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Mittwoch, 27. Juni 2018

Russland Basching - Kalter Krieg 2.0


Der Glauben ist nicht nur eine Basis für den Götzen anbetenden Simplicissimus, der aus Bequemlichkeit oder mangelnder Vorstellungskraft, sein Schicksal lieber als göttlich gelenkt betrachtet. Nein er ist auch etwas für Atheisten.

Wer diese These nicht glaubt, dem erläutere ich dies gerne an Beispiel Russland Basching. Hier kann man gut erkennen, das mancher Mensch lieber glaubt, als denkt. Den die pausenlose Beschallung mit FakeNews, Lügen und Halbwahrheiten über Russland dient vielen dieser Mitbürger als Religionsersatz.

Russland ist Böse. Das ist bequem, wenn man es nur oft genug hört. Und dem Basching der Medien zu glauben ist viel einfacher, als eigene Denkarbeit. Sonst müsste man Vorurteile, die noch aus dem Kalten Krieg stammen revidieren. Sie medial modifizieren und manipulieren zu lassen, erscheint da doch nahe liegender. Gestern böse Kommunisten, heute böse Oligarchen und natürlich böser Putin. Die Wahrheit erkennen, würde eigene Denkarbeit fordern. Das scheitert schon zu Hause an der eher simpel zu analysierenden Politik.
Wie sollen Leute, die Taka-Tuka Land von Pipi Langstrumpf und das Wunderland von Alice besser kennen als Russland, den erfolgreichen Versuch machen Russland Politik zu verstehen? Es ist doch viel einfache zu wissen, Putin ist der Satan, der die restlichen Demokratie Simulationen bedroht. Man sollte von Russland mehr wissen, als von den FakeNews Redaktionen deutscher Medien. Besonders gut ist natürlich sich selbst ein Bild zu machen. Dazu muss man heute nicht mal reisen. Das Internet kann viel Infos menschlicher und politischer Natur liefern, das erfordert natürlich Zeit und eigene Denkarbeit. Kann aber erfolgreich sein.

Allerdings, einfach mal eine Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn und den einfachen Russen quer durch das Land, ist unübertroffen besser. Ich lebte zwei Jahre in Russland und konnte so Land und Leute kennen lernen und sage euch, es sind wirklich nette Menschen. Ihre Freundlichkeit und Gastfreundschaft ist unübertroffen. Sie sind ganz normale Menschen, nur manchmal etwas zu konservativ für meinen Geschmack. Mal davon abgesehen, das es natürlich überall ausgemachte Arschlöcher gibt. Aber diese sind nun mal internationalisiert.

Russland ist ein von Menschen besiedelter Landstrich, der immer von der Obrigkeit zugewandter Aufmerksamkeit geprägt war. Der Zar, die orthodoxe Kirche, der Kommunismus. Es gab immer jemandem, den die Russen mehr oder minder freiwillig ihr Vertrauen schenken mussten und wollten. Eine leicht autoritär geprägte, eigene Hemisphäre. Und alles was sie je über Demokratie lernten, war meist wenig ergiebig für sie. Gorbatschow wirbelte alles durcheinander, was sie kannten, Jelzin verhurte das Land, was kein Wunder ist, da er ständig im Suff war. Dann kam Putin, einer der beim KGB gelernt hat, wie der Hase in der Politik läuft und einer, der verdammt clever ist. Der einzige gute Eindruck, den Demokratie je machte. Denn unter Putin geht es den Russen wieder relativ gut und der Russe konnte ihn wählen. Noch besser, der Russe fühlt sich wieder gut. Das sollte man wissen, bevor man überhaupt über Russland nachdenkt.

Die Russen wissen sehr wohl, das auch unter Putin nicht alles Gold ist, was glänzt, aber sie wissen auch, Putin bemüht sich um Stabilität und die Verbesserung der Lebensstandards und dafür lieben sie ihn. Er muss keine Wahlen manipulieren, er soll einfach bleiben. So denken sehr viele Russen und dafür haben sie Handfeste Gründe. Möglicherweise ist das sogar mehr Demokratie, wie wir sie je kennengelernt haben.

Die Gaukeleien, die seit Jahrhunderten in der westlichen Hemisphäre für das Volk zur Grundlegenden Bespaßung dienten und sich Demokratie nannte, ist nicht in der völkischen Basis Russlands verankert. Der Russe will einen starken Anführer. Kleinliche Stänkereien von vielen kleinen Königen der Demokratie, findet der Russe lächerlich. Wobei er keineswegs devot agiert, er weis sich zu wehren, wenn er es für nötig hält. Denn einen Apparat wie zu Sowjetzeiten, der das Leben vollständig kontrollieren wollte und dominierte, hätte meiner Meinung nach, heute in Russland keine Chance mehr. Putin wurde demokratisch gewählt, so viel wissen die Russen von Demokratie und mehr ist nicht nötig.
Das mag sich für uns seltsam anhören, aber viele Russen wollen schlicht Resultate sehen, darüber ewig lamentieren wollen sie nicht. Wozu bezahlt man schließlich die Regierung.

Der Russe will ein starkes wehrhaftes Land auf das er stolz sein kann. Und der starke Mann der liefert, hat den Respekt des Russen. Wenn es ihm dabei auch noch sichtbar besser geht als vorher, so ist er zufrieden. Arbeit, eine kleine Wohnung, vielleicht eine Datscha, genug zu essen und zu trinken und der Russe ist in der Masse zufrieden. Oben Mitreden will er nicht so viel, solange die da Oben ihr Land groß machen. Wobei es im Grunde nach außen friedlich zugeht. Russland protzte nie mit besonderer Aggression, reagierte jedoch immer heftig auf Intervention. Man mischt sich nicht in Russische Angelegenheiten, wenn man kein Russe ist. So sehen das Russen und ich sehe in dieser Ansicht nichts Verwerfliches.

Ein Umstand den die kapitalen Eliten im Westen nie verstanden haben ist, die kommunistische Sowjetunion hatte ein natürliches Bedürfnis sich auszudehnen. Die Sowjetunion wollte seine Machtsphäre um der Ideologie Willen erweitern. Doch weder ein zaristisches Russland, noch ein kapitalistisches Russland benötigen eine aggressive Expansion. Sie sind eher nach innen orientiert, weil sie selbst ein reiches Land besitzen. Aber sie protzen gerne in der Welt, das kann man überall beobachten, wo man russischen Geldadel begegnet.

