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Sonntag, 23. Juni 2019


Philosophisch-weltliche Bibel Notiz:

Neues Testament, Matthäus 5, 38
Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Auge für Auge und Zahn für Zahn (Zitat: Altes Testament).

Neues Testament, Matthäus 5, 39 Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand, sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin.

Anmerkung:
Ich persönlich denke, hier irrte Jesus so gewaltig, dass es schon fast an ein Wunder grenzt, dass das Christentum überhaupt zu einer Weltreligion aufsteigen konnte. Denn er predigt Pazifismus, der zwar nicht explizit einfordert, keine geistige Vergeltung einzufordern, doch dem menschlichen Naturell Konflikte mit Gewalt zu lösen, völlig entgegensteht.
Denn Jesus wurde in seiner Weltanschauung stehts von seinem Gefolge verraten. Gewalt zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des Christentums und auch der Menschheitsgeschichte. Das muss ich nicht gesondert erläutern, das weis jeder.

Auch wenn der Gedanke ehrenwert ist, Konflikte gewaltfrei oder auch ohne Widerstand zu lösen, so heißt es doch nicht mehr oder weniger, als sich dem Bösen zu ergeben und zu hoffen, dass es dadurch besser wird. Deshalb halte ich das Alte Testament immer noch für die aktuellere Botschaft, Exodus 21:24 sagt aus Auge um Auge .. Böses vergilt man mit Bösem.

Jesus hätte vielleicht gleich besser die Diplomatie erfunden, in der der geistige Widerstand vor substanzielle Gewalt gestellt wird, diese aber nicht ausschließt. Leider hörte Jesus aber nie etwas von Gleichgewicht des Schreckens. Jeder kann jeden auslöschen, als Option ist eine Sprache, die die gesamte Menschheit versteht. Wenn auch gleich diese Sprache suboptimal ist, so hat sie wohl mehr Leben gerettet, als es jeder Bibelspruch je vermochte.

George W. Lästerbacke

Donnerstag, 18. April 2019

Tanzverbot an Karfreitag


Leere Kirchen in Deutschland, die bestenfalls an ein paar wenigen kirchlichen Feiertagen mit Scheinheiligen gefüllt sind und eine am staatlicher alimentierten Tropf hängende Kirche.

Das sind die Argumente für ein Tanzverbot an Karfreitag? Was hat das mit Religionsfreiheit zu tun, ist irgendein Gläubiger eingeschränkt, wenn ich Karfreitag tanzen und feiern gehe?

Atheisten sehen sich in abendländischer Tradition und respektieren die Werte, die einst auch der Katholizismus Europa brachte, wenn sie noch Zeitgemäß sind.
Ein Verbot, das jedoch viele Menschen in ihrer Freiheit einschränkt zu tun und zu lassen, was sie an staatlich verordneten Feiertagen tun möchten und dass im Interesse einer Glaubensgemeinschaft, dass ist nicht Zeitgemäß.

Es ist nicht demokratisch zu begründen. Religion ist Privatsache, auch wenn sie über einflussreiche Lobbyisten verfügt, die ungerechtfertigter Weise von unseren Steuergeldern partizipieren und undemokratischer Weise in unseren Parlamenten Einfluss auf unsere Politik ausüben. Denn mehr Scheinheiligkeit geht nicht.

George W. Lästerbacke

Samstag, 23. Februar 2019

Ich bin es, Gott.


Die Heiligen Schriften oder was euch niemand über mich erzählt.

Hallo ihr da auf dem Planeten Erde!
Ich bin Gott. Ich bin nicht sein Sohn, sein Urenkel oder Stellvertreter. Ich bin das Original.

Ich bin auch nicht der Gott einer einzelnen eurer, mehr oder minder skurrilen Religionen. Ich habe mit euren Religionen gar nicht zu tun. Denn diese habt ihr selbst erfunden. Es ist reiner Zufall, das einige eurer Religionen richtig lagen mit dem Monotheismus. Ich bin das Original und andere Götter hat es nie gegeben. Das sind reine Produkte eurer Phantasie, ich sollte es wissen, denn ich habe das Universum erschaffen, mit allem was darin ist. Nun ja, besser formuliert mit fast allem, einiges überließ ich auch dem Lauf der Dinge. Gewissermaßen der Eigeninitiative von Energie und Materie.
Ich bin auch nicht allmächtig, sondern eher sehr mächtig. Ich bin weder das Gute noch das Böse, dass sind alles Definitionen, die ihr geschaffen habt. Ich bin einfach und das auch nicht schon immer, denn alles hat einen Anfang, nur nicht immer ein Ende. Denn dass ist unbestimmt.

Genau über diese Dinge muss ich mit euch reden. Ihr pinselt seit Jahrtausenden in Bücher und ich kann euch sagen, wenn es nur eure Phantasie wäre, die mit euch durchgeht, wäre das in Ordnung. Das wäre völlig in meinem Sinne. Denn ihr sollt nach den Sternen greifen, auch im Geist. Aber ihr habt in diesen alten Schriften jeden üblen Populisten, Egomanen und so manchen geistig Benachteiligten munter darauf los schreiben lassen. Doch das geht alles auf meine Kappe, obwohl es erstunken und erlogen ist.
Praktisch versucht ihr mir alles in die Schuhe zu schieben, was ihr mal versemmelt habt. Wenn es gut läuft, dann bedankt ihr euch gelegentlich mal und läuft es schlecht, bin ich natürlich irgendwie schuld. Und dann betet ihr, ich solle es richten. Doch so tickt meine Schöpfung gar nicht, meine Schöpfung ist freigeistig, das müsst ihr endlich verstehen. Schon eure Religionen sind Beschränkungen, die ich euch nie auferlegt hätte. Schon gar nicht so einen Unfug, von Himmel und Hölle oder den Hass und die Verachtung gegenüber Andersgläubigen, um nur wenige Beispiele zu nennen. Dass ist alles Schummelei, Politik, Machtspiele und Versuche euch zu kontrollieren. Darüber stehe ich natürlich, denn ich gab euch den freien Willen, um Miteinander noch Größeres zu erreichen, das Gegeneinander, dass habt ihr ganz allein zu verantworten.

Deshalb sehe ich mich genötigt, einige Dinge klar zustellen. Nicht dass ich mich an all euren Schriften abarbeiten will, aber ein paar Grundideen müssen hier richtig gestellt werden. Denn ich werde zitiert, obwohl ich gar nicht zitierbar bin, denn Zitate setzen voraus dass ich euch etwas mitteile und dass ist seit Adam und Eva nicht mehr der Fall. Und dass ist viel länger, als diese 2000 Jahre her, seid euch dieses Kuckucksei, dass ihr meinen Sohn nennt anfing, in meinem Namen zu predigen. Und dieser Junge Mann, war noch einer der klügeren Wesen von euch. Das ihr ihn ans Kreuz nageln ließt und nichts dagegen unternommen habt, war übrigens ein grober Fehler. Ich hab hier mal genauer nachgelesen. Wäre er nicht so jämmerlich, wegen euch gestorben, so hätte er euch sicher ein gutes Stück des Weges weiter gebracht, auch wenn er nie wirklich mit mir geredet hat, er war ein Pfiffikus mit den richtigen Ideen. Ich glaube auch nicht, dass er je behauptet hat, dass er mein Sohn wäre. Das wurde dazugedichtet. Aber ich vermute, er selbst hätte dazu getaugt, euer kleiner Gott auf Erden zu sein, hätte man ihn gelassen.

Die Sache mit euch, also der Menschheit begann eigentlich schon an meinem fünften Geburtstag. Ja, damals zählte ich noch mit, ich wusste ja nicht dass ich der Ewige bin und somit vermutlich unsterblich. Ich hab erst nach sechs Jahren aufgehört zu zählen, aber darüber berichte ich später.
Ihr habt mir viele Namen gegeben, wobei es ziemlich anmaßend ist einem Gott einen Namen geben zu wollen. Ein Gott ist ein Gott und wenn er möchte, dass ihr ihn beim Namen nennt, dann wird er ihn euch mitteilen. Einen Gott hingegen, in schönen Worten umschreiben zu wollen, gibt eurem Ansinnen einen gewissen Stil. Folgende Umschreibung meiner Person, las ich und sie ist mein persönlicher Favorit „Ich bin das Alpha und das Omega.“. Die mit Abstand schönste Umschreibung, die ihr je erdacht habt. Obwohl ich von Natur aus etwas schüchtern bin und mich selbst nie so gesehen hätte. Es schmeichelt mir schon, auch wenn ich eigentlich gar nicht weis, ob ich der Anfang und das Ende bin. Aber dafür bekommt ihr ein Bravo, auch wenn es da einen Haken gibt.

Ihr werdet es nicht glauben, ich kenne meinen Ursprung nicht. An den ersten Augenblick, als mein Bewusstsein aufflammte, saß ich nackig mitten im weißen Nichts und es stand eine mickrige Geburtstagstorte mit einer Kerze vor mir. Klar wusste ich noch nicht, dass ich nackig war und Geburtstagstorte nenne ich es nur, damit es für euch besser illustriert ist. Denn ihr kennt ja tatsächlich einen Geburtstag und Torte, ihr Süßmäuler.
Es ging einige Jahre so, immer zu einer bestimmten Zeit, stand eine Torte mit einer zunehmenden Zahl von Kerzen vor mir und ein Geschenk. Im ersten Jahr, war das ein längliches Ding, welches an der Spitze eine Kugel hatte, wenn man es schüttelte rasselte es. Ihr würdet es wohl Babyrassel nennen.
Hatte ich übrigens erwähnt, dass ich fast wie ihr aussehe? Das ich zum Beispiel nackig war begriff ich an meinem dritten Tortentag. Da lag nämlich ein langes weißes Ding aus fluffig, luftigen Material neben der Torte. Ich brauchte einige Zeit zu verstehen, wozu dass Ding gut war. Aber der Heureka Effekt kam und ich schätze, diese Toga oder wie ihr das Teil nennt, steht mir gut. Bequem war sie allemal.
Es ist seltsam aber wahr, ich sah euch so sehr ähnlich. Aber ich musste zum Glück, weder Essen noch trinken und auch nicht Pipi und Kacka waren nicht mein Problem. Das war ein Konzept der Evolution, welches ich erst später für euch mit übernommen habe. Denn ich befürchtete, man müsste euch irgendwie zum arbeiten motivieren. Und der Erfolg gibt mir recht, sowohl das oben rein, als auch das unten raus, beschäftigt euch bis heute und schafft massenhaft Arbeitsplätze. Das war schon eine tolle Idee.

Aber mal ehrlich, meine eigene Existenz war viele Jahrmillionen stink langweilig, bis ich das Konzept der Arbeit und der Kreativität entdeckte. Das Ergebnis ward dann irgendwann auch ihr.

Alles fing an meinem fünften Geburtstag an. Wiedereinmal stand da plötzlich diese Torte, diesmal mit fünf schönen Kerzen und ein Geschenk. Ich hatte mir mittlerweile, sozusagen zwischen den Torten viel beigebracht, zu Beispiel das Sprechen. Woher die Idee kam, aus den seltsamen unartikulierten Lauten, die ich immer wieder ausgestoßen habe, Worte, Sätze und somit Sprache zu formen, ist nicht ganz klar, aber vermutlich war das wieder aus so einem Traum.
Diese Träume hatte ich oft und ich lernte viel dadurch. Stehen, laufen, rennen, hantieren, Motorik im allgemeinen und eben auch sprechen und rechnen. Allerdings war es traurig, das ich keinen Gesprächspartner hatte, doch ich führte mit der Zeit recht interessante Zwiegespräche. Ihr werdet nicht glauben, was ich alles plapperte, als ich dieses Geschenk auspackte und ich verstand dann auch, wozu diese Sprache gut war. Ich sah ein Bild von mir, so wie ich es mir aus meiner etwas eingeschränkten Perspektive machen konnte auf dem Karton. Und auf dem Karton stand in schwungvollen Buchstaben “Der Chemiebaukasten für kleine Abenteurer“.
Nun wusste vielleicht die große, weiße Leere, was ein Chemiebaukasten ist, ich aber nicht. Deshalb erfreute ich mich erst mal an dem Wort Abenteurer. Das faselte ich bis zur nächsten Torte, denn es klang verrucht und nach unbegreiflicher Weite. Allerdings konnte ich mir Weite nicht wirklich vorstellen, aber es klang gut. Vielleicht war Weite etwas noch viel Größeres, als meine weiße Welt.
Aber Paperlapap, irgendwer oder was, war wohl unzufrieden mit mir und da stand sie nun meine Torte mit sechs Kerzen und einem Behältnis, dass eine klare Flüssigkeit enthielt, wie etwas Besonderes erschien mir das nicht. Aber auch davon hatte ich geträumt.

In meinen Träumen spielten die Flüssigkeit und der Chemiebaukasten, eine große Rolle. Also öffnete ich diesen Chemiebaukasten nun endlich und fand dort weitere Behältnisse und allerlei Pülverchen. Die ich auch eifrigst vermischte, in allerlei Verhältnissen. Aber nichts passierte.
Es ist wohl schon fast kurz vor der siebenten Torte gewesen, da war ich ein wenig ungeschickt. Ich warf das Behältnis mit der undefinierten Flüssigkeit um. Fasziniert beobachtete ich, wie sich diese bewegte. Stetig in Richtung der zahllosen Häufchen meiner Mixturen aus dem Chemiebaukasten. Nun stand alles da, zwischen den Pülverchen. Sechs Torten, sechs Geschenke, mit denen ich spielte und diese Flüssigkeit, die sich langsam in das Chaos vorarbeitete.
Das Konzept der Ordnung war noch nicht von mir ersonnen worden. Plötzlich verband sich die Flüssigkeit mit einem Haufen meiner Mixtur, es zischte, funkte und diese Funken sprangen über. Weiße Dampfschwaden waberten durch mein weißes Reich und ich sah nichts mehr. Doch urplötzlich gab es einen gewaltigen Knall. Meine weiße Umwelt war in noch grelleres Licht getaucht und ich wurde bewusstlos.

