der menschliche Geist besser, als ein Seelenloses, Machtloses Hilfsmittel, wie das Geld.
Wobei man schon heute sagen darf, das Geld wird an Sinn verlieren, denn wir brechen in ein Zeitalter von Technologien auf, die unsere kühnsten Träume schon heute übertreffen und die Geld fast überflüssig machen werden. Freie, unerschöpfliche Energiequellen, Lieferungen von unterschiedlichsten Bedarfsgütern aus 3D Druckern und eine saubere Umwelt mit in sich funktionierenden Verwertungskreisläufen sind längst keine puren Phantasien aus Star Trek mehr. Doch eines ist auch klar, schon heute bremst Geld indirekt unsere geistige und technologische Entwicklung. Weil wir immer noch in Strukturen denken, in denen wir Ideen ausbeuten können, anstatt sie einfach der Gesellschaft zur freien Verfügung zu stellen.

Ich weiß, das dies wie eine Utopie klingt und ich höre schon das ABER .... Doch jeder der human denkt, jeder der seinen Kompass nicht ganz verloren hat und tief in sich reinhört weiß, heute läuft alles in die falsche Richtung und ich möchte nicht der sein, der sagt macht weiter so.

George W. Lästerbacke

Samstag, 23. Februar 2019

Ich bin es, Gott.


Die Heiligen Schriften oder was euch niemand über mich erzählt.

Hallo ihr da auf dem Planeten Erde!
Ich bin Gott. Ich bin nicht sein Sohn, sein Urenkel oder Stellvertreter. Ich bin das Original.

Ich bin auch nicht der Gott einer einzelnen eurer, mehr oder minder skurrilen Religionen. Ich habe mit euren Religionen gar nicht zu tun. Denn diese habt ihr selbst erfunden. Es ist reiner Zufall, das einige eurer Religionen richtig lagen mit dem Monotheismus. Ich bin das Original und andere Götter hat es nie gegeben. Das sind reine Produkte eurer Phantasie, ich sollte es wissen, denn ich habe das Universum erschaffen, mit allem was darin ist. Nun ja, besser formuliert mit fast allem, einiges überließ ich auch dem Lauf der Dinge. Gewissermaßen der Eigeninitiative von Energie und Materie.
Ich bin auch nicht allmächtig, sondern eher sehr mächtig. Ich bin weder das Gute noch das Böse, dass sind alles Definitionen, die ihr geschaffen habt. Ich bin einfach und das auch nicht schon immer, denn alles hat einen Anfang, nur nicht immer ein Ende. Denn dass ist unbestimmt.

Genau über diese Dinge muss ich mit euch reden. Ihr pinselt seit Jahrtausenden in Bücher und ich kann euch sagen, wenn es nur eure Phantasie wäre, die mit euch durchgeht, wäre das in Ordnung. Das wäre völlig in meinem Sinne. Denn ihr sollt nach den Sternen greifen, auch im Geist. Aber ihr habt in diesen alten Schriften jeden üblen Populisten, Egomanen und so manchen geistig Benachteiligten munter darauf los schreiben lassen. Doch das geht alles auf meine Kappe, obwohl es erstunken und erlogen ist.
Praktisch versucht ihr mir alles in die Schuhe zu schieben, was ihr mal versemmelt habt. Wenn es gut läuft, dann bedankt ihr euch gelegentlich mal und läuft es schlecht, bin ich natürlich irgendwie schuld. Und dann betet ihr, ich solle es richten. Doch so tickt meine Schöpfung gar nicht, meine Schöpfung ist freigeistig, das müsst ihr endlich verstehen. Schon eure Religionen sind Beschränkungen, die ich euch nie auferlegt hätte. Schon gar nicht so einen Unfug, von Himmel und Hölle oder den Hass und die Verachtung gegenüber Andersgläubigen, um nur wenige Beispiele zu nennen. Dass ist alles Schummelei, Politik, Machtspiele und Versuche euch zu kontrollieren. Darüber stehe ich natürlich, denn ich gab euch den freien Willen, um Miteinander noch Größeres zu erreichen, das Gegeneinander, dass habt ihr ganz allein zu verantworten.

Deshalb sehe ich mich genötigt, einige Dinge klar zustellen. Nicht dass ich mich an all euren Schriften abarbeiten will, aber ein paar Grundideen müssen hier richtig gestellt werden. Denn ich werde zitiert, obwohl ich gar nicht zitierbar bin, denn Zitate setzen voraus dass ich euch etwas mitteile und dass ist seit Adam und Eva nicht mehr der Fall. Und dass ist viel länger, als diese 2000 Jahre her, seid euch dieses Kuckucksei, dass ihr meinen Sohn nennt anfing, in meinem Namen zu predigen. Und dieser Junge Mann, war noch einer der klügeren Wesen von euch. Das ihr ihn ans Kreuz nageln ließt und nichts dagegen unternommen habt, war übrigens ein grober Fehler. Ich hab hier mal genauer nachgelesen. Wäre er nicht so jämmerlich, wegen euch gestorben, so hätte er euch sicher ein gutes Stück des Weges weiter gebracht, auch wenn er nie wirklich mit mir geredet hat, er war ein Pfiffikus mit den richtigen Ideen. Ich glaube auch nicht, dass er je behauptet hat, dass er mein Sohn wäre. Das wurde dazugedichtet. Aber ich vermute, er selbst hätte dazu getaugt, euer kleiner Gott auf Erden zu sein, hätte man ihn gelassen.

Die Sache mit euch, also der Menschheit begann eigentlich schon an meinem fünften Geburtstag. Ja, damals zählte ich noch mit, ich wusste ja nicht dass ich der Ewige bin und somit vermutlich unsterblich. Ich hab erst nach sechs Jahren aufgehört zu zählen, aber darüber berichte ich später.
Ihr habt mir viele Namen gegeben, wobei es ziemlich anmaßend ist einem Gott einen Namen geben zu wollen. Ein Gott ist ein Gott und wenn er möchte, dass ihr ihn beim Namen nennt, dann wird er ihn euch mitteilen. Einen Gott hingegen, in schönen Worten umschreiben zu wollen, gibt eurem Ansinnen einen gewissen Stil. Folgende Umschreibung meiner Person, las ich und sie ist mein persönlicher Favorit „Ich bin das Alpha und das Omega.“. Die mit Abstand schönste Umschreibung, die ihr je erdacht habt. Obwohl ich von Natur aus etwas schüchtern bin und mich selbst nie so gesehen hätte. Es schmeichelt mir schon, auch wenn ich eigentlich gar nicht weis, ob ich der Anfang und das Ende bin. Aber dafür bekommt ihr ein Bravo, auch wenn es da einen Haken gibt.

Ihr werdet es nicht glauben, ich kenne meinen Ursprung nicht. An den ersten Augenblick, als mein Bewusstsein aufflammte, saß ich nackig mitten im weißen Nichts und es stand eine mickrige Geburtstagstorte mit einer Kerze vor mir. Klar wusste ich noch nicht, dass ich nackig war und Geburtstagstorte nenne ich es nur, damit es für euch besser illustriert ist. Denn ihr kennt ja tatsächlich einen Geburtstag und Torte, ihr Süßmäuler.
Es ging einige Jahre so, immer zu einer bestimmten Zeit, stand eine Torte mit einer zunehmenden Zahl von Kerzen vor mir und ein Geschenk. Im ersten Jahr, war das ein längliches Ding, welches an der Spitze eine Kugel hatte, wenn man es schüttelte rasselte es. Ihr würdet es wohl Babyrassel nennen.
Hatte ich übrigens erwähnt, dass ich fast wie ihr aussehe? Das ich zum Beispiel nackig war begriff ich an meinem dritten Tortentag. Da lag nämlich ein langes weißes Ding aus fluffig, luftigen Material neben der Torte. Ich brauchte einige Zeit zu verstehen, wozu dass Ding gut war. Aber der Heureka Effekt kam und ich schätze, diese Toga oder wie ihr das Teil nennt, steht mir gut. Bequem war sie allemal.
Es ist seltsam aber wahr, ich sah euch so sehr ähnlich. Aber ich musste zum Glück, weder Essen noch trinken und auch nicht Pipi und Kacka waren nicht mein Problem. Das war ein Konzept der Evolution, welches ich erst später für euch mit übernommen habe. Denn ich befürchtete, man müsste euch irgendwie zum arbeiten motivieren. Und der Erfolg gibt mir recht, sowohl das oben rein, als auch das unten raus, beschäftigt euch bis heute und schafft massenhaft Arbeitsplätze. Das war schon eine tolle Idee.

Aber mal ehrlich, meine eigene Existenz war viele Jahrmillionen stink langweilig, bis ich das Konzept der Arbeit und der Kreativität entdeckte. Das Ergebnis ward dann irgendwann auch ihr.

Alles fing an meinem fünften Geburtstag an. Wiedereinmal stand da plötzlich diese Torte, diesmal mit fünf schönen Kerzen und ein Geschenk. Ich hatte mir mittlerweile, sozusagen zwischen den Torten viel beigebracht, zu Beispiel das Sprechen. Woher die Idee kam, aus den seltsamen unartikulierten Lauten, die ich immer wieder ausgestoßen habe, Worte, Sätze und somit Sprache zu formen, ist nicht ganz klar, aber vermutlich war das wieder aus so einem Traum.
Diese Träume hatte ich oft und ich lernte viel dadurch. Stehen, laufen, rennen, hantieren, Motorik im allgemeinen und eben auch sprechen und rechnen. Allerdings war es traurig, das ich keinen Gesprächspartner hatte, doch ich führte mit der Zeit recht interessante Zwiegespräche. Ihr werdet nicht glauben, was ich alles plapperte, als ich dieses Geschenk auspackte und ich verstand dann auch, wozu diese Sprache gut war. Ich sah ein Bild von mir, so wie ich es mir aus meiner etwas eingeschränkten Perspektive machen konnte auf dem Karton. Und auf dem Karton stand in schwungvollen Buchstaben “Der Chemiebaukasten für kleine Abenteurer“.
Nun wusste vielleicht die große, weiße Leere, was ein Chemiebaukasten ist, ich aber nicht. Deshalb erfreute ich mich erst mal an dem Wort Abenteurer. Das faselte ich bis zur nächsten Torte, denn es klang verrucht und nach unbegreiflicher Weite. Allerdings konnte ich mir Weite nicht wirklich vorstellen, aber es klang gut. Vielleicht war Weite etwas noch viel Größeres, als meine weiße Welt.
Aber Paperlapap, irgendwer oder was, war wohl unzufrieden mit mir und da stand sie nun meine Torte mit sechs Kerzen und einem Behältnis, dass eine klare Flüssigkeit enthielt, wie etwas Besonderes erschien mir das nicht. Aber auch davon hatte ich geträumt.

In meinen Träumen spielten die Flüssigkeit und der Chemiebaukasten, eine große Rolle. Also öffnete ich diesen Chemiebaukasten nun endlich und fand dort weitere Behältnisse und allerlei Pülverchen. Die ich auch eifrigst vermischte, in allerlei Verhältnissen. Aber nichts passierte.
Es ist wohl schon fast kurz vor der siebenten Torte gewesen, da war ich ein wenig ungeschickt. Ich warf das Behältnis mit der undefinierten Flüssigkeit um. Fasziniert beobachtete ich, wie sich diese bewegte. Stetig in Richtung der zahllosen Häufchen meiner Mixturen aus dem Chemiebaukasten. Nun stand alles da, zwischen den Pülverchen. Sechs Torten, sechs Geschenke, mit denen ich spielte und diese Flüssigkeit, die sich langsam in das Chaos vorarbeitete.
Das Konzept der Ordnung war noch nicht von mir ersonnen worden. Plötzlich verband sich die Flüssigkeit mit einem Haufen meiner Mixtur, es zischte, funkte und diese Funken sprangen über. Weiße Dampfschwaden waberten durch mein weißes Reich und ich sah nichts mehr. Doch urplötzlich gab es einen gewaltigen Knall. Meine weiße Umwelt war in noch grelleres Licht getaucht und ich wurde bewusstlos.