Russland ist kein Aggressor, also soll man es in Ruhe lassen und schätzen, was es freiwillig bietet, Freundschaft und Kooperation, so denkt der Russe. Natürlich nur bis zu dem Punkt, wo der Russe bemerkt, er wird über den Tisch gezogen. Dann wird er sauer.

Und bei all der Russland Hetze der letzten Jahre, vergisst man bald, warum Putin im Westen so schnell zum Satan mutierte. Er kündigte 2006 den Vertrag, den Jelzin mit der USA geschlossen hatte auf, der US- Energie und Ölmultis gestattet hätte, Russlands Öl- und Gasreserven 25 Jahre auszubeuten. Praktisch ohne Gegenleistung. Die Russen hätten lediglich nach dem Auslaufen des Vertrages die alten Förderanlagen übernehmen dürfen. Das ist Wahnsinn, ein Präsident Putin der das gestattet hätte, wäre wahrlich ein Volksverräter.

Putin hat also eigentlich nichts anderes getan, als einen rechtlich betrachtet, gegen die guten Sitten verstoßenden Vertrag der USA mit dem Säufer Jelzin, der Russlands Interessen verkaufen wollte aufzukündigen und neu verhandeln zu wollen. So platzte für die Amerikaner der Deal des Jahrtausends. Und schon wurde Putin der Feind der "Demokratie". Krieg führten die USA schon wegen bedeutend geringeren Gründen.
Der einzige Grund Russland nicht anzugreifen sind seine Atomwaffen und so hält Putin seine neuen Feine in schach. Was bleibt also nur für den angepissten US-Kapitalisten?
Säbelrasseln mit all seinen NATO Vasallen und hoffen, dass ein Krieg gegen Russland regional auf Europa begrenzt bleiben würde. Doch mit jedem Schritt den Putin macht, stirbt die Hoffnung der US-Administration ein wenig mehr, ihr eigenes Territorium aus einer Intervention in Russland herauszuhalten. Denn egal welche US-Regierung der US-Energie und Rüstungskonzerne an der Macht ist, nichts scheuen sie mehr, als Krieg auf eigenem Boden. Das wäre auch das Ende ihrer Macht. Deshalb das ständige Russland Basching.

Russland hat keinen Grund gegen irgend ein Land Kriege anzuzetteln, denn es besitzt von jeder Art Bodenschätze genug um sich selbst zu versorgen. Ganz im Gegensatz zur USA. Jedem, der auch nur ein wenig sein Hirn anstrengt, sollte das klar sein.

Sogar in Fällen wie Syrien, in dem tatsächlich strategische Interessen Russlands verteidigt werden, beweist Russland Zurückhaltung, bei jeder Provokation durch die USA und US-Vasallen. Der Syrien Krieg wurde nur angezettelt um eine von US-Konzernen gewünschte Öl-Pipeline verlegen zu können, dabei stört Assad. Das ist mittlerweile eine bekannte Tatsache. Der Islamische Staat als Ziehkind der USA (welch Überraschung), sollte das Assad Problem regeln, nur versagten diese Idioten glorreich. Trotzdem ist es den Russen zu verdanken, das es hier zu keiner Eskalation kommt. Auch dass ist unübersehbar.

Das Fazit meiner Betrachtung ist, macht euch selbst ein Bild und lasst es nicht von gekauften Medien bestimmen. Denn am Ende werdet ihr die Zeche bezahlen, die andere reich macht. Euer Feind steht nicht in Moskau.

George W. Lästerbacke

Samstag, 8. April 2017

Assads Giftgas in Syrien?


Bereits die ersten kurz gezeigten Bilder und Videoszenen wirkten gestellt. Die Bilder toter und sterbender Kinder lenken das logische Denken unseres Gehirns von den Ungereimtheiten sofort ab. Wir reagieren natürlich ungewollt emotional. Die sofortige Nennung eines Verdächtigen Assad erreicht natürlich auch die gewünschte Wirkung beim Zuschauer. Assad muss weg. Zumal es gar keine Frage ist, denn er ist ein mieser Diktator. Das wissen wir alle, unter seinem Regime wird gefoltert und getötet. Das ist für uns inakzeptabel. Schuldfrage und Beweise, sind da nebensächlich.
Wird schon stimmen, Kinder und Krankenhäuser bombardieren, das war Assads Luftwaffe, sagen unsere Medien. Und BILD kreischt gar sofort „Assad vergast Kinder und niemand tut etwas!“

Dabei ist nur kurzes nachdenken nötig, um zu sich zu fragen, wieso gibt es bei einem Luftangriff mit Sarin Gas nur so wenig Opfer? Was nutzt es Assad, seinen ohnehin schon schlechten Ruf noch mehr zu beschädigen und einen Luftangriff mit minimalen Mengen von Sarin Gas zu anzuordnen? Wieso treten altbekannte islamische Terroristen als Retter auf, in Videos die sehr an ihrer Authentizität zweifeln lassen? Spricht das nicht eher dafür, das ein Lager am Boden getroffen wurde? Werden wir wieder nur Opfer billiger Propaganda für Islamisten? Werden wir und das syrische Volk nur wieder benutzt, um weitere Schläge gegen das Assad Regiem zu legitimieren, die am Ende nur westlicher Expansions- und Profitpolitik zu dienen? US- Raketenattacken auf einen Assad Luftwaffenstützpunkt lassen hier neue Fragen zu. Aber das sollen wir wohl nicht fragen, denn bei toten Kindern fragt man nicht.

Die schwedische Ärztevereinigung SWEDHR analysierte diese vorliegenden Videos, welche Rettungsmaßnahmen nach einem vorgeblichen Giftgasangriff durch Assads Regierungstruppen zeigen sollen. Die Feststellung, diese Videos sind Fälschungen. Es waren sogar noch arabischsprachige Regieanweisungen zu hören und die vorgeblichen “Rettungsmaßnahmen” endeten für mindestens ein Kind tödlich. Bei ersten Sichtungen des Filmmaterials gingen die Ärzte noch davon aus, dass die gezeigten Kinder bei dem Filmaufnahmen schon tot waren. Nun stellte sich bei einer umfassender Analyse, unter Beteiligung weiterer Mediziner heraus, dass ein kleiner Junge vermutlich durch eine Überdosis Opiate bewusstlos gemacht wurde und endgültig durch Injektionen in das Herz, im Rahmen einer nachweisbar vorgetäuschten Adrenalin-Injektion getötet wurde.

