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Samstag, 22. Juni 2019
Die Alchemisten werden wieder Salonfähig.
Ich hatte heute die helle Freude, wieder einmal eine Gender Diskussion, rund um das dritte Geschlecht zu verfolgen. Anlass, war der Verweis eines Jungen aus dem Klassenzimmer, weil er darauf behaarte, dass es nur zwei Geschlechter gäbe. Ein 17-jähriger schottischer Schüler einer weiterführenden Schule in Aberdeenshire, Schottland und sein Lehrer waren Hauptakteure eines Videos, dass der Schüler von dem Vorfall machte.
Eigentlich eine legitime Sicht, doch offensichtlich hat man in Gender-Wunderland von heute kein Recht mehr, Dinge rein Sachbezogen und logisch zu sehen.
Ich versuche dies trotzdem einmal.
Fakt ist, rein biologisch sind zwei Geschlechter zur Fortpflanzung notwendig, dass ist auch generell in der Natur so, mit wenigen Ausnahmen von zweigeschlechtlichen Wesen. Wie Schneckenarten, die vollwertige Zwitter sind, was bedeutet, jeder kann mit jedem Nachwuchs zeugen, wobei auch hier natürlich zwei Partner nötig sind. Aber in der Säugetier Population ist Zweigeschlechtigkeit das Prinzip.
Es gibt eine prozentuale, praktisch zu vernachlässigende Zahl von menschlichen Zwittern, die zum Teil über verschieden stark ausgebildete Geschlechtsorgane beider Geschlechter verfügen, sie gelten als genetische Fehlentwicklung. Das aus medizinischer Sicht wohl zu recht. Denn zumindest mir ist kein Beispiel bekannt, dass ein Mensch existiert, der diese Anomalien hat und dabei, beiderseits fortpflanzungsfähig ist, was aus meiner Sicht, die Voraussetzung für ein drittes menschliches Geschlecht wäre.
Sollte ich hier falsch informiert sein, bitte ich um Korrektur durch Belege zum nachlesen.
Es mag sein, dass sich einige Personen anders für sich Identifizieren, was ihr gutes Recht ist, aber dies hat mit Biologie nichts zu tun, dass ist der Geist.
Denn im Prinzip kann ich doch heute sein, was ich möchte, die ganze große und bunte Szene der Schwulen, Lesben, Transsexuellen und Transgendern, Inter- und Bisexuellen und Christopher Street Day Paraden weltweit beweisen das doch. Sicher muss in Sachen Toleranz in vielen Ecken der Welt noch etwas geschehen, aber der Zeitgeist als Maßstab für ein drittes Geschlecht?
Entschuldigung unwissenschaftlicher geht es wohl nicht.
Für mich gilt die Natur als Vorlage, denn irgendein Maß sollte gültig sein und jeder sollte das sein dürfen, was er möchte. Aber Gesetze und auch Lehrstoff sollten etwas realistisch sein, denn Toleranz und anderer Meinungen sollten sich nicht ausschließen. Politische Lehrmeinung kann und darf nicht unwissenschaftlich sein.
Wir brauchen kein Gesetz für andere Geschlechter oder Toiletten, wir brauchen vielleicht einfach nur Toiletten für alle. Da kann dann jeder stehen, sitzen, die Tür schließen oder was auch immer. Dass ist dann Toleranz, wir machen alles gemeinsam, egal wie es unter Hose und Rock ausschaut. Toleranz ist doch, wenn Geschlecht keine Rolle spielt, nicht aber das jeder sein eigenes Süppchen kocht.
Ein drittes Geschlecht bestätigt uns nur eins, die Dekadenz einer zugrunde gehenden Gesellschaft, die an geistiger Onanie und Völlerei zugrunde geht. Der Ich-Mensch läuft so lange im Kreis, bis er glaubt, es gibt keine andere Form der Fortbewegung mehr.
George W. Lästerbacke
Montag, 3. Juni 2019
😜 INTELLIGENZTEST 😜
So liebe Freunde. Heute habt Ihr wieder das zweifelhafte Vergnügen, etwas von mir zu lesen, zu einem Thema, was so überhaupt und sowieso nicht geplant war.
Die Ursache, es ist Sonntag und ich habe keine Lust, bei -1 Grad Celsius raus zugehen. Denn der Himmel ist wolkenverhangen, aber es regnet leider nicht. Wäre das der Fall, könnte man Blitzeis erwarten. Das heißt ich könnte mich dann mit vergnügen, an das Fenster setzten und Passanten dabei zu zusehen, wie sie auf dem gefrorenen H20 Pirouetten drehen, bis sie irgendwann einsehen, dass die Schwerkraft doch stärker ist, um dann schnell das Fenster aufzureißen und Interesse an ihrem Gesundheitszustand zu heucheln. Aber diesen Spaß vergönnt mir Petrus nicht und meine Freundin habe, ich heute schon nackt gesehen. Schließlich will ich sie nicht ständig von der Hausarbeit abhalten. Also folglich muss ich schreiben und Ihr müsst lesen. Ich weis, Ihr seid viel zu neugierig, um es nicht zu tun.
Ein Thema habe ich auch schon. Das verdanke ich dieser Poetry Slamerin Lisa Eckhardt, die Gott sei Dank, vor wenigen Jahren aus der Versenkung der österreichischen Poetry Slamer Szene, auf deutschen Kabarettbühnen auftauchte, um in ihrer bitterbösen, zynischen Art, wieder Freude unter den Intelligenteren von uns zu verbreiten. Die Frau ist sensationell boshaft und sehr unterhaltend. Diese Lisa Eckhardt referierte nun über Intelligenz. Ein unerschöpfliches Thema, ich schalte sie nach fünf Minuten auf Pause, um sie später zu genießen und griff mir die Tastatur. Weil auch ich Lust verspürte, mich dazu zu äußern.
Nun ist Intelligenz nicht unbedingt jedermanns Fachgebiet. Was mich aber nicht davon abhalten wird, hier meine eigenen Gedanken für Euch zu äußern.
Intelligenz ist ja ein Naturprodukt, sie ist tatsächlich 100% Bio, ganz anders, wie es auf vielen Produkten im Supermarkt behauptet wird. Dort ist oft nicht mal der Aufdruck auf der Verpackung Bio, geschweige denn der Inhalt. Deswegen kaufe ich auch in der Regel, völlig normale Dinge im Supermarkt und spare eine Menge Geld.
Doch zurück zu Intelligenz. Diese hat zum Glück nichts mit Bildung zu tun, Bildung ist eingebildete Intelligenz, deswegen bezeichnet man überstudierte Fachidioten, in der Regel auch als Intellektuelle. Die besonders Doofen unter ihnen, nennen sich sogar selbst so. Also, sollte euch mal einer von diesen überzüchteten Bildungsopfern über den Weg laufen, könnt ihr ganz leicht testen, ob er intelligent oder intellektuell ist. Ihr sagt irgendetwas Dummes, vorausgesetzt, ihr wisst, dass es dumm ist. Sonst habt ihr natürlich keine Chance, den Test erfolgreich abzuschließen.
Wenn nun euer gegenüber versucht, die von euch falsch betrachtete Sachlage, auf Grund seiner überragenden Expertenkenntnisse zu erklären, auf die er sich natürlich gerne beruft, meist unter Angabe seiner Studienzeit und dem Verweis, dass sein Wissen von einer Elite-Uni stammt, dann könnt Ihr sicher sein, es ist ein Intellektueller.
Also eher die Idioten unter den Intelligenten. Versucht Euch aber eine Person in aller Ruhe, zu erklären, dass Ihr falsch liegt, ohne seine Kompetenz besonders herauszustellen, dann habt Ihr gute Chancen, einen intelligenten Menschen getroffen zu haben.