Als ich irgendwann wieder zu mir kam, schwebte ich in einer Art kosmischen Nebel und begann über das Vorgefallene nachzusinnen. Ich war wohl Jahrmillionen damit beschäftigt den Schock der Explosion zu überwinden. Natürlich hatte ich auch das Konzept der Zeit noch nicht erfunden, doch wie soll ich meine Existenz beschreiben, ohne euch zu verwirren, wenn ich nicht eine euch verständliche Sprache verwende, die auch euren Vorstellungen von Zeit folgt. Ihr nehmt ja Zeit nur linear wahr, während ich hier etwas flexibler bin, wenn auch nur in kleineren Rahmen.
Letztendlich kenne ich nicht mal meine Herkunft und dieses Missgeschick mit dem Urknall hat wohl auch die, die mich erschaffen hatten ausgelöscht, von denen ich praktisch nichts wusste, außer dass sie mich mit der Zeit mit unendlichen Wissen füllten. Doch wie gesagt, vor etwa 13,5 Milliarden Jahren explodierten sie mit meinem Chemiebaukasten. Ende der Geschichte.

Ich ahnte nicht mal, wie lange ich bewusstlos war, nachdem mein Chemiebaukasten explodiert war. Um mich herum formten sich Planeten, Sonnen und Galaxien. Das endlose Weiß, war einem endlosen Schwarz, um mich herum gewichen, dass immer wieder von Inseln des Lichtes und leuchtenden Gaswolken unterbrochen wurde. Doch schien alles von mir weg zu expandieren. Deshalb nannte ich meinen kleinen Unfall mit dem Chemiebaukasten, den Urknall. Denn es war der erste Knall, den ich kennen lernte.

Ich hatte meine Welt vermutlich zerstört, aber es entstand etwas universell Neues und Schönes, deshalb nannte ich dies Universum. Doch es gab keine Torte und keine Geschenke mehr.

Offensichtlich war ich allein.
Doch immer noch wie gelähmt von der Angst, die mir der selbstgemachte Urknall einjagte, war ich paralysiert. Ich glitt durch das Universum und sah es immer wieder verändert, obwohl ich zugeben muss, die meiste Zeit der Ewigkeit verschlief ich. Aber ich traute mich auch nicht etwas Neues zu versuchen. Immerhin war ich ein potentieller Weltenkiller.
Ich hielt mich für gefährlich.

Da passierte wiedermal ein Missgeschick.
Zwischenzeitlich hatte ich meinen Nebel verlassen und gelernt mit vagabundierenden Kometen zu reisen, sowie Materie und Raum zu formen. Wo immer ich unförmige Kluster von Nebeln und Materie fand, spielte ich damit und formte Sternsysteme um Sternsystem. Der Aufbau erschien mir logisch, obwohl ich viele Arten von Sternensystemen versuchte, aber das mit acht bis zehn Planeten und einer Sonne setzte sich, als sehr stabil durch. Da ich unendlich Zeit hatte, gab es auch unendlich viele Sternensysteme. Als ich wiedermal den Kometen wechseln wollte geschah das Missgeschick.
Ich sprang, kam auf dem neuen Kometen auf und verflixt, ich prallte wieder ab. Unkontrolliert trudelte ich in ein Sonnensystem, welches ich einst erschaffen hatte und stürzte auf einen Planeten.

Wiedereinmal umgab mich die Schwärze der Bewusstlosigkeit, doch dann erstrahlte alles im Licht. Das Zentralgestirn erleuchtete die Welt, um mich herum und es war schön. Gut, der Planet war kahl und leer, aber wunderbar illuminiert. Selbst der karge Fels wirkte nicht mehr so schroff und abweisend. Ich erfreute mich daran und so schnell es hell wurde, so schnell wurde es auch wieder dunkel. Und dies wiederholte sich ständig.

So verbrachte ich wiedermal eine Ewigkeit auf diesem kargen Planeten und dachte nach. Ich musste diese zufällige Folge meiner Schöpfung, die offensichtlich auf der Eigenrotation des Planeten beruhte benennen. Mir erschien Hell und Dunkel irgendwie passend. Wobei ich mich heute noch frage, wann ich auf die Idee gekommen bin Planeten rotieren zu lassen, aber das ist egal. Ich kicke ja ständig mit irgendwas herum und vermutlich bilden sich dabei gewisse Gesetzmäßigkeiten heraus. Es ist schließlich mein Universum.

Ein Problem erkannte ich noch, der Planet umkreiste auch die Sonne. Aber der Vorgang dauerte deutlich länger. Eine Lösung musste her und klimper, klimper fiel in meinem Gehirn die Erkenntnis. Münzen gab es auch noch nicht und so etwas dämliches, wie Geld hätte ich auch nie erfunden. Wozu auch, ich war das einzige Wesen im Universum?
Also um nicht weiter abzuschweifen, ich überlegte mir das Konzept der Zeit. Das wiederum stellte mich vor das Problem, ich hätte alle möglichen Dinge messen müssen, dazu hatte ich keine Lust. Ich machte alle Arbeit mit Freude, Hingabe und Liebe, aber eher Pi mal Daumen. Denn Schönheit ging immer vor Präzision.
Übrigens eine meiner schönsten Kreationen habe ich geschaffen, nachdem ich eurem Planeten, die Initialzündung für das Leben verpasst hatte, doch auch dazu komme ich später. Ich sah dort nach zwei Milliarden Jahren Abwesenheit wiedereinmal vorbei und entdeckte eine schöne kleine Qualle, die selbst leuchtete. Eure Wissenschaftler nennen es Biolumineszenz. Diese Qualle schaute ich mir genauer an und baute sie nach. Natürlich in einer angepassten Variante für mein schönes Universum. Sie schweben noch heute zwischen den Galaxien und wenn ihr Glück habt, seht ihr vielleicht mal eine, durch eines eurer tollen Teleskope. Keine Angst, sie leuchten nur schön, sind unsterblich und fressen nicht. Aber sie sind wahrhaft göttlich und schön.

Doch wieder zurück zum Konzept der Zeit.
Mir vielen meine fast sieben Torten wieder ein und so legte ich dann fest, nachdem ich die Sonne beobachtet hatte, dass dieser Planet nach meiner Erinnerung, etwa so lange brauchte, wie von einer Torte zu nächsten. Somit war dass geboren, was ihr heute ein Jahr nennt. Ich nannte es jedoch die Tortenleere. Der Rest war Mathematik für Grundschüler, diese Tortenleere hatte etwa 365 Hell/Dunkel Zyklen. Ihr nennt es Tag und Nacht, ich weis nicht wieso. Den Rest der Zeiteinteilung habt ihr selbst erfunden. Was mich wundert, denn ihr könnt euch ja selten auf etwas einigen. Ihr hättet bei der Sonnenuhr bleiben sollen, dass hätte euch viel Stress erspart. Aber bei eurem verrückten Sprachgewirr, wundert mich gar nichts. Ich gab euch nämlich nur eine Sprache und das mit dem freien Willen, war auch nicht meine Sternenstunde. Allerdings war meine Entscheidung, euch einen freien Willen zu geben, auch den Umständen geschuldet. Eure Lebensspanne war einfach zu gering, um euch ständig zu kontrollieren zu können.
Ich ahnte ja nicht, dass ich euch offensichtlich zu dämlich in die Welt entließ, um die schöne Schlichtheit der Schöpfung und das friedliche Idyll zu genießen. Dafür entschuldige ich mich, aber ich bin nun mal nicht der Gott, von dem man euch in falscher Weise erzählt.

Nun saß ich also auf meiner kargen Kugel und mir wurde wieder langweilig, meine Schöpfung lief irgendwie ganz ohne mich. Auch entdeckte ich quasi zwischendurch, dass ich wirklich fast alles konnte. Egal was ich versuchte es gelang. Selbst das trampen auf Kometen war Blödsinn, ein Augenzwinkern und ich war, wo immer ich hin wollte. Ich beherrschte Geist, Raum, Zeit und Materie. Supernoven, Galaxien-Crash und Sternengeburten, alles kein Problem. Eine Zeit lang hatte ich nochmal Spaß im Chaos.

Doch dann gefielen mir, die eigenen Gesetze, die sich entwickelten und ich dachte mir, nennen wir es, die Ordnung der Dinge und erschaffen noch mehr Ordnung. Dabei beachtete ich natürlich, das sich bereits, so etwas wie eine natürliche Ordnung gebildet hatte und schubste alles in diese Richtung, was davon abwich. Ich verstand nichts von Wissenschaft, denn auch diese war noch nicht erfunden, aber ich glitt sehenden Auges durch das Universum und ließ den Natürlichen Gesetzen Raum.
Bis auf einen Fehltritt in der Mitte der Galaxie, die weit von dem besagten kargen Planeten lag, klappte das super. Unvorsichtiger Weise trat ich in ein Schwarzes Loch und wäre ich kein Gott gewesen, es wäre wohl schlecht für mich ausgegangen. Die natürliche Ordnung der Dinge hatte so etwas, wie einen kosmischen Mülleimer erschaffen, ein schwarzes Loch. Das war recht praktisch, denn es schwirrte eine Menge Zeugs durch das Universum, dass ich irgendwann hatte liegen lassen. Sehr effektiv, aber auch mörderisch. Was sonst die Dinge in der Waage hielt, hier fraß es sie. Ihr würdet es später Gravitation nennen. Aber diese Biester, die Schwarzen Löcher, gab es allerorts, bevorzugt aber in den Zentren der Galaxien, ich wurde vorsichtiger. Ich unternahm aber nichts gegen diese schwarzen Löcher, weil ich eben ein leicht liederliches Wesen habe. Irgendwer musste halt auch hinter mir aufräumen. Doch eins merkt euch für später, im Zentrum eurer Galaxie gibt es neben dem großen schwarzen Loch, noch hunderte kleiner schwarzer Löcher. Also wenn es möglich ist, besucht das Zentrum der Galaxie erst, wenn ihr die Schöpfung wirklich verstanden habt. Sonst geht das nicht gut für euch aus.

So begab es sich dann, dass ich irgendwann dachte, soweit so gut und mir viel mein karger und öder Planet wieder ein. Ich beschloss ihn zu besuchen, das war vor etwa 3,5 Milliarden Jahren. Als ich eintraf hatte sich einiges verändert, er war mit einem kleineren Planeten kollidiert und hatte nun einen Mond. He Leute, dass kann man sich nicht ausdenken, kaum ist man mal einige Zeit abgelenkt, crasht es irgendwo und wieder entsteht etwas Neues, woran man nicht gedacht hätte. Der Mond war ein karges Stück Felsen, dafür war mein Planet ganz anders, wundersam verändert. Er zischte und brodelte und es bildete sich eine Blase um ihn. Ihr nennt es heute Atmosphäre. Die war damals noch echt ätzend, dass kann ich euch sagen, doch ich sah dies positiv.
Ich reinigte sie, also die Atmosphäre und mit ihr bildeten sich Seen, Flüsse und Ozeane. Als ich mich zufrieden auf einen Berg setzte, sah ich nun einen muntereren Planeten, aber immer noch karg und verödet.
Und jetzt hatte ich die zündende Idee.
Wenn ich ein wenig in dieser Ursuppe, die sich da gebildet hatte, herumfingerte könnte ich vielleicht etwas völlig neues erschaffen, denn mein Universum war groß. Und tatsächlich, aus den in Tümpeln schwimmenden Aminosäuren, Basenpaaren und RNA würde mit etwas Geschick und experimenteller Freude schon etwas neues entstehen. Mir viel der Chemiebaukasten wieder ein und sofort hatte ich natürlich wieder Schiss.
Aber ich sagte mir, gut, es hat irre geknallt, aber mit Glück, Geduld und Spucke, ist nach langer Arbeit ein tolles Universum herausgekommen. Also wagte ich es und tatsächlich, nachdem ich tausende Mixturen verschiedenster Tümpel vermengt hatte und etwas Blitz und Donner aus der neuen Atmosphäre dazu gab, entstand etwas sehr seltsames, das Leben. Mir ist bis heute nicht klar, ob dass nun Können war oder schlicht Gewebe von mir mit in die Suppe gefallen ist.