Die Frage ist nun wohl, lassen sich unsere Medien unbeabsichtigt vor den Propagandakarren von religiösen Fanatikern spannen (So viel gut-menschliche Verblödung traue ich deutschen Medien heute zu, die nur sehen, was sie sehen wollen.), oder werden wir ganz bewusst manipuliert?

George W. Lästerbacke

Montag, 7. März 2016

Putin im Interview mit BBC Journalisten


Warum Putin der große Satan sein muss

Ich möchte das Interview an dieser Stelle einfach mal kommentieren,
denn ich denke, wir alle sollten genauer zuhören, besonders in Zeiten, in denen wir den Mainstream Medien keinen Glauben mehr schenken können. Das Interview im Anschluss.

Der Fakt ist einfach, Putin stört US-Interessen und nichts, was er im Interview sagt ist falsch. Putin hat recht, wer er hält sich an sein Landespolitik, an die Interessen seines Volkes und an ein paar Staaten mit ähnlichen Interessen hält und verbündete. Denn Russland ist geopolitisch und real ein sehr autonomes Land. Alles was Russland benötigt, ist auf eigenen Territorien zu Haufe vorhanden, vom Gold, über Erze aller Art, seltenen Erden, bis zu noch reichhaltigen Öl- und Gasreserven. Technologisch hat Russland längst aufgeholt, was in der UDSSR vernachlässigt wurde. In Sachen Technologie und Wissenschaft könnte man das Land als Supermacht bezeichnen. Nicht ohne Grund exportiert sich Moderne Waffentechnologie hervorragend in alle Welt. Selbst wenn die ganze Welt Russland boykottieren würde, es wäre völlig allein im Stande zu existieren. Man darf ruhig sagen, Russland ist eine goldene Gans, die sich nicht schlachten lässt.

Russlands Unabhängigkeit und seine Unantastbarkeit vom Rest der Welt, sind der USA und Somit den wahren Machthabern der USA aus dem militärisch-industriellen Komplex ein Dorn im Auge. Denn Konzerne, welche die US Regierung schmieren, können sich dort nicht ausbreiten, weil Putin zwar Burgerbrater herein lässt, aber strategisch wertvolle Rohstoffe wie Öl- und Gasreserven selbst verwertet.

Ein Problem des Westens ist, man kann keinen heißen Krieg gegen Russland anzetteln, den Militärexperten großer Denkfabriken sagen, die NATO ist nicht in der Lage einen konventionellen Krieg gegen Russland zu gewinnen. Selbst ein atomar geführter Krieg, würde nur die USA in die Knie zwingen. Denn nach einem atomaren Schlagabtausch würde der Krieg wieder konventionell geführt werden. Und hier ist Russland nun mal der stärkere Gegner.

Versuche doch jemand mal Russen im einfachen Volk zu finden, die Putin abwählen möchten. Ihr würdet überrascht sein, wie wenige Menschen im Volk das möchten.

Die sogenannte russische Opposition besteht nur aus reichen Oligarchen und Laufburschen dieser Oligarchen, die Putin weg haben möchten, um ungestört eigene Geschäfte machen zu können und Russland dann Scheibchenweise zu verscherbeln. Viele der Vorzeige- Oppositionellen können nur überleben, weil Superreiche Oligarchen sie aushalten. Putins Macht basiert gar nicht auf seiner angeblichen Terrorherrschaft, sondern auf einer sehr stabilen Basis im Volk. Denn dem Volk ging es nach den ersten Wirren der Jahren nach Gorbatschow niemals so gut wie heute. Das Einkommen der Russen hat sich seit Putins Machtantritt fast zwanzigfach gesteigert. Und am Ende zählt, was unterm Strich fürs Volk übrig bleibt. Die Bilder von zehntausende Demonstranten gegen Putin sollen eine Botschaft vermitteln, die nicht zieht. Wenn man erst einmal hinter die Kulissen geschaut hat.

Das arme unterdrückte russische Volk braucht die Unterstützung der westlichen Demokratien. Jedoch sind es grade diese sogenannten Demokratien, die medial gegen Putin hetzen. Oft mit getürkten Anschuldigungen und falschen Augenzeugenberichten. Denn grade dem US-amerikanischen Konzernen fehlen die fetten Gewinne aus dem Jahrzehnte andauernden kalten Krieg gegen den Ostblock und die UDSSR. Doch nun ändert sich dieser Umstand wieder, weil Putin ein ganz böser Antidemokrat ist, sagen jedenfalls die westlichen Medien. Sein Feldzug gegen den Islamischen Staat oder auch der der MH17 Abschuss sind willkommener Grund Fakten zu manipulieren ein Reizklima gegen Putin zu erzeugen und übelste Hetze zu treiben. Doch nun ändert sich die Lage wieder, der kalte Krieg ist im vollen Gange. Im Schatten der künstlich befeuerten Flüchtlingskrise in Europa wird munter wieder aufgerüstet. Und wenig überraschend ist, die Flüchtlingskrise entfaltet ihre größte Blüte in Deutschland.

An dieser Stelle gestatte ich mir zu spekulieren. Bei dem Versuch den neuen kalten Krieg anzuheizen zeigte sich nämlich folgendes Problem. Ausgerechnet in Deutschland drohte die Basis, also das Volk abtrünnig zu werden. Es wollte den neuen kalten Krieg gegen Russland nicht mittragen. Der Kanzlerin Angela Merkel, die bekanntlich der treueste Vasall der US- Administration in Europa ist, stand plötzlich allein mit ihrer Freundschaft zur USA da. Das Volk drohte auszuscheren und Partei für Russland zu ergreifen. Die Flüchtlingskrise war hier die gute Gelegenheit von Russland abzulenken, aber trotzdem den kalten Krieg anzuheizen. Die Welt der USA ist somit wieder in Ordnung. Der Bedarf an eigentlich nicht benötigten Waffen wird künstlich geschaffen. Unzählige Raketensysteme werden entlang der russischer Grenzstaaten stationiert und viele andere Aktivitäten in diesem Bereich ergriffen. Der Dollar rollt wieder neue Waffensystem werden entwickelt und zu absurd hohen Preisen bestellt. Alles ist wieder gut für dem militärisch-industriellen Komplex in der USA.

