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Mittwoch, 25. April 2018

Dunning Kruger Effekt - Dummheit ist heilbar?


Dunning Kruger Effekt beschreibt in einem zehn seitigen Papier von 1999, die Ergebnisse der Forschungen und Studien der beiden Professoren der Cornell University, Justin Kruger und David Dunning.

Ganz kurz zu den Studienergebnissen.
Ihr kennt es alle selbst, es gibt Leute, die sind offensichtlich dumm und inkompetent. Sie selbst aber bemerken es nicht. Sie halten sich für extrem klug, fähig und strotzen vor Selbstbewusstsein. Während sie alle anderen für dumm halten. Eben diese Sorte Gottesgeschenk an die Menschheit, von der nur das Geschenk und Gott selber weis.

Die Studien sehen das Problem der kognitiven Verzerrung, also der mangelnden Analyse der eigenen Fähigkeiten und der Fähigkeiten anderer. Diese Unfähigkeit zur Selbstreflektion und Analyse bei diesen Menschen, führt dazu, dass die eigene Fähigkeiten weit überschätzt und die Fähigkeiten anderer Menschen weit unterschätzt werden.

Die Studienergebnisse lassen den Schluss zu, dass diese Menschen, wenn sie zur Selbstanalyse gezwungen werden, ihre Defizite erkennen und durch lernen ihr Dummheit bekämpfen können.

Meine Erfahrung lehrt mich jedoch, erfolgreiche Selbstreflexion benötigt eine gewisse Objektivität, bei der ich bezogenen Betrachtung. Das heißt auch, unvoreingenommen von außen auf mich herunterblicken zu können. Ich würde es die Möglichkeit einer außerkörperlichen Erfahrung nennen, die darauf abzielt, sich selbst zu beobachten.
Was ich wiederum von vielen dummen Menschen nicht erwarten kann. Da die Gesellschaft scheinbar erfolgreichen Menschen und seien sie noch so erfolgreich, wenig entgegensetzt. Im Gegenteil, die Gesellschaft mit ihren Benimm-Regeln und falscher Toleranz ermöglicht es erst, das inkompetente und völlig unfähige Menschen, wieder besseren Wissens Kariere machen.

Die Psychologen Dunning und Kruger haben in ihrer Studien sicher alles richtig gemacht. Ein Blick auf die Methodik der Forschungen bestätigt immerhin ein sehr seriöses Vorgehen. Deshalb füge ich auch einen Link zu einer recht ordentlichen Studienbeschreibung und Auswertung ein, damit ihr selbst Schlussfolgern könnt ( https://www.potenzial-magazin.de/der-dunning-kruger-effekt/ ).

Aber ich bezweifle, dass in den vier Studien tatsächlich echte Dummies getestet wurden, eher einfach Freiwillige aus dem Universitätsbetrieb, was für eine Studie ja nicht ungewöhnlich ist. Denn völlig uneingeweihte Probanden, welche optimal wären, sind bei universitären Studien, wohl eher nicht gestattet. Wobei wir hier natürlich das Hauptproblem der Forschungsergebnisse haben. Die Probanden sind jung, noch kritik- und lernfähig. Nicht eben der Beratungsresistente, alte Dummkopf über 30, der bereits Seilschaften gebildet hat und andere noch dümmere Mitbürger um sich scharrt. Egal ob auf der Straße, in der Wirtschaft oder natürlich der Politik.

Bereits die freiwillige Teilnahme an einer Studie beweist, ob ent- oder unentgeltlich, das eine Bereitschaft zur Kooperation vorliegt. Der Proband ist unbewusst für positive Manipulationen zugänglich. Was auch klar aus der Studien hervorgeht. Das Bereitstellen von neuen Wissen verbessert die Ergebnisse in einer Kontrollgruppe signifikant.

Persönlich glaube ich nicht, dass diese Studie die Realität objektiv wiedergeben kann.

Ich möchte mir gerne vorstellen, wie diese Studie aussehen würde, wenn man eingefleischte Politik-Dummies, wie hier in Deutschland als Probanden genommen hätte.

Nehmen wir Claudia Roth. Die ihre brüllende Inkompetenz, in unzähligen Talkshows selbst gerne zu Schau stellt. Sie ist als Beispiel, nicht mit einer Populistin vergleichbar, sondern mit einem echten Dummie. Halb- und Unwissen gepaart mit dem Selbstbewusstsein einer Lore Affen. So einen Musterbeispiel eines Dummies findet man in der Politik eher selten, denn die meisten sind Opportunisten und Populisten.

Man kann vielleicht noch den CSU Dobrindt und Stegner von der SPD dazu nehmen, wo sich Dummschwatz und Ideologie paaren.

Der Heiko Maas läuft ja außerhalb jeder Konkurrenz, sonst hätte ich ihn ebenso vorgeschlagen. Ein versackter Jurist, den keine Kanzlei der Welt hätte als Partner haben wollen, mit Gesetzesvorhaben, die praktisch nur mit Trickserei im Parlament durchgebracht werden und der dann noch Außenminister wird, dass ist schon die Königsliga der Dummies. So etwas geht sonst nur in einer afrikanischen Bananenrepublik. Das würdige ich, indem ich Herrn Maas, trotz offensichtlicher Eignung für die Studie disqualifiziere.

Aber wir hätten ja bereits drei Kandidaten, die diese Studie vermutlich sprengen. Dazu noch ein paar extreme Wirtschaftsliberale und ein paar junge Lehrer aus dem rot-grünen Wähler Umfeld und dann passt es.

Mal sehen, ob die Studie dann noch, besonders, wenn sie die Probanden nicht in den Zweck der Studie einweiht so viel Hoffnung weckt, das Dummies belehrbar und zur Selbstreflexion fähig sind.

George W. Lästerbacke

Sonntag, 14. Januar 2018

Das Ende des freien Willens.


Es ist wieder die Zeit des Wunderns. Nicht dieses freundliche, begeisternde Wundern über das Schöne in der Welt. Sondern das überraschte, erschrockene Wundern über das schreckliche in unserer Welt, die doch so reich ist. Wir wundern uns, warum unserer Welt so ist, wie sie ist, obwohl wir doch alle unser Bestes geben.

Doch tun wir auch unser Bestes? Nein, denn unser Bestes, den freien Willen zu entscheiden, den haben wir längst eingetauscht, gegen den Willen zu konsumieren, individuell zu sein und gesund. Den freie Willen zur Entscheidung aber, den haben wir abgegeben, an politische Führer.

Diese politischen Führer haben im Auftrag der Konsumindustrie und im eigenen Interesse unsere politische Leidenschaften durch ein liberales Konsumprogramm ersetzt, welches eine totalen Entpolitisierung angestrebt hat. Die Menschen im Westen neu rebootet und auf das Niveau von Bedürfnis-Stoffwechsel-Tierchen zurück gezüchtet.
Das gelang nicht nur in Europa. Heute hängt ein im große Masse der Menschen an der Nabelschnur globaler Bedürfnisbefriedigungsanstalten. Die entweder von der Wirtschaft als Pool billiger, williger Arbeitskräfte verstanden werden oder sich als Individuelles Wesen, ausschließlich um ihr privates Selbst kümmern.

Die so entstandenen geistigen Einzeller, erhalten ihr Leben so lang wie möglich, setzen es für nichts mehr aufs Spiel und überlassen alles andere den Experten.
Denn diese Experten und politischen Führer wissen, was zu tun ist.

Emanzipation der Konsumbürgers von allem, was Verantwortung für das Ganze betrifft und Einkehr in das eigene sweet, sweet Home einer Illusion von Demokratie und Freiheit.
Dabei übersieht man leicht, dass die völlige politische Verblödung und Erniedrigung zum nützlichen Idioten, zum Gesellschaftlichen Ideal des Bürgers verklärt wurde, welcher alle paar Jahre Systemparteien mit Berufspolitikern wählen darf, die seine Geschicke lenken.

Individueller Konsum, uniformierte Individualität und politische Blindheit als neuer Lebenszweck. Anerzogener Ignoranz-Egoismus, zum Erhalt von Macht und Reichtum weniger Menschen.
Die verklärte Erniedrigung des Menschen zum Ding der Mächtigen und Reichen, dass zu gleichen Teilen, die Früchte, die es erntet, auch kaufen darf. Arbeiten um zu konsumieren und konsumieren, um zu arbeiten.

Der Pathos von der besseren Welt, medial verpackt und verkauft. Wir sind sozial, gesund, glücklich und immer gut drauf, mit den neusten iPhone und der richtigen politischen Gesinnung.

Nur eins sind wir nicht, Revolutionäre. Denn wir sind ängstliche Pseudo-Humanisten, die nur noch ihren Führern folgen, weil jeder etwas zu verlieren hat, was er nicht braucht und lieber andere tun lässt, was zu tun ist. Einzige Bürgerpflicht war es, verantwortlich zu wählen, um ein Parlament zu haben, welches die Regierung kontrolliert und nich hoffiert. Aber selbst dazu ist der Homo Konsumentis nur noch sehr eingeschränkt in der Lage. Wir kennen alle das Ergebnis der Bundestagswahl 2017 in Deutschland. Deren unmittelbare Folge eine GroKo Regierung sein wird, die niemand wirklich will. Nur weil sich die Macht des Wählers durch Medienmanipulation brechen ließ und keine stabilen Mehrheiten generierte.

Doch niemand wird aufschreien, wenn er seine Unfähigkeit erkennt, sich gegen die Reichen und Mächtigen zu wehren, wenn es nötig ist. Warum?Weil er nun mal so gezüchtet wurde. Der gute Deutsch, der gute Europäer und der gute Globallist. Ihr seid gut für das System, aber Schönheit ist, wenn man kriecht und dann das fliegen lernt.

George W. Lästerbacke

Sonntag, 13. August 2017

"DU DUMME SAU!"


... über Dummköpfe und die Relativität des Dummkopf Daseins



"Ich hatte schon herrliche Gespräche mit Dummköpfen. Vor allem dann, wenn ich ihrem Schweigen zuhören konnte."

Dieses Zitat, von dem ich nicht mehr weiß, ob ich das mal so dahin tippte oder ein anderer kluger Kopf es ersonnen hat, ist in schöner Ansatz, um über das Dasein von Dummköpfen nachzudenken.

‎Das Schweigen der Dummköpfe.
Das hat etwas von Hannibal Lector, ihr wisst schon der Serienmordende Psychiater, welcher der Phantasie des großen Autors Thomas Harris entsprungen ist.
Doch können Dummköpfe schweigen?

Wenn man die inhaltslosen Satzgebilde vieler offensichtlicher Dummköpfe als Schweigen interpretiet schon. Denn Dummköpfen sagt man nach, dass sie viel plappern, sinnenfreudig, doch nicht sehr sinnvoll. Aber wenn Dummköpfe im wörtlichen Sinne schweigen, dann ist es meist ein peinliches Schweigen. Weil sie schlicht nicht wissen, was sie antworten sollen oder aber der Dummkopf macht seinem Namen Ehre und glaubt einen geistigen Treffer gelandet zu haben. Doch in der Regel ist ihm nur der Stoff für seine Tiraden ausgegangen. Ein Umstand den er seiner simplen Natur nur subjektiv bewerten kann.

Doch wir müssen möglicher Weise in auch in Betracht ziehen, das auch wir selbst der Dummkopf sein könnten. Weil der uns gegenüber recht hat. Obwohl dieser Gedankengang eine Reflektion ist, die Dummköpfe wohl eher selten wagen. Denn die Rechthaberei, ist eine der herausragenden Eigenschaften der Dummköpfe.

Allerdings, jeder von uns glaubt von sich, genügend Geist mitbekommen zu haben und denkt, die Dummköpfe sind immer die Anderen. Das ist wohl eine der menschlichsten Eigenschaften, die es gibt.

Bisweilen aber, kann dann der Abstand zum Dummkopf bedrohlich schrumpfen. Ein schlimmere Problem ist das Schwammartige des Daseins eines Dummkopfes. Wann bin ich der Dummkopf, wann Du und wann die anderen?

Objektive Betrachtungen sind nur mit Abstand möglich. Doch ist Abstand von innen möglich? Das ist die Frage, welche man mit einem klaren ja beantworten kann. Der Abstand von seinen eigenen Ansichten, unterscheidet den Klugen vom Dummen. Es ist der Unterschied zwischen Bewegen und Stagnation im Geist.

Und doch, auch so mancher Dummkopf hat seine Weisheiten.

Das Dasein des Dummkopfes, ist also eine relative Sache und überhaupt nicht einfach. Denn wenn ein Dummkopf erkennt, das er ein Dummkopf ist, ist er dann eigentlich noch ein Dummkopf? Ein, er ist Bestenfalls in seiner geistigen Leistungsfähigkeit anderen Dummköpfen unterlegen.

Er ist nämlich klug genug zu erkennen, einen klügeren Dummkopf gefunden zu haben. Er betrachtet den Dummkopf, nun nicht mehr als Dummkopf. Auch wenn der Umstand vielleicht seine Psyche belastet, seine geistige Entwicklung, seiner Persönlichkeit bringt das voran, denn er wird lernfähig.

Der so gesehene Kluge wiederum, hat nur seinen Meister, den klügeren Dummkopf noch nicht gefunden. Ein ewiger Kreislaufder Erkenntnis ist entfesselt.

Tatsache ist, wir haben alle ein gemeinsames Schicksal. Wir sind potentielle Dummköpfe. Die Einen haben das Glück, nie in die Situation zu kommen, wie ein Dummkopf dazustehen, deshalb gelten sie oft als klug.

Die anderen besitzen das Talent, sich immer wieder selbst in Situationen zu bringen, die sie sprichwörtlich als Dummkopf dastehen lassen.

So gesehen, gibt es keine Klugen, sonder nur Dummköpfe, die klüger sind, als andere.

Es bleiben nur Fragen, wie diese.
Ist dieses gedankliche Planspiel, als alltags taugliche Philosophie zu bezeichnen oder hilft es den Horizont zu erweitern?

George W. Lästerbacke



Sonntag, 16. Oktober 2016

Man seid ihr doof


Über die Dummheit vieler Zeitgenossen könnte man Romane schreiben. Dummheiten, die man selbst produziert hat würden auch Bände füllen. Wobei Dummheit eine geistige Einschränkung ist, aber verzapfte Dummheiten oft nur von vorübergehenden geistigen Aussetzern zeugen. Gelegentlich braucht es auch nur ein Beispiel, um zu demonstrieren, wie verblödet Menschen und unsere Gesellschaft sein können, jedoch trotzdem existieren können. Gestern war wieder so ein Höhepunkt. Und wenn ich Zeit finde schreibe ich auch darüber. Ob es euch gefällt, überlasse ich euch.

Ich kam zu einer Unterhaltung dazu, bei der sich zwei absolute Normalos, ältere Damen, die ich kenne unterhielten. Grundsätzlich wie immer nett, aber langweilig. Themen: Alles wird teurer, Krankheiten und natürlich Merkel und ihre Flüchtlinge und das denen alles in den Arsch geschoben wird. Während die Deutschen zu kurz kommen. Nun, wie ich schon sagte sterbenslangweilig. Ich hörte zu enthielt mich meiner Kommentare, die ich schon etwas differenzierter formuliert hätte, doch die alten Mädels hätten denen sowieso nicht folgen können. Und Missverständnisse wollte ich nicht provozieren. Schließlich wohnen sie bei mir und man ist friedlichen Zusammenleben interessiert.

Aber es kam, wie es kommen musste, immer wenn ich glaube, meine loses Mundwerk könnte schadlos benutzt werden, irre ich. Der Faktor Dummheit meiner Gegenüber ist einfach unkalkulierbar. Plötzlich schwenkte sie auf Merkels Hamsterkauf-Empfehlung und die Feststellung, wer das wohl wieder bezahlen muss. Denn natürlich, die Bild-Zeitung Information hatten sie wieder nur halbherzig geistig verarbeitet. Ich ließ mich doch dazu hinreißen etwas zu äußern. Ich sagte, Merkel könnte doch auch mal was für die deutsche Haushalte springen lassen, aus der Staatskasse, weil Kohle ist wohl genug da. Da hackten die beiden alten Weiber auf mir herum, dass das ja wieder nur von so einem Schriftsteller, so nennen sie mich immer, kommen kann, der lieber von anderen kassiert, als selbst zu bezahlen. In hier Vorstellung haben Autoren immer noch Bestseller Status, Mercedes und Haus, oder aber sie leben von Stütze. Jedenfalls nichts seriöses, wie putzen oder Bagger fahren. Auch ein unausrottbares Vorurteil, in der Szene des Prekariats.

Ich bediente nur den Grundtenor ihrer vorhergehenden Gespräches, halt Neudeutsch Smal Talk. Aber wer so weit denk, wie er scheißt, der weiß gar nicht, was er erzählt. Obwohl man gelegentlich denen mit dem „gesunden“ Menschenverstand ja mal zustimmen kann. Wenn sie nicht ganz falsch liegen mit dem was sie so ausbrüten. Aber selbst die Bestätigung ihrer Standpunkte bringt nichts, weil sie haben gar keine Standpunkte, sondern sie wollen nur ihr Vorurteile bedienen. Und selbst dann kommen nur solche Flops raus. Eine Erkenntnis, die ich immer von neuen bestätigt bekomme, wenn ich mit niederfrequent Denkenden kommuniziere. Oft kann das sogar recht lustig werden, denn die meisten Leute halten mich für klug, vielleicht haben sie sogar recht, aber das nutzt mir auch nichts. Ich wäre lieber mal richtig clever, also so eine Mischung aus klug und Schlitzohr.

George W. Lästerbacke

Sonntag, 19. Juni 2016

Die Theorie der flachen Erde ...

... hat nun auch Anhänger in der "Hohlen Erde."


Sorry, ein kleiner Flachwitz passt so schön an den Anfang zu dieses Themenkomplexes. Manchmal, wenn ich keine Lust habe mich mit alltäglichen zu befassen, dann stöbere ich im Internet. Sicher finde ich so garantiert etwas, worüber ich schreiben kann.
Vor einiger Zeit fand ich etwas zur Theorie von der flachen Erde. Es macht etwa so viel Sinn, wie das Geschwätz von Rot-Grün und Frau Merkel, aber jeder hat das Recht eine eigene Meinung zu äußern.

Sollte jemand von dieser abstrusen Theorie noch nichts gehört haben, erstaunt mich dass, denn man stolpert faktisch ständig darüber, wenn man versucht sich über die Welt zu informieren.
Ganz kurz umrissen wird behauptet, die Erde sei eine Scheibe, die Sonne steht etwa 5000 Kilometer über uns und arktisches Eis bildet so etwas, wie einen äußeren Abschlussring unserer Welt. Damit das Wasser der Weltmeere nicht ausläuft. Das verstehe sogar ich, sonst würde ja das Wasser auslaufen.
Soweit so gut.
In halbwegs gebildeten Kreisen gilt allerdings seit der Antike ein Modell des Globus oder der Erdkugel. Was damals natürlich auch nur eine, wenn auch plausible Theorie war. Eratosthenes errechnete im 3. Jahrhundert v. Chr. nach präziser Erdmessung den Erdumfang. Der Globus als Erdmodell blieb seitdem die vorherrschende Lehrmeinung im europäischen Mittelalter und in der Neuzeit.Und das, obwohl noch gar nicht so richtig geklärt war, warum die Menschen auf der anderen Seite nicht herunter fallen.
Auf wessen Mist die flache Erde ursprünglich gewachsen ist, lasse ich mal aus. Dazu gibt es viel Geschichte, in Schöpfungsmythen des alten Mesopotamien zum Beispiel. Und selbst damals, war diese Geschichte schon recht flach.
Man kann man die heute existierende Flat Earth Society, eine kreationistische Organisation, als Vorkämpfer der Flachen Erde Theorie bezeichnen. Diese Flat Earth Society ist der Nachfolger der Zetetic Society, die von Samuel Birley Rowbotham (1816-1884), einem Briten gegründet wurde. Seine Interpretation einiger Passagen der Bibel vertrat die Idee, die Erde sei keine Kugel. 1849 veröffentlichte er ein Aufsatz, auf dem später seine ganze Theorie aufbaute. Welche er 1865 auf 221 Seiten seines Buches "Zetetic Astronomy" veröffentlichte. Da sieht man wieder, was passiert, wenn Menschen Langeweile haben und zuviel in der Bibel lesen.

Natürlich, ziemlicher Blödsinn, der einem dort als Fakten präsentiert wird, aber doch witzig genug, um mich für eine Weile einzuklinken und zu schauen, was Leute so zu diesem Thema heute absondern. Nachdem ich mich im Paradies der freilaufenden Spinner, dem Internet auf Youtube und einigen Foren herumgetrieben habe, bleibt als Resümee zu sagen, Freunde, es steht um den Intellekt der Menschheit wirklich nicht gut. Klar gibt es einige lästerliche Zwischenrufe. Doch grundsätzlich gibt es viele Jünger, die diesen Bullshit glauben wollen. Das ist auch verständlich, wenn man schon in der Schule nicht das hellste Licht im Teich war. Doch eine Erfahrung bestätigte sich wieder. Wenn man den etwas niederfrequent denkenden Mensch seine mühselig erworbenen "FakeNews" klauen will, dann werden sie schnell unhöflich.

Das man Menschen intellektuell mit Glühbirnen vergleichen kann, wissen wir seit dem 20. Jahrhundert. Der Ausspruch „Der ist nicht sehr helle.“ Ist wohl noch viel älter und bezeichnet schlicht einen Dummkopf. Doch wie viele Menschen eher eine 25 Watt Glühbirne repräsentieren, da erleuchtet uns heute tatsächlich nur das Internet.

Wenn diese 25 Watt Birnen sich damit Rechtfertigen, das nicht alles logisch sein muss oder schlimmer noch, das alles was sie sagen absolut logisch ist, dann rollen wir mit den Augen und grinsen. Aber man muss nicht arrogant sein, vielleicht gibt es Argumente, die Sinn machen, vermutlich nach Leuchtkraft des Verbreiters der Argumente gestaffelt.
Aus diesem Grund habe ich mich mit einer simplen Frage im Gepäck in den größten mir in Deutschland bekannten Tümpel der flachen Erde begeben.
Einer simplen Frage, die mich bewegt.
Wir wissen einiges, über die Entstehung runde Planeten und Himmelskörper, wenigstens die unter uns, die sich dafür interessieren. Wie aber ist nun diese flache Erde entstanden?
Irgendwie bekam ich darauf keine vernünftige Antwort. Auch hielt man mich, nachdem ich wissen wollte ob der Mond, die Sonne und die Sterne flache Scheiben sind oder Kugeln für einen Troll.
Gott bin ich doof.

Doch diese harmlosen Dummies, sind immer noch friedfertiger mit ihrer flachen Erde Theorie, wie unsere bereits erwähnten rot-grün-schwarzen Polit-Nieten in Deutschland. Die, die Rassisten- und Nazi-Keule schwingen, wenn sie ihre mindestens genauso abstruse Friede, Freude Eierkuchen Politik rechtfertigen wollen, die jedem gesunder Menschenverstand trotzt.
Denn die Ansichten zur flache Erde schaden niemanden. Es sei denn, er verhungert auf der Suche nach dem Rand der Scheibe, von dem er in den selbst gewählten Tod springen kann.

Tatsächlich, es muss nicht immer alles logisch sein. Aus der Sicht der Quantenphysik, im Mikrokosmos da tun Elektronen, Positronen, Atome und Co sowieso nie dass, was wir erwarten. Was es dem Mystiker und dem Wissenschaftler ermöglicht zu sagen, die Logik ist hier nicht der Weisheit letzter Schluss. Auch das echte Leben wäre recht unmenschlich, wenn es immer logisch wäre.
Frauen sind das beste Beispiel dafür. Aber im echten Leben, haben wir das große Glück, Bullshit von Dingen zu unterscheiden, die wir (noch) nicht logisch erklären können. Anders als in der Quantenphysik, in der vieles über Verhalten von Teilchen nicht voraussagbar ist.

Hier versagt die Logik und konfrontiert uns mit überraschenden Ergebnissen, welche nicht unseren Erwartungen entsprechen. Das bleibt vermutlich auch noch geraume Zeit so, bis hier gewisse Muster und Gesetzmäßigkeiten entdeckt werden. So dass das unlogische Verhalten der Teilchen vielleicht logisch erklärbar wird. Aber wir könnten auch bemerken, das einfach nicht alles logisch erklärbar ist.
Das ist übrigens eine der Lieblingsaussagen meiner Frau und der widerspricht man natürlich nicht.

Grundsätzlich muss auch nicht alles logisch und erklärbar sein, sonst böte das menschliches Verhalten, hier nur als Beispiel genannt, keine Überraschungen oder Spaß mehr. Das Leben wäre ohne eine gewisse Un- Logik viel langweiliger.


Um nochmal auf die Theorie der flache Erde zurückzukommen. Diese ist reinster Opportunismus, also pure Ignoranz von Fakten und Erkenntnissen. Sie ist nicht mal als Theorie zu bezeichnen, weil es auch für Theorien einige belegbare Fakten gibt, die dann durch Annahmen zur Theorie ergänzt werden. Die flache Erde hingegen ist ein reines Hirngespinst, das mit Pseudo- Fakten und Behauptungen untermauert werden soll. Sie ist FakeNews.

Es gibt es tatsächlich Personen, die behaupten, sie sehen keine Krümmung, deswegen muss an der Theorie etwas dran sein. Jeder Mensch kann eine Krümmung am Horizont erkennen, wenn er nur einmal mit einem Schiff über den Ozean gefahren ist und genau hinsieht. Wenn ich ein weit entferntes Segelboot beobachte, mit einem guten Fernglas als beliebtes Beispiel, diese gibt es übrigens schon seit Jahrhunderten, dann sehe ich irgendwann nur noch die Masten.
Warum nur?
Geht das Boot etwa unter? Nein, es ist eigentlich so simpel, das es schon fast peinlich ist, es erklären zu müssen. Es sind nur noch die Masten zu sehen, weil der Bootskörper selbst, bereits von der Krümmung verdeckt wird. Ein Fünfjähriger könnte das aufmalen. Aber Erwachsene Menschen schaffen es nicht so weit zu denken? Ein kleiner geistiger Horizont, ändert nichts am Wesen unseres Planeten. Er ist rund, nicht 100 Prozent kreisrund, aber er ist rund.

Die Behauptung der flachen Erde ist nichts anderes als Widerspruch gegen anerkanntes Wissen, um des Widerspruchs Willen von Opportunisten, Wichtigtuern oder auch schlicht Menschen mit mangelnder Intelligenz, wobei man es denen schon fast wieder nachsehen darf.

Ich diskutiere gerne über das Unerklärliche und Mythen, jedoch nicht über schlichten Unsinn. Eigentlich sind solche Mitglieder unserer Gesellschaft eine erschreckender Tiefpunkt des deutschen Bildungssystems. Ich denke, man sollte von ihnen das Geld zurückverlangen, das ihre Ausbildung gekostet hat.

Man könnte es aber auch in einer Verschwörungstheorie formulieren. Einst trafen sich die Illuminaten und als sie zuviel getrunken hatten, sagte einer "Lass uns doch mal schauen, wie viele Schwachköpfe es gibt, die auf eine völlig absurde Theorie abfahren." Sie grübelten eine Weile und dann kam Samuel Birley Rowbotham, natürlich auch ein Illuminat drauf. Ich hab es Leute, seit der Antike denkt die Welt, die Welt wäre eine Kugel. Aber ich werde verbreiten, die Welt ist eine Scheibe, wer will mir das Gegenteil beweisen? Das war 1849.

George W. Lästerbacke

Sonntag, 9. November 2014

Gute Gründe, bei Facebook zu bleiben


Nach einem äußerst schönen Samstag, mit Sonne satt, den ich mit einer mir lieben Person verbrachte und einem Abend mit moderatem Genuss von Scotch, einer Zigarre und anderen hedonistischen Vergnügungen, darf ich mal wieder philosophieren oder besser bilanzieren. Heute möchte ich Bilanz ziehen, was Facebook, in den letzten vier Jahren für mich brachte.

Nach vier Jahren, in den ich immer mehr feststellte, das dieses Medium eher der Belustigung an menschlicher Unzulänglichkeiten und Dummheit dient und ich deshalb auch mehr und mehr, Ernsthaftes aus diesen sozialen Netzwerk heraus hielt, muss ich doch feststellen, das ein vollständiges verlassen dieser Plattform falsch wäre.

Da ich hier, die zehn interessantesten Menschen, der letzten vier Jahre traf. Wenn diese Menschen wohl auch, weitestgehend für verrückt oder exzentrisch gehalten werden, sind sie ein Funke der Hoffnung für die Zukunft der Menschheit. Zwischen dem in der Regel genetisch missratenen, Intelligenz und Verstand ignorierenden menschlichen Langweilern, Schattenexistenzen und Mitläufern findet man Hoffnung. Durch solche Individuen, die sich ihrer Individualität und Kreativität bewusst sind, bemerkt man das Potential, das noch in einigen Menschen schlummert.

Die einzige Frau, die ich nicht nur als Lustobjekt, Muse oder Nervensäge oder schlicht für überflüssig betrachte, traf ich auch auf facebook. Die einzige Frau, die ich, auch wenn ich nicht mit ihr physisch zusammen leben möchte, immer respektieren und lieben werde, ist Lustobjekt, Muse und Nervensäge in einer Person, also eine echte Frau. Kein pseudo- selbstbewusstes, weinerliches Bündel falsch verstandener Emotionen und Feminismus, in einer geistesgestörten Gesellschaft. Diese wahre Frau habe ich mich unsterblich verliebt und werde sie immer lieben. Abseits des Mainstreams der Liebe den, die kranke katholische Kirche seit 2000 Jahren und Walter von der Vogelweide im Mittelalter, in die gestörten Hirne meiner Mitmenschen, der westlichen Zivilisation pflanzte. Gelegentlich ist diese Frau, die Auszeit, die man sich gönnen darf, von all dem Schwachsinn, dem man täglich erlebt.

Mein Facebook Fazit ist, also durchaus positiv. Zwischen all den grauen Kieseln im Fluss des Lebens, konnte ich hier die wenigen Edelsteine finden, die ich sonst vermutlich nie kennengelernt hätte. Ohne die Erfindung, eines Schwachkopfes, der gar nicht weiß, was er da eigentlich erfunden hat, wäre diese Chance nicht möglich gewesen. Ein Umstand, der wieder beweist, das nicht der Erfinder einer Idee, das Genie dieser Idee erkennen muss, sondern der, der sie zu nutzen weiß.

George W. Lästerbacke

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Der falsche Focus


Das Gesellschaftsbild, dass wir wahrnehmen, sehen wir grundsätzlich aus der falschen Perspektive. Wir sehen immer nur das Große und Ganze. Wir müssen aber lernen, dort hinzusehen und hinzuhören, wo die Gesellschaft beginnt, beim Menschen. Unsere allgemeine Kommunikation mit unserer Umwelt und uns selbst ist oft schlecht.

Ich beobachte gerne Menschen, ich höre gerne zu. Die Menschen, die mich kennen lernten und denen man wenigstens mittelmäßige Beobachtungsgabe bestätigen kann, denen fällt das schnell auf, dass ich entweder am reden bin oder ich sitze dabei und höre zu. Betrachte die Menschen, ihren Habitus, ihre Wortwahl. Daraus lässt sich so endlos viel lesen. Gruppen von mehr als drei Personen, sind oft schon ein kleiner gesellschaftlicher Mikrokosmos. Entweder ist es sehr spannend, was es aufzuschnappen gibt oder aber es absolut uninteressantes Geschwätz. Dass was Menschen zu erzählen haben, sagt oft schon in kurzer Zeit viel über sie aus. Das Wichtigste dabei ist, trotz allem das Beobachten. Den entgegen dem, was eigentlich meine innerste Überzeugung ist, das man Menschen nicht in Schubladen einordnen sollte, kann man dies sehr wohl tun. Allerdings sollten es nicht viele Schubladen sein. Zwei sind ausreichend. Deutlich vorhandenes Potential, wäre eine Schublade, zur besonderen Verwendung, die andere.

Die einen Zeitgenossen schwätzen nur so daher, weil sie zu dumm sind sich wenigstens eine Allgemeinbildung aus den heute verfügbaren Quellen zu bilden. Dass ist die größte Gruppe, die andere Gruppe, weiß wovon sie redet. Das ist die kleine Gruppe, die ebenfalls nur zwei Schubladen kennt. Diese Gruppe hat gelernt, dass es recht praktisch ist, seine Umwelt zu organisieren. Zwei Schubladen, die Menschen nicht in zu enge Fächer zwängen, sondern mit viel Platz. Ein Schubladensystem ist nicht statisch, es sollte Spielraum bieten. Menschen können sich ändern, Menschen ändern sich oft auf vielerlei Art. Dass vergessen wir zu oft. Nur die wirklich dummen Mitmenschen meinen, dass sie einen Menschen einen Stempel aufdrücken können, der für die Ewigkeit hält.

Ich treffe oft Menschen, die nie die Chance hatten, ihr Potential zu erforschen und es zu nutzen. Ich habe hochintelligente Menschen getroffen, die gleichzeitig so dumm wirkten, weil sie mit ihren Fähigkeiten in einer völlig falschen Schublade der Gesellschaft gelandet sind. Wiederum traf ich wirklich dumme Menschen, die es geschafft haben, gesellschaftlich anerkannt und für klug gehalten werden. Politiker sind hier die bemerkenswerteste Gruppe, gleich gefolgt von Karrieristen in der Wirtschaft. Auch wieder nur die Folge falscher Schubladen, den ihre Handlungen sind oft schädlich und kontraproduktiv für die Gesellschaft. Bei vielen Mitgliedern dieser Gruppe, reichen einige Gespräche, um zu erkennen, das sie fehlbesetzt sind. Ich denke, wir müssen erkennen, das sich eine Gesellschaft nur vernünftig entwickeln kann, wenn wir lernen, das unser Schubladen denken subjektiv ist und wir offener für objektive Eigenschaften unserer Mitmenschen werden müssen, wenn wir sie einschätzen. Denn nur so findet jeder seinen optimalen Platz in der Gesellschaft. Sonst werden wir niemals über den Status eines Ameisenstaates hinaus wachsen können, in der jeder nur funktioniert.

Dabei ist es nicht wesentlich, was für ein Gesellschaftsmodell wir favorisieren, es ist wesentlich zu verstehen, das Freiheit bedeutet, sich selbst zu entwickeln und seine Fähigkeiten nutzen zu können. Jeder kann glücklich werden, wenn er den Platz findet, der ihm gesellschaftliche Akzeptanz bringt. Denn so individuell wir sind, wir sind soziale Wesen.

George W. Lästerbacke.

Freitag, 18. Juli 2014

“Israel unter Beschuss“

Eine Headline der facebook Seite “Israel in Deutschland“. Ein Aufruf zu einer Diskussion mit dem aktuellen israelischen Botschafter zum Thema Angriffe auf Israel. Ein Anlass für mich, mir einmal Zeit zunehmen, euch meinen Standpunkt zu diesem Konflikt darzustellen. Ohne dabei eine von beiden Konfliktparteien zu verurteilen oder zu verteidigen. Einfach nur aus einer rationalen Sicht.

Alleine die Formulierung weist bereits daraufhin, in welche Richtung die Diskussion gehen soll, pro Israel. Das alleine als Umstand, ist sicherlich menschlich nicht verwerflich, denn versuchen wir nicht alle, Freunde zu finden für unsere Standpunkte?

Natürlich tun wir dass, doch wir suchen normalerweise Unterstützung für Ideen und Gedanken, die etwas dauerhaft verändern. Das tun wir in der Regel, in einem übersichtlichen Zeitrahmen und es dient letztlich, bei Menschen, die neben Emotionen auch ihren Verstand gebrauchen der Konsensbildung, auch mit unserem vermeintlichen Gegner. Wir suchen also nach Lösungen, die am Ende Gemeinschaft schaffen, nicht ewige Feindschaft.

Ich will hier für keine der Kriegsparteien, den anders möchte ich sie nicht bezeichnen Partei ergreifen. Weder verdamme ich die Sicht der Israelis, noch verdamme die Araber mit ihren Standpunkt, die immerhin seit Jahrtausenden diesen Gebiet besiedeln. Man streitet sich auf dem Niveau zänkischer Kinder, als würde es in dem Eigentum einer der Parteien sein. Es ist einfach nur ein Landstrich in denen Menschen leben möchten, die sich ohne viel Aufhebens einigen könnten, wenn sie nur wollten.

Schauen wir doch mal auf den Konflikt, einfach nur so wie er eigentlich ist. Ohne den Politik Quatsch. Und verlegen ihn nach Deutschland, historisch gesehen könnte man ein passendes, fiktives Beispiel sehen. Köln im Jahre 2014. Wir alle wissen, die Stadt Köln wurde von den alten Römern unter Kaiser Claudius gegründet, das restliche historische drum herum schenken wir uns.
Fakt ist, die alten Römer haben die Stadt gegründet und lebten nun fortan mit allerlei Volk aus nah und fern zusammen. Nun begab es sich, das die Römer irgendwann abzogen, doch Köln blieb. Was geschähe nun, wenn heute oder morgen, die Italiener, die wir durchaus als Erben des römischen Reiches betrachten können, auf die Idee kämen mit Sack und Pack in Köln einzufallen, mit der absurden Begründung, wir waren vor 2000 Jahren hier. Das ist unsere Heimat und ihr Kölner Bürger sucht euch eine Immobilie irgendwo nebenan.

Merkt ihr was? Das klinkt so absurd, das Jeder nur darüber lachen würde. Den Fakt ist, wenn die Italiener das tun würden, würde ihnen jeder Mensch fragen, ob sie noch ganz gesund sind, im Oberstübchen. Natürlich ziehen auch heute wieder Italiener nach Köln und anderswo in Deutschland, aber ohne einen 2000 Jahre alten Anspruch zu erheben. Sie sind kein altes, erloschenes Reich, das sie vertreten oder auf das sie sich berufen, sie sind einfach nur Menschen. Sie kommen nach Köln, um ein neues Leben anzufangen mit neuen Menschen als Nachbarn. Leben mit den Kölnern zusammen und bringen sich gesellschaftlich und kulturell ein. Das nennt man normales menschliches Verhalten. Das ist auch gut so, denn so lebt es sich friedlich miteinander.

Nun könnte mir Jemand vorwerfen, das Beispiel Köln ist populistisch, ist es in gewisser Hinsicht auch, dient aber nur dazu, die Absurdität, des Konfliktes in Israel klarer zu machen. Denn auch ich weiß natürlich, das der Staat Israel historisch gesehen aus der Not einer Volksgruppe heraus entstanden ist, die verfolgt, massakriert und getötet wurde. Einer Volksgruppe, die einfach nur eine Heimat wollte. Ein Ansinnen, das jeder halbwegs normale Mensch verstehen kann. Der Umstand, dass es bei einer solchen Unternehmung definitiv auch immer zu Ungerechtigkeiten gegenüber der einheimischen Bevölkerung kommt, auch dieser Umstand ist nur zu natürlich, wenn auch nicht gut. Doch wenn man die Entwicklung des Konfliktes betrachtet, dann ist er immer nur mit Eskalation verbunden. Es offenbart sich, das keine der gegnerischen Parteien bereit ist, zu akzeptieren, das man absolut friedlich miteinander leben könnte, längst sogar eine ethnische und kulturelle Einheit sein könnte.

Wenn man diesen ganzen Konflikt der jetzt seit vielen Jahrzehnten schwelt sachlich betrachtet, ist es nicht schwer den eigentlichen Verursacher auszumachen. Doch man kann getrost auf Schuldzuweisungen verzichten, den gegnerische Parteien, die in so langer Zeit keine menschlich tragbare Lösung für ihre Probleme gefunden haben und als einziges Ziel sehen, sich zu vertreiben und abzuschlachten, diese Gegner haben längst den schmalen Pfad der menschlichen Rationalität verlassen.
Hier braucht man als normal empfindender Mensch keine Schuld mehr zuweisen, an diesem Ort sollte man einfach losgehen und die Streithähne sich selbst überlassen in der Hoffnung, dass sich das Problem auf die eine oder andere Art selbst löst.

Denn bei soviel Verlust von Gefühl für das Richtige, hört dort gar keiner mehr zu, es sei den man redet ihnen nach dem Mund. Ob es Araber oder Israelis sind, sie wollen einfach nur noch recht haben, frei von Verstand für versöhnliche Argumente.

Deshalb sehe ich das so, auch Solidarität und Mitgefühl für Kriegsparteien sollte eine Deadline haben. Manchmal muss man einfach sagen, ich halte mich raus. Denn es ist Zeitverschwendung helfen zu wollen, wo man Hilfe nicht annimmt.

Es braucht mir auch keiner erzählen, die bösen Israelis, die bösen Araber. Dieser Konflikt ist zu alt, als das man hier Schuld zuweisen kann, hier geht es nur noch um menschliche Dummheit. Idiotisches Gegeneinander ohne Vernunft.

©George W. Lästerbacke

Montag, 18. November 2013

Das Wort zum Montag

Oder warum man mit Unverfrorenheit weiter kommt.

Zum Wochenstart möchte ich euch mal einen Tipp mit auf den Weg geben, seit etwas unverfrorener, wenn ihr etwas wirklich möchtet. Sozusagen etwas mehr persönlichen Egoismus, selbst wenn ihr strohdoof seid.

Mit Nettigkeit und Freundlichkeit, kommt man zwar gut durch den Tag, aber Geld dafür bekommt man noch nicht mal, als Verkäufer. Da reicht geheuchelte Freundlichkeit auch. Menschen dieser Art begegnen euch jeden Tag, ob im Büro, an er Tankstelle, Politiker oder auch er sprichwörtliche Verkäufer im Autohaus. Sie haben euch Nichts zu bieten. Doch sie sind euch trotzdem überlegen. Weil sie Bauernschläue besitzen und eben unverschämt sind.

Deshalb heute zum Wochenanfang, einige besondere Beispiele zum Thema Unverfrorenheit in Kombination mit Dummheit.

Wochenmotto “Die dümmsten Bauern, haben die größten Kartoffeln.“

Zum ewigen Ruhm der Dämlichen mit voller Geldbörse brachte es natürlich die 81-jährigen Stella Liebeck, die sich bei McDonalds einen Becher Kaffee über den Körper schüttete und anschließend 4,5 Millionen $ Schadenersatz erhielt, weil sie nicht auf die Tatsache hingewiesen worden sei, dass der Kaffee heiß ist. Sie ist damit unser geniales Vorbild in Sachen, sich dämlich anstellen und unverfroren kassieren. Natürlich sind das amerikanischer Gerichte, deren Richter und Geschworene offensichtlicher noch dämlicher sind, als die Polizei erlaubt. Doch so ist es in dieser Welt.

Nun es ist tatsächlich so, unangefochtene Kandidaten, die Stella den Rang ablaufen könnten gibt es genug. Zum Beispiel Mr. Merv Grazinski aus Oklahoma City. Der Wohnwagenhersteller Winnebago Motor Homes musste ihm nicht nur ein neues Wohnmobil stellen, sondern auch 1.750.000 $ Schmerzensgeld bezahlen.
Warum?

Darum!
Auf dem Heimweg von einem Football-Spiel hat Mr. Grazinski den Tempomat seines Gefährtes auf 110 km/h eingestellt und danach den Fahrersitz verlassen, um sich im hinteren Teil des Wohnmobils einen Kaffee zu bereiten. Das Wohnmobil ist natürlich prompt von der Straße abgekommen und überschlug sich. Welch eine Überraschung für Mr. Grazinski. Der begründete seine Forderung auch gleich mit der Tatsache, dass in der Betriebsanleitung des Wohnmobils nicht darauf hingewiesen worden sei, dass man auch bei eingeschaltetem Tempomat den Fahrerplatz nicht verlassen dürfe. Der Unterschied zwischen Tempomat und Autopilot, war im offensichtlich nicht klar. Der Hersteller hat inzwischen die Bedienungsanleitung geändert.

Wie ihr seht, wir verfügen zwar nicht über eine so komfortable Gerichtsbarkeit, wie in der USA, dazu fehlt noch eine passende Gesetzgebung. Genug dämliche Rechtspfleger hätten wir genug. Die sich aber hier zu Lande mehr darum kümmern unschuldige Bürger zu malträtieren. Jedoch wir lernen, Frech kommt weiter und die alte Weisheit “Die dümmsten Bauern haben die größten Kartoffeln.“ Kommt nicht von ungefähr.

George W. Lästerbacke

Freitag, 9. August 2013

Warum der Ossi, den Wessis immer noch Alles erklären muss ...

Warum der Ossis, den Wessis immer noch Alles erklären muss ...

Gestern hatte ich eine Unterhaltung auf Facebook mit einen westdeutschen User dem mein Bekleidungsstil auf einem Profil Foto nicht gefiel.

Zitat:
“.. muahahaha! Mich würde eher interessieren, warum sich Dein 15 jähriger Neffe noch nicht beschwert hat, dass Du ständig seine Klamotten anziehst. Jetzt erzähl mir nicht, Du hast Dir Deine Outfits selbst gekauft?! Ihr Ossis seit schon ein lustiger Haufen. Für den Haarschnitt zum NVA-Friseur und danach Einkleidung auf dem Vietnamesen Markt.“

Da dieser FB Freund zwei Jahrzehnte nach der sogenannten Wende, noch in Schubladen, wie Ossi und Wessi denkt, habe ich ihm natürlich erklärt, warum das so ist und das nicht Alles so scheint, wie es ist. Es ist nur Teil eines Masterplans.

Natürlich sind wir ein lustiger Haufen, denn das feiern haben wir von den Russen gelernt, arbeiten von echten deutschen Großeltern und das ein schwarzarbeitender Ex NVA Friseur, allemal billiger ist, als eine auf gebretzelte "Friseur Klier" Tusse. Das versteht der Ossi sehr schnell.

Das ist einem Ossi auch einfacher verständlich, ebenso wie der Fakt, das die Ware aus dem Vietnamesen Markt, die gleiche Ware ist, wie die, die sie euch Wessis im Supermarkt für den doppelten Preis verkaufen.

Wir wurden zur Sparsamkeit erzogen und dazu, uns immer angemessen zu kleiden. Dazu gehörte auch, das wir lernten, das Jogginganzüge zum joggen da sind. Nicht wie bei den Wessis zum schick Essen gehen und zum Einkaufen.

Das sind alles Kleinigkeiten die, das Gesamtbild einen selbstbewussten, fleißigen und sparsamen Deutschen ausmachen. Aber das kannst du nicht verstehen, als armer, seiner Identität beraubter, zur Konsum Nutte erzogener und schlecht ausgebildeter Wessi.

Doppelwopper essen, schlechtes Englisch und mit dem Taschenrechner 1+1 in der Schule rechnen lernen, dazu ergänzende Bildung aus dem Werbefernsehen. Es ist verständlich, das du zu einer solche einfachen Schlussfolgerung kommst, ich hätte die Klamotten von meinem 15 jährigen Neffen.

Nein, das ist natürlich das Alles ein Teil, einer erlernten Überlebensstrategie. Ich habe diesen Kleidungsstil von den Wessis übernommen, um mich unauffällig unter euch amerikanischen Plagiaten, eines Deutschen mischen zu können.
Besonders wenn Kameras da sind. Letztlich müssen wir im Osten ja noch so lange ausharren und euren Solidaritätszuschlag irgendwie verbraten, bis der SED Nachfolger, die Linke wieder eine rechtmäßige, demokratische Regierung bildet.

Bis zur Machtergreifung einer Koalition von Die Linke und der Die Partei, müssen wir diesen Bekleidungsstil noch beibehalten. Danach können wir wieder in den schönen rot weißen Farben der jungen Pioniere und im FDJ Blauhemd aus einheimischer, deutscher Produktion herum laufen. Ihr Wessis könnt das, dann natürlich auch.

Der Segen des Sozialismus unter Führung der großen Anführer Gregor Gysi und Martin Sonnenborn, wird dann auch für des Wessis da sein. Der Wessi, der bis heute vom Kapital dumm gehalten wird, seiner Identität beraubt ist und zum Konsum versklavt wird, der wird dann wieder frei sein.
In der westdeutschen Umerziehungszone, sicher abgeschottet vor dem Einfluss des dekadenten Rest Europas mit einer schönen neuen Mauer.

Du lernst heute wieder etwas dazu.

Die Folgen viele Jahrzehnte westdeutscher Inzucht, ohne echte kostenlose Gesundheitsversorgung, Bildung und soziale Sicherheit, werden aus dem ostdeutschen Untergrund bekämpft. Es dauert nur noch etwas. Weil man es euch Wessis auch noch so langsam sprechend erklären muss.

Es bedarf dieser perfekter Tarnung des Ossis mit asiatischer Billigmode. Um euch zu erreichen.

Leider muss man natürlich sagen, der ostdeutsche Geist den Wessi zu retten und ihn nicht nachzueifern, auch etwas zu spät erwacht ist. Erst als der Ostdeutsche anfing die nächste Generation eines degenerativen Deutschen, den Grünen wahrzunehmen. Wurde dem Ossi bewusst, das der Wessi in der Falle sitzt. Aber die Rettung ist nahe.

George W. Lästerbacke.

Dienstag, 6. August 2013

Die Unbelehrbarkeit, das Denken und das Schweigen.

Die Unbelehrbarkeit, das Denken und das Schweigen.

Gestern hatte ich mal wieder das Vergnügen, einige Zeitgenossen mit eher halb weichen Gehirn in einer politischen Diskussion zu lauschen. Halb weiches Gehirn definiere ich wie folgt.

In 50% des Hirns sitzen verfestigte Ideen und Strategien, die unabänderlich festgelegt sind und somit verhärtet. Dort sitzen dann, Religion, Ideologie und anderes erworbenes Wissen oder Pseudowissen, dass durch zuführen neuer Informationen nicht mehr veränderlich ist.
Die anderen 50% sind der Teil, der durch das zuführen neuer Informationen versucht den verfestigten Teil zu ergänzen und die neuen Informationen gegebenen Falles straff zu ignorieren. Da das zufügen neuer Informationen, den verfestigten Teil sonst in höchste Verwirrung versetzen kann.

Es ist immer wieder interessant, das zu beobachten, wie dann relativ normal wirkende, possierliche Äffchen anfangen sich zu ereifern, bis hin zum kreischen. Besonders, wenn man ihnen jeweils abwechselnd noch Brocken von Wissen zuwirft, die so gar nicht in ihre verhärtete Hälfte des halb weichen Hirns passen, nachgewürzt mit Informationen, die wiederum passen würden.

Man kann förmlich zusehen, wie sie sich aufputschen, von einen Thema zum Anderen und plötzlich Einer wütend aufspringt, noch eine Information preis gibt und alle Anderen betreten schweigen. Nicht weil irgendeiner eingesehen hätte, das er eventuell falsch liegt. Nein weil Keiner versteht, warum Einer den nun verärgert ist.
Dann schweigen sie sich nur noch an. Weil wieder nur Verwirrung in ihren halb weichen Hirn herrscht. Das Denken setzt einfach nicht ein. Das ist auch der Grund, warum ich die Masse für unbelehrbar halte. Das ist der Grund warum viele sich irgendwann an schweigen, pure Unlust am Denken und keinerlei Diskussionskultur.
Dazu habe ich noch einen kleinen Witz, der tatsächlich eine Weisheit enthält. Ob wohl Jemand ihn deuten kann? Eigentlich zu simpel.

Was Unterscheidet einen Wessi und einen Ossi, wenn er in den Spiegel sieht? Eigentlich gar nichts, beide sehen einen Neandertaler.

Das wirkliche Übel bei der Beobachtung solcher Diskussionen ist, es erinnert mich so stark an echte Politik. An die Ursache unserer Menschheitsprobleme.

So nun einen schönen, geistig beweglichen Tag gewünscht.

Donnerstag, 6. Juni 2013

Nepper, Schlepper & Bauernfänger.


Willkommen in der neo-liberalen Realität. Werde auch du ein Guru.

Ich habe heute wie so oft Einladungen zu diversen Webinaren erhalten. Vermutlich bin ich nur noch kein Millionär, weil ich diese Angebote in der Regel ignoriere. Unter anderem Angebote wie, »Was ihre Gedanken mit Ihrem Geldbeutel zu tun haben«. Da wurde mir wieder schlagartig klar, warum mein Geldbeutel nicht mehr so prall gefüllt ist, wie es früher einmal war. Ich denke nicht mehr darüber nach, wie ich möglichst viele Trottel über den Tisch ziehen kann, ich lästere lieber über diese Trottel. Völlig falsche Lebenseinstellung, das Betrügen liegt der Gesellschaft im Blut. Wer sich vom Profit denken abwendet, der verliert Reputation. Mein Geschäft macht zwar Spaß und bringt mir viele Freunde, aber es ist nicht lukrativ.

Was täte ich ohne diese neo-liberalen, Hirntoten Zombies?
Ich muss mich auf das Wesentliche konzentrieren und dem Motto des Scientology-Begründers Ron Hubbard folgen »Mache Geld, mache mehr Geld«.

Was kann ich gut?
Nichts? Kein Problem, die meisten Menschen können weniger, die können gar nichts gut. Exzellente Ausgangsbasis für ein gutes Geschäft.

Nun können wir uns also dem Geld und der »Persönlichkeitsentwicklung« widmen. Ich nehme euer Geld und ihr entwickelt eure Persönlichkeit. Das geht nicht? Quatsch klar geht dass. Das glaubt ihr nicht? Dann überzeugt euch selbst.

Ich, nur ich weise dir den Weg in eine goldene Zukunft. Ich biete dir an, in nur zwei Wochen ein neuer Mensch zu werden. Du wirst deine Welt dann aus anderen Blickwinkeln sehen können. Du wirst sehen, die Anderen nicht. Dein Gewinn ist Erfolg, bei den Frauen, im Job und in der Liebe. Für immer glücklich sein, das hast du dir verdient.

Wie das funktionieren soll?
Zwei Wochen in landschaftlich reizvoller Umgebung eines polnischen Bergdorfes lernst du, du selbst zu sein und zu kommunizieren.

Dein Verlust?
Nichts außer Zeit, dich selbst zu erkennen und natürlich, die 3000 Euro Kursgebühr. Du kannst also nicht verlieren. Du bist auf dem richtigen Weg, ein Gewinner zu werden.

Natürlich könntest du das billiger haben. Aber nicht von dem Original George W. Lästerbacke, deinem Mentor und Guru.

Nähere Informationen, wie du dein unnützes Geld loswerden kannst, per Mail unter:

Gibmirdeingelddeinscheckbuchunddeinevisacard@abzocke.de

© George W. Lästerbacke

Dienstag, 3. Juli 2012

Endzeit Wahrnehmungen


Eine finstere Zeit wir kommen...

Der islamischen Überlieferung nach muss ein jeder Mensch die Zeit im Grab und die Befragung durch die Engel Munkar und Nakir nach seinem Tod erleben. Das ist aus meiner Sicht die Variation des jüngsten Gerichts im Katholizismus. Das Judentum ist in verschiedensten Auslegungen auch auf ein Leben nach dem Tod vorbereitet. Nur gibt es sehr viele Ansichten zum Weg dahin. „Das Himmel und Hölle“ Prinzip des katholischen Christentums, ist nicht üblich. Doch im Prinzip sind alle drei Weltreligionen, davon beseelt an ein Leben nach dem Tod zu glauben und das es in irgend einer Form zu einer Einschätzung des Lebenswandels, der verstorbenen Personen kommen wird. Die anderen weltweit verbreiteten Religionen, betrachten das prinzipiell ähnlich. Daraus kann man nun folgern, dass die Religion im allgemeinen nur die Konsequenzen nach dem Tod, als Bedrohungsszenario aufbaut. Warum eigentlich? Es wäre doch wesentlich wichtiger, den praktizierenden Religionsanhängern vor Augen zu führen, wie das Fehlverhalten, ihr unmittelbares Leben und das anderer Menschen beeinflusst.

Da sind sie, die Sünder, die in dieser Welt, leben, arbeiten, lieben, intrigieren, morden und Krieg anstiften und jede Art von Unfrieden verbreiten. Doch womit bewertet Religion das Unwesen? Mit dem Zeigefinger auf das Grab und die danach folgende eventuell böse Zukunft, als Grillwurst im Fegefeuer oder anderer abstrakter Denkkonstrukte. Schlimmer noch der Islam verspricht Märtyrern, also Mörden aus religiöser Überzeugung noch eine Belohnung für Untaten. Angeblich erwarten den Sünder dann 72 Jungfrauen im Paradies. Ob die männlich oder weiblich sind, verrät aber niemand. In sofern mit die größte Mogelpackung der Religion. Und sicher nicht geeignet den Frieden auf der Welt zu fördern.

In der Sache verurteile ich Religion nicht, ich halte sie nur für denkbar überflüssig. Sie gibt geistig weniger betuchten, eine gewisse Sicherheit und den bequemen Menschen, immer einen Ausweg Fehler zu delegieren oder durch diverse geforderte Rituale, das Seelenheil zu retten. Das könnte man sachlich gesehen akzeptieren, da der große Teil unserer planetaren Mitbewohner, sowieso keine besonderen geistigen Leuchten sind. Sie glimmen eher, wie eine 25 Watt Glühbirne.

Das Problem ist nur, das diese Zeitgenossen durch Religion, in unserer Zeit nicht mehr geführt werden können. Sie sind in der Regel viel zu undiszipliniert dazu. War die Religion in Zeiten von minimaler Bevölkerungsstruktur auf der Welt, noch geeignet, gesellschaftliche minimal Konsense zu schaffen und somit Ordnungserhaltend zu wirken. So ist Sie heute fast wertlos. Ohne die weltliche Gerichtsbarkeiten, die unmittelbare Konsequenzen darstellen, herrschte das absolute Chaos. Obwohl man die weltliche Gerichtsbarkeit, weltweit getrost als gigantischen Missgriff betrachten kann. Da sie je nach gesellschaftlicher Konstellation, entweder zu milde, oder aber inhuman hart bewertet. Das liegt vermutlich daran, dass die Rechtssysteme, genau wie die Religion, eher von Dummköpfen dominiert werden, die mehr auf das geschriebene Wort vertrauen, als auf ihren klaren Menschenverstand.

Auf der Welt herrscht das im Wortsinne, babylonische Sprachgewirr, dass handeln und denken dominiert, ohne ein allgemeines „Wir“ Gefühl zu erzeugen. Wir sind Individuen geworden, die Ihre Individualität verlieren, im Brei von Gruppen waten, ohne dabei ein kollektives Gefühl zu entwickeln, das wir alle die Menschheit sind. Es ist einfacher geworden, eine schwachsinnig, brabbelnde Gruppe „Armani“ gekleideter Trottel, um sich zu sammeln, als es zu schaffen, eine große Gruppe, vernunftbegabter denkender und handelnder Personen zu rekrutieren, die sich mit den echten Problemen unserer Zeit zu beschäftigen.

Der große Kampf Vernunft gegen Dummheit, geht scheinbar langsam wieder in die nächste Runde, wenn man nur die globale Politik betrachtet. Die kleinen Trottel dazwischen, die muss man dabei nicht berücksichtigen.
Eines scheint schon heute gewiss, bei allen Fortschritt in Technologie und Kultur. Die nächste finstere Periode in der Menschheitsgeschichte bricht eben erst an. Vermutlich werden die, die einst darauf zurück blicken, wenn es vorbei ist wissen, dass, die uns bevorstehenden Ereignisse, dass uns noch bekannte finsterste Mittelalter des 11-14. Jahrhunderts oder auch die Zeit der Weltkriege, eher als Zeit des Licht werdenden Aufbruchs erscheinen lassen wird.

Georg W. Lästerbacke