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Dienstag, 23. Februar 2021

Grundeinkommen



Immer wieder kommen Diskussionen zum Grundeinkommen auf. Auch ich möchte dazu ein paar Gedanken äußern. Allerdings möchte ich weder auf die Modelle, noch ihre Finanzierung eingehen, denn diese wurden schon so oft besprochen und sind nachweislich machbar, dass es sinnlos erscheint hierüber noch eine weitere Abhandlung zu schreiben. Und wer zu den üblichen Schwubblern zählt, die nur palavern können, aber bereits daran scheitern, sich im Netz zu informieren, die sollten hier auch einfach außenvor bleiben. 

Im Zeitalter der Industrialisierung startete ein früher Grundeinkommensversuch am 6. Mai 1795 im englischen Speenhamland, als Friedensrichter eine neue Form der Mindestsicherung beschlossen. Ein „arbeitsamer Mann“ sollte wöchentlich einen fixen Geldbetrag erhalten, gekoppelt an den Brotpreis. Der simple, rein praktische Denkansatz war etwas mehr sozialen Ausgleich und eine kleine Umverteilung von Vermögen, besonders im Angesicht der Industrialisierung, die plötzlich, wie selbstverständlich Arbeitskräfte freisetzte und damit Ängste schürte. Ängste der Herrschenden vor einer hungernden, arbeitslosen Masse, die sie ihrer Privilegien berauben könnte. Das begründet auch, warum der Denkansatz des Grundeinkommens nie aus der Arbeiter- oder Bauernschaft kam, sondern von an der Macht partizipierenden oder Machtausübenden. Sie wollten sich mit einem kleinen Obolus freikaufen von zu erwartender Rebellion.

Und auch heute, an der erkennbaren Schwelle von künstlicher Intelligenz und Vollautomatisierung von Produktionsketten, steht man wieder vor dem Schreckgespenst von Arbeitskräften, die von ihrer Arbeit nicht mehr Leben können oder schlimmer, gar keine Arbeit mehr haben. 

Ein unüberschaubares Heer von Menschen ohne Perspektive. Ein Grundeinkommen würde aus dieser Sicht natürlich für Ruhe sorgen. Grundeinkommen als eine Variante von Brot und Spielen in einer nie gekannten Dimension.

Es ist klar, das man die Abgaben an die Arbeiterschaft stark erhöhen muss, aber unterm Strich bleiben die Reichen reich und die Armen arm,. wenn auch auf einem hohen Level, welches den unerlässlichen Konsum nicht schmälert. Man stopft schlicht Mäuler, die dann das Geld wieder in das System pumpen. Der kapitalistische Kreislauf funktioniert weiter.

Soweit so gut, doch auch dass ist vom Kapital zu kurz gedacht und grade hier schlummert der revolutionäre Gedanke. Der Mensch muss nicht mehr für seine Grundbedürfnisse arbeiten. Sicher wird es so sein, das nun einige auf der faulen Haut liegen und es wird technischen Fortschritt geben, der dieses Verhalten noch fördert. Aber es wird auch etwas anderes passieren, zum einen mag der Mensch faul sein, er lässt gerne mal "Neune grade sein." sagte meine Oma immer. Doch zum anderen, ist der Mensch jemand, der sich über Arbeit auch definiert, auch der Fleiß ist etwas, was den Mensch zum Menschen macht, ihm einen Sinn in seiner Existenz erkennen lässt. Das Geld war nie die bedeutendste Sache in der Welt des Menschen, es ist nur ein Schritt gewesen, um Zivilisation zu ermöglichen, denn diese braucht anfangs Ordnungssysteme, damit sich der Mensch in seiner Entwicklung und Expansion organisieren kann. Viel wichtiger im Leben vieler Menschen ist das Streben nach Erkenntnis, Selbstbestätigung und Zufriedenheit. Geld ist auch nur eine "Technologie"
, deren Zeit vorbei geht.

Deshalb wird ein Grundeinkommen eher als neuer Katalysator wirken, denn wer sich um die Erfüllung seiner Grundbedürfnisse nicht mehr Sorgen muss, der kann tun, was er möchte. Sei es die Arbeit für ein Unternehmen, eine Organisation, welche natürlich immer Menschen für Aufgaben benötigen werden oder auch die Arbeit an ganz eigenen Projekten. 

Das Grundeinkommen wird eine ganz neue Währung schaffen, die aus Ansehen und Zufriedenheitsfaktor besteht. Technologische Ideen und Inspiration kommen vielleicht nicht mehr aus Unternehmen und Organisationen, sondern von den Menschen und werden dann erst in großen Unternehmen umgesetzt. 

Durch ein Grundeinkommen werden gesellschaftliche Mechanismen in Gang gesetzt, die zuerst den Ankauf von menschlicher Arbeitskraft und Ideenreichtum durch Unternehmen und Organisationen forcieren, neue Wettbewerbsformen ermöglichen, bis hin zu dem Punkt, wo Geld global gesehen nicht mehr nützlich ist, weil Fortschritt eine so große Eigendynamik entwickelt, dass der Mensch im allgemeinen auf alle Ressourcen zugreifen kann, ohne dafür noch Kapital aufwenden zu müssen. Denn zumindest in unserem kleinen Sonnensystem gibt es alles was wir zum Überleben brauchen im Überfluss.

Das hört sich vielleicht ein wenig nach Kommunismus an, ist es aber gar nicht, weil es ist keine Diktatur irgendeines Proletariats, sondern die natürliche Entwicklung von Vernunft. Vernunft, die auf den Nutzen jedes einzelnen setzt, der die Ressource für alle bildet. Einfach nur Gemeinschaft zum Wohle aller.