Hier nun mal ein Vergleich der Militärausgabe des Jahr 2014 für die Kontrahenten USA und Russland. Die USA gaben in diesem Jahr 610 Milliarden Dollar für ihren Rüstungsetat aus. Russland wendete 2014 dagegen 84,5 Milliarden US- Dollar auf. Damit wäre wohl die Frage beantwortet, wer den kalten Krieg nötiger braucht. Die USA oder Russland. In den USA ist der militärisch-industrielle Komplex der Nutznießer hoher Rüstungsetats. Wer lenkt die US- Administration, wie ein Puppenspieler? Richtig, die Schattenmänner des militärisch-industriellen Komplexes.

Ihr meint meine Behauptung, dass die Flüchtlingskrise künstlich angefeuert wird ist Quatsch. Nun ich habe ein paar Indizien gefunden. Nach Aussagen mehrere europäischer Geheimdienstquellen wurden in 2015 oft Flüchtlingspassagen nach Deutschland von US-NGO Hilfsorganisationen finanziert. Auch Schlepperbanden sollen direkt oder indirekt Geld erhalten haben. Überall in Krisengebieten, besonders in Nordafrika sollen hunderttausende gefälschte Syrische Pässe aufgetaucht sein, angebliche Herkunft Syrien. Sozusagen Asylberatungen in Broschüren Form wurden massenhaft verteilt, diese sind tief in Afrika auch gesichtet worden. Das hochgelobte Land war natürlich Deutschland. Nun mal zwei einfache Fragen. Glaubt ihr, die Assad Regierung hortete hunderttausende blanko Pässe im Land, die dann geklaut werden? Obwohl kaum ein Syrer jemals einen Reisepass brauchte? Die Masse der Syrer sind viel zu arm gewesen, um ins Ausland zu reisen. Oder Glaubt ihr, die Nordafrikanischen Schlepperbanden investieren in Reisewerbung, nach dem Motto “Für ein paar tausend Euro, ab in das Land wo Milch und Honig fließen.“ und überschwemmt damit Afrika? Oder glaubt ihr tatsächlich, das Angela Merkel nicht wusste, wie ihre Einladung nach Deutschland in den Arabischen Ländern ankommt?
Natürlich sind das nur Indizienbeweise, doch sie regen die Phantasie an.

Das ganze große Spiel ist so einfach zu durchschauen, man müsste blind, taub oder so dumm sein, dass es polizeilich verboten werden sollte, um nicht zu kapieren was hier für ein mieses Spiel läuft.

Wäre ich ein gläubiger Mensch, so würde ich sagen “Gott sei Dank, sind die Bürger in Deutschland schon soweit informiert, dass sie vielen Enten der Lügenpresse, den TV- und digitalen Medien, die mittlerweile staatlich kontrolliert sind und der verlogenen Politiker Kaste nicht mehr auf den Leim gehen.“

Ich möchte Putin hier eben sowenig als Schäfchen hinstellen oder auch als Teufel. Er ist ein Ex- Geheimdienstler und hat sicher noch ein paar unerfreuliche Überraschungen für Feinde in der Hinterhand. Doch wie jeder gute Geheimdienstler, ist er auch bestens mit Diplomatie und politischem Poker vertraut. Dass ist der Grund, weshalb er ein so guter Politiker ist. Es würde nicht mal eine Rolle spielen, ob er sein Land und das Volk liebt, wichtig ist, er vergisst nicht, wer am Ende seine Rechnungen bezahlt, nämlich das russische Volk. Nennt mir einen Politiker in Deutschland, von dem man das heute ruhigen Gewissens behaupten könnte?

George W. Lästerbacke

Hier nun das Interview:


Übersetzung:
Bertrand Cézoé, Facebook

Die ausführliche Antwort von Putin auf die Frage eines BBC-Journalisten, warum Russland sich so aggressiv verhält.

Putin: Ich danke ihnen vielmals für diese Frage. Zuerst bezüglich unserer Militärübungen, Flugmanöver und Aufbau von unseren Streitkräften. Sie haben vorhin gesagt, Russland habe erheblich zu der Anspannung beigetragen, die wir jetzt in der Welt beobachten. Russland hat tatsächlich seinen Beitrag dazu geleistet, aber nur in dem Sinne, dass Russland immer härter und härter seine nationalen Interessen verteidigt. Wir attackieren den Westen nicht, ich meine „attackieren“ im politischen Sinne des Wortes, wir greifen niemanden an, wir verteidigen ausschließlich unsere Interessen. Und die Unzufriedenheit unserer westlichen Partner, vor allem der US-Amerikaner, ist damit verbunden, dass wir genau das tun. Und es ist nicht damit verbunden, das wir im Sicherheitsbereich angeblich irgendwelche Handlungen vornehmen, die die Anspannung provozieren.

Ich werde das erläutern: Sie sprachen über Flüge unserer Kampfjets, einschließlich Flüge unserer strategischen Flugzeuge. Wissen sie überhaupt, dass Russland Anfang der 1990-er Jahre die Flüge der strategischen Flugzeuge in weit entlegenen Patrouillengebieten, wie es die UdSSR tat, vollständig eingestellt hat? Das haben wir vollständig eingestellt. Währenddessen die US-amerikanischen strategischen Flugzeuge mit nuklearen Waffen an Bord ihre Flüge fortsetzten. Wozu? Gegen wen? Wer hat sie bedroht? Wir aber flogen nicht, von Jahr zu Jahr flogen unsere Flugzeuge nicht. Nur vor 2-3 Jahren haben wir diese Flüge wieder aufgenommen. Also wer provoziert hier wen, etwa wir?

