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Samstag, 22. Oktober 2016

Kommt die DM zurück?


Der Euro, der Prügelknabe.

Ich höre stetig, die Deutschen mögen den Euro nicht. Die Menschen wollen die Deutsche Mark wieder. Das verstehe ich gut. Mir ist die Euro-Währung auch nicht sympathisch, schon weil die Scheine fast jährlich hässlicher aussehen. Dem Geld fehlt es an der nationalen Identität, früher waren es Persönlichkeiten der eigenen Geschichte, die das Geld einen nationalen Charakter verliehen. Heute sind es Bauwerke, die kaum einer kennt. Schon ein Aspekt, der den Euro dauerhaft unsympathisch macht.

Sachlich betrachtet, war der Euro eine gute Idee, mit vielen Vorteilen. Leider hat unsere Politik, im Umgang mit dem Euro nur wieder bewiesen, wie grenzenlos Ihre Unfähigkeit ist. Weder hat sie dem Volk, die Vorteile erklärt noch die Risiken. Das die Politik aber der Bevölkerung laufend erklärt hat, wegen des Euros wäre nichts teurer geworden, dass ist schlicht eine Frechheit, da man diesen Fakt, ohne Anstrengung widerlegen konnte.
Die Frechheit, Inkompetenz und Dreistigkeit der Politik im Umgang mit Ihren Aufgaben der Volksaufklärung, das hat das miese Image des Euros erst ermöglicht. Denn unzweifelhaft, gibt es auch Vorteile. Man mag den Euro noch so wenig mögen, mit ein wenig Vernunft betrachtet, ist es noch eigentlich schwachsinnig ihn wieder abzuschaffen.

Dafür gibt es viele Gründe. Einmal die Bequemlichkeiten, wie etwa, europaweit mit Euros zahlen zu können, keinen Wechselkurs mehr und ähnliches, das würden uns schon fehlen. Spätestens im Urlaub würden wir es schnell bemerken. Der Sinn, der Vereinfachung von Waren und Dienstleistungsverkehr, ist ein weiterer Grund. Das Resultat der Wiedereinführung der D-Mark, es würde unmittelbar Preissteigerungen verursachen. Alle vom Export abhängigen Wirtschaftsbereiche in Deutschland, würden Nachteile erleiden. Der Export sinkt, die Arbeitslosigkeit steigt bei starker D-Mark. Die heutigen Wirtschaftsdaten sprechen für eine starke D-Mark. Gründe, welche uns zu denken geben sollten.

Auch wenn wir den Wechselkurs DM/Euro bei einer neuen Einführung der Deutschen Mark betrachten. Es würde notwendig, in diesen Kurs zurück zu tauschen. Hat sich schon einmal Einer der Euro Kritiker auf der Straße vor Augen geführt, was das bedeuten würde? Vielleicht würden Dinge wie TVs, Elektronik und Autos kurzweilig günstiger, aber die Alltäglichen Dinge, wie Essen oder Benzin, hier würde sich am Ende nicht viel ändern. Denn grade Supermärkte waren doch Nutznießer des Euros. Heute würden Supermärkte einfach die Preise verdoppeln und dabei auch noch schummeln.

Das ist nur ein Denkanstoß. Jeder kann an Hand dessen, seine geistige Preisliste entwerfen. Ich persönlich, glaube nicht, das diese Preisschilder gefallen würden. Billiger wird sowieso nichts, nur noch teurer. Ich denke wir sollten unsere Zeit nicht mit Geschwätz von „Der Euro muss weg.“ beschäftigen. Sondern unsere Kraft darauf verwenden, die Politiker zu entfernen, die einer neuen Finanzpolitik mit ihrem Euro-Lobbyismus, der nur Banken und Wirtschaft dient, im Wege stehen. Allerdings würde ich aus heutiger Sicht nicht ausschließen, das der Euro noch grandios scheitert, womit sich jede Diskussion erledigt hätte.

Georg W. Lästerbacke

Montag, 17. März 2014

Finanzkrisen oder Gott Mammons Kinder

Kurz zum Einstieg im meinen Text. Die Frage was oder wer ist Mammon?
Mammon ist ursprünglich ein unredlich erworbener Gewinn oder unmoralisch eingesetzter Reichtum, der nicht dem Gemein-, sondern dem puren, unredlichen Eigennutz dient. Heute wird mit dem Begriff schnöder Mammon abschätzig das Geld im Allgemeinen bezeichnet. Eine Bezeichnung die dem Geld nicht gerecht wird, die der historischen Entwicklung aber durchaus Rechnung trägt. Die ursprüngliche Definition entspringt dem Verständnis des nach alttestamentarischen Judentums. Als personifizierter Reichtum ist Mammon ein Dämon, der den Menschen zum Geiz verführt. Genau genommen also kein Gott, doch wer will den Unterschied machen?