George W. Lästerbacke





Mittwoch, 27. Juni 2018

Russland Basching - Kalter Krieg 2.0


Der Glauben ist nicht nur eine Basis für den Götzen anbetenden Simplicissimus, der aus Bequemlichkeit oder mangelnder Vorstellungskraft, sein Schicksal lieber als göttlich gelenkt betrachtet. Nein er ist auch etwas für Atheisten.

Wer diese These nicht glaubt, dem erläutere ich dies gerne an Beispiel Russland Basching. Hier kann man gut erkennen, das mancher Mensch lieber glaubt, als denkt. Den die pausenlose Beschallung mit FakeNews, Lügen und Halbwahrheiten über Russland dient vielen dieser Mitbürger als Religionsersatz.

Russland ist Böse. Das ist bequem, wenn man es nur oft genug hört. Und dem Basching der Medien zu glauben ist viel einfacher, als eigene Denkarbeit. Sonst müsste man Vorurteile, die noch aus dem Kalten Krieg stammen revidieren. Sie medial modifizieren und manipulieren zu lassen, erscheint da doch nahe liegender. Gestern böse Kommunisten, heute böse Oligarchen und natürlich böser Putin. Die Wahrheit erkennen, würde eigene Denkarbeit fordern. Das scheitert schon zu Hause an der eher simpel zu analysierenden Politik.
Wie sollen Leute, die Taka-Tuka Land von Pipi Langstrumpf und das Wunderland von Alice besser kennen als Russland, den erfolgreichen Versuch machen Russland Politik zu verstehen? Es ist doch viel einfache zu wissen, Putin ist der Satan, der die restlichen Demokratie Simulationen bedroht. Man sollte von Russland mehr wissen, als von den FakeNews Redaktionen deutscher Medien. Besonders gut ist natürlich sich selbst ein Bild zu machen. Dazu muss man heute nicht mal reisen. Das Internet kann viel Infos menschlicher und politischer Natur liefern, das erfordert natürlich Zeit und eigene Denkarbeit. Kann aber erfolgreich sein.

Allerdings, einfach mal eine Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn und den einfachen Russen quer durch das Land, ist unübertroffen besser. Ich lebte zwei Jahre in Russland und konnte so Land und Leute kennen lernen und sage euch, es sind wirklich nette Menschen. Ihre Freundlichkeit und Gastfreundschaft ist unübertroffen. Sie sind ganz normale Menschen, nur manchmal etwas zu konservativ für meinen Geschmack. Mal davon abgesehen, das es natürlich überall ausgemachte Arschlöcher gibt. Aber diese sind nun mal internationalisiert.

Russland ist ein von Menschen besiedelter Landstrich, der immer von der Obrigkeit zugewandter Aufmerksamkeit geprägt war. Der Zar, die orthodoxe Kirche, der Kommunismus. Es gab immer jemandem, den die Russen mehr oder minder freiwillig ihr Vertrauen schenken mussten und wollten. Eine leicht autoritär geprägte, eigene Hemisphäre. Und alles was sie je über Demokratie lernten, war meist wenig ergiebig für sie. Gorbatschow wirbelte alles durcheinander, was sie kannten, Jelzin verhurte das Land, was kein Wunder ist, da er ständig im Suff war. Dann kam Putin, einer der beim KGB gelernt hat, wie der Hase in der Politik läuft und einer, der verdammt clever ist. Der einzige gute Eindruck, den Demokratie je machte. Denn unter Putin geht es den Russen wieder relativ gut und der Russe konnte ihn wählen. Noch besser, der Russe fühlt sich wieder gut. Das sollte man wissen, bevor man überhaupt über Russland nachdenkt.

Die Russen wissen sehr wohl, das auch unter Putin nicht alles Gold ist, was glänzt, aber sie wissen auch, Putin bemüht sich um Stabilität und die Verbesserung der Lebensstandards und dafür lieben sie ihn. Er muss keine Wahlen manipulieren, er soll einfach bleiben. So denken sehr viele Russen und dafür haben sie Handfeste Gründe. Möglicherweise ist das sogar mehr Demokratie, wie wir sie je kennengelernt haben.

Die Gaukeleien, die seit Jahrhunderten in der westlichen Hemisphäre für das Volk zur Grundlegenden Bespaßung dienten und sich Demokratie nannte, ist nicht in der völkischen Basis Russlands verankert. Der Russe will einen starken Anführer. Kleinliche Stänkereien von vielen kleinen Königen der Demokratie, findet der Russe lächerlich. Wobei er keineswegs devot agiert, er weis sich zu wehren, wenn er es für nötig hält. Denn einen Apparat wie zu Sowjetzeiten, der das Leben vollständig kontrollieren wollte und dominierte, hätte meiner Meinung nach, heute in Russland keine Chance mehr. Putin wurde demokratisch gewählt, so viel wissen die Russen von Demokratie und mehr ist nicht nötig.
Das mag sich für uns seltsam anhören, aber viele Russen wollen schlicht Resultate sehen, darüber ewig lamentieren wollen sie nicht. Wozu bezahlt man schließlich die Regierung.

Der Russe will ein starkes wehrhaftes Land auf das er stolz sein kann. Und der starke Mann der liefert, hat den Respekt des Russen. Wenn es ihm dabei auch noch sichtbar besser geht als vorher, so ist er zufrieden. Arbeit, eine kleine Wohnung, vielleicht eine Datscha, genug zu essen und zu trinken und der Russe ist in der Masse zufrieden. Oben Mitreden will er nicht so viel, solange die da Oben ihr Land groß machen. Wobei es im Grunde nach außen friedlich zugeht. Russland protzte nie mit besonderer Aggression, reagierte jedoch immer heftig auf Intervention. Man mischt sich nicht in Russische Angelegenheiten, wenn man kein Russe ist. So sehen das Russen und ich sehe in dieser Ansicht nichts Verwerfliches.