Also wir haben nur 2 Militärbasen im Ausland, und das nur in den von Terror gefährdeten Gegenden, eine in Kirgisien, als dort die Terroristen aus Afghanistan einmarschierten, haben wir dort eine Militärbasis auf bitte des damaligen kirgisischen Präsidenten Akaev eingerichtet. Und eine Basis in Tadschikistan, auch an der Grenze zu Afghanistan. Ich glaube auch sie sind daran interessiert, dass dort alles ruhig bleibt. Die Stationierung von Basen dort ist begründet, nachvollziehbar und zweckmäßig. Die US-amerikanischen Militärbasen sind dagegen um den ganzen Erdball verteilt, und sie unterstellen uns, wir würden uns aggressiv verhalten? Wo ist hier gesunder Menschenverstand? Was machen die US-Streitkräfte in Europa, einschließlich taktische US-Nuklearwaffen? Was machen sie dort?

Hören Sie, unser Militärbudget für das nächste Jahr ist gewachsen. In Dollar umgerechnet sind es in etwa 84,5 Milliarden Dollar, wenn ich mich nicht irre. Und das Militärbudget vom Pentagon ist 10 mal größer, es beträgt in etwa 610 Milliarden Dollar, der US-Kongress hat es vor kurzem bewilligt. Und sie wollen uns sagen, dass wir eine aggressive Politik betreiben? Hat man überhaupt den gesunden Menschen-Verstand oder nicht? Sind es etwa wir, die ihre Streitkräfte an die Grenzen der USA oder der anderen Staaten vorrücken? Wer ist es, der die NATO-Basen zu uns vorschiebt? Wer schiebt die NATO und die militärische Infrastruktur zu uns vor? Das sind nicht wir!

Hört auf uns überhaupt jemand diesbezüglich? Führt man mit uns irgendeinen Dialog darüber? Nein, überhaupt nicht. Uns sagt man immer nur eins: „Es geht sie nichts an. Ein jedes Land hat das Recht, seine Methode zur Gewährleistung seiner Sicherheit zu wählen.“ Na gut, dann werden auch wir dasselbe tun. Warum ist es uns verboten, dies zu tun?

Und zum Schluss... Ich habe schon über das Raketenabwehrsystem gesprochen. Wer hat das Raketenabwehrsystem-Abkommen (ABM-Vertrag) einseitig gekündigt, das zweifellos eines der wichtigsten Bausteine des ganzen internationalen Sicherheitssystem war? Waren das etwa wir? Nein, das waren die Vereinigten Staaten. Sie haben einseitig gekündigt. Die USA schaffen uns Bedrohungen, sie bauen die Elemente des strategischen Raketenabwehrsystems nicht nur in Alaska auf. Das tun sie auch in Europa, in Rumänien und Polen, direkt vor unserer Grenze. Und sie wollen uns sagen, dass wir eine aggressive Politik betreiben. Die Frage, ob wir gleichberechtigte Beziehungen mit dem Westen wollen? Ja, das wollen wir. Aber das nur vorausgesetzt, dass unsere nationalen Interessen respektiert werden, sowohl im Sicherheitsbereich als auch im Bereich der Wirtschaft. Wir haben etwa 19 Jahre lang die Verhandlungen über Russlands Beitritt zu WTO geführt. Dabei sind wir auf zahlreiche Kompromisse eingegangen. Und wir sind immer davon ausgegangen, dass diese WTO- Vereinbarungen Vertragsfest und unerschütterlich sind.

Wer in dem Ukraine Konflikt Recht hat und wer nicht, davon will ich jetzt nicht sprechen, nach meinem Verständnis ist unsere Position die Richtige. Aber jetzt lassen wir das beiseite. Ich habe darüber schon mehrmals gesprochen und ich finde, dass unsere westlichen Partner in Bezug auf die Ukraine-Krise falsch liegen. Wir sind also der WTO beigetreten, da gibt es handfeste Handelsregeln. Diese Regeln wurden gebrochen, die Regeln des internationalen Völkerrechts wurden gebrochen und die grundlegende UN-Charta wurde gebrochen als gegen Russland nicht legitime ein einseitige Wirtschaftssanktionen verhängt wurden. Liegen wir hier wieder im Unrecht? Wir wollen mit dem Westen ganz normale Beziehungen pflegen, im Sicherheitsbereich, im Kampf gegen den Terrorismus, im Bereich der Nicht-Verbreitung der Kernwaffen. Wir wollen die Zusammenarbeit im Bereich der Drogenbekämpfung, organisierte Kriminalität. Vorbeugung der Infektionskrankheiten einschließlich des Ebola-Virus. All das werden wir gemeinsam machen, einschließlich im Bereich der Wirtschaft. Wenn das unsere westlichen Partner wollen.

Sie haben gesagt, dass die Berliner Mauer gefallen ist und jetzt beobachten wir die Errichtung von neuen Mauern. Ich werde diese Frage beantworten und hoffe, dass sie mit mir diesbezüglich einverstanden sein werden, wir sehen die Errichtung von Mauern nicht erst seit heute. Sie sind doch ein Spezialist für Deutschland und Europa. Hat man uns nach dem Fall der Berliner Mauer nicht etwa gesagt, es werde keine NATO-Osterweiterung geben? Diese ist jedoch sofort losgegangen! Es gab zwei Wellen der NATO-Osterweiterung, ist das etwa keine Mauer? Ja, es ist keine materielle , echte Mauer, es ist eher eine virtuelle, unsichtbare Mauer, aber man begann mit der Errichtung dieser Mauer. Und das US-Raketenabwehrsystem in Europa entlang unserer Grenze, ist das etwa keine Mauer? Verstehen sie doch, niemand hat das gestoppt, darin liegt doch das Hauptproblem der heutigen internationalen Beziehungen. Unsere Partner haben nicht gebremst, sie sind zum Schluss gekommen, sie seien die Sieger, sie seien jetzt ein Imperium und andere seien Vasallen, die es unterzukriegen gilt. Darin liegt das Problem. Sie haben nicht aufgehört, die Mauer überall weiter zu bauen, ungeachtet unserer Versuche und Gesten gemeinsam ohne Trennlinien zu arbeiten, in Europa und insgesamt in der ganzen Welt. Ich denke, unsere unbeugsame Position zu verschiedenen Situationen in der Welt auch zu der Ukraine, muss unseren westlichen Partnern zu verstehen gegeben werden. Der beste richtige Weg ist es, damit aufzuhören, immer neue Mauern zu bauen. Und damit anzufangen, einen gemeinsamen humanitären Raum, einen gemeinsamen Sicherheits- und Wirtschaftsraum aufzubauen.