Bei nicht Akademikern ist es ebenso einfacher zu unterscheiden, die Intelligenten argumentieren und sie geben euch Anregung zum nachdenken, sie hören sich einfach interessant an. Der Rest? Der labern einfach nur Bullshit.
Intelligenz hat nämlich nur in zweiter Linie mit Bildung zu tun, deshalb definiert sie sich auch ebenso einfach. Das schnelle Erkennen und Lösen von Problemen, dass ist Intelligenz. Alles andere ist dumm oder Philosophie.
Hierbei schadet Bildung natürlich auf keinen Fall, allerdings nutzt sie auch nicht allzu viel, wenn man nicht besonders intelligent ist. Wir können hier das Beispiel, einer allseits bekannten Physikerin nehmen. Ihre Doktorarbeiten waren hervorragen gearbeitet, sagte ein Mentor, aber eben nichts besonderes. Pedantisches Handwerk, weniger neue wissenschaftliche Denkansätze. Betrachtet man ihr heutiges wirken im Staatsdienst, so sieht man, sie versagt und spielt eher Mau Mau, als Poker.
Doch auch hier ist ihr Erfolg, ihrem Fleiß und nicht ihrer Brillanz zuzuschreiben. Doch solche Karrieren sind nur in der Politik möglich, wo Falschspielen wichtiger ist, als logisches Denken. Auch wenn ein hoher IQ, einen Falschspieler, extrem nützlich sein kann. So gilt doch eher, ein Arschloch sein, ist am dienlichsten. Und die Konkurrenz in Sachen Intelligenz ist in der Politik, sowieso nicht allzu stark.
Das dürfen wir jederzeit erleben, wenn unsere Spitzenpolitiker, ihr Maul aufreißen.
Ich habe da ein Zitat von Frau Merkel, unserer amtierenden Bundeskanzlerin, welches ich persönlich zur Zeit, als das Dämlichste, was zur Zeit auf dem Zitaten-Markt verfügbare betrachte.
Merkel erklärte den Satz „Wir schaffen das!“ bei der Talkshow Anne Will in 2017 so.
Zitat:
„Deutschland ist ein starkes Land, ein tolles Land. Ich mag mein Land. Aber nicht nur ich mag mein Land, Millionen andere mögen dieses Land. Dann ist doch die Aufgabe einfach, das man da so ran geht, dass man das schafft. Dann kann man das auch schaffen. Und ich habe überhaupt keinen Zweifel und stellen sie sich mal vor, wir würden jetzt alle miteinander erklären, wir schaffen das nicht. Ja und dann? Das geht doch nicht!“
Dass ist zum lachen? Nein es ist einfach lächerlich dumm. Denn ein intelligenter Mensch, könnte diesen Satz doch vernünftig kommentieren. Merkel mag gebildet sein, aber diese Aussage beweist nur eines, alles, was sie nicht vorgefertigt ablesen kann, wird politische Parole und dieses auch noch in einer Qualität, das man es für eine Parodie halten könnte. Wirklich intelligente Menschen stammeln, so etwas nicht zusammen. Würde Merkel jemand richtig zuhören, wäre sie längst aus dem Geschäft.
Oder denkt mal an Mister Freiheit, den Labersack Gauck, Ex-Paffe, Wendehals und Ex-Bundespräsident. Gott, dem zu zuhören, war schon gruselig. Besonders, wenn er in jedem Zeiten Satz von Freiheit faselte und Gleichschaltung der Meinung meinte. Ich nannte ihn immer Bundespräservativ. Warum? Weil man so etwas, als Bundespräsident, ein zweites mal verhüten sollte.
Aber in der Regel, reden wir hier, doch eher vom durchschnittlichen IQ, dessen sich niemand schämen muss, denn er reicht, in der Regel, um den Alltag zu meistern. Auch wenn man sich dann, des öfteren belehren lassen muss, hat man den Fleiß und die Willensstärke, kann man sich ein schönes, entspanntes Leben mit dem Durchschnitts-IQ machen. Ständiges Denken erschwert sowieso nur den Alltag. Problematisch wird es erst, wenn der IQ und die Schuhgröße korrespondieren, weil sie in etwa gleich groß sind.
Diese Leute besitzen natürlich auch Beratungsresistenz, wie ein Stück Knäckebrot, besser man geht ihnen aus dem Weg. Denn oft neigen sie dazu, rechthaberisch und zänkisch zu sein, jeder von euch kennt sicher so einen Kandidaten. Der einen Standpunkt hat, den er wider jedes halbwegs logischen Arguments verteidigt.
Menschen dieses Schlages haben die Aufmerksamkeitsspanne einer Stubenfliege, diese weis auch nach zwei Sekunden nicht mehr, das sie gegen das Fensterglas geflogen ist und versucht also weiter, Stundenlang, durch das scheinbar unsichtbare Glas zu fliegen. Und dass, obwohl sie beneidenswert gute Augen hat, aber eben nur bemerkenswert wenig Gehirn.
Bei diesen Menschen, kann man nicht helfen und man kann nicht gewinnen. Weil Niveau eben von unten, wie Arroganz aussieht. Auf Twitter trifft man viele dieser Personen, oft aus dem extremen linken oder rechten Spektrum. Diskussionen sind zwecklos, weil Argumentationen nicht wahrgenommen werden. Wer Beispiele such, besonders in sozialen Netzwerken wird man hier schnell fündig.
Man könnte jetzt sicher noch viel über Intelligenz schreiben, oder über Intellektuelle, aber sicher langweilt euch dass dann, denn dies hier, wird ja kein Bühnenprogramm. Wo solche Texte eher kurzweilig wirken und Spaß machen.
George W. Lästerbacke
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Mittwoch, 7. Februar 2018
Hochbegabung? Ausflug in meine Schulzeit.
Heute erzähl ich mal wieder etwas aus meinem Leben, ein wenig aus meiner Schulzeit. Ich wurde mal als Hochbegabt angesehen. Das war noch bevor irgend jemand gesehen hat, wie ich mit einem Hammer, Nägel in die Wand schlage und hinterher mit einem Nagel im Zeh, an dem noch ein Brett hängt, durch die Stube hüpfte. Obwohl meine legendäre Ungeschicklichkeit, mit Ende der Pubertät zum Glück besser wurde.
Der Verdacht der Hochbegabung kam auch nur auf, weil ich, im Gegensatz zu den meisten meinen Mitschülern, im Kontext lesen und schreiben konnte, mal ganz abgesehen vom selbständigen, unfallfreien und erfolgreichen denken.
Ok, Einser in Deutsch, Physik, Chemie, Kunst und so weiter, waren vermutlich auch nicht ganz unschuldig. Ein Nerd im herkömmlichen Sinne, war ich auch nicht, ich kapierte den Mist mit dem man gefüttert wurde einfach nur schneller. Und ich hatte den Vorteil eine eidetischen Gedächtnisses, das heißt, ich spickte zwar, wie jeder andere, doch mir reichte als Spickzettel irgend eine Wand im Raum, auf die ich im Gedanken meine Notizen schrieb. Ich entwickelte sogar eine eigene Kurzschrift. Eine Schöpfung von furchtbarem Wirrwarr, die eigentlich nicht mal ich hätte entziffern können, hätte ich es nicht selbst geschrieben. Vermutlich ist die Idee durch mogeln besser zu sein alt wie die Menschheit, deswegen dauerte es einige Zeit, bis ich verstand, das ich das eigentlich nicht nötig hatte. In meinem Herzen war ich Spaß orientiert und faul, das es zum Himmel stank, im Bezug auf schulische Arbeit. Außerschulisch las ich wie besessen Bücher aller Art. Wenn ich nicht mit Kumpels abhing, dann las ich in Hochgeschwindigkeit und praktisch, bei allem, was ich tat. Ob beim Fahrrad fahren, laufen oder auf der Toilette.