Als ich irgendwann wieder zu mir kam, schwebte ich in einer Art kosmischen Nebel und begann über das Vorgefallene nachzusinnen. Ich war wohl Jahrmillionen damit beschäftigt den Schock der Explosion zu überwinden. Natürlich hatte ich auch das Konzept der Zeit noch nicht erfunden, doch wie soll ich meine Existenz beschreiben, ohne euch zu verwirren, wenn ich nicht eine euch verständliche Sprache verwende, die auch euren Vorstellungen von Zeit folgt. Ihr nehmt ja Zeit nur linear wahr, während ich hier etwas flexibler bin, wenn auch nur in kleineren Rahmen.
Letztendlich kenne ich nicht mal meine Herkunft und dieses Missgeschick mit dem Urknall hat wohl auch die, die mich erschaffen hatten ausgelöscht, von denen ich praktisch nichts wusste, außer dass sie mich mit der Zeit mit unendlichen Wissen füllten. Doch wie gesagt, vor etwa 13,5 Milliarden Jahren explodierten sie mit meinem Chemiebaukasten. Ende der Geschichte.

Ich ahnte nicht mal, wie lange ich bewusstlos war, nachdem mein Chemiebaukasten explodiert war. Um mich herum formten sich Planeten, Sonnen und Galaxien. Das endlose Weiß, war einem endlosen Schwarz, um mich herum gewichen, dass immer wieder von Inseln des Lichtes und leuchtenden Gaswolken unterbrochen wurde. Doch schien alles von mir weg zu expandieren. Deshalb nannte ich meinen kleinen Unfall mit dem Chemiebaukasten, den Urknall. Denn es war der erste Knall, den ich kennen lernte.

Ich hatte meine Welt vermutlich zerstört, aber es entstand etwas universell Neues und Schönes, deshalb nannte ich dies Universum. Doch es gab keine Torte und keine Geschenke mehr.

Offensichtlich war ich allein.
Doch immer noch wie gelähmt von der Angst, die mir der selbstgemachte Urknall einjagte, war ich paralysiert. Ich glitt durch das Universum und sah es immer wieder verändert, obwohl ich zugeben muss, die meiste Zeit der Ewigkeit verschlief ich. Aber ich traute mich auch nicht etwas Neues zu versuchen. Immerhin war ich ein potentieller Weltenkiller.
Ich hielt mich für gefährlich.

Da passierte wiedermal ein Missgeschick.
Zwischenzeitlich hatte ich meinen Nebel verlassen und gelernt mit vagabundierenden Kometen zu reisen, sowie Materie und Raum zu formen. Wo immer ich unförmige Kluster von Nebeln und Materie fand, spielte ich damit und formte Sternsysteme um Sternsystem. Der Aufbau erschien mir logisch, obwohl ich viele Arten von Sternensystemen versuchte, aber das mit acht bis zehn Planeten und einer Sonne setzte sich, als sehr stabil durch. Da ich unendlich Zeit hatte, gab es auch unendlich viele Sternensysteme. Als ich wiedermal den Kometen wechseln wollte geschah das Missgeschick.
Ich sprang, kam auf dem neuen Kometen auf und verflixt, ich prallte wieder ab. Unkontrolliert trudelte ich in ein Sonnensystem, welches ich einst erschaffen hatte und stürzte auf einen Planeten.

Wiedereinmal umgab mich die Schwärze der Bewusstlosigkeit, doch dann erstrahlte alles im Licht. Das Zentralgestirn erleuchtete die Welt, um mich herum und es war schön. Gut, der Planet war kahl und leer, aber wunderbar illuminiert. Selbst der karge Fels wirkte nicht mehr so schroff und abweisend. Ich erfreute mich daran und so schnell es hell wurde, so schnell wurde es auch wieder dunkel. Und dies wiederholte sich ständig.

So verbrachte ich wiedermal eine Ewigkeit auf diesem kargen Planeten und dachte nach. Ich musste diese zufällige Folge meiner Schöpfung, die offensichtlich auf der Eigenrotation des Planeten beruhte benennen. Mir erschien Hell und Dunkel irgendwie passend. Wobei ich mich heute noch frage, wann ich auf die Idee gekommen bin Planeten rotieren zu lassen, aber das ist egal. Ich kicke ja ständig mit irgendwas herum und vermutlich bilden sich dabei gewisse Gesetzmäßigkeiten heraus. Es ist schließlich mein Universum.

Ein Problem erkannte ich noch, der Planet umkreiste auch die Sonne. Aber der Vorgang dauerte deutlich länger. Eine Lösung musste her und klimper, klimper fiel in meinem Gehirn die Erkenntnis. Münzen gab es auch noch nicht und so etwas dämliches, wie Geld hätte ich auch nie erfunden. Wozu auch, ich war das einzige Wesen im Universum?
Also um nicht weiter abzuschweifen, ich überlegte mir das Konzept der Zeit. Das wiederum stellte mich vor das Problem, ich hätte alle möglichen Dinge messen müssen, dazu hatte ich keine Lust. Ich machte alle Arbeit mit Freude, Hingabe und Liebe, aber eher Pi mal Daumen. Denn Schönheit ging immer vor Präzision.
Übrigens eine meiner schönsten Kreationen habe ich geschaffen, nachdem ich eurem Planeten, die Initialzündung für das Leben verpasst hatte, doch auch dazu komme ich später. Ich sah dort nach zwei Milliarden Jahren Abwesenheit wiedereinmal vorbei und entdeckte eine schöne kleine Qualle, die selbst leuchtete. Eure Wissenschaftler nennen es Biolumineszenz. Diese Qualle schaute ich mir genauer an und baute sie nach. Natürlich in einer angepassten Variante für mein schönes Universum. Sie schweben noch heute zwischen den Galaxien und wenn ihr Glück habt, seht ihr vielleicht mal eine, durch eines eurer tollen Teleskope. Keine Angst, sie leuchten nur schön, sind unsterblich und fressen nicht. Aber sie sind wahrhaft göttlich und schön.

Doch wieder zurück zum Konzept der Zeit.
Mir vielen meine fast sieben Torten wieder ein und so legte ich dann fest, nachdem ich die Sonne beobachtet hatte, dass dieser Planet nach meiner Erinnerung, etwa so lange brauchte, wie von einer Torte zu nächsten. Somit war dass geboren, was ihr heute ein Jahr nennt. Ich nannte es jedoch die Tortenleere. Der Rest war Mathematik für Grundschüler, diese Tortenleere hatte etwa 365 Hell/Dunkel Zyklen. Ihr nennt es Tag und Nacht, ich weis nicht wieso. Den Rest der Zeiteinteilung habt ihr selbst erfunden. Was mich wundert, denn ihr könnt euch ja selten auf etwas einigen. Ihr hättet bei der Sonnenuhr bleiben sollen, dass hätte euch viel Stress erspart. Aber bei eurem verrückten Sprachgewirr, wundert mich gar nichts. Ich gab euch nämlich nur eine Sprache und das mit dem freien Willen, war auch nicht meine Sternenstunde. Allerdings war meine Entscheidung, euch einen freien Willen zu geben, auch den Umständen geschuldet. Eure Lebensspanne war einfach zu gering, um euch ständig zu kontrollieren zu können.
Ich ahnte ja nicht, dass ich euch offensichtlich zu dämlich in die Welt entließ, um die schöne Schlichtheit der Schöpfung und das friedliche Idyll zu genießen. Dafür entschuldige ich mich, aber ich bin nun mal nicht der Gott, von dem man euch in falscher Weise erzählt.

Nun saß ich also auf meiner kargen Kugel und mir wurde wieder langweilig, meine Schöpfung lief irgendwie ganz ohne mich. Auch entdeckte ich quasi zwischendurch, dass ich wirklich fast alles konnte. Egal was ich versuchte es gelang. Selbst das trampen auf Kometen war Blödsinn, ein Augenzwinkern und ich war, wo immer ich hin wollte. Ich beherrschte Geist, Raum, Zeit und Materie. Supernoven, Galaxien-Crash und Sternengeburten, alles kein Problem. Eine Zeit lang hatte ich nochmal Spaß im Chaos.

Doch dann gefielen mir, die eigenen Gesetze, die sich entwickelten und ich dachte mir, nennen wir es, die Ordnung der Dinge und erschaffen noch mehr Ordnung. Dabei beachtete ich natürlich, das sich bereits, so etwas wie eine natürliche Ordnung gebildet hatte und schubste alles in diese Richtung, was davon abwich. Ich verstand nichts von Wissenschaft, denn auch diese war noch nicht erfunden, aber ich glitt sehenden Auges durch das Universum und ließ den Natürlichen Gesetzen Raum.
Bis auf einen Fehltritt in der Mitte der Galaxie, die weit von dem besagten kargen Planeten lag, klappte das super. Unvorsichtiger Weise trat ich in ein Schwarzes Loch und wäre ich kein Gott gewesen, es wäre wohl schlecht für mich ausgegangen. Die natürliche Ordnung der Dinge hatte so etwas, wie einen kosmischen Mülleimer erschaffen, ein schwarzes Loch. Das war recht praktisch, denn es schwirrte eine Menge Zeugs durch das Universum, dass ich irgendwann hatte liegen lassen. Sehr effektiv, aber auch mörderisch. Was sonst die Dinge in der Waage hielt, hier fraß es sie. Ihr würdet es später Gravitation nennen. Aber diese Biester, die Schwarzen Löcher, gab es allerorts, bevorzugt aber in den Zentren der Galaxien, ich wurde vorsichtiger. Ich unternahm aber nichts gegen diese schwarzen Löcher, weil ich eben ein leicht liederliches Wesen habe. Irgendwer musste halt auch hinter mir aufräumen. Doch eins merkt euch für später, im Zentrum eurer Galaxie gibt es neben dem großen schwarzen Loch, noch hunderte kleiner schwarzer Löcher. Also wenn es möglich ist, besucht das Zentrum der Galaxie erst, wenn ihr die Schöpfung wirklich verstanden habt. Sonst geht das nicht gut für euch aus.

So begab es sich dann, dass ich irgendwann dachte, soweit so gut und mir viel mein karger und öder Planet wieder ein. Ich beschloss ihn zu besuchen, das war vor etwa 3,5 Milliarden Jahren. Als ich eintraf hatte sich einiges verändert, er war mit einem kleineren Planeten kollidiert und hatte nun einen Mond. He Leute, dass kann man sich nicht ausdenken, kaum ist man mal einige Zeit abgelenkt, crasht es irgendwo und wieder entsteht etwas Neues, woran man nicht gedacht hätte. Der Mond war ein karges Stück Felsen, dafür war mein Planet ganz anders, wundersam verändert. Er zischte und brodelte und es bildete sich eine Blase um ihn. Ihr nennt es heute Atmosphäre. Die war damals noch echt ätzend, dass kann ich euch sagen, doch ich sah dies positiv.
Ich reinigte sie, also die Atmosphäre und mit ihr bildeten sich Seen, Flüsse und Ozeane. Als ich mich zufrieden auf einen Berg setzte, sah ich nun einen muntereren Planeten, aber immer noch karg und verödet.
Und jetzt hatte ich die zündende Idee.
Wenn ich ein wenig in dieser Ursuppe, die sich da gebildet hatte, herumfingerte könnte ich vielleicht etwas völlig neues erschaffen, denn mein Universum war groß. Und tatsächlich, aus den in Tümpeln schwimmenden Aminosäuren, Basenpaaren und RNA würde mit etwas Geschick und experimenteller Freude schon etwas neues entstehen. Mir viel der Chemiebaukasten wieder ein und sofort hatte ich natürlich wieder Schiss.
Aber ich sagte mir, gut, es hat irre geknallt, aber mit Glück, Geduld und Spucke, ist nach langer Arbeit ein tolles Universum herausgekommen. Also wagte ich es und tatsächlich, nachdem ich tausende Mixturen verschiedenster Tümpel vermengt hatte und etwas Blitz und Donner aus der neuen Atmosphäre dazu gab, entstand etwas sehr seltsames, das Leben. Mir ist bis heute nicht klar, ob dass nun Können war oder schlicht Gewebe von mir mit in die Suppe gefallen ist.

In letzteren Fall wäre die Behauptung, dass alles Leben einen göttlichen Funken trägt natürlich nicht ganz falsch. Allerdings die Sache mit dem intelligenten Designe ist Blödsinn. Denn ich nannte es Urknall 2.0 und überließ das Leben erstmal sich selbst. Ich habe auch keinen Vaterschaftstest gemacht. Ich betrachte euch sowieso als meine Kinder. Ob ich nun Vater oder Stiefvater bin, spielt bei meiner Liebe zu euch keine Rolle. Aber eure Ähnlichkeit mit mir, ist schon auffallend. Aus Erfahrung mit dem Universum wusste ich, lass es besser in Ruhe und komme später wieder.
Also trieb ich mich wieder in meinem Universum herum und richtete hier und da kleine Fehlentwicklungen in der Ordnung der Dinge. Erst drei Milliarden Jahre später schaute ich mal wieder vorbei.