-Ende-

Freitag, 22. Januar 2016

Die Syrer sind keine Fahnen- Flüchtlingen.

Es ist mal wieder Zeit, sich ein wenig in die öffentliche Diskussion einzumischen. Ich lese so oft, dass die jungen syrischen Männer doch nach Hause gehen sollen und für ihre Heimat kämpfen. Anstatt in Deutschland Asyl zu beantragen.

Im Grundsatz ist die Forderung nicht mal falsch. Geht aber in der Realität, völlig an den Fakten vorbei. Wenn wir in Syrien über einen Krieg mit deutlich erkennbaren Fronten reden könnten, hier die Guten, da die Bösen, so könnte man auf diese Art argumentieren. Es ist leider anders, in Syrien gibt keine klaren Fronten, an denen man kämpfen könnte.

Das letzte Treffen der syrischen Oppositionsgruppen hat eins gezeigt. Sie sind uneins und zerstritten. Wenn Syrer nicht auf die Assad Armee setzen wollen, was absolut verständlich ist. So gibt es in Syrien selbst keine oppositionellen Vertreter, die man eine ernstzunehmende politische oder militärische Kraft nennen könnte. Außer den IS und die Assad-Armee. Denen will sich jedoch niemand anschließen. Es gibt etwa 40 bewaffnete Gruppen, die nochmal soviel oppositionelle Gruppierungen vertreten. Deshalb kann man auch nicht von jungen Fahnenflüchtigen sprechen.

Man könnte natürlich versuchen, vorausgesetzt die Opposition lässt sich vereinen, eine Exil-Regierung zu gründen. Welche dann auch eine von dieser Exil-Regierung geführte Exil-Armee gründet. Ähnlich wie Polen im zweiten Weltkrieg. Die Polen haben es so geschafft, gemeinsam mit den Alliierten viele erfolgreiche Schläge zu Schwächung der Hitler-Truppen in Polen zu führen. Natürlich war diese Exil-Armee nicht mit regulären Truppen zu vergleichen. Hier handelte sich um eine Untergrund Armee, ähnlich der französischen Résistance, die Taktiken eines Partisanenkrieges nutzte. Eine Lösung, die in Syrien nur bedingt tauglich ist. Wenn das Wunder gelingen würde, dann durfte man sogar fragen, warum kämpfst du nicht für dein Land, in deiner Armee?

Ich persönlich würde behaupten, dass sich in diesem Fall mehr Freiwillige melden würden, als man benötigt. Aber dass ist meine eigene Sicht, da ich Syrien aus persönlicher Sicht kenne. Die Syrer sind keine Feiglinge. Deshalb gehe ich einfach mal Vorurteilsfrei und mit Optimismus daran, wenn ich das sage.

Allerdings denke ich, dass dieses politisch weder von der NATO, noch von der USA gewollt ist. Oder auch von der Türkei, die als unmittelbare Basis einer Exil-Armee dienen könnte. Denn wäre es politisch gewollt, meine ich, hätte wohl EU, NATO, UN und wer weiß noch, schon viel mehr Druck auf die zerstrittene Opposition ausgeübt. Was hier passiert, ist auch einfach formuliert: Syrien wird verheizt. Von und für die Interessen der Großmächte.

Assad will der Westen nicht halten, weil er Moskau freundlich ist. Die Russen wollen ihn halten, eben weil er Pro-russisch ist. Dieser Bürgerkrieg findet erst ein Ende, wenn Assad gestürzt wird oder er mit Hilfe der Russen das Land wieder unter Kontrolle bringt.

Dass wiederum ist nicht Ziel der NATO. Der Abschuss eines russischen Kampfjets, das knappe 17 Sekunden türkischen Luftraum verletzte, spricht in diesem Zusammenhang für sich allein. Ein Versuch, die Russen zu provozieren.
Warum?
Auch dass ist einfach erklärt. Es ist ein Wink mit dem Zaunpfahl, um die Russen zu animieren, sich aus diesem Konflikt zurückzuziehen. Oder aber bei einer militärischen Gegenmaßnahme in Richtung Türkei durch Russland, noch mehr ungerechtfertigte Sanktionen gegen Russland durchzusetzen und Putin weiter zu isolieren.

Doch letztlich dreht es sich in diesem Krieg, wieder nur um Bodenschätze und geopolitischen Einfluss. Wie immer, wenn der US-Gehilfe, die NATO, es krachen lässt. Nur dass Russland nun auch in diesem perfiden, völkerrechtswidrigen Großmachtspiel mitmischt. Um die Terroristen des “Islamischen Staates“ ging es nie, diese durchgeknallten Fanatiker sind nur Mittel zum Zweck. Es sind die Bösen Nr.2, die nützliche Idioten eben. Der Böse Nr.1 muss natürlich Assad bleiben, ist er aber auch.

Der Konflikt erscheint nun, auf den zweiten Blick fasst bizarr. Denn der Bürgerkrieg wirkt jetzt, wie ein fast klassischer Stellvertreter Krieg.

PS. Ich sehe das hier nur mal als Richtigstellung. Weil viele einfach nicht richtig nachdenken, bevor sie Blödsinn von sich geben. Ich will hier auch keine Alibis für Merkels falsche Flüchtlingspolitik geben. Diese missbillige ich so, wie große Teile der Bevölkerung. Da die katastrophale Asylpolitik der Bundeskanzlerin, es den echten Kriegsflüchtlingen viel schwerer macht, ein berechtigtes Ansinnen auf Asyl vorzutragen.

George W. Lästerbacke

Montag, 30. November 2015

Die Bürgerkrieg in Syrien und der Kapitalismus


Natürlich ist Assad ein Diktator. Leider auch noch einer von der üblen Sorte. Er geht tatsächlich über Leichen für seinen Machterhalt. Vermutlich hat er zehntausende seiner Gegner getötet und auch dem ihm unterstellte Giftgas Einsatz bei Beginn des Bürgerkrieges in Syrien, könnte man ihm zutrauen.