In letzteren Fall wäre die Behauptung, dass alles Leben einen göttlichen Funken trägt natürlich nicht ganz falsch. Allerdings die Sache mit dem intelligenten Designe ist Blödsinn. Denn ich nannte es Urknall 2.0 und überließ das Leben erstmal sich selbst. Ich habe auch keinen Vaterschaftstest gemacht. Ich betrachte euch sowieso als meine Kinder. Ob ich nun Vater oder Stiefvater bin, spielt bei meiner Liebe zu euch keine Rolle. Aber eure Ähnlichkeit mit mir, ist schon auffallend. Aus Erfahrung mit dem Universum wusste ich, lass es besser in Ruhe und komme später wieder.
Also trieb ich mich wieder in meinem Universum herum und richtete hier und da kleine Fehlentwicklungen in der Ordnung der Dinge. Erst drei Milliarden Jahre später schaute ich mal wieder vorbei.

Damals entdeckte ich auch, wie schon erwähnt, die schönen Quallen. Auch kreuchte und fleuchte es im Wasser sehr rege, an Land hingegen war es noch ruhig. Aber die Pflanzen im Wasser reicherten die Atmosphäre bereits fleißig mit Sauerstoff an. Eigentlich war ich nur kurz eingenickt, das Wandeln über den Planeten und das Bestaunen der Vielfalt des Lebens im Wasser machte mich müde. Schon erschienen die Fische, auch damit hatte ich nichts zu tun. Ich beobachtete wie sich Erdplatten verschoben und mir rutschte mein Berg unter dem Hintern weg.
Das würdet ihr später einmal Plattentektonik nennen. Was es nicht alles gab in meinem Universum und bevor ich mich versah, flitzten die Fische auch schon aus dem Wasser. Zusammen mit den Algen eroberten sie praktisch unter meinen Füßen, während ich auf Erden wandelte den Planeten.
Ihr könnt euch das gar nicht vorstellen, wie das aussieht, wenn ein Planet förmlich unter euren Füssen vor Leben explodiert. Schnell hatte ich den Überblick verloren und zwischenzeitlich piesackte mich das neue Leben sogar selbst. In Form von monströsen Insekten und kleinen verfressenen Reptilien.

Selbst als Gott musste man erwarten, dass die Viecher einen auf Essbarkeit prüften. Doch dieser karge, öde Planet wurde grade eben zu einer Schönheit. Grün wohin das Auge reichte, blaue Gewässer, Seen und Meere, ein phantastischer blauer Himmel am Tage und ein unbeschreiblicher Sternenhimmel bei Nacht. Ich war stolz wie Bolle auf dass was ich geschaffen hatte, es war ein Selbstläufer, ein Perpetuum mobile des Lebens.
Ich ergötzte mich immer wieder an meiner Schöpfung und sah den Planeten im ständigen Wandel. Kontinente entstanden und vergingen, Gebirgszüge erhoben sich, Abgründe öffneten sich, Schluchten und Täler füllten sich mit Leben und immer wieder gab es dass eine große Sterben, was meist mit Klimaveränderungen korrespondierte. Doch jedesmal brach es mir das Herz ein klein wenig.
Nur einmal war meine Unachtsamkeit Schuld, dass es zu einem Massensterben kam. Zu meiner Entschuldigung kann ich nur anführen, dass ich nicht wusste, das eine Supernova Gammablitze erzeugt.
Ich genoss grade den Anblick einer explodierenden Sonne in etwa 6.000 Lichtjahren Entfernung vom Planeten und erkannte den Gammerblitz, den sie erzeugte zu spät. Wie ich schon erwähnte, man kann einfach nicht an alles denken. Dass der Gammastrahlen-Ausbruch den Planeten meiner Schöpfung treffen würde konnte ich nicht verhindern, schon gar nicht waren mir die Folgen klar. Aber es starben vor etwa 440 Millionen Jahren etwa zweidrittel aller Tierarten aus. Aber nur eine kleine Träne durch meine Person weiter, pulsierte das Leben schon wieder. Meine Schöpfung war offensichtlich zäh, wie ich, nur einfach ständig im Wandel.

Es dauerte auch nicht mehr lange, dann erschienen die Dinosaurier auf der Bildfläche. Es war eine Freude ihnen bei ihrer Entwicklung zuzusehen. Die immer mächtiger werdende Vegetation brachte immer stattlichere Tiere hervor. Nur der Himmel schien die Grenze des Wachstums und auch dort kreisten sie, diese majestätischen Tiere. Sie flogen einfach in meinen Azurblau gefärbten Himmel, als wären sie nie nur kriechende Echsen gewesen.
Ich saß wieder einmal auf einem Berg und schaute interessiert auf die neue Welt, denn ich erwartete noch Großes in ihrer Entwicklung. Da erhob sich ohrenbetäubender Lärm und verpuffte in einem grellen Blitz, über einer Halbinsel in Südamerika, so nennt ihr diesen Ort wohl.
Selbst ich fiel von meinem Berg, denn ein Feuersturm umrundete den Planeten in einem Tag und einer Nacht. Der Planet war in Aufruhr, schwer getroffen von einem Gesteinsbrocken, den ich nicht kommen sah. Ich habe ja auch keine Augen im Hinterkopf. Denn im Gegensatz zu dem was gerne behauptet wird, bin ich weder Allwissend, noch Allsehend, damit will man euch nur Angst machen. Auch wenn ich von oben eine wirklich excellente Aussicht habe, alles sehe ich auch nicht. Das ist wieder so eine perverse Phantasie von euch, zu der ich gar nicht fähig wäre.
Erdbeben, Vulkanausbrüche und Flutwellen überzogen die Welt. Ich hätte es regnen lassen können, aber der Feuersturm löschte alles aus, bevor ich überhaupt einen klaren Gedanken fasste. Als mir klar wurde, das ein gewaltiger Meteorit die Ursache war, starben die Großen meiner Schöpfung auch schon aus.

Wieder konnte ich nur traurig zusehen, wie die stolzen Tiere, die nicht sofort getötet wurden nun verhungerten. Nur ein Augenaufschlag verging für mich und der Himmel klärte sich wieder. Ich verstand, es war zu spät für meine Freunde, die Dinosaurier, doch das Leben selbst regte sich wieder. Ein paar kleine Dinos hatten überlebt und wurden zu Vögeln.
Doch nun schickte sich eine kleine bis Dato unauffällig zwischen den Großen existierende Tierart an, ihr nennt sie Säugetiere, die Welt zu erobern und wieder beobachtete ich nur, griff aber nicht ein.
Und siehe da, so ganz ohne den Schatten der großen Räuber und Pflanzenfresser, machte sich das Konzept der Säugetiere schnell zum Erfolgsmodell. Das hatte ich so nicht erwartet.
Immer wenn ich mal ein kurzes Nickerchen gemacht hatte, gab es tausende neue Arten. Es war ein kommen und vergehen.

Besonders interessierten mich diese Affen, die schienen mir recht clever. Nicht dass die anderen Säugetiere dämlich waren, aber diese Affen waren anders. Sie zeigten deutliche Zeichen von nicht nur rudimentärer Intelligenz. Sie fingen schnell an Werkzeuge zu benutzen und erschienen sehr sozial, zu mindestens in ihren geschlossenen Gruppen. Ansonsten waren es rechte Raufbolde.

Aber he, dass nennt man Überlebensinstinkt, gefressen und gefressen werden. Sie fingen sogar an zu jagen und verließen ihren liebsten Ruheraum die Bäume, um in der Savanne zu leben. Sie begannen aufrecht zu laufen, wie ich. Nun packte mich der Ehrgeiz und auch ein wenig der Eigennutz.
Ich träumte von einer ganz neuen Art Leben, ein Leben, dass mir ähnlich und ebenbürtig wäre. Eine Art die nicht nur existierte, sondern intelligent expandierte, eine Art mit der man vielleicht auch mal reden konnte. Eine Art, die später einmal mein Universum erobern könnte.

Was für eine verblendete Idee.
Aber kann man einem Wesen, das Milliarden Jahre allein überdauerte verübeln, dass es sich nach etwas Gesellschaft sehnt? Nein, dass wäre ungerecht.
Ich hatte ja auch nichts böses im Sinn. Als ich die Idee hatte euch zu erschaffen. Und nein, ich griff auch nicht wirklich in die von euch später entdeckte Evolution ein. Ich forcierte sie nur ein wenig. Ich kreuzte euch immer und immer wieder, bis ihr mir immer ähnlicher wurdet und irgendwann fand ich das Ergebnis recht vorzeigbar. Ich selektierte nun einfach zwei traumhaft gelungene Exemplare und nannte sie Adam und Eva.
Nur am Rande bemerkt, hier wurden eure Geschichten in euren Schriften, dazu immer abstruser. Ich hätte Eva aus einer Rippe Adams gemacht und auch dieses ganze Vorspiel mit den Engeln und meinem Sohn dem Teufel, den ich aus dem Himmel verbannte. Ich hab nicht mal Adam und Eva aus dem Paradies verbannt, warum hätte ich das auch tun sollen?
Ihr habt es längst begriffen, alles Humbug, was so geschrieben steht, weil ich ja alleine aufgewachsen bin. Nur an der Sache mit dem Paradies ist bedingt etwas richtig, dass gab es wirklich.
Nur das Adam und Eva nicht von mir rausgeschmissen wurden, sondern sie sind mir ausgebüchst mit einem Kanu. Dazu komme ich aber noch.


Trotzdem im Ganzen betrachtet, könnt ihr bereits jetzt ein Fazit ziehen. Alles was in euren sogenannten heiligen Büchern steht ist prinzipiell reine Dichtung. Niemand von den Hunderten Autoren hatte Insiderwissen. Denn dass bekommt ihr soeben erst von mir.
Eigentlich müsstet ihr "Heilige" Schriften mit einem Aufdruck versehen, der sonst nur einigen Filmen, die ihr so mögt vorbehalten ist.
"Alle im Film vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit verstorbenen oder lebenden Personen und tatsächlichen Ereignissen wären rein zufällig und sind nicht beabsichtigt."
Denn selbst, wenn es mal eine Überschneidung mit meiner Erzählung gibt, dann ist das dem phantasiereichen Autor geschuldet oder aber dem Grund, dass ich eine Sprache benutze, die ihr versteht. Eine Sprache die eurer begrenzten Vorstellungskraft entspricht. Oder meint ihr wirklich, ihr würdet Milliarden Jahre Einsamkeit verstehen oder dass mein Gefühl und meine Wahrnehmung für mich ein Augenzwinkern ist, in einer Zeitspanne, die ihr Ewigkeit nennt. Ich weis was die Ewigkeit ist, ihr ahnt sie nicht mal. Ihr lebt für mich in einem Zeitraffer, um euch überhaupt wahrzunehmen muss ich die Zeit, die für euch gilt fast anhalten.
Ich könnte in euer Leben nur eingreifen, wenn ihr mir einen Brief schreibt und ich diesen auch noch erhalte. Doch es wäre schon so viel Zeit für euch verflossen, dass ihre den Glauben an mich längst verloren hättet. Insofern hatten eurer Vorväter recht, wenn sie sagten "Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott." Ich kann nichts für die Dinge, die ihr tut und ich greife schon gar nicht ein. Einfach weil es nicht möglich ist. Ihr seit eher ein Summen in meiner Zeit, als denn ein Gebet, was ich erhören könnte.