Fiktion?
Es war einmal vor vielen tausend Jahren, da tauschten die Menschen aus, was sie zum Leben benötigten. Der Fischer gab dem Netzmacher Fische zum Verzehr, der Netzmacher gab dem Fischer die Netze um Fische zu fangen, damit beide gut leben konnten. Der Fischer fischte so viele Fische, dass sehr viele Menschen davon leben konnten. Der Netzmacher wiederum bezahlte den Garn-Macher mit Fisch und so weiter pflanzte sich die Idee fort, dass man Dinge, Dienstleistungen und Anderes zum Leben handeln, beziehungsweise tauschen konnte. Es war unser erster Weg in die Zivilisation.

Innovationen
So kam es also, das jeder Mensch seine Talente entdeckte Dinge zu produzieren, die andere brauchten oder aber Dienstleistungen anzubieten. Die Menschheit wuchs und konnte gedeihen. Das war gut so, den die Familien und Sippen ernährten und unterhielten nicht mehr nur sich selbst. Sie entwickelten sich, spezialisierten sich und eine echte Gemeinschaft der Menschen konnte entstehen. Heute nennen wir es Fortschritt, der am Anfang unserer Zivilisation lag. Fortschritt durch Innovationen, das war und ist das Herz und die Seele unserer Gesellschaft. Ein gutes Gefühl soll es sein, dass wir als Gemeinschaft gemeinsam alles schaffen können. So lebten die Menschen hart arbeitend, aber glücklich. Doch jeder ahnte es, es kann nicht ewig so funktionieren, das wir nur Tauschhandel treiben. Wenn immer mehr Menschen immer mehr Menschen versorgen müssen, bedarf es wiederum Innovation.

Die Fiktion einer Idee
Doch eines Tages hatte ein kluger Mensch eine Idee. Ein Mensch wie du und ich, den unsere Vorfahren waren nicht dümmer als wir, sie konnten nur viele Dinge einfach noch nicht erklären. Vielleicht war er ein Fischer, vielleicht ein anderer einfacher Mann der Landwirtschaft oder auch schon einer in der Gemeinschaft, der ein Denker war, den die Gemeinschaft nährte, um von seinen Gedanken zu profitieren, wir wissen es nicht. Saß er in einer Wanne, wie einst Archimedes und rief Heurika oder wandelte er am Strand. Sah er die vielen Muscheln, die von der wogenden Gischt des Meeres an den Strand gespült wurden? Das bleibt wohl das Geheimnis der Jahrtausende.

Sagen wir einfach, es war einmal auf einer kleinen Südsee Insel. Die Menschen versammelten sich, um zu feiern, einem ihre vielen Götter zu huldigen oder zu danken für ein gutes Leben. Als ein junger Mann sich erhob und sprach. Es war einer dem die Gemeinschaft zuhörte, er war ein Denker, ein Schamane. Einer aus einer langen Kette von Weisen. Er sprach zu lieben Freunden, Mitmenschen, Brüder und Schwestern, zu seines Gleichen. „Nun leben wir lange und gut in unserer Gemeinschaft, ich möchte sagen unsere Götter meinen es gut mit uns, wir arbeiten hart, aber wir leben auch in Hülle und Fülle. Das was wir produzieren ist gut und viel, doch wir tauschen unsere Waren und andere Völker anderer Inseln kommen, um auch mit uns zu tauschen. Wir haben nur ein Problem, wir leben von Tag zu Tag und Vieles, das wir produzieren verdirbt, oder wird nicht zum Zeitpunkt der Produktion benötigt. Einfach so, weil wir nicht genug tauschen können. Stimmt ihr mir zu liebe Freunde?“ Ein zustimmendes Raunen belebte die Menge und viele, sehr viele Menschen hatten über ihre Probleme zu berichten.
So sprach der Weise dann „Ich habe die Lösung unseres Problems gefunden, mögen die Götter mir den Weg gewiesen haben, es zu erkennen. Aber ich glaube, wir werden eine noch reichere und blühender Gemeinschaft haben, wenn wir einen Wert für die von uns produzierten Dinge und Leistungen festlegen. Wenn wir die Dinge nicht mehr direkt tauschen müssen, um heute und morgen zu leben, sondern sie dann, wenn wir sie brauchen, vom Anderen erwerben können. Wir tauschen weiterhin, Ware gegen Ware, aber wir werden auch Werte festlegen und Dinge mit etwas bezahlen zu können, das ich einmal Geld nennen möchte. Der Wert unserer Ware ist dann nicht nur Fisch gegen Netze oder Fisch gegen Garn, oder Brot gegen Fisch, Obst und Anderes. Der Wert unserer Ware ist dann auch Geld gegen Ware, wenn wir Waren nicht heute, sondern erst morgen benötigen. Vieles würde dadurch einfacher und dieses Geld verdient Jeder, der seine Ware nicht nur tauschen kann, sondern auch verkaufen. Das Alles ist eine Idee für die Zukunft, die noch schöner werden kann, den unsere Arbeit bekommt Wert und kann bezahlt werden. Meine Idee ist abstrakt, aber ich glaube ihr werdet sie verstehen. Auch weiß ich, wie wir zahlen werden. Unser Meer, das uns immer gut ernährt hat, gibt uns jedes Jahr viele Muscheln, darunter auch sehr seltene Exemplare. Diese werden wir sammeln und markieren, sie werden unser Geld.“