Damals entdeckte ich auch, wie schon erwähnt, die schönen Quallen. Auch kreuchte und fleuchte es im Wasser sehr rege, an Land hingegen war es noch ruhig. Aber die Pflanzen im Wasser reicherten die Atmosphäre bereits fleißig mit Sauerstoff an. Eigentlich war ich nur kurz eingenickt, das Wandeln über den Planeten und das Bestaunen der Vielfalt des Lebens im Wasser machte mich müde. Schon erschienen die Fische, auch damit hatte ich nichts zu tun. Ich beobachtete wie sich Erdplatten verschoben und mir rutschte mein Berg unter dem Hintern weg.
Das würdet ihr später einmal Plattentektonik nennen. Was es nicht alles gab in meinem Universum und bevor ich mich versah, flitzten die Fische auch schon aus dem Wasser. Zusammen mit den Algen eroberten sie praktisch unter meinen Füßen, während ich auf Erden wandelte den Planeten.
Ihr könnt euch das gar nicht vorstellen, wie das aussieht, wenn ein Planet förmlich unter euren Füssen vor Leben explodiert. Schnell hatte ich den Überblick verloren und zwischenzeitlich piesackte mich das neue Leben sogar selbst. In Form von monströsen Insekten und kleinen verfressenen Reptilien.

Selbst als Gott musste man erwarten, dass die Viecher einen auf Essbarkeit prüften. Doch dieser karge, öde Planet wurde grade eben zu einer Schönheit. Grün wohin das Auge reichte, blaue Gewässer, Seen und Meere, ein phantastischer blauer Himmel am Tage und ein unbeschreiblicher Sternenhimmel bei Nacht. Ich war stolz wie Bolle auf dass was ich geschaffen hatte, es war ein Selbstläufer, ein Perpetuum mobile des Lebens.
Ich ergötzte mich immer wieder an meiner Schöpfung und sah den Planeten im ständigen Wandel. Kontinente entstanden und vergingen, Gebirgszüge erhoben sich, Abgründe öffneten sich, Schluchten und Täler füllten sich mit Leben und immer wieder gab es dass eine große Sterben, was meist mit Klimaveränderungen korrespondierte. Doch jedesmal brach es mir das Herz ein klein wenig.
Nur einmal war meine Unachtsamkeit Schuld, dass es zu einem Massensterben kam. Zu meiner Entschuldigung kann ich nur anführen, dass ich nicht wusste, das eine Supernova Gammablitze erzeugt.
Ich genoss grade den Anblick einer explodierenden Sonne in etwa 6.000 Lichtjahren Entfernung vom Planeten und erkannte den Gammerblitz, den sie erzeugte zu spät. Wie ich schon erwähnte, man kann einfach nicht an alles denken. Dass der Gammastrahlen-Ausbruch den Planeten meiner Schöpfung treffen würde konnte ich nicht verhindern, schon gar nicht waren mir die Folgen klar. Aber es starben vor etwa 440 Millionen Jahren etwa zweidrittel aller Tierarten aus. Aber nur eine kleine Träne durch meine Person weiter, pulsierte das Leben schon wieder. Meine Schöpfung war offensichtlich zäh, wie ich, nur einfach ständig im Wandel.

Es dauerte auch nicht mehr lange, dann erschienen die Dinosaurier auf der Bildfläche. Es war eine Freude ihnen bei ihrer Entwicklung zuzusehen. Die immer mächtiger werdende Vegetation brachte immer stattlichere Tiere hervor. Nur der Himmel schien die Grenze des Wachstums und auch dort kreisten sie, diese majestätischen Tiere. Sie flogen einfach in meinen Azurblau gefärbten Himmel, als wären sie nie nur kriechende Echsen gewesen.
Ich saß wieder einmal auf einem Berg und schaute interessiert auf die neue Welt, denn ich erwartete noch Großes in ihrer Entwicklung. Da erhob sich ohrenbetäubender Lärm und verpuffte in einem grellen Blitz, über einer Halbinsel in Südamerika, so nennt ihr diesen Ort wohl.
Selbst ich fiel von meinem Berg, denn ein Feuersturm umrundete den Planeten in einem Tag und einer Nacht. Der Planet war in Aufruhr, schwer getroffen von einem Gesteinsbrocken, den ich nicht kommen sah. Ich habe ja auch keine Augen im Hinterkopf. Denn im Gegensatz zu dem was gerne behauptet wird, bin ich weder Allwissend, noch Allsehend, damit will man euch nur Angst machen. Auch wenn ich von oben eine wirklich excellente Aussicht habe, alles sehe ich auch nicht. Das ist wieder so eine perverse Phantasie von euch, zu der ich gar nicht fähig wäre.
Erdbeben, Vulkanausbrüche und Flutwellen überzogen die Welt. Ich hätte es regnen lassen können, aber der Feuersturm löschte alles aus, bevor ich überhaupt einen klaren Gedanken fasste. Als mir klar wurde, das ein gewaltiger Meteorit die Ursache war, starben die Großen meiner Schöpfung auch schon aus.

Wieder konnte ich nur traurig zusehen, wie die stolzen Tiere, die nicht sofort getötet wurden nun verhungerten. Nur ein Augenaufschlag verging für mich und der Himmel klärte sich wieder. Ich verstand, es war zu spät für meine Freunde, die Dinosaurier, doch das Leben selbst regte sich wieder. Ein paar kleine Dinos hatten überlebt und wurden zu Vögeln.
Doch nun schickte sich eine kleine bis Dato unauffällig zwischen den Großen existierende Tierart an, ihr nennt sie Säugetiere, die Welt zu erobern und wieder beobachtete ich nur, griff aber nicht ein.
Und siehe da, so ganz ohne den Schatten der großen Räuber und Pflanzenfresser, machte sich das Konzept der Säugetiere schnell zum Erfolgsmodell. Das hatte ich so nicht erwartet.
Immer wenn ich mal ein kurzes Nickerchen gemacht hatte, gab es tausende neue Arten. Es war ein kommen und vergehen.

Besonders interessierten mich diese Affen, die schienen mir recht clever. Nicht dass die anderen Säugetiere dämlich waren, aber diese Affen waren anders. Sie zeigten deutliche Zeichen von nicht nur rudimentärer Intelligenz. Sie fingen schnell an Werkzeuge zu benutzen und erschienen sehr sozial, zu mindestens in ihren geschlossenen Gruppen. Ansonsten waren es rechte Raufbolde.

Aber he, dass nennt man Überlebensinstinkt, gefressen und gefressen werden. Sie fingen sogar an zu jagen und verließen ihren liebsten Ruheraum die Bäume, um in der Savanne zu leben. Sie begannen aufrecht zu laufen, wie ich. Nun packte mich der Ehrgeiz und auch ein wenig der Eigennutz.
Ich träumte von einer ganz neuen Art Leben, ein Leben, dass mir ähnlich und ebenbürtig wäre. Eine Art die nicht nur existierte, sondern intelligent expandierte, eine Art mit der man vielleicht auch mal reden konnte. Eine Art, die später einmal mein Universum erobern könnte.

Was für eine verblendete Idee.
Aber kann man einem Wesen, das Milliarden Jahre allein überdauerte verübeln, dass es sich nach etwas Gesellschaft sehnt? Nein, dass wäre ungerecht.
Ich hatte ja auch nichts böses im Sinn. Als ich die Idee hatte euch zu erschaffen. Und nein, ich griff auch nicht wirklich in die von euch später entdeckte Evolution ein. Ich forcierte sie nur ein wenig. Ich kreuzte euch immer und immer wieder, bis ihr mir immer ähnlicher wurdet und irgendwann fand ich das Ergebnis recht vorzeigbar. Ich selektierte nun einfach zwei traumhaft gelungene Exemplare und nannte sie Adam und Eva.
Nur am Rande bemerkt, hier wurden eure Geschichten in euren Schriften, dazu immer abstruser. Ich hätte Eva aus einer Rippe Adams gemacht und auch dieses ganze Vorspiel mit den Engeln und meinem Sohn dem Teufel, den ich aus dem Himmel verbannte. Ich hab nicht mal Adam und Eva aus dem Paradies verbannt, warum hätte ich das auch tun sollen?
Ihr habt es längst begriffen, alles Humbug, was so geschrieben steht, weil ich ja alleine aufgewachsen bin. Nur an der Sache mit dem Paradies ist bedingt etwas richtig, dass gab es wirklich.
Nur das Adam und Eva nicht von mir rausgeschmissen wurden, sondern sie sind mir ausgebüchst mit einem Kanu. Dazu komme ich aber noch.


Trotzdem im Ganzen betrachtet, könnt ihr bereits jetzt ein Fazit ziehen. Alles was in euren sogenannten heiligen Büchern steht ist prinzipiell reine Dichtung. Niemand von den Hunderten Autoren hatte Insiderwissen. Denn dass bekommt ihr soeben erst von mir.
Eigentlich müsstet ihr "Heilige" Schriften mit einem Aufdruck versehen, der sonst nur einigen Filmen, die ihr so mögt vorbehalten ist.
"Alle im Film vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit verstorbenen oder lebenden Personen und tatsächlichen Ereignissen wären rein zufällig und sind nicht beabsichtigt."
Denn selbst, wenn es mal eine Überschneidung mit meiner Erzählung gibt, dann ist das dem phantasiereichen Autor geschuldet oder aber dem Grund, dass ich eine Sprache benutze, die ihr versteht. Eine Sprache die eurer begrenzten Vorstellungskraft entspricht. Oder meint ihr wirklich, ihr würdet Milliarden Jahre Einsamkeit verstehen oder dass mein Gefühl und meine Wahrnehmung für mich ein Augenzwinkern ist, in einer Zeitspanne, die ihr Ewigkeit nennt. Ich weis was die Ewigkeit ist, ihr ahnt sie nicht mal. Ihr lebt für mich in einem Zeitraffer, um euch überhaupt wahrzunehmen muss ich die Zeit, die für euch gilt fast anhalten.
Ich könnte in euer Leben nur eingreifen, wenn ihr mir einen Brief schreibt und ich diesen auch noch erhalte. Doch es wäre schon so viel Zeit für euch verflossen, dass ihre den Glauben an mich längst verloren hättet. Insofern hatten eurer Vorväter recht, wenn sie sagten "Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott." Ich kann nichts für die Dinge, die ihr tut und ich greife schon gar nicht ein. Einfach weil es nicht möglich ist. Ihr seit eher ein Summen in meiner Zeit, als denn ein Gebet, was ich erhören könnte.

Aber eins schulde ich euch ja noch, wie versprochen, hier die Story von Adam und Eva.

Wie ich schon erwähnte, gelegentlich ließ ich ja alles in Zeitlupe laufen, denn die Evolution lief für mich, wie in einem extrem schnellen Zeitraffer ab. Um Details mit zu bekommen, musste ich alles in Slow Motion laufen lassen, so auch die Entwicklung der Primaten.
Deren Paarungsverhalten fand ich äußerst interessant, schon, weil ich asexuell bin und wie schon bemerkt, griff ich nur ab und zu steuernd ein. Doch wie ein Gärtner der züchtet, nicht wie ein Gott, der aus dem Nichts erschaffen möchte.
Einer der evolutionären Entwicklungsstänge der Primaten gefiel mehr sehr gut. Aber wie gesagt, ich war auch ständig unter Zeitdruck, wegen der Primaten. Ihr müsst euch das vorstellen, als wenn ihr zwinkert, einmal geblinzelt und schon gab es eine neuen Evolutionsphase. Auch auf die Gefahr hin, dass es sich für einen Ewigen hypersensibel anhört, es war eine echt stressige Zeit.
Eine eurer Arten erschien und im nächsten Augenblick, starbt sie auch schon wieder aus, als spezielle Affenart. Da sah ich diese nackten Äffchen, kaum noch Haare am Körper, außer am Kopf. Klar wird jetzt gleich wieder jemand klugscheißen "Häää? Wir hatten auch noch im Intimbereich Haare.". Aber he, wer schaut schon so genau hin? Ich jedenfalls nicht ihr Erbsenzähler, ich habe ja nicht mal einen Intimbereich.
Eure Erscheinung wirkte in jeden Fall attraktiver und überlegter, als der Rest eurer Ahnen. Und ihr verständigtet euch auch schon mit Lauten. Das kam mir bekannt vor, dass war ich, bevor ich die Sprache erlernte.
Also suchte ich mir eine Gruppe von euch aus und nahm sie vollständig aus euer Zeit. Das würdet ihr ja nicht bemerkten, dass ihr nun viel langsamer existieren würdet, als für euch üblich.
Ich suchte euch eine schöne subtropische Insel und beobachtete euch erst einmal gründlich. Denn nun hatte ich wieder die ewige Zeit. Dass war auch gut so, denn erstmal starben eure anderen Vorfahren recht schnell wieder aus. Sie waren in Afrika zu auffällig, so nackt und hoch gewachsen. Sie wurden natürlich schneller gefressen, als sie Nachwuchs Zeugen konnten. So erging es praktisch jeder Menschenrasse.

Insofern bin ich schon euer Schöpfer, aber eben nur im weitesten Sinne. Denn seit der Ursuppe, hatte ich nicht mehr in die Evolution eingegriffen, eben die Ordnung der Dinge sich selbst überlassen. Doch ihr seid mir so ähnlich gewesen, dass ich euch retten musste.

