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Freitag, 29. August 2014
Virtuelles Geld und Freiheit
Einfach nur Geld?
Unsere Vorfahren hatten noch einen einfachen Umgang mit Geld. Sie kauften und verkauften Dienstleistungen und Waren damit und um sich vor Raub und Verlust zu schützen, versteckten sie es gut im Haus oder Garten. Die einen im Schub, in Dosen und anderen Gefäßen, die Anderen, die etwas mehr besaßen hatten ihr Töpfen gut im Garten vergraben. Auch heute graben Schatzjäger diese Spargroschen noch aus. Der sprichwörtliche Sparstrumpf der Oma unter der Matratze kündet noch heute davon, das man Niemanden traute, außer sich selbst. Schon damals war die größte Bedrohung für privates Vermögen, der Staat und Betrüger. Nicht die Räuber. Augustinus von Hippo sagte ca 400 Jahre nach Christus Zitat “Nimm das Recht weg. Was ist der Staat dann anderes als eine große Räuberbande.“ Die Geschichte lehrt uns, wie recht der Philosoph und Kirchengelehrte doch hatte.
Das hat sich bis heute wenig geändert, doch die Räuber, Blender und Betrüger, die haben sich radikal vermehrt. Sowie die Krake mit Namen Staat seine Tentakeln, in der heutigen Zeit, hundert mal mehr nach dem Bürger ausstreckt, um ihn zu auszuspionieren, zu kontrollieren und auszupressen. Doch heute glauben die Menschen, im faschistoiden Glauben an die Obrigkeit und intensiver jahrzehntelanger medialer Gehirnwäsche, tatsächlich an ein System, das ihr privates Vermögen schon problemlos rauben und eliminieren kann. Sie geben ihr Geld, das mit realer Leistung erworben wurde in die Hände von Banken, noch obskuren Geldverwaltern und Spekulanten. Über allen thront die Staatskrake.
War das solange noch in Ordnung, als man behaupten konnte, dass das reale Geld auf der Bank noch real existierend war und die Bank durch Gebühren und geschickte Anlagen real existierendes Geld vermehrte. So ist das heute nur noch Dummheit. Blenderei und Betrug war schon immer dabei, das ist klar. Wie wir wissen fingen schon die ersten Händler des Goldes irgendwann an, Gold das sie gar nicht selbst im Speicher hatten, spekulativ zu vermarkten. In der Sache waren schon die Vorläufer der Banken eher Illusionisten und Betrüger. Aber Fakt ist, bis ins 20 Jahrhundert konnte man noch ein gewisses Vertrauen in diese Institutionen legen, aus dem einfachen Grund, sie waren tatsächlich noch mit genügend Bargeldreserven ausgestattet oder hatten eben aus anderen Quellen Zugriff darauf. Doch schon Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts war abzusehen, das immer mehr Vermögenswerte und somit Geld, nur noch auf dem Papier existierten. Das Spekulantentum nahm rasant Fahrt auf. Inflation und Hyerinflation, Depression und Weltwirtschaftskrise zeigten das deutlich. Nicht zuletzt beflügelt und wieder mit gebrochenen Flügeln danieder gehend durch das rasante Wachstum von Aktiengesellschaften. Im Jahre 1407 wurde in Genua in Frankreich die Banco di San Giorgio gegründet, prinzipiell wird diese Institution als die erste Aktiengesellschaft angesehen. Doch diese Institutionen waren bis weit ins 1900 Jahrhundert eher den Finanzeliten vorbehalten. Vermögen wurde im kleinen Kreis bereitgestellt, generiert und auch gelegentlich vernichtet. So wurde im allgemeinen ein großer Schaden verhindert. Im gemeinen Volk, galt Omas Sparstrumpf noch Jahrhunderte lang als beste Anlage und Versicherung. In diesem Falle schütze die Klassengesellschaft praktisch vor totalen volkswirtschaftlichen und privaten Verlusten. So den, den ein armer Tropf der arbeitenden und produzierenden Klasse überhaupt sparen konnte.
Doch im 19. Jahrhunderts bis ins 20 Jahrhunderts, waren Geldanlagen auch noch eher elitär, allerdings spekulierte das inzwischen gut etablierte Bürgertum, eine wesentlich breitere Schicht, als vormals noch der Adel, ebenfalls schon lustig darauf los. Investiert wurde in alles, was die Spätfolgen der industriellen Revolution waren. Aufstrebende Industrien, Schifffahrtsgesellschaften, Telefonie und Elektrizität, der technischer Fortschritt und Wissenschaft befeuerten die Phantasie. Fairer Weise muss man sagen, viele segensreicher Erfindungen des 20. Jahrhunderts hätten wohl ohne die Erfindung der Aktiengesellschaft kaum den Weg in die breite Öffentlichkeit gefunden. Soviel Kapital, wie nötig wurde, um eine Massenproduktion zu finanzieren, war schier unmöglich von einzelnen innovativen Geistern aufzubringen. Es sei natürlich bemerkt, die Banken und Finanzierungsgesellschaften waren immer die ersten Nutznießer der Entwicklung, die kein Risiko trugen. Das wurde immer bewusst auf den Anleger abgewälzt. Denn sie erhoben Gebühren für den Vertrieb von Aktien, das Risiko trug in der Regel der Investor. Doch wie gesagt, ob Weltwirtschaftlichen, Inflation oder Pleitewellen, die Geldgier der Investoren, ob große oder kleine Anleger, befeuerte dieses Spekulantentum immer neu. Der Gedanke Kapital aus dem Nichts zu generieren, der heute eine gesamte Gesellschaft in seiner Umklammerung hält, wurde hier geboren. Gier ist eine starke Motivation, wenn auch oft ein schlechter Ratgeber.
Virituelles Geld, Luftschlösser?
Genau auf diese Art und Weise wurde das Modell des Luftgeldes geschaffen, nur noch im kleineren Rahmen. Man lieh Geld, man versprach Gewinn und das Geld blieb erst mal im Kreislauf, nun schon nicht mehr real existierendes Geld, sondern angenommenes. Aktien stiegen und fallen im Kurs, aber nur auf dem Papier. In der Realität gab es das Geld nicht, seine Fiktivität wurde akzeptiert. Das ist heute nicht anders, nur nennen wir es nun virtuelles Geld. Die Computertechnik und das Internet haben das ermöglicht. Wenn wir uns vorstellen, das für jeden echten Euro, den wir in der Hand halten, zehntausend Euros in Datenbanken existieren, dann haben wir eine Vorstellung davon, was real ist und was nicht. Unsere gesamte Wirtschaft basiert auf Nullen und Einsen in Datenbanken. Das funktioniert aber nur, solange wir uns der Illusion hingeben, es wäre echtes Geld. Ist es aber nicht, gehen sie mal auf einen Markt irgendwo auf dieser Welt, in dem es frische Lebensmittel und anderes gibt, dort wo die Händler keine Kreditkarten akzeptiert. Sie werden sehen, es gibt nichts zu essen, sie bleibt hungrig und wenn ihr noch soviel virtuelles Geld auf der Bank habt.