Das Geld ist kein Teufelswerk
So entstand vielleicht einmal das Muschelgeld, wohl eine der ältesten Formen von Zahlungsmitteln, vielleicht war es auch ganz anders, das wissen wir nicht. Doch eines will ich damit sagen, Geld ist kein Teufelswerk, kein Ende der Zivilisation. Geld ist eine Erfindung, die Fortschritt erst ermöglichte. Geld ist gewissermaßen ein praktikables Belohnungssystem und nicht böse. Geld ist seelenlos und nur der Mensch macht daraus Schlechtes, wenn er es falsch einsetzt, wie bei der Eiführung bereits definiert.
So kam es also, das unser Geld in die Welt kam und da unsere Welt noch unendlich weit war und viele Menschen nichts von der Erfindung des Geldes wussten, dauerte es Jahrtausende, bis die Menschheit überall auf der Welt immer wieder die Idee hatte Geld zu erfinden. Andere schauten sich die Idee vielleicht auch einfach nur ab. Doch gewiss ist, als unsere Hochkulturen erblühten, da war das Geld bereits fester Bestandteil unserer Kulturen und machte sie reicher. Half den Handel zu fördern, mathematische Systeme zu erfinden, belebte unseren innovativen Geist, ließ Dynastien entstehen und vereinfachte das Leben vielerorts.
Selbstverständlich war nicht alles gut. Natürlich entstanden auch Ungerechtigkeiten, Geld vermehrte sich einfach dort, wo Einige klüger vorgingen bei der Verwendung und den Einsatz von Geld. Geld löste Konflikte kleiner Natur und großer Natur aus. Gaunereien und Geld sind eben unausweichlich. Doch Gier ist keine Erfindung, die mit der Erfindung des Geldes zu tun hat, sie liegt in der menschlichen Natur. Geld war nur das neue Objekt der Begierde. Es war eine zugute Erfindung, als das unsere Gier es hätte ignorieren können.
So könnte man sagen, nicht alles, was glänzt, ist Gold beziehungsweise Geld, doch ohne das Geld wären wir heute noch dort, wo wir am Anfang standen, Jäger, Sammler und Tauscher. Nichts was wir heute haben, wäre ohne Geld möglich gewesen. Keine Forschung, Medizin und vieles andere Dinge, die unsere Zivilisation ausmachen, wurden nur durch die Innovation Geld ermöglicht. Geld schuf die Freiheit, nicht nur zu produzieren, sondern auch die Freiheit, dass Denker nicht produzieren mussten, um zu überleben. Der Geist hatte die Möglichkeit sich größer und schöner zu entfalten, als es jemals der Fall war.