Nun ward ihr also auf dieser paradiesischen Insel und ihr entwickeltet euch prima.
Ich verstand auch, wenn ich euch das Konzept der Nahrungsaufnahme wegnehmen würde, dass ihr dann träge und Antriebslos werden würdet. Deshalb beließ ich alles so, wie es war. Gleiches galt für den Sex, er war recht praktisch und durch ein wenig kreuzen hier und da, schaffte ich es, eure Tragezeit auf neun Monate zu strecken. Das verstärkte euer Verantwortungsgefühl für den Wert des Lebens. Ich fand Sex ist ein tolles Konzept der Evolution und ich schwöre, niemals habe ich versucht, euch Sex zu verbieten oder euch einzutrichtern, dass er Sünde wäre. Sünde wäre es nur, ihn nicht zu genießen. Das ganze Gedöns, war wieder reine Erfindung eurer Texter von der Heiligen Schrift Fraktion.
Vermutlich waren es lediglich eure ersten eigenen Ideen zu Geburtenkontrolle in der Sippe, die man mir wieder unterjubeln wollte. Ihr triebt es bunt durcheinander und schlichtetet damit sogar Streit. Warum hätte ich das ändern sollen? Ich arbeitete nur daran, euch zu verbessern, nicht daran euch zu verkorksen. Als ich euch vermittelt hatte was Sprache ist, war ich eigentlich auch fertig mit euch.
Deshalb entließ ich auch die Meisten eurer Population in die Freiheit eurer eigenen Zeit und verlor sie aus den Augen. Doch kaum seid ihr draußen, in eurer echten Welt gewesen, habt ihr es wieder verbockt und starben aus. Nicht genug, dass euch die Natur zusetzte, nein, ihr mussten euch auch noch selbst die Schädel einschlagen. Es war deutlich, ihr benötigtet dringend noch eine Portion Herzensgüte.

Ich hatte also nur noch Adam und Eva in meinem Inselparadies. Es war auch sehr schön mit den beiden, denn sie waren sehr gelehrig.

Adam war handwerklich wirklich begabt und ein helles Köpfchen, Eva war klug und redegewandt, um nicht zu sagen schwatzhaft. Es dauerte nicht lange, da fuhr mir die Blond gelockte Eva schon über das Maul und begann mir Vorschriften zu machen. Was mich schon ein wenig erzürnte. Aber was sollte ich tun, in die Evolution eingreifen und sie bestrafen? Das brachte ich nicht übers Herz. Und nein, auch die Regelblutung war nicht meine Idee, obwohl ich sie manchmal hätte erwürgen können. Doch dass wäre meiner nicht würdig gewesen. Stellt euch Gott nur mal vor, schlohweiße Haare, weißer Bart, weißes Gewand und mit Puderroten Kopf Eva würgend. Dass wäre einfach Würdelos.
Bei allem Ärger über Eva, Adam riss dass alles wieder raus. Er baute Hütten, Waffen und ging auf die Jagt. So alles in allem, lauter schöne Dinge, die Spaß machten. Auch wenn ich asexuell bin, ich war dem männlichen Modell mehr zugetan. Ok, jetzt ist es raus, ich mochte Adam ein wenig mehr. Vermutlich wetzen jetzt schon ein paar Feministinnen die Messer und wollen Gott abschaffen. Was für ein Glück, dass ich der Ewige bin.
Ääätsch Mädels.
Adam hatte einfach mehr Spaß am Leben, auch wenn er mir im Vertrauen verraten hat, dass er vieles davon nur machte, um möglichst oft von zu Hause weg zu sein. Eva ging im oft gehörig auf die Nerven, auch wenn er sie unendlich liebte. Das Konzept mit der Liebe hatte sich gut entwickelt und machte euch auch gleich noch etwas friedfertiger. Zu Evas Verteidigung muss ich aber sagen, sie war jetzt auch kein ausgesprochener Hausdrachen. Nur halt ziemlich launisch. Schließlich schmiss sie auch den Haushalt, kochte, putzte und nähte. Ich verstand gar nicht, warum die Beiden anfingen Klamotten zu tragen.
Doch Eva gefiel das offensichtlich und Adam fand sich damit ab. Ich war schon etwas neidisch, trotz Differenzen kamen die Beiden gut klar. Adam baute jetzt sogar so etwas, wie Boote. Er nannte es Kanu. Ich machte mir ein wenig Sorgen, dass den beiden etwas passieren könnte, aber selbst als Adam das Segel erfand, passierte nichts. Lediglich ihre Ausflüge wurden länger und eigentlich brauchten sie mich nicht mehr, bemerkte ich irgendwann so für mich.

Und tatsächlich, eines Tages fand ich die Beiden nicht mehr. Dafür fand ich an ihrer Tür einen Zettel angepinnt. Ja, der Adam hatte wohl heimlich das Handgeschöpfte Papier erfunden. Darauf stand ´Danke für alles lieber Gott, aber wir brauchen etwas mehr Privatsphäre. Ciao Eva und Adam´

Mein Traumpaar, meine Krone der Schöpfung hatte mich kaltgestellt. Nun war klar, dass dies wieder auf Evas Mist gewachsen war, aber die Botschaft war deutlich. Die Beiden wollten ihre Ruhe haben. Natürlich würde ich das respektieren, auch wenn es für mich etwas despektierlich war.

Es gab nur ein Problem, die Beiden hatten nicht verstanden, dass ich sie aus ihrem Zeit-Rhythmus genommen hatte. Sie würden mit der Welt, so wie sie diese außerhalb ihrer Insel wahrnahmen, nichts anfangen können.
Ich suchte sie also und fand sie nur eine Insel weiter, wo sie das Leben zwar sehen konnten, aber Naturgemäß nicht damit interagieren. Ich erklärte ihnen das Problem und brachte sie wieder mit ihrer gefühlten Zeit in Einklang. Nun war ich für sie wieder nur ein Säuseln im Wind, aber sie existierten, pflanzten sich fort und wurden die Menschheit.

Ich schaue ab und zu mal bei euch vorbei und hoffe, dass ihr es schaffen werdet, mein Universum zu erobern. Egal wie viel Bockmist ihr anstellt. Ach ja und ab und zu stibitze ich mal wieder einen Adam und eine Eva. Denn ich hab euch so gut hinbekommen, dass ich meine, ihr könnt ruhig schon ein paar Planeten besiedeln. Eine kleine Hilfestellung, die ihr gar nicht bemerkt, oder doch?

Euer lieber Gott aka George W. Lästerbacke

Montag, 23. April 2018

Moral & Tugend


Moral und Tugenden sind kulturelle Konstrukte, dass ist zumindest den halbwegs intelligenten Zeitgenossen unter uns klar. Sie dienen der Orientierung in einer Gesellschaft und sie unterliegen dem Wandel.

Allerdings wird es hier schon unklar, wenigstens für die weniger Intelligenten. Denn sie betrachten alles in Stein gemeißelt, wie etwa die 10 Gebote Gottes im Christentum. Dass ist nur ein Beispiel und selbst an diese simplen Gebote halten sich schon wieder weniger Menschen, als man denkt. Wenn man es genau nimmt, hält sich niemand daran. Denn alle Gebot befolgen, dass wäre gegen unsere Natur. Wir sind Pragmatiker, jedes Gesetz ist nur dann gut, wenn es uns einen Vorteil bringt. Was soll da erst aus den unendlich vielen Gesetzten und anderen moralischen Vorschriften werden, die sich viele, meist wohlmeinende Mitmenschen ausdachten?

Seitenhieb:
Nehmen wir nochmal die 10 Gebote. Wer diese einhält, so ist es versprochen, kommt in den Himmel.

Oh ha, wenn dass stimmt, dann ist es im Himmel leer. Günstiger weise hat vermutlich aus diesem Grund, die Kirche, die Beichte erfunden. Denn wer beichtet, dem wird vergeben. Was den Sinn der 10 Gebote, natürlich mindestens Fragwürdig macht und ich bin mir sicher, ein boshafter Gott, wie der, der Christenheit, ist sicher nicht sehr erfreut, über den Pragmatismus seines Bodenpersonals. Doch dieses kämpft mit dem Ablass von Sünden durch Beichte, eben um ihr Existenzrecht. Nachdem der florierende Ablasshandel bereits durch Luthers evangelische Gegenbewegung als falsch entlarvt wurde, blieb nur noch die Beichte. Diese war auch viel günstiger, denn die Beichte konnte sich jeder leisten, nicht nur die Reichen. Aber es ist wie es ist, realistisch betrachtet, kommen wir alle in die Hölle, denn die 10 Gebote sind uns im Alltag relativ schnuppe und Gott, sollte es ihn geben, rächt sich.

Aber nun wieder zu Moral, Gesetzen und Tugend
Es ist ganz einfach, sie werden eben meist nur von den eher simplen Geistern befolgt. Der intelligentere Rest laviert sich mehr oder weniger geschickt darum und zeigt nur mehr oder weniger Reue, wenn er dabei erwischt wird. Warum bräuchten wir sonst Heerscharen von Anwälten, welche die Welt auch nicht besser machen. Und Juristen aller Art sind eben auch nur Menschen und im Regelfall nicht mal die besseren Menschen. Eher noch pervertierter, weil sie sich noch geschickter um die Gesetze lavieren, deren Einhaltung sie von anderen voraussetzten.

Wobei wir wieder bei den einfachsten Gesetzen landen, den 10 Geboten. Diese Gebote sind durchaus nützlich in einer menschlichen Gesellschaft. Aber …

`Du sollst Vater und Mutter ehren.`
Eltern können heute froh sein, wenn ihre Kinder sie einmal im Monat im Seniorenheim besuchen, wenn sie den einst nicht mehr so rüstig sind, dass sie alleine wohnen können. Gar nicht daran zu denken, das die Eltern gar bei den Kindern wohnen könnten, wie es früher einmal war. Respekt vor den Alten?
Das war einmal. Dank der absoluten Individualität heute. Individualität, welche schon eingeschränkt wäre, wenn Mutter und Vater alles kommentieren könnten, was der Nachwuchs so treibt.
Besser ist, sie sehen nichts und sind irgendwo, mehr oder minder luxuriös abgeschoben.

`Du sollst nicht stehlen.`
Ein lächerliches Gebot, in einer kapitalistischen Gesellschaft, die das Bestehlen des anderen zu einer Kunstform erhoben hat. Streng genommen gilt dieses Gebot doch nur noch für Ladendiebe.

`Du sollst nicht töten.`
Auch hier gilt, recht brauchbar für den Hausgebrauch, damit man nicht Lustvoll die gesamte Nachbarschaft dahin meuchelt. Doch sonst, völlig ohne Belang, denn für Religion, Ideologie, Profit und den Vorteil im allgemeinen, wird pausenlos getötet. Das natürlich sanktioniert, durch den Staat, den Gesetzgeber. Wir leben in Zeiten, wo das Morden nur einer Ausrede bedarf, wenn diese auch noch so abstrus klingt. Es muss ja nicht mal mehr geglaubt werden, so eine Lüge.

`Du sollst nicht deines Nächsten Weib begehren.`
Über dieses Gebot habe ich immer am meisten gelacht. Weil sich die Frage stellt, wieso denn nicht?

Wir könnten nun noch eine Weile Gebote auflisten, doch das Ergebnis wäre immer das Gleiche. Es ist eine Gesellschaftliche Idee, diese Gesetze und Tugenden, doch befolgen, tut man sie eben nur, wenn sie ins eigene Konzept passen.

Ich stelle die Theorie auf, selbst wenn wir nicht mehr ein Gesetz auf diesem Planeten hätten, würden unsere Gesellschaften funktionieren, auch in Anarchie. Denn auch, wenn dank unsere Urinstinkte vorherrschen würden und das natürliche Gesetz des Stärkeren dominieren würde, der Mensch ist ein soziales Wesen. Er fühlt sich am wohlsten in der Gruppe, die ihm Schutz und Geborgenheit gibt.
Deshalb setzt sich die angeborene Empathie immer durch und schafft unausgesprochene, ungeschriebene Regeln.

George W. Lästerbacke

Dienstag, 10. April 2018

Atheistische Mystik. Rausch ohne Drogen?


Die Einführung in die atheistische Mystik hätte man den Versuch, diesen Text nennen können, wenn ich den vermessenen Akt, der Schöpfung einer neuen Bibel für Atheisten unternehmen würde. Doch zu eurem und meinem Glück werde ich mich hier nicht über Transendentalismus, Genderismus, Marxismus und Kapitalismus auslassen. Sondern nur über den Selbstversuch eines Freundes bei Reizentzug schreiben, die eigenen Erlebnisse in einem Isolationstank und eigene Gedanken dazu. Es ist mehr als Zwiegespräch zu verstehen.

Das Thema:
Die Folgen für uns, die aus der Erkenntnis der Wissenschaft, das viele Erlebnisse von der Nahtoterfahrung, Geisterscheinungen bis zur Entführung durch Aliens psychologische Effekte sind, die unser Gehirn dann erschafft, wenn es sich selbst überlassen wird. Diese Effekte resultieren natürlich aus extrem vielen Eindrücken und Erlebnissen unseres echten Lebens, aber auch aus unserem Bild der Welt, wie wir glauben, dass sie ist.
In diesem Zusammenhang können auch völlig neue Welten auftreten, die wir uns niemals erklären werden können. Aber genau aus diesem Grund nenne ich es atheistische Mystik, speziell für mich und andere Atheisten.

Natürlich kann es auch sehr verständliche Bilder geben, wie Engel, die Hölle oder 72 schöne Jungfrauen. Aber eben nur für Menschen, die diese Bilder auch in ihrem Glaubensbild fest integriert haben.

Das schöne ist daran, jederkann diese Selbstversuche ohne Hilfe allein machen und ich ermuntere jeden, auf diese Reise zu gehen. Es ist ein Trip in sich selbst, ohne Drogen und ohne körperliche Nebenwirkungen. Zumindest hörte ich noch nicht davon, das jemand davon Schaden genommen hätte. Eher empfanden es wohl die meisten Menschen als Erweiterung ihres persönlichen Horizontes, ohne dabei ihr Weltbild in Frage stellen zu müssen.