Aber eins schulde ich euch ja noch, wie versprochen, hier die Story von Adam und Eva.

Wie ich schon erwähnte, gelegentlich ließ ich ja alles in Zeitlupe laufen, denn die Evolution lief für mich, wie in einem extrem schnellen Zeitraffer ab. Um Details mit zu bekommen, musste ich alles in Slow Motion laufen lassen, so auch die Entwicklung der Primaten.
Deren Paarungsverhalten fand ich äußerst interessant, schon, weil ich asexuell bin und wie schon bemerkt, griff ich nur ab und zu steuernd ein. Doch wie ein Gärtner der züchtet, nicht wie ein Gott, der aus dem Nichts erschaffen möchte.
Einer der evolutionären Entwicklungsstänge der Primaten gefiel mehr sehr gut. Aber wie gesagt, ich war auch ständig unter Zeitdruck, wegen der Primaten. Ihr müsst euch das vorstellen, als wenn ihr zwinkert, einmal geblinzelt und schon gab es eine neuen Evolutionsphase. Auch auf die Gefahr hin, dass es sich für einen Ewigen hypersensibel anhört, es war eine echt stressige Zeit.
Eine eurer Arten erschien und im nächsten Augenblick, starbt sie auch schon wieder aus, als spezielle Affenart. Da sah ich diese nackten Äffchen, kaum noch Haare am Körper, außer am Kopf. Klar wird jetzt gleich wieder jemand klugscheißen "Häää? Wir hatten auch noch im Intimbereich Haare.". Aber he, wer schaut schon so genau hin? Ich jedenfalls nicht ihr Erbsenzähler, ich habe ja nicht mal einen Intimbereich.
Eure Erscheinung wirkte in jeden Fall attraktiver und überlegter, als der Rest eurer Ahnen. Und ihr verständigtet euch auch schon mit Lauten. Das kam mir bekannt vor, dass war ich, bevor ich die Sprache erlernte.
Also suchte ich mir eine Gruppe von euch aus und nahm sie vollständig aus euer Zeit. Das würdet ihr ja nicht bemerkten, dass ihr nun viel langsamer existieren würdet, als für euch üblich.
Ich suchte euch eine schöne subtropische Insel und beobachtete euch erst einmal gründlich. Denn nun hatte ich wieder die ewige Zeit. Dass war auch gut so, denn erstmal starben eure anderen Vorfahren recht schnell wieder aus. Sie waren in Afrika zu auffällig, so nackt und hoch gewachsen. Sie wurden natürlich schneller gefressen, als sie Nachwuchs Zeugen konnten. So erging es praktisch jeder Menschenrasse.

Insofern bin ich schon euer Schöpfer, aber eben nur im weitesten Sinne. Denn seit der Ursuppe, hatte ich nicht mehr in die Evolution eingegriffen, eben die Ordnung der Dinge sich selbst überlassen. Doch ihr seid mir so ähnlich gewesen, dass ich euch retten musste.

Nun ward ihr also auf dieser paradiesischen Insel und ihr entwickeltet euch prima.
Ich verstand auch, wenn ich euch das Konzept der Nahrungsaufnahme wegnehmen würde, dass ihr dann träge und Antriebslos werden würdet. Deshalb beließ ich alles so, wie es war. Gleiches galt für den Sex, er war recht praktisch und durch ein wenig kreuzen hier und da, schaffte ich es, eure Tragezeit auf neun Monate zu strecken. Das verstärkte euer Verantwortungsgefühl für den Wert des Lebens. Ich fand Sex ist ein tolles Konzept der Evolution und ich schwöre, niemals habe ich versucht, euch Sex zu verbieten oder euch einzutrichtern, dass er Sünde wäre. Sünde wäre es nur, ihn nicht zu genießen. Das ganze Gedöns, war wieder reine Erfindung eurer Texter von der Heiligen Schrift Fraktion.
Vermutlich waren es lediglich eure ersten eigenen Ideen zu Geburtenkontrolle in der Sippe, die man mir wieder unterjubeln wollte. Ihr triebt es bunt durcheinander und schlichtetet damit sogar Streit. Warum hätte ich das ändern sollen? Ich arbeitete nur daran, euch zu verbessern, nicht daran euch zu verkorksen. Als ich euch vermittelt hatte was Sprache ist, war ich eigentlich auch fertig mit euch.
Deshalb entließ ich auch die Meisten eurer Population in die Freiheit eurer eigenen Zeit und verlor sie aus den Augen. Doch kaum seid ihr draußen, in eurer echten Welt gewesen, habt ihr es wieder verbockt und starben aus. Nicht genug, dass euch die Natur zusetzte, nein, ihr mussten euch auch noch selbst die Schädel einschlagen. Es war deutlich, ihr benötigtet dringend noch eine Portion Herzensgüte.

Ich hatte also nur noch Adam und Eva in meinem Inselparadies. Es war auch sehr schön mit den beiden, denn sie waren sehr gelehrig.

Adam war handwerklich wirklich begabt und ein helles Köpfchen, Eva war klug und redegewandt, um nicht zu sagen schwatzhaft. Es dauerte nicht lange, da fuhr mir die Blond gelockte Eva schon über das Maul und begann mir Vorschriften zu machen. Was mich schon ein wenig erzürnte. Aber was sollte ich tun, in die Evolution eingreifen und sie bestrafen? Das brachte ich nicht übers Herz. Und nein, auch die Regelblutung war nicht meine Idee, obwohl ich sie manchmal hätte erwürgen können. Doch dass wäre meiner nicht würdig gewesen. Stellt euch Gott nur mal vor, schlohweiße Haare, weißer Bart, weißes Gewand und mit Puderroten Kopf Eva würgend. Dass wäre einfach Würdelos.
Bei allem Ärger über Eva, Adam riss dass alles wieder raus. Er baute Hütten, Waffen und ging auf die Jagt. So alles in allem, lauter schöne Dinge, die Spaß machten. Auch wenn ich asexuell bin, ich war dem männlichen Modell mehr zugetan. Ok, jetzt ist es raus, ich mochte Adam ein wenig mehr. Vermutlich wetzen jetzt schon ein paar Feministinnen die Messer und wollen Gott abschaffen. Was für ein Glück, dass ich der Ewige bin.
Ääätsch Mädels.
Adam hatte einfach mehr Spaß am Leben, auch wenn er mir im Vertrauen verraten hat, dass er vieles davon nur machte, um möglichst oft von zu Hause weg zu sein. Eva ging im oft gehörig auf die Nerven, auch wenn er sie unendlich liebte. Das Konzept mit der Liebe hatte sich gut entwickelt und machte euch auch gleich noch etwas friedfertiger. Zu Evas Verteidigung muss ich aber sagen, sie war jetzt auch kein ausgesprochener Hausdrachen. Nur halt ziemlich launisch. Schließlich schmiss sie auch den Haushalt, kochte, putzte und nähte. Ich verstand gar nicht, warum die Beiden anfingen Klamotten zu tragen.
Doch Eva gefiel das offensichtlich und Adam fand sich damit ab. Ich war schon etwas neidisch, trotz Differenzen kamen die Beiden gut klar. Adam baute jetzt sogar so etwas, wie Boote. Er nannte es Kanu. Ich machte mir ein wenig Sorgen, dass den beiden etwas passieren könnte, aber selbst als Adam das Segel erfand, passierte nichts. Lediglich ihre Ausflüge wurden länger und eigentlich brauchten sie mich nicht mehr, bemerkte ich irgendwann so für mich.

Und tatsächlich, eines Tages fand ich die Beiden nicht mehr. Dafür fand ich an ihrer Tür einen Zettel angepinnt. Ja, der Adam hatte wohl heimlich das Handgeschöpfte Papier erfunden. Darauf stand ´Danke für alles lieber Gott, aber wir brauchen etwas mehr Privatsphäre. Ciao Eva und Adam´

Mein Traumpaar, meine Krone der Schöpfung hatte mich kaltgestellt. Nun war klar, dass dies wieder auf Evas Mist gewachsen war, aber die Botschaft war deutlich. Die Beiden wollten ihre Ruhe haben. Natürlich würde ich das respektieren, auch wenn es für mich etwas despektierlich war.

Es gab nur ein Problem, die Beiden hatten nicht verstanden, dass ich sie aus ihrem Zeit-Rhythmus genommen hatte. Sie würden mit der Welt, so wie sie diese außerhalb ihrer Insel wahrnahmen, nichts anfangen können.
Ich suchte sie also und fand sie nur eine Insel weiter, wo sie das Leben zwar sehen konnten, aber Naturgemäß nicht damit interagieren. Ich erklärte ihnen das Problem und brachte sie wieder mit ihrer gefühlten Zeit in Einklang. Nun war ich für sie wieder nur ein Säuseln im Wind, aber sie existierten, pflanzten sich fort und wurden die Menschheit.

Ich schaue ab und zu mal bei euch vorbei und hoffe, dass ihr es schaffen werdet, mein Universum zu erobern. Egal wie viel Bockmist ihr anstellt. Ach ja und ab und zu stibitze ich mal wieder einen Adam und eine Eva. Denn ich hab euch so gut hinbekommen, dass ich meine, ihr könnt ruhig schon ein paar Planeten besiedeln. Eine kleine Hilfestellung, die ihr gar nicht bemerkt, oder doch?

Euer lieber Gott aka George W. Lästerbacke

Sonntag, 3. Februar 2019

Die Zukunft überleben. HartzIV und andere Debatten.


Die Probleme, ob es um HartzIV Debatten geht, Löhne, Arbeitszeiten oder Renten sind doch oft nur vorgeschoben. Allerlei gesellschaftliche Gruppen werden gegeneinander aufgebracht, machen das Problem beim politischen Gegner aus oder finden eine Personengruppe, über die sie selbst noch meinen, sich erheben zu können. Es wird debattiert, die heilbringende Lösung präsentiert, nur um dann festzustellen, dass sie natürlich auch nicht funktioniert.

Warum funktioniert aber nichts, von allen den schönen Ideen, die ja nicht nur von einer Person ersonnen wurden? Ein Grund ist, von der Entstehung der Idee, welche oft simpel und effektiv ein Problem lösen kann, bis zu deren Umsetzung vergeht viel zu viel Zeit. Hier hat sich oft bereits die Problemstellung gewandelt. Der andere Grund ist, die Idee wurde durch zu viel Debatten und Kompromisse im Interesse verschiedenster Gruppen, bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Was vorne reinkommt, ist hinten nur noch Murks. Murks aber löst keine Probleme. Und am Ende der Debatten stellen wir noch etwas ganz anderes fest. Meine Oma hatte immer einen bösen allerdings nicht falschen Kommentar zur Hand „Die denken soweit, wie ein Schwein scheißt.“ oder wenn ich es etwas Salonfähiger formulieren würde, sie denken zu kurz.