Das Gleiche würde passieren, wenn zum Beispiel eine globale Katastrophe plötzlich das Internet zusammenbrechen lässt. Plötzlich kein Geld mehr da, nur das was es noch in bar gibt. Einfach nur, weil das Geld in den Datenbanken nicht mehr mit anderen Systemen kommunizieren kann kann. Es ist zwar immer noch auf diversen Servern gespeichert, doch auch wenn in Atombomben sicheren Speichern eure Daten, also euer Geld existiert, kein Bankangestellter dieser Welt und kein Geldautomat würde es euch auszahlen können.
Das Szenario ist soweit nicht hergeholt, internationale Forscherteams erstellten bereits Szenarien, was der Zusammenbruch des Internets bedeuten würde. Heute sind bis zu 80% unserer Infrastruktur, ob Lebensmittel, Energie oder Wasser so weit vernetzt, das optimistisch betrachtet nach 14 Tagen ohne Internet kein Strom und kein Wasser mehr fließt. Die Supermärkte bekämen keine Waren mehr und viele andere Probleme. Das virtuelle Geld, das gibt es natürlich binnen Stunden nicht mehr. Eine Folge globaler und nationaler Vernetzung. Wirklich realistisch betrachtet fängt das Systemversagen jedoch schon Stunden später an. Kommunikation im Netz ist der Blutkreislauf des 21. Jahrhunderts, steht dieser Kreislauf still, dann ist Feierabend. Von sich selbst überlassenen Atomkraftwerken oder ähnlichen Einrichtungen rede ich gar nicht erst.
Doch nun kommen wir zu einem anderen, nicht weniger gefährlichen Szenario.
Das Bargeld wird abgeschafft?
Unserem Internet geht es gut, das Leben läuft seine Bahnen und alle und jeder Mensch zahlt mit Karte, implantierten Chip oder anderen Zahlungsmethoden. Ein für die nächsten zehn Jahre durchaus möglicher, zu erwartender Vorschlag aus der Politik. Schweden ist da im Moment schon Vorreiter.
Das hört sich erst einmal nicht schlecht an, den es hätte tatsächlich Vorteile. Erstmal die Kosten für die Produktion von Bargeld würden wegfallen, es wäre hygienischer und das lästige Kleingeld zählen, wäre auch Geschichte. Doch bereits vorab im Text haben wir über Gefahren gesprochen, die der Umgang mit virtuellen Geld hat. Nun ein neuer Aspekt.
Macht über das Individuum?
Schaffen wir das Bargeld ab, sind wir nicht nur von der funktionierenden Technik abhängig, sondern auch von denen, die das Geld verwalten, denen die, die Geldverwalter verwalten und denen die uns verwalten. Ergo dem Staat und der Wirtschaft.
Wer immer die Datenströme kontrolliert oder denen befiehlt, die diese Datenströme kontrollieren und Einfluss darauf hat, diese Personengruppe kontrolliert auch dich. Das ist ein Fakt. Du musst essen, trinken, wohnen und schlafen, als Grundbedürfnis. Auch das ist ein Fakt. Womit bezahlst du? Natürlich mit Geld. Hast du Bargeld, dann kann dir Niemand etwas vorschreiben, du gibst dein Geld nach Gutdünken aus. Das ist Fakt. Du sagst was du willst, du denkst was du willst, du lebst wie du möchtest. Dein Limit ist nur dein Einkommen an Bargeld. Das ist ein Fakt.
Doch wenn dieses Einkommen nur noch virtuell aus Nullen und Einsen besteht, dann gehört es dir zwar immer noch. Doch woher weißt du, das du noch frei reden kannst, wenn der Mann gegen den du, vielleicht redest, über die Macht verfügt, dich um dein virtuelles Geld zu bringen? Bist du dann noch frei, hoffst du auf Gerechtigkeit? Das ist genauso eine Illusion, wie an die Echtheit von virtuellen Geld zu glauben.
Es heißt Macht korrumpiert, grenzenlose Macht korrumpiert grenzenlos. Wer sollte die Mächtigen noch kontrollieren, wenn du ihnen gestattest grenzenlose Macht zu haben. Denn Bargeld ist immer noch Macht. Macht über dich selbst, Macht über deine Freunde, Bekannte, Verwandte, Macht über die Menschheit. Virtuelles Geld ist grenzenlose Macht über das Individuum. Das ist Fakt.
Es ist kaum notwendig die Folgen weiter zu erläutern, denn jeder der diesen Beitrag liest, kann diese gedanklichen Szenarien problemlos weiter denken.
Ist die Zukunft Bargeldlos?
Die Frage ist nur, wann kommt die totale Bargeldlosigkeit? In der Politik, wird dieses Szenario als noch nicht relevant bezeichnet. Sicher nicht, weil es technisch nicht umsetzbar wäre. Das wäre schon im späten 20 Jahrhundert möglich gewesen, Es ist nur so, das die meisten Menschen keine Akzeptanz zeigen würden. Sie müssten einen Sinn sehen, das Bargeld abzuschaffen.
Schweden gilt als Vorreiter. Es ist sehr wahrscheinlich, das es der erste Staat Europas sein wird, der versuchen wird, das Bargeld abzuschaffen.
Ist ein Szenario heute schon denkbar?
Wir alle schauen schon lange kopfschüttelnd auf unseren Euro, der uns eigentlich nur immer neuere Teuerungen brachte. Egal, was uns die Politik, die bei der Einführung nur wirtschaftsfreundliche Ziele verfolgte erzählen mag. Alles lässt sich mit Statistiken schönen. Nicht umsonst sagte der britische Premierminister Churchill einst, traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.
Uns als kleines Rad dieser Gesellschaft fällt am Geld eher eins auf, mit jedem neuen Schein, erscheint uns das Geld hässlicher. Oft hört man den Vergleich vom Monopoly Geld in der Bevölkerung, also Spielgeld. In der Sache war Bargeld immer etwas, was wir mochten, etwas dass uns auch vom Designe angesprochen hat. Wir konnten uns damit Identifizieren. Seit der nationale Charakter des Geldes in Europa verloren gegangen ist, wurden wir emotional kälter gegenüber dem Geld, und mit jeden neuen Designe entfernen wir uns mehr davon, Bargeld zu mögen. Zufall oder ein Plan, die Akzeptanz von Bargeld zu reduzieren? Das bleibt reine Spekulation. Eher Verschwörungstheorie, als beweisbar.