Eine kurze Anleitung:
Eigentlich braucht ihr nicht viel. Ein wenig rotes Licht, einen ruhigen Raum oder Ohrstöpsel, optional Kopfhörer mit einem Video von weißem Rauschen und eine bequeme Liegefläche. Für die Augen wird empfohlen, einen in zwei Hälften geschnittenen Tennisball zu verwenden, besonders, wenn man dabei das rote Licht verwendet. Ich denke aber, es tut auch eine Augenbinde, besonders, wenn man kein rotes Licht zur Verfügung hat.

Weitere Anleitungen und Videos mit weißem Rauschen findet man auf YouTube und anderswo im Internet.

Aber nun zu meinen Kollegen, der sich gerne investigativ gibt. Er vollzog das eben von mir beschriebene Experiment, welches nach der Ganzfeld Methodik gestaltet ist. Genaueres findet ihr bei Google, wenn ihr Ganzfeld Effekt in den Browser tippt. Den Ablauf des Experimentes könnt ihr auch direkt auf dem YT- Kanal Norman Investigativ verfolgen. Sicher ein ganz interessanter Kanal, wenn man sich für Wissenschaft und Verschwörungstheorien interessiert. Norman bietet gut gemachte Videos mit vielen eigenen Gedanken.

Nun zum eigentlichen Versuch, der natürlich für den Außenstehenden unspektakulär wirkt, aber Normen hat das im Video gut aufbereitet. Kurz beschrieben, er erlebte beim Selbstversuch einen Einstieg, den viele als Nahtoderfahrung, weißes Licht verstehen würden, um dann eine Flut von Bildern zu sehen, welche wohl auf seine vielseitigen Interessen zurückzuführen sind. Sein erster Versuch endete damit, das der Versuch sich auf bestimmte Bilder zu fokussieren, das Experiment beendeten. Eine Erfahrung, die viele Menschen bei diesem Selbstversuch machen. Offensichtlich ist, das man sicher eine gewisse Selbstbeherrschung an den Tag legen muss, um dem Gehirn Freiraum zu lassen. Aber bei getreuen üben dieser Praktik, kann man bestimmt ganz neue Erlebnisse generieren.

Ich hoffe, das er weiteren Selbstversuche dokumentieren wird, denn es ist doch sehr interessant, was ein Atheist dann für Filme dreht, wenn man sein Gehirn sich selbst überlässt.

Ich hatte in Russland einmal das Vergnügen, einen echten Isolationstank benutzen zu dürfen. Nur für 2 Stunden, aber es war interessant. Diese Tanks dienen im Gegensatz zu dem Ganzfeld- Versuch der kompletten Abschaltung aller Reize. Man schwimmt auf dem Rücken liegend in einer Wasserlösung und schwebt förmlich im Nichts. Im Prinzip ist es aber nichts anderes, als die Ganzfeld Anordnung, nur unter härteren Bedingungen.

Ich sah zwar kein weißes Licht oder einen Tunnel, dafür hatte ich nach gefühlt, wenigen Augenblicken, welche sicherlich einige Minuten waren, den Eindruck, eine mir unbekannte Welt zu erleben, leider nicht in bunt sondern in schwarz/weißer negativer Optik. Ich konnte bizarre Wesen wahrnehmen, von denen ich vermuten würde, dass sie für uns sonst nur in der Mikrowelt der Bakterien, unter einem Elektronenmikroskop sichtbar werden.

Was immer mein Gehirn für einen Film abspulte, weis ich nicht, denn ich habe zu diesen Bildern bis heute keinen Bezug für mich herstellen können. Ich fand allerdings die Erfahrung höchst interessant. Und wenn ich abends im Bett liege und alles dunkel und still ist, sehe ich ab und zu genau davon noch so etwas, wie die Echos dieser Bilder.
Oder wurde mir doch ein Blick in eine Welt gewährt, die ich nicht kenne und der Tank, war nur das Instrument, eine Schwelle zu überschreiten?

Egal wie wie rational man versuchst etwas zu erklären, man wird niemals alle Antworten geben können. Auch wenn wir keine Mystiker sind, sondern Atheisten mit dem festen Glauben an die Wissenschaft.

Vielleicht ist es auch die Mystik, die unsere Welt realer macht und wir sind auf dem falschen Weg uns dieser Mystik zu verweigern. Weil wir Mystik immer mit Religion und Aberglaube verbinden, welche uns nun wirklich wenig zuträglich ist, als Atheisten. Vielleicht ist das gestatten der Mystik unseres Gehirns, der Schlüssel, unser Gehirn zu erschließen und sein Potential noch viel effektiver zu nutzen. Ich wünsche euch viel Spaß, es einmal selbst zu versuchen.

George W. Lästerbacke

Mittwoch, 27. Dezember 2017

Twitter Gesülze


Freunde des geschriebenen Worts. Manchmal nutze ich Twitter nur zum reinen Vergnügen. Und wenn Gutmenschen, sich auf Gutmenschen stürzen, dann finde ich das recht nteressant und auch ein vergnüglich. Zu Weihnachten hätte der Ulf Poschardt, Chefredakteur bei Welt/N24 einen Fettnapf gefunden, den seine Gutmenschen Glaubensbrüder Scheiße fanden.

Zitat: "Wer soll eigentlich noch freiwillig in eine Christmette gehen, wenn er am Ende der Predigt denkt, er hat einen Abend bei den #Jusos bzw. der Grünen Jugend verbracht?"

So etwas darf man nicht sagen, findet jedenfalls der gesamte, immer am lauteste brüllende linke Pöbel.

Aber das interessiert mich weniger. Ich hänge mich gelegentlich, nur mal unter dem passenden Hashtag mit rein, um etwas Provokantes zu posten. Ich trolle ein wenig. Und oft gehen einem dann komische Vögel auf den Leim. Diesmal war es Pegi. Pegi muss so etwas, wie die fünfte Kolonne der Margot Käsmann sein. Sie diskutierte über drei Tage mit mir und wollte Beweise für meine Behauptung. Als ob ich eine offene These, der nicht nur ich anhänge beweisen müsste. So etwas würde ich natürlich tun, wenn man mich dafür bezahlt. Doch Provokationen werden nicht bezahlt und Gutmenschen kapieren offensichtlich noch langsamer, dass sie verarscht werden, als ganz normale, nicht ideologisierte Bürger. Also, ich wollte ihr nichts beweisen, ich wollte nur gepflegt frech sei Denn Weihnachten muss man sich ja sonst benehmen, außer auf Twitter. Doch das ich so eine “Blitzmerker“ Pegi finden würde, erstaunte sogar mich. Wenn Religiöse Ideologie, Hartnäckigkeit und Doofheit sich verschwören.

Entschuldigt, das ich den Dialog nicht korrigiert habe, aber er sollte ja authentisch Twitter sein und da passieren Fehler nun mal schneller..


Eine Diskussion um nichts:

Meinungsmacher © ™‏ @Zombiekinghouse
#PoschardtEvangelium Die Kirche ist, egal welcher Merkel-radikalen Ausrichtung, in Deutschland praktisch per Gesetz Staatsmedium, da sie direkt vom Staat finanziert wird. Halt nur mit göttlicher Reputation. Und nun zanken die Gutmenschen, wer Merkel tiefer in den Arsch kriecht

Pegi‏ @Pegi_2016
also sagt "die" politik, was in den kirchen gepredigt wird? #PoschardtEvangelium #weihnachten #ekd

Meinungsmacher © ™‏ @Zombiekinghouse
Natürlich, je nach Notwendigkeit für die Politik, kann man Einfluss nehmen. Eine Debatte über die Abschaffung der Staatlich finanzierten Kirchengehälter und Pensionen, ist schnell angestoßen. Wenn dort die Linie nicht stimmt. Auch wenn es komplizierter ist.

Pegi‏ @Pegi_2016.
selten so einen bullshit gelesen. die evangelische kirche ist unabhängig vom staat. da gibt es keine weisungen, wie was zu geschehen habe. siehe die konflikte um kirchenasyl bei flüchtenden menschen.

Meinungsmacher © ™‏ @Zombiekinghouse
Natürlich Frau Kirchenexpertin. Ich würde ihnen ja erklären, was ich sagen will, aber ich hab tatsächlich noch etwas besseres vor, als mit links-grün-schwarzen Sonstwasanbetern zu diskutieren, welche Kirchenfinanzierungsexperten sind.

Pegi‏ @Pegi_2016
du hast behauptet, dass die christlichen kirchen in deutschland von der politik gesteuert werden. dies ist einfach quatsch. sie sind unabhängig. der verweis auf die kirchensteuer ist kein beweis für dein argument, sondern nur ein schlagwort #PoschardtEvangelium

Meinungsmacher © ™‏ @Zombiekinghouse
Ich habe kein Wort von Kirchensteuer geschrieben ... ich gehe davon aus sie sind betrunken.

Pegi‏ @Pegi_2016 26. Dez.
und was sollte dann der bezug auf die kirchenfinanzierung? ändert jedoch rein gar nichts an der grundaussage, dass die kirchen von der politik gesteuert würden. einen beweis hast du bisher nicht vorgelegt.

Meinungsmacher © ™‏ @Zombiekinghouse
Kirchengehälter werden vom Staat bezahlt, ob evangelisch oder katholische Kirche, plus Nebenkosten, wie Dienstwagen, Wohnung und Fahrer. Gesamt ca 450-500 mio Euro. Die vom Staat erpresste Kirchensteuer exclusive. Und Politische Einflussnahme beweisen? Ist der Papst katholisch?

Pegi‏ @Pegi_2016 26. Dez.
ja, wo nimmt die politik einfluss auf die arbeit in den gemeinden? wo wird welche predigt wie beeinflusst?

Meinungsmacher © ™‏ @Zombiekinghouse
Großmutter sagte immer "Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe." Altbekannte Weisheit. Beweis genug ist, das gezahlt wird, von meinen Steuern. Wovon die Sekte in den Gemeinden finanziert wird? Wohl von der staatlich erpressten Kirchensteuer, interessiert mich aber nicht.

Pegi‏ @Pegi_2016.
also inhaltslose vorwürfe. keinerlei beweise/belge für deine angeblich gesteurte kirche. schon traurig, wenn man so keine ahnung hat. aber als unbeteiligter bildung zu sehen, ist bestimmt interessant für dich

Meinungsmacher © ™‏ @Zombiekinghouse.
Zu beobachten ist, wie faschistoide, pseudo-linke und religiöse Volksverhetzer Beweise verlangen, wenn eine leicht nachzuvollziehende These, nicht in ihr krudes Weltbild passt. Selbst brauchen sie nie Beweise für ihre Behauptungen und sitzen besoffen in der "Roten Flora" herum.

Pegi‏ @Pegi_2016.
was für ein wirres zeug. du behauptest einfach etwas. stellst eine hypothese auf. du hasst jedoch keinerlei belege. es ist einfach nur inhaltsloses rumpöbeln gegen etwas, von dem du offentsichtlich keine ahnung hast. sad!

Meinungsmacher © ™‏ @Zombiekinghouse
Wie unterbildete Kapitalismus-Opfer sich immer winden können, wenn sie zu dumm anstellen, größere Zusammenhänge zu erarbeiten .Vielleicht werde ich Mitleid für sie entwickeln, im hohen Alter. Wenn ich sie brauche, um mir in meinem zu großen Altersruhesitz den Hintern zu putzen.

Pegi‏ @Pegi_2016
aha, aber immer noch keine belege für deine hypothese. liegt vermutlich daran, dass es nur mit hilfe von verschwörungstheorien möglich ist. folglich einfach nur bullshit, den du absonderst.

Meinungsmacher © ™‏ @Zombiekinghouse
2 x Bullshit in einer kurzen Konversation. Kommt mir vor, wie meine Freundin. Sie bringt zwar selten intellektuell was zustande, aber Bullshit hat sie in Schrift und Wort verinnerlicht. Man(n) behält sie aber trotzdem, weil sie so hübsch und Underground witzig ist

Pegi‏ @Pegi_2016 4 Std.
jetzt lenk nicht mit sexismus ab. hast du belege für deine krude these, dass die christlichen kirchen von der politik gesteuert werden oder nicht? das ausweichen von dir ist ziemlich langweilig

Meinungsmacher © ™‏ @Zombiekinghouse
Gott, ich dachte mit Sexismus könnte ich dich loswerden. Sorry, ich hab die Anhänglichkeit von Jungvolk unterschätzt. Und ich hatte genug Spaß mit Dir. Wenn du diese Diskussion weiter verfolgen willst. Bitte nur bei eine live Podiumsdiskussion. Weil hier hab ich keine Zeit dafür.

Pegi‏ @Pegi_2016.
ha, keinerlei argumente und nun eine diskussion abbrechen. klassisches verhalten von verschwörungstheoretikern, wenn es um fakten geht. sad!

Meinungsmacher © ™‏ @Zombiekinghouse
Die Annahme ist falsch, auf eine Podiumsdiskussion könnte ich mich angemessen vorbereiten, ohne Leute selbst auf YT o Googel verweisen zu müssen. Da ich dann, geprüftes Material vorlegen kann, für den Fall, dass mich mal wieder wer verklagen will. Hier hab ich nur etwas Spaß.

Pegi‏ @Pegi_2016 3 Std.
dann verweise doch. googlen kann man doch alles. aber bitte nicht nouviso oder kenfm oder andere rechte spinner

Meinungsmacher © ™‏ @Zombiekinghouse
Natürlich kann Google alles, wenn nicht die Suche zu spezifischen Themen gesteuert wäre (natürlich auch nur meine Behauptung) Kenfm ist ein Erz-konservativer Linker Alter Schule (Eben nur mit Hirn), ich führte ein Interview mit ihm. Und unser Thema gibt es auf YT reichlich.