Gesellschaftliche und geistige Degeneration
Das Geld heute in der absurden Form pervertiert ist, das es durch Zins und Zinseszins Strukturen, praktisch aus der Luft gegriffen erschaffen wird und bedeutendstes Element von Unterdrückung geworden ist, das wiederum ist auch nur menschlicher Phantasie zu zurechnen. Gespeist vom gierigen Naturell des Menschen oder sagen wir besser einiger Menschen. Den Gier ist nicht bei allen Menschen als pathologische Geistesstörung ausgeprägt, sondern in leichter Form vorhanden. Vielen Menschen reicht es zu wissen auf normalen, gesunden Level sozial abgesichert zu sein und für ihre Arbeit einen angemessenen Lohn zu erhalten. Das heute nachgewiesen in Banken und anderen Finanzunternehmen mehr Menschen sitzen, die pathologische Soziopathen und Psychopathen sind, als in geschlossenen Anstalten und Hochsicherheitsgefängnissen, ist eine logische Entwicklung unseres krankenden Geldsystems. Gier kann krank machen. Doch losgelassen auf eine immer noch arglose gesellschaftliche Mehrheit, sind diese Menschen gefährlich.
Historisch gesehen wurde diese Fehlentwicklung bereits im 16 Jahrhundert von Italienischen Goldhändlern inszeniert, die mehr Gold beliehen, als sie tatsächlich in ihren Lagern hatten. Die dadurch erzielten unredlichen Gewinne aus einem Vorgang, den man streng genommen als Betrug bezeichnen kann, beflügelten die Geldhändler in aller Welt, die Macht an sich zu reißen und von nun an nicht mehr Ware zu produzieren, sondern Geld.
Ich brauche hier Niemanden zu schildern, wie es so im Prinzip klugen, kriminellen Dynastien gelang, bedeutend phantasieloseren, nicht unbedingt dümmeren, arglosen Menschen die Hölle auf Erden als Paradies zu verkaufen, das weiß eigentlich Jeder der sich damit befasst. Der Rest erahnt es wohl.
Es funktionierte auch noch einige Jahrhunderte ganz gut, trotz allem Übel, war Geld der Katalysator für Fortschritt. Doch das eigentliche Ende des Sinnes von Geld liegt bereits im 19. Jahrhundert. Der Zeitpunkt, als gerissene Geschäftsleute auf die Idee kamen, Geld einzusammeln, um neue Dinge zu produzieren, um damit wiederum Geld zu erschaffen. Die Spirale von notwendigen Wachstum, Konsum und künstlich erschaffenem Geld war erfunden. Die Aktiengesellschaft, größtmöglicher Fixpunkt für Gier. Das leicht verdiente Geld, das Andere generieren.

Eine riesige globale Krake umspannt heute in Form von Aktiengesellschaften die Welt mit nur einem Ziel, Dividende zu erzielen. Die notwendige Spirale aus wachsender Produktion und Konsum, wiederum wird von einer Billionen Dollar Werbeindustrie angeheizt, so gut es geht. Doch all das ist, was heute unseren Fortschritt zu zerstören beginnt. Längst geht es nicht mehr darum, das es nötig ist, das sich das beste, in der Qualität unschlagbare Produkt durchsetzt, sondern nein, es muss nur so wirken, je schneller es kaputt geht, um so besser. Nur so produziert man Wachstum und Konsum. Sogar Stagnation ist von Interesse für das Geld, was aus dem Nichts entsteht, neue Erfindungen machen Furore, kurze Schlagschatten in der Öffentlichkeit, doch dann Schweigen um die fortschrittlichen Technologien. Der Verbraucher macht weiter wie bisher. Was passiert dann? Die Industrie erwirbt Patente uns sie verschwinden auf nimmer wiedersehen, wenn sie der alten Art Geld zu verdienen im Wege stehen. Vernichtung und verschweigen fortschrittlicher Technologien, die nicht dem Konsum, sondern der Erleichterung des Lebens der Menschen dienen, sind schlecht für das System. Unabhängige Energien, umweltfreundliche Verpackungen und vieles Anderes wird unterdrückt, um das Geldroulett weiter laufen zu lassen. Freiheit für den Menschen von Abhängigkeiten der Industrie, ist ein Traum, der gerne verkauft wird. Doch nur um die Sklaverei ewigen Wachstums und stetigen Konsums weiter zu verkaufen. Geld als Hamsterrad.

Und egal worum sich Konflikte heute auf dem Globus drehen, wenn man tiefer gräbt, wird es in neun von zehn Fallen um die Generierung von Geld in irgendeiner Form gehen. Vorgetragene ethnische und politische Probleme sind nur selten die echte Ursache und eher ein künstlich beeinflusstes und gepuschtes System von Hass, auf andere Menschen, hinter denen wiederum handfeste Geldinteressen stehen.