Doch in der heutigen Zeit überschlagen sich die Ereignisse. Es sieht so aus, als gäbe es bald neue Argumente, gegen das Bargeld. Wir alle wissen, das Bargeld uns krank machen kann. Die Scheine und Münzen haben einen Nachteil. Sie sind eigentlich absolut unhygienisch. Bakterien, Viren und Keime aller Art, befinden sich auf den Oberflächen, da es täglich von Hand zu Hand geht. In der alltäglichen Praxis interessiert es uns wenig, wir denken darüber einfach nicht gerne nach.
Doch seit Monaten beobachten wir mit Interesse, wie eine sonst eher regional klein verlaufende Epidemie Episode in Afrika sich unkontrolliert ausbreitet, ganze Landstriche West Afrikas ins gesellschaftliche Chaos stürzt. Das allein beunruhigt uns noch nicht, es ist ja weit weg, glauben wir und die Experten sagten ja, keine Gefahr für Europa. Nun sagen die Experten immer noch statistisch besteht die Gefahr in Europa für bei soundsoviel Prozent für dieses oder jenes Land. Also eigentlich immer noch keine Gefahr. Vermutlich hören wir nun monatlich andere Prognosen. Natürlich besteht auch bei den ersten Fällen in Europa keine Gefahr. Es stimmt schon, Europa ist technisch und medizinisch sehr gut geschützt und selbst Infizierte haben hier eine viel bessere Überlebenschance, als in Afrika. Obwohl es eine wirklich tödliche Infektion ist. Natürlich gibt es da schon wieder Verschwörungstheorien, das die USA Ebola verbreitet hätten. Das denke ich zwar nicht, aber in der heutigen Welt, traue ich mir nicht mehr, etwas für unmöglich zu halten. Der Mensch ist leider die bösartigste und traurigste Kreatur unter Gottes herrlichen Himmel, wie es so schön heißt.
Wir können davon ausgehen, das diese Infektionskrankheit noch in 2014, in einigen Großstädten auftreten wird, sicher erst nur Einzelfälle. Doch in 2015, da könnten sich die Vorfälle häufen. Vielleicht wenige Dutzend, vielleicht einige Hundert oder auch tausende Fälle. Sicher kaum merklich bedrohlich und wohl mit nur wenige Toten, doch genug Stoff, um in den Medien dauerhaft präsent zu sein. Wir alle werden viel aufmerksamer zuhören. Empathischer für das Thema. Wäre es nicht wahrscheinlich, das dann auch die Politik aufmerksamer reagiert und natürlich darauf verweist, das grade unser Bargeld eine dauerhafte latente Gefahr ist, für die Volksgesundheit. Eine hygienische Zeitbombe, die entschärft werden sollte. Ob das nicht ein Zeitpunkt sein könnte, eine andauernde mediale Kampagne zu starten, die auf Dauer die Akzeptanz der Bürger für das bargeldlose Zahlen steigert?
Alles nur Spekulationen, die mir bei diesem Thema durch den Kopf gehen. Die Zukunft wird zeigen, was die Mächtigen noch bereit sind zu tun, um uns Bürger besser kontrollieren zu können. Ob sie sich diese gute Möglichkeit entgehen lassen?
George W. Lästerbacke
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Montag, 17. März 2014
Finanzkrisen oder Gott Mammons Kinder
Kurz zum Einstieg im meinen Text. Die Frage was oder wer ist Mammon?
Mammon ist ursprünglich ein unredlich erworbener Gewinn oder unmoralisch eingesetzter Reichtum, der nicht dem Gemein-, sondern dem puren, unredlichen Eigennutz dient. Heute wird mit dem Begriff schnöder Mammon abschätzig das Geld im Allgemeinen bezeichnet. Eine Bezeichnung die dem Geld nicht gerecht wird, die der historischen Entwicklung aber durchaus Rechnung trägt. Die ursprüngliche Definition entspringt dem Verständnis des nach alttestamentarischen Judentums. Als personifizierter Reichtum ist Mammon ein Dämon, der den Menschen zum Geiz verführt. Genau genommen also kein Gott, doch wer will den Unterschied machen?
Fiktion?
Es war einmal vor vielen tausend Jahren, da tauschten die Menschen aus, was sie zum Leben benötigten. Der Fischer gab dem Netzmacher Fische zum Verzehr, der Netzmacher gab dem Fischer die Netze um Fische zu fangen, damit beide gut leben konnten. Der Fischer fischte so viele Fische, dass sehr viele Menschen davon leben konnten. Der Netzmacher wiederum bezahlte den Garn-Macher mit Fisch und so weiter pflanzte sich die Idee fort, dass man Dinge, Dienstleistungen und Anderes zum Leben handeln, beziehungsweise tauschen konnte. Es war unser erster Weg in die Zivilisation.
Innovationen
So kam es also, das jeder Mensch seine Talente entdeckte Dinge zu produzieren, die andere brauchten oder aber Dienstleistungen anzubieten. Die Menschheit wuchs und konnte gedeihen. Das war gut so, den die Familien und Sippen ernährten und unterhielten nicht mehr nur sich selbst. Sie entwickelten sich, spezialisierten sich und eine echte Gemeinschaft der Menschen konnte entstehen. Heute nennen wir es Fortschritt, der am Anfang unserer Zivilisation lag. Fortschritt durch Innovationen, das war und ist das Herz und die Seele unserer Gesellschaft. Ein gutes Gefühl soll es sein, dass wir als Gemeinschaft gemeinsam alles schaffen können. So lebten die Menschen hart arbeitend, aber glücklich. Doch jeder ahnte es, es kann nicht ewig so funktionieren, das wir nur Tauschhandel treiben. Wenn immer mehr Menschen immer mehr Menschen versorgen müssen, bedarf es wiederum Innovation.
Die Fiktion einer Idee
Doch eines Tages hatte ein kluger Mensch eine Idee. Ein Mensch wie du und ich, den unsere Vorfahren waren nicht dümmer als wir, sie konnten nur viele Dinge einfach noch nicht erklären. Vielleicht war er ein Fischer, vielleicht ein anderer einfacher Mann der Landwirtschaft oder auch schon einer in der Gemeinschaft, der ein Denker war, den die Gemeinschaft nährte, um von seinen Gedanken zu profitieren, wir wissen es nicht. Saß er in einer Wanne, wie einst Archimedes und rief Heurika oder wandelte er am Strand. Sah er die vielen Muscheln, die von der wogenden Gischt des Meeres an den Strand gespült wurden? Das bleibt wohl das Geheimnis der Jahrtausende.