Pegi‏ @Pegi_2016
okay, also kannst du keinerlei belege für deine behauptung liefern. qed

Meinungsmacher © ™‏ @Zombiekinghouse
Muss ich nicht, denn es gilt die alte wissenschaftliche Schule. Eine Behauptung/Theorie gilt solange als Orientierung, bis diese widerlegt/bestätigt wird. Das ist kein Medien Spielplatz, für Halbwahrheiten. Ich behaupte! Einzig der Gegenbeweis, den du erbringst zählt. Viel Spaß

Pegi‏ @Pegi_2016
Antwort an @Zombiekinghouse
du behauptest etwas und kannst es nicht belegen, dann muss ich es nicht widerlegen.

Meinungsmacher © ™‏ @Zombiekinghouse
Wenn dir die Wahrheit wichtig ist, dann schon. Meiner Meinung wird geglaubt, bis mich jemand, wie du widerlegt. Aber ich unterstelle dir, das du an Wahrheit nicht interessiert bist. Und wenn ich den Dialog veröffentliche, Wort getreu, wem glaubt man wohl mehr? Bekämpfe das Böse.

Pegi‏ @Pegi_2016
wir halten fest: 1. du hast keine ahnung von kirche. 2. du hast keine ahnung von wissenschaft. 3. du hast keinerlei belege (sonst hättest du sie geliefert - und wenn es ein youtubevideo-link wäre) für deine behauptung, dass die predigten von der politik kontrolliert werden.

Meinungsmacher © ™‏ @Zombiekinghouse .
1. Du argumentierst wie ein Ideologe, nämlich Belegfrei. 2. Zweitens habe ich nicht behauptet, dass die Predigten von der Politik kontrolliert werden. 3. Wenn du in der Lage bist mein Grundhonorar zu bezahlen + Spesen, werde ich dir unwiderlegbare Beweise vorlegen. Ciao Luftpumpe

Samstag, 16. Dezember 2017

Die Weihnachtfeier


Bei Firma Fummel, Murks & Mayer, geht's nur
noch um die Weihnachtfeier. Die Arbeit wartet
geduldig im Büro, denn einmal im Jahr, ist das
Personal, so richtig froh.

Frau Müller macht den Glühwein klar, die Petra
ist für Häppchen da. Der Hans, der ist ein
Weihnachtsmann, weil er es kann. Der Peter
schmückt den Weihnachtsbaum, der glänzt auch
schon wie'n Weihnachtstraum.

Nun glänzt die Firma, in Weihnachtspracht, an
alles ist dann wohl gedacht. Der Chef, der steht
vorm Weihnachtsbaum, das Haupt gekrönt von
einer Zipfelmütze, die ist so rot und wirklich
Spitze.

Er spricht von Liebe und Erfolg, was keinen
interessiert, weil der Glühwein folgt. Nun
feiern sie schon ein paar Stunden, die Petra ist mit
dem Hans verschwunden, der Chef redet
unverdrossen, hat sich mit Glühwein abgeschossen.

Frau Müller sitzt unter dem Tische und macht den
Peter richtig frische. Die Azubine, voll wie'n Eimer,
sagt zum Chef, das sieht doch keiner. Zerrt ihn hinter
das Büfett, ach Weihnachten, ist doch so nett.

George W. Lästerbacke

Samstag, 9. September 2017

… über Toleranz


Zu diesem Thema kann man Bücher und Texte verfassen, soviel man möchte. Es ändert aber überhaupt nichts an der Tatsache, das wir menschliche Wesen sind, mit einem Sozialverhalten, welches in einer bestimmten, regional begrenzten Gruppe geprägt wurde.

Eine Erfahrung, die uns in unserem Verhalten naturgemäß fokussiert und weniger offen für Fremdes macht. Das Misstrauen gegen Fremdes, war ein evolutionärer Vorteil, als sich unsere Zivilisation entwickelte. Auch wenn diesen Fakt einige, über-humanistische, aber unter-evolutionierte Missgeburten nicht verstehen wollen.

Aristoteles könnte Recht haben, wenn man nicht lernt mit der Toleranz umzugehen, das diese Toleranz die letzte Tugend eine Gesellschaft ist, welche dem Untergang geweiht ist. Wenn diese Gesellschaft selbst nichts mehr zu gebe hat.


Man kann uns nicht umerziehen, das müssen wir schon selbst tun. Die Neubewertung von Fremde und daraus resultierender Gefahr ist ein ständiger Prozess, der unsere Gesellschaft wandelt, jedoch kein Lehrstoff für Schulbücher. Der Prozess ist das Leben selbst. Der Stoff der Schulbücher ist die Aufklärung.

Unterricht, der sich mehr auf anthropologische Unterschiede und Merkmale von Gesellschaften und Kulturen verstände, würde auch die Bildung zu toleranteren Menschen fördern. Doch wie kluge Köpfe schon oft bemängelten, unser Bildungssystem ist Scheiße.

Der Begriff Toleranz kommt aus dem Latein und bedeutet etwa, ertragen, erdulden. Und in etwa das, erwartet man heute auch von uns. Diese Erwartung aber, ist grundsätzlich falsch, den es geht um verstehen und begreifen. Erst im zweiten Schritt um die Tolerierung anderer Verhaltensweisen.
Aber Keinesfalls um erdulden und ertragen.
Denn erdulden und ertragen ist geistige und materielle Unterdrückung der einen Gruppe zu Gunsten einer anderen Gruppe. Was am Ende dazu führen wird, das keine Gruppe gewinnt. Gewinnen werden nur die Herrschenden.

Der Zugewinn für eine Gesellschaft ist, das zwei Gruppen mit der Zeit zu einer verschmelzen, ohne Identität zu verlieren, sondern erweiterte Identität gewinnen. Vorgänge, die es im Rahmen unserer Entwicklung oft und zu Haufe gab. Vorgänge die, wenn man ihnen Zeit lässt, positiv für unsere gesellschaftliche Entwicklung sind.
Ich lebe Toleranz, wie ich sie verstehe und bin damit immer gut gefahren.
Ich verschließe mich dem Fremden nicht, ich versuche es zu verstehen. Das Lernen fängt da an, wo man sich traut Fremdes zu erfahren, ob es Essen ist oder der Mensch selbst.

Was nicht heißt, das ich mein Leben verändern muss, aber ich kann diese Erfahrungen und Erkenntnisse meinem Leben hinzufügen, wenn ich es mag. Fremden eine Chance geben ist oft gut für mich, wenn ich dabei nicht unkritisch bleibe. Denn lange nicht alles Fremde ist toll. Doch auch in meiner Gesellschaft findet nicht alles mein Gefallen, darauf muss ich dann, verändernd einwirken. Toleranz ist, unbefangen auf den anderen zugehen und dabei seine und eigene Werte zu respektieren und im Optimalfall zu synchronisieren. Toleranz ist aber nicht, wenn ich geschlagen werde und dann noch die andere Wange hinhalte. Das ist einfach nur dumm.

Eine Freundin aus dem Horizontalen Gewerbe brachte das mal sehr schön auf den Punkt. Sie sagte „Klar verkaufe ich meinen Körper für Geld. Aber das heißt noch lange nicht, dass ich mich ficken lasse. Denn darüber bestimme immer noch ich, weil es mein Körper ist, der den Rhythmus angibt.“ Und Sorry, wer das nicht versteht und es auf die Gesellschaftlichen Zusammenhänge anwenden kann, dem empfehle ich, lass dir dein “Schulgeld“ zurückgeben.

PS. Toleranz gegenüber Religion, ist immer unangebracht denn diese selbst ist ein Quell der Intoleranz. Man darf sie gestatten, im privaten Raum, weil sie den Willenlosen und geistig Schwachen halt gibt. Aber niemals sollte man ihr gestatten, in den öffentlichen Raum einzudringen.

George W. Lästerbacke

Mittwoch, 16. August 2017

Dunkles Deutschland 2017


Ab und an erfülle ich Leserwünsche. Heute will ich Deutschland mal kurz und knackig aus der Sicht des kleinen Bürgers beschreiben.

Ich bin Brandenburger, die Zeit vor 1989, als man genau aufpassen musste, mit wem man welche Themen bespricht, kenne ich noch aus jugendlicher Selbsterfahrung.

Ich hätte 1990 nicht erwartet, dass ich das wieder erleben müsste. Nicht im wiedervereinten Deutschland. Die neu gewonnene Freiheit war 1990 so frisch, belebend und inspirierend, man konnte über alles reden, pro und Kontra diskutieren, ohne einen kritischen Blick über die Schulter, welcher bestätigte, das niemand zuhört. Das Letzte ist heute wieder Realität im Deutschland 2017.

Die Mahnung an die Kinder, dass dies oder das gesprochene Wort, zu Hause bleiben muss und keinesfalls anderswo erzählt werden darf. Genau so, wie wir es als Kinder erleben mussten. Beklemmendes dunkles Deutschland.

Die Dunkelmänner und Frauen sitzen wieder in der Regierung und den Schaltstellen der Macht, in Altparteien und Gerichten. Sie Bezahlen mit unserem Geld Denunzianten, steuern die Medien und eine Gewerkschaft namens Verdi, gibt Tipps zu Denunziation.

Ein Land, wo Gesetze nach Gusto politischer Minderheiten und einer Bundeskanzlerin Merkel gebrochen werden, nach dem Motto“Legal, illegal, Scheißegal!“.

Maastricht, Dublin, eigene Gesetze, wie zum illegalem Grenzübertritt. Und andere rechtliche Vorschriften und Gesetze sind außer Kraft, wenigstens für eine neue Minderheit an armen, unwissenden Zuwanderern.

Der eigene Bürger ist zum Freiwild erklärt und wird drangsaliert, wenn er aufbegehrt.
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Auf das Grundgesetz ist in Bezug auf die Meinungsfreiheit geschissen, wenn du eine nicht regierungskonforme Meinung hast, gilt das Grundgesetz nichts mehr. Jobverlust und Gefängnis für die freie Meinung sind wieder die Realität in Deutschland. Nicht mal 30 Jahre nach der DDR und viele Jahrzehnte nach der faschistischen Hitler Diktatur, ist das Land fest in den Klauen von Meinungsfaschisten und ihren Denunzianten.

George W. Lästerbacke

Sonntag, 13. August 2017

Philosophieren vom Thron


... oder "Gott muss ein Trottel sein“

Ich weiß nicht, was anderer Menschen am frühen Morgen tun, bei mir ist es, wie bei alle Menschen, die den Gefahren des Alltages furchtlos entgegen sehen, der Tag beginnt mit Kaffee, Kippe und Kacken. Koffein, Nikotin und Essensreste. Das Leben wollte es, das ich den Luxus der Besinnlichkeit am Morgen frönen darf. Ich kann mich des Trubels, des allmorgendlichen Schulganges meiner kleinen Tochter nicht ganz entziehen. Doch haben alle, um mich herum wuselnden Wesen akzeptiert, das ich morgens in Ruhe gelassen werden möchte. Da ich oft grade um 6.00 Uhr morgens, die Ideen habe, irgend etwas, dass mich bewegt aufzuschreiben. Sowohl Tochter als auch Lebensgefährtin benehmen sich danach. Viel mehr als den ersten Tee am Morgen, einen Kaffee und die üblichen freundlichen Floskeln mutet man mir nicht zu. Da ich sonstige Störungen eher mit Unmut quittiere.

Sonst tue ich auch, was Millionen Menschen auch tun. Morgentoilette, hört sich immer so wohlerzogen an „Morgentoilette“. Die nette Formulierung für das morgendliche, eher lästige, waschen, rasieren und dem morgendlichen „Geschäft“. Das morgendliche Geschäft, ist heute auch, unser nennen wir es „philosophischer“ Aufhänger. Nicht der eigentliche Vorgang, den zu diskutieren eher unschön wäre, sonder die wenigen Minuten der Muse dabei.
Wenn man mit sich und den verdauten Nahrungsresten des Vorabends allein ist, auf einer weißen Porzellanschüssel und einen immer zu kalten, wenn auch optisch sehr ansprechenden gestalteten Klodeckel. Ich wähle seinerzeit einen Klodeckel mit dem Druck Dreier nackter Rubensdamen. Dort fallen mir immer die seltsamsten Dinge ein. Wohl auch dem Umstand geschuldet, das ich mir dafür einfach Zeit nehme und eben sitze, bis ich sicher bin, die Sache zu einem glücklichen Ende gebracht zu haben.

Mir ging heute durch den Kopf, 'Gott muss ein Trottel sein'. Warum ich das dachte? Das ist kompliziert und doch einfach. Mein Gehirn langweilt sich im Leerlauf von Banalitäten und dann passiert eben so etwas. Die Gedanken verselbstständigen sich, sie fließen durch Nervenbahnen, docken an Synapsen an und denken über Dinge nach, die sonst auf Halde liegen. Denn im normalen Alltag, ist dafür kein Platz, auf dem stillen Örtchen, unserem Thron schon.

Unser spontanen Gedanken werden oft durch unsere Weltanschauungen gelenkt.Durch unser erworbenes Wissen, die Information des Vortages und 1000 andere Eindrucke. Das beweisen auch unsere Träume. Und das morgendliche Geschäft, ist wenn man es zulässt Tagträumerei.

Da ich weltanschaulich Agnostiker bin, also Einer, der die göttliche Existenz nicht völlig negieren will, jedoch den einen Gott für Unfug hält, setze ich auf das gedankliche Modell, des göttlichen Funken in uns. Wer auch immer diesen in uns entfacht haben sollte. Ein tranzsendentalistisches, pragmatisches Denkmodell, dass es uns erlaubt frei zu denken und zu spekulieren, welche Kräfte, die Ursprünge unsere Existenz sind. Was unser Handeln bestimmt, warum wir so sind, wie wir sind.