Ein Umstand den die kapitalen Eliten im Westen nie verstanden haben ist, die kommunistische Sowjetunion hatte ein natürliches Bedürfnis sich auszudehnen. Die Sowjetunion wollte seine Machtsphäre um der Ideologie Willen erweitern. Doch weder ein zaristisches Russland, noch ein kapitalistisches Russland benötigen eine aggressive Expansion. Sie sind eher nach innen orientiert, weil sie selbst ein reiches Land besitzen. Aber sie protzen gerne in der Welt, das kann man überall beobachten, wo man russischen Geldadel begegnet.

Russland ist kein Aggressor, also soll man es in Ruhe lassen und schätzen, was es freiwillig bietet, Freundschaft und Kooperation, so denkt der Russe. Natürlich nur bis zu dem Punkt, wo der Russe bemerkt, er wird über den Tisch gezogen. Dann wird er sauer.

Und bei all der Russland Hetze der letzten Jahre, vergisst man bald, warum Putin im Westen so schnell zum Satan mutierte. Er kündigte 2006 den Vertrag, den Jelzin mit der USA geschlossen hatte auf, der US- Energie und Ölmultis gestattet hätte, Russlands Öl- und Gasreserven 25 Jahre auszubeuten. Praktisch ohne Gegenleistung. Die Russen hätten lediglich nach dem Auslaufen des Vertrages die alten Förderanlagen übernehmen dürfen. Das ist Wahnsinn, ein Präsident Putin der das gestattet hätte, wäre wahrlich ein Volksverräter.

Putin hat also eigentlich nichts anderes getan, als einen rechtlich betrachtet, gegen die guten Sitten verstoßenden Vertrag der USA mit dem Säufer Jelzin, der Russlands Interessen verkaufen wollte aufzukündigen und neu verhandeln zu wollen. So platzte für die Amerikaner der Deal des Jahrtausends. Und schon wurde Putin der Feind der "Demokratie". Krieg führten die USA schon wegen bedeutend geringeren Gründen.
Der einzige Grund Russland nicht anzugreifen sind seine Atomwaffen und so hält Putin seine neuen Feine in schach. Was bleibt also nur für den angepissten US-Kapitalisten?
Säbelrasseln mit all seinen NATO Vasallen und hoffen, dass ein Krieg gegen Russland regional auf Europa begrenzt bleiben würde. Doch mit jedem Schritt den Putin macht, stirbt die Hoffnung der US-Administration ein wenig mehr, ihr eigenes Territorium aus einer Intervention in Russland herauszuhalten. Denn egal welche US-Regierung der US-Energie und Rüstungskonzerne an der Macht ist, nichts scheuen sie mehr, als Krieg auf eigenem Boden. Das wäre auch das Ende ihrer Macht. Deshalb das ständige Russland Basching.

Russland hat keinen Grund gegen irgend ein Land Kriege anzuzetteln, denn es besitzt von jeder Art Bodenschätze genug um sich selbst zu versorgen. Ganz im Gegensatz zur USA. Jedem, der auch nur ein wenig sein Hirn anstrengt, sollte das klar sein.

Sogar in Fällen wie Syrien, in dem tatsächlich strategische Interessen Russlands verteidigt werden, beweist Russland Zurückhaltung, bei jeder Provokation durch die USA und US-Vasallen. Der Syrien Krieg wurde nur angezettelt um eine von US-Konzernen gewünschte Öl-Pipeline verlegen zu können, dabei stört Assad. Das ist mittlerweile eine bekannte Tatsache. Der Islamische Staat als Ziehkind der USA (welch Überraschung), sollte das Assad Problem regeln, nur versagten diese Idioten glorreich. Trotzdem ist es den Russen zu verdanken, das es hier zu keiner Eskalation kommt. Auch dass ist unübersehbar.

Das Fazit meiner Betrachtung ist, macht euch selbst ein Bild und lasst es nicht von gekauften Medien bestimmen. Denn am Ende werdet ihr die Zeche bezahlen, die andere reich macht. Euer Feind steht nicht in Moskau.

George W. Lästerbacke

Dienstag, 10. April 2018

Atheistische Mystik. Rausch ohne Drogen?


Die Einführung in die atheistische Mystik hätte man den Versuch, diesen Text nennen können, wenn ich den vermessenen Akt, der Schöpfung einer neuen Bibel für Atheisten unternehmen würde. Doch zu eurem und meinem Glück werde ich mich hier nicht über Transendentalismus, Genderismus, Marxismus und Kapitalismus auslassen. Sondern nur über den Selbstversuch eines Freundes bei Reizentzug schreiben, die eigenen Erlebnisse in einem Isolationstank und eigene Gedanken dazu. Es ist mehr als Zwiegespräch zu verstehen.

Das Thema:
Die Folgen für uns, die aus der Erkenntnis der Wissenschaft, das viele Erlebnisse von der Nahtoterfahrung, Geisterscheinungen bis zur Entführung durch Aliens psychologische Effekte sind, die unser Gehirn dann erschafft, wenn es sich selbst überlassen wird. Diese Effekte resultieren natürlich aus extrem vielen Eindrücken und Erlebnissen unseres echten Lebens, aber auch aus unserem Bild der Welt, wie wir glauben, dass sie ist.
In diesem Zusammenhang können auch völlig neue Welten auftreten, die wir uns niemals erklären werden können. Aber genau aus diesem Grund nenne ich es atheistische Mystik, speziell für mich und andere Atheisten.