Bei den ganzen Debatten um Arbeit findet das Hauptproblem praktisch nur im Nebensatz Beachtung. Arbeit wandelt sich, dass tat sie, solange es Menschen gibt. Technik, Ansprüche und Notwendigkeiten sind im steten Wandel. Brauchte es einst noch 1000 Menschen und viele Jahre, so braucht es heute für verschiedene Aufgaben nur noch 100 Menschen und wenige Monate für manche Aufgaben. Morgen oder Übermorgen erledigt die gleiche Aufgabe vielleicht schon nur noch ein Mensch in Stunden. Hierzu gibt es aber kaum Debatten. Noch verlagert sich Arbeit in andere Sektoren, wird aber oft nicht gut bezahlt oder eben irreal hoch. Preis und Leistung stimmen schon lange nicht mehr. Es bilden sich soziale Ungleichheiten heraus, die auch in gut versorgten Systemen, wie Deutschland spürbar sind. Doch dass ist nur ein Übergang. Denn es wird eine Zeit kommen, in der wir technologisch in der Lage sein werden, die Produktion von Konsumgütern, Wirtschaftsgütern und anderen Dingen des täglichen Bedarfs Maschinen zu überlassen. Die Welt wird aus wenigen Spezialisten bestehen, die unsere alltägliche Verwöhnindustrie warten und verbessern. Man nehme als Vision die Replikatoren technologie aus Star Trek. Diese zeichnet sich heute bereits in Form von 3D Druckern ab. Das bedeutet aber auch, die klassische produzierende Arbeit wird sterben. Wir können nur noch, Dienstleister, Verwalter, Forscher, Medizinmänner und Künstler sein. Das aber wird mit unseren Vorstellungen vom Geldsystem, Erwartungen und Leistung nicht mehr zusammen passen. Bald 9 Mrd. Menschen werden ohne Umdenken, nicht mehr in einer zivilisierten, fairen Welt existieren können. HartzIV Debatten sind etwas für geistige Hinterwäldler. Die Zukunft überleben ist die Debatte.

Sonntag, 24. Juni 2018

Der Schuldkult und die Deutschen


Der Schuldkult um die Deutschen und den zweiten Weltkrieg dauert nun siebzig Jahrzehnte an. Es steht außer Frage, Deutschland war Ausgangspunkt des schrecklichsten Krieges der Neuzeit in der Welt. Deutsche Truppen verheerten ganz Europa, mordeten, plünderten und begingen unzählige Gräueltaten. Die systematische Vernichtung von jüdischen Mitbürgern in ganz Europa war nur eines von unzähligen Verbrechen, die nie in Vergessenheit geraten sollten. Jedes Mahnmal und seine Errichtung erzählt uns von neuem diese Geschichte. Das ist auch richtig.

Richtig ist auch, dieser Krieg wäre nicht ohne das deutsche Volk, der Generation der Urgroßeltern nicht möglich gewesen. Doch im 21. Jahrhundert, der Zeit der Urgroßenkel, welche tatsächlich andere Deutsche sind, muss es auch möglich sein, mehr als nur die Mitschuld der Uhrgroßelterngeneration zu betrachten und so den Schuldkult immer weiter zu vererben. Es muss für folgende Generationen möglich sein, die Fehler der Altvorderen zu betrachten, ohne zu sagen, wir waren das. Denn wir sind ganz anders aufgewachsene Menschen, mit einem Weltbild, das sich längst gewandelt hat. Wir und unsere Kinder sind die Zukunft.

Es ist Zeit, das neue Deutsche Volk aus seiner Sippenhaft zu entlassen. Die mittlerweile in bizarre Phantasien geistig verwirrter links-rechts irgendwas Deutscher ausartet, sich selbst abzuschaffen.

Der zweite Weltkrieg ist wohl das meist besprochene Thema auf der Welt. Grundsätzlich gibt es hier wohl nichts, was noch nicht besprochen wurde, selbst für Nischenthemen gibt es an jeder Ecke einen echten oder selbsternannten Experten.

Von den ganzen Blödmännern, die mit ihrer Halbbildung dazwischen quatschen und ihr eigenes politisches Süppchen kochen oder einfach nur mal etwas sagen wollen, von denen wollen wir heute nicht reden. Obwohl diese durchaus gefährlich sind. Alexander von Humboldt formulierte es einmal Sinn gemäß ´Ich habe keine Angst vor der Meinung über die Welt, von Leuten, die diese Welt bereisten. Ich habe Angst vor der Meinung der Menschen, die das nicht taten´.

Gesichert darf man den zweiten Weltkrieg als globales Desaster einer Menschen verachtenden und reichlich Hirnlosen Ideologie betrachten. Für die als der absolute Frontmann Adolf Hitler Pate steht. Und das zu recht, denn diesem Irren, wird jedes negativ belastete Superlativ gerecht. Größenwahnsinnig, Machtbesessen, Menschen verachtend und letzten Endes auch saublöd. Denn wer so fern jeder Realität existiert, sich von seinem Hass dominieren lässt und sein Potential, andere Menschen zu motivieren nur nutzt, um seinen wahnwitzigen Ideen zu frönen, anstatt Gutes zu bewirken, der ist saublöd. Natürlich scheint er auf eine unverschämt clevere Art klug, betrachtet man nur herausgelöst seinen Aufstieg zum Führer. Doch letztlich bewies er sich nur als kleingeistiger von Beratungsresistenz dominierter Klugscheißer.

Hitler war genial als es darum ging, sich an die Macht zu mogeln und Massen zu manipulieren. Er hatte dabei eine Menge Helfer aus Politik und Wirtschaft, die tatsächlich so dämlich waren, ihn für steuerbar zu halten.
Doch hier endeten seine Qualitäten auch schon. Als großer Staatsdenker, Anführer eines Volkes und als großer militärischer Führer hat er offensichtlich völlig versagt. Er war weder National, noch Sozialist, so wie er sich gern selbst darstellte. Eher schon war er ein Volksverräter.
Ihm ging es nie um das deutsche Volk als Gemeinschaft, sondern einzig um seine verdrehte Weltsicht. In der das Judentum mit den Weltfinanzverbrechertum, eins war, was so (selbsterklärend) gar nicht stimmte.
Er stellte ein Volk, seine kulturellen Güter, dessen Forscher- und Wissenschaftsgeist, dessen Fleiß und seine Begeisterung in seine Dienste, um einzig und allein seine Menschen verachtenden Ziele umzusetzen. Auf so wenig kann man diesen Mann reduzieren.

Nachdem ich das hier als Epilog sehe, einfach mal zu einem anderen Aspekt, des zweiten Weltkrieges. Der sensationellen Leistung eines Volkes und seinen Innovationen. Ein Thema, was eigentlich immer nur als Randnotiz Erwähnung findet und mit erhobenen Zeigefinger. Doch der zweite Weltkrieg war auch eine Zeit, in der sich zeigte, zu was Menschen fähig sind. Sowohl im negativen, als auch im positiven Sinne. Kein Punkt der Geschichte brachte in kürzester Frist so viele technische und gesellschaftliche Innovationen auf breiter Ebene.

Gesellschaftlich schuf Hitler Strukturen, die bis in die kleinste Einheit, die Familie wirken konnten um das Volk zu einen, er schuf Arbeit und damit das erste mal seit Ende des ersten Weltkrieges soziale Sicherheit. Durch die Motivation der Bevölkerung, in diversen Verbänden aktiv am gesellschaftlichen Umbau mitzuwirken, schuf er Verbundenheit und ebenso wirkungsvolle Kontrollmechanismen, um das Volk zu kontrollieren. Dieses Vorhaben war ohne Zweifel erfolgreich. Da Hitler hier noch keine staatlichen Zwänge verordnete. Der Eintritt in die NSDAP, den Bund deutscher Mädchen, die Hitlerjugend und andere politische Organisationen erfolgte im Regelfall ohne Zwang und brachte den Mitgliedern mittelbar und unmittelbare Vorteile.
Mussolini formulierte es einmal so. Faschismus ist eine leere Hülse, welche man nur mit Inhalten füllen muss. Anders formuliert, Faschismus ist für jede Ideologie gut. Hitler hatte das früh und schnell erkannt und missbraucht hier die Begrifflichkeiten National und Sozialismus um eine Diktatur zu verfestigen, die sich weder wirklich am Nationalstaatentum, noch an sozialen Themen orientierte. Wir wissen alle, dass sein erklärtes Ziel die Weltherrschaft war.

Das alles wurde aber nur möglich, weil das deutsche Volk pausenlos arbeitete und die Ressourcen schuf für Forschung, Technik und Innovation. Was hier geschah, war ein epochaler gesellschaftlicher Kraftakt. Ein Volk arbeitete daran, sein Land wieder zu einer großen Nation zu machen. Man glaubte wieder an seine Stärke und Größe. Die Dissonanz zwischen dem, was das Volk erreichen wollte und dem, was ihm von einem Adolf Hitler vorgegaukelt wurde, hätte nicht größer sein können, das ist wahr. Doch wenigen Deutschen wurde das Große und Ganze bewusst, was Hitler plante. Genie und Wahnsinn verkennt man leicht in der Verblendung. Das deutsche Volk ist hier längst kein historischer Einzelfall. Es funktionierte wie eine Einheit und eine der schlimmen Nebenwirkungen war, das wegsehen, das Ignorieren und der Glaube an die Durchhalteparolen.

Es ist leicht einem Volk vorzuwerfen, dass es sich für einen Weg benutzen ließ, der die Welt an den Abgrund brachte, wenn man nur zurück blickt. Doch dabei vergisst, das dieses Volk eigentlich nach vorne schaute. Aus einem Land, das von den Siegermächten, des ersten Weltkrieges am Rande eine industriellen Schwellenlandes gehalten wurde, das teils schwere Not litt, sozial am Boden lag und davon träumte, wieder etwas darzustellen in der Welt. Eine Art von Patriotismus, die keinem Land dieser Erde fremd ist, von dem aber so getan wird, als wäre es eine deutsche Erfindung. Nein jedes Volk wandelt einmal zwischen dem schmalen Grad, von Heimatliebe und Fanatismus, es braucht nur den Katalysator, der die eine oder andere Richtung bestimmt. Und hier gilt, Hitler war der Katalysator für einen Zustand in Deutschland der Unerträglich war. Nicht zuletzt dem Umstand der Politik der Vertragsstaaten von Versailles gegenüber dem geschlagenen Deutschland trug die Verantwortung für den Aufstieg Hitlers. Im frühen zwanzigsten Jahrhundert war das Nationalstaatentum, sprich Patriotismus, das Blut in den Adern einer Nationen. Es stärkte das "Wir" Gefühl. Ein Land zu demütigen und klein zuhalten, garantierte praktisch dessen Widerstand. Heute mag das anders sein, denn heute feiern sich Invasoren und Besatzer als Befreier. Doch damals sah man das global ganz anders. Ein historischer Fakt, der nichts entschuldigt, was unter Hitlers Diktatur geschehen ist, es aber als existierende Tatsache in einem anderen Licht erscheinen lässt.

Und trotz aller negativen Superlative, die man für für die Hitler Diktatur finden kann, sollte man nicht vernachlässigen, was eine geeinte Gesellschaft schaffen kann, wenn alle beieinander stehen, man konnte auf nationaler Ebene in Deutschland sehen. Was diese Welt für erstaunliche Dinge zu sehen bekam, in zwölf Jahren einer verbrecherischen Diktatur unter der auch das Volk litt, wenn es vom Kurs abgewichen ist, war erstaunlich.