Der agnostische Mensch als Suchender nach der Wahrheit und Erkenntnis, nicht als geistiger Sklave des einen Gottes. Folgerichtig darf der Agnostiker an sich, solche Gedanken, wie „Gott muss ein Trottel sein“ haben. Denn auch blasphemische Gedanken, sind Teil einer Suche nach dem Unerklärlichen. Die Suche nach dem Sinn des Lebens, ist nur etwas für Dummköpfe. Unser Sein und unsere zukünftiges Sein, ist das Wichtigste, nicht unser vergangenes Werden.

Alleine der morgendlich Gang zur Toilette mit den daraus resultierenden Tätigkeiten, spricht entweder dafür, das Gott ein Trottel ist, oder aber er existiert überhaupt nicht.

Es ist die Frage doch, wenn ein göttliches Wesen in der Lage ist, in nur sechs Tagen diese Welt zu erschaffen und am siebenten Tag ruht, dann sollte er doch fertig sein. Schließlich kann ein Gott ja keine Gewerkschaft haben, die feste Arbeits- und Ruhezeiten festlegt. Also macht er es wie die meisten Fleißarbeit, Pause gibt es, wenn ich fertig bin. Welches Wunder, eine so schöne Welt mit ihren Pflanzen, Tieren und Landschaften zu schaffen, in dieser kurzen Zeit. Von der exzellenten Konstruktion der Atmosphäre und des Magnetfelds der Erde mal abgesehen, welches gleich mehrere Ingenieurswissenschaftliche Meisterleistungen wären, die tatsächlich eines göttlichen Genies würdig sind. So fragt man sich doch berechtigter Weise, was bitte soll den, der Pfusch mit dem morgendlichen Geschäft?

Die Krone der Schöpfung, der Mensch muss früh morgens, als erstes den Dreck des Vortages entsorgen? Einen Zeitpunkt des Tages, an dem der Mensch erfrischt die Augen öffnen könnte und die Zeit finden sollte, das Zwitschern der Vögel, die ersten Sonnenstrahlen und die anderen Schönheiten der Schöpfung zu genießen. Um dann frohen Mutes in den gottesfürchtigen Tag zu sehen. Welchen Sinn sollte dieser Pfusch mit den Verdauungssystem machen? Insbesondere für einen Gott machen, der Anbetung erwartet? Wollte Gott einfach nur schnell fertig werden oder ist er ein Pfuscher, was einen Trottel doch sehr nahe kommt.

Man überlege sich, ich als Gott schaffe diese schöne Welt, mit all ihrer Herrlichkeit und Schönheit. Dann stelle ich fest, meine Schöpfung ist fast perfekt, doch will ich diese Schöpfung noch die Krone aufsetzen. Dann sollte diese Krone der Schöpfung, doch perfekt sein. Denn es soll gestaltet sein, nach meinem Abbild. Ehrlich könnt Ihr euch Gott auf dem Klo vorstellen?

Gott stelle sich doch nicht einfach so hin, in seinen Hobbyraum und bastle mal eben schnell einen Adam und Hoppla, da fällt ihm ein, vermehren muss sich Adam auch noch. Also bastelt er noch flink aus Adams Rippe eine Eva. Das Ergebnis ist ein dauernd Exkremente erzeugender Wesen, dass das Ende der schöpferischen Weisheit Gottes ist?

So funktioniert dass doch nicht. Es ist völlig unlogisch, denn es passiert ohne jede Systematik. Soll ich glauben, das Gott so stümperhaft arbeitet? Hätte er nicht den ersten Prototypen verworfen?

Wenn man schon diese unsere wunderbare Welt, mit wunderbaren Pflanzen und Getier aller Art geschaffen hat, Tiere die sich auf umständlich Art und Weise Nahrung beschaffen müssen und diese letztendlich als Verdauungsendprodukt ausscheiden, dann macht das Sinn. Denn als Gott hätte man damit praktisch ein biologisches Perpetuum Mobile geschaffen, welches einmal angestoßen, auf ewig funktionieren könnte, in einem endlosen Kreis, des Vergehen und Entstehens. Ein Perpetuum Mobile, dass die Krone der Schöpfung, den Menschen für die Ewigkeit mit seiner Schönheit inspirieren und auch mit dem versorgen kann, was er benötigt. Es ist ein sich selbst versorgendes, autarkes Ökosystem, das nicht mit dem Bedürfnis nach Selbsterkenntnis ausgestattet ist. Es ist in Ordnung, das eine Kuh auf die Wiese scheißt, oder der Affe vom Baum. Dieses Wunder der Schöpfung denken nicht über Verdauungsabfälle nach.

Doch ich bitte euch, denkt doch mal nach. Der Mensch, die Krone der Schöpfung Gottes, muss sich erst mit der Nahrungsbeschaffung plagen und die Reste, dann auch noch jeden Morgen auf Gottes schöner Erde entsorgen? Wie die Affen oder die Kühe. Das ist doch absurd. Dann ist doch die Gabe sich selbst und die Welt reflektieren zu können, für den Arsch. Die Idee mit der Vegetation, war doch auch nicht übel. Photosynthese, würde dem Menschen, doch gut zu Gesicht stehen. Kein Stress mit Nahrungsaufnahme und Fäkalien. Ganz davon abgesehen, dass sich verlorene Gliedmaßen auf diese Art reproduzieren könnten. Nicht mal der Sex wäre mehr so unanständig animalisch. Ein Gott macht doch nicht solche Fehler, es sei den die Götterwelt, der alten Antike wäre die Realität, denn diese waren doch tatsächlich ein Haufen von unsterblichen Volltrotteln, bei denen Sodomie noch die kleinste Unart war. Die Realität unserer Existenz gleicht auch eher einer antiken Götterwelt, nur unsterblich sind wir noch nicht.

Natürlich könnte es sein, das Gott versucht hat, uns Menschen den Pflanzen ähnlich zu machen, doch der versuch ist dann wohl kläglich gescheitert. Denn es gibt doch so viele Menschen, welche der Vegetation sehr ähnlich sind. Sie stehen meistens dumm herum, denken nicht und reagieren nur auf Tag und Nachtwechsel.

So viele Fragen und Spekulationen zur Schöpfung, man käme gar nicht mehr vom Klo, dass ich gerne Thron nenne herunter. In der Kürze einer Sitzung, kann ich nur schlussfolgern, entweder ist dass mit der Schöpfung ganz anders gewesen oder sachlich betrachtet, Gott ein Trottel sein.

© George W. Lästerbacke


Mittwoch, 10. Mai 2017

Gottesdienst ...

... nachgehakt beim Glauben.

Vor ab ein Zitat, das die Gesamtheit des Transzendentalismus gut beschreibt. In dem wir auch ein Dilemma unserer Zeit erkennen können, wenn wir das wollen.



Sonntags pünktlich 9.00 Uhr klingt das Glockengeläut unserer evangelischen Kirche durch die Stadt. Ich frage mich immer, ob Glauben so laut sein muss. Die Katholiken sind ein Dorf weiter, deswegen stört ihr Glockengeläut nur bei guter Wetterlage. Außerdem beginnen die erst um 10.00 Uhr. Eine Uhrzeit, die ich dann wieder sehr christlich finde. Man stelle sich unsere 100 städtischen Muslime mit festem Wohnsitz hier vor, wenn diese nun auch noch eine Moschee mit einem Schreihals bauen wollten, der um 5 Uhr in der Frühe durch die Gegen grölen würde oder schlimmer noch 5 mal am Tage. Ich meine schon, das dies etwas viel Lärmbelästigung ist, für ein paar hundert Leute in der Stadt, die es mit der Religion ernst meinen.

Wobei der Glauben doch offensichtlich selbst bei den meisten Gläubigen nur noch eine Fassade ist, an der sie die eigenen Leistungen schmälern. Für die allerwenigsten Menschen ist der Glauben vielleicht auch eine seelische Krücke. Für mich ist es unnützer Humbug und ich frage mich, wieso muss ich mich mit den akustischen oder optischen Belästigungen, die mit Religion einhergehen beschäftigen? Wären diese Häuser wenigstens am Sonntag gefüllt, würde ich sagen, gut, sie erfüllen ihren Zweck, aber so? Genötigter Maßen durch die Präsenz dieser Gotteshäuser gebe ich meinen Senf dazu.

Religion sollte Privatsache sein und wenn der Pfaffe, Imam, Pope oder wer weiß noch, seine Schafe, Lämmer oder wie immer er seine Gefolgschaft nennt zusammenrufen will. Bitte, wir leben im 21. Jahrhundert, selbst die Feuerwehr benutzt keine Sirenen mehr, seit es Pieper, Handys und andere Kommunikationsmittel gibt. Ich akzeptiere Religion durchaus, als vitalen Bestandteil unserer abendländischen Geschichte und auch als erste Basis unseres heutigen Wertesystems in der Welt. Doch finde ich diese unnötige Präsenz, an sich störend, denn es ist nicht meine Welt.

Ich persönlich kenne eine gute Zahl Menschen, die bekennende Gläubige sind und sehr viel geleistet haben im Leben. Menschen denen ich Respekt zolle und mit denen ich auch über Religion diskutiere. Doch sie akzeptieren mich und ich sie. Oft haben sie sich erst in einer persönlichen Krise in den Glauben geflüchtet oder sind bereits vom Elternhaus so beeinflusst worden. Welches meine These von seelischer Krücke oder auch Folklore untermauert. Aber das wiederum ist ihre persönliche Entscheidung, die ich akzeptiere.

Denn natürlich ist es jeden selbst überlassen, ob und an was er glaubt. Allerdings beobachte ich oft, das der Mensch seine eigene Leistung plötzlich Gott zuschlägt. Warum nur, glaubt er denn es wäre ohne seine zielstrebige Arbeit möglich gewesen zu erreichen, was er erreicht hat?

Nur ein Beispiel. Gott hat mir geholfen, vom Alkohol los zu kommen, lauten die Aussagen. Jeder der sich mit diversen Suchtproblemen auseinander gesetzt hat weiß, was es für eine Leistung ist, die Sucht zu überwinden, egal welcher Art. Und wenn man tatsächlich Hilfe hatte, dann doch wohl von anderen Menschen.

Doch Erfolge oder auch Niederlagen am Glauben an ein höheres Wesen fest zu machen, dass ist doch nicht anderes, als das klein machen der eigenen Leistung, eigentlich Erniedrigung. Nichts ist schwerer als, nennen wir es, den inneren “Schweinehund“ zu überwinden. Aber genau da, wo Menschen sich selbst überwinden, behauptet der Gläubige nun, ohne ein höheres Wesen hätte er dass nicht geschafft. Das ist seltsam oder zumindest befremdlich.

Es scheint mir so, als ob es diesen Menschen an dem Glauben an sich selbst fehlt. Den Glauben, den sie dann mit dem Glauben an fremder Lenkung verwechseln. Diese Verwechslung ist auch die Quelle mangelnden Selbstbewusstsein. Das einen geistigen Paradigmen Wechsel verhindert. Man glaubt nicht an seine eigene Stärke, sonder nur an die Stärke die ein Gott einem gibt. Das aber ist keine Stärke sondern freiwillige Unterwürfigkeit, das ist klein machen der eigenen Leistungsfähigkeit und gleichzeitig eine Quelle der Intoleranz, eine Quelle der Obrigkeitshörigkeit, die unsere Welt verdirbt. Eine institutionelle Übermenschlichkeit, die letztendlich den Geist für jede Art von Missbrauch öffnet.

Ähnliche Prozesse sind auch in “Gottlosen“ geistigen Institutionen zu beobachten, wie Parteien, Organisationen und Ideologien im besonderen. Grundsätzlich kann man resümieren, es fehlt der Welt des Menschen an dem Glauben, das der Mensch selbst das Göttliche ist, das lenkt, entscheidet, Erfolge feiert und im Lernprozess auch Fehler macht. Fehler die man mit dem Glauben natürlich auch wieder einer höheren Instanz namens Gott oder Schicksal anhängen kann. Der zweite Aspekt des Glaubens, das erfolgreiche delegieren von Misserfolg an Gott oder Wahlweise an andere, die auch Götzen anbeten.

Nimmt man nur drei Weltreligionen, das Christentum, das Judentum und der Islam, so wird das anschaulich. Das Judentum, praktisch der Vorläufer des Christentums verbreitete sich mit der Lehre, der Nächstenliebe und der Gottesfurcht. Wobei klar sein muss, das Christentum stellt nur die eine Abspaltung einer ersten Splittergruppe des Judentums dar. Weshalb auch bei genauerem Hinsehen, weniger Unterschiede gibt als erwartet. Anerkennenswerte Unterschiede zum Judentum kristallisierten sich erst mit Jesus heraus. Moses "sandte" 10 Gebote, eigentlich nichts anderes sind, als eines der ersten Gesetzbücher. Simple Regeln, die in Zeiten in den jeder kleine Dorf-Obere eigene Regeln aufstellte, meist um sich zu bereichern und seine Macht zu zementieren. Nun gab es ein einfaches Gesetz, das für alle gelten sollte. Dieser Umstand gefiel den Mächtigen naturgemäß nicht. Doch die Idee von dem einen Gott und den einfachen 10 Regeln war gut und setzte sich fort im Volk. Denn es war eine Innovation. Der Bruch von Christen und Judentum wurde erst durch den angeblichen Verrat Judas an Jesus zementiert. Wobei nicht mal Jesus in Person belegt ist, geschweige den der Verrat Judas an dem Selben beweisbar wäre. Alles eine Frage des Glaubens.

Seit dieser Zeit ist die Schuldzuweisung an andere Glaubensrichtungen salonfähig geworden. Die Religion als sowohl positiv regelndes Ereignis der Menschheitsgeschichte, als auch als politisches Machtinstrument, mit all seinen hässlichen Nebenwirkungen trat in die Welt.