Ich wurde mit neun Jahren der Kinderbibliotheken verwiesen, da ich die Bestände durchgelesen hatte. Mit einer Sondergenehmigung durfte ich von nun an, in die Bibliothek für Erwachsene, mit der Einschränkung unlimitiert in Naturwissenschaften ect. zu stöbern besuchen. In der Schule hingegen, kam ich bei den Hausaufgaben meist mit der Ausrede durch, das hab ich mündlich gemacht habe.
Sehr zum Leidwesen einiger Lehrer, unverständlicher Weise, liebten mich nicht alle. Aber als Liebling des Direktors, für dessen Schule ich regelmäßig Wettbewerbe gewann, genoss ich eine gewisse Narrenfreiheit.
Mathematik jedoch, das war mein Hassfach und Musik. Hier stand ich immer, sehr freundlich benotet auf Durchschnitt Drei. Und das auch nur, weil meine Mathematik-Lehrerin Frau Wichtrey, eine nette Frau war. Und Frau Sitte, unsere Musiklehrerin die Mitleid mit meiner völlig Talent freien Stimme hatte. Heute hätte ich Rapper werden können, aber in der DDR legte man noch Wert auf Gesang. Mein Pech.
Damals gab es noch Lehrerinnen mit einem einfachen Namen.
Nicht wie heute, wo Frauen wie Inga Albrecht Haferkorn-Schmitz und Aranka Sauermilch-Möhrenschläger, was sich schon anhört wie, veganer Käse mit Dinkeleiersatz auf Vollkorntoast, in vegetarisch und fair angebauter Unterwäsche, den Ton angeben. Mit solch einer namentlichen Vorbelastung muss man sicher gewisse dominante Wesenszüge tragen. Aber wer brauch schon eine Domina als Mathematik-Lehrerin?
Diese Frau Wichdrey, die war noch nett und verständnisvoll, denn sie unterrichtete, Mathe, Chemie, Physik und Astronomie, wusste also genau, dass ich auch mit Zahlen gut hantieren konnte, nur der interessierende Kontext musste stimmen.
Der moderne Lehrer von Heute, der natürliche Feind der Hochbegabung, ist mit einer gut gebildeten Pädagogin von gestern, wie Frau Wichtrey nicht zu vergleichen. Sie verstand noch, das Sachaufgaben, wie:
“In Deutschland schlägt ein Zitronenfalter mit den Flügeln, in China fällt daraufhin ein Sack Reis um, was in den USA ein Erdbeben Stärke 8,9 auslöst, dessen Epizentrum 14 Kilometer unter der Los Angeles liegt. Wie groß ist die Summe, der beschädigten Gebäude in Sankt Bernadino, Kalifornien?“,
mich überhaupt nicht interessierten. Ebenso wenig, wie meine Mitschüler. Auch wenn die Gründe bei beiden oft sehr unterschiedlich waren.
Die praktische Umsetzung einer Knallgasreaktion in Kontext mit einem Lehrertisch, lag mehr in meiner Natur. Diese Anlage zu Knalleffekten, sollte mir später noch sehr zu Gute kommen, auch wenn man mir nachsagt, das man den nicht mehr groß bekommt. 😃
George W. Lästerbacke
Donnerstag, 2. November 2017
Meine Haustiere und ich ...
Nicht vegetarische Geschichten über meine tierischen Lebensabschnittsgefährten.
Vorwort
Ich persönlich verspürte nie Ambitionen mir Tiere zu halten. Was möglicher Weise dem Umstand geschuldet war, dass ich später als Hochbegabt diagnostiziert werden sollte.
Bewusst benutze ich das Wort diagnostiziert, da Hochbegabung in den allermeisten Fällen, außer vielleicht bei begnadeten Musikern, oft als störend von der Umwelt wahrgenommen wird. Also irgendwie krank.
Bei mir äußerte sich diese Begabung allerdings, eher in maßloser Neugier und Wissensdurst. Weshalb ich bereits in frühster Kindheit in meinem Umfeld den Spitznamen “www“ verpasst bekam.
Allerdings, war hiermit nicht, das heute allseits beliebte Internet gemeint. Das wurde in dieser Zeit noch militärisch genutzt und war grade erst erfunden worden.
Nein, gemeint war meine nervige Angewohnheit, jeden über alles genaustens zu befragen. Das “www“ stand also für “Wieso, weshalb, warum?“ und nicht “WorldWideWeb“.
Darum auch die Antriebslosigkeit meiner Person, sich ein Haustier zu halten. Es gab eigentlich keinen Grund, meine Zeit mit irgendwelchen lebenden Kuscheltieren zu verschwenden. Ich war immer mit dem begreifen der Welt beschäftigt.
Ich hatte eigentlich keine Zeit für Viehzeug.
Doch meine Eltern sahen das anders. Irgendwann sagte mein Vater, ich im zarten Alter von sechs Jahren. Es ist Zeit, das der Junge lernt Verantwortung für andere Lebewesen zu übernehmen und ernsthafter zu werden.
Auslöser war meine Klassenlehrerin Frau Tomaschewski. Eine furchtbarer Name, den eigentlich nur ich, in der Klasse fehlerfrei schreiben konnte und eine ätzende Pädagogin.
Die Frau unterrichtete Geographie, Kunst und kam frisch von der Uni, hatte also keinen blassen Schimmer, wie man mit Kindern umgeht. Sie unterrichtete also zwei Unterrichtsfächer, welche völlig sinnlos sind, wenn man auch nur, eine durchschnittlich begabte Intelligenz besitzt.
Geographie ist ein Fleißarbeit, um sich die Lage von Ländern, Hauptstädten und einige nationale Eigenheiten einzuprägen. Das kann jeder der sich Atlas oder Globus im Laden kauft und einen Reiseführer lesen kann, vorausgesetzt, dass ihn Geographie interessiert.
Und Kunsterziehung? Nun ja, wo Talent ist bedarf es keiner Lehrer, sondern fachkundiger künstlerischer Anleitung zur Förderung des Talentes, also Kunstkurse geleitet von aktiv als Künstler tätigen Menschen. Und wo kein Talent ist, kann man sich die Zeit auch sparen. Denn Talentfreie Künstler haben wir schon genug.
Diese Frau, die nebenbei bemerkt, zeichnen konnte, wie eine Fünfjährige auf LSD und selbst Vertreter, der Art Brut Malerei zum grinsen gebracht hätte, war schuld, das mein Vater meinte, ich bräuchte ein Haustier.
Sie schwärzte mich bei meine Eltern an. Ich würde die anderen Kinder der Klasse immerzu anstiften, Unfug zu machen. Sie könne es nur nicht, so recht beweisen.
Aus der erworbenen Sachkenntnis, seiner Versuche, mich zu erziehen, schloss mein Vater nun, das an den Behauptungen meiner Klassenlehrerin etwas dran sein könnte.
Forsch schritt er nun zur Tat und leitete die erzieherische Maßnahme Haustier gegen mich ein.
Goliath
Das Resultat war Goliath. Ein Goldhamster, samt der dazugehörigen Ausstattung. Ein Käfig mit Laufrad, Rutsche und Haus. Der Käfig, der auf den Zwergenhaften Wuchs des Tieres umgelegt, praktisch eine riesengroße Villa war, war eine teure Anschaffung. Die der Größe der Aufgabe, mich umzuerziehen angemessen schien.
Den Namen Goliath wählte ich natürlich mit Bedacht, in spöttischer Absicht. Sie wissen, die Geschichte mit David und Goliath. Der Hamster war so mickerig, das er wenigstens einen großen Namen tragen sollte. Vielleicht fände sich auch noch ein David, der ihn mir wieder vom Hals schaffen würde.
Goliaths Leben, war erwartungsgemäß kurz aber erfüllt. In den zwei Jahren seiner eher sinnfreien Existenz, schaffte ich es sogar, das stupide Tier regelmäßig zu füttern, so das er nicht verhungerte. Meisten schlief er, oft lief er in seinem Rad, nur die Rutsch benutzte er nie. Es sei den, er tat dies heimlich, um mich zu verarschen.