Fast in jedem Bereich von Wissenschaft und Forschung Pionierleistungen, von denen wir heute noch profitieren und in Zukunft noch profitieren werden. Wobei man allerdings nicht vergessen sollte, was als unmittelbare Folge des zweiten Weltkrieges zu sehen ist. Deutschland verlor seine größten Denker und intellektuelle Eliten an die Siegermächte und brauchte viel Zeit, um diesen Wissensabfluss zu verkraften. Die Breite, gut gebildete Mittelschicht, die Deutschlands größte Ressource war, wanderte vielerorts ab, in die Länder der Siegermächte und das bereits, bevor Deutschland überhaupt in den Krieg eintrat. Viele deutsche Forscher flohen aus Angst vor der Judenverfolgung, andere folgten ihrem Gewissen. Nur ein Teil deutscher Eliten verkaufte dem Teufel seine Seele. Gleiches galt für das Deutsche Volk, nur fehlte dem eben auch die Möglichkeiten, Hitler den Rücken zu kehren. Und Widerstand aus einer sicheren Entfernung zu leisten oder in der Höhle des Löwen, das sind zwei völlig andere Dinge. Das sollte man auch bedenken, bevor man den Deutschen generell verurteilt. Ein kluger Mann sagte "Ich will den Dreck nicht vom Deutschen Volk waschen, aber ich möchte ihn gleichmäßiger verteilen."

Ein Fazit zum zweite Weltkrieg ist auch, dieser brachte einen Umbruch in die Zukunft. So erschreckend seine menschlichen Verfehlungen auch waren, so gab es auch einen Pioniergeist, der die Welt noch heute bewegt. Ein gesamtes Volk schaffte, was keiner für möglich hielt, es zog an einem Strang, um sein Leben zu verbessern. Die Leistungen werden auch nicht kleiner, weil sie dem Bösen dienten. Das Böse hat viele Gesichter und manchmal, will man diese Gesichter nicht sehen. Heute ist das deutsche Volk, eines der friedliebendsten Völker der Welt. Es hat etwas aus seiner Geschichte gelernt. Es lebt mit anderen Völkern in einem friedlichen, gemeinschaftlichen Europa ohne Waffenstarrende Konflikte. Es hat friedlich Bedeutung erlangt, Bedeutung die die Welt besser gemacht hat. In Europa konnte Deutschland lernen, aufzustehen und Interessen zu vertreten ohne zu drohen, zu beißen und zu kratzen.

Nun sollte die Welt vom deutschen Volk lernen, wie man die Welt friedlich mit Diplomatie, Leistungswille und Freundschaft besser gestaltet. Deutschland bedeutet auch irren, fallen, aufstehen, lernen und es dann besser machen.

Doch die Politik einiger Staaten und ihre von Konzernen gesteuerte Machtausübung hat nichts gelernt. Sie will die Welt wieder in Kriege stürzen, die nur den Mächtigen und Reichen dienen. Nun aber begehrt das deutsche Volk dagegen auf und dass passt vielen in Politik und Wirtschaft nicht.

Wir wollen keine Kriege, weil wir die Ressourcen und das Öl anderer Länder nicht stehlen müssen, wir wollen Frieden, weil dieser Frieden, die einzige Ressource gedeihen lässt, die dieses Land braucht. Wissen, Forscherdrang und Fleiß.

George W. Lästerbacke

Donnerstag, 9. März 2017

SCHEISS auf WERBUNG


Ich will nicht über die Gehirnamputierten Talkshows am Nachmittag, oder TV-Sendungen der RTL2 Liga reden. Dass ist, so denke ich, überflüssig für erfolgreich, denkende Menschen. Darüber etwas zu sagen, ist Zeitverschwendung, den Dreck bleibt Dreck. Es gibt die Umschalttaste.

Ich rede von TV für Kinder. Nickelodeon, KiKa, Super RTL und wie diese Sender sich nennen, die am Ende nur Kindesmissbrauch betreiben. Ich glaube Millionen Eltern sehen das ebenso. Es kotzt mich an das offensichtlich TV Sender nur noch dazu produzieren, Kinder völlig wertlosen Mist einzutrichtern, um diese Kinder zur animieren ihren Eltern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Ich gebe im Jahr vermutlich tausende Euro aus, führ Dinge, die weder Nährwert noch Lernwert haben. Schuld sind letztlich diese TV-Sender, die meine und andere Kinder indoktrinieren.
Ehrlich, oft sind wir Eltern schwach. Weil wir beim Einkauf Ruhe haben wollen und zu faul sind den Kindern jedes mal zu erklären, warum wir den Mist nicht kaufen sollten, den die Spielzeug und Nahrungsmittel Mafia herstellt, kaufen wir wider besseren Wissens doch. Mal außer acht lassend, das diesen Spielzeug Sondermüll, sowieso bald in der Ecke landet und der Süßwarenmist unsere Kinder fett macht..

Spielzeug, ungesunde Süßwaren und andere Lebensmittel werde zu einer legalen Konsum Droge hochstilisiert und keiner von den inkompetenten, überbezahlten, korrupten, gewählten Bundestagsegomanen kommt, unter der Glaskuppel mal der Geistesblitz, das man dagegen etwas tun sollte. Und ich meine nicht, das die Nachteile der Produkte so klein gedruckt auf der Verpackung gedruckt sind, das niemand sie liest. Sondern Werbeverbote und andere Maßnahmen zum Verbraucherschutz.

Wenn wir die Produzenten dieses minderwertigen Plastikspielzeuges in Deutschland hätten und dem Volk, wenigstens durch Arbeitsplätze und Steuereinnahmen des Staates gedient wäre, dann hätte dieser Konsumrausch wenigstens noch einen oberflächlichen Sinn. Doch auch dann, sehe ich diese Werbeflut skeptisch.

Aber welches Spielzeug kommt denn noch aus Deutschland? Kaum einer der kleinere deutsch Hersteller hat, den Werbe Etat, um dauerhaft diese Kampagnen zu bezahlen.

Es kotzt mich gewaltig an, die Leute, die das Spielzeug in kasernierten Fabriken in China und anderswo in den armen Ländern der Welt produzieren, die ihren Kindern nicht mal ein Spielzeug kaufen können, das Sie wohlgemerkt selbst produzieren. Sie werden mit 50-80 Euro Hungerlohn abgespeist. Martel, Fisherprice & Co und wie die ganze Müllmafia heißt, bescheißen hier, wie dort die Menschen.

Globalisierter Dreck für das Kinderzimmer, direkt vom TV in unsere Kinderzimmer. Mittel schamloser Werbung in Kinderkanälen. Bei uns zu Hause gehört es zu den Regeln, das es pro Tag maximal 60 Minuten TV für die Kids gibt. Aber schon diese Zeit reicht aus. Das ist so ärgerlich.

Immer wenn ich darüber nachdenke, was das eigentlich für uns im allgemeinen bedeutet. Möchte ich demonstrieren gehen. Doch wofür? Eingekaufte Politiker interessiert es nicht. Andere denken, die Welt hätte andere Probleme. Allerdings wird hier ein Hauptproblem unserer Zeit ignoriert. Sichtbar am Spielzeugmarkt oder Nahrungsmittelmarkt. Wachstums und Konsumwahn, koste es was es wolle. Der Mensch, die Kinder werden zur Hure von Aktiengesellschaften, Konzernen und neoliberalen Scheiß Ideen gemacht. Wen wundert es da, das die Welt von Generation zu Generation, immer mehr verblödet und vor die Hunde geht.


George W. Lästerbacke

Montag, 21. November 2016

Sind wir ohne Visionen?

Gesellschaftsvisionen sind nicht nötig?

Oft sagt man, es fehle nicht an Visionen in der Welt, das stimmt auch. Die Visionen der Welt von Morgen kommen aus der Wissenschaft und Forschung. Vom fliegenden Auto, über das vollautomatisierte Haus, bis hin zu Roboter, der ärztliche Pflichten wahrnimmt. Visionen, welche zum Teil bereits umgesetzt werden oder in abgewandelter Form unser Leben bestimmen werden. Ich bin ziemlich sicher, das autonome Fahren von Fahrzeugen, wird die Welt revolutionieren und hier, ist die Forschung und sogar die alltags taugliche Technologie, sogar weiter, als es die verpennte Politik der Staaten realisiert. Siehe das Beispiel eines großen deutschen Autohersteller, der Technologie einbauen muss, die den Fahrer zwingt, selbst zu fahren, auch wenn das Auto dies zu großen Teilen, beziehungsweise gänzlich allein könnte.

Hier zeigt sich das Problem, des verstaubten Denkens in Gänze. Bremsen der Zukunft durch veraltete denken von Politiker. Aber auch durch die Völker, die sich schwer tun neues anzunehmen. Doch ein weiteres Problem haben wir ebenso, während uns technische Visionen teils durchaus beflügeln, haben wir keinen Plan für die Zukunft der Gesellschaft.

Denn hier haben wir die anderen Bremser des Finanzsystem, heute schon fast die Diktatoren der Welt, die sich lieber damit beschäftigt eine Luftblase nach der anderen zu erzeugen, anstelle sich zu fragen, ob sie, die Bankster noch gebraucht werden. Denn sie erzeugen nichts, nehmen sich aber so wichtig, als existierten sie seit Anbeginn der Welt. Dabei ist ihr Nutzen für die Gesellschaft praktisch Null. Sie heilen nicht, sie forschen nicht, sie produzieren nicht und doch, sind sie im Augenblick die wichtigsten Nichtsnutze des Systems, noch vor den Politikern. Weil ihr einziges Produkt die Illusion vom Reichtum ist. Geld das in virtuellen Speichern liegt und eigentlich nichts macht, außer echte Leistung, die der Gesellschaft nützt abzusaugen und wieder Geld daraus zu machen. Geld das keinen Wert hat, außer als Statussymbol.

Was wir also nicht brauchen, sind die Zinseszinsjäger und ihre Millionen Helferlein. Was wir brauchen sind Visionen für eine Gesellschaft, in der unsere Kinder leben können. Eine Gesellschaft, in der Geld bestenfalls eine untergeordnete Rolle spielen sollte. Doch wie soll das funktionieren, wo doch praktisch jedes System versagt hat. Der Sozialismus funktioniere wirtschaftlich nicht und war Autoritär, also unfrei. Der Kapitalismus funktionierte wirtschaftlich, produziert aber nicht weniger Unfreiheit, durch Abhängigkeiten verschiedenster Art. Die Qualität der Produkte leidet, weil Konsum nun mal nur funktioniert, wenn weiter gekauft wird und lässt man den Kapitalismus gewähren, ist er am Ende nur für Krieg und Verelendung gut, denn Konsum ist kein Perpedomobile. Krieg und Verelendung ist die logische Konsequenz des Kapitalismus. Denn letztlich ist nur noch die Erschließung von Märkten wichtig, welche konsumieren können. Ist ein Markt verbrannt, zieht der Heuschreckenschwarm weiter. Es macht keinen Sinn zyklisch ein Gebiet des Planeten auszusaugen, nur um zu warten, das sich ein sozusagen “verbranntes“ Gebiet von Konsumenten erholt hat. Dieses Vorgehen ist so sinnlos, wie die Brandrodung im Regenwald des Amazonas, der die Lunge unsere Planeten ist.