Natürlich kann es auch sehr verständliche Bilder geben, wie Engel, die Hölle oder 72 schöne Jungfrauen. Aber eben nur für Menschen, die diese Bilder auch in ihrem Glaubensbild fest integriert haben.

Das schöne ist daran, jederkann diese Selbstversuche ohne Hilfe allein machen und ich ermuntere jeden, auf diese Reise zu gehen. Es ist ein Trip in sich selbst, ohne Drogen und ohne körperliche Nebenwirkungen. Zumindest hörte ich noch nicht davon, das jemand davon Schaden genommen hätte. Eher empfanden es wohl die meisten Menschen als Erweiterung ihres persönlichen Horizontes, ohne dabei ihr Weltbild in Frage stellen zu müssen.

Eine kurze Anleitung:
Eigentlich braucht ihr nicht viel. Ein wenig rotes Licht, einen ruhigen Raum oder Ohrstöpsel, optional Kopfhörer mit einem Video von weißem Rauschen und eine bequeme Liegefläche. Für die Augen wird empfohlen, einen in zwei Hälften geschnittenen Tennisball zu verwenden, besonders, wenn man dabei das rote Licht verwendet. Ich denke aber, es tut auch eine Augenbinde, besonders, wenn man kein rotes Licht zur Verfügung hat.

Weitere Anleitungen und Videos mit weißem Rauschen findet man auf YouTube und anderswo im Internet.

Aber nun zu meinen Kollegen, der sich gerne investigativ gibt. Er vollzog das eben von mir beschriebene Experiment, welches nach der Ganzfeld Methodik gestaltet ist. Genaueres findet ihr bei Google, wenn ihr Ganzfeld Effekt in den Browser tippt. Den Ablauf des Experimentes könnt ihr auch direkt auf dem YT- Kanal Norman Investigativ verfolgen. Sicher ein ganz interessanter Kanal, wenn man sich für Wissenschaft und Verschwörungstheorien interessiert. Norman bietet gut gemachte Videos mit vielen eigenen Gedanken.

Nun zum eigentlichen Versuch, der natürlich für den Außenstehenden unspektakulär wirkt, aber Normen hat das im Video gut aufbereitet. Kurz beschrieben, er erlebte beim Selbstversuch einen Einstieg, den viele als Nahtoderfahrung, weißes Licht verstehen würden, um dann eine Flut von Bildern zu sehen, welche wohl auf seine vielseitigen Interessen zurückzuführen sind. Sein erster Versuch endete damit, das der Versuch sich auf bestimmte Bilder zu fokussieren, das Experiment beendeten. Eine Erfahrung, die viele Menschen bei diesem Selbstversuch machen. Offensichtlich ist, das man sicher eine gewisse Selbstbeherrschung an den Tag legen muss, um dem Gehirn Freiraum zu lassen. Aber bei getreuen üben dieser Praktik, kann man bestimmt ganz neue Erlebnisse generieren.

Ich hoffe, das er weiteren Selbstversuche dokumentieren wird, denn es ist doch sehr interessant, was ein Atheist dann für Filme dreht, wenn man sein Gehirn sich selbst überlässt.

Ich hatte in Russland einmal das Vergnügen, einen echten Isolationstank benutzen zu dürfen. Nur für 2 Stunden, aber es war interessant. Diese Tanks dienen im Gegensatz zu dem Ganzfeld- Versuch der kompletten Abschaltung aller Reize. Man schwimmt auf dem Rücken liegend in einer Wasserlösung und schwebt förmlich im Nichts. Im Prinzip ist es aber nichts anderes, als die Ganzfeld Anordnung, nur unter härteren Bedingungen.

Ich sah zwar kein weißes Licht oder einen Tunnel, dafür hatte ich nach gefühlt, wenigen Augenblicken, welche sicherlich einige Minuten waren, den Eindruck, eine mir unbekannte Welt zu erleben, leider nicht in bunt sondern in schwarz/weißer negativer Optik. Ich konnte bizarre Wesen wahrnehmen, von denen ich vermuten würde, dass sie für uns sonst nur in der Mikrowelt der Bakterien, unter einem Elektronenmikroskop sichtbar werden.

Was immer mein Gehirn für einen Film abspulte, weis ich nicht, denn ich habe zu diesen Bildern bis heute keinen Bezug für mich herstellen können. Ich fand allerdings die Erfahrung höchst interessant. Und wenn ich abends im Bett liege und alles dunkel und still ist, sehe ich ab und zu genau davon noch so etwas, wie die Echos dieser Bilder.
Oder wurde mir doch ein Blick in eine Welt gewährt, die ich nicht kenne und der Tank, war nur das Instrument, eine Schwelle zu überschreiten?

Egal wie wie rational man versuchst etwas zu erklären, man wird niemals alle Antworten geben können. Auch wenn wir keine Mystiker sind, sondern Atheisten mit dem festen Glauben an die Wissenschaft.

Vielleicht ist es auch die Mystik, die unsere Welt realer macht und wir sind auf dem falschen Weg uns dieser Mystik zu verweigern. Weil wir Mystik immer mit Religion und Aberglaube verbinden, welche uns nun wirklich wenig zuträglich ist, als Atheisten. Vielleicht ist das gestatten der Mystik unseres Gehirns, der Schlüssel, unser Gehirn zu erschließen und sein Potential noch viel effektiver zu nutzen. Ich wünsche euch viel Spaß, es einmal selbst zu versuchen.