Dank einer Sandkastenfreundin, welche ein Goldhamster Weibchen besaß, wurde er sogar Vater.
Sie wollte sehen, wie es zwei Hamster treiben. Mit etwas Glück und Geduld klappte das Experiment. Und durch den Verkauf des Hamsternachwuchses besserten wir sogar unser Taschengeld auf. Was sie wiederum, in so eine Hochstimmung versetzte, das wir anschließen Doktor spielten.
Was mich wiederum zu der Erkenntnis brachte, das Haustiere auch etwas Gutes haben können. Jedenfalls solange man eine Muschi sehen möchte.
Goliaht machte sogar als Erschrecker Karriere. Ein Umstand, der mir großen Freude machte.
Und das kam so.
Eines Tages vergaß ich die Käfigtür zu schließen und Goliath büchste aus. Ich weiß bis heute nicht genau, wie er es aus der Wohnung schaffte, vielleicht hatte er, eine Hochbegabung fürs flüchten. In Ergebnis aber, war er weg.
Nach einem Tag der Suche, den unsere Familie größtenteils im knien und auf allen Vieren verbrachte, gaben wir auf. Goliath war fort und ich täuschte Betroffenheit vor.
Doch dann, zwei Tage später, grellte ein Schrei durchs Hausflur. Eigentlich kein einfacher Schrei, sondern eher die Mutter aller Schreie, so laut, so hysterisch, so erschreckend, wie in einem guten Alfred Hitchcock Thriller.
Ich stürmte aus der Wohnung, stürze hastig die Treppe hinunter und sah die vor Angst sprichwörtlich zur kreischenden Salzsäule erstarrte Frau Müller, aus dem zweiten Stock. Nun verstand ich auch ihre, sich ständig überschlagenden Worte. Als ihr hysterisches Kreischen in heißeres Wimmern überging. „Eine Ratte, eine Ratte … eine Ratte!!!“
Ein kurzer Blick, hinunter auf die Kellertreppe und mir erschloss sich, ihr Problem.
Da unten hockte mein einst schneeweißer Goliath, wohl auch vom Geschrei der Frau Müller paralysiert, in graues Fell gehüllt und hoffte vermutlich auf Rettung.
Ich gab Entwarnung und klärte Frau Müller auf.
Diese stellte erleichtert fest, das zwei Tage im Keller, wohl alles grau färben würde, was dort durch wuselt. Die Verwechslung mit einer Ratte, war ihr sichtlich peinlich. Doch sie zeigte sich erfreut, dass ich nun mein geliebtes Haustier wieder hätte.
Goliath wurde sogar noch für seine ungewollte Erschrecker-Aktion belohnt, Frau Müller spendierte am nächsten Tag noch Hamsterleckerlies.
Nicht lange nach seinen Ausflug in den Untergrund starb Goliath dann, ohne je David zu treffen. Aber er hatte Sex.
Hannibal
Hannibal war ein Zwergkaninchen. Welches kurz nach dem Ableben Goliaths in mein Leben trat. Der Grund, ich hatte etwas zu sehr auf die Tränendrüsen gedrückt, als Goliath von uns ging. Ich hatte einfach noch nicht zu 100% gelernt, immer das richtige Maß an Emotionen zu spielen, die das Leiden eines Kindes so darstellen, das die gewünschte elterliche Reaktion folgte. Obwohl ich dank Tagelanger Übung vor dem Badezimmerspiegel, schon das perfekt schmollende Kind geben konnte. Mein Schmollmund ist bis heute unübertroffen. Auch wenn ich ihn im heutigen Alter, nur noch mit einem humorvollen Augenzwinkern benutze, komme ich damit bei meiner Frau immer noch durch.
Doch bei dem Hamster hatte ich eindeutig zu viel Verlustschmerz simuliert. Veranlassung genug für meine Mutter, diese herzensgute Frau, im Zoofachhandel, einen Ersatz für den verblichenen Hamster zu beschaffen. Da aber, die Hamster grade aus waren, betörte der Charme, eines niedlichen Langohrs und die Aussage der Verkäuferin, das dieses Tier kaum noch wachsen würde, meine Mutter so stark, das sie ihn mit nach Hause nahm.
Und verflixt, ich hatte schon wieder so ein nagendes Vieh am Hals.Welch ein Fehler das war, wurde meiner Mutter, erst einige Zeit später klar.
Wenigstens war mit Hannibal, die Phase der Nagetierhaltung für meine Eltern vorbei. Sie wurden im Laufe der nächsten Zeit, von der Erkenntnis bestrahlt, das Nagetiere einfach nicht die idealen Haustiere sind.
Warum, dazu kommen ich jetzt.
Während ich mich damit vergnügte, dieses wesentlich interessanter Nagetier zu beobachten und ihm einen Namen zu geben, hoffte meine Mutter das Beste.
Denn mein Vater hatte ihr lachend erklärt, nachdem er das sogenannte Zwergkaninchen begutachtet hatte, das man sie über den Tisch gezogen habe. Er sei sich sicher, dies sei ein ganz normales Kaninchen, von der Art, die wir sie immer am zweiten Weihnachtsfeiertag essen.
Und mein Vater verstand etwas von Kaninchen, schließlich zog er jedes Jahr, drei Tiere im Garten groß, eben wegen des weihnachtlichen Festmahls.
Wiederum lag es meiner Mutter, zu mindestens zu diesem Zeitpunk noch fern, etwas zu essen, was einen Namen hatte. Und ich hatte grade beschlossen, das Kaninchen Hannibal zu nennen.
Nun gut, eben passte Hannibal noch in den überdimensionierten Meerschweinchenkäfig, der einst Goliaths Heim war, doch nur einige Wochen später, war er bereits zu groß für diese Behausung. In dieser Zeit hatte er sich auch schon durch die ganze Wohnung genagt. Mein Schlafsofa war sein erstes Opfer. Denn das oldschool Modell, stammte noch von meiner Oma und war, ein sehr bequemes Sofa.
Tatsächlich war es noch mit Stroh ausgepolstert. Dieses Stroh, war zwar Jahrzehnte alt, mundete Hannibal aber offensichtlich hervorragend. Vielleicht war es für Karnickel so etwas, wie die Grande Reserva unter den Strohsorten. Hannibal amüsierte sich jetzt prächtig in Freiheit, denn das Gitter des Käfigs musste ja entfernt werden. Er fraß und schlief noch gelegentlich in verbleibenden Unterboden.
Aber hauptsächlich vergnügte er sich damit, dem Inventar der Wohnung anzunagen. Heute das Fernsehkabel, morgen der angefressene Couchtisch. Man glaubt gar nicht, wie schnell ein Kaninchen eine Wohnung verschrotten kann und dazwischen, meine Mutter, die ständig mit dem Staubsauge durchs Haus flitze, um die Hinterlassenschaften, des von ihr angeschafften Monsterkarnickels zu beseitigen.
Mutter war nervlich bald am Ende. Doch Hannibal war unbeeindruckt. Das Beste für mich jedoch war, er mochte nur mich und biss jeden anderen. Ich war sein Herr und Meister. Nur das nagen, das konnte auch ich ihm nicht verbieten. Denn das nagen ist nun mal seine Natur.
Während ich also, irgendwie gefallen an dem Tier fand, welches mir ständig, ohne angeleint zu sein, wie ein Köter, überall hin folgte.
Es ist eine Tatsache, das mich das Tier, sogar einmal in den Supermarkt begleitete. Ich hatte gar nicht bemerkt, dass das Tier mit mir unbemerkt, aus der Haustür geschlüpft war und wurde erst im Supermarkt darauf angesprochen. Ich musste Hannibal dann natürlich wieder Heim bringen.