Ich erwähne hier einmal ein Reizwort, es heißt Kommunismus. Jeder sogenannte Demokrat dreht durch, wenn er es hört. Warum eigentlich frage ich mich. Weil der Ostblock gerne damit hantierte und es Barbaren gab, die nicht mal den Sozialismus verstanden haben und sich Kommunisten nannten? Ja, der Kommunismus ist ein Feindbild des Kapitalismus und der Demokraten. Aber doch auch nur, weil sie nie verstanden haben, das der Kommunismus nie real existiert hat, nicht mal in Nordkorea, das sich immer noch kommunistisch nennt. Kommunismus ist das Ideal einer Gesellschaft, in dem alle an einem Strang ziehen, um diese Gesellschaft noch besser zu machen. Geld existiert nur noch in eher theoretischer Form und hat eigentlich kaum Wert, da die Ressourcen der Gesellschaft jedem Leistungswilligen, in Abstimmung mit dem Kollektiv zur Verfügung stehen. Auch Konsum ist möglich, ohne dabei künstlich aufoktroyierten Konsumzwängen zu folgen, weil jeder entscheiden kann, was er möchte. Produziert wird nach Bedarf, nicht auf unendlichen Vorrat, der dann verkauft werden muss. Ein Luxus, den erst die weitestgehende Automation der Produktion ermöglicht wird, aber auch in einer Vorindustriellen Gesellschaft möglich wäre, wenn der Zwang des Geldes entfällt. Soweit die Vision.

Wer die US-Serie Star Treck kennt, weiß, das es hier in etwa so läuft, wie ich es beschreibe, doch eins ist klar, hier dachte niemand an Kommunismus, obwohl das praktisch nicht notwendige bezahlen von Waren, erzeugt durch Replikationen oder auch die kostenlose Versorgung mit Dienstleistungen doch viel von Kommunismus hat. Produktion ist vielerorts dezentralisiert und auch das kleine Restaurant um die Ecke, ist frei von dem Zwang zu bezahlen. Der Besitzer betreibt es, nicht um Profit zu erzielen, sondern um sich selbst zu verwirklichen. Das gilt zumindest für den Bereich der Föderation der Planeten, die sich als ein Staatswesen zusammengeschlossen haben. Hier mag es sogar noch ein Zahlungsmittel geben, von dem wir erst mal nichts wissen, jedoch scheint es dann höchstens noch in der Form eines Bedingungslosen Grundeinkommens zu existieren, um eben Bedürfnisse zu sichern, die über Grundbedürfnisse hinaus gehen. Obwohl man hier wenig Auskünfte dazu erhält. Aber allemal ist Startreck eine Vision, die für unsere Welt erstrebenswert scheint. Auch wenn der galaktische Frieden selbst als Vision unrealistisch erscheint. Denn wenn die in der Galaxie verteilten Aliens nur halb so viel Beratungsresistenz und Blödheit zeigen, wie die Menschheit, dann wird das mit dem galaktischen Frieden nie etwas.

Doch diese Visionen sind wichtig und fehlen in unserer Gesellschaft fast völlig. Selbst ein bedingungsloses Grundeinkommen, was heute in der Regel dafür stehen würde, die Grundbedürfnisse, wie wohnen, Essen und Energie zu sichern, ist fast noch Utopie, obwohl es durchaus mit kapitalistischen Ideen harmonieren könnte und so gar nichts mit Kommunismus zu tun hätte.

Soviel heute als kleine Anregung zum Nachdenken, vielleicht verbessern wir unsere kleinen Welt doch noch. Habt eine gute Zeit.

George W. Lästerbacke





George W. Lästerbacke

Samstag, 22. Oktober 2016

Kommt die DM zurück?


Der Euro, der Prügelknabe.

Ich höre stetig, die Deutschen mögen den Euro nicht. Die Menschen wollen die Deutsche Mark wieder. Das verstehe ich gut. Mir ist die Euro-Währung auch nicht sympathisch, schon weil die Scheine fast jährlich hässlicher aussehen. Dem Geld fehlt es an der nationalen Identität, früher waren es Persönlichkeiten der eigenen Geschichte, die das Geld einen nationalen Charakter verliehen. Heute sind es Bauwerke, die kaum einer kennt. Schon ein Aspekt, der den Euro dauerhaft unsympathisch macht.

Sachlich betrachtet, war der Euro eine gute Idee, mit vielen Vorteilen. Leider hat unsere Politik, im Umgang mit dem Euro nur wieder bewiesen, wie grenzenlos Ihre Unfähigkeit ist. Weder hat sie dem Volk, die Vorteile erklärt noch die Risiken. Das die Politik aber der Bevölkerung laufend erklärt hat, wegen des Euros wäre nichts teurer geworden, dass ist schlicht eine Frechheit, da man diesen Fakt, ohne Anstrengung widerlegen konnte.
Die Frechheit, Inkompetenz und Dreistigkeit der Politik im Umgang mit Ihren Aufgaben der Volksaufklärung, das hat das miese Image des Euros erst ermöglicht. Denn unzweifelhaft, gibt es auch Vorteile. Man mag den Euro noch so wenig mögen, mit ein wenig Vernunft betrachtet, ist es noch eigentlich schwachsinnig ihn wieder abzuschaffen.

Dafür gibt es viele Gründe. Einmal die Bequemlichkeiten, wie etwa, europaweit mit Euros zahlen zu können, keinen Wechselkurs mehr und ähnliches, das würden uns schon fehlen. Spätestens im Urlaub würden wir es schnell bemerken. Der Sinn, der Vereinfachung von Waren und Dienstleistungsverkehr, ist ein weiterer Grund. Das Resultat der Wiedereinführung der D-Mark, es würde unmittelbar Preissteigerungen verursachen. Alle vom Export abhängigen Wirtschaftsbereiche in Deutschland, würden Nachteile erleiden. Der Export sinkt, die Arbeitslosigkeit steigt bei starker D-Mark. Die heutigen Wirtschaftsdaten sprechen für eine starke D-Mark. Gründe, welche uns zu denken geben sollten.

Auch wenn wir den Wechselkurs DM/Euro bei einer neuen Einführung der Deutschen Mark betrachten. Es würde notwendig, in diesen Kurs zurück zu tauschen. Hat sich schon einmal Einer der Euro Kritiker auf der Straße vor Augen geführt, was das bedeuten würde? Vielleicht würden Dinge wie TVs, Elektronik und Autos kurzweilig günstiger, aber die Alltäglichen Dinge, wie Essen oder Benzin, hier würde sich am Ende nicht viel ändern. Denn grade Supermärkte waren doch Nutznießer des Euros. Heute würden Supermärkte einfach die Preise verdoppeln und dabei auch noch schummeln.

Das ist nur ein Denkanstoß. Jeder kann an Hand dessen, seine geistige Preisliste entwerfen. Ich persönlich, glaube nicht, das diese Preisschilder gefallen würden. Billiger wird sowieso nichts, nur noch teurer. Ich denke wir sollten unsere Zeit nicht mit Geschwätz von „Der Euro muss weg.“ beschäftigen. Sondern unsere Kraft darauf verwenden, die Politiker zu entfernen, die einer neuen Finanzpolitik mit ihrem Euro-Lobbyismus, der nur Banken und Wirtschaft dient, im Wege stehen. Allerdings würde ich aus heutiger Sicht nicht ausschließen, das der Euro noch grandios scheitert, womit sich jede Diskussion erledigt hätte.

Georg W. Lästerbacke

Donnerstag, 26. November 2015

Der Fortschritt ist nie der letzten Weisheit Schluss


Unsere Welt hat sich verändert. Besonders in den letzten 30 Jahren, das dürfte auch der letzten Schnarchnase aufgefallen sein. Natürlich gibt es auch immer die ewig nörgelnden Besserwisser, die immer nur in einer Retrospektive ihres vergangenen Daseins existieren. In meiner Jugendzeit nannte man sie die ewig Gestrigen.

Seit Menschengedenken war früher alles besser. Stimmt natürlich oft so nicht, doch der menschliche Geist neigt dazu, das Schlechte zu verdrängen oder gar in positive Erinnerung zu wandeln, es muss nur lange genug zurückliegen. Die Wahrheit ist, wir versuchen uns unserer Welt immer schöner und besser zu machen, auch dass liegt in der menschlichen Natur. All unser Fortschritt macht uns selbst ein wenig besser. So das wir selbst ein Teil etwas größeren werden, oft ohne es zu bemerken. Denn der letzte der bemerkt, das sich seine Persönlichkeit wandelt, ist der, den es betrifft.

In unserer Zeit, wenn ich nur ein Beispiel nennen möchte, könnt ihr Dinge von mir lesen und dass findet ihr völlig normal. Ist es aber nicht, denn noch vor dreißig Jahren, da war ich zwanzig, hättet ihr von mir nichts lesen können. Egal ob ich Talent zum Schreiben habe oder nicht. Denn andere Faktoren, als Lust und Talent zum schreiben, bestimmten unseren Weg in die Öffentlichkeit. Eine Menge Menschen wären nötig gewesen, um mich zu unterstützen meine Bücher und Texte zu verschiedensten Themen zu veröffentlichen. Doch heute gibt es das Internet und mit ein wenig eigener Initiative, kann jeder der schreiben möchte Autor und Schriftsteller werden.

Ich finde das bemerkenswert, es ist einen gigantischer Fortschritt. Hätte mir vor dreißig Jahren jemand erzählt, dass es hunderttausende Menschen geben wird, die schon einmal etwas von mir gelesen haben, dann hätte ich ihn wohl auch für einen Optimisten gehalten und belächelt. Doch die Realität ist gegenwärtig und überzeugend. Auch wenn diese Welle der Kreativität des Menschen, die durch das Internet angeschoben wurden Schattenseiten hat, so ist es doch ein Quantensprung des Geistes und viel besser als früher. Weil heute viel mehr Menschen ihre Gedanken und Phantasien für die Nachwelt erhalten können.

Es gibt nur einen Nachteil, unsere Kreativität im Netz ist an digitale Daten gebunden. Sind wir nicht in der Lage diese Daten langfristig zu sichern, ist all unser geistiges Werk für die Katz. Viel Potential wird verloren gehen. Das Wissen und Können unserer Generationen ist so hoch wie nie und sogleich flüchtiger als jemals zu vor. Und es ist in digitaler Form auch noch leicht manipulierbar. Darum arbeiten unzählige Forscher daran, das zu ändern. Doch für den einzelnen Schreiber gilt eins, will er sein Werk schützen, muss er es auch heute noch auf Papier konservieren. Die Jahrtausende alte Technik ist also, trotz allem noch aktueller, als wir denken. Deshalb nutze ich, als vorausschauender Mensch am Ende doch wieder das gute Alte. Denn die alte Technologie des geschriebenen und gedruckten Wortes, ist immer noch sicherer, als meine phantastische digitale Welt.

George W. Lästerbacke

Sonntag, 8. Februar 2015

TODESANGST, JUGENDKULT, VEGANER & CO


Der Tod, die Unsterblichkeit, der Kult der ewigen Jugend, die Veganer, die Vegetarier und der Rest der Menschheit.

Der Tod gehört, wie die Geburt zur Notwendigkeit des Lebens. Es bleibt niemand auf ewig. Das mag in vielen Fällen nur ungern in unsere Realität passen. Doch es ist eben der natürliche Gang von erwachen, erblühen, erleben und vergehen. Dass ist ein real existierender Fakt. Dieser unabänderliche Faktor Tod, den die Natur vorgibt, um die evolutionäre Entwicklung aller Lebewesen zu ermöglichen und der uns ein gutes Dasein, wenn auch nur für kurze Zeit beschert, sorgt dafür dass die Ressourcen für alle Lebensformen ausreichen.

Was nach dem Tod kommt, darüber hat Jeder eine andere Ansicht oder auch nicht. Doch die Einsicht in die Notwendigkeit, die hat eigentlich jeder vernünftige Mensch. Regt man eine Diskussion an, die den der Horror, der uns erwartet sollte die Unsterblichkeit einst ausbrechen, wird sich auch der Letzte dessen bewusst. Dauerhaftes Wachstum und Expansion, sind für Lebewesen auf einem Planeten mit begrenzten Ressourcen ebenso unmöglich, wie für die Wirtschaft. Der ewige Kreislauf ist Entstehung und Vergehen.