Die immer deutlicher zu Tage tretenden Dauerkrisen der Geldsystem sprechen eine deutliche Sprache, der bereits im 16. Jahrhundert injizierte Kreislauf künstlich produzierten Geldes mit endlosen Wachstum versagt immer mehr, nicht nur weil die produzierenden Menschen, zu wenig an Gewinnen beteiligt werden, sondern schlicht, weil es kein endloses Wachstum gibt, ohne Innovationen. Unsere Zivilisation überlebt nur noch, wenn Produzierende zu Hungerlöhnen arbeiten und Andere die noch besser verdienen konsumieren können. Deshalb gleiten sogenannte Konzerne und Hedge Fonds wie Heuschrecken über den Planeten und ziehen weiter, wenn verbrannte Erde zurückgeblieben ist. Aber auch dieser Kreislauf kann nicht ewig funktionieren. Kriege und Lüge um alles was sich plausibel darstellen lässt sollen uns blenden, um das Ende unserer zivilisatorischen Fortschritte unsichtbar zu machen. Doch es ist Realität. Werden wir den heutigen Finanzsystemen kein Ende machen, dann werden sie unserer fortschrittlichen Zivilisation ein Ende machen. Nur aus Gier wird eine blühende Menschheit wieder in der Steinzeit erwachen, um sich neu erfinden zu müssen. Das sind wir geworden, die Kinder des Dämon Mammon.

© Blasphemous Jaw

Mit diesem Text möchte ich auch meines lieben Freundes Leonhardt gedenken, der jeden Gedanken darin verstanden hätte. Dessen Geist darin fortlebt.

Freitag, 12. Juli 2013

‪#‎Bundestagswahl‬ und andere Spiele.


Zum Wochenende möchte ich euch, ein paar Gedanken mit geben, die ihr einmal ohne Scheuklappen betrachten solltet. Wenn das überhaupt noch möglich ist.

Etwas simplifiziert werde ich unsere politische Lage beschreiben. Vermutlich gefällt Einigen von Euch nicht, was ich schreibe, andere verstehen es nicht und die meisten interessiert es nicht.
Ich schreibe es trotzdem auf. Denn es gibt 2013 eine Bundestagswahl und wieder wird sich nichts ändern. Weil ein Spiel gespielt wird, dass Keiner durchschauen will oder das einfach ignoriert wird.

Es gilt, die Parteien Illusion aus den Köpfen zu entfernen. Das System ist nichts Anderes als eine Einheitspartei geworden. Die Individualität ist eine Illusion. Abweichende Nuancen in den Programmen, sind Folklore, nicht mehr.

Das große Ziel ist, den Pott der Macht zu verteilen, das Wahlvieh treibt man vor sich her und opfert es auf dem Altar der neo liberalen Wachstumsideologie.

Die Dummheit ist, durch die Teilnahme an den Demokratie Spiel legitimiert der Wähler nur einen weiteren Flügel eines Machtblocks, der keinerlei Interesse am Volk hat. Es ist eine wahnsinnige, ideologisierte Clownerie geworden.

Das Nazi Spiel, ist die Randerscheinung, um Buhmänner zu zeigen, die das Spiel der Demokratie bedrohen. Der perfekte Rahmen, hat immer zwei Buhmänner. Einen links und einen rechts, damit die Mitte sich für wahr halten kann. Somit haben wir, die Linke, die NPD und als Sahnehäubchen, die NSU. Eine absolute Minderheit, zugegeben Beobachtungswürdiger bis kriminell gefährlicher Personen, wird zum Staatsfeind deklariert, um das Volk zu blenden. Gleichzeitig wird jeder Andersdenkende in die Nazi Schublade gepackt um echte Kritiker mundtot zu machen.

Das ist das Spiel mit der Macht. Wer es mitspielt, macht sich schuldig, wer sich raus hält macht sich schuldig und Alle werden den Preis bezahlen. Organisiert Euch, findet die eigene Mitte. Macht kann man nur mit Macht bekämpfen. Und egal wie lange sich die Erde dreht, die Macht ist auf der Straße, man muss sie nur nutzen. Die Wahlen kann das Volk nicht mehr gewinnen, seine Freiheit jedoch schon.

Allen die das zu Ende gelesen haben, einen schönes Wochenende, dem Rest schlaft weiterhin gut.

Blasphemous Jaw

Montag, 1. Oktober 2012

Krise, Krise, Krise.. Eure Krise ist nicht meine Krise.