Ein hartes Frustpotential baute sich hingegen, bei meiner Mutter auf. Was ich auch verständlich fand, den dieser Albtraum eine Kaninchens, richtete mehr Schaden an, als es ein Haustier tun sollte. Ich stimmte “schweren“ Herzens zu, das Hannibal zu den anderen drei Kaninchen in den Garten kommt. Ich atmete heimlich durch, als das Vieh endlich weg war.
Mein Vater lachte nur, als meine Mutter aufgab.
Aber auch nicht lange.
Hannibal, der inzwischen staatliche fünf Kilo wog, drehte nämlich in der Gegenwart von Artgenossen völlig frei.
Es zeigte sich, das die Namenswahl für das Tier passender war, als ich selbst erwartet hätte. Denn er biss in der ersten Nacht, die er im Garten verbrachte, alle drei Kaninchen, welche für das Weihnachtsfest verplant waren tot. Am Ende verschenkte mein Vater Hannibal an einen befreunden Züchter.
Und das Schönste an der Geschichte, es gab nie wieder Kaninchen zu Weihnachten.
Lohengrin
Nach einer langen und glücklichen Tier freien Zeit, trat dann, oder richtig formuliert flog dann, Lohengrin in mein Leben. Ich war ein pubertierender dreizehnjähriger Teenager und natürlich interessierte ich mich auch fürs vögeln.
Deshalb hielt ich es für ein Zeichen, das ausgerechnet ein sehr talentierter Vogel, eines Tages durch mein Fenster flatterte.
Jawohl, dieser hübsche weiße Nymphensittich mit seinen gelben Kamm, welcher ihn aussehen ließ wie einen kleinen Kakadu, flog eines Tages im Spätsommer durch mein Zimmerfenster. Und er blieb.
Denn, obwohl ich das Fenster erst am späten Abend schloss, flog er nicht mehr davon. Dafür zwitscherte er ohne Unterlass, eine mir unbekannte Melodie, die sich sehr nach strukturierte Musik anhörte. Meine Mutter, die abends nach Hause kam, hörte nur kurz hin und klärte mich auf. Es war eine Wagner Oper, namens Lohengrin. Daher wählte ich den Namen Lohengrin für den Vogel. Soweit so gut, nun hatte ich eine überaus begabten Vogel, der wohl einem intellektuell, gebildeten Haushalt entfleucht war, als neuen Mitbewohner.
Schnur stracks begab ich mich am nächsten Tag, in den Zoofachhandel, wo ich einen sehr geräumigen Käfig erwarb. Schließlich konnte der kleine Scheißer, ja nicht ganztägig in meinem Zimmer herum flattern und mir die Bude zu scheißen. Nun ja, ich hatte die Rechnung ohne Lohengrin gemacht. Zwar ging der Vogel zum futtern, immer artig in seine Behausung, reagierte aber auf alle Versuche, ihn festzusetzen eher unwillig. Immer wenn ich ihn einsperrte, fing er an, ununterbrochen Wagener-Opern zu zwitschern. Und nicht nur den Lohengrin. Sein Vorbesitzer war wohl ein echter Wagener Fan.
Nur wenn ich die Käfigtür offen ließ, dann war er ruhig. Im Laufe der Zeit entwickelte das Vögelchen einige Eigenarten. Nicht nur das er immer gerne Wagner intonierte, nein, er zeigte sich auch äußerst Sprachbegabt.
Waren „Guten Morgen“, „Guten Abend“ und „Schlaf gut“, noch Gesellschaftsfähig, so lernte er doch schnell auch, jede Art von Schimpfwörtern, die einem, eben mal raus flutschen.
Ich weiß nicht, welchen Wortschatz Lohengrin von seinem Vorbesitzer mitbrachte, aber „Fick die Alte“ und “Ja, gib es mir Baby!“ Hatte er nicht von mir.
Ich war ein pubertierender Teenager, der auf das Erste mal hoffte und keinesfalls, derartige Redewendungen schon nutzte.
Mein erstes Date in meinem Kinderzimmer, wurde dann auch von Lohengrin erfolgreich torpediert.
Endlich hatte ich Beata aus der Parallel- Klasse überredet, dass wir uns nicht zum Eis essen und herum knutschen in der Stadt treffen, sondern bei mir. Da funkt mir dieser blöde Vogel auch schon dazwischen.
Die ganze Zeit, während Beatas Besuch, benahm er sich super gut und sie fand ihn echt toll.
Aber kaum knutschen wir herum, ich fingerte eben noch verzweifelt an ihrem BH, während sie schon, durch die Hose, an meiner nicht mehr zu verbergenden Erektion, herum spielte, da legte der Vogel los. Er kreischte unüberhörbar „Ja, gib es mir Baby!“ und „Fick die Alte!“. Ein, zwei mal überhörte Beata Lohengrins verbalen Einlagen, aber dann unterbrach sie ihr wundervolles Treiben an mir.
Ziemlich angepisst, stellte sie fest, dass sie wohl nicht das erste Mädchen auf dieser Couch sei und alle meine Liebesschwüre, wohl nur dazu dienten, sie ins Bett zu bekommen.
Ich versuchte sie zu beschwichtigen, beteuerte meine Unschuld. Ich versuchte sogar, mit einer Flasche Rosenthaler Kardarka, einem Rotwein, den ich aus Mutters Weinregal stibitzte, die Situation zu retten.
Ein halbes Glas Wein, machte Beata auch wieder etwas versöhnlicher und der Umstand, das Lohengrin sich an unseren Weingläsern schamlos bediente, erheiterte sie sogar mächtig.
Das rettete jedoch nicht den Nachmittag, an welchen ich meine Unschuld verlieren wollte. Denn als Beata ihr Glas Wein endlich geleert hatte, schlief sie ein.
Das Ende vom Lied, ich saß mit einem besoffenen Nymphensittig und einer vom Wein eingeschläferten, süßen Brünetten da. Welche durchschlief, bis ihr Bus fuhr.
Wenigstens erheiterte mich Lohengrin. Der Vogel war so besoffen, das er nur noch mit hängenden Flügeln, über den Teppich torkelte.
Als er einsah, das er es nicht mehr schaffen würde, seinen Käfig fliegend zu erreichen, da seine Flügel hartnäckig den Dienst verweigerten, zog er sich in eine Ecke des Zimmers zurück. Hier intonierte er noch ein wenig Wagner Opern und schlief irgendwann ein.
Ich lernte daraus, das ich, wenn ich Damenbesuch habe, besser den Vogelkäfig mit einer dunklen Decke abdecke. Und ich schaffte es mit dieser Vorsichtsmaßnahme, doch noch Beata und einige andere Mädels flachzulegen.
Die gelegentlichen Sauftouren Lohngins tolerierte ich, wenn ich Partygäste hatte. So kamen wir, Lohengrin und ich wunderbare 5 Jahre miteinander zurecht, bis ich zum Studium ging.
Irgendwann rief meine Mutter an, das Lohengrin ihr durchs Fenster entwischt sei. Ich tröstete sie, er war mein Freund, nicht deiner. Vermutlich sucht Lohengrin sich nun, einen neuen Besitzer zum Party machen.
Vielleicht ist er aber auch zu der großen Vögelei im Himmel aufgebrochen und denkt noch manchmal an mich.
So lieber Leser, weitere Geschichten zu meinen Tierischen Begleitern folgen demnächst.
George W. Lästerbacke
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Sonntag, 20. August 2017
Flüchtlingskrise vs Frauenbewegung
Ich weiß, man soll ja nicht herum lästern, man soll schließlich auch nicht schlecht über Tote sprechen. Aber ehrlich, wer hält sich schon daran.
Also kann ich doch auch mal über einige lästern. Zum Beispiel über diese Totgeburt namens Flüchtlingskrise, bei der schon der Name eine Lüge ist, denn weder reden wir über Flüchtlinge im Sinne unserer Asylgesetzgebung, noch über eine Krise.