Der Mensch als Lebensform hat dass in der Masse schon verstanden. Will sich nur ephimerisch damit nicht abfinden. Darum flüchtet er sich gern in mystische Konstrukte vom Leben nach dem Tod. Uns macht nicht der Tod an sich Angst, sondern der totale Schnitt ins nichts. Kurz gesagt, unser Intellekt will nicht verstehen, dass wir plötzlich in einem schwarzen Loch verschwinden. Denn darauf ist unser Intellekt nicht ausgerichtet. Wir wollen Überleben, komme was da wolle. Unzählige Religionen leben davon, durch verbreiten von Gottesfurcht und Todesangst. Was dem Gläubigen das Paradies ist, ist dem Atheisten die Utopie.

Die Kaste der Kapitalisten hat auch nie verstanden, das Wachstum und Expansion auf ewig, nicht funktioniert. In religiöser Manier zelebrieren sie im 21.Jahrhundert ihren Glauben an das ewige Wachstum. Nun gut, dies Dummheit sei nur am Rande erwähnt. Denn über kurz oder lang, ist auch der Kapitalismus krank. Dass sehen wir regelmäßig in neuen Krisen. Klar ist jedoch, jegliche Religionen bedienen nur diese Verdrängung der Todesangst. Natürlich ist das dumm, doch auch wieder klug, denn es dient unserem Seelenheil. Ein wenig, wie Kapitalismus, nur nicht so folgenreich für die Menschheit. Denn gestorben wird doch, auch wenn mit Jammern und Wehklagen.

Trotzdem verdrängen und verzögert wir den Tod, solange wie es nur möglich ist. Die Gewissheit um das notwendige der Vergänglichkeit unseres Seins, verstehen wir gut und doch versuchen wir es zu bestreiten. Durch Religion, Wissenschaft und andere Ausflüchte.

Der Mensch von heute begreift sich oft als unzerstörbares Wesen, besonders in der Jugend, will er vom Tod nichts hören. Dabei wäre es von Vorteil, wenn er sich als sterbliches Individuum begreift, in einer Reihe von stolzen Ahnen, die als Ganzes, die Menschheit ausmachen. Man kann das wohl auch auf das schizophrene kapitalistische Gesellschaftssystem schieben, dass den Tod an sich verneint. Ich spiele da bewusst auf den Glauben vom ewigen Wachstum an, der sich im heutigen Zeitgeist widerspiegelt. Dabei haben wir doch ein riesen Spektakel aus unserem Ende gemacht und selbst damit wird gutes Geld verdient.

Wir verlängern unseren lebenslangen Todeskampf und unsere Jugendlichkeit mit allen Mitteln, die uns unser Intellekt an die Hand gibt. Von der Kosmetikindustrie mit ihren abertausende Cremes, gegen Falten, Runzeln und Co, über eine völlig ausufernde Schönheitschirurgie Industrie, bis hin zur menschlichen Ersatzteil Produktion. In Würde altern, das scheint völlig aus der Mode gekommen zu sein.

Wenn wir ein Auge auf die Sterberate von Säuglingen werfen, insbesondere in den Industrieländern, dann ist diese unnatürlich niedrig. Natürlich ist es toll, dass wir heute bereits Frühgeburten mit sechs Monaten und früher am Leben erhalten können. So verschonen fürs erste die Eltern vor dem Schmerz und Leid, des Verlustes eines Kindes. Doch will unsere menschliche Natur, die sich ständig in einem natürlichen evolutionärem Wandel befindet dass wirklich? Nein ich glaube nicht. Das menschliche Wesen ist ein Prozess des Entstehens und des Vergehen. Dass hat die Evolution so vorgesehen, nicht alles was geboren muss überleben. Missgebildeten Kindern, die ein Leben lang keinen Nutzen für die soziale Gemeinschaft und die Evolution darstellen, möchte ich hier gar nicht reden. Es kommt mir falsch vor, dass zu thematisieren. Denn frei von emotionaler Selbstzensur bin auch ich nicht. Doch bei allem Verständnis für die Gefühle von Eltern, die aus gesundheitlichen Gründen ein Kind verlieren, wir gehen schon heute viel zu weit, mit unseren Eingriff in die Natur menschlichen Lebens. Wir greifen zu sehr ein in Entstehen und Vergehen. Wir versuchen dem Tod ein Schnippchen zu schlagen. Freuen uns, wenn es uns gelingt. Doch über die langfristigen Folgen, denken wir nicht nach.

Anstelle dass wir unsere neuen Möglichkeiten nutzen, um zu erkennen, wo die Natur der Geburt von Leben Grenzen setzt, erhalten wir Leben. Dort wo der natürliche Kreislauf des Lebens den unweigerlichen Tod vorbestimmt hatte. Wir akzeptieren nicht, das kurze, tiefe Unglück der Trauer, um ein verlorenes Kind, nein wir verlängern das Elend um ein ganzes Leben. Unserer Welt ist heute schon überbevölkert, aber oft nicht im Sinne einer gesunden Evolution, sondern in unserem kranken Wahn, dem Tod von der Schippe zu springen. Oder Einfach nur, weil uns Irre gesellschaftlich akzeptierte Sekten erklären, das Kondome und andere Modernen Mittel zur Verhütung nicht Gott gewollt wären. Und dass von ein Kaste notorischer katholischer Mastrubatoren, die ihre Fortpflanzungstriebe verleugnen und Sex bestenfalls im Dunkeln haben. Wir spielen in Ermangelung echter Götter selbst Gott, im guten, wie im schlechten Wortsinn.

Wir beschränken uns heute nicht mehr nur auf unser vorgegaukeltes ewiges Leben. Nein, der Trend des 20. und 21.Jahrhunderts ist die Tierrettung. Von der Mikrobe unserer Mundflora bis zu Wal, alles muss erlöst werden von seinem drohenden Ende. Dafür schaffen wir nicht nur eine überdimensionierte, verfressenen Menschheit, sondern auch gleich Heerscharen von Wesen, die es so ohne uns gar nicht in Massen gäbe. Ich persönlich begrüße die Wal Rettung natürlich, es sind so majestätische Tiere. Doch ohne uns müssten viele bedrohte Tierarten überhaupt nicht gerettet werden. Darüber sind sich die wenigsten Menschen im klaren. Tatsache ist, man muss nicht alles essen, was was man essen kann. Diese Aussage kann man gerne differenzieren, muss dass aber nicht. Wale mag ich, für mich ein Grund, sie nicht zu essen.

Doch eine Gilde von Personen gibt es, die heute vorleben wollen, wie der Mensch der Zukunft sein soll und isst. Ein Steve Jobs, Friede seiner veganen Asche und viele andere Promis leben vegan. Predigen den Verzicht von Fleisch und tierischen Eiweißen. Verbreiten ihre Heilslehre in der Welt. Und wie bei allen Fanatikern, genug Dummköpfe, die nichts hinterfragen rennen hinterher. Ziemlich verrückt, wenn man es tief wissenschaftlich betrachtet. Denn der Verzehr von tierischen Eiweißen gehört zu unseren natürlichen Nahrungsquellen und kein Veganer dieser Welt kann beweisen, dass seine Ernährungsform die Wahre ist. Egal wie pseudo- wissenschaftlich er argumentiert.

Die Diskussion, ob es gesünder sei oder nicht, sei dahingestellt. Denn hier wird mit religiösen Eifer Information manipuliert, hin gebogen und verwässert, wie es den Jüngern gefällt. Die Gleiche Art, wie die Religion Gott beweist, nur eben zeitgemäßer. Die Suche nach der wissenschaftlichen Wahrheit, ist dabei längst uninteressant, wie bei jeder Religion. Vegane Ernährung ist eine neue Ersatzreligion geworden.
Doch eins sei bemerkt, laut wissenschaftlichen Studien, ist bei Veganern ein Rückgang der Fruchtbarkeit zu erkennen. Schlägt die Natur hier schon zurück? Eigentlich ist auch diese Frage nicht relevant. Denn die Zeit wird es zeigen, ob Veganer die Zukunft sind oder nur eine menschliche Geistesstörung. Und nicht vergessen auch Steve Jobs ist Tod.

Etwas anders liegt es da mit den Vegetariern. Sie verzichten auf Fleisch, nicht aber auf das Eiweiß tierischer Produkte. Natürlich spielt auch da, viel falsch verstandene Tierliebe mit, aber auch ein gesunder Protest, gegen die heutige, unwürdige Massentierhaltung. Fakt ist ihre Ernährungsphilosopie kommt einer uns gerechten Ernährung wohl am nächsten. Natürlich ist der völlige Verzicht auf Fleisch auch Unfug. Doch der Gedanke, unseren übermäßigen Fleischkonsum auf ein gesundes Minimum zu reduzieren, ist nicht falsch. Das beweist die Wissenschaft. Unser Verdauungstrakt ist der eines Allesfressers oder auch anders ausgedrückt, der eines Steinzeitmenschen von vor über 10.000 Jahren. Daran ändert unsere gesamte geistige Evolution nichts. Unsere Ahnen ernährten sich von Beeren, Wurzeln, wilden Gemüsen, gesammelten Eiern aus wilden Vogel Gelegen und wenn ihnen das Jagdglück hold war, dann gab es auch mal von Fleisch. Doch täglich Fleisch, das war nicht die Regel. Und genau so funktioniert unser Verdauungssystem noch heute. Mögen die Vegetarier wohl etwas übertreiben, mit dem Fleischverzicht, doch sie leben tatsächlich gesünder. Wenn sie sich klug machen, was ihrer Ernährung wirklich gut tut.

Würden wir Vollwertköstler uns ein wenig mehr an den Vegetariern orientieren, dann hätten wir bald viele unserer Ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten überwunden und bräuchten uns nicht weiter mit Fleisch aus Massentierhaltung vergiften lassen, dass wider jeder artgerechten Haltung ist und uns immer mehr verfetten, verkalken und schneller altern lässt. Vollgepumpt mit Medikamenten, Schadstoffen und was weiß noch, macht es uns krank. Doch wenn wir nur einmal in der Woche Fleisch essen würden oder zweimal, würde unsere ganze so toll industriell organisierte Massentierhaltung überflüssig oder zumindest drastisch reduziert. Wenn diese Erkenntnis vom ein wenig mehr Steinzeitmensch sich in der Ernährung durchsetzen würde, wären wir tatsächlich näher am Traum von ewiger Jugend und zumindest höherer Lebenserwartung. Näher als uns unser ganzer Fortschritt in 2000 Jahren christlicher Geschichte bis ins 21. Jahrhundert, in Europa gebracht hat. Und tatsächlich wir wären der Abschaffung von menschlichen und tierischen Leid etwas näher gekommen. Wir wären etwas zivilisierter.

Wir brauchen keine hyper-moralischen Menschen, um unsere Evolution voranzutreiben, um bessere Menschen zu werden. Was wir brauchen, ist unser gesamter Verstand der Menschheit, um zu erkennen, was gut und was schlecht für uns ist. Ein kollektives Umdenken.

Wir können ruhig weiter den Traum von ewigen Leben träumen und es mag sein, wir verwirklichen ihn eines Tages sogar, wie auch immer. Doch dass wird eine Zeit sein, in der wir nicht nur nach den Sternen greifen, sondern in einer Zeit, da wir in den Sternen leben, als eine Zivilisation, die eine Galaxie erobert. Denn dort ist jede Menge Platz für Unsterblichkeit.

George W. Lästerbacke