Sagen wir einfach, es war einmal auf einer kleinen Südsee Insel. Die Menschen versammelten sich, um zu feiern, einem ihre vielen Götter zu huldigen oder zu danken für ein gutes Leben. Als ein junger Mann sich erhob und sprach. Es war einer dem die Gemeinschaft zuhörte, er war ein Denker, ein Schamane. Einer aus einer langen Kette von Weisen. Er sprach zu lieben Freunden, Mitmenschen, Brüder und Schwestern, zu seines Gleichen. „Nun leben wir lange und gut in unserer Gemeinschaft, ich möchte sagen unsere Götter meinen es gut mit uns, wir arbeiten hart, aber wir leben auch in Hülle und Fülle. Das was wir produzieren ist gut und viel, doch wir tauschen unsere Waren und andere Völker anderer Inseln kommen, um auch mit uns zu tauschen. Wir haben nur ein Problem, wir leben von Tag zu Tag und Vieles, das wir produzieren verdirbt, oder wird nicht zum Zeitpunkt der Produktion benötigt. Einfach so, weil wir nicht genug tauschen können. Stimmt ihr mir zu liebe Freunde?“ Ein zustimmendes Raunen belebte die Menge und viele, sehr viele Menschen hatten über ihre Probleme zu berichten.
So sprach der Weise dann „Ich habe die Lösung unseres Problems gefunden, mögen die Götter mir den Weg gewiesen haben, es zu erkennen. Aber ich glaube, wir werden eine noch reichere und blühender Gemeinschaft haben, wenn wir einen Wert für die von uns produzierten Dinge und Leistungen festlegen. Wenn wir die Dinge nicht mehr direkt tauschen müssen, um heute und morgen zu leben, sondern sie dann, wenn wir sie brauchen, vom Anderen erwerben können. Wir tauschen weiterhin, Ware gegen Ware, aber wir werden auch Werte festlegen und Dinge mit etwas bezahlen zu können, das ich einmal Geld nennen möchte. Der Wert unserer Ware ist dann nicht nur Fisch gegen Netze oder Fisch gegen Garn, oder Brot gegen Fisch, Obst und Anderes. Der Wert unserer Ware ist dann auch Geld gegen Ware, wenn wir Waren nicht heute, sondern erst morgen benötigen. Vieles würde dadurch einfacher und dieses Geld verdient Jeder, der seine Ware nicht nur tauschen kann, sondern auch verkaufen. Das Alles ist eine Idee für die Zukunft, die noch schöner werden kann, den unsere Arbeit bekommt Wert und kann bezahlt werden. Meine Idee ist abstrakt, aber ich glaube ihr werdet sie verstehen. Auch weiß ich, wie wir zahlen werden. Unser Meer, das uns immer gut ernährt hat, gibt uns jedes Jahr viele Muscheln, darunter auch sehr seltene Exemplare. Diese werden wir sammeln und markieren, sie werden unser Geld.“
Das Geld ist kein Teufelswerk
So entstand vielleicht einmal das Muschelgeld, wohl eine der ältesten Formen von Zahlungsmitteln, vielleicht war es auch ganz anders, das wissen wir nicht. Doch eines will ich damit sagen, Geld ist kein Teufelswerk, kein Ende der Zivilisation. Geld ist eine Erfindung, die Fortschritt erst ermöglichte. Geld ist gewissermaßen ein praktikables Belohnungssystem und nicht böse. Geld ist seelenlos und nur der Mensch macht daraus Schlechtes, wenn er es falsch einsetzt, wie bei der Eiführung bereits definiert.
So kam es also, das unser Geld in die Welt kam und da unsere Welt noch unendlich weit war und viele Menschen nichts von der Erfindung des Geldes wussten, dauerte es Jahrtausende, bis die Menschheit überall auf der Welt immer wieder die Idee hatte Geld zu erfinden. Andere schauten sich die Idee vielleicht auch einfach nur ab. Doch gewiss ist, als unsere Hochkulturen erblühten, da war das Geld bereits fester Bestandteil unserer Kulturen und machte sie reicher. Half den Handel zu fördern, mathematische Systeme zu erfinden, belebte unseren innovativen Geist, ließ Dynastien entstehen und vereinfachte das Leben vielerorts.
Selbstverständlich war nicht alles gut. Natürlich entstanden auch Ungerechtigkeiten, Geld vermehrte sich einfach dort, wo Einige klüger vorgingen bei der Verwendung und den Einsatz von Geld. Geld löste Konflikte kleiner Natur und großer Natur aus. Gaunereien und Geld sind eben unausweichlich. Doch Gier ist keine Erfindung, die mit der Erfindung des Geldes zu tun hat, sie liegt in der menschlichen Natur. Geld war nur das neue Objekt der Begierde. Es war eine zugute Erfindung, als das unsere Gier es hätte ignorieren können.
So könnte man sagen, nicht alles, was glänzt, ist Gold beziehungsweise Geld, doch ohne das Geld wären wir heute noch dort, wo wir am Anfang standen, Jäger, Sammler und Tauscher. Nichts was wir heute haben, wäre ohne Geld möglich gewesen. Keine Forschung, Medizin und vieles andere Dinge, die unsere Zivilisation ausmachen, wurden nur durch die Innovation Geld ermöglicht. Geld schuf die Freiheit, nicht nur zu produzieren, sondern auch die Freiheit, dass Denker nicht produzieren mussten, um zu überleben. Der Geist hatte die Möglichkeit sich größer und schöner zu entfalten, als es jemals der Fall war.
Gesellschaftliche und geistige Degeneration
Das Geld heute in der absurden Form pervertiert ist, das es durch Zins und Zinseszins Strukturen, praktisch aus der Luft gegriffen erschaffen wird und bedeutendstes Element von Unterdrückung geworden ist, das wiederum ist auch nur menschlicher Phantasie zu zurechnen. Gespeist vom gierigen Naturell des Menschen oder sagen wir besser einiger Menschen. Den Gier ist nicht bei allen Menschen als pathologische Geistesstörung ausgeprägt, sondern in leichter Form vorhanden. Vielen Menschen reicht es zu wissen auf normalen, gesunden Level sozial abgesichert zu sein und für ihre Arbeit einen angemessenen Lohn zu erhalten. Das heute nachgewiesen in Banken und anderen Finanzunternehmen mehr Menschen sitzen, die pathologische Soziopathen und Psychopathen sind, als in geschlossenen Anstalten und Hochsicherheitsgefängnissen, ist eine logische Entwicklung unseres krankenden Geldsystems. Gier kann krank machen. Doch losgelassen auf eine immer noch arglose gesellschaftliche Mehrheit, sind diese Menschen gefährlich.
Historisch gesehen wurde diese Fehlentwicklung bereits im 16 Jahrhundert von Italienischen Goldhändlern inszeniert, die mehr Gold beliehen, als sie tatsächlich in ihren Lagern hatten. Die dadurch erzielten unredlichen Gewinne aus einem Vorgang, den man streng genommen als Betrug bezeichnen kann, beflügelten die Geldhändler in aller Welt, die Macht an sich zu reißen und von nun an nicht mehr Ware zu produzieren, sondern Geld.