Mich persönlich betrifft die Krise nicht, wobei ich schon die Formulierung Krise für dümmlich halte, in der Sache überhaupt nicht angemessen. Das liegt daran, das erst mal dazu gehört zu verstehen, das diese sogenannte Krise, keine Krise ist, sondern eine logische Folge eines Systems, das nur oberflächliches Wachstum im Auge hat. "Der Zins hat mehr Seelen verdorben, als der Teufel"... ist ein passendes Zitat dazu. Dieses System ist eine dauerhaft Krise und funktioniert nur scheinbar für einen Teil der Menschheit, solange es nicht offensichtlich wird, das Menschen vor deinem Angesicht leiden. Weil das System den Menschen nur noch als Konsument benötigt. Die Fortschreitende Automatisierung von Arbeitsprozessen macht mit der Zeit deutlich, das der Mensch keine Größe darin ist, da seine Arbeit nicht mehr benötigt wird. In der Interaktion, dieses Faktors und der Generierung von Geld, das es gar nicht gibt. Wird deutlich, das dieses System von Anfang an zum scheitern verurteilt ist. Das System versucht zwar immer wieder auf neue, noch in-humanere Ideen auszuweichen. Mit absurden Theorien, wie z.B. Klimawandel oder Terrorismus Bedrohung neue Profite zu generieren. Die Globalisierung ist das beste Beispiel für dieses bis in die letzte Faser verblödete und kurzsichtige System, das unter Anderen von jedem Einzelnen von uns getragen wird. Das Gross der Menschen ist zu dumm und ungebildet, das zu erkennen. Sie rennen jeder Parole hinterher, die Welt zu retten und vergessen dabei, die Menschheit zu retten. Doch das System generiert immer wieder nur künstliches Wachstum und wenn es aus Krisen aller Art ist. Dieser Kreislauf endet erst, wenn die edelste Aufgabe ist, den Menschen zu retten. Dazu fehlt es aber am geistigen Potential, den Unterschied zwischen gefühlten Wohlstand durch Luxus und Wachstum und erlebten Wohlstand durch Zufriedenheit durch gemeinsamer Kreativität und Fortschritt für Alle zu erkennen. Ich muss noch ergänzen, mich betrifft die Krise persönlich nicht, weil ich nie wirklich dumm genug war mich in Systeme zu integrieren, geistig und moralisch, deren Fehler so offensichtlich sind. Ich beobachte nur und funktioniere in Parametern, die notwendig sind, aber ich bin immer, ICH geblieben, ein Individuum, kein Mitglied einer Gesellschaft, die von geheuchelten, verdummten Trottel dominiert wird. Ich tue nur so, um das Vernünftigste zu tun, was ein Mensch tun zu können, glücklich sein. Löse Dich von der Gesellschaft und versuche eine Gemeinschaft zu finden, das ist der Weg. Den Widerstand gegen eine Masse von Blinden bringt nichts, du musst das tun, was du für richtig hältst. Und wenn du genug denkfähige Wesen gefunden hast, dann zeige den Anderen, dass es im Kleinen funktioniert, nur so kannst du tragfähige, dauerhafte Konzepte für die Zukunft erschaffen, in dem du Sie lebst. Dein Vorbild im kleinen Rahmen, das bewegt mehr, als jede Parole. Auch wenn es viel länger dauert. Georg Wilhelm von Fürstenberg

Samstag, 7. Juli 2012

Lauter offene Briefe - Diktatur der Idioten


Lauter offene Briefe..

es geht in Deutschlands was. Meinungsfreiheit wird wieder genutzt. In den letzten Tagen, drei offene Briefe von anerkannten Fachleuten, pro Kontra Bankenunion.

Ich werde nicht einschätzen, was diese Experten beurteilen. Hanns Abele (Wien)
Werner Abelshauser (Bielefeld),Klaus Adam (Mannheim)und Ihre Kollegen, vertreten natürlich eine für uns Laien, gut verständliche Sicht. Das ist mir natürlich sympatisch, doch sollte man, die anderen Stimmen nicht ignorieren. Vom demokratischen Standpunkt betrachtet.

Aus meiner Sicht, ist es einfach nur die Unterscheidung von menschlich, vernünftiger Sicht, das es so ökonomisch nicht weiter geht. Die durch die Verfasser des ersten offenen Briefes ausgedrückt wird. Und der Betrachtung der ewig, gestrigen Erhalter des Unnötigen. Die Verfasser des letzten offenen Briefes gehören unzweifelhaft zu den "Erhalter". Die Gruppe, der Ökonomen, die ohne Frage Banken und Politik Interessen bedienen.
Es ist gut, das diese Diskussion so geführt wird. Denn die normalen Bürger mussten eine Orientierung erhalten. Von Fachleuten, ohne zu großen Politik Einfluss.
Das dient unserer Streitkultur.
Wir leben bereits seit viel zu langer Zeit, in einer "Diktatur der Idioten". Inkompetente Politiker, die mit Hilfe von Lobbyisten und Bauchgefühlen Menschen führen wollen und mit Elan, einen ganzen Kontinent in den Ruin treiben.
Es soll also besser sein, viele weitere, offene Briefe zu schreiben. Dadurch wird nichts schlimmer.
Es ist euch selbst überlassen, eine Meinung aus dem Meinungsäusserungen hier zu bilden.

George W. Lästerbacke


Liebe Mitbürger,

die Entscheidungen, zu denen sich die Kanzlerin auf dem Gipfeltreffen der EU-Länder gezwungen sah, waren falsch. Wir, Wirtschaftswissenschaftlerinnen und Wirtschaftswissenschaftler der deutschsprachigen Länder, sehen den Schritt in die Bankenunion, die eine kollektive Haftung für die Schulden der Banken des Eurosystems bedeutet, mit großer Sorge. Die Bankschulden sind fast dreimal so groß wie die Staatsschulden und liegen in den fünf Krisenländern im Bereich von mehreren Billionen Euro. Die Steuerzahler, Rentner und Sparer der bislang noch soliden Länder Europas dürfen für die Absicherung dieser Schulden nicht in Haftung genommen weden, zumal riesige Verluste aus der Finanzierung der inflationären Wirtschaftsblasen der südlichen Länder absehbar sind. Banken müssen scheitern dürfen. Wenn die Schuldner nicht zurückzahlen können, gibt es nur eine Gruppe, die die Lasten tragen sollte und auch kann: die Gläubiger selber, denn sie sind das Investitionsrisiko bewusst eingegangen und nur sie verfügen über das notwendige Vermögen.


Die Politiker mögen hoffen, die Haftungssummen begrenzen und den Missbrauch durch eine gemeinsame Bankenaufsicht verhindern zu können. Das wird ihnen aber kaum gelingen, solange die Schuldnerländer über die strukturelle Mehrheit im Euroraum verfügen. Wenn die soliden Länder der Vergemeinschaftung der Haftung für die Bankschulden grundsätzlich zustimmen, werden sie immer wieder Pressionen ausgesetzt sein, die Haftungssummen zu vergrößern oder die Voraussetzungen für den Haftungsfall aufzuweichen. Streit und Zwietracht mit den Nachbarn sind vorprogrammiert. Weder der Euro noch der europäische Gedanke als solcher werden durch die Erweiterung der Haftung auf die Banken gerettet; geholfen wird statt dessen der Wall Street, der City of London – auch einigen Investoren in Deutschland - und einer Reihe maroder in- und ausländischer Banken, die nun weiter zu Lasten der Bürger anderer Länder, die mit all dem wenig zu tun haben, ihre Geschäfte betreiben dürfen.
Die Sozialisierung der Schulden löst nicht dauerhaft die aktuellen Probleme. Sie führt dazu, dass unter dem Deckmantel der Solidarität einzelne Gläubigergruppen bezuschußt und volkswirtschaftlich zentrale Investitonsentscheidungen verzerrt werden.


Bitte tragen Sie diese Sorgen den Abgeordneten Ihres Wahlkreises vor. Unsere Volksvertreter sollen wissen, welche Gefahren unserer Wirtschaft drohen.
Hanns Abele (Wien)
Werner Abelshauser (Bielefeld)
Klaus Adam (Mannheim)


Unterzeichnerliste 172 Wirtschaftswissenschaftler und Ökonomen, sie Link Orginalbeitrag FAZ (Überschrift doppelklicken.)

Noch ein offener Brief ( Gegenstrom Meinungen von anderen Ökonomen, zur Bankenunion. )
Gipfelbeschlüsse “gehen in die richtige Richtung”





Hier der Wortlaut:

Stellungnahme zur Europäischen Bankenunion

Die Krise im Euroraum hat fatale Konstruktionsfehler der Währungsunion offenbart. Sie kann nur durch eine entschiedene Kursänderung bewältigt werden. Die Politik hat nun die Chance, die Weichen in die richtige Richtung zu stellen.

Ein wesentlicher Teil des Problems ist die enge Verknüpfung zwischen der Verschuldung des Finanzsektors und des Staates auf nationaler Ebene. Staatshaushalte müssen für die Refinanzierung ihrer systemrelevanten Banken einstehen. Umgekehrt halten die Geschäftsbanken in großem Umfang Schuldverschreibungen ihrer eigenen Staaten. Dadurch wird jede Bankenkrise zu einer Staatsschuldenkrise und umgekehrt – das Misstrauen schaukelt sich gegenseitig immer weiter hoch.

Das Problem verschärft sich derzeit noch dadurch, dass internationale Finanzakteure sich aus Furcht vor einem Auseinanderbrechen des Euroraums immer stärker aus der Finanzierung der Krisenländer zurückziehen. Die nationale Segmentierung wird damit noch dramatischer und droht den Euroraum zu zersprengen.

Nur wenn es gelingt, die Refinanzierung der Banken von der Solvenz nationaler Staaten abzukoppeln, kann sich die Kreditversorgung in den Krisenländern stabilisieren. Wenn die Refinanzierung der Banken unabhängig von der finanziellen Situation des jeweiligen Staates ist, dann hat eine Schuldenkrise des Staates keine direkten Auswirkungen auf die Kreditversorgung. Durch die einer Staatsschuldenkrise folgenden Sparmaßnahmen entstehen zwar konjunkturellen Schwankungen. Diese lassen sich jedoch durch eine Europäisierung der Kreditversorgung dämpfen. Durch ein europäisches Rückgrat kann der Finanzsektor Schocks in einzelnen Ländern leichter abfedern. Zentrale Voraussetzung dafür sind nicht nur einheitliche Regulierungsstandards, sondern auch deren Umsetzung aus einer Hand.

Eine stärkere Integration des europäischen Finanzsystems und eine Entkopplung von Staatsfinanzen und Kreditversorgung sind für eine stabilere Architektur Europas unverzichtbar. Sie sind wichtige Schritte, um den Teufelskreis zwischen nationalen Schulden- und Bankenkrisen zu durchbrechen.

Ein gemeinsamer Währungsraum mit freien Kapitalströmen kann ohne eine Europäische Bankenunion nicht sinnvoll funktionieren. Die Beschlüsse auf dem letzten EU Gipfeltreffen gehen deshalb in die richtige Richtung. Nun kommt es darauf an, sie so umzusetzen, dass eine tragfähige Lösung mit einheitlichen europäischen Strukturen geschaffen wird.

Es darf dabei keinesfalls um eine Vergemeinschaftung der Haftung für Bankschulden gehen. Vielmehr kommt es darauf an, dass die europäische Bankenaufsicht wirksame Durchgriffsrechte auf insolvente Banken in den Krisenländern bekommt. Die europäische Behörde muss mit der Kompetenz ausgestattet sein, eine ernsthafte Re-Kapitalisierung solcher Banken durch Ablösung der bisherigen Anteilseigner und durch die Umwandlung von Bankschulden in Eigenkapital durchzusetzen. Wir brauchen ein einheitliches europäisches Restrukturierungsverfahren, um marode Institute neu aufstellen oder auch abwickeln zu können. Das bedeutet auch: Gläubiger maroder Banken müssen für ihre riskanten Einsätze haften, sodass die Abwicklung von Banken weitestgehend ohne Steuermittel auskommen kann. Um die Stabilität einer Bankenunion finanziell abzusichern bedarf es eines gemeinsamen Restrukturierungsfonds, der mit verbindlichen Auflagen eingreifen kann. Der ESM kann diese Rolle übernehmen. Auch eine verstärkte europäische Einlagensicherung kann auf Dauer zur Stabilität des Systems beitragen.

Nur eine europäische Bankenaufsicht mit weitreichenden Eingriffsrechten kann die enge Bindung zwischen Staats- und Bankfinanzen sowie nationalen Regulatoren wirkungsvoll durchbrechen. Jetzt besteht die Chance, dies umzusetzen und damit einen wichtigen Schritt zur dauerhaften Lösung der Probleme im Euroraum zu machen. Dagegen ist es viel schwieriger, auf fiskalischer Ebene direkt in die Souveränität von Mitgliedsstaaten einzugreifen – dies würde eine funktionierende europaweite demokratische Legitimation erfordern, von der wir derzeit noch weit entfernt sind. Die Bankenunion ist deshalb nur ein Teil der Lösung. Es bedarf auchMechanismen und Kontrollen der Staatsfinanzen, die im Rahmen des europäischen Fiskalpaktes umgesetzt werden sollten.

Eine Bankenunion kann den Zusammenhalt der Währungsunion sichern. Deshalb plädieren die Unterzeichner dafür, tragfähige einheitliche Strukturen auf europäischer Ebene zu schaffen mit denen die Kreditversorgung von der Finanzierung der Nationalstaaten entkoppelt wird.

Erstunterzeichner:

Michael Burda (Berlin)

Hans-Peter Grüner (Mannheim)

Frank Heinemann (Berlin)

Martin Hellwig (Bonn)

Mathias Hoffmann (Zürich)

Gerhard Illing (München)

Hans-Helmut Kotz (Frankfurt)

Jan Pieter Krahnen (Frankfurt)

Gernot Müller (Bonn)

Isabel Schnabel (Mainz)

Andreas Schabert (Dortmund)

Moritz Schularick (Berlin)

Dennis Snower (Kiel)

Uwe Sunde (München)

Beatrice Weder di Mauro (Mainz)

Wir laden alle Kolleginnen und Kollegen ein, die Stellungnahme zu unterstützen.