Niemals starben nun mehr Menschen, für den einen Gott. Die Zeiten wurden klarer durch Zuordnung zu einer Glaubensgemeinschaft und düsterer wegen des Kampfes gegeneinander. Religion als Alibi für Willkür, Verfolgung und blinden Hass gegen Andersdenkende.

Erst ein Jahrtausende anhaltender Prozess der Weiterentwicklung der Gesellschaft machte es möglich, das einstige religiöse Werte durch Aufklärung zu einem heute Humanistischen Weltbild führten. Eine gute Portion Gottlosigkeit und weniger Menschen die blind dem Glauben hinterher liefen waren hilfreich. So das wir heute gut beobachten, das Religion oft nur folkloristisch gelebt und wahrgenommen wird.

Das der Mensch im Herzen ein nettes Arschloch ist, schadet vermutlich auch nicht. Die zunehmende Individualisierung der westlichen Welt, nahm den beiden ersten Weltreligionen die Schärfe und Strenge. Denn eine zu strenge Auslegung der mit der Zeit entstandenen Regel bremste sowohl den Fortschritt, als auch die Lebenfreude. Die 10 Gebote Mose finden sich heute durchaus in den Gesetzen der westlichen Welt wieder, doch diese auch für sich selbst gelten zu lassen, da scheint der Gläubige flexibel. Das ist auch gut so. Den was aus der Religion wird, wenn man sie nochmals neu erfindet, zeigt der Islam. Der wiederum seine Wurzeln im Christentum findet. Einziger Unterschied, das Buch der Bücher dieser Religion wurde von einem Mann verfasst, dem Propheten Muhammad. Etwa im frühen 7.Jahrhundert nach Christus. Einer Zeit in der die Religion Europa bremste und doch für eine gewisse Ordnung sorgte. Eine Zeit in der, der Orient noch als aufstrebende Weltmacht galt. Der Orient, der auch Europa in Sachen Fortschritt, Vorbild sein konnte. Wie die Antike ohne Monotheismus für Europa wirkte.

Noch im Mittelalter war der Islam kein Problem, eher sogar fortschrittlich für seine heimatlichen Regionen. Denn er half das Leben vieler Menschen zu strukturieren. Seine Ausbreitung ging einher mit wissenschaftlichen Fortschritt und optimistischer Glaubensauslegung einher. Während es im mittelalterlichen Europa düster und dunkel wirkte für Wissenschaft und Menschen, durch die missbräuchliche Auslegung der Bibel und anderer Schriften des Christentums zum Zweck der Machtausübung, blühte der Orient auf. Orientalische Gelehrte beschrieben die Anatomie des Menschen, kartographierten die Welt und vieles mehr. In Europa galt die Wissenschaft als Ketzerei. Da waren wir noch im Banne von Höllenqualen, Hexenjagd. Doch auch der Islam begann sich zu verändern, spaltete sich mit all den Nebenwirkungen, die auch Europa zerrütteten. Der Islam befindet sich heute im 14.Jahrhundert, wenn man die übliche Christliche Zeitachse als Basis sieht. Einer Zeit der europäischen Kirchenfürsten, die den Fortschritt um jeden Preis aufhalten wollten und die Glaubensverbreitung propagierten. Das Bild der Länder des Orients spiegelt sich im 14.Jahrhunderts Europas.

Nur im 21.Jahrhundert nach Christus. Willkür, Unterdrückung und kein wissenschaftlicher Fortschritt. Die absolute Unterordnung des Menschen unter den Glauben, das war auch das Christentum der Zeit. Heute stellt der Islam eine Bedrohung von Leib und Leben für seine Gemeinschaft und erst recht für Andersdenkende Gemeinschaften dar. Das ist die Gefahr für eines Modernen Europas und die westlichen Welt. Denn der Islam von heute will erobern. Fortschrittliche Technologien dienen nur einem Ziel, der Unterwerfung Andersdenkender. Religionen, wie das Judentum und das Christentum, wurden als Hemmschuh für Fortschritt in der westlichen Hemisphäre überwunden, sie reformierten sich, aus sich selbst heraus.

Sie sind nur noch eine Gefahr für unser wahres Seelenheil, nämlich an uns selbst glauben zu können, nicht an Führung durch ein göttliches Wesen. Der Islam hingegen ist von Natur aus sektiererisch, es gibt keine Zentrale Ordnung, nur einen Koran, den jeder regionale Glaubensführer anders auslegt. Dem entsprechend sind die Vielzahl von Strömungen des Glaubens schwer lenkbar. Es ist fraglich, ob ein moderater Islam, der in das 21. Jahrhundert passt, sich durchsetzen könnte. Denn die wenigen, gebildeten und aufgeklärten Vertreter ihrer Art, werden im allgemeinen von der Welt des Islams nur als Verräter gesehen. Der Koran wird als der Weisheit letzer Schluss gesehen und dieser Koran predigt aggressiv und bösartig gegenüber Andersgläubigen. Er predigt Hass und Tod. Frieden gilt nur den Muslimen. Grade in Zeiten einer künstlich heraufbeschworenen sogenannten Flüchtlingskrise manifestiert sich der Islam in Europa mit seinem hässlichen Gesicht, aber kann man es verübeln, das die Führer dieser Religionsgemeinschaften die Gelegenheit nutzen, dem in selbstverliebter Dekadenz schwelgenden Europa, ihren Glauben aufzupressen? Vermutlich nicht, objektiv betrachtet. Europa hat sich in seiner Herrlichkeit verlaufen und umher irrende Menschen werden eben Opfer, so ist das Leben.

Es ist einfach, es fehlt uns der Mut an uns und unsere eigenen Fähigkeiten zu glauben, in guten, wie in schlechten Zeiten. Der Transzendentalismus, also der Glaube an den göttlichen Funken im Menschen und der Einheit des Seins, ohne Gott und Häuser in denen man Götzen huldigt, wäre für Europa der nächste Schritt hin zu Befreiung des Geistes und letztlich der Befreiung von Religion und ihren überflüssigen Institutionen. Welche schon längst als moralische Instanz abgewirtschaftet haben. Die Tranzendentalismusbewegung des 19.Jahrhundert, ist vielleicht der Lösungsweg unserer Probleme im 21. Jahrhundert.

© George W. Lästerbacke

Dienstag, 9. Mai 2017

GOTT ..


... ist das, was man daraus macht.

Gott kann man durchaus von der Definition der Kleingeister abtrennen. Also von den religiösen Spinnern, bis hin zu den Denkfaulen, die Gott als ein Wesen betrachten. Diese Menschen haben sich ein fertiges Weltbild, bequem und handlich zurechtgelegt. Also wunderbar als Alibi für alles eignet, von sich selbst von Schuld reinwaschen bis zu dem Punkt, ich muss darüber nicht nachdenken. Sie nennen es dann ihre Religion und gebe es den einen Gott, sie würden ihn nicht erkennen, wenn er vor ihnen stände. Aber notfalls würden sie dich töten, wenn du ihm lästerst.

Mit diesen Personen zu Reden, ist wie der Disput mit einer Wand. Besonders in extrem fundamentalistischen Gruppen macht somit das Reden überhaupt keinen Sinn mehr. Weil diese Menschen eine Ding anbeten, eine Kirche brauchen, Feinde und Spießgesellen. Ihr Gott wacht nach ihrer Definition eifersüchtig darüber, das der Mensch sich unterwerfe. Unumstößliche Regeln, das Hinterfragen ist nicht erwünscht. Geistiger Absolutismus. Wer mit einen IQ deutlich über dem eines Affen, sollte dort nach einem sinnvollen Disput suchen wollen? Hier ist einfach der Deckel zu. Gehirn aus, Glauben an. In dieser Gruppe findet man auch die übelste Sorte der Doppelmoralisten. Deren Kredo mit der Aussage „Wasser predigen, Wein saufen“ wunderbar beschrieben ist. Auch wenn ich hier nicht speziell auf das Christentum anspiele. Aber das Luther Zitat passt so gut.

Dann sind da noch die Gruppen moderater Gläubiger. Die Gott für den Hausgebrauch benutzen. Sie leben ihr Leben, relativ unbeeinflusst vom Glauben und tun ab und zu etwas für ihr Seelenheil. Sie reden mit Gott wenn sie ihn brauchen. Ab und zu benutzen sie ihn auch als Alibi, aber nicht so exzessiv, wie die Fanatiker.

Im privaten Raum sehe ich daran auch nichts verwerfliches. Es ist der normale Weg des Geistes sich nicht zu sehr mit seelischen oder den alltäglichen Dingen zu belasten. Zwiegespräch und ein wenig Ausrede. Da haben wir Gott light.

Denn das tun doch die Atheisten auch, nur eben ohne Gott. Sie finden andere Ausreden. Doppelmoral ist keine Ausschließlichkeit des Glaubens. Sie blüht da, wo der Mensch ist, denn jeder von uns glaubt an irgendeine Idee, die er nie in Gänze ausfüllen wird. Ob nun der Religiöse, der Ideologe oder der Atheist.

Natürlich ist Religion und Ideologie der Königsweg der Irrationalität oder der Dummheit. Dieses Urteil überlasse ich jedem selbst. Doch jeder gönnt sich ein wenig Esoterik oder auch Dogmen? Nur der dumme Mensch zeichnet sich eher durch den dummen, engstirnigen Umgang mit seinen Ideen oder Glauben aus. Der Kluge lässt sich nicht beschränken. Ob er an etwas göttliches glaubt oder an die Ratio.

Gott
Nur eine Frage der Definition.
Gott als den freien Geist zu definieren, der schöpferisch uns und unser Selbst als Ganzheit darstellt, damit kann man umgehen. Erklären können weder Atheisten noch Gläubige das Universum in seiner Gesamtheit. Da findet sich auch noch ein Platz für einen Funken Göttlichkeit. Die Transzendentalisten sind mir hier die liebsten Menschen, sie glauben an den göttlichen Funken in allem, was kräucht und fleucht, so brauchen sie keinen Gott und doch existiert er irgendwie. Schadfe das sie aus der Mode sind, sie waren die waren Moderne.

Wozu alles negieren, wenn es doch keiner beweisen kann? Gibt es einen Gott oder gibt es keinen Gott? Ein Frage, die jeder mit sich ausmachen muss, keine Frage über die man streiten kann. Sie ist irrational, da niemals zu beantworten. Einen freier Geist, den ich den göttlichen Funken nenne, den gibt es sicher. Insofern sollte wenigstens auf einer philosophischen Ebene das göttliche für möglich gehalten werden. So lange es Dinge gibt, die wir noch nicht erklären können. Vielleicht bin ich deshalb der letzte Transzendentalist.
Denn diese Sicht bereichert unsere Kreativität mehr, als sie ihr nimmt. Man gönnt sich die Offenheit, nichts für unmöglich zu halten. Vielleicht sollte ich hier die Lektüre von Plato empfehlen, der hatte mit Göttern auch nichts im Sinn, aber das göttliche im Menschen, damit konnte er etwas anfangen. Er sah Göttlichkeit im Menschen, der nicht das Unmögliche als göttliches Ziel sehen sollte, sondern das möglichst Erreichbare. Der Mensch als göttlicher Schöpfer. Der einem Wesen gleichenden Gott gar nicht benötigt hat. Weil er selbst zum Schöpfer wird. Er wird zu einen Gott, der sich nicht über andere erhebt.

Der beste Beweis der Ansichten Platos, ist der von mir oben erwähnte Gläubige, der Gott für den Hausgebrauch nutzt. Es gibt auch viele Wissenschaftler, die das sehr pragmatisch sehen. Sie sind mit ihren Erkenntnissen tiefer in unser Universum eingedrungen, als es vor Jahrhunderten noch möglich erschien. Trotzdem gönnen sie sich ihre Nische des Glaubens.

Sicher vergessen sie gelegentlich, das sie bei strenger Glaubensauslegung vor Jahrhunderten, noch ein Fall für den Scheiterhaufen gewesen wären. Aber eine gewisse Blauäugigkeit, sei es ihnen gegönnt. Ein solcher Konzens ist dem menschlichen Naturell zuzubilligen und für alle Seiten tragbar. Toleranz ist keine Einbahnstraße. Verbohrte Standpunkte auf allen Seiten, bringen niemanden etwas. Letztlich geht es um menschliche Gemeinschaft. Nicht um Götter.

Ich betrachte mich schon im weitesten Sinne als Atheist, doch ich führe auch gerne mal ein Zwiegespräch. Was ist daran anders als dem Gebet? Auch hier erwartet ich keine Antwort. Ich reflektiere es nur anders, aber sonst ist es eben ein Zwiegespräch mit einer höheren Macht in mir.

Es geht heute nicht in den Diskussionen, um Religion oder Atheismus. Das verstehen die meisten Menschen unterschiedlicher Weltanschauungen nicht. Es geht heute darum, Glauben im religiösen Sinne und auch Ideologien als Institutionen zu überwinden. Glauben braucht keine Kirche und politische Ideen keine Parteien. Der Streit ist schon philosophisch gesehen längst entschieden. Es gibt keine Gewinner. Nur eine Menschheit, die sich von Denkverboten befreit und damit an Freiheit gewinnt.

Es wird immer nur die Menschen geben, die ein Miteinander finden müssen und an der sachbezogenen Lösung von Problemen arbeiten müssen, weg von den Institutionen. Denn erst dann sind alle frei.

Gott zu erklären ist dumm und Gott total zu negieren auch, den Krieg der Weltanschauungen mit der falschen Ideen zu befeuern ist unserem den Seelenfrieden nicht dienlich.

© George W. Lästerbacke