Ich brauche hier Niemanden zu schildern, wie es so im Prinzip klugen, kriminellen Dynastien gelang, bedeutend phantasieloseren, nicht unbedingt dümmeren, arglosen Menschen die Hölle auf Erden als Paradies zu verkaufen, das weiß eigentlich Jeder der sich damit befasst. Der Rest erahnt es wohl.
Es funktionierte auch noch einige Jahrhunderte ganz gut, trotz allem Übel, war Geld der Katalysator für Fortschritt. Doch das eigentliche Ende des Sinnes von Geld liegt bereits im 19. Jahrhundert. Der Zeitpunkt, als gerissene Geschäftsleute auf die Idee kamen, Geld einzusammeln, um neue Dinge zu produzieren, um damit wiederum Geld zu erschaffen. Die Spirale von notwendigen Wachstum, Konsum und künstlich erschaffenem Geld war erfunden. Die Aktiengesellschaft, größtmöglicher Fixpunkt für Gier. Das leicht verdiente Geld, das Andere generieren.
Eine riesige globale Krake umspannt heute in Form von Aktiengesellschaften die Welt mit nur einem Ziel, Dividende zu erzielen. Die notwendige Spirale aus wachsender Produktion und Konsum, wiederum wird von einer Billionen Dollar Werbeindustrie angeheizt, so gut es geht. Doch all das ist, was heute unseren Fortschritt zu zerstören beginnt. Längst geht es nicht mehr darum, das es nötig ist, das sich das beste, in der Qualität unschlagbare Produkt durchsetzt, sondern nein, es muss nur so wirken, je schneller es kaputt geht, um so besser. Nur so produziert man Wachstum und Konsum. Sogar Stagnation ist von Interesse für das Geld, was aus dem Nichts entsteht, neue Erfindungen machen Furore, kurze Schlagschatten in der Öffentlichkeit, doch dann Schweigen um die fortschrittlichen Technologien. Der Verbraucher macht weiter wie bisher. Was passiert dann? Die Industrie erwirbt Patente uns sie verschwinden auf nimmer wiedersehen, wenn sie der alten Art Geld zu verdienen im Wege stehen. Vernichtung und verschweigen fortschrittlicher Technologien, die nicht dem Konsum, sondern der Erleichterung des Lebens der Menschen dienen, sind schlecht für das System. Unabhängige Energien, umweltfreundliche Verpackungen und vieles Anderes wird unterdrückt, um das Geldroulett weiter laufen zu lassen. Freiheit für den Menschen von Abhängigkeiten der Industrie, ist ein Traum, der gerne verkauft wird. Doch nur um die Sklaverei ewigen Wachstums und stetigen Konsums weiter zu verkaufen. Geld als Hamsterrad.
Und egal worum sich Konflikte heute auf dem Globus drehen, wenn man tiefer gräbt, wird es in neun von zehn Fallen um die Generierung von Geld in irgendeiner Form gehen. Vorgetragene ethnische und politische Probleme sind nur selten die echte Ursache und eher ein künstlich beeinflusstes und gepuschtes System von Hass, auf andere Menschen, hinter denen wiederum handfeste Geldinteressen stehen.
Die immer deutlicher zu Tage tretenden Dauerkrisen der Geldsystem sprechen eine deutliche Sprache, der bereits im 16. Jahrhundert injizierte Kreislauf künstlich produzierten Geldes mit endlosen Wachstum versagt immer mehr, nicht nur weil die produzierenden Menschen, zu wenig an Gewinnen beteiligt werden, sondern schlicht, weil es kein endloses Wachstum gibt, ohne Innovationen. Unsere Zivilisation überlebt nur noch, wenn Produzierende zu Hungerlöhnen arbeiten und Andere die noch besser verdienen konsumieren können. Deshalb gleiten sogenannte Konzerne und Hedge Fonds wie Heuschrecken über den Planeten und ziehen weiter, wenn verbrannte Erde zurückgeblieben ist. Aber auch dieser Kreislauf kann nicht ewig funktionieren. Kriege und Lüge um alles was sich plausibel darstellen lässt sollen uns blenden, um das Ende unserer zivilisatorischen Fortschritte unsichtbar zu machen. Doch es ist Realität. Werden wir den heutigen Finanzsystemen kein Ende machen, dann werden sie unserer fortschrittlichen Zivilisation ein Ende machen. Nur aus Gier wird eine blühende Menschheit wieder in der Steinzeit erwachen, um sich neu erfinden zu müssen. Das sind wir geworden, die Kinder des Dämon Mammon.
© Blasphemous Jaw
Mit diesem Text möchte ich auch meines lieben Freundes Leonhardt gedenken, der jeden Gedanken darin verstanden hätte. Dessen Geist darin fortlebt.
Mammon ist ursprünglich ein unredlich erworbener Gewinn oder unmoralisch eingesetzter Reichtum, der nicht dem Gemein-, sondern dem puren, unredlichen Eigennutz dient. Heute wird mit dem Begriff schnöder Mammon abschätzig das Geld im Allgemeinen bezeichnet. Eine Bezeichnung die dem Geld nicht gerecht wird, die der historischen Entwicklung aber durchaus Rechnung trägt. Die ursprüngliche Definition entspringt dem Verständnis des nach alttestamentarischen Judentums. Als personifizierter Reichtum ist Mammon ein Dämon, der den Menschen zum Geiz verführt. Genau genommen also kein Gott, doch wer will den Unterschied machen?
Fiktion?
Es war einmal vor vielen tausend Jahren, da tauschten die Menschen aus, was sie zum Leben benötigten. Der Fischer gab dem Netzmacher Fische zum Verzehr, der Netzmacher gab dem Fischer die Netze um Fische zu fangen, damit beide gut leben konnten. Der Fischer fischte so viele Fische, dass sehr viele Menschen davon leben konnten. Der Netzmacher wiederum bezahlte den Garn-Macher mit Fisch und so weiter pflanzte sich die Idee fort, dass man Dinge, Dienstleistungen und Anderes zum Leben handeln, beziehungsweise tauschen konnte. Es war unser erster Weg in die Zivilisation.
Innovationen
So kam es also, das jeder Mensch seine Talente entdeckte Dinge zu produzieren, die andere brauchten oder aber Dienstleistungen anzubieten. Die Menschheit wuchs und konnte gedeihen. Das war gut so, den die Familien und Sippen ernährten und unterhielten nicht mehr nur sich selbst. Sie entwickelten sich, spezialisierten sich und eine echte Gemeinschaft der Menschen konnte entstehen. Heute nennen wir es Fortschritt, der am Anfang unserer Zivilisation lag. Fortschritt durch Innovationen, das war und ist das Herz und die Seele unserer Gesellschaft. Ein gutes Gefühl soll es sein, dass wir als Gemeinschaft gemeinsam alles schaffen können. So lebten die Menschen hart arbeitend, aber glücklich. Doch jeder ahnte es, es kann nicht ewig so funktionieren, das wir nur Tauschhandel treiben. Wenn immer mehr Menschen immer mehr Menschen versorgen müssen, bedarf es wiederum Innovation.