Sicher gab es für viele Menschen Gründe, das Land zu verlassen und dass war auch möglich. Da die Grenzen nicht sehr stark gesichert waren. Doch wie vielen Syrier haben vor dem arabischen Frühling, Asyl in Deutschland oder anderswo beantragt? Es waren nur wenige. Die Syrer sind Heimatverbundene Menschen, das Land zu verlassen fällt schwer, solange man noch eine Existenzgrundlage, Haus und Hof hat, da geht man nicht weg. Es sei den man ist unmittelbar an Leib und Leben bedroht oder aber man ist jung und scheut die Veränderung nicht. Assad war das kleinere Übel, im Gegensatz zum Auswandern. Und auch die Religionen lebten friedlich Haus an Haus. Doch nun da aus dem Aufstand, der eher intellektuellen pro-westlichen Rebellengruppen, ein Bürgerkrieg mit religiösen Hintergrund geworden ist liegen große Teile des Landes in Schutz und Asche. Dass nun viele Menschen vor dem IS flüchten, ist nur zu verständlich. Den Assad ist zwar ein Diktator, aber er forderte nie, dass sich seine Untertanen in dass Mittelalter zurück begeben müssen. Hier sollte also jedem etwas auffallen.

Der Arabische Frühling, vor dessen negativen Folgen für Europa ich, als eine der wenigen Personen gewarnt habe, ist auch der Hauptgrund, warum nun so viele Menschen auf der Flucht vor Not, Elend und Verfolgung nach Europa sind. Denn alle diese kleinen Diktatoren, haben wissentlich und von der westlichen Politik gefördert, einen Schutzwall gegen die Fluchtwelle aus Afrika gebildet.

Es konnte nur schiefgehen und es ging schief. In den Ländern, in denen der arabische Frühling zu erblühen schien, wurde er zum Alptraum. Weil niemand daran dachte, dass ein pro westlicher Diktator immer noch besser ist, als eine Islamische Diktatur. Die Islamisten haben so lange versuchte sich auszubreiten und wurden nur durch Diktatoren gezügelt. Der von den Medien Westeuropas bejubelt arabische Frühling wurde zum Alptraum für die Völker dieser Länder und nun auch für Europa. Und noch etwas sollte jetzt jedem auffallen.

Nicht ein Diktator hat uns die heutige Situation zu verantworten. Mit Assad hatten sich viele Einwohner arrangiert. Was allzu menschlich ist, wenn man sieht, was sich die Deutschen von ihrer angeblich demokratischen Regierung bieten lassen. Man kann auch mit einem Arschloch von Diktator leben und hoffen, dass es einmal besser wird.

Verursacht hat unsere heikle Lage, dessen Hauptopfer das syrischen Volk ist, die Politik. Dieser immer mehr eskalierenden und in der Hauptsache religiös motivierten Bürgerkrieg, ist direkte Folge der US- und EU-Politik. Die USA und die üblichen anderen Verdächtigen sind schuldig, an Hunger, Elend, Verfolgung und Krieg. Letztlich auch an der Flüchtlingskrise in Europa. Das klingt irgendwie nicht überraschend behaupte ich. Da die USA reflexartig, jede Rebellengruppe förderte, die eine Chance bietet, dass Assad oder auch andere ihnen unliebsame Politiker gestürzt werden. Ob in Syrien oder dem Rest der Welt. In Europa haben wir als Beispiel die Ukraine, in Afrika unzählige Regionen und im Orient den Irak und Syrien.

Assad wollte einfach nicht mit der US-Administration kooperieren. Assad hat eine vom Vater geerbte Russland Affinität und hält auch nicht viel von Demokratie spielen. Die Folge, erst Sanktionen, die natürlich hauptsächlich das Volk treffen. Ein Versuch den Umsturz zu fördern, in der Hoffnung, dass sich ein paar hoffnungslos blauäugige, später leicht zu korrumpierende, von Demokratie träumende Rebellen finden.

Die Rebellen, die der US-Wirtschaft den Weg zu den reichen Erdöl und Erdgasreserven Syriens frei schießen sollten haben versagt. Trotzdem liefern die USA munter Waffen und auch “Berater“. Weil diese vertrottelten politischen Repräsentanten des Kapitals einfach nichts dazu lernen.
Erst vor kurzen warfen die USA wieder neun Tonnen Waffen über Syrien ab. Diese Abwürfe sind schwer kalkulierbar, weil niemand weiß, welche der verfeindeten Rebellentruppen sich die Waffen zuerst greift. Letztlich ist ein ewiger Bürgerkrieg im Gange. In dem man natürlich aus rein humanitären Gründen eingreift.

Es ist gut möglich, dass die Waffen dem IS in die Hände fallen, was nur bedeuten würde, dass der IS hat mehr Waffen hat, um länger zu kämpfen. Denn die vielen Toyota Wagen, die einst für die pro westlichen Rebellen gedacht waren und von der USA finanziert wurden, sind letzten Endes auch in die Hände des IS gefallen. Fahrzeuge die heute das Markenzeichen des Islamic State sind. Wie viele pro- westlich orientierte Rebellenverbände überhaupt noch kampffähig sind, das wissen vermutlich nur die Geheimdienste. Den ein Mediales Echo existiert praktisch kaum.

Es stellt sich auch eine ganz andere Frage. Warum eine Truppe von bis an die Zähne bewaffneter, menschenverachtender Wichser, wie der IS, die am Ende trotzdem nur Amateurkrieger sind noch nicht weg gepustet ist?

Die USA-Allianz im Irak wurde nach nur einigen Wochen mit Luftschläge und grade mal fünf Tage Bodenkrieg weggefegt. Saddam Husseins Armee kapitulierte. Man erinnere sich, zu Beginn des zweiten Golfkrieges, als die USA & Co den Irak völkerrechtswidrig angriffen, hatte die irakische Armee 120 Divisionen (Eine Division ist eine militärische Einheit von 10.000-30.000 Soldaten) und etwa 1500 Kampfflieger. Wenn man nur im Kopf nachrechnet und auch nur von der kleinsten Divisionsstärke ausgeht, waren das 1,2 Millionen gut ausgebildeter Soldaten. Dazu kamen noch einige Hunderttausend paramilitärische Polizeikräfte. Diese irakische Großmacht wurde in wenigen Wochen weg gebombt, Hunderttausende Zivilisten und Soldaten wurden dabei getötet.