George W. Lästerbacke

Montag, 21. November 2016

Sind wir ohne Visionen?

Gesellschaftsvisionen sind nicht nötig?

Oft sagt man, es fehle nicht an Visionen in der Welt, das stimmt auch. Die Visionen der Welt von Morgen kommen aus der Wissenschaft und Forschung. Vom fliegenden Auto, über das vollautomatisierte Haus, bis hin zu Roboter, der ärztliche Pflichten wahrnimmt. Visionen, welche zum Teil bereits umgesetzt werden oder in abgewandelter Form unser Leben bestimmen werden. Ich bin ziemlich sicher, das autonome Fahren von Fahrzeugen, wird die Welt revolutionieren und hier, ist die Forschung und sogar die alltags taugliche Technologie, sogar weiter, als es die verpennte Politik der Staaten realisiert. Siehe das Beispiel eines großen deutschen Autohersteller, der Technologie einbauen muss, die den Fahrer zwingt, selbst zu fahren, auch wenn das Auto dies zu großen Teilen, beziehungsweise gänzlich allein könnte.

Hier zeigt sich das Problem, des verstaubten Denkens in Gänze. Bremsen der Zukunft durch veraltete denken von Politiker. Aber auch durch die Völker, die sich schwer tun neues anzunehmen. Doch ein weiteres Problem haben wir ebenso, während uns technische Visionen teils durchaus beflügeln, haben wir keinen Plan für die Zukunft der Gesellschaft.

Denn hier haben wir die anderen Bremser des Finanzsystem, heute schon fast die Diktatoren der Welt, die sich lieber damit beschäftigt eine Luftblase nach der anderen zu erzeugen, anstelle sich zu fragen, ob sie, die Bankster noch gebraucht werden. Denn sie erzeugen nichts, nehmen sich aber so wichtig, als existierten sie seit Anbeginn der Welt. Dabei ist ihr Nutzen für die Gesellschaft praktisch Null. Sie heilen nicht, sie forschen nicht, sie produzieren nicht und doch, sind sie im Augenblick die wichtigsten Nichtsnutze des Systems, noch vor den Politikern. Weil ihr einziges Produkt die Illusion vom Reichtum ist. Geld das in virtuellen Speichern liegt und eigentlich nichts macht, außer echte Leistung, die der Gesellschaft nützt abzusaugen und wieder Geld daraus zu machen. Geld das keinen Wert hat, außer als Statussymbol.

Was wir also nicht brauchen, sind die Zinseszinsjäger und ihre Millionen Helferlein. Was wir brauchen sind Visionen für eine Gesellschaft, in der unsere Kinder leben können. Eine Gesellschaft, in der Geld bestenfalls eine untergeordnete Rolle spielen sollte. Doch wie soll das funktionieren, wo doch praktisch jedes System versagt hat. Der Sozialismus funktioniere wirtschaftlich nicht und war Autoritär, also unfrei. Der Kapitalismus funktionierte wirtschaftlich, produziert aber nicht weniger Unfreiheit, durch Abhängigkeiten verschiedenster Art. Die Qualität der Produkte leidet, weil Konsum nun mal nur funktioniert, wenn weiter gekauft wird und lässt man den Kapitalismus gewähren, ist er am Ende nur für Krieg und Verelendung gut, denn Konsum ist kein Perpedomobile. Krieg und Verelendung ist die logische Konsequenz des Kapitalismus. Denn letztlich ist nur noch die Erschließung von Märkten wichtig, welche konsumieren können. Ist ein Markt verbrannt, zieht der Heuschreckenschwarm weiter. Es macht keinen Sinn zyklisch ein Gebiet des Planeten auszusaugen, nur um zu warten, das sich ein sozusagen “verbranntes“ Gebiet von Konsumenten erholt hat. Dieses Vorgehen ist so sinnlos, wie die Brandrodung im Regenwald des Amazonas, der die Lunge unsere Planeten ist.

Ich erwähne hier einmal ein Reizwort, es heißt Kommunismus. Jeder sogenannte Demokrat dreht durch, wenn er es hört. Warum eigentlich frage ich mich. Weil der Ostblock gerne damit hantierte und es Barbaren gab, die nicht mal den Sozialismus verstanden haben und sich Kommunisten nannten? Ja, der Kommunismus ist ein Feindbild des Kapitalismus und der Demokraten. Aber doch auch nur, weil sie nie verstanden haben, das der Kommunismus nie real existiert hat, nicht mal in Nordkorea, das sich immer noch kommunistisch nennt. Kommunismus ist das Ideal einer Gesellschaft, in dem alle an einem Strang ziehen, um diese Gesellschaft noch besser zu machen. Geld existiert nur noch in eher theoretischer Form und hat eigentlich kaum Wert, da die Ressourcen der Gesellschaft jedem Leistungswilligen, in Abstimmung mit dem Kollektiv zur Verfügung stehen. Auch Konsum ist möglich, ohne dabei künstlich aufoktroyierten Konsumzwängen zu folgen, weil jeder entscheiden kann, was er möchte. Produziert wird nach Bedarf, nicht auf unendlichen Vorrat, der dann verkauft werden muss. Ein Luxus, den erst die weitestgehende Automation der Produktion ermöglicht wird, aber auch in einer Vorindustriellen Gesellschaft möglich wäre, wenn der Zwang des Geldes entfällt. Soweit die Vision.

Wer die US-Serie Star Treck kennt, weiß, das es hier in etwa so läuft, wie ich es beschreibe, doch eins ist klar, hier dachte niemand an Kommunismus, obwohl das praktisch nicht notwendige bezahlen von Waren, erzeugt durch Replikationen oder auch die kostenlose Versorgung mit Dienstleistungen doch viel von Kommunismus hat. Produktion ist vielerorts dezentralisiert und auch das kleine Restaurant um die Ecke, ist frei von dem Zwang zu bezahlen. Der Besitzer betreibt es, nicht um Profit zu erzielen, sondern um sich selbst zu verwirklichen. Das gilt zumindest für den Bereich der Föderation der Planeten, die sich als ein Staatswesen zusammengeschlossen haben. Hier mag es sogar noch ein Zahlungsmittel geben, von dem wir erst mal nichts wissen, jedoch scheint es dann höchstens noch in der Form eines Bedingungslosen Grundeinkommens zu existieren, um eben Bedürfnisse zu sichern, die über Grundbedürfnisse hinaus gehen. Obwohl man hier wenig Auskünfte dazu erhält. Aber allemal ist Startreck eine Vision, die für unsere Welt erstrebenswert scheint. Auch wenn der galaktische Frieden selbst als Vision unrealistisch erscheint. Denn wenn die in der Galaxie verteilten Aliens nur halb so viel Beratungsresistenz und Blödheit zeigen, wie die Menschheit, dann wird das mit dem galaktischen Frieden nie etwas.

Doch diese Visionen sind wichtig und fehlen in unserer Gesellschaft fast völlig. Selbst ein bedingungsloses Grundeinkommen, was heute in der Regel dafür stehen würde, die Grundbedürfnisse, wie wohnen, Essen und Energie zu sichern, ist fast noch Utopie, obwohl es durchaus mit kapitalistischen Ideen harmonieren könnte und so gar nichts mit Kommunismus zu tun hätte.

Soviel heute als kleine Anregung zum Nachdenken, vielleicht verbessern wir unsere kleinen Welt doch noch. Habt eine gute Zeit.

George W. Lästerbacke





George W. Lästerbacke

Mittwoch, 30. Juli 2014

Der neue kalte Krieg


Politik ist eben doch nur Schwarz und Weiß

Ich glaube die meisten Menschen fragen sich seit geraumer Zeit, was los ist, in der Welt. Trotz des Sieges über den Kommunismus und somit dem Siegeszug des Kapitalismus auf der Welt und einer geraumen Zeit Frieden, Freude, Eierkuchen gibt es nun schon seit Jahren immer mehr Zankäpfel zwischen den Supermächten und ihren Satellitenstaaten. Waren es erst unterschiedliche Auslegungsfragen zum Kapitalismus (Populisten und Menschen mit eher niedriger Gehirnleistung nenne Kapitalismus heute noch Demokratie), so wirkt es heute schon wieder eher, wie Kriegstreiberei.

Russland sei nur als Beispiel angeführt, der stetig eskalierende Ukraine Konflikt. Doch das ist alles nur Makulatur, für die Milliarden dummer Statisten. Es geht gar nicht um Krieg, zu teuer, zu viel sinnloses töten vom wichtigsten Gut des Kapitalismus, dem Konsumenten, das kann sich Niemand leisten. Doch die Show, immer entlang am Abgrund, die kann man am laufen halten.Schon schürt man im Rahmen des Ukraine Konflikts, wieder Angst vor Atomwaffeneinsatz, Putin wird zum Dämon aufgebläht. Doch heimlich hinter den Kulissen wird verhandelt. Die "Friedenstifter" werden es schon richten. Damit die Bauern auf dem Schachbrett immer ehrfurchtsvoll nach oben schauen und dankbar sind, leben, konsumieren und arbeiten zu können. EU und Deutschland sind dabei auch wieder nur Statisten oder auch nützliche Idioten.

Es geht nur um das eine Ziel, den Status Quo des kalten Krieges wieder herzustellen. Der kalte Krieg, der die Jahrzehnte nach dem zweiten Weltkrieg beherrschte. Denn nur dieser Konkurrenzkampf zweier Ideologien bescherte, zumindest den Ländern der westlichen Hemisphäre Wohlstand und Erfolg. Und auch den Ländern des Ostblocks ging es niemals besser, als zu Zeiten des eisernen Vorhanges.Heute muss man nicht mal mehr ideologische Feindbilder aufbauen, es reicht die Wertesysteme zu verschieben, den kapitalistische Gesellschaften sind sowohl USA, als auch Russland. Ebenso, wie die nütlzichen Idioten EU und Deutschland.

Erst als der kalte Krieg vorbei war, begriffen der Kapitalist und der Ideologe, das sie ohne Feindbild nicht existieren können. In der Hauptsache natürlich der gigantische industrielle - militärische Komplex, denn dort sitzt die Macht und das Geld, die ohne Angst Szenario ihren Einfluss verlieren würden. Wenn man das Volk nicht mit einer permanenten, latenten Bedrohung unter Kontrolle hält, merkt das Volk irgendwann, das es betrogen wird. Das gehört es zu verhindern. So einfach ist das im Prinzip erklärt. Was heute in der Welt vorgeht. Einfach nur das Gehirn einschalten und denken. Eigentlich ist Politik eben doch nur Schwarz oder Weiß.

© George W. Lästerbacke


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Sonntag, 13. Oktober 2013

Vom Glücklich sein und Gutmenschen ..

Jeder ist seines Glückes Schmied.


Ich hoffe, ihr hattet auch so einen schönen (Vor)Tag wie ich. Bei uns gab es sogar unerwartet, ein wenig Sonnenschein.

Das Resümee meines Tages ist, er war wunderbar, wobei ich offenherzig gestehe, er war nicht im Sinne allemein gültiger, gesellschaftlicher Auffassung produktiv.

Ich habe mich nur dem gewidmet, was mir moralisch und seelisch gut tat. Das solltet ihr auch öfters tun, denn nur so werdet ihr zu ausgeglichenen Menschen, die auch anderen Menschen Gutes geben können. Viele von euch habe verlernt auf Menschen zuzugehen, um sowohl geben als auch nehmen zu können. Öffnet man sich dem Ungewöhnlichen, nur dann kann man auch ein ungewöhnlicher Mensch werden, Menschen die einfach mehr vom Leben haben. Glückliche Menschen.

Ich konnte wieder einmal feststellen, so unbequem das Leben in der Realität ist, so einfach ist es zu meistern, wenn man offen auf die Menschen zugeht und sie nicht in Schubladen einordnet.

Was nicht zwangsläufig dazu führt kritiklos oder Gutmensch zu werden. Gutmenschen sind in aller Regel, aus meiner Erfahrung oft ziemliche Idioten mit Tendenzen zur Ideologie oder aber das andere Extrem, sie sind wie Schäfchen. Das diese Wort Gutmensch, dass eigentlich positiv besetzt sein sollte, faktisch zum Schimpfwort wurde, dieser Fakt kommt nicht von ungefähr.

Dieser Fakt lässt sich leicht nachvollziehen, wenn einst gute Ideen, die dem Wohl des Menschen dienen sollten, zum Dogma mutieren und dem Menschen das Schlechte bringen, wo sie dem Menschen dienen sollten. Weil die guten Ideen die ihre geistige Flexibilität verlieren, eben zum Dogma werden.

Viele Beispiele gibt es dazu von Religion bis Kommunismus. Auch die Grünen in Deutschland sind ein Beispiel dafür, vor Jahrzehnten gute Menschen mit Ideen und Idealen, heute Gutmenschen mit unverrückbaren Dogmen. Man muss hier wohl auch nicht ins Detail gehen, um das zu belegen. Jeder der, das hier ließt und halbwegs denken kann, weiß was ich meine.

Hiermit überlasse ich euch euren eigenen Gedanken und wünsche euch einen schönen Tag. Jeder ist seines Glückes Schmied, also macht etwas draus. Wenigstens für heute.

© Blasphemous Jaw

Mittwoch, 1. Mai 2013

Der 1.Mai


... das Schweigen der Lämmer

Ein wunderbares Zitat zu 1. Mai. Es könnte kaum ein passenderes Zitat geben zu dem ehemaligen Kampftag der Arbeiter und Arbeiterinnen.

"„Die Zeit wird kommen, wo unser Schweigen stärker ist, als die Stimmen, die es heute erdrosseln.“
(August Spies, 1855-1887)


Was ist eigentlich aus dem 1.Mai geworden? Dem Tag, an dem die Arbeiter/innen in Australien im Jahre 1856 den Achtstundentag forderten. Der Tag, den nordamerikanische Arbeiter drei Jahrzehnte später, im Jahre 1886 zum Datum wählten, um nach dem Vorbild ihrer australischen Kollegen, den acht Stunden Arbeitstag zu erkämpfen. Der Tag, der zum Auftakt des Kampfes um mehr Arbeiterrechte als Datum des Generalstreik ausgerufen wurde. Ein Tag dem viele kämpferische und opferreiche Kämpfe folgten. Was ist daraus geworden?

In anderen Ländern, ist das durchaus noch ein kämpferischer Tag, an dem die das Volk daran erinnert wer denn, die Leistungsträger der Gesellschaft sind. Natürlich wird auch dort gefeiert und es ist ein schöner Tag, um der Politik die Stimmung des Volkes zu zeigen, dessen Kampfgeist zu demonstrieren. In Deutschland ist es nur noch ein Tag, an dem das Jahrmarkt Feeling und die Volksfest Stimmung aufersteht und bei Bier, Bratwurst und diversen Schlagerbarden die Zeit totgeschlagen wird. Oft genug noch umrahmt von Trödelmärkten oder fliegenden Händlern mit asiatischen Billigwaren. Massenproteste und Demonstrationen sind Geschichte, man tut sich im beste Fall kund, mit Kundgebungen. Dabei sind nur noch tausende, keine Massen.Der Kampftag, davon ist kaum mehr etwas zu spüren. Keine Spontanität, sondern organisierte Langeweile. Der Kampftag ist ein normaler Feiertag mit roter Folklore zum traditionellen Thema.
Reflektionen zu Thema 1. Mai sind doch praktisch nicht mehr vorhanden. Es wird nur noch ein paar Eliten überlassen, die zur Arbeiterschaft und dem Volk gar keinen Bodenkontakt mehr haben. Man hört in der Regel nur leere Worthülsen und politischen BlaBla ohne nachhaltige Effekte.


Was wollte der Verfasser uns damit sagen?
Das Schweigen der Masse kann auch böse und bedrohlich sein. Wenn die Zeit zum reden verstrichen ist, wenn die Massen die Fäuste ballen. Dann nutzen die schönsten Worte der Mächtigen nichts mehr. Die Zeit ist dann gekommen, das sich der Zorn des Volkes über die Mächtigen und die Ausbeuter ergießt. Sie in die Knie zwingt und Gerechtigkeit schafft. Doch der Verfasser lag weit daneben, mit seinen Worten. Die Realität ist heute eine Andere. Einer kämpferischen Phase der Völker und gravierenden gesellschaftspolitischen Umwälzungen. Die Gedanken, die in ihrer Basis auf die philosophischen Gesellschaftsideen Karl Marx zurück gehen, veränderten die Welt verändern.

Die mit Blut und Schweiß errungener Verbesserungen für die Völker, konnten sich in weiten Teilen des Globus durchsetzen. Auch die Teile, in denen ein kapitalistisches System existent blieb, wurden nicht verschont. Das zwanzigste Jahrhundert, war das Jahrhundert der Revolutionen. Vieles wurde für den Menschen besser, der Fortschritt in Wissenschaft und Technik trug dazu bei immer höhere soziale Standards zu schaffen. Beflügelt von der Idee einer besseren Welt.

Vom wachsenden Wohlstand profitierten nicht nur Millionen, sondern Milliarden von Menschen. Ob in der westlichen oder in der östlichen Hemisphäre. Zwei kontroverse Gesellschaftsideen spornten sich an, die Welt zu dominieren, um zu zeigen, welche Ideen die Besseren sind.

Wir wissen aber Alle, was der Faktor Mensch daraus machte. Die östliche Hemisphäre, die sich dem Marxismus verschrieben, ist verfallen und dem Untergang verfallen. Der Grund, ihr verordnetes, Alles planen müssendes Plan System. Das Plan System. dass den Faktor Mensch kreativ einschränkte und in geistige und wirtschaftliche Lethargie zwang. Obwohl die Idee im Prinzip, die bessere Idee war, ein menschenfreundlicheres System. Deutschland arrangierte sich in weiten Teilen mit der soziale Marktwirtschaft, das große Vorbild Deutschland. Hier wurde eine gesunde Wage gefunden. Der Leistungsträger, das Volk konnte bis in die 1990er sagen, Arbeit lohnt sich in Deutschland. Doch ist das zwanzig Jahre her. Agenda 2010 hat das Land verändert und leider nicht zum Guten. Die SPD bewies die Richtigkeit des Zitates „Man kann seine Klasse nicht verlassen, man kann sie nur verraten“. Denn auch heute gilt das Zitat "Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten."

Irgendwann übernahm langsam der neo-liberale Wahn das Kommando. Der globale Wahn von billig und unbegrenzten Wachstum. Die immer vorhandene Gier nach Profiten, wurde zur Ideologie.

Der Osten zerbrach an der Ideologie des Plans und der Gleichmacherei. Die westliche Demokratie profitierte scheinbar von Ideologie des Konsums, ließ sich blenden und verschlief den Tag, da die Diktatur des Kapitalismus sich neu erfunden hat.. Das Kapital konnte nun anfangen, diese neo-liberale Ideologie hemmungslos auszuleben.
Dann kam eine hausgemachte kapitalistische Systemkrise, die fälschlich sogenannte Finanzkrise. Diese andauernde Krise trug nur noch zur Forcierung der sozialen Schräglage bei, Armut und Ausbeutung wird wieder zu Normalität. Doch echter Widerstand aus dem Volk entstand nur kurz. Das Occupy Strohfeuer brannte kaum ein Jahr. Doch in Deutschland auch nur von außen inspiriert. Ein Zeichen, wie stark die neo-liberalen Kräfte der Mächtigen schon verfestigt sind. Das Deutschland von 1990 versprach Hoffnung für Alle. Ein echtes Vorbild für die Welt, als sozial und moderner Wirtschaftsstandort. Doch das ist vorbei.

"„Die Zeit wird kommen, wo unser Schweigen stärker ist, als die Stimmen, die versuchen uns zu erdrosseln.“ Heute interpretiere ich das Zitat anders. Das große Schweigen der Masse ist gekommen. Gefördert von massenhafter Medienorgie, die den Konsum, Wachstum und Vergnügen predigt. Gefördert durch ein Bildungssystem, das Gehirne verstopft und das freie Denken abgewöhnt. Das Schweigen ist ängstlich und verstört, weil auch morgen der, der heute noch fast alles hat, alles verlieren kann. Die Obrigkeit wird nur noch als Führung erkannt, die oft als bedrohlich empfunden wird. Der Staat hat den Bürger praktisch zum Wahlvieh degradiert, dass dumm, ängstlich und Ideenlos abwartet, dem Führer mit den besten, schlechten Parolen folgen will. Ohnmacht hat sich breit gemacht.

Es ist das Schweigen der Lämmer, die nicht bemerkt haben, wie die Wölfe sie einkreisten.

Die Stimmen, die dass kämpferisch, wütende Schweigen der Masse damals erdrosselten, sind laut geworden, lauter als sie seit Lenin, Hitler, Stalin und Mao waren. Doch die Verführer kommen nicht mehr mit Gesichtern und als Personen. Sie sind nur noch seelenlose Gebetsmühlenartigen dargebrachte Botschaften. Sie predigen Verzicht, arbeiten und konsumieren. Wasser predigen, Wein saufen. Die Geschichte wiederholt sich. Doch Niemand will es sehen.

Die Botschaft „Konsumiere damit wir Wachstum haben. Arbeite, damit du konsumieren kannst. Verzichte auf deine Rechte, denn der Konsum wird immer billiger. Denke nicht, dass tun die Mächtigen für dich. Lebe wie es dir das TV und Presse zeigt und alles wird gut. Wache nicht auf“. Das ist die Botschaft des 1. Mai, die man heute vernehmen kann.

„Renne wie die Kuh, auf deinen eigenen Metzger zu“

Die Botschaft die unser Leben immer tiefer durch dringen wird, bis es zu spät ist.


© George W. Lästerbacke