Die Fiktion einer Idee
Doch eines Tages hatte ein kluger Mensch eine Idee. Ein Mensch wie du und ich, den unsere Vorfahren waren nicht dümmer als wir, sie konnten nur viele Dinge einfach noch nicht erklären. Vielleicht war er ein Fischer, vielleicht ein anderer einfacher Mann der Landwirtschaft oder auch schon einer in der Gemeinschaft, der ein Denker war, den die Gemeinschaft nährte, um von seinen Gedanken zu profitieren, wir wissen es nicht. Saß er in einer Wanne, wie einst Archimedes und rief Heurika oder wandelte er am Strand. Sah er die vielen Muscheln, die von der wogenden Gischt des Meeres an den Strand gespült wurden? Das bleibt wohl das Geheimnis der Jahrtausende.
Sagen wir einfach, es war einmal auf einer kleinen Südsee Insel. Die Menschen versammelten sich, um zu feiern, einem ihre vielen Götter zu huldigen oder zu danken für ein gutes Leben. Als ein junger Mann sich erhob und sprach. Es war einer dem die Gemeinschaft zuhörte, er war ein Denker, ein Schamane. Einer aus einer langen Kette von Weisen. Er sprach zu lieben Freunden, Mitmenschen, Brüder und Schwestern, zu seines Gleichen. „Nun leben wir lange und gut in unserer Gemeinschaft, ich möchte sagen unsere Götter meinen es gut mit uns, wir arbeiten hart, aber wir leben auch in Hülle und Fülle. Das was wir produzieren ist gut und viel, doch wir tauschen unsere Waren und andere Völker anderer Inseln kommen, um auch mit uns zu tauschen. Wir haben nur ein Problem, wir leben von Tag zu Tag und Vieles, das wir produzieren verdirbt, oder wird nicht zum Zeitpunkt der Produktion benötigt. Einfach so, weil wir nicht genug tauschen können. Stimmt ihr mir zu liebe Freunde?“ Ein zustimmendes Raunen belebte die Menge und viele, sehr viele Menschen hatten über ihre Probleme zu berichten.
So sprach der Weise dann „Ich habe die Lösung unseres Problems gefunden, mögen die Götter mir den Weg gewiesen haben, es zu erkennen. Aber ich glaube, wir werden eine noch reichere und blühender Gemeinschaft haben, wenn wir einen Wert für die von uns produzierten Dinge und Leistungen festlegen. Wenn wir die Dinge nicht mehr direkt tauschen müssen, um heute und morgen zu leben, sondern sie dann, wenn wir sie brauchen, vom Anderen erwerben können. Wir tauschen weiterhin, Ware gegen Ware, aber wir werden auch Werte festlegen und Dinge mit etwas bezahlen zu können, das ich einmal Geld nennen möchte. Der Wert unserer Ware ist dann nicht nur Fisch gegen Netze oder Fisch gegen Garn, oder Brot gegen Fisch, Obst und Anderes. Der Wert unserer Ware ist dann auch Geld gegen Ware, wenn wir Waren nicht heute, sondern erst morgen benötigen. Vieles würde dadurch einfacher und dieses Geld verdient Jeder, der seine Ware nicht nur tauschen kann, sondern auch verkaufen. Das Alles ist eine Idee für die Zukunft, die noch schöner werden kann, den unsere Arbeit bekommt Wert und kann bezahlt werden. Meine Idee ist abstrakt, aber ich glaube ihr werdet sie verstehen. Auch weiß ich, wie wir zahlen werden. Unser Meer, das uns immer gut ernährt hat, gibt uns jedes Jahr viele Muscheln, darunter auch sehr seltene Exemplare. Diese werden wir sammeln und markieren, sie werden unser Geld.“
Das Geld ist kein Teufelswerk
So entstand vielleicht einmal das Muschelgeld, wohl eine der ältesten Formen von Zahlungsmitteln, vielleicht war es auch ganz anders, das wissen wir nicht. Doch eines will ich damit sagen, Geld ist kein Teufelswerk, kein Ende der Zivilisation. Geld ist eine Erfindung, die Fortschritt erst ermöglichte. Geld ist gewissermaßen ein praktikables Belohnungssystem und nicht böse. Geld ist seelenlos und nur der Mensch macht daraus Schlechtes, wenn er es falsch einsetzt, wie bei der Eiführung bereits definiert.
So kam es also, das unser Geld in die Welt kam und da unsere Welt noch unendlich weit war und viele Menschen nichts von der Erfindung des Geldes wussten, dauerte es Jahrtausende, bis die Menschheit überall auf der Welt immer wieder die Idee hatte Geld zu erfinden. Andere schauten sich die Idee vielleicht auch einfach nur ab. Doch gewiss ist, als unsere Hochkulturen erblühten, da war das Geld bereits fester Bestandteil unserer Kulturen und machte sie reicher. Half den Handel zu fördern, mathematische Systeme zu erfinden, belebte unseren innovativen Geist, ließ Dynastien entstehen und vereinfachte das Leben vielerorts.
Selbstverständlich war nicht alles gut. Natürlich entstanden auch Ungerechtigkeiten, Geld vermehrte sich einfach dort, wo Einige klüger vorgingen bei der Verwendung und den Einsatz von Geld. Geld löste Konflikte kleiner Natur und großer Natur aus. Gaunereien und Geld sind eben unausweichlich. Doch Gier ist keine Erfindung, die mit der Erfindung des Geldes zu tun hat, sie liegt in der menschlichen Natur. Geld war nur das neue Objekt der Begierde. Es war eine zugute Erfindung, als das unsere Gier es hätte ignorieren können.
So könnte man sagen, nicht alles, was glänzt, ist Gold beziehungsweise Geld, doch ohne das Geld wären wir heute noch dort, wo wir am Anfang standen, Jäger, Sammler und Tauscher. Nichts was wir heute haben, wäre ohne Geld möglich gewesen. Keine Forschung, Medizin und vieles andere Dinge, die unsere Zivilisation ausmachen, wurden nur durch die Innovation Geld ermöglicht. Geld schuf die Freiheit, nicht nur zu produzieren, sondern auch die Freiheit, dass Denker nicht produzieren mussten, um zu überleben. Der Geist hatte die Möglichkeit sich größer und schöner zu entfalten, als es jemals der Fall war.
Gesellschaftliche und geistige Degeneration
Das Geld heute in der absurden Form pervertiert ist, das es durch Zins und Zinseszins Strukturen, praktisch aus der Luft gegriffen erschaffen wird und bedeutendstes Element von Unterdrückung geworden ist, das wiederum ist auch nur menschlicher Phantasie zu zurechnen. Gespeist vom gierigen Naturell des Menschen oder sagen wir besser einiger Menschen. Den Gier ist nicht bei allen Menschen als pathologische Geistesstörung ausgeprägt, sondern in leichter Form vorhanden. Vielen Menschen reicht es zu wissen auf normalen, gesunden Level sozial abgesichert zu sein und für ihre Arbeit einen angemessenen Lohn zu erhalten. Das heute nachgewiesen in Banken und anderen Finanzunternehmen mehr Menschen sitzen, die pathologische Soziopathen und Psychopathen sind, als in geschlossenen Anstalten und Hochsicherheitsgefängnissen, ist eine logische Entwicklung unseres krankenden Geldsystems. Gier kann krank machen. Doch losgelassen auf eine immer noch arglose gesellschaftliche Mehrheit, sind diese Menschen gefährlich.
Historisch gesehen wurde diese Fehlentwicklung bereits im 16 Jahrhundert von Italienischen Goldhändlern inszeniert, die mehr Gold beliehen, als sie tatsächlich in ihren Lagern hatten. Die dadurch erzielten unredlichen Gewinne aus einem Vorgang, den man streng genommen als Betrug bezeichnen kann, beflügelten die Geldhändler in aller Welt, die Macht an sich zu reißen und von nun an nicht mehr Ware zu produzieren, sondern Geld.
Ich brauche hier Niemanden zu schildern, wie es so im Prinzip klugen, kriminellen Dynastien gelang, bedeutend phantasieloseren, nicht unbedingt dümmeren, arglosen Menschen die Hölle auf Erden als Paradies zu verkaufen, das weiß eigentlich Jeder der sich damit befasst. Der Rest erahnt es wohl.
Es funktionierte auch noch einige Jahrhunderte ganz gut, trotz allem Übel, war Geld der Katalysator für Fortschritt. Doch das eigentliche Ende des Sinnes von Geld liegt bereits im 19. Jahrhundert. Der Zeitpunkt, als gerissene Geschäftsleute auf die Idee kamen, Geld einzusammeln, um neue Dinge zu produzieren, um damit wiederum Geld zu erschaffen. Die Spirale von notwendigen Wachstum, Konsum und künstlich erschaffenem Geld war erfunden. Die Aktiengesellschaft, größtmöglicher Fixpunkt für Gier. Das leicht verdiente Geld, das Andere generieren.
Eine riesige globale Krake umspannt heute in Form von Aktiengesellschaften die Welt mit nur einem Ziel, Dividende zu erzielen. Die notwendige Spirale aus wachsender Produktion und Konsum, wiederum wird von einer Billionen Dollar Werbeindustrie angeheizt, so gut es geht. Doch all das ist, was heute unseren Fortschritt zu zerstören beginnt. Längst geht es nicht mehr darum, das es nötig ist, das sich das beste, in der Qualität unschlagbare Produkt durchsetzt, sondern nein, es muss nur so wirken, je schneller es kaputt geht, um so besser. Nur so produziert man Wachstum und Konsum. Sogar Stagnation ist von Interesse für das Geld, was aus dem Nichts entsteht, neue Erfindungen machen Furore, kurze Schlagschatten in der Öffentlichkeit, doch dann Schweigen um die fortschrittlichen Technologien. Der Verbraucher macht weiter wie bisher. Was passiert dann? Die Industrie erwirbt Patente uns sie verschwinden auf nimmer wiedersehen, wenn sie der alten Art Geld zu verdienen im Wege stehen. Vernichtung und verschweigen fortschrittlicher Technologien, die nicht dem Konsum, sondern der Erleichterung des Lebens der Menschen dienen, sind schlecht für das System. Unabhängige Energien, umweltfreundliche Verpackungen und vieles Anderes wird unterdrückt, um das Geldroulett weiter laufen zu lassen. Freiheit für den Menschen von Abhängigkeiten der Industrie, ist ein Traum, der gerne verkauft wird. Doch nur um die Sklaverei ewigen Wachstums und stetigen Konsums weiter zu verkaufen. Geld als Hamsterrad.
Und egal worum sich Konflikte heute auf dem Globus drehen, wenn man tiefer gräbt, wird es in neun von zehn Fallen um die Generierung von Geld in irgendeiner Form gehen. Vorgetragene ethnische und politische Probleme sind nur selten die echte Ursache und eher ein künstlich beeinflusstes und gepuschtes System von Hass, auf andere Menschen, hinter denen wiederum handfeste Geldinteressen stehen.
Die immer deutlicher zu Tage tretenden Dauerkrisen der Geldsystem sprechen eine deutliche Sprache, der bereits im 16. Jahrhundert injizierte Kreislauf künstlich produzierten Geldes mit endlosen Wachstum versagt immer mehr, nicht nur weil die produzierenden Menschen, zu wenig an Gewinnen beteiligt werden, sondern schlicht, weil es kein endloses Wachstum gibt, ohne Innovationen. Unsere Zivilisation überlebt nur noch, wenn Produzierende zu Hungerlöhnen arbeiten und Andere die noch besser verdienen konsumieren können. Deshalb gleiten sogenannte Konzerne und Hedge Fonds wie Heuschrecken über den Planeten und ziehen weiter, wenn verbrannte Erde zurückgeblieben ist. Aber auch dieser Kreislauf kann nicht ewig funktionieren. Kriege und Lüge um alles was sich plausibel darstellen lässt sollen uns blenden, um das Ende unserer zivilisatorischen Fortschritte unsichtbar zu machen. Doch es ist Realität. Werden wir den heutigen Finanzsystemen kein Ende machen, dann werden sie unserer fortschrittlichen Zivilisation ein Ende machen. Nur aus Gier wird eine blühende Menschheit wieder in der Steinzeit erwachen, um sich neu erfinden zu müssen. Das sind wir geworden, die Kinder des Dämon Mammon.
© Blasphemous Jaw
Mit diesem Text möchte ich auch meines lieben Freundes Leonhardt gedenken, der jeden Gedanken darin verstanden hätte. Dessen Geist darin fortlebt.
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Sonntag, 28. Juli 2013
Das Ende des Geldes ...
Das Ende des Geldes ...
Alle jammern sie wollen die D-Mark wieder. Ich vermisse die gute alte D-Mark auch, aber mal ehrlich, der Fünfer war früher schon der hässlichste Schein. Hartgeld Fünfer, das waren meine Lieblinge. Und selbst wen wir die D-Mark wiederbekommen, was würde sich ändern?
Kaputt ist kaputt, die alten Preise kommen auch nicht mehr wieder. Das nennt man auch Inflation. Es ist doch eher so, mit immer mehr Geld, dass dem Bürger schon optisch missfällt, erreicht man, das Papiergeld und Münzen dem Menschen unsympathisch erscheinen. Was man nicht mag, davon trennt man sich leichter.
Eine Logik, die dazu führt, das virtuelles Geld immer mehr unbewusste Akzeptanz findet. Wenn die Mächtigen dieser Welt in der Zukunft entscheiden, das es für den Bürger und die Wirtschaft besser ist, das Bargeld abzuschaffen, dann wird sich wenig Widerstand im Volke regen.
Das Endziel ist das virtuelle Geld. Damit haben die Mächtigen die Menschen völlig in der Hand. Totale Kontrolle über die Zahlungsmittel, das ist die totale Kontrolle über den Menschen. Begreift eigentlich Einer von Denen, die ständig beschäftigt damit sind, sich darüber aufzuregen, das die D-Mark Geschichte ist, was wirklich passiert? Das am Ende des Wandels, die absolute Abhängigkeit und Unterdrückung steht? Es geht schon um die generelle Abschaffung von echten, physischen Geld. Denn der der die absolute Macht über das virtuelle Geld hat, hat die absolute Macht über DICH. Nicht DU bestimmst mehr, ob du Rechnungen bezahlen kannst, ob du essen kannst oder einfach konsumieren. Sondern die Mächtigen, die sagen tue DIES oder DAS, sonst genügt ein Knopfdruck und Alles was du in deinem Leben erreicht, erarbeitet und gespart hast ist weg. Das ist so einfach, müsste das nicht auch der Dümmste verstehen? Warum will das Niemand verhindern?
© Blasphemous Jaw
Alle jammern sie wollen die D-Mark wieder. Ich vermisse die gute alte D-Mark auch, aber mal ehrlich, der Fünfer war früher schon der hässlichste Schein. Hartgeld Fünfer, das waren meine Lieblinge. Und selbst wen wir die D-Mark wiederbekommen, was würde sich ändern?
Kaputt ist kaputt, die alten Preise kommen auch nicht mehr wieder. Das nennt man auch Inflation. Es ist doch eher so, mit immer mehr Geld, dass dem Bürger schon optisch missfällt, erreicht man, das Papiergeld und Münzen dem Menschen unsympathisch erscheinen. Was man nicht mag, davon trennt man sich leichter.
Eine Logik, die dazu führt, das virtuelles Geld immer mehr unbewusste Akzeptanz findet. Wenn die Mächtigen dieser Welt in der Zukunft entscheiden, das es für den Bürger und die Wirtschaft besser ist, das Bargeld abzuschaffen, dann wird sich wenig Widerstand im Volke regen.
Das Endziel ist das virtuelle Geld. Damit haben die Mächtigen die Menschen völlig in der Hand. Totale Kontrolle über die Zahlungsmittel, das ist die totale Kontrolle über den Menschen. Begreift eigentlich Einer von Denen, die ständig beschäftigt damit sind, sich darüber aufzuregen, das die D-Mark Geschichte ist, was wirklich passiert? Das am Ende des Wandels, die absolute Abhängigkeit und Unterdrückung steht? Es geht schon um die generelle Abschaffung von echten, physischen Geld. Denn der der die absolute Macht über das virtuelle Geld hat, hat die absolute Macht über DICH. Nicht DU bestimmst mehr, ob du Rechnungen bezahlen kannst, ob du essen kannst oder einfach konsumieren. Sondern die Mächtigen, die sagen tue DIES oder DAS, sonst genügt ein Knopfdruck und Alles was du in deinem Leben erreicht, erarbeitet und gespart hast ist weg. Das ist so einfach, müsste das nicht auch der Dümmste verstehen? Warum will das Niemand verhindern?
© Blasphemous Jaw
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Donnerstag, 6. Juni 2013
Nepper, Schlepper & Bauernfänger.
Willkommen in der neo-liberalen Realität. Werde auch du ein Guru.
Ich habe heute wie so oft Einladungen zu diversen Webinaren erhalten. Vermutlich bin ich nur noch kein Millionär, weil ich diese Angebote in der Regel ignoriere. Unter anderem Angebote wie, »Was ihre Gedanken mit Ihrem Geldbeutel zu tun haben«. Da wurde mir wieder schlagartig klar, warum mein Geldbeutel nicht mehr so prall gefüllt ist, wie es früher einmal war. Ich denke nicht mehr darüber nach, wie ich möglichst viele Trottel über den Tisch ziehen kann, ich lästere lieber über diese Trottel. Völlig falsche Lebenseinstellung, das Betrügen liegt der Gesellschaft im Blut. Wer sich vom Profit denken abwendet, der verliert Reputation. Mein Geschäft macht zwar Spaß und bringt mir viele Freunde, aber es ist nicht lukrativ.
Was täte ich ohne diese neo-liberalen, Hirntoten Zombies?
Ich muss mich auf das Wesentliche konzentrieren und dem Motto des Scientology-Begründers Ron Hubbard folgen »Mache Geld, mache mehr Geld«.
Was kann ich gut?
Nichts? Kein Problem, die meisten Menschen können weniger, die können gar nichts gut. Exzellente Ausgangsbasis für ein gutes Geschäft.
Nun können wir uns also dem Geld und der »Persönlichkeitsentwicklung« widmen. Ich nehme euer Geld und ihr entwickelt eure Persönlichkeit. Das geht nicht? Quatsch klar geht dass. Das glaubt ihr nicht? Dann überzeugt euch selbst.
Ich, nur ich weise dir den Weg in eine goldene Zukunft. Ich biete dir an, in nur zwei Wochen ein neuer Mensch zu werden. Du wirst deine Welt dann aus anderen Blickwinkeln sehen können. Du wirst sehen, die Anderen nicht. Dein Gewinn ist Erfolg, bei den Frauen, im Job und in der Liebe. Für immer glücklich sein, das hast du dir verdient.
Wie das funktionieren soll?
Zwei Wochen in landschaftlich reizvoller Umgebung eines polnischen Bergdorfes lernst du, du selbst zu sein und zu kommunizieren.
Dein Verlust?
Nichts außer Zeit, dich selbst zu erkennen und natürlich, die 3000 Euro Kursgebühr. Du kannst also nicht verlieren. Du bist auf dem richtigen Weg, ein Gewinner zu werden.
Natürlich könntest du das billiger haben. Aber nicht von dem Original George W. Lästerbacke, deinem Mentor und Guru.
Nähere Informationen, wie du dein unnützes Geld loswerden kannst, per Mail unter:
Gibmirdeingelddeinscheckbuchunddeinevisacard@abzocke.de
© George W. Lästerbacke
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