Doch eine zu einhundert Prozent aus Amateurkämpfer bestehende Armee von nicht mal Einhunderttausend Kriegern, die einen geistesgestörtem Religionshintergrund haben, ist nicht zu schlagen? Das hört sich für mich, wenig überzeugend an. Viel überzeugender klingt es dann schon, wenn man vermutet, dass der IS noch existiert, weil Assad noch immer an der Macht ist. Solange Assad da ist, wird auch der IS nicht zu schlagen sein befürchte ich. Denn dass ist die Logik des militärisch-industriellen Komplexes in der USA.

Dafür drangsaliert der IS Hundetausende Zivilisten und tötet unzählige Menschen, kommt nach Europa und verbreitet Terror unter Unschuldigen, die mit der Politik ihrer korrupten Regierungen nichts zu tun haben. Ich sage euch, der IS wird künstlich am Leben erhalten, auch mit spontanen, nicht für ihn bestimmte Waffenlieferungen. Welche dem IS dann unglücklicher Weise in die Hände fallen. Denn der Bürgerkrieg darf nur enden, bis Assad gefallen ist. Dass nenne ich kaltschnäuzig, skrupellos und menschenverachtend.

Dass Russland nun in den Bürgerkrieg eingreift, passt nun schon gar nicht in das Konzept der US-Administration. Denn Russland ist erstens, der erklärte neue Lieblingsfeind der USA und zweitens, ein Unterstützer Assads. Syrien ist ein Markt für Russland, ein politischer Puffer zwischen Russland, der NATO-Türkei und dem nun von der USA mehr schlecht als recht gesteuerten Irak. Russland muss nicht nach den Öl und Gasvorkommen schielen, es hat selbst genug dieser Reichtümer. Für Putin ist das Land eher von geopolitischem Interesse. Assad im Amt zu halten und den IS auszulöschen nützt Putin. Russland hat dem IS in wenigen Wochen mehr zugesetzt, wie die US Militärmaschinerie. Würde man gemeinsam mit Bodentruppen in Syrien einmarschieren, wäre der IS in wenigen Tagen oder Wochen restlos aufgerieben. Aber nun führt man hier von beiden Seiten einen heuchlerischen Stellvertreterkrieg und die Opfer sind, wie immer das Volk.

Nun demonstrieren auch noch in Spanien und England angeblich zehntausende Menschenfreunde dafür, dass man den Krieg gegen den IS abblasen soll. Diese Demonstranten blicken offensichtlich überhaupt nicht mehr durch, was in Syrien abläuft. Denn wie dumm ist diese Forderung? Eine US-Administration wird niemals, so eine Situation, die sie selbst provoziert hat beenden. Solange es in der Politik Hoffnung gibt, Staatschef Assad loszuwerden. Eine gewisse wirre Logik, will ich den Pazifisten nicht absprechen. Aber nur, wenn ich möchte, dass der IS so erstarkt, dass er zu einer noch größeren Terrorgefahr wird, wie er ohnehin ist. Der Tag an dem der IS es schafft Assad zu stürzen, würde der Tag sein an dem alle am Krieg Beteiligten verloren hätten. Außer dem IS natürlich. Selbst der Bestand der Tyrannei des Herrn Assad, wäre nichts gegen dass, was dem syrischen Volk blüht, würde der IS sein Schreckensherrschaft errichten.

Wenn das Sterben beendet werden soll, muss der Bürgerkrieg beendet werden, mit oder ohne Assad. Besser ein Ende mit Schrecken, als. Schrecken ohne Ende. Doch jetzt mal ganz ehrlich, wollen diese Antikriegsgegner mit Blümchen und Om singend den IS bekehren?
Dann sollten sie umgehend nach Syrien ziehen und den IS zu Tode lieben. Vielleicht klappt es ja wider erwarten. Wenn sie nett fragen, bekommen sie vielleicht von unserer Kanzlerin ein paar Sonderzüge spendiert, darin ist Frau Merkel richtig gut. Ihr Reisebüro in Österreich läuft.

Genug gelästert. Die Situation ist, wie ich es oben bereits beschrieben habe. Offensichtlich haben wir Politiker die nur Menschen und Material verschwenden, um einen asymmetrischen Krieg zu führen, der im Augenblick nicht gewonnen werden soll. Auf der anderen Seite ein paar pazifistische Spinner, die den IS in Ruhe lassen möchten, weil dann vielleicht ein paar Menschen weniger von Bürgerkriegsgefechten getötet werden. Da freut sich der IS bestimmt, es bleiben nämlich mehr Zivilisten zum köpfen und steinigen übrig. Insofern eben stimmt die wirre Pazifisten Logik. Die US-Allianz sollte sich heraus halten. Denn dem Frieden tut sie sowieso nicht gut.

Die einzige reale Chance den Krieg und das Sterben zu beenden ist Russland. Man mag von dem“lupenreinen“ Demokraten Putin halten was man will, doch den IS zum Teufel jagen und Frieden zu schaffen, dass kann und will er. Für ihn ist nur ein friedliches Syrien mit einem Herrn Assad an der Spitze sinnvoll. Er hat keinen Grund, den Konflikt eskalieren zu lassen. Auch wenn man ihn nach Kräften daran hindert. Indem man Kampfbomber wegen einer 17 Sekunden dauernden Luftraumverletzung abschießt und anderer perfider Tricks anwendet.

Ich glaube jedoch, auch wenn es etwas pauschal klingt, die Welt ist reif für eine Menge Revolution. So von der guten alten Art, als Politiker Köpfe noch in Körbe rollten oder selbige an Bäumen und Straßenlaternen aufgeknüpft wurden. Vielleicht hört dann das Morden für Öl, Gas und die Interessen der Politik endlich auf. Vielleicht kommen dann Zeiten, in denen Menschenrechte und Frieden nicht nur Argumente für den nächsten Krieg sind. Zeiten in denen Völker wirklich bestimmen, wer für sie redet oder schießt. Denn machen wir uns nichts vor, die real existierenden Demokratien dieser Welt, sind auch nur das Kasperle-Theater fürs Volk, damit es bei der Stange bleibt. Manipulierte Politik und manipulierte Medien als dienstbare Geister für den Raubtierkapitalismus.

George W. Lästerbacke