Unsere Flüchtlinge sind zu 80% Junge Männer, die die Gunst der Stunde nutzen, um ihrer Armut zu entkommen, einige vielleicht auch der Strafverfolgung. Doch das spielt hier keine Rolle. Und eine Krise hätten wir, wenn der Staat durch den Ansturm in die Knie gezwungen wird. Beides ist nicht passiert. Natürlich gibt es Auswirkungen, die unserer Gesellschaft nicht gut tun. Aber auch das möchte ich heute nicht thematisieren.
Wir wissen alle, die opportunistische Merkel und ihr Altparteienklüngel hat das verbockt und ihre gerechte Strafe dafür werden sie nie bekommen. Weil sie da oben sitzen und ihr da unten. Erschwerend kommt dazu, die meisten von euch sind einfach Pfeifen, Loser und Quatschköpfe.
Ja, macht die Backen wieder zu und lest weiter. Ich weiß schon, das ich ein Arschloch bin.
Aber auch eure Unfähigkeit und mein Arschloch Dasein, will ich nicht thematisieren, sondern etwas, was ich persönlich sehr lustig fände.
Stellt euch mal vor anstelle dieser 80% Testosteron geschwängerter junger Männer, die jetzt hier so herumhängen und schauen müssen, wo sie was zum ficken herbekommen. Wären 80% junger Frauen hierher übers Mittelmeer geschwommen. Das würde doch den Sachverhalt komplett verändern.
Wir würden dann nicht mehr sehen, wie die Liste der Sexualdelikte und die Kleinkriminalität ins Kraut schießt. Sondern vermutlich hunderttausende von sabbernden Männern, die mit “Refugees Welcome“ Transparenten vor Asylbewerberheimen und Bahnhöfen herumhängen würden, weil sie endlich mal etwas anderes geboten bekämen, als die deutsche, emanzipierte Standartziege. Sie würden richtige Frauen sehen, sozusagen Vollblutweiber aus Kulturkreisen, von denen sie früher nur träumten oder zu Internetpornos wichsten. Denn Vollblutweiber gibt es ja hier nicht mehr oder nur sehr wenige.
Die AfD würde zu einem Gesangsverein ohne größeren Fanclub verkommen und der Patriotismus verpuffte beim Dauerständer, mit oder ohne Viagra. Dafür würden Millionen Kerle „Wir schaffen das!“ brüllen. Ich glaube, das Klima in Deutschland wäre ganz anders.
Denn keine Testosteron gesteuerten Kerle aus Afrika würden, als Neuankömmlinge das Gefüge der Gesellschaft, in der Art verwirren, das sie hier eindringen und Konkurrenz im Kampf, um die Weibchen, Sozialgelder oder Arbeit für die Nation sind.
Nein es wäre wohl eher alles unter umgekehrten Vorzeichen stehen. Weil wir wissen ja, was man lang läufig über Männer sagt. Wenn der Schwanz steht … !
Die Männer wären plötzlich Gutmenschen, die alles teilen wollen, aber die Damenwelt würde rebellieren. Und das malt euch mal bildlich aus. Feministinnen würden auf einmal einfallen, wie frauenfeindlich diese Kulturkreise sind, inklusive ihrer Religion und vermutlich, ginge ein Aufschrei durchs Land. Wegen Überfremdung und was weiß ich noch alles. Denn eins ist klar, unsere Weibchen sind aggressiver, wie wir Buben. Besonders dann, wenn sie Konkurrenz wittern.
Ich will das nicht zu sehr vertiefen, aber Fakt ist, diese Vorstellung hat viel Humoristisches Potential. Denn Frauenbewegungen sind nicht nur interessant, wenn sie Rhythmisch sind, sondern auch wenn die Damen angesäuert sind.
George W. Lästerbacke.
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Sonntag, 13. August 2017
Philosophieren vom Thron
... oder "Gott muss ein Trottel sein“
Ich weiß nicht, was anderer Menschen am frühen Morgen tun, bei mir ist es, wie bei alle Menschen, die den Gefahren des Alltages furchtlos entgegen sehen, der Tag beginnt mit Kaffee, Kippe und Kacken. Koffein, Nikotin und Essensreste. Das Leben wollte es, das ich den Luxus der Besinnlichkeit am Morgen frönen darf. Ich kann mich des Trubels, des allmorgendlichen Schulganges meiner kleinen Tochter nicht ganz entziehen. Doch haben alle, um mich herum wuselnden Wesen akzeptiert, das ich morgens in Ruhe gelassen werden möchte. Da ich oft grade um 6.00 Uhr morgens, die Ideen habe, irgend etwas, dass mich bewegt aufzuschreiben. Sowohl Tochter als auch Lebensgefährtin benehmen sich danach. Viel mehr als den ersten Tee am Morgen, einen Kaffee und die üblichen freundlichen Floskeln mutet man mir nicht zu. Da ich sonstige Störungen eher mit Unmut quittiere.
Sonst tue ich auch, was Millionen Menschen auch tun. Morgentoilette, hört sich immer so wohlerzogen an „Morgentoilette“. Die nette Formulierung für das morgendliche, eher lästige, waschen, rasieren und dem morgendlichen „Geschäft“. Das morgendliche Geschäft, ist heute auch, unser nennen wir es „philosophischer“ Aufhänger. Nicht der eigentliche Vorgang, den zu diskutieren eher unschön wäre, sonder die wenigen Minuten der Muse dabei.
Wenn man mit sich und den verdauten Nahrungsresten des Vorabends allein ist, auf einer weißen Porzellanschüssel und einen immer zu kalten, wenn auch optisch sehr ansprechenden gestalteten Klodeckel. Ich wähle seinerzeit einen Klodeckel mit dem Druck Dreier nackter Rubensdamen. Dort fallen mir immer die seltsamsten Dinge ein. Wohl auch dem Umstand geschuldet, das ich mir dafür einfach Zeit nehme und eben sitze, bis ich sicher bin, die Sache zu einem glücklichen Ende gebracht zu haben.
Mir ging heute durch den Kopf, 'Gott muss ein Trottel sein'. Warum ich das dachte? Das ist kompliziert und doch einfach. Mein Gehirn langweilt sich im Leerlauf von Banalitäten und dann passiert eben so etwas. Die Gedanken verselbstständigen sich, sie fließen durch Nervenbahnen, docken an Synapsen an und denken über Dinge nach, die sonst auf Halde liegen. Denn im normalen Alltag, ist dafür kein Platz, auf dem stillen Örtchen, unserem Thron schon.
Unser spontanen Gedanken werden oft durch unsere Weltanschauungen gelenkt.Durch unser erworbenes Wissen, die Information des Vortages und 1000 andere Eindrucke. Das beweisen auch unsere Träume. Und das morgendliche Geschäft, ist wenn man es zulässt Tagträumerei.
Da ich weltanschaulich Agnostiker bin, also Einer, der die göttliche Existenz nicht völlig negieren will, jedoch den einen Gott für Unfug hält, setze ich auf das gedankliche Modell, des göttlichen Funken in uns. Wer auch immer diesen in uns entfacht haben sollte. Ein tranzsendentalistisches, pragmatisches Denkmodell, dass es uns erlaubt frei zu denken und zu spekulieren, welche Kräfte, die Ursprünge unsere Existenz sind. Was unser Handeln bestimmt, warum wir so sind, wie wir sind.
Der agnostische Mensch als Suchender nach der Wahrheit und Erkenntnis, nicht als geistiger Sklave des einen Gottes. Folgerichtig darf der Agnostiker an sich, solche Gedanken, wie „Gott muss ein Trottel sein“ haben. Denn auch blasphemische Gedanken, sind Teil einer Suche nach dem Unerklärlichen. Die Suche nach dem Sinn des Lebens, ist nur etwas für Dummköpfe. Unser Sein und unsere zukünftiges Sein, ist das Wichtigste, nicht unser vergangenes Werden.
Alleine der morgendlich Gang zur Toilette mit den daraus resultierenden Tätigkeiten, spricht entweder dafür, das Gott ein Trottel ist, oder aber er existiert überhaupt nicht.
Es ist die Frage doch, wenn ein göttliches Wesen in der Lage ist, in nur sechs Tagen diese Welt zu erschaffen und am siebenten Tag ruht, dann sollte er doch fertig sein. Schließlich kann ein Gott ja keine Gewerkschaft haben, die feste Arbeits- und Ruhezeiten festlegt. Also macht er es wie die meisten Fleißarbeit, Pause gibt es, wenn ich fertig bin. Welches Wunder, eine so schöne Welt mit ihren Pflanzen, Tieren und Landschaften zu schaffen, in dieser kurzen Zeit. Von der exzellenten Konstruktion der Atmosphäre und des Magnetfelds der Erde mal abgesehen, welches gleich mehrere Ingenieurswissenschaftliche Meisterleistungen wären, die tatsächlich eines göttlichen Genies würdig sind. So fragt man sich doch berechtigter Weise, was bitte soll den, der Pfusch mit dem morgendlichen Geschäft?
Die Krone der Schöpfung, der Mensch muss früh morgens, als erstes den Dreck des Vortages entsorgen? Einen Zeitpunkt des Tages, an dem der Mensch erfrischt die Augen öffnen könnte und die Zeit finden sollte, das Zwitschern der Vögel, die ersten Sonnenstrahlen und die anderen Schönheiten der Schöpfung zu genießen. Um dann frohen Mutes in den gottesfürchtigen Tag zu sehen. Welchen Sinn sollte dieser Pfusch mit den Verdauungssystem machen? Insbesondere für einen Gott machen, der Anbetung erwartet? Wollte Gott einfach nur schnell fertig werden oder ist er ein Pfuscher, was einen Trottel doch sehr nahe kommt.
Man überlege sich, ich als Gott schaffe diese schöne Welt, mit all ihrer Herrlichkeit und Schönheit. Dann stelle ich fest, meine Schöpfung ist fast perfekt, doch will ich diese Schöpfung noch die Krone aufsetzen. Dann sollte diese Krone der Schöpfung, doch perfekt sein. Denn es soll gestaltet sein, nach meinem Abbild. Ehrlich könnt Ihr euch Gott auf dem Klo vorstellen?
Gott stelle sich doch nicht einfach so hin, in seinen Hobbyraum und bastle mal eben schnell einen Adam und Hoppla, da fällt ihm ein, vermehren muss sich Adam auch noch. Also bastelt er noch flink aus Adams Rippe eine Eva. Das Ergebnis ist ein dauernd Exkremente erzeugender Wesen, dass das Ende der schöpferischen Weisheit Gottes ist?
So funktioniert dass doch nicht. Es ist völlig unlogisch, denn es passiert ohne jede Systematik. Soll ich glauben, das Gott so stümperhaft arbeitet? Hätte er nicht den ersten Prototypen verworfen?
Wenn man schon diese unsere wunderbare Welt, mit wunderbaren Pflanzen und Getier aller Art geschaffen hat, Tiere die sich auf umständlich Art und Weise Nahrung beschaffen müssen und diese letztendlich als Verdauungsendprodukt ausscheiden, dann macht das Sinn. Denn als Gott hätte man damit praktisch ein biologisches Perpetuum Mobile geschaffen, welches einmal angestoßen, auf ewig funktionieren könnte, in einem endlosen Kreis, des Vergehen und Entstehens. Ein Perpetuum Mobile, dass die Krone der Schöpfung, den Menschen für die Ewigkeit mit seiner Schönheit inspirieren und auch mit dem versorgen kann, was er benötigt. Es ist ein sich selbst versorgendes, autarkes Ökosystem, das nicht mit dem Bedürfnis nach Selbsterkenntnis ausgestattet ist. Es ist in Ordnung, das eine Kuh auf die Wiese scheißt, oder der Affe vom Baum. Dieses Wunder der Schöpfung denken nicht über Verdauungsabfälle nach.
Doch ich bitte euch, denkt doch mal nach. Der Mensch, die Krone der Schöpfung Gottes, muss sich erst mit der Nahrungsbeschaffung plagen und die Reste, dann auch noch jeden Morgen auf Gottes schöner Erde entsorgen? Wie die Affen oder die Kühe. Das ist doch absurd. Dann ist doch die Gabe sich selbst und die Welt reflektieren zu können, für den Arsch. Die Idee mit der Vegetation, war doch auch nicht übel. Photosynthese, würde dem Menschen, doch gut zu Gesicht stehen. Kein Stress mit Nahrungsaufnahme und Fäkalien. Ganz davon abgesehen, dass sich verlorene Gliedmaßen auf diese Art reproduzieren könnten. Nicht mal der Sex wäre mehr so unanständig animalisch. Ein Gott macht doch nicht solche Fehler, es sei den die Götterwelt, der alten Antike wäre die Realität, denn diese waren doch tatsächlich ein Haufen von unsterblichen Volltrotteln, bei denen Sodomie noch die kleinste Unart war. Die Realität unserer Existenz gleicht auch eher einer antiken Götterwelt, nur unsterblich sind wir noch nicht.
Natürlich könnte es sein, das Gott versucht hat, uns Menschen den Pflanzen ähnlich zu machen, doch der versuch ist dann wohl kläglich gescheitert. Denn es gibt doch so viele Menschen, welche der Vegetation sehr ähnlich sind. Sie stehen meistens dumm herum, denken nicht und reagieren nur auf Tag und Nachtwechsel.
So viele Fragen und Spekulationen zur Schöpfung, man käme gar nicht mehr vom Klo, dass ich gerne Thron nenne herunter. In der Kürze einer Sitzung, kann ich nur schlussfolgern, entweder ist dass mit der Schöpfung ganz anders gewesen oder sachlich betrachtet, Gott ein Trottel sein.
© George W. Lästerbacke
Freitag, 31. März 2017
Aprilscherz, mein Bester.
Ich sag euch was, mein bester Aprilscherz aller Zeiten, den zog ich mit achtzehn Jahren ab. Er hielt zwei Wochen vor, bis ich ihn auflöste. Und ich habe einer sehr lieben Frau, aber einer furchtbaren Klatschbase lustigen Denkzettel verpassen dürfen.
Sie war wie gesagt, sehr lieb, nicht gehässig oder andere miese Charakterzüge, die erwähnenswert wären. Aber sie konnte schlicht nichts für sich behalten und gelegentlich neigte sie auch dazu, etwas selbst zu folgern und dann weiter zu tratschen. So kam ich auch dazu diesen legendären Aprilscherz zu machen. Praktisch legte mir diese nette Dame die Worte in den Mund.
Und das kam so.
Es war ein Samstag Ende der 1980er. Wie meistens Samstag ging ich in einen Club. Ich war dort auch als Ordner tätig, gelegentlich. Also gut bekannt mit dem gesamten Personal. An diesem 1. April aber, wollte ich mit meiner leicht erkälteten Freundin dort hin, um mich etwas zu amüsieren.
Die Dame an der Kasse kannte mich und mein Hobby jeden in den April zu schicken. Dementsprechend begrüßte sie mich schon von weiten „George, du brauchst heute gar nicht versuchen mich in den April zu schicken. Das klappt nicht.“ Ich grinste nur und erwiderte „Ok Beate, habe mein Pensum heute auch schon erfüllt. Nächstes Jahr wieder. Sie lachte und ich verschwand mit meiner Herzdame im Club.
Da meine Freundin, wie schon erwähnt, erkältet war, wollte sie gegen ein Uhr, doch wieder nach Hause. Also gingen wir, natürlich nicht ohne der schwatzhaften Beate Ciao zu sagen. Sie fragte natürlich, wieso wir so zeitig verschwinden wollen. Ich sagte ihr, das sich meine Schnecke in ihrem Zustand nicht so recht fühlte. Sie weitete die Augen und meinte „In ihrem Zustand?“ Nun erkannte ich meine Chance, doch noch einen Treffer zu landen. Ich grinste breit und sagte „Ja, aber erzähl es nicht weiter.“ Ich wusste ja, die liebe Beate würde sicher ihre eigenen Schlussfolgerungen aus meiner Aussage ziehen und es sicher jedem erzählen. Ich musste nur warten.
Knapp zwei Tage später sprach mich auch schon der erste Kumpel an. Wie allen anderen Bekannten, die mich in den nächsten Tagen auf das Thema Schwangerschaft ansprachen, klärte ich ihn über meinen ungewollten Aprilscherz auf. Im Gegensatz zu Beate, konnten alle anderen natürlich herzhaft lachen und schweigen.
Nun ging ich mit Freundin also zwei Wochen später wieder in den Club. Beate lauerte schon, um uns nun endlich gratulieren zu können. Sie fragte natürlich sofort, ohne Einleitung in welcher Woche sie denn sei. Wieder mal grinste ich und sagte nur „Liebe Beate, übrigens April, April.“ Das Gesicht, in den verschieden wechselnden Farben, unbezahlbar liebe Freunde.
Ihr seht, es gibt Leute, die geben selbst die beste Vorlage für gute Aprilscherze. Und die können Wochenlang wirken und eine halbe Stadt erheitern.
George W. Lästerbacke
Samstag, 18. März 2017
😜 Über das Lästern 🙄
Die überempfindlichen, sich selbst am denken hemmende Menschen, mit wenig Selbstwertgefühl, verstehen das Lästern als als Angriff. Sie sehen das Positive nicht. Doch die mit Erfolg denkenden Zeitgenossen, sehen die Chance zur Diskussion, die oft der Weg zur Verständigung ist. Partner die gleichwertige Ziele verfolgen, nur über den Weg uneins sind, können so gemeinsame Wege finden.
Man darf das positive Lästern nicht mit dem dümmlichen Geschwätz, der halbgebildeten Dschungelcamp schauenden Nachbarn, welche das Bildungslevel des privaten Fernsehens haben mit der intelligenten, lästerlichen Stichelei verwechseln. Das treibt nur den Blutdruck in die Höhe.
George W. Lästerbacke
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Dienstag, 8. April 2014
Freitag, 18. November 2011
Wenn Männer alleine im Haushalt sind – ein Brief
Liebe Gerda
Herzlichen Dank für deinen lieben Brief. Du brauchst Dir wirklich keine Sorgen zu machen. Es ist alles in Ordnung. Das Essen koche ich selbst, und ich staune täglich, wie gut es doch klappt! Ich habe befürchtet, das ich ohne dich keine drei Tage klar komme, aber man staune, mittlerweile kann ich essen, ohne dass mir anschließend im Krankenhaus der Magen ausgepumpt werden muss.
Da es oft schnell gehen muss, habe ich mir gestern Bratkartoffeln gemacht. Zwischendurch war ich Brötchen holen. Nach meiner Rückkehr war die Emaille in der Pfanne geschmolzen. Ich habe nicht geglaubt, dass die Beschichtung so wenig aushält. Der Rauch in der Küche ist schnell wieder abgezogen, aber die Katze ist schwarz wie ein Rabe und hustet. Seither ergreift sie panikartig die Flucht, wenn ich den Herd anschalte oder mit der Pfanne klappere. Ich brauche wenigstens einmal am Tag etwas Warmes zu Essen, wie Du ja weißt. Leider lässt sich die Katze mittlerweile gar nicht mehr blicken.
Sage mal, wie lange muss man Eier kochen? Ich habe sie zwei Stunden gekocht, aber sie wurden nicht weich. Schreib mir bitte mal, ob man angebrannte Milch noch verwenden kann. Ich hatte leichte Probleme mit dem Gulasch, habe mir eine Dose warm gemacht, doch leider ist sie in der Mikrowelle explodiert. Die Tür der Mikrowelle wurde durchs Fenster geschleudert. Unser schönes Gewächshaus ist leider auch kaputt und das Küchenfenster, da es geschlossen war. Es wurde es mit dem Rahmen komplett raus gerissen, die Druckwelle war gewaltig! Die Dose Gulasch ging ab, wie ein Zäpfchen, senkrecht nach oben, durchschlug die Decke und traf die kleine 13 jährige Tochter von Herrn Bauer, der über uns wohnt, fast zwischen die Beine. Sie war gerade beim Klavier spielen. Ihr ist zum Glück nichts passiert, weil die Dose am Hocker abgeprallt ist und dem Klavierlehrer die Kniescheibe zertrümmert hat. Das zahlt die Haftpflicht, die Krankenkasse und auch das Schmerzensgeld. Wir haben doch eine Haftpflicht, oder?
Übrigens, hast Du es auch schon mal gehabt, dass Dir schmutziges Geschirr verschimmelt ist? Wie ist das in der kurzer Zeit möglich? Du bist doch kaum 3 Wochen fort. Hinter dem Spülstein lebt alles, da kannst du Filme zu "Brehms Tierleben" drehen. Wo kommt dieses Krabbelgetier nur her? Hast Du das Viehzeug dort deponiert, um mich zu erschrecken? Habe mich dann endlich dazu hinreißen lassen und das Geschirr gespült. Bitte schimpf nicht mit mir, mein Schatz, aber das gute Porzellan von Oma ist hin. Ich hätte gedacht, es ist stabiler, war wohl doch ein bisschen viel, 1000 Umdrehungen in der Spülmaschine. Die ist übrigens auch hinüber, das große Schlachtermesser hat beim schleudern die Trommel beschädigt und steckt jetzt in der Wand, das Messer, nicht die Trommel. Die hat die dreißiger Ziegelwand durchschlagen und liegt irgendwo draußen herum.
Beim Essen habe ich leider den Wohnzimmerteppich eingesaut, mit Tomatensoße. Du sagtest immer, dass Tomatensoße nicht gut rausgeht. Da hast Du Dich geirrt, mein Liebling, die ging wunderbar raus, die Haare des Teppichs aber auch. Ich hätte wohl keine Chlorix nehmen sollen.
Den Kühlschrank habe ich auch abtauen müssen. Du bist da immer so übervorsichtig, das Eis geht wunderbar ab, wenn man eine Heißluftpistole nimmt. Nur seltsamerweise heizt der Kühlschrank jetzt. Auf jeden Fall ist das Fleisch gut durch. Sekt und Mineralwasser sind explodiert. Schon komisch.
Am Donnerstag habe ich vergessen, die Wohnung abzuschließen. Es muss jemand da gewesen sein, denn es fehlen einige Wertgegenstände. Aber Dinge allein machten nicht glücklich, wie Du immer sagst. Der Kleiderschrank ist auch leer, aber es kann ja nicht viel drin gewesen sein, denn Du hast Dich ja immer beklagt, dass Du nichts zum anziehen hast
Als ich gestern Abend die Kaninchen füttern wollte, ist mir die Kerze umgefallen, im nu stand alles in Flammen! Doch die Jungs von der Feuerwehr hatten das Problem nach zwei Stunden im Griff.
Damit will ich schließen, denn in diesem Hotel gibt es nur von 18.00 - 19.00 Abendbrot, morgen schreibe ich Dir ausführlicher. Ich hoffe, dass Du deine Kur in Ruhe und Freude genießen kannst.
Viele herzliche Grüße, ich liebe dich total.
Dein Erwin
PS: Deine Mutter hat, als sie von dem Malheur erfuhr, der Schlag getroffen. Die Beerdigung war gestern. Ich habe es Dir nicht geschrieben, um Dich nicht unnötig zu aufzuregen. Du bist ja auf Kur und sollst dich